LU83717A1 - Verfahren zur herstellung von kunststoffbeschichteten fluessigkeitsverpackungen - Google Patents
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Description
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Verfahren zur Herstellung von kunststoffbeschichteten Flüssigkeitsverpackungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von f’ Λ ^ * mit Aufdruck und Aufreiß- oder Trinkhalm-Einstechloch-
Perforation oder -Ausstanzung versehenen Flüssigkeitsverpackungen aus kunststoffbeschichtetem Karton oder Karton-Aluminium-Verbundmaterial.
Es sind zwei Verfahren zur Herstellung von bedrucktem und beschichtetem Karton für Flüssigkeitsverpackungen bekannt, die mit einer Perforation oder Ausstanzung zur Öffnung der /
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von mit Aufdruck und Aufreiß- oder Trinkhalm-Einstechloch-Perforation oder -Ausstanzung versehenen Flüssigkeitsverpackungen aus kunststoffbeschichtetem Karton, Karton-Aluminium-Verbundmaterial od dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die laufende Kartonbahn in vorgegebenen Abständen an der vorgesehenen Stelle gelocht oder perforiert wird und gleich- C ^ zeitig Rastermarken auf oder in die Kartonbahn auf- bzw. eingebracht werden, worauf die Kartonbahn ein-oder beidseitig mit Kunststoff beschichtet wird und die beschichtete Kartonbahn bedruckt und zu Packungen weiterverarbeitet wird. L- 1' 34 234 W/Ka . * r * \ - 2 -
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Laufe des Lochens/ Perforierens der Abstand der aufeinanderfolgenden Rastermarken gemessen und beim Auftreten einer unerwünschten Abstandsänderung der Antrieb der Loch-/ Perforiereinrichtung relativ zum Hauptmaschinenan- v trieb im Sinn einer Verlangsamung oder Beschleuni-q gung so geregelt wird, daß die Rastermarken - und damit auch die Stanzlöcher/-perforierungen - immer im gewünschten Abstand zueinander stehen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Laufe des Bedruckens der beschichteten Kartonbahn der Abstand und die relative Position der Rastermarken zu den Druckwalzen laufend gemessen und bei Auftreten einer Abstands- oder Positionsänderung der Antrieb eines t . von mehreren Antriebsrollenpaaren im Sinne einer Verlangsamung oder Beschleunigung geregelt wird. ' « * • « , A ' **· 4 - ' Verpackung durch Aufreißen oder Einstechen eines Trinkhalms versehen sind. Das eine Verfahren besteht darin, * ' - ' '-~·^ daß zunächst eine Kartonbahn beschichtet und dann 1 bedruckt und in einem Arbeitsgang an der ^ „ •gewünschten Stelle so weit angeschnitten und dadurch ge-s schwächt wird, daß eine Sollbruchstelle entsteht, die das spätere Durchstechen bzw. Aufreißen erleichtert, wobei allerdings das Material nicht in seiner vollen Dicke ^ durchstanzt oder perforiert werden darf. Mindestens die innere Kunststoffschicht muß unverletzt erhalten bleiben, um die Dichtigkeit der Verpackung zu gewährleisten. Diese Verfahren ist deshalb unbefriedigend, weil es in der Praxis schwierig ist, den Anschnitt so vorzunehmen, daß die Schwächung des beschichteten Kartons an der Aufreiß-perförations- bzw. Durchstechstelle in genau der tolerierbar en.,Tiefe erfolgt. • * — ; Bei einem weiteren bekannten Verfahren zur Herstellung " von beschichtetem Karton für Flüssigkeitsverpackungen wi] s zunächst der Karton bedruckt, im selben Arbeitsgang die Lochung bzw. Perforation des Kartons vorgenornmen und schließlich der bedruckte und gelochte bzw. perforierte ! Karton beschichtet und zu Packungen weiterverarbeitet. " Dieses bekannte Verfahren gestattet eine vollständige Lochung bzw. Perforation an der Aufreiß- bzw. Einstechstelle, weil die anschließend" aufgebrachte Beschichtung .