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DEC0009803MA - - Google Patents

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Publication number
DEC0009803MA
DEC0009803MA DEC0009803MA DE C0009803M A DEC0009803M A DE C0009803MA DE C0009803M A DEC0009803M A DE C0009803MA
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DE
Germany
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formula
group
sulfonic acid
halogen
amino
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. August 1954 Bekanntgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22a GRUPPE 1 INTERNAT. KLASSE C 09b
C 9803 IVb/'22a
Dr. Heinrich Zollinger, Binningen,
und Dr. Alfred Fasciati, Bottmingen (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
Die Priorität der Anmeldungen in der Schweiz vom 19. August 1953 und 2. Juli 1964
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf Monoazofarbstoffe vom Typus des Produktes der Formel
HO N = N-
A-NH2'
C-Cl
Il
Solche Farbstoffe entsprechen der allgemeinen
' Formel
R-N = N-R1-X
worin' R den Rest einer in Nachbarstellung zur ,
NH- (
Aminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R1 den Rest einer Diazokomponente der Benzolreihe und X einen über eine Stickstoff brücke an R1 gebundenen heterocyclischen Rest ohne Farbstoffcharakter bedeutet/ der ein
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C 9803 IVb/22a
reaktionsfähiges Halogenatom und einen einzigen heterocyclischen Ring aufweist.
Zur Herstellung dieser Monoazofarbstoffe werden
■ · :■ erfindurigsgemäß Aminonaphthalinsulfonsäuren (wie
.5 die 2-Aminpnaphthalin-3, 6- oder -5, 7-disulfonsäure, die 2-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure, insbesondere aber Aminonaphthalinmonosulfonsäuren, wie die 2-Amino-3- oder -S-oxynaphthalin-y-sulfonsäure, die 2-Amino-7-oxynaphthalin-4-sulfonsäure,
to a-Ammonaphthalin-o-, -7- oder -8-sulfonsäure, 2-AI-kylamino- oder 2-Arylamino-8-oxynaphthalin-6-sul-■ fonsäuren, ζ. B. die 2-Methylamino-, 2-/?-0xyäthylamino- oder die 2-Phenylamino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure, und vorzugsweise die 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure selbst) in saurem Mittel mit Diazoverbindungen- aus Aminen der Formel
H2N — R1 — X
gekuppelt, wobei die Bedeutung der verschiedenen Symbole R1 und X sich aus der eben erläuterten Formel (2) ergibt.
Die Amine der Formel (3), welche als Ausgangsstoffe beim vorliegenden Verfahren verwendet werden,.
lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen, z. B. indem 1 Mol eines Amins, das neben der diazotierbaren Aminogruppe ein an ein Stickstoffatom gebundenes reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweist, mit 1 Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung ohne Farbstoffcharakter kondensiert, welche einen einzigen Heteroring und mindestens zwei reaktionsfähige Halogenatome aufweist, Z; B. mit ι Mol a, y-Dichlorchinolin, 1, 4-Dichlorphthalazin, Methyldichlorpyrimidin, 2, 4-Dichlorchinazolin, 2,4,7-Trichlorchinazolin, Trichlor- oder Tribrompyrimidin, . vor allem aber mit 2, 4, 6-Trichlor-i, 3, 5-triazin oder mit ι Mol eines Cyanurhalogenids der Formel
,N,
A — C C-—Halogen
N N ■■ ■'■-■■.■'■■ (4)
Halogen
worin A einen über eine Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffbrücke an den Triazinkern gebundenen aliphatischen, alicyclischen,; araliphatischen oder aromatischen Rest mit vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatomen bedeutet. .
So sind die beim vorliegenden Verfahren besonders wertvollen, einen Cyanurrest enthaltenden Diazokomponenten z. B. aus Diaminen der Benzolreihe erhältlich, indem man sie mit 1 Mol Cyanurchlorid .umsetzt und im so erhaltenen primären Kondensätionsprodukt noch ein Chloratom mit einer vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatome enthaltenden, bewegliche Wasserstoffatome aufweisenden Verbindung der aliphatischen, alicyclischen oder aromatischen Reihe umtauscht. Als-solche Verbindungen mit höchstens ' 12 Kohlenstoffatomen kommen hier z. B. Ammoniak, aliphatischen oder aromatische Hydroxy !verbindungen, Merkaptane und vor allem organische Stickstoffverbindungen, wie Amine, Amide, Aminoalkohole, Aminosäuren, Urethane usw., in Betracht. Es ist jedoch zweckmäßig, die Kondensation mit diesen Verbindungen an erster Stelle vorzunehmen, wobei Cyanurhalogenide der Formel (4) entstehen, welche gleichzeitig oder erst nachher mit 1 Mol Diamin kondensiert werden.
