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DEP0045467DA - - Google Patents

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DEP0045467DA
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rafter
wood
wooden
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rafters
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Description

Köln-Mülheim, den 9. Juni 194-9.
Hans V ο 1 1 m a r , Architekt und Bauingenieur Köln- Mülheim, Deutschordensstrasse 16
Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit Querverband.
Gegenstand der Erfindung ist eine hölzerne Spannvorrichfc tung bei einem Sparrentragwerk mit Querverband, 1 mit fase) sich gegenüberliegenden Bindehölzern. Es ist bekannt, anstelle der die Dachsparren bildenden Holzbalken, hochkant gestellte Tragbohlen oder Tragbretter mit einem mehr oder weniger stark überhöhten Querschnitt zu verwenden, die aber in ihrer Lage gegen ein Verkanten gesichert werden müssen. Dieses erfolgte bisher meist durch querverlaufende, in gewissen Abständen übei die ganze Sparrenlänge verteilte Bindehölzer, die oberhalb und unterhalb an die Sparren unmittelbar angenagelt wurden. Bei Tragdecken aus derartigen, hochkant gestellten Tragbohlen oder Tragbrettern hat man die Sicherung gegen ein seitliches Verwerfen oder Verbiegen bereits durch zwischen die Bindehölzer eingesetzte Spreizbretter bewirkt, die in gewissen Abständen über die ganze Trägerlänge verteilt sind und über die Zwischenräume zwischen den benachbarten Trägern reichen. Abgesehen davon, dass diese Art der Sicherung iuuüer noch verhältnisaiässig viel Holz erfordert, sind zur Herstellung einer solchen Tragdecke Spannvorrichtungen erforderlich, die aber den Zusammenbau erschweren und verzögern. Bei Dachstühlen sind nun derartige Spreizbretter nicht zweckmässig, da die Dachsparren weniger auf Biegung beansprucht sind und daher in weiteren Abständen voneinander verlegt sind, als die Tra&bretter oder Tragbohlen der Tragdecken. Es besteht nun zwar die Möglichkeit, anstelle dieser Spreizbretter beiderseits der Sparren schmale Holzsteifen zwischen die oben und unten verlaufenden, einander gegenüberliegenden Bindehölzer einzunageln, aber diese Art der Verbindung hat trotz ihrer HoIzeinsparnis den Nachteil, dass sich beim Schwinden des Sparrenholzes, das hauptsächlich quer zur Faserrichtung erfolgt, die Bindehölzer von den Sparren abstossen, weil die Paserrichtung der Holzsteifen quer zu derjenigen der Sparren verläuft. Ein derartiger Dachstuhl wird sich daher beim Austrocknen bald lockern.
Es sind nun hölzerne Spannvorrichtungen bekannt geworden, die die festgestellten Mangel in weitgehendem Masse dadurch be seitigen, dass Sparrentragwerke mit Querverbänden aus sich ge genüberliegenden Bindehölzern vorgesehen sind, die an den Kreuzungsstellen zu beiden Seiten der Sparren in die Bindehölzer eingreifende Holzsteifen aufweisen. Diese bestehen entweder auf der einen Seite aus einem Vierkantholz und auf der anderen Seite aus nachspannbaren Doppelkeilen, die mit ihren Schrägflächen zusammenliegen und parallele Aussenflachen besitzen, oder aus je einem Vierkantholz auf beiden Seiten, wobei alsdann die Verspannung durch einen Keil in Form einer Platte, der einseitig zwischen Vierkantholz und Sparren, parallel zum Sparrenverlauf angeordnet ist, bewirkt wird.
Trotzdem diese Spannvorrichtungen vor allem hinsichtlich ihrer Wirksamkeit einen bedeutsamen technischen Fortschritt darstellen, haften ihnen jedoch noch Mangel an, die zu beseitigen von besonderer Bedeutung für die aus Gründen sparsamster Verwendung des Rohstoffes Holz so sehr im Vordergrund stehenden Sparkonstruktionen überhaupt sind. So ist beispielsweise bei der Verspannung durch Doppelkeile ein Mangel darin zu erblicken, dass bei der Herstellung der Aussparungen zur Aufnahme der Steifen, das heisst bei geringfügigen Verschiebungen ihrer Abstände, die Doppelkeile infolge ihrer parallelen Aussenflachen nicht voll tragen. Dasselbe ist auch bei dem Plattenkeil der Fall, der dazu nur Kantendruck ausübt. Ausserdem hat er den Fachteil, dass er sich beim Eintreiben leicht spaltet, da er in seiner vollen Breite bei quergerichteter Faser eingetrieben und deshalb zu Sicherungszwecken mehrfach vernagelt werden muss. Während bei den Doppelkeilen die aus den Aussparungen austretenden Teile entfernt werden müssen, haftet beiden Spannvorrichtungen noch der Mangel an, dass der Aufwand an Biaterial und Arbeit noch zu hocn ist. Bei den Doppelkeilen ist dieses insofern der Fall, als durcn die Zweiteilung in Richtung der X-Achse das Widerstandsmoment der auf Biegung beanspruchten Holzsteife erheblich geschwächt wird und der Gesamtquerschnitt derselben und der zugehörigen Aussparungen infolgedessen entsprechend vergrössert werden muss.