-5- 4 durch den Lochungs- bzw. Perforationsvorgang nicht beeinträchtigt wird. ... Dieses Verfahren hat jedoch auch Nachteile: - Die Arbeitsbreiten der Druckmaschine und der Beschichtungsanlage müssen gleich groß sein. Während jedoch r* aus wirtschaftlicher Sicht die Arbeitsbreite moderner V: Beschichtungsanlagen möglichst groß gewählt wird, kann für die Druckmaschine in Hinsicht auf Auftragsgröße und Druckqualität eine kleinere Arbeitsbreite vorteilhaft sein. Beides zugleich ist nicht vereinbar. - Wenn die Beschichtung erst nach dem kundengebundenen Bedrucken erfolgt, bedeutet dies einen zusätzlichen Arbeitsgang in der zeitlichen Abwicklung eines Kundenauftrages. Dies kann bei eiligen Aufträgen, wie sie r V.' gerade in der Getränkeindustrie üblich sind, nach teilig sein. - Erfolgt das Bedrucken als erster Arbeitsgang, also auf den noch unbeschichteten Karton, dann ist die erzielbare Druckqualität von der Oberflächenstruktur des Kartons abhängig, diese kann sich innerhalb größerer Materialraengen oder zwischen verschiedenen Lieferanten durchaus in spürbarem Maße ändern. Ιλ ./ / ; · Daher bietet sich aus wirtschaftlichen und aus techni schen Gründen das erstgenannte Verfahren des Beschichtens und anschließenden Bedruckens an, obwohl dieses mit der geschilderten Schwierigkeit des Anlochens bzw. An-* perforierens bis zu genau vorgegebener Tiefe der Karton bahn behaftet ist. Ziel der vorliegenden Erfindung ist es nun, die Vorteile des einen und des anderen geschilderten bekannten Verfahrens zu vereinen, ohne dabei die ihnen anhaftenden Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das ein problemloses Lochen bzw. Perforieren an der Trinkhalm-Èinstechlochstelle bzw. Aufreißstelle und anschließendes Beschichten in wirtschaftlicher Kartonbahnbreite ermöglicht und dennoch ein nachträgliches - passerhaltiges Bedrucken und Weiterverarbeiten gewährleistet. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die laufende Kartonbahn in vorgegebenen Abständen an der vorgesehenen Stelle gelocht oder perforiert wird und gleichzeitig Rastermarken auf oder in die Kartonhahn auf- bzw. eingebracht werden, worauf die Kartonbahn ein- oder beid- Z "7 " ; / . seitig mit Kunststoff beschichtet und die beschichtete Kartonbahn bedruckt und weiterverarbeitet wird. In Abweichung vom bekannten Stand der Technik wird die Kartonbahn als erstes gelocht bzw. perforiert, dann erst mit Kunststoff beschichtet, bedruckt und weiterverarbeitet. Um das.Bedrucken passerhaltig mit dem Lochen bzw. Perforieren durchzuführen, werden beim Loch- bzw. ç . Perforationsvorgang zusätzliche Rastermarken auf oder in die Kartonbahn auf- bzw. eingebracht. Diese Rastermarken ermöglichen es, den Drucksatz mit Hilfe bekannter Abtastmittel passerhaltig zu der Lochung bzw. Perforation auf die Kartonbahn aufzubringen und die weiteren Verarbeitungsvorgänge entsprechend zu steuern. Die Rastermarken können entweder in einem der bekannten Druckverfahren, z.B. als Striche, auf die Kartonbahn auf-gedruckt werden oder man bringt Ausstanzungen in die ^ Kartonbahn in geeigneter Form, etwa Schlitzform, ein. Das Abtasten der Rastermarken kann mit bekannten Mitteln, z.B. mit Hilfe fotoelektrischer,- erfolgen. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet gegenüber bekannten folgende Vorteile: - das Lochen bzw. Perforieren der Kartonbahn kann vor der Beschichtung in einem Arbeitsgang mit dieser durchgeführt werden, / ,.-8- - die Qualität der Lochung bzw. Perforation ist gleichbleibend gut, die sonst bekannten Schwierigkeiten bei der Einstellung der Anschnittstiefe ergeben sich nicht, weil die Kartonbahn voll durchgelocht bzw. perforiert werden kann, - das erfindungsgemäße Verfahren ist wirtschaftlicher, ç weil für die Beschichtung die maximale Breite handels üblicher leistungsfähiger Beschichtungsanlagen ausgenutzt werden kann, auch wenn das Bedrucken und Weiterverarbeiten auf schmaleren Maschinen erfolgen sollen, - die neutrale, d.h. unbedruckte, aber schon beschichtete Kartonbahn kann -in beliebiger Breite auf Lager genommen und im Bedarfsfall mit dem gewünschten Druck versehen werden, wobei ( - das Bedrucken und die Weiterverarbeitung auch dezentral durchgeführt werden kann (was eine schnelle Belieferung des Kunden durch kurze Transportwege gestattet), ohne daß an allen dezentralen Weiterverarbeitungsstätten jeweils auch eine kapitalintensive Beschichtungsanlage installiert werden muß, - das Bedrucken der schon kunststoffbeschichteten Bahn macht von der Kartonbahnoberflächenstruktur unabhängig. / - 9 - \____ Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es also, unanhängig von bereits vorliegenden Aufträgen beschichtete Kartonbahn herziustellen und diese auf Lager zu nehmen. Bei Auftragserteilung kann die Kartonbahn, auf dem Zuschnitt entsprechende Breite längsgeteilt, bedruckt und weiterverarbeitet, kurzfristig ausgeliefert werden, was wegen der Witterungsabhängigkeit der Liefersituation ζφ von Getränkelieferanten von großer Bedeutung ist. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungs-gemäßen Verfahrens kann beim Bedrucken der beschichteten Kartonbahn die Position der Rastermarken laufend gemessen und bei Auftreten einer Abstandsänderung oder einer Registerverschiebung der Antrieb eines von mehreren Antriebsrollenpaaren im Sinn einer Verlangsamung oder Beschleunigung geregelt werden. Auf diese verhältnismäßig einfache Weise ist es sichergestellt, daß das Bedrucken ^ ' und Weiterverarbeiten der beschichteten Kartonbahn passer haltig, d.h. in durch die Rastermarken vorgegebener Position, erfolgt. ( Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 schematisch eine Beschichtungsanlage mit vorgeschalteter Loch- bzw. Perforationsvorrich-f tung in Seitenansicht und - 10 - Fig. 2 in Draufsicht, Fig. 3 eine Anlage zum Bedrucken der beschichteten Kartonbahn in Seitenansicht mit Regelein-* , richtung. In der Beschichtungsanlage wird von einer Rolle 1 die Kartonbahn 2 abgewickelt und durchläuft zunächst die G » Station 3r die ein rotierendes Loch- bzw. Perforations- Werkzeug 4 und ein Druckwerk 5 enthält. Das Druckwerk 5 druckt die für die späteren Arbeitsgänge erforderlichen Rastermarken 6 auf die Kartonbahn. Das Druckwerk 5 arbeitet vorzugsweise im Tiefdruckverfahren, es kann jedoch auch jedes andere bekannte Druckverfahren angewendet werden. Das Loch- bzw. Perforationswerkzeug 4 und das Druckwerk 5 sind innerhalb der Station 3 durch einen gemeinsamen Antrieb so gekoppelt, daß Stanz-, löcher bzw. Perforation 7 einerseits und Rastermarken 6 andererseits zwangsläufig immer im gleichen Abstand und C in gleicher Position zueinander stehen müssen. Anschließend wird die gelochte bzw. perforierte und mit Rastermarken 6 bedruckte Kartonbahn 2 in einer oder mehreren Beschichtungsstationen 8 ein- oder beidseitig mit Kunststoff beschichtet. Zusätzlich kann eine (hier nicht dargestellte) Kaschierung mit einem weiteren Sub-^ strat, z.B. einer Aluminiumfolie, vorgenommen werden. . · - 11 - , % * Die Kartonbahn 2 läuft dann unter zwei fotoelektronischen Abtastköpfen 9 und 10 hindurch, die die vom Druckwerk 5 aufgebrachten Rastermarken 6 abtasten. Der Abstand der Abtastköpfe 9, 10 entspricht dem