Verfahren und Vorrichtung zum Herstel len von Bausteinen aus blähfähigem Werkstoff in einer Mehrfachform
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstel len einer Vielzahl von Bausteinen oder anderen Körpern aus Beton oder aus einem blähfähigen Werkstoff , wie Gasporenbeton, in einer Mehrfachform , wobei eine für einen Gießvorgang zum Fül len der Mehrfachform bestimmte Gießmasse zum Unterteilen in gleiche und mengenmäßig dem Inhalt der einzelnen Steinformen oder dgl . der Mehrfachform entsprechende Einzel portionen in über der Mehrfachform angeordnete , randvol l zu fül lende Dosierkammern gegossen wird und das Eingießen der Einzelpor tion aus den Dosierkammern in die jewei l igen zugehörigen Steinformen oder dgl . der Merτfachform durch gleichzeitiges Öffnen de Böden al ler Dosierkammern erfolgt sowie eine Vorrichtung zum Herstel len einer Vielzahl von Bausteinen oder andeFen Körpern aus Beton oder einem bläh fähigen Werkstoff , wie Gasporenbeton in einer Mehrfachform mit einer Mehrzahl von Einzel -Steinformen , mit deckungsgleichen Dosierkammern sowie einer unterhalb der Dosierkammern angeordneten mit Durchlaßöffnun.gen versehenen Schieberplatte, die so ausgebi ldet und angeordnet ist , daß sie in ihrer einen Verschiebestel lung für die zu fül lenden Dosierkammern den Boden bi ldet , während sie in ihrer anderen Verschiebestel lung mit ihren Durchlaßöffnungen das Ausfl ießen der Gießmasse aus den einzelnen Dosierkammern ermögl icht .
In der DE-PS 16 83 799 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstel len einer Vielzahl von Bausteinen oder anderen Körpern aus blähfähigem Werkstoff, insbesondere Gasbeton , in einer Mehrfachform beschrieben. Bei dem bekannten Verfahren gelangt der gieß- und fl ießfähige Werkstoff als Gießmasse aus einem Mischer , in den die erforderl ichen Baustoffe mit temperiertem Wasser sorgfältig gemischt werden über einen Gießtrichter in Dosierkammern , welche durch Untertei lungsstege in einem rahmenförmigen Gebilde oder Gehäuse definiert sind. Ein gleichmäßiges Fül len der Dosierkammern wird durch die Mögl ichkeit des Überfließens der Stege zu erreichen versucht. Hierzu ist zunächst eine gewisse Zeitdauer erforderl ich , damit die Gießmasse, deren Hauptanteil über einem Zentral bereich der nebeneinander angeordneten Dosierkammern ausfl ießt, sich über sämtl iche Dosierkammern und bis zum Ende der äußeren Dosierkammern hin vertei len kann. Es besteht dabei die Gefahr , daß die äußeren Dosierkammern nicht vol lständig gefüllt werden. Das Ablassen der Gießmasse aus den Dosierkammern geschieht nach dem Verschieben der Schieberplatte durch das Eigenfl ießvermögen der Gießmasse, wobei al lerdings die Gefahr besteht , daß auf den oberen Rändern der Stege, obwohl diese einen Querschnitt dreicksfδrmiger Kontur haben, Werkstoff l iegen bleibt. Es hat sich herausgestel lt , daß praktisch jedesmal eine Reinigung in diesen Bereich erforderl ich ist , da es sich bei dem Werkstoff um eine aktivierte blähfähige Masse handelt , die sehr schnel l ihren aktivierten Zustand verl iert , so daß die stehengebl iebenen Reste nicht bei einem zweiten Fül l Vorgang verwendet werden können , sondern vielmehr , fal ls sie bei einem Fül lvorgang im schon teilweise ausgehärteten Zustand von neuer Gießmasse mitgerissen werden, die die Qual ität der dann hergestellten Steine beeinträchtigen können.
