LU85004A1 - Vorrichtung und verfahren zum aufhaspeln von baendern - Google Patents
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Description
! . · - ι - ; Vorrichtung und Verfahren zum Aufhaspeln von Bändern ! 1 i n 1 Ί ‘ ; i _ .1 i n 3 15 " Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufhaspeln von Bändern, insbesondere von in einer Walzgiessanlage hergestellten Aluminiumbändern, mit einer durch einen Antrieb axial drehbaren, in einer Bahn des Bandes angeordneten Has-10 pel, sowie ein Verfahren hierfür.
’ i < l : \ üeblicherweise ist einer Walzgiessanlage eine stationäre Haspel nachgeordnet, welche von einem Spezial-Reduktionsgetriebe bewegt wird. Das zu einem Bund aufgehaspelte Band 15 wird durch einen Bundabstosser seitlich zur Bandbahn ausge-stossen und dort von einem Bundwagen übernommen. Diese An-' Ordnung-'.hat den Nachteil, dass .für. die Bundentnahme ein be- trächtKcfrer Platz seitlich der Bandbahn bzw. der Giesslinie beansprucht wird. Zudem sind teure Spezialgetriebe not-20 wendig, welche in der Lage sind, die Aufnahme der Haspellagerung zu übernehmen.
* S Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, eine Vorrichtung S ’ _ sowie ein Verfahren der oben genannten Art zu schaffen, 25 durch welche insbesondere Platz eingespart und die Verwendung üblicher Getriebe ermöglicht wird.
Zur Lösung der Aufgabe führt eine Vorrichtung, bei der die Haspel in Gebrauchslage mit dem einerseits der Bandbahn an-30 geordneten Antrieb lösbar sowie mit einem andererseits der \ * i ff Bandbahn angeordneten Schlittengestell fest verbunden ist,
1 I
- 2 - mit welchem die Haspel aus der Bandbahn führbar ist. Dies bedeutet, dass das zu einem Bund aufgehaspelte Band nicht aus der Bandbahn herausgestossen wird, sondern durch den Rückzug der Haspel in der Bandbahn verbleibt und dort vom . 5 Bundwagen aufgenommen wird. Erfindunasgeraass ist dieser ! Bundwagen ebenfalls zwischen dem Antrieb und dem Schlitten gestell angeordnet und transportiert das aufgehaspelte Band in Bandrichtung ab. Damit sind bei dieser Anordnung seitlich der Bandlinie keine störenden Einrichtungen mehr zu 10 finden.
Bevorzugt erfolgt der Antrieb der Haspel durch einen schnellaufenden Gleichstrommotor oder durch einen hydraulisch betriebenen Motor. Diese sind langsam laufende Moto-15 ren, sodass ihnen ein einfaches konventionelles Planetengetriebe _nachgeschaltet werden kann. Im Anschluss an das Pla-netenqahriebe weist der Antrieb an einer Stirnfläche Vor-sprüngg—, welche ~inz Gebrauchslage zwischen auf einer Stirnfläche der Haspel" angeordnete Vorsprünge eingreifen.
: 20 Dadurch kann die Haspel auf sehr einfache Weise von dem An trieb gelost werden.
Das Schlittengestell befindet sich in einem Gehäuse und wird bevorzugt mittels eines hydraulischen Antriebs etwa im 25 rechten Winkel zur Bandbahn bewegt. Auf dem Schlittengestell ruht eine mit der Haspel verbundene Welle sowie die hierfür erforderlichen Lagereinrichtungen.
Damit das aufgehaspelte Band in der Bandbahn beim Zurück-30 ziehen der Haspel gehalten wird, sieht die Erfindung nahe jj der Haspel einen Bundabstreifer vor. Dieser kann aus einer i t ! - 3 - einfachen, gegebenenfalls die Haspel teilweise umgreifenden Platte bestehen. Bevorzugt wird jedoch zusätzlich zu der Platte eine weitere durch einen hydraulischen Antrieb be- j wegbare Platte in der Nähe der Haspel anaeordnet, mittels 5 welcher die Entnahmelage des Bundes besser justiert werden i !j kann.
i '} ! Damit ein Abstreifen des Bundes von der Haspel überhaupt ’ . ermöglicht wird, muss auch die Haspel besonders ausqebildet 10 sein. Erfindungsgemäss weist sie auf ihrer Mantelfläche ei- ! nen parallel zu ihrer Längsachse verlaufenden Schlitz auf, i .
| welcher der Aufnahme des Bandanfanges dient. Durch anderer seits des Schlitzes auf der Mantelfläche der Haspel ange-ordnete Spreizorgane kann die Grösse des Schlitzes verän-15 dert werden und der Banddicke angepasst werden.
Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zum Aufhas-• '"'jpeln von Bändern, bei dem das aufgehaspelte Band von der .^..Z^ZjSfgpel abgestreift wird, indem die Haspel vom Antrieb ge-20 löst aus der Bandbahn geführt und gleichzeitig das aufge-- haspelte Band von einem Bandabstreifer. in der Bandbahn gehalten wird, und das aufgehaspelte Band von einem Bundwagen in Bandbahnrichtung abtransportiert wird.
25 Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung - ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnunq; diese zeigt in '30 Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Aufhaspeln Λ von beispielsweise Aluminiumband; i i - 4 - ‘ I Fig. 2 eine teilweise geschnittene, verkleinert ί dargestellte Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 .
