DEI0007127MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEI0007127MA DEI0007127MA DEI0007127MA DE I0007127M A DEI0007127M A DE I0007127MA DE I0007127M A DEI0007127M A DE I0007127MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- charge
- main charge
- burning
- ring
- mass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000000020 Nitrocellulose Substances 0.000 claims description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 7
- 229920001220 nitrocellulos Polymers 0.000 claims description 7
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 claims description 3
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 2
- 239000002655 kraft paper Substances 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 12
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 9
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 6
- 229920002301 cellulose acetate Polymers 0.000 description 4
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 4
- 239000000006 Nitroglycerin Substances 0.000 description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 3
- 229960003711 glyceryl trinitrate Drugs 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 description 2
- SNIOPGDIGTZGOP-UHFFFAOYSA-N Nitroglycerin Chemical compound [O-][N+](=O)OCC(O[N+]([O-])=O)CO[N+]([O-])=O SNIOPGDIGTZGOP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002390 adhesive tape Substances 0.000 description 2
- DOIRQSBPFJWKBE-UHFFFAOYSA-N dibutyl phthalate Chemical compound CCCCOC(=O)C1=CC=CC=C1C(=O)OCCCC DOIRQSBPFJWKBE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N potassium nitrate Chemical compound [K+].[O-][N+]([O-])=O FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000004627 regenerated cellulose Substances 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 239000004264 Petrolatum Substances 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 239000012790 adhesive layer Substances 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 1
- PZIMIYVOZBTARW-UHFFFAOYSA-N centralite Chemical compound C=1C=CC=CC=1N(CC)C(=O)N(CC)C1=CC=CC=C1 PZIMIYVOZBTARW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000567 combustion gas Substances 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000010408 film Substances 0.000 description 1
- 239000002737 fuel gas Substances 0.000 description 1
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 1
- 238000007731 hot pressing Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 229940066842 petrolatum Drugs 0.000 description 1
- 235000019271 petrolatum Nutrition 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 235000010333 potassium nitrate Nutrition 0.000 description 1
- 239000004323 potassium nitrate Substances 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000003381 stabilizer Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
- 239000010409 thin film Substances 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmelduag: 13. April 1953
Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte, Kraftgas erzeugende Patrone, wie sie für die Betätigung
einer Maschinenstartanlage benutzt wird, bei der die von der Ladung erzeugten Gase auf
die Flügel der Starterturbine einwirken.
Moderne Startanlagen der erwähnten Art für Militärflugzeuge erfordern häufig eine Starterpatrone,
welche neben einer aus einem Stück bestehenden zylindrischen, ringförmigen Ladung mit
ίο frei liegenden inneren und äußeren zylindrischen
Oberflächen und Endoberflächen, die eine wesentlich größere Länge als Stärke besitzt, aus einer
hornartigen, im wesentlichen aschefrei in sich selbst
abbrennenden Masse, welche auf kolloidaler Nitrocellulose aufgebaut ist, die Nitroglycerin und geeignete
Kühl- und Stabilisiermittel enthält, auch noch Zündelemente enthält, die derart wirken, daß
der Funke beispielsweise eines elektrisch betätigten Zünders auf die zylindrische, ringförmige Ladung
durch eine kleine Ladung einer leicht zündbaren, losen, körnigen Zündmasse, wie Schwarzpulver, das
in der Nähe des erwähnten Zünders angebracht ist und das sich in einem leicht zerstörbaren Behältej
befindet, übertragen wird.
Da es in der Praxis nur möglich ist, die Niitrocellulosemassen,
welche in sich selbst ohne äußere
609 526/71
17127 IVa /78 e
Sauerstoffzufuhr abbrennen, so herzustellen, daß sie befriedigend nur bei Drucken wirksam sind, die
wesentlich höher liegen als der Arbeitsdruck der Turbine der Maschinenstartanlage, wird in der
Maschiinenstartanlage zwischen der Ladung und der Turbinenkammer ein den Druck regelndes
Steuerventil vorgesehen. Es ist wichtig, daß dieses Ventil sich nicht versetzt und daß die Flügel der
Turbine nicht durch Teilchen aus der Gas erzeugenden Ladung, die aus unverbrannten oder
unverbrennbaren Bestandteilen der Ladung bestehen und die unter Umständen ein gewisses Gewicht
und gewisse Abmessungen besitzen können, beschädigt werden. Es ist weiterhin wichtig, daß
dieses Ventil sich nicht durch die Vorwärtsbewegung der ringförmigen Ladung in irgendeiner
Stufe während der Verbrennung versetzt.