Der Neuerung l iegt daher die Aufgabe zugrunde unter Vermeidung der genannten Nachteile das eingangs genannte Verfahren zu verbessern , wobei insbesondere eine höhere Schnel l igkeit des Verfül lens der Dosierkammern und eine Vermeidung der Notwendigkeit der Reinigung erreicht werden sol I .
Beim Verfahren der eingangs genannten Art wird die genannte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst , daß die Dosierkammern dadurch exakt randvoll gefül lt werden , daß überschüssiger Werkstoff abgestrichen wird. Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist erfindungsgemäß zur Lösung der genannten Aufgabe dadurch ausgestal tet , daß oberhalb der Dosierkammern ein über die Dosierkammern hin verschiebbarer Vertei lerkasten angeordnet ist , der Verteil erkasten an seiner Unterseite eine Öffnung aufweist und mit seiner Unterseite auf der Oberseite der Dosierkammern aufl iegt.
Erfindungsgemäß wird also eine vorgegebene Menge fl ießfähigem und blähfähigem Werkstoff über die Doserkammern gebracht und über die Oberfläche derselben hinweggezogen , wobei eine schnel lere Verfül lung dadurch erreicht wird, daß die die Verfül l ungszeit bestimmende Größe nicht mehr die Eigenfl ießgeschwindigkeit des Werkstoffs ist , sondern die Geschwindigkeit, mit der Werkstoff durch das Abstreifen über die Oberseite der Dosierkammern geführt wird. Gleichzeitig wird durch dieses Vorgehen eine exakte Verfül lung und damit genaueste Dosierung des Materials in den einzelnen Dosierkammern , insbesondere auch den im Randbereich angeordneten Dosierkammern erreicht. Weiterhin wird durch das Abstreifen gleichzeitig mit dem Verfül l Vorgang eine Reinigung der Oberseiten der Zwischenstege zwischen den Dosierkammern und deren Ränder erzielt , so daß ein separates Reinigen , wie es beim Stand der Technik erforderl ich
ist, nicht mehr notwendig ist. Der dabei abgestrichene überschüssige Werkstoff kann in bevorzugter Ausgestaltung gesammelt und frischem blähfähigem Werkstoff, gegebenenfal ls nach Zerkleinerung in verteilter Form wieder a/s Zuschlagstoff zugeführt werden.
Gemäß einer werteren bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß der Werkstoff zwangsweise aus den Dosierkammern in die einzelnen Steinformen oder dgl . der Mehrfachform gedrückt wird. Hierdurch wird der Herstellungsprozeß weiterhin beschleunigt, indem auch zum Ausfl ießen des fließfähigen Werkstoffs aus den Dosierkammern nicht mehr auf die Fl ieß- und/oder Tropfgeschwindigkeit des Werkstoffs Rücksicht genommen werden kann, sondern dieser aktiv aus den Dosierkammern ausgetrieben wird, wodurch die Zeit, innerhalb derer der Werkstoff die Dosierkammern verläßt, verkürzt wird. Ein weiterer vorteilhafter Effekt der durch diese Maßnahme erreicht wird, besteht darin, daß der Werkstoff vol lständig aus den Dosierkammern ausgedrückt wird, wodurch einerseits tatsächl ich genau die vorgesehene Menge in die einzelnen Steinformen der Mehrfachform gedrückt wird. Die Dosierkammern bzw. genauer ihre Innenräume können hierbei gleichzeitig gereinigt werden. Zu diesem Zweck ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet , daß den Dosierkammern Stempel zugeordnet sind, die in die Dosierkammern eindrückbar sind, wobei die Stempel aus elastischen Material , wie Gummi ausgebildt sind. Sie haben insbesondere eine Form derart , daß die Stempel sich in R ichtung auf die Dosierkammern hin durch abgeschrägte Seitenflächen verjüngen. Durch diese erfindungsgemäße Weiterbildung entfäl lt ein separates Reinigen der Formen, so daß aufgrund kürzerer Taktzeiten eine höhere Produktivität erzielbar ist. Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß die Höhe der Dosierkammern veränderl ich ist, wobei insbesondere an die Dosierkammern Distanzplatten mit der Anordnung der Dosierkammern entsprechenden Durchbrüchen anschliebßbar sind.