Es ist oft zweckmäßig, von Monoamino- oder Monooxybenzolen auszugehen, die einen in eine Aminogruppe überführbaren Substituenten (z. B. eine Nitro- oder eine Acylaminogruppe) aufweisen,- der nach der Kondensation mit dem Cyanurhalogenid z. B. durch Reduktion oder durch Verseifung in eine Aminogruppe umgewandelt wird. Als solche Monoamino- oder Monooxybenzole kommen z. B. 3- oder 4-Formylaminp-i-aminobenzol in Betracht.
Die Kondensationen mit den Cyanurhalogeniden führt, man zweckmäßig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Natriumcarbonat, aus. Bei all diesen Reaktionen ist selbstverständlich so vorzugehen, daß im fertigen Produkt mindestens noch ein austauschbares Halogenatom übrigbleibt.
Als Beispiele von so erhältlichen Aminen, deren Diazoverbindungen beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe in Betracht kommen, seien die folgenden erwähnt: Das "Kondensationsprodukt aus ι Mol 2, 4-Dichlorchinazolin und ι Mol 1, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure, das Kondensationsprodukt aus ι Mol 2, 4-Dichlorchinazolin und ι Mol 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäure-N-äthyl-anilid oder 1 Mol 2,5-Diamino-i, i'-diphenylsulfon.
Zu besonders wertvollen Monoazofarbstoffen führen aber die sekundären Kondensationsprodukte aus 1 Mol einer der folgenden Diamine: 1,'4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure, 1, 3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure, i, 3- oder i, 4-Diaminobenzol, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, 4, 4'-Dimethyl-3, 3'-diammodiphenylmethan, 4, 4'-Diaminodiphenyl, 4, 4'- oder 2, 4'-Diaminodiphenyläther, 4, 4'-Dichlor-2, 2'-diaminodiphenyläther, 4, 4'- oder 2, 2'-Diaminodiphenylsulfid, 4, 4'- oder 3, 3'-Diaminodiphenylsulfon, 2, 5-Diaminobenzoli - methylsulfon, 2,5- Diaminobenzol -1 - äthylsulf on, 2, 5-Diamino-4'-methoxy-i, i'-diphenylsulfon, 2,5-Diamino-4'-methyl-i, i'-diphenylsulfon, 2, 5-Diamino-
1, i'-diphenylsulfon, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäureamid, 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäuremethyl-, -äthyl-, -phenyl- oder -p-tolylamid, 2,5-Diaminobenzol-i-sulfonsäuredimethyl- oder -diäthylamid, 2,5- Diaminobenzol -1 - sulfonsäurecyclohexylamid,
2, 5-Diaminobenzol-1-sulfonsäure-N-methyl- oder -äthylanilid mit 1 Mol eines primären Kondensationsproduktes aus Cyanurchlorid und 1 Mol einer der folgenden Verbindungen: Alkohole und Phenole, wie Methyl-, Äthyl- oder Butylalkohol, Phenol, 0-, m- oder p-Kresol, 4-Sekundärbutylphenol, 4-Tertiäramylphenol, Dialky!phenole, p-Chlorphenol, Methyl-, Dimethyl-, Äthyl-, Diäthyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, Phenyl-, Tolyl-, 4-Chlorphenyl-, N-Methylphenyl- oder Cyclohexylamin, ferner Äthanolamine, Acetamid,
.609 620/414-
C 9803 IVb/22 a
Buttersäureamid, Harnstoff, Thioharnstoff, Toluol-
... sulfonsäureamid, Glykokoll, Äminokohlensäureester, wie der Methyl- oder Äthylester, Aminoessigsäureäthylester, Aminoacetamid, i- oder 2-Aminonaphtha-IÜ1-4- oder -6-sulfonsäure, i-Aminobenzol-3- oder -4-sulfonsäure bzw. deren Sulfamide oder Sulfone.