Die Ausbildung einer Patrone der erwähnten
Art, die insbesondere als Starter für Flugzeugmaschinen Verwendung findet, ist noch insofern
schwierig, weil diese Patrone Vibrationen ausgesetzt werden und sie eine rauhe Behandlung erfahren.
Solche Vibrationen und rauhe Behandlung führen leicht zu Beschädigungen des leicht zerstörbaren
Behältars, und hierbei treten die erwähnten losen, körnigen Zündbestandteile auf.
Wenn Einlagen vorgesehen werden, die eine Ver-
. Schiebung der ringförmigen Ladung innerhalb einer Patrone der erwähnten Art für Maechiinenstartanlagen
verhindern sollen, tritt insofern ein weiteres schwieriges Problem auf, weil diese Einlagen
durch einfache Handgriffe und Arbeitsverrichtungen bei der Herstellung der Ladungen eingelegt
werden müssen, und diese bilden eine weitere wesentliche Fehlerquelle insofern, als sie in das
Drucksteuerventil oder in die Flügel der Maschinenstarterturbine gelangen können.
Gemäß der Erfindung wird nunmehr eine Patrone für eine Maschinenstarteranlage vorgeschlagen,
welche aus einer festen Metallhülise besteht, die an ihrer Unterseite einen Zünder aufweist und eine
zylindrische, ringförmige Hauptladung aus einer kolloidalen Nitroeellulosestoffzusammensetzung enthält, die in sich selbst abbrennt, und die frei Me-
gende innere und äußere zylindrische Oberflächen und Endoberflächen aufweist und die noch eine
Ladung aus einer körnigen Zündmasse enthält, die in einem leicht zerstörbaren Behälter von lockerem
Aufbau enthalten ist, der sieh zwischen dem Zünder und' der Unterseite der Hauptladung befindet, und.
das Neue der Erfindung wird darin gesehen, daß die Unterseite der erwähnten ringförmigen Hauptiadung
'vorspringende Füße aus in sich selbst abbrennender kolloidaler Nitrocellulosemasse aufweist,
welche gegen die innere Oberfläche des Bodens des Ladungsgehäuses anliegen und so·
eine Kammer für die eingeschlossene Zündmasse bilden und die derart in einem Abstand voneinander
angeordnet sind, daß ein freier Flammendurchgang von der Unterseite zu den zylindrischen Oberflächen
der Hauptladung geschaffen wird, wobei auf einem Teil der Länge dieser ringförmigen Xadung
Vorsprünge aus in sich selbst abbrennender kolloidaler Nitrocellulosemasse vorgesehen sind, welche
gegen die zylindrische Wandung des Ladungsgehäuses anliegen und die ebenfalls derart in einem
Abstand voneinander angeordnet sind, daß ein freier Gasdurchgang entlang der äußeren Zylinderoberfläche
geschaffen wird, wobei ein oberer Teil dieser ringförmigen Ladung innerhalb der Arme 70 eines
nicht zerstörbaren Speichengliedes angeordnet ist, dessen äußerer Durchmesser etwa dem
inneren Durchmesser des Ladungsgehäuses entspricht, und. wobei der obere Teil des Gehäuses so
umgewendet oder umgebördelt ist, daß verhindert wird, daß das Speichenglied vorwärts bewegt wird
und somit ein freier Gasdurchgang aus dem Behälter heraus geschaffen wird.