Damit die Steine in Massenproduktion auf herkömml ichen Paletten hergestellt werden können , werden mit Nuten auf der Oberseite der Steine zusammenwirkende Vorsprünge oder Feder auf der Unterseite der Steine nachträglich ausgebildet , indem die Unterseiten der Längswände naß ab geschl iffen sind, so daß sich im Bereich der Querwände auf der Unterseite ein Steg oder eine Feder bildet , die in die schon beim Gießen und Aushärten auf der Oberseite der Stege oder Querwände vorgesehene Nut eingreifen kann. Das Naßschleifen bietet den Vorteil , daß kein Umwelt und Arbeitskräfte beeinträchtigender Staub entsteht und es grundsät zl ich sauberer ist , als eine trockene Bearbeitung. Das Schleifen ist deswegen möglich , weil das verwendete Material des Gasporenbetons gegenüber Leichtsteinen mit Holzfasern etc . schnel l und einfach schleifbar ist , während bekanntes grobes Material gefräst werden muß . Die Herstellung der Steine erfolgt daher vorzugsweise in der Weise , daß beim Gießen und Aushärten in die Oberseite der Steine eine sich symmetrisch zu den Längsseiten der Steine erstreckende Nut ei ngeformt wird und daß anschl ießend Längsseitenwände der Steine ah ihrer Unterseite derart geschl iffen werden , daß an der Unterseite der Steine symmetrisch zu den Längsseitenwänden eine der Nut entsprechende Feder verbleibt , wobei insbesondere vorgesehen ist , daß mit dem Schleifen der Unterseite der Se itenwände gleichzeitig deren Oberseite geschl iffen wird , so daß Abstand von Unterseite und Oberseite der Seitenwände auf ein vorbestimmtes Maß gebracht wird . Zu der erforderlichen Nassbearbeitung ist eine Vorrichtung vorgesehen , die dadurch gekennzei chnet ist , daß eine Führungsbahn für die Stei ne vorgesehen ist , die zwei Durchbrüche aufweist , durch die von unten zwei Schleifscheiben in den unteren Führungsweg der Steine hineinragen , wobei insbesondere über der Führungsbahn in einem einstellbaren Abstand zwei weitere Schleifscheiben angeordent sind , die an der Oberseite der zu schl eifenden Steine angreifen . Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung bi lden in bevorzuger Ausgestaltung die Möglichkeit , Oberseite und Unterseite der Steine gleichzeitig zu schleifen , wobei einerseits auf der Oberseite der
Steine , insbesondere ihrer Längswände eine solcheG lattheit und Ebenheit erzeugt wird , daß die Steine beim Obere inanderver setzen fest und eben aufeinander aufsitzen , wodurch das trockene Versetzen erleichtert wird , andererseits wird durch das gleichz eitige Schleifen von Oberseite und Unterseite eine hohe Maßhaltigkeit der Steine in ihrer Höhe in der Größenordnung von 0 ,5mm erzielt . Hierdurch ergeben sich beim trockenen Versetzen der Steine keinerlei Probleme durch zu große Toleranzen und Ungenauigkeiten der Steine selbst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das Verfahren sind der Verarbeitung von aktiviertem blähfigem Material zur Herstel lung von Bausteinen oder dgl . , wobei das Material eine kurze Abbindzeit aufweist, optimal angepaßt. Derartiger Werkstoff weist ein Treibmittel auf und muß unmittelbar nach dem Zusammenmischen