DEM0013648MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. April 1952 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine teleskopartige Hebevorrichtung mit drei ineinander dichtend
gleitenden Zylindern, wie sie z. B. bei Flurfördergeräten,
das sind mit einer Hubstapelvorrichtung ausgerüstete Fahrzeuge, verwendet werden.
Die zum Heben der Last verwendeten Arbeitsgeräte bestehen aus Kolben und Zylinder, welche
mit einem Druckmittel, z. B. Preßöl, betätigt werden. Die Abmessungen solcher Hebevorrichtungen
sind auf die höchst vorkommende Last ausgelegt, wobei die Hubgeschwindigkeit unabhängig von der
Last ist. Dies hat den Nachteil, daß die Leistung der Druckmittelpumpe und ihres Antriebsmotors
nur bei Höchstlast ausgenutzt wird und daß die Hubgeschwindigkeit auch bei kleineren Lasten
immer die gleiche ist. Diese kann veränderlich gemacht werden, wenn man einen drehzahlregelbaren
Antriebsmotor verwenden würde. Dieses bedingt aber einen zusätzlichen Konstruktionsaufwand, der
sich insbesondere auf die Mittel zum Schutz gegen Überlastung erstreckt.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, eine teleskopartige Hebevorrichtung zu verwenden, bei
der gegeneinander gleitbar dichtende Kolben, vornehmlich Hohlkolben, vorgesehen werden. Diese
Ausbildung allein hat jedoch auch den gesteigerten Anforderungen nicht genügt. Es wird daher gemäß
der Erfindung vorgeschlagen, die Zuleitung zu dem
609 528/153
M 13648XI/35d
Arbeitsraum des innersten und mittleren Zylinders über je ein federbelastetes Rückschlagventil erfolgen
zu lassen, wobei das in den Arbeitsraum des mittleren Zylinders öffnende Rückschlagventil die
größere Federbelastung aufweist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes ist an Hand der Abbildung, die einen
Schnitt durch eine Presse nach der Erfindung in schematischer Form darstellt, näher erläutert.
ίο Der rohrförmige Kolben 7 ist dichtend und
längs verschieblich im Zylinder g angeordnet, in dessen Boden das Ablaufventil 4 eingebaut ist;
dieses öffnet in die Abflußleitung 1 hinein. Der Kolben 7 dient andererseits als Zylinder für den in
ihm dichtend längs verschieblichen Kolben 5. Die Druckmittelzufuhr erfolgt durch das zentrisch im
Zylinder 9 befestigte Rohr 3, das die Wirkfläche 27 des äußeren Kolbens 7 gleitbar dichtend durchdringt
und zwei Zulaufventile aufweist, von denen das Ventil 6 in den Zylinder 9 hinein öffnet,
während das Ventil 8 in den Raum des inneren Kolbens 5 bzw. des äußeren Kolbens 7 hinein
öffnet. Die Druckmittelrückleitung erfolgt über die mit dem Raum des Ablaufventils 4 verbundene Abfluß
leitung 1. Alle Zu- und Ablauf ventile 4, 6, 8 . sind als Rückschlagventile ausgebildet. Die Gleitdichtungen
sind mit 20 bezeichnet.
Die Vorspannung des Ventils 6 ist größer als diejenige des Ventils 8. Wird Druckmittel zugeführt,
so tritt dieses daher zunächst durch das Ventil 8 in den Raum 15 und bewirkt somit das
Ausfahren des inneren Kolbens 5, der eine dem Druck und seiner Querschnittsfläche entsprechende
Last anheben kann. Das Ablaufventil 4 verhindert dabei den Zulauf von Druckmitteln in den Raum
19 unter dem Kolben 7. Der Kolben 5 kann so weit ausfahren, bis sein unten eingezogener Rand 11 an
den oben erweiterten Rand 10 des Zuführrohres 3
stößt, welches im Zylinder 9 befestigt und gegen das der äußere Kolben 7 abgedichtet ist. Ist die
Last aber so groß, daß der Preßmitteldruck auf einen Wert ansteigt, der größer ist als die Vorspannung
des Ventils 6, so öffnet sich dieses, und das Druckmittel tritt in den Raum 19 des Zylinders
9 ein und bewirkt ein Ausfahren des äußeren Kolbens 7, und zwar mit einer' Geschwindigkeit,
die entsprechend dem Verhältnis der Wirkflächen kleiner ist als die des inneren Kolbens 5.
Sieht man Mittel vor, durch die der innere Kolben 5 durch den äußeren mitgenommen wird,
z. B. einen eingezogenen Kragen am unteren Rand des Kolbens 7, so schafft man einfache Verhältnisse
für den Lastangriff, der nämlich stets am Kopf des inneren Kolbens 5 erfolgt.
Beim Öffnen der Rücklauf leitung 1, was am hier nicht dargestellten Steuerventil geschieht, fließt das
Druckmittel über das im Boden des Zylinders 9 angeordnete Ablaufventil 4 in die Rückleitung 1.
Es sind so viele Hubgeschwindigkeiten möglich, wie Kolben vorgesehen sind. Die Druckgrenze,
oberhalb deren der jeweils größere Kolben in Tätigkeit tritt, wird festgelegt durch das Ventil 6.
Dieses ist daher so anzuordnen, daß es von außen leicht zugänglich ist und eine Änderung der Federvorspannung
bequem vorgenommen werden kann.
Claims (4)
1. Teleskopartige Hebevorrichtung mit drei ineinander dichtend gleitenden Zylindern, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zuleitung zu dem Arbeitsraum (15, 19) des innersten und
mittleren Zylinders (5, 7) über je ein federbelastetes Rückschlagventil (8, 6) erfolgt, wobei
das in den Arbeitsraum (19) des mittleren Zylinders (7) öffnende Rückschlagventil (6)
die größere Federbelastung aufweist.
2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelzuleitung
zum innersten Zylinder (5) über ein Zuführungsrohr (3) erfolgt, auf dem der Zwischenzylinder
(7) dichtend gleitet und das mit dem Zylindersockel des äußeren Zylinders (9) fest verbunden ist.
3. Hebevorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenzylinder (7) so ausgebildet ist, daß er bei
Druckmittelbeaufschlagung den inneren Zylinder (5) in Arbeitsrichtung mitnimmt.
4. Hebevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Federvorspannung
des in den Innenraum (19) des Außenzylinders (9) öffnende Rückschlagventil (6) von
außen regulierbar ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 86925, 451 459.
Deutsche Patentschriften Nr. 86925, 451 459.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 528/153 5. 56
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