Die Füße oder Ansätze aus in sich selbst verbrennender kolloidaler Nitrocellulosemasse dringen
von der Unterseite der erwähnten, zylindrischen, ringförmigen Hauptladung vor und verhindern so,
daß diese' Hauptladung sich axial rückwärts gegen die innere Oberfläche des Bodens bewegt, wodurch
die Zündladung gegen Beschädigung geschützt wird.
Das nicht zerstörbare Speichenglied verhindert, daß sich die ringförmige Hauptladung axial vorwärts
bewegt, selbst wenn sie abbrennt.
Es ist wichtig, daß die Fläche dieses Speichen- go gliedes, welche mindestens teilweise gegen die Endoberfläche
der Ringladung anliegt, derart ausgebildet ist, daß sie fest gegen mindestens einen
Teil.der sich ergebenden Endfläche anliegt, welche während der Verbrennung der Ladung vorhanden
ist.
Die Hauptladung ist gegen eine quer verlaufende Bewegung sowohl durch die Radialvorsprünge aus
in sich selbst abbrennender kolloidaler Cellulosemasse und durch die Füße des Speichengliedes
geschützt.
Diese Füße und Vorsprünge können aus einer Masse bestehen, welche beim Abbrennen ein Gas
einer höheren Temperatur ergibt als die Zusammensetzung der Hauptladung, um hierdurch die
Zündung dieser Hauptladung zu erleichtern,
Gewünschtenfalls kann die Zündung eines Teiles der äußeren zylindrischen Oberfläche verzögert
\verden, indem sie mit einem Haftbelag aus einem nicht in sich selbst abbrennenden oder verhältnismäßig
weniger leicht in sich selbst abbrennenden Film versehen ist.
Die Füße, welche von dem ringförmigen. Zylinder
vorragen, können fertig geformt und so an der Oberfläche des ringförmigen Zylinders angeklebt
werden. Sie können aus der gleichen Masse wie das Material des ringförmigen Zylinders bestehen,
jedoch kann hierfür eine schneller oder langsamer abbrennende Masse verwendet werden, vorausgesetzt,
daß sie in sich selbst abbrennt. Der leicht zerstörbare Behälter für die Zünd'masse kann aus
einem Textilbeutel oder einem dünnen Behälter aus plastischem Werkstoff bestehen. Es wurde in
der Praxis gefunden, daß die Rückstände eines dünnen Baumwollbeutels oder eines dünnen Films
aus Celluloseacetat od. dgl. leicht durch das Druck-
526/71
17127 IVal78e
steuerventil der Maschinenstartanlage und durch die Flügel der Turbine hindurchgehen, ohne daß ,
Öffnungen versetzt oder die Flügel beschädigt werden. Das Zündpulver kann aus körnigem
Schwarzpulver bestehen.
Die Ladung wird an dem vorderen Ende gegen Feuchtigkeitseintritt abgeschlossen, und zwar durch
eine Scheibe aus einem dünnen Werkstoff, wie Celluloid oder Celluloseacetat, und sie kann darüber
ίο hinaus an diesem Ende mit einer vorübergehend
aufgesetzten Schutzkappe versehen sein.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen von Patronen gemäß der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 axiale Schnitte durch diese beiden Ausführungsformen;
Fig. 3 zeigt einen Grundriß auf der Linie A-A der Fig. 2 gegen den Boden der Ladung gesehen,
und
: Fig. 4 zeigt einen ähnlichen Schnitt auf der Linie B-B der Fig. 2.
Bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung besteht die Ladungshülse aus Messing, und sie ist derart gezogen, daß
ein starker Bodenteiil 1 gebildet wird', der einen äußeren Flansch aufweist, welcher in einen entsprechenden
Verschluß der Maschinenstartanlage paßt. Die zylindrische Wandung 2 des Ladungsgehäuses ist dünner als der Bodenteil und ist derart
ausgebildet, daß er dicht in den Verschluß paßt, welcher sich etwas verjüngt. In den Boden 1 des
Ladungsgehäuses ist ein Zündgehäuse 3 eingepreßt, welches einen elektrischen Zünder 4 enthält, der
mit feinkörnigem Schwarzpulver gefüllt ist, welches durch eine dünne Cellulosescheibe 17 abgedeckt ist.
Oberhalb dieses Zünders befindet sich ein Musselinbeutel, der lose eine Zündladung aus grobkörnigerem
Schwarzpulver 5 enthält, umd dieser Beutel ist auf der inneren Oberfläche des Bodens 1 des
Gehäuses 2 um den Zünder 4 herum.angeklebt, und
er erstreckt sich über den Zünden Die Hauptladung 7 besteht aus einem einzigen Stück einer
ringförmigen, zylindrischen Ladung, die diuroh
heißes Auspressen einer Masse hergestellt ist, welche hauptsächlich aus Nitrocellulose und Nitroglycerin
mit geringen Mengen Dibutylphthalat, Diäthyldiphenylharnstoff, Vaseline und Kaliumnitrat
besteht. Diese ringförmige Ladung besitzt eine wesentlich größere Länge als Stärke. An der
Unterseite dieser ringförmigen Ladung sind versetzt unter Winkeln von 1200 drei Füße 9 aus einer
kolloidalen Nitrocellulose-Nitroglycerinmasse angeklebt, welche schneller abbrennen als die Masse
des ringförmigen Zylinders 7. Der für diesen Zweck verwendete Klebstoff kann durch Auflösen einer
gewissen Menge der Masse in Aceton gebildet werden, aus der die Füße 9 hergestellt sind. Aus
der Zeichnung ergibt sich, daß die freien. Enden der
Füße 9 gegen die innere Oberfläche des Bodens des Ladungsgehäuses anldegen und, so· den unteren Rand
der ringförmigen Ladung 7 derart abstützen, daß genügend Raum geschaffen wird für den die
Schwarzpulverladung 5 enthaltenden Beutel 6, so daß der Inhalt desselben sich nur wenig frei bewegen
kann. An der äußeren Zylinderoberfläche der ringförmigen Ladung 7 sind Ansätze 8 vorgesehen,
die aus der gleichen Masse bestehen wie die Füße 9. Diese Ansätze 8 sind in zwei Reihen aus je drei
Ansätzen angebracht, die zueinander versetzt und in einem Winkelabstand von 1200 angeordnet
sind. Eine Reihe dieser Ansätze 8 befindet sich in der Nähe des unteren Endes des Zylinders und, die
andere Reihe etwa, in der Mitte seiner Länge. Diese Ansätze 8 sind so lang oder hoch, daß die Ladung
gut in das Ladungsgehäuse einpaßt. Der axiale Flammenkanal 15 ist am besten in Fig. 4 dargestellt,
und in der Ladung ist noch ein radialer Kanal 14 vorgesehen, der mit dem axialen Kanal 15 in Verbindung
steht (Fig. i, 2 und 4). Der Zweck dieses radialen Kanals ist, einen etwaigen innerhalb des
axialen Kanals 15 auftretenden Überdruck abzulassen.
Bei der in Fig. 2 dargestellten, Ausführungsform
der Ladung ist um den oberen Teil, derselben, und zwar oberhalb der oberen Ansätze 8, eine Umwicklung
aus einem schraubenlinienförmig herumgewickelten Klebeband 16 aus regenerierter Cellulose
angebracht.
Das vordere Ende der ringförmigen Ladung ist von einem Speichenglied aus Stahl umgeben, das
einen, scheibenförmigen Mittelteil 10 aufweist, von dem aus sich Arme 10' nach außen erstrecken.
Diese sich nach außen erstreckenden Arme io' sind
derart umgebogen, daß ein Teil ihrer Längen sich senkrecht zu der Ebene der Scheibe 10 erstreckt.
Aus den Zeichnungen, insbesondere den Fig. 1 und 2, ergibt sich, daß die von dem ringförmigen
Teil 10 vorspringenden Arme 10' zunächst etwas nach außen gebogen sind, bevor sie rückwärts bewegt
wurden, so daß an den Armen vorstehende Buckel gebildet werden. Der rückwärts gebogene
Teil der Arme 10' des Speichengliedes kann über das Ende der Ladung 7 in Fig. 1 oder die an diesem
Teil der Ladung bei der Ausführungsform nach Fig. .2 vorgesehene Umwicklung 16 geschoben
werden. Die Stärke dieser Arme ιό' bzw. des über die Ladung des Teiles derselben ist derart, daß sie
den freien Raum zwischen der äußeren zylindrischen Oberfläche der Ladung und der Innenwandung
des Gehäuses ausfüllen. Das in dem ringförmigen Teil 10 vorhandene Mittelloch besitzt
einen größeren Durchmesser als der axiale Gaskanal 15 der Ladung 7. Der äußere Durchmesser
des Ringteiles 10 ist kleiner als der Durchmesser der Ladung 7, so daß ein freier Gasdurchtritt durch
den Raum zwischen der Wandung 2 des Gehäuses und der äußeren zylindrischen Oberfläche der
Ladung 7 in den Teil der Ladung geschaffen wird, der vor dem ringförmigen Teil 10 des Speichengliedes
liegt. Über das Speichenglied ist ein leichter Cellüloseacetatverschluß'deckel gelegt und an seiner
Oberfläche mit einem Klebstoffauftrag versehen, bevor der vordere Rand des Gehäuses winklig über
den abgewinkelten Teil der Speichenarme 10 bei 12
gebogen oder gebördelt wird. Auf diese Weise wird einmal ein wasserdichter Verschluß geschaffen und
der Speichenteil fest in seiner Lage gehalten, selbst
609 526/71
17127 IVa/78e
nachdem die Ladung abgebrannt worden ist. Auf das Ende der Hülse rist dann noch zweckmäßig eine
entfernbare Metallkappe aufgesetzt, die die Öffnung der Hülse 2 und den Celluloseacetatverschluß ii
gegen mechanische Beschädigung schützt.
Wenn der Deckel 13 entfernt ist und die Hülse
mit der Ladung in den Verschluß eingesetzt worden ist und dieser fest verschlossen ist, kann der elektrische
Zündstrom geschlossen werden. Hierdurch wird die Ladung aus feinkörnigem Schwarzpulver
in dem elektrischen Zünder 4 entzündet, und diese brennt sofort durch die Celluloidscheibe 17 durch,
wodurch die Zündung der Ladung S aus gröberem Schwarzpulver in dem Musseldnbeutel 6 erfolgt.
Die Flammengase aus der Schwarzpulverladung 5 streichen entlang dem axialen Gaskanal 15 der
ringförmigen Ladung 7, und sie gelangen an den Füßen 9 vorbei in den zwischen der äußeren zylindrischen
Wandung der Ladung 7 und der Wandung 2 des Gehäuses befindlichen Raum, wobei die
an der Außenseite der zylindrischen Oberfläche der Ladung 7 angebrachten Abstandstücke den erforderlichen
Zwischenraum liefern. Diese Füße 9 und Ansätze 8 unterstützen den Beginn der Zündung
der Oberfläche der Ladung 7 selbst. Die Flammengase streichen um die Oberfläche der
Ladung 7 und durch seinen axialen Gaskanal 15 in den Raum zwischen dem Ringteil 10 des Speichenteiles
und den Verschlußdeckel 11, wobei dieser schnell abbrennt, und zwar ohne schädliche Rückstände
zu hinterlassen, und die Verbrennungsgase treten durch das Ventil auf die Flügel der Turbine,
ohne diese Teile zu beschädigen. Während der Verbrennung der Ladung 7 ninimt der innere und
äußere Durchmesser und die Länge derselben ab, jedoch verhindert das Speichenglied 10, daß der
teilweise verbrauchte Riingteil aus der Hülse als solcher ausgestoßen wird, weil er nämlich durch
das umgebogene Ende 12 der Hülse und die sich gegen diesen Teil legenden Arme 10' zurückgehalten
wird. Bevor die Ladung 7 vollkommen abgebrannt ist, sind naturgemäß die Füße 9 und
' Ansätze 8 vollkommen" abgebrannt, und nach der vollkommenen Verbrennung der Ladung 7 und
seiner Ansätze 8 und 9 bleibt lediglich das Speichenglied 10 in der Hülse 2 zurück.