der einzelnen Komponenten schnell in die zugehörige Form verfül lt werden , wobei gleichzeitig die eigentl ichen Formen, in denen die Steine oder sonstigen Körper abbinden, nicht von vorneherein vollständig gefüllt werden kpnnen, da aufgrund der Blähfähigkeit der Werkstoff nach Abbinden noch auffüllt. Wird die Form von vorneherein vollständig gefül lt sein, so ergäbe sich ein erheblicher Abfal l . Es müssen also Zwischenformen oder Dosierkammern verwendet werden wie sie aus der DE-PS 16 83 799 bekannt sind , mittels derer die Dosierung für die einzelnen Steine vorgenommen wird und deren Volumen derart ist, daß die einzelnen Steinformen in der Mehrfachform nicht unmittelbar nach dem Verfüllen bis zu ihrer Oberkante gefüllt sind. Hierbei ergibt sich aber bei einem Stand der Technik, wie gesagt , das Problem , daß durch diesen Zwischenschritt an sich ein zei tverzögerndes Moment hineinkommt. Darüber hinaus gibt es Probleme hinsichtl ich der Verschmutzung dieser Zwischenform oder Dosierkammern. Alle diese Probleme werden durch das erfindungsgemäße Verfahren und mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung vol lständig gelöst. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren schneller durchgeführt werden als dies bisher der Fall war und der Herstel lungsprozeß mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschleunigt werden , so daß eine erhebl iche Zeit- Ersparnis eintritt , die Produktivität erhöht wird und
eine Kosteneinsparung erzielt wird. Weiterhin wird in vortei lhafter Weise eine glatte Oberfl äche der Seitenwände erreicht , wodurch Verputzarbeiten bei aus den Steinen erstell ten Bauwerken auf ein Minimum reduziert werden können und auf Wand innenf lachen u. U . eine Spachtel ung ausreicht. Die erfindungsgemäß hergestell ten Steine erlauben durch ihre präzise Nutund Federausgestaltung und die hierdurch bedingte Verzahnung in vertikaler und horizontaler Richtung die Erstel lung geschoßhoher Wände in Trockenbauweise . Bei Verfül lung mit dem Kernbeton wird danach eine hochbelastbare , monol ithische Wandscheibe mit hoher Wanosteifigkeit und guter Schalldämmung ausgebi ldet.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung in der Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläutert sind. Dabei zeigt bzw. zeigen:
Fig . 1a bis 1d verschiedene Schritte des erfin dungsgemäßen Verfahrens anhand einer schematisch dargestellten Vorrichtung ;
Fig.2a bis 2d eine Darstel lung ähnl ich Figur 1 mit detai l ierterer Wiedergabe von Niederhalterstempeln und Formen zum Herstel len von Steinen nach der Figur .
Fig.3 eine vergrößerte Ausschnittdarstellung einer
Weiterbildung der in den Figuren 1a bis 1d dargestellten Vorrichtung .
Fig .4 einen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bearbeiten gegossener und gehärteter Steine .
Fig.5 einen horizontalen Schnitt durch eine bei der Erfindung einzusetzende Mehrfachform entlang 11-11
der Figur 1 in schematischer Darstel l ung ; und
Fig .6a bis 6c beispielhaft einen bevorzugten erfindungsgemäß herstellbaren Gasbetonstein in a) Draufsicht , b) Längs- und c) Querschnitt .
Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist ein rahmenartiges Gebilde 2 mit einer Vielzahl einzelner Dosierkammern 3 auf. Das rahmenartige Gebi lde 2 ist an seiner Ober- und seiner Unterseite mit Platte 4, 5 abgeschlossen, die Durchbrüche aufweisen , die den jeweil igen Dosierkammern 3 entsprechen. Die obere Platte 4 ist in einer Erstreckungsrichtung beidseitig des rahmenförmigen Gebi ldes 2 durch Pl attentei le 6, 7 verlängert , wobei das Pl attenteil 6 mit einer nach abwärts geneigten Schräge 8 versehen ist , die beispielsweise konkret als Rinne oder Trichter ausgestaltet sein kann. Durch die obere Platte 4 sowie die Plattentei le 6 , 7 wird eine Ebene definiert, auf der ein Vertei lerkasten 11 sitzt der eine Breite (Erstreckungsrichtung senkrecht zur Plattenebene) aufweist , die der Breite des rahmenförmigen Gebi ldes (in gleicher Erstreckungsrichtung) entspricht. Der Verteil erkasten ist über eine Führungsstange 12 in einer Richtung senkrecht zu seiner Breitenerstreckung (bei der Darstel lung in der Plattenebene) verfahrbar . Gegenüber den Pl atten 4 , 6 , 7 ist der Vertei lerkasten durch eine Gummidichtung 13 abgedichtet . Er kann zur leichteren Bewegl ichkeit Rol len , Räder oder dgl . (nicht dargestel lt) aufweisen , wobei die Abdichtung aber dennoch gewährl eistet sein sol lte. Oberhalb der Platte 6 ist ein Auslaß 16 einer Mischvorrichtung angeordnet , in der die Gießmasse zur Herstellung der Gasbetonsteine hergestel lt wird. Unterhalb der Rinne 8 ist ein Auffangtrog 9 vorgesehen , in den nicht verwendete Gießmasse abgegeben werden kann.
Unterhalb des rahmenförmigen Gebi ldes 2 mit den Dosierkammern 3 ist ein Schieber 17 angeordnet, der der Anordnung der Dosierkammern 3 entsprechende paral lel zueinander angeordnete gitterartige Durchbrüche oder
Durchlaßöffnungen 18 aufweist. Die Durchlaßöffnungen 18 sowie die. Dosierkammern 3 entsprechen dabei in ihrer Anordnung den zur Ausbildung der Längswände 22 eines Steins 21 vorgesehenen Kammertei len 23 in einer Mehrfachform 24 zur Herstel lung von Steinen aus blähfähigem Werkstoff wie Gasbetonsteinen , die auf einer Palette, 44 aufsitzt.
Oberhalb des rahmenförmigen Gebi ldes 2 mit den Dosierkammern 3 ist eine Ausschiebeinrichtung 31 angeordnet , die an dem Kolben 32 einer Kolben-Zyl indereinheit 33 eine Vielzahl von Stempeln 34 befestigt auf weist. Die Kontur der Stempel 34 und deren Anordnung stimmt mit den Dosierkammern 3 überein , so daß beim Absenken des Kolbens 32 und damit der Stempel 34 diese in die Dosierkammern eingeführt und dort vorhandene Gießmasse, wenn die Unterseite der Dosierkammern 3 offen ist , aus den Dosierkammern 3 herausdrücken können. Die Stempel 34 bestehen dabei aus einem elastischen Material , wie Gummi oder elastischem Kunststoff , so daß sie unter einem gewissen elastischen Andruck die Seitenwände der Dosierkammern sauber abstreifen.
Gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst die hergestel lte blähfähige Gießmasse unmittelbar nach der Herstel lung über den Zuführstutzen 16 in einer ausreichenden dosierten Menge in den Vertei lerkasten 11 eingegeben. Anschl ießend wird der Verteilerkasten 11 mittels der Stange 12 über das rahmenförmige Dosierkammergehäuse 3 verfahren , wodurch die einzelnen Dosierkammern verfül l t werden . Sie werden dabei jeweils bis zu ihrem oberen Rand verfül lt , überschüssige Gießmasse wird durch den unteren Rand des Verteilerkastens 11 abgestrichen und verbleibt im Verteilerkästen 11. Wenn der Vertei lerkasten 11 an der rechten Seite auf dem Plattentei l 7 angelangt ist (Figur 1b) so wird der Kolben 32 mit den Stempels 34 abgesenkt , wobei die Stempel 34 in die einzelnen Dosierkammern 33 eingeführt werden. Gleichzeitig wird die gitterförmige Platte 17 mit den Durchlaßöffnungen 18 derart horizontal verschoben , daß die Durchlaßöffnungen 18 einen Durchlaß zwischen den Dosierkammern 3 und den