Erfindungsgemäss werden diese Mangel in einfacher und sicherer Weise dadurch beseitigt, dass auf einer Sparrenseite oder auf beiden Seiten, wenn dieses zweckmässig erscheint, Holz-
steifen mit je zwei voneinander unabhängigen Keilen vorgesehen sind, wodurch in erster Linie ein volles Tragen auch bei nicht parallelem Verlauf der Holzsteifen unter sich gewährleistet ist Durch die Anordnung der Keile zwischen Holzsteife und Sparren, die in Richtung der Holzsteife auf beiden Seiten eingetrieben werden, ist es möglich, dieselben durch Nage lung mit den Sparren zu verbinden. Das hat zur Folge, dass bei dem unvermeidlichen Schwinden des Sparrenholzes, das in Richtung der Sparrenhöhe beträchtlich sein kann, die Keile zwangsweise mitgehen und hierdurch eine dauernde und gute Versteifung des ganzen Tragwerkes sichern, ohne dass ein besonderes Nachspannen der Keile erforderlich wird.
Auf weitere Einzelheiten der erfindungsgemässen hölzernen Spannvorrichtung bei einem Sparrentrag?,7erk mit Querverband wird bei der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten Anordnungs- und Ausführungsbeispieles hingewiesen«
Es zeigen:
Abb. 1 eine Draufsicht auf ein Sparrentragwerk und zwar für mehrteilige Druckstäbe aus Holz, mit der erfindungsge-Hiassen Spannvorrichtung,
ADb. 2 einen Querschnitt der Abb. 1 nach der Lini A-B, Abb. 3 eine vergrösserte Draufsicht auf einen Kreuzungspunkt der Bindehölzer mit einem Sparren der Abb. 1 und 2 in Parallel-Perspektive,
Abb. 4 eine vergrösserte Draufsicht auf die erfindungsgemässe Holzsteife mit der Anordnung von Keilen vor der in den Abb. I1 2 und 3 gezeigten Anwendung in Parallel-Perspektive.
Bei dem Sp&rrentragwerk des Erfindungsge~,enstandes sind die Sparren a in der bekannten Weise in normalen Abständen nebeneinander verlegt und in ihrer hochkant gestellten Lage durch hierzu querverlaufende, in gewissen Abständen über die ganze Sparrenlänge verteilte Bindehölzer b gehalten, die jeweils paarweise einander gegenüberliegend, an der Ober- und Unterseite der Sparren a angenagelt sind. An denjenigen Stellen, an denen die Bindehölzer b die Sparren a kreuzen, sind längliche Aussparungen c in den Bindehölzern b angebracht, die somit gleichfalls paarweise gegenüberliegen. In diesen Aussparungen c ist an einer Seite des Sparrens a seitlich ein Vierkantholz d mit parallelen Aussenflachen eingesetzt, das
in die Aussparung c hineinragt. An der anderen Seite des Sparrens a befindet sich dagegen erfindungsgemsss ein Vierkantholz e , bei dem die dem Sparren a zugekehrte Aussenfläche f unmittelbar oder mit geringem Abstand von ihrer Mitte ausgehend nach beiden Seiten zu abgeschrägt ist.
Die durch die Schrägen h und der Sparrenwandung gebildete keilförmige Aussparung dient der Aufnahme der Verspannungskeile g , die durch Nägel i gegen Herausfallen gesichert werden und die jfe gleichzeitig die Aufgabe eines Mitnehmers beim Schwinden des Holzes übernehmen. Da die Holzsteifen gleichmässig auf Biegung beansprucht sind und die grösste Beanspruchung in ihrer Mitte auftritt, wird durch die Anbringung der Schrägen h das Widerstandsmoment nicht verringert, sodass der Holzaufwand nicht grosser ist als der des Vierkantholzes d . Es ist zu berücksichtigen, dass die Aussparungen c erfahrungsgemäss fast ausschliesslich maschinell unter Verwendung entsprechender Werkzeuge immer in gleichbleibender Grosse, die den Vierkanthölzern angeglichen ist, hergestellt werden, sodass der Spielraum aer in den Kreuzungspunkten zusaiiinerstossenden Hölzer auf das für den Zusammenbau notwendige Mass beschränkt werden kann. Selbst unter Serücksicbtigung des Schnittverlustes beim Schreideri der Schrägen h können die anfallenden keilförmigen Holzabfälle allgemein als Verspannungsfceile g Verwendung fineen, sodass für diese kein oe^onderer Hoizaufmand erforderlich ist. Andernfalls genügen zur Herstellung der Verspannungskeile g kleinste Holzabfälle, am besten von Hartholz, die in den Fertigungsbetrieben für eine wirtschaftliche Verwertung ohnehin verloren gehen. Ihre Länge kann ohne weiteres im Voraus bestimmt werden, die so zu bemessen ist, dass die Verspannungskeile g im angezogenen Zustande nicht über die Bindehölzer b hinausragen. Dagegen kann das Keilende in die Aussparungen c hineinreichen, wenn dieses aus Gründen einer festen Verspannung erforderlich ist.
Bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Holzsteife sind die Verspannungskeile g einem längeren Vierkantholz e entnommen, für den Fall, dass grössere Spielräume zu überbrücken sind. Kleinere Heftnägel k dienen der Befestigung der Verspannungskeile g an das Vierkantholz e zur Erleichterung des Zusammenbaues derartiger Sparrentragwerke. Ihre Lage ist zweckmässig der Keilrichtung
anzugleichen, damit sie dem Keilvorgang möglichst wenig Widerstand entgegensetzen.