Die Diazotierung der beim vorliegenden Verfahren
als Ausgangsstoffe dienenden Amine kann nach an sich bekannten Methoden, z. B. mifHilfe von Mineralsäure, insbesondere Salzsäure und Natriumnitrit, oder nach den üblichen, für schwer diazotierbare Verbindungen gebräuchlichen Methoden, beispielsweise mit Hilfe von Nitrosylschwefelsäure erfolgen. Es ist im letzten Falle oft zweckmäßig, die Diazoverbindungen
z. B. durch Verdünnen des Diazotierungsgemisches mit Wasser abzuscheiden, abzufiltrieren und so mit den 2-Aminonaphthalinsulfonsäuren zu kuppeln. Die Kupplung erfolgt in saurem, beispielsweise schwach kongosaurem bis essigsaurem Mittel. Hierbei kann man z. B. so verfahren, daß man eine 2-Aminonaphthalinsulfonsäure zuerst in ein Alkalisalz überführt, durch Zusatz von Essigsäure wieder in die freie Säure umwandelt, wobei man eine Suspension erhält, und hierauf die abültrierte Diazo verbindung mit dieser Suspension vereinigt. Dann wird die durch die Kupplungsreaktion entstehende freie Mineralsäure z. B. mit Natriumacetat abgestumpft und gegebenenfalls die Temperatur etwas erhöht.
, Bei. der Isolierung der Farbstoffe aus der Kupplungsmasse ist so vorzugehen, daß die isolierten Produkte noch mindestens ein reaktionsfähiges Halogenatom enthalten; dazu wird die Kupplungsmasse z. B. mit Natriumcarbonat oder Natriumchlorid versetzt, wobei die ausgeschiedenen Farbstoffe abfiltriert und getrocknet werden können.
Die neuen Farbstoffe der bereits erläuterten all-
.. gemeinen Formel (2) können nach einer Abänderung des vorliegenden Verfahrens ebenfalls hergestellt werden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß man ι Mol eines Monoazofarbstoffe der Formel
R-N = N-R1-Z
worin R den Rest einer in Nachbarstellung zur Aminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R1 den Rest einer Diazokomponente der Benzolreihe und Z eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende Aminogruppe bedeutet, mit 1 Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung kondensiert, die einen einzigen Heteroring und mindestens zwei austauschbare Halogenatome aufweist, wobei man, falls die entstehenden Produkte zwei austauschbare Halogenatome enthalten, eines dieser Halogenatome weiter austauscht durch Kondensation mit einer aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Verbindung, die reaktionsfähige Wasserstoffatome enthält.
Die hierbei als Ausgangsstoffe dienenden, der Formel (5) entsprechenden Monoazofarbstoffe können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden, indem man eine der weiter oben erwähnten Aminonaphthalinsulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen kuppelt, welche neben der Diazogruppe,, eine freie Aminogruppe öder einen in eine solcM, Gruppe überführbaren Sübstituenten aufweisen, wel-' eher nach fertiger Kupplung entsprechend ümge-; wandelt wird. ; .
. Als Beispiele solcher Diazoverbindungen seien die folgenden erwähnt, die aus folgenden Aminen erhältlieh sind: 3- oder .4-Nitro-i-aminobenzol, 4-Nitro-4'-aminodiphenyi und' die weiter oben angeführten Diamine bzw. deren Monoacylverbihdungen."
Die Kondensation der so erhältlichen Monoazofarbstoffe der Formel (5) mit "den hierbei in Betracht kommenden heterocyclischen" Halogenverbindungen, die einen einzigen Heteroring und mindestens.zwei Halogenatome aufweisen und' von denen die leicht zugänglichen weiter oben erwähnt worden sind, führt man zweckmäßig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie. Natriumacetat, und unter solchen Bedingungen aus, daß in den entstandenen Farbstoffkondensations-produkten noch ein reaktionsfähiges Halogenätorn übrigbleibt, das heißt z. B. in organischem Mittel ; oder bei möglichst tiefer Temperatur in wäßrigem Mittel.
Die nach dem vorliegenden Verfahren und dessen Abänderung erhältlichen: Farbstoffe sind neu. Sie eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, insbesondere solcher tierischer Herkunft, wie Leder, Seide und vor allem Wolle, sowie verschiedener Kunstfasern, z. B. aus animalisierter Kunstseide,., Superpolyamiden oder Superpolyurethanen usw. Die mit diesen Farbstoffen, insbesondere mit denjenigen, die nur eine Sulfonsäuregruppe und ein einziges Halogenätom enthalten, erhaltenen Färbungen und Drucke zeichnen sich durch ihre wertvollen Farbtöne, ihre Gleichmäßigkeit und ihre guten Wasch- und Walkechtheitseigenschaften insbesondere im alkalischen Bereich aus.
Gegenüber dem im Beispiel 20 der deutschen' Patentschrift 436 179 beschriebenen Farbstoff, der sich von den verfahrensgemäß erhaltenen Farbstoffen dadurch unterscheidet, daß er an ein Kohlenstoffatom des Cyanurrestes einen 4-Acetyläminöphenylaminorest an Stelle eines Halogenatoms gebunden enthält, weisen die letzteren den Vorzug;auf, besser zu egalisieren und reinere Färbungen von besserer Waschechtheit, zu geben.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Beispiel 1
39,3 Teile des sekundären Kondensationsproduktes aus ι Mol Cyanurchlorid, 1 Mol Anilin und 1 Mol i, 3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure werden in 300Teilen Wasser und 20 Teilen 3O°/0iger Salzsäure aufgeschlämmt und bei etwa 10 bis 150 mit 25 Volumteilen 4 h-Natriumnitritlösung diazotiert. Die erhaltene schwachgelblich' gefärbte Diazosuspension wird mit 30 Teilen Natriumacetat (CH3COONa ■ 3 H2O) und dann bei 20 bis 25 ° mit einer in Essigsäure angesäuerten Lösung des Natriumsalzes von 23,9 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in 200 Teilen
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Wasser versetzt. Nach beendeter Kupplung wird die Suspension mit Natriumcarbonatlösung schwach lackmusälkalisch gestellt, ausgesalzen und abfiltriert. Man erhält einen Farbstoff, der aus schwefel- oder essigsaurem Bade Wolle in roten Tönen von hervorragender Lichtechtheit . und guten Naßechtheiten anfärbt.
Verwendet man aii Stelle des Kondensationsproduktes aus äquivalenten Teileil von Cyanurchlorid, ίο Anilin und i, 3-Diaminobenzol-4-sülfonsäure dasjenige aus Cyanurchlorid, Anilin und ι, 4-DiaminoT benzol-2-sulfonsäure, so erhält man einen Farbstoff mit etwas blaustichigerem Farbton und ähnlichen Echtheitseigenschaften..
·..-■ ■■.·../..■-, Beispiel 2 . ■
54,2 Teile des Farbstoffes 4-Amino-2-(N-äthyl-N-phenyl)-sulfaminyl-benzol-i, i'-azo-2'-amino-8'-oxynaphthalin-6'-sulfonsäure der Formel
NH,
H, N
SOöH
werden in Form seines Natriumsalzes in 2000 Teilen Wasser gelöst. Bei 35 bis 450 werden 27 Teile 2-Anilino-4, 6-dichlortriäzin der Formel
: ... ■ ei
N-
i-HN —C
,C
Cl
zugegeben. Man rührt bei dieser Temperatur 4 bis 6 Stunden und stumpft die entstehende Mineralsäure mit einer Lösung von Natriumcarbonat oder Natriumacetat ab. Nach beendeter Kondensation wird der Farbstoff mit Natriumchlorid ausgesalzen, abfiltriert ' und getrocknet. Er färbt Wolle aus schwach essigsaurem oder neutralem Bade in blaustichigroten Tönen, die sich durch gute Licht- und Naßechtheiten auszeichnen. .
Der gleiche Farbstoff wird erhalten, wenn 1, 4-D1-aminobenzol-2-sulfonsäure-N-äthyl-N-phenylamid mit einer äquivalenten Menge 2-Anilino-4, 6-dichlor-triäzin umgesetzt wird und die entstandene Verbindung mit freier Aminogruppe in 1-Stellung diazotiert und mit 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in schwach saurem Mittel gekuppelt wird.
Ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn an Stelle des Kondensationsproduktes aus Cyanurchlorid, Anilin und 1, 4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure-N-äthyl-N-phenylamid diejenigen der Kolonne I folgender Tabelle verwendet werden. In Kolonne III ist die Farbe der auf Wolle erhältlichen Färbungen angegeben.
Diazokomponente Π
Azokomponente
III Färbung
Cl-C C-NH
,2
■ N
</■
NH-<
a-Amino-S-oxynaphthalin-6-sulfonsäure
Blaustichigrot
,N,
Q Q-
C-NH-desgl.
desgl.
■N
C
NH
SO2-N-CH3
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C 9803 IVb/22a
Diazokomponente II
Azokomponente
III
Färbung 65
.N,
Cl-C C-NH
■■ i'- ■ I!
■Ν , Ν
H,C —N-CH,
NH2 SO2-N-C2H5
•\
Cl- C C-NH-
N N
NH,
-NH9
SOo-N-CH,
Cl-
C-NH-
N N
-NH,
NH-CHo
.N,
Cl-C C-NH
N N
NH2 SO2-N-C2H
NH
Cl-C C-NH-
N N
NH-
SO2CH3
2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure
Blaustichigrot
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
Rot
desgl.
620/4-1*
C 9803 IVb/22 a
Diazokomponente
II
Azokomponente
ΠΙ
Färbung
IO
II
12
Cl-C
■ i ■
C-NH-f
Il
-NH,
SO9 — N
-Cl
C-NH-
■■■ ' Ii
N N
CH3
J-NH,
SO2-N
C,Hfi
NH-/
Cl-C
XC —NH
OCH3
NH
SO9 — N
C9H-
C-NH
SO9 — N-
C9HK
NH
OCH,
Cl-C: C-NH-
N N
SO9-N:
,C9Hr
NH-.
CH,
2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfönsäure
desgl.
desgl.
desgl.
desgl.
Rot
desgL
Blaustichigrot
desgl.;
desgl.
620/414
C 9803 IVbJ 22 a
Diazokomponente
II
Azokomponente
Ill
Färbung
2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure
Rot
C Hq
14
Cl-C C-NH
ν ;n
' . ο —/' desgl.
Gelbstichigrot
SO2-N-C2H5
Beispiel 3
44,5 Teile des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid, 1 Mol Monomethylamin und 1 Mol 2, 5-Diaminobenzol-i-sulfonsäure-N-äthyl-N-phenylamid werden in 300 Teilen einer wäßrigen Schwefelsäure, die 10 Gewichtsprozent H2SO4 und außerdem eine zur teilweisen Lösung der Diazokomponente ausreichende Menge einer technischen Naphthalinmono- oder -polysulfonsäure enthält, verrührt. Zur Suspension tropft man langsam unter Rühren eine wäßrige Lösung von 6,9 Teilen .Natriumnitrit. Die entstandene Diazoverbindung ist zum Teil gelöst. Nachdem man einen eventuell vorhandenen Überschuß an salpetriger Säure mit Harnstoff zerstört hat, gibt man eine neutrale Suspension aus 22,3 Teilen 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure und der nötigen Menge Natriumcarbonat in 50 Teilen Wasser zu und stumpft die Mineralsäure durch Zusatz von Natriumacetat ab, bis Kongopapier nicht mehr gerötet wird.
Zur Beschleunigung der Kupplung kann das Reaktionsgemisch erwärmt werden bis zu einer Temperatur von etwa 50°. Nach beendeter Kupplung wird durch Zugabe von Natriumcarbonat neutralisiert. Der ausgefallene rotbraune Farbstoff wird in üblicher Weise nitriert und getrocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle aus essigsaurem Bade in lichtechten, rotstichigorangen Tönen.
Ein Farbstoff, der Wolle in etwas weniger rotstichigorangen Tönen färbt, wird erhalten, wenn man an Stelle der 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure 22,3 Teile 2-Aminonaphthalin-8-sulfonsäure verwendet.
Verwendet man zur- Kupplung mit der gleichen
Diazoverbindung 25,3 Teile 2-Methylamino-8-oxy-
naphthalin-6-sulfonsäure, so erhält man einen Farbstoff, der Wolle in lichtechten violetten Tönen färbt.
Beispiel 4
48,1 Teile des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid, 1 Mol Anilin und 1 Mol 2-Amino-5-methylamino-4'-methyldiphenylsulfon werden in 300 Teilen einer wäßrigen Schwefelsäure, die 10 Gewichtsprozent H2SO4 und außerdem eine zur teilweisen Lösung der Diazokomponente ausreichende Menge einer technischen Naphthalinmono- oder -polysulfonsäure enthält, verrührt. Zu diesem Gemisch wird unter Rühren langsam eine wäßrige Lösung von 6,9 Teilen ,Natriumnitrit zugetropft.