Längsaufnahmekanälen 23 der einzelnen Steinformen 23 ' freigeben. Die Gieß masse kann dann aus den Dosierkammern 3 in die Mehrfachform 24 fl ießen. Nach Freigabe des Durchlasses mittels der Durchlaßöffnungen 18 der Platte 17 drücken die Stempel 34 die in den Dosierkammern 3 befindl iche Gießmasse zusätzl ich in die Hohlräume 23 , wo von aus die Gießmasse sich auf in den kürzeren Querkammern 23 ' ' verteilt (Figur 1c) . Anschließend werden der Kolben 32 und die Stempel 34 wieder angehoben und der Verteiler- kästen 11 kann unter den Stempeln 34 wieder zurückverfahren werden. Die Stempel 34 reinigen dabei die Dosierkammern 3. Er wird bis über die Schütte 8 und den Aufnahmebehälter 9 verfahren, wodurch das im Verteilerkasten verbl iebene Gießmaterial in den Behälter 9 fäl lt. Diese Masse ist dann al lerdi wegen der kurzen Reaktionszeit des aktivierten Gießmaterials verwendbar. Die im Behälter 9 befindl iche Masse kann aber dem Gießmaterial als Zuschlagstoff zugeführt werden. Weiterhin werden die Dosierkammern 3 durch Verschieben der Platte 17 wieder verschlossen und die Mehrfachform 24 verfahren und durch eine leere Mehrfachform ersetzt. Die in die Mehrfachform 24 eingegossene Masse füllt diese zu Beginn nicht über die vol le Höhe aus , die noch aktivierte Masse bläht sich auf und bindet ab , so daß dann alle E inzelformen 23 ' vol lständig durch die Masse ausgefül lt sind. E in eventuel l überschießender Material anteil wird längs der oberen Fläche abgeschnitten. Nach einem ersten Abbinden können die Steine einfach auf einer Palette abgesetzt und die Mehrfachform wieder verwendet werden . Die Form 24 (Figur 2) weist einen auf einer unteren ebenen Palette 44 aufsitzenden Rahmen 45 auf , der die Außenwände der einzelnen Steine 10 formt . Die Hohlräume oder Durchbrüche 20 , 30 der Steine werden durch separate Kerne 46 geformt, wobei die Kerne 46 rasterartig über Querstreben 47 , die Nuten 28 (Figur 6) bi lden , verbunden sind . Es si nd weiterhin Niederhalter 48 vorgesehen.
Zur Entfernung der Steine 10 aus der Form 24 , werden die Niederhalter 48 auf die Oberseiten 33 der Steine abgesenkt und halten die Steine nieder (Figur 2b) , während die Kerne 46 aus den Steinen 10 herausgehoben werden (Figur 2c) . Wenn lediglich Schalungssteine hergestel lt werden sollen,
so können nach den Kernen 46 auch die Außenform oder der Rahmen 45 von der Palette 44 abgehoben werden , so daß dann die Steine 10 frei auf der Palette 44 aufl iegen und mit dieser von der Form fortgefahren werden können , die mit eher weiteren einfachen ebenen Palette 44 zur Formung neuer Steine eingesetzt werden kann. Wenn die Steine als Vol lsteine mit Beton und/oder Is ol iermaterial verfül lt werden sollen , so kann dies dadurch geschehen , daß der äußere Rahmen zunächst nach herausfahren der Kerne 47 auf der Palette 44 verbleibt , Isol iermassen und/oder Beton in das Innere der Steine 10 eingebracht wird und erst anschl ießend der äußere Rahmen 45 abgehoben wird.
Die Steine können darum außerhalb der Mehrfachform eine Weiterbehandlung erfahren , insbesondere zunächst voll ständig aushärten . Die derart wie vorstehend beschrieben , gegossenen und anschl ießend bei Umgebungstemperatur gehärteten Gasporenbetonsteine werden in einer We ise weiterbearbeitet, wie dies aus der Figur 4 ersichtlich ist .
E ine Ausschnittdarsteliung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Figur 3 dargestel lt . Hier sind zwischen der unteren Abschlußplatte 5 des Dosierkammergehäuses 3 und der Schieberplatte 17 mit den Durchlaßöffnungen 18 ein oder mehrere Distanzplatten 36 vorgesehen . D iese weisen im gleichen Rastermaß wie das Dosierkammergehäuse 3 Durchbrüche 37 auf . Die Distanzplatten 36 dienen dazu das Volumen der Dosierkammern 3 zu erhöhen , so daß mit entsprechenden Mehrfachformen größerer Höhe oder aber auch breiterer Ausnehmungen entsprechend unterschiedl iche Steine mit der erfindungsgemäßen Vorrich tung bei einfacher Ausrüstung hergestel lt werden können .
In der Figur 4 ist eine Vorrichtung zum Bearbeiten , näml ich zum Besohle ifen der Ober- und Unterseiten der Längswände 5 , 7 der Bausteine 10 dargestel lt. Die Vorrichtung 51 weist einen Rahmen 52 auf , in dem
eine Trägerbahn 53 angeordnet ist, auf der die Steine zugeführt werden. Die Steine werden seitlich durch zwei Führungsschienen 54, 56 derart geführt, daß sie sämtlich die gleiche Bahn entlanglaufen. In der Führungsbahn sind in einem mittleren Bereich zwei parallele Durchbrüche 57, 58 vorgesehen, durch die Schleifwalzen 61, 62 hindurchragen. Die Schleifwalzen 61, 62 werden auf einer gemeinsamen Achse 63 gehalten und durch eine in der Höhe einstellbare Einstell- und Halteeinrichtung 64 getragen. In entsprechender Weise befinden sich exakt oberhalb der Schleifwalzen 61, 62 Schleifwalzen 71, 72 , die ebenfalls durch eine gemeinsame Achse 73 gehalten und von einer an einem oberen Querträger 74 des Rahmens 52 herunterhängenden Halte- und EinStelleinrichtung 76 gehalten werden bzw. an dieser aufgehängt sind. Die Schleifwalzen 61, 62 bzw.71, 72 werden von zwei seitlich der Führungsbahn 53 angeordneten Antriebsmotoren 77, 78 über Achsen 79, 81 angetrieben. Der Abstand der Walzenpaare 61, 62 und 71, 72 ist einstellbar und wird in gewünschter Weise eingestellt. Die Einstellung erfolgt insbesondere derart, daß einerseits die unteren Schleifwalzen 61, 62 soweit durch die Führungsbahn 53 hindurchragen, daß die Seitenwände 86, 87 bei 134 (Figur 6) tatsächlich derart soweit abgeschliffen werden, daß der an den Querstegen 88, 89, 110 (ebenfalls Figur 6) verbleibende Steg oder die verbleibende Feder 136 exakt dem Vertiefungsteil 29 auf der Oberseite des Steins entspricht unter Berücksichtigung eines ebenfalls Glattschi eifens der oberen Seiten 133 der Seitenwände 86, 87.
Nach Gießen und Aushärten eines Steins wird dieser also durch die Schi eifvorrichtung 51 geschickt, wobei er dann derart bearbeitet wird, daß die Ober- und Unterseiten seiner Längswände 86, 87 als Auflagerf-ächen derart abgeschliffen werden, daß zwei entsprechende Steine übereinander trocken mit minimalster Toleranz versetzt werden können und zwar indem die Feder 136 in den Nutteil 129 eingreift und dadurch eine gegenseitige Blockie - füng oder Verriegelung erfolgt.
In der Figur 5 ist die Mehrfachform in einem Querschnitt dargestellt. Es ist erkennbar, daß in der Mehrfachform 24 eine Vielzahl von einzelnen Steϊnformen 23' ausgebildet sind und damit gleichzeitig in einem Füllvorgang eine Vielzahl von Steinen 21 hergestellt werden können.
Ein bevorzugter Stein ist der Figur 6 entnehmbar. Der erfindungsgemäße Baustein ist in den Figuren 6a bis 6c als Schalungsstein 10 dargestellt. Er weist einen zwei Durchbrüche 82, 83 umgebenden Mantel 84 auf, der im dargestellten Ausführungsbei spiel aus zwei Längswänden 86, 87, zwei äußeren Querwänden88, 89 und einer mittleren Querwand 110 besteht. Die äußeren Eckkanten des Steins sind angefast, weisen also Fasen 112 auf. Weiterhin sind die äußeren Querwände 88, 89 an ihren voneinander fortgerichteten äußeren Stirnseiten mit Nut 113 und Feder 114 ausgebildet. Die Breite der Nut 113 und der Feder 114 entspricht dabei im wesentlichen der Breite der Durchbrüche 82, 83. Der Übergang von Nut 113 und Feder 114 zu Stirnseiten 96 der Längswände 87, 86 erfolgt ebenfalls über eine Fase 117 bzw. 118.
Die Querwände 88, 89,110 erweitern sich von der Oberseite 121 zur Unterseite 122 des Steins 10 durch eine leichte Schrägstellung ihrer zu den Durchbrüchen 82, 83 hingerichteten Seitenflächen 123, 124, 126 und 127.
Im oberen Bereich des Bausteins 10 sind im Bereich der Querwände 88, 89, 110 Nuten 128 ausgebildet, die beim dargestellten Ausführungsbeispie! in der folgenden 'Weise aus zwei Teilnuten 129, 131 zusammengesetzt sind. Die erste Teilnut 129 erstreckt sich über die gesamte Breite der Querwände 88, 89, 110 und weist eine Rechteckform auf, während sich an diese erste Teilnut 129 in die Querstege 18, 89, 110 in eine weitere bogenförmige Teilnut 131 anschließt, die eine geringere Breite aufweist als die Teilnut 129, so daß von der oberen Seite der Teilnut 131 hin Ansätze 132 zu den Längsseitenwänden 86, 87 gebildet sind. Die Oberseiten
133 und die Unterseiten 134 der Längswände 86, 87 sind maßgenau geschliffen, so daß sie vollständig eben sind, parallel zueinander verlaufen und der Abstand übereinanderl.iegender Flächen 133, 134 bei allen Bausteinen 10 gleich ist. Durch das Schleifen der Unterseiten 134 der Längswände 86, 87 des Bausteins 10 wird an der Unterseite der Querwände 88, 89,
110 ein Steg 136 gebildet, der genau der Teilnut 129 entspricht und daher beim Übereinandersetzen von Steinen in diese eingreift und auf den Absätzen 132 aufliegt, während die Unterseiten 134 auf den Oberseiten 133 eines darunterliegenden Steines aufliegen. Derart können die erfindungsgemäßen Bausteine trocken im Verband versetzt werden, wobei eine horizontale Reihe von Steinen jeweils gegenüber einer darunter angeordneten horizontalen Reihe von Steinen um die Hälfte der Länge der Steine versetzt ist. Bei diesen Schal ungssteinen werden überl icherweise die Hohlräume oder Durchbrüche 82, 83 ausgegossen. Die Nuten 131 dienen nun dazu, daß der in die Ausnehmungen 82, 83 eingegossene Beton nicht nur nach unten fließt, sondern auch durch die Nuten 131 der Querwände 88, 89, 110, insbesondere der Wände 88, 89 zur Seite fließt und daher einer aus den erfindungsgemäßen Steinen gefertigte Wand nicht nur in vertikaler, sondern auch in horizontaler Richtung eine zusätzliche feste Verbindung gibt. Dadurch, daß die Schal ungsste ine aus leichtem Material, insbesondere blähfähigem Werkstoff, wie Gasporenbeton, hergestellt sind, gewährleisten sie auch bei Ausfüllung der Durchbrüche 82, 83 mit Ortbeton eine gute Wärmedämmung.
Weitere Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Steine , wie Voll steine oder
Steine bei denen der Hohlraum mit einem Wärmedämmelement verfüllt ist, sind möglich.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in geeigneten Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.