DEB0000826MA - - Google Patents
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Description
Dipi.4.nj, ?.. iischer
? Berlin-Grunewald, den 21. Nov. 1949
Bolinders Fabriks Aktiebolag,
Kallhäll, Schweden.
Verdampfer für kontinuierlich arbeitende Absorptionskälteapparate
.
Die vorliegende Erfindung bezieht eich auf kontinuierlich arbeitende Absorptionskälteapparate, die mit einer
im wesentlichen waagerecht angeordneten Verdampferrohrechlange
oder mit einer im wesentlichen waagerechte Röhrteile enthaltenden
Verdampferrohrschlange versehen sind, die ein ebenfalls waagerechtes EiskSstchenfach aufnimmt und damit metallisch verbunden
ist. Bei kontinuierlich arbeitenden Absorptionsicälteapparaten
hat es sich oft vorteilhaft erwiesen, den Verdampfer (Kälteerzeuger) in Form einer Rohrschlange auszubilden, die entweder
aus einem Stück bestehen, oder aus mehreren feilen zusammengesetzt
sein kann· Mit Rücksicht auf Raumersparnis wie auch gute
Wärmeleitung ist es dabei vorteilhaft, die Rohrschlange durch Verzinnen, Löten oder Warngalvanisieruag direkt mit den metallischen
Fächern oder Böden zu vereinigen, welche die Unter-
lage für die Eiskästchen bild·», in denen Wasser au Eiswürfeln
gefriert. Eine geeignete bauliche Ausführung dieser Fächer erhält
©an dadurch, dass sie einen Teil einer kastenförmigen Einrichtung
bilden, al© für sieh verschwelest und dann «wischen die Bohrechlangenteile
eingeschoben oder in anderer Welse damit verbunden wird, nachdem der Verdampfer auf Dichtigkeit geprüft wurde. lach
der Vereinigung des EiskSetehenfaehes rait der Verdampferschlange
werden die felle miteinander verlötet oder galvanisiert, wodurch ein guter, für die richtige Arbeit des Apparates wesentlicher
Evärmekontakt erhalten wird.
Aus dem Obigen wie auch aus den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen 1st ersichtlich, dass diejenigen
Teile der Verdampferschlange, die parallel zur Einschieberichtung des Eiskistchenfaches liegen, Im wesentlichen zueinander
parallel und waagerecht liegen wissen, da die FMeher, mit denen
sie metallisch zu verbinden sind, eben und waagerecht sein müssen,
um als Unterlagen für die Eiskästchen dienen zu können.
!fun kann es aber trotzdem vorkommen, dass infolge
von unabsichtlichen Fehlern in der Fabrikation Abweichungen von der genauen waagerechten Lage des gesamten Verdampfers auftreten,
und ebenso kann es vorkommen, dass der ganze Kühlschrank so aufgestellt wird, dass er beispielsweise etwas naeh vorn geneigt
1st· Dabei besteht offenbar die Gefahr von Ansammlungen des am Boden der Schlangen fliessenden Kältemittels, gewöhnlich
Ammoniak, auch wenn es nicht so weit geht, dass das Im Apparat zirkulierende neutrale Gas (Wasserstoffgas) infolge der Bildung
von Flüssigkeitsverschluss«!! blockiert wird.
Es hat sieh jedoch g«zeigt, dass allein schon das
Auftreten von Ammonlakansamfnlungen die Arbeit des Kälteapparates
In bedeutendem Masse stören kann, und zwar durch Herabsetzung
der Kälteleistung. Die Erklärung dafür dürfte darin au finden sein, dass das flüssige reine Ammoniak einen grossen WMrmedurchgangswlderstand
hat, d.h. als wirksamer Isolator zwischen der Oberflächenschicht des Ammoniaks, wo die Verdunstung und Kälteerzeugung
erfolgt, und der in Berührung mit der Rohrschlange stehenden Bodenschicht wirkt· FlUssiglceitsansammlungen im Verdampfer
sind daher schädlich, obwohl sie eine grössere Berührungsfliohe
mit dem zirkulierenden Gas bewirten. Damit ein nach den oben angegebenen Grundsätzen gebauter K<eapparat in bester
leise arbeiten kann, muss man also dafür Sorge tragen, dass der Kühlschrank genau lotrecht aufgestellt wird, was aber nichtsdestoweniger
nicht imiaer alt Sicherheit gewährleistet werden
kann. Unter allen Umständen besteht das Bedürfnis, dass mit waagerechten ?erdaapferschlang@n versehene Absorptionskilteapparate
der angegebenen Bauart nicht so empfindlich gegenüber Abweichungen von der lotrechten Aufstellung sein sollen«
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch ermöglicht,
dass der Querschnitt der Rohrschlange derart lings der Bohrschlange
sich ändert, dass die Innere Bodenflache des Rohres in
der Strönrungsrichtung des Kältemittels nach unten geneigt ist.
Dadurch entsteht ein wenn auch geringes Gefälle für das Ammoniak, wobei gleichzeitig der obere Teil des Rohres waagerecht sein
kann. Die Neigung des Rohrboöens in der Strömungsrichtung des
Ammoniaks llsst sieb in einfacher Weise dadurch erhalten, dass
die Rohrteile unten abgeplattet sind, wobei der Boden ausserdem
mit querverlaufenden Erhöhungen ausgebildet sein kann derart,
dass das Kühlnittel einen zickzackfSrmigen leg erhMlt»
Die Erfindung ist anhand der beiliegenden 2eiehnung nlher erlMutert, in der Fig. 1 eine perspektivische Ansicht
einer Verdampferschlange mit zwei waagerechten, U-förmig gebogenen Rohrteilen darstellt. Fig· 2 «eigt das dazugehörige lisklstehenfaeh,
das über die in Fig. 1 gezeigte Schlange geschoben wird* Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Ebene A-A der in Fig· I
gezeigten Schlange mit daraufgeschobenem Eiskästchenfach. Fig. k
zeigt eine ebene, waagerechte Verdampferschlange und Fig. 5
einen Schnitt nach der Ebene B-B In Fig. k mit dazugehörigem
Eiskistchenfach.
In Fig. 1 steigt das arme Gasgