DEE0000965MA - Verfahren zum Einbringen von Fangstoffen(Getter) in elektrische Glühlampen, insbesondere Speziallampen. - Google Patents
Verfahren zum Einbringen von Fangstoffen(Getter) in elektrische Glühlampen, insbesondere Speziallampen.Info
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Description
Verfahren zum Einbringen von Fangstoffen (Getter) in elektrische Glühlampen, insbesondere Speziallampen.
Beschreibung!
Bei der Herstellung von Glühlampen spielen Fangstoffe (Getter) eine wesentliche .Rolle. Es ist bekannt, Phosphor und
Phosphorverbindungen oder ähnliche Stoffe zu benützen, die vor dem Zusammenbau der Glühlampe auf das sogenannte Gestell
und auf den Leuchtdraht selbst aufgebracht und dann während des Pumpprozesses oder nach dem Abschmelzen verdampft v/erden.
Die Anwendung solcher Fangstoffe setzt jedoch eine sehr gute Vorentgasung aller eingebauten Metallteile voraus. Bei
Speziallampen kann diese Vorentgasung einen erheblichen Aufwand bedeuten. Bei Verwendung von langstoffen aus Metalldampf
kann man auf eine Vorentgasung der Metallteile weitgehend verzichten, doch hat man aus Gründen der Lichtabsorbtion das
Einbringen von Metalldämpfen in Glühlampen bisher abgelehnt.
Vorliegende Erfindung gestattet nun die Anwendung von IFangstoffen aus Metalldampf auch in der Glühlampenfertigung,
insbesondere aber bei der Herstellung von Speziallampen dadurch, daß der Getterstoff im unteren, meistens durch den
Sockel abgedeckten Teil der Lampe angebracht und sodann ourch elektrisch zugeführte Wärme verdampft wird.
Als Fangstoff wird beispielsweise Barium in Eisenhülsen verwendet. Das Material wird in Längen von beispielsweise
ca 1-2 mm und einem Durchmesser von 1 mm in eine Drahtwendel im unteren Teil der Lampe eingelegt und während des
Pumpprozesses mittels Stromdurchgang durch die Wendel verdampft. In der Praxis hat es sich gezeigt, daß z.B. Zweifadenlampen,
die verhältnismäßig viel Metall im kleinen Vakuumraum aufweisen, bei Anwendung des Verfahrens nach der
Erfindung ohne jegliche Vorentgasung der Metallteile nach der Getterung mit Barium einwandfrei mit hoher Lebensdauer
brennen. Es hat sich weiter gezeigt, daß im Betrieb durch Stromstöße frei werdende Gase ebenfalls absorbiert werden,
und dadurch eine erhöhte Betriebssicherheit gewährleistet wird. Die Dosierung des Fangstoffes kann durch Stromregulierung
oder durch vorher bestimmte Menge übersichtlich gut vorgenommen werden.
An Hand der Abbildung I (Zweifadenlampe) wird die Erfindung näher erläutert. Ein mit vier Elektrodendurchführungen versehener
Quetschfuß 1 dient dem bekannten Aufbau der Lampe,
wozu im betrieblichen Anwendungsfalle drei Elektroden erforderlich sind. Bine vierte Elektrode 2 hat den Zweck, die
Stromverbindung zur Wendel 3 herzustellen. Der Getterniederschlag erfolgt im unteren Teil der Lampe 4. Abbildung II zeigt
den normalen Aufbau einer Zweifadenlampe ohne zusätzliche Elektrode, hierbei ist die Wendel 3 an zwei betriebsmäßig
benutzte Elektroden angeschlossen. Während des Getterprozesses wird diese Wendel so stark erhitzt, daß sie einseitig
durchbrennt und dadurch die normale Stromzuleitung zu den Glühfaden frei gibt.
Bei Verwendung besonderer Hilfselektroden für die Stromzuführung zur Wendel 3 kann die Pendel aus einem nicht oder
nur bei sehr hohen Temperaturen schmelzenden Stoff, z.B. aus Molybdän oder Wolfram, gefertigt sein. Im lalle der Abbildung
II besteht sie zweckmäßig aus Nickel.
Claims (4)
1. Verfahren zum Einbringen von Fangstoffen ^Getter) in elektrische Glühlampen, insbesondere öpeziallampen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Getterstoff im unteren, meistens durch den tsockel abgedeckten Teil der Lampe
angebracht und sodann mittels elektrisch zugeführter Wärme verdampft wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Getterung durch Durchbrennen einer Heiz-le-,
beispielsweise aus Nickel, mit Stromzuführung über die betriebsmäßig vorgesehenen Elektroden erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dali die tietterung bei Stromzuführung über besondere Hilfselektroden
Über eine nicht odernur bei sehr hohen Temperaturen schmelzende Hei ζ , beispielsweise
aus"Molybdän oder wolfram, erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß die zur verdampfung kommende Gettermenge so dosiert
wird, daß die Lichtdurchlassigkeit der Lampe nicht behindert ist·
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