Claims (4)

Patentansprüche
1./ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit Querverband mit aus sich gegenüberliegenden Bindehölzern una an den Kreuzungsstellen zu beiden Seiten der Sparren in die Bindehölzer eingreifenden Holzsteifen, dadurch gekennzeichnet , dassi- WdJiHJJlid/ auf der einen Seite des Sparrens (a) ein Vierkantholz (d) mit parallelen Aussenflachen^
/iteLauf der anderen Seite ein Vierkantholz (e) vorgesehen ist, oei dem die dem Sparren (a) zugekehrte Aussenflache (f) mit geringem Abstand von ihrer Mitte ausgehend, nach oben und unten zu abfallende Schrägen (h) aufweist und die sich hierdurch ergebenden keilförmigen Aussparungen durch Verspannungskeile (g) ausgefüllt /-t α0Λ^>
2./ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragverk mit: ^uerverband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verspannungskeile (g) durch Nägel (i) unmittelbar mit dem Sparren (a) verbunden sind.
3./ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit Querverband nach Anspruch I^m2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Herstellung der Schrägen (h) anfallenden keilartigen Holzabfälle «4* Verspannungskeile (g)
4./ Hölzerne Spannvorrichtung bei^ einem Sparrentragwerk mit Querverband nacnVSnspruchf 1 «**el 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verspannungskeile (g) zum Zwecke der Montage-Vereinfachung durch Heftnägel (k) mit dem Vierkantholz (e) bunden sind.

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