Bei der Ausführungsform der in Fig. 2 dargestellten Ladung wird die Zündung eines Teiles der
äußeren zylindrischen Oberfläche der Ladung etwas durch das Vorhandensein der Umwicklung 16 aus
dem Klebeband aus regenerierter Cellulose verzögert, jedoch wird dieses schnell durch die Wirkung
der Flammengase aufgebrochen und zerstört, so daß die Ladung sowohl auf ihren inneren und
äußeren zylindrischen Oberflächen, auf ihrer ganzen Länge abbrennen kann.
Claims (2)
1. Kraftgas erzeugende Patrone für eine
Maschinenstarteinrichtung, wobei eine starre Metallhülse an ihrer Unterseite einen Zünder
trägt und eine zylindrische, ringförmige Hauptladung aus einer kolloidalen Nitrocellulosemasse
enthält, welche in sich selbst abbrennt und frei liegende äußere und innere zylindrische
Oberflächen und Endoberflächen aufweist, und wobei in dem Gehäuse unterhalb der Hauptladung
noch eine zwischen dem Zünder und der Unterseite der Hauptladung angeordnete Ladung
aus einer körnigen Zündmasse enthalten ist, die sich in einem leicht zerstörbaren Behälter
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptladung (7) in axialer Richtung durch
ein Speichenrad (10) und in dazu senkrechter Richtung durch Distanzklötze (8) in der Hülse
(2) gegen Verschiebungen gesichert ist.
2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füße (9) und die Distanz-• klotze (8) aus einer Masse \bestehen, welche
beim Abbrennen ein eine höhere Temperatur aufweisendes Gas ergeben als das beim Abbrennen
der Hauiptladunig (7) entstehende.
Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 593927, 604489.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69400306T2 (de) | Hülse für teleskopische munitionen | |
| DE69104781T2 (de) | Patronenhülsenelement mit verbrennbarer Hülse, mit einem solchen Element versehene halbverbrennbare Munition und Verfahren zum Laden dieser Munition. | |
| DE3515166A1 (de) | Wurfkoerper zur darstellung eines infrarot-flaechenstrahlers | |
| DE2105295C1 (de) | Pulverkörper für hülsenlose Munition | |
| DE1918046A1 (de) | Zuender | |
| DE2637848A1 (de) | Zuender fuer einen raketenmotor | |
| DE952159C (de) | Kraftgas erzeugende Patrone | |
| DE949726C (de) | Kraftgas erzeugende Ladung | |
| DEI0007127MA (de) | ||
| DE656573C (de) | Feuerloeschgranate | |
| DE1924626A1 (de) | Sprengschnur zum Zuenden von Treibstoffladungen | |
| DE3017308A1 (de) | Raketenmotor fuer feste brennstoffe | |
| DE1056429B (de) | Pulverraketenantrieb | |
| CH318827A (de) | Treibgas erzeugende Ladung | |
| DE2051574A1 (de) | Flugelstabilisiertes Geschoß fur Werfer, Morser u dgl | |
| DE1057462B (de) | Gaserzeugungsladungen fuer Startzwecke | |
| DE2856740A1 (de) | Triebwerk und beschleunigungsverfahren fuer selbstgetriebene flugkoerper | |
| DEI0007195MA (de) | ||
| DE1050238B (de) | ||
| DE1728019B2 (de) | Munition für ein Abschußgerät mit einer seitlich offenen Kammer von dreieckigem Querschnitt | |
| DE69106322T2 (de) | Gewehrgranate. | |
| DE731747C (de) | Wickelkartusche | |
| DE3034197A1 (de) | Luft- und wasserdicht gekapselte zuendschnur | |
| DE891221C (de) | Vorrichtung zur Verbindung und zur Zuendungsuebertragung zwischen Zuendschnueren | |
| DE2852172C2 (de) |