Nach beendeter Diazotierung und Zerstörung eines eventuell vorhandenen Überschusses an salpetriger Säure gibt man eine schwach saure Suspension von 23,9 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in 50 Teilen Wasser zu. Durch Zusatz der nötigen Menge an Natriumacetat wird das Gemisch bei einem "' pH-Wert zwischen 2 und 4 gehalten. Nach beendeter Kupplung wird durch Zugabe von Natriumcarbonat neutralisiert und, der Farbstoff in üblicher Weise ausgesalzen und isoliert. Er stellt ein dunkles, rotbraunes Pulver dar und färbt Wolle aus essigsaurem Bade in lichtechten blaustichigroten Tönen.
Das zur Herstellung der Diazokomponente benötigte 2-Amino-5-methylamino-4'-methyldiphenylsulfon kann in bekannter Weise durch Reaktion von 2, 5-Diamino-4'-methyldiphenylsulfon mit einer äquivalenten Menge eines Methylhalogenids,.beispielsweise Methyl]odid, .erhalten werden. , . ■-.,.'..
609 620/41Φ
C 9803 IVb/22 a
Beispiel 5
In-analoger Weise, wie im Beispiel 4 beschrieben, kann die aus 37,5 Teilen des Kondensationsproduktes von ι Mol 2, 5-Diamino-4'-methyl-diphenylsulfon und ι Mol 2, 4-Dichlorpyrimidin erhaltene Diazoverbindung mit 23,9 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in saurem Mittel gekuppelt werden.
Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle aus essigsaurem Bade in deutlich gelbstichigeren Tönen als die in den Beispielen 2 und 4 beschriebenen Farbstoffe mit Diazoverbindungen, die sich von dem 2, 5-Diamino-4'-methyl-diphenylsulfon ableiten.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminonaphthalinsulfonsäuren in saurem Mittel
;,·.· mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel
H2N — R1 — X
kuppelt, in welcher R1 einen Arylrest der Benzolreihe und X einen über eine Stickstoffbrücke an R1 gebundenen heterocyclischen Rest ohne Farbstoffcharakter bedeutet, der ein reaktionsfähiges Halogenatom und einen einzigen heterocyclischen Ring aufweist.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Aminonaphthalin-monosulfonsäuren in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel
-N,
H2N-R1-NH-C C-A
N N
Cl
kuppelt, worin R1 einen aromatischen Rest der Benzolreihe und A einen über eine NH-Gruppe an den Triazinkern gebundenen Alkyl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest bedeutet.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure in saurem Mittel mit Diazoverbindungen aus Aminen der Formel
.N.
H9N
-NH-C
C-A
C"
Cl
kuppelt, worin Y eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylsulfongruppe oder eine vorzugsweise N-substituierte Sulfonsäureämidgruppe und A einen über eine NH-Gruppe an den Triazinkern gebundenen Alkyl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest bedeutet.
4. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines Monoazofarbstoffes der Formel
R — N = N- R1-Z
worin R den Rest einer in Nachbarstellung zur Aminogruppe an die Azogruppe gebundenen Aminonaphthalinsulfonsäure, R1 den Rest einer Diazokomponente der Benzolreihe und Z eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoff atom aufweisende Aminogruppe bedeutet, mit 1 Mol einer heterocyclischen Halogenverbindung kondensiert, die einen einzigen Heteroring und mindestens zwei austauschbare Halogenatome aufweist, wobei man, falls die entstehenden Produkte noch zwei austauschbare Halogenatome enthalten, eines dieser Halogenatome durch Kondensation mit einer aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Verbindung, die reaktionsfähige Wasserstoffatome enthält, weiter austauscht.
5. Abänderung des Verfahrens gemäß An-Spruch i, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines Monoazofarbstoffes der Formel
NH,
V- N
— OH
Vnh,
Halogen
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 436 179.
SO3H
worin Y eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylsulfongruppe oder eine vorzugsweise N-substituierte Sulfonsäureämidgruppe bedeutet, mit einem Mol eines Halogenide der Formel
A — C C — Halogen
1 [I
ι Il
NN
worin A einen über eine Stickstoffbrücke an den Triazinkern gebundenen aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen oder aromatischen Rest mit vorzugsweise höchstens 12 Kohlenstoffatomen bedeutet, kondensiert.

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