Soll-wert des gewünschten Stanzloch- bzw, Perforationsabstandes und ist durch Feineinstellschrauben justierbar. Haben die Rastermarken 6 und damit auch die Stanz-löcher bzw. Perforationen 7 beim Durchlauf unter den Abtastköpfen 9, 10 genau den gewünschten Sollabstand, dann erhalten die Abtastköpfe 9, 10 ihre Abtastsignale genau zum gleichen Zeitpunkt. Ändert sich der Rastermarkenabstand jedoch durch Ungleichmäßigkeiten im Maschinenantrieb, durch Schwankungen im Elastizitätsverhalten der Kartonbahn, durch Schwankungen im Reibwert der Kartonoberfläche oder aus anderen Gründen, ' dann tritt eine Zeitdifferenz zwischen den Abtastsignalen der beiden Abtastköpfe auf. In diesem Fall wird ^ durch einen Regelverstärker 11 der Antrieb 12 der Station 3 relativ zum übrigen Maschinenantrieb beschleunigt oder verlangsamt. Diese Geschwindigkeits-änderung kann durch Überlagerung eines Gleichstrom- .. antriebes oder durch Verstellung eines mechanischen Regelgetriebes erfolgen. Die gelochte bzw. perforierte und beschichtete Kartonbahn 2 wird — falls erforderlich - auf die gewünschte Ls-' 4 * - 12 - » '« l • . % « Arbeitsbreite vorgeteilt und kann dann beliebig lange und auch dezentral gelagert werden, bis ein konkreter Auftrag für die Lieferung von Flüssigkeitsverpackungen erteilt wird. * Die beschichtete Kartonbahn 2 muß dann nur noch mit dem gewünschten Text-Muster-Druckbild individuell bedruckt und weiterverarbeitet werden. Die Lieferung kann dann in Form von Einzelzuschnitten oder Rollen kurzfristig erfolgen. Zum Bedrucken wird die gegebenenfalls zuvor längsgeteilte, kunststoffbeschichtete Kartonbahn 2 gemäß Figur 3 der Druckmaschine zugeführt. Sie durchläuft zunächst ein angetriebenes Zugwalzenpaar 13, passiert danach zwei fotoelektrische Abtastköpfe 14, 15 und durchläuft dann mindestens ein Druckwerk 16, dem - je nach Bedarf - weitere Druckwerke in beliebiger Anzahl i ^ folgen können. Die Abtastköpfe 14, 15 sind im Sollab- < stand der Rastermarken 6 angebracht und durch Feineinstellung justierbar. Die Impulse dieser Abtastköpfe 14, 15 werden von einem Meß- und Regelverstärker 11 ausgewertet und der variable Antrieb 16 des Zugwalzenpaares 13 derart geregelt, daß die Bahnspannung und damit die Dehnung der laufenden Kartonbahn 2 so beeinflußt wird, daß der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rastermarken 6 I genau dem gewünschten Sollwert entspricht. Damit ist eine ] j « · * ··, - ' · » •é - 13 - i der beiden Voraussetzungen für das passerhaltige Aufbringen des Druckbildes erfüllt. 0 Kurz nach dem Durchlauf der Kartonbahn durch das Druck-" werk 17*ist ein weiterer fotoelektrischer Abtastkopf 18 angeordnet, der die Lage der Rastermarken 6 mit der Winkelstellung eines der Druckzylinder vergleicht, und Qy zwar über durch einen am Druckzylinder angebrachten Winkel-Impulsgeber 19. Treffen die Impulse des Abtastkopfes 18 und des Winkelgebers 19 zur gleichen Zeit ein, so ist sichergestellt, daß die Rastermarken das Druckwerk 17* immer bei gleicher Winkelstellung des Druckzylinders durchlaufen. Dies ist Voraussetzung, um das Druckbild passerhaltig zu den schon vorhandenen Rastermarken 6 und damit zu den Stanzlöchern oder * . ^ Perforierungen 7 aufzubringen. Bei einer unerwünschten RastermarkenverSchiebung, die sich durch eine' zeit- ^ _JLiche Differenz der Impulse des Abtastkopfes 18 und de ·· · Winkelgebers 19 ausdrückt, wird über'den Meß- und Rege Verstärker 20 der Antrieb 21 des Druckwerks 17 kurzzeitig so verändert, daß die Impulsgleichheit und dami die Passerhaltigkeit wieder erzielt wird. f(/~\ * »
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