J
| 5 Bei einer Vorrichtung R zum Aufhaspeln von beispielsweise i } Aluminiuroband, welche in der Reqel einer — nicht darqe- j stellten — Walzgiessanlage nacngeschaltet ist, lagert zwi- sehen einer Äntriebseinheit 1 und einem Haspelträger 2 eine i I . Haspel 3.
i 10 ! Die Antriebseinheit 1 besteht aus zwei L-förmigen Profil streifen 4, welche einer über Doppel-T-Träger 5 mit einem Fundament 6 verbundenen Tragplatte 7 aufgesetzt und durch einen Quersteg 8 verbunden sind. Dieser Quersteg 8 trägt 15 einerseits ein Planetengetriebe 9 mit einem Motor 10 sowie andererseits ein Wellenteil 11, welches mit seiner Stirnfläche 12 einer Stirnfläche 14 der Haspel 3 in Gebrauchsla-- hgeBsnliegt. Beide Stirnflächen 12 und 14 weisen Vorsprünge :w-,T5>-^ünd 16 auf, welche zwischeneinander greifen und so als 2û:MÏtWèhmer dienen.
Als Haspel 3 dient eine Spreizwalze mit einem achsparalle-len Schlitz 17 auf ihrer Mantelfläche 18. Die Grösse des Schlitzes 17 ist veränderlich.
25 " Gegenüber der Stirnfläche 14 ist die Haspel 3 mit einem Schlittengestell 20 verbunden, welches in einem Gehäuse 21 lagert. Dieses Schlittengestell weist eine — in Fiq. 2 gestrichelt darqestellte — Welle 22 in Achsrichtung A ver-30 bunden mit der Haspel 3 sowie notwendiae Lagerungen 23 auf.
Λ * * - 5 -
Lieber ein pneumatisch oder hydraulisch betriebenes Zylin-der-Kolben-System 24 kann der Schlitten in Richtung x be-Î wegt und damit die Haspel in das Gehäuse 21 zurückgezogen 1 ] werden. Die Endstellung B des Schlittens 20 ist in Fia. 2 '] 5 gestrichelt dargestellt. Unterhalb des Gehäuses 21 befindet ] < sich ein Führungskasten 25 für diverse Steuerkabel 26.
i j j r Auf dem Gehäuse 21 sitzt weiterhin ein ebenfalls pneumail tisch oder hydraulisch betätigbarer Antrieb 27 für einen ! Ί ji 10 Abstreifer 28. In Ruhelage liegt der Abstreifer 28 einer i, weiteren Platte 29 an, welche über Bolzen 30 ebenfalls auf dem Gehäuse 21 fixiert ist.
Unterhalb der Haspel 3 verläuft der Bundwagen 31, welcher 15 zwischen zwei Rollenlagern 32 einen — nicht dargestellten I aUfgehaSi?e^ten Bund au^n*mmt* j 3 !i
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Aufhaspeln von Bändern, insbesondere i1 von in einer Walzgiessanlage hergestellten Aluminium- I 5 bändern, mit einer durch einen Antrieb axial drehbaren | in einer Bahn des Bandes angeordneten Haspel, * dadurch gekennzeichnet, 1 *- j 10 dass die Haspel (3) in Gebrauchslage mit dem einerseits !i der Bandbahn angeordneten Antrieb (1) lösbar sowie mit einem andererseits der Bandbahn angeordneten Schlitten-i gestell (20) fest verbunden ist, mit welchem die Haspel (3) aus der Bandbahn funrbar ist. 15
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ' dass der Antrieb der Haspel (3) über einen Gleichstom- ! oder hydraulisch über ein Blanetengetriebe (9) erfolgt, wobei in Gebrauchslage Vorsprünge (16) auf 20 eiWer Stirnfläche (12) des Antriebs (1) zwischen Vorsprünge (15) auf einer Stirnfläche (14) der Haspel (3) eingreifen. ! Î*
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- 25 zeichnet, dass das Schlittengestell (20) durch einen hydraulischen Antrieb (24) bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nahe der Haspel (3) ein mit einem 30 , Antrieb (27) versehener Bundabstreifer (28) angeordnet • « - 7 -
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bundwagen (31) in i; Richtung der Bandbahn führbar zwischen Antrieb (1) und ; Schlittengestell (20) angeordnet ist. i ! 5 :i
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis j ' 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haspel (3) einen • parallel zu ihrer Längsachse (A) auf ihrer Mantelfläche (18) verlaufenden in seiner Grösse veränderbaren 10 Schlitz (17) zur Aufnahme einer Stirnkante des Bandes aufweist.
7. Verfahren zum Aufhaspeln von Bändern, insbesondere von in einer Walzgiessanlage hergestellten Aluminiumbän-15 dern, wobei eine in einer Bahn des Bandes angeordnete Haspel mittels eines Antriebes axial gedreht wird, dadurch .gekennzeichnet, dass das aufgehaspelte Band von—, der Haspel (3) abgestreift wird, indem die Haspel (3) vom Antrieb (1) gelöst aus der Bandbahn geführt und 20 gleichzeitig das aufgehaspelte Band von einem Bandabstreifer (28) in der Bandbahn gehalten wird, und das aufgehaspelte Band von einem Bundwagen (31) in Bandbahnrichtung abtransportiert wird‘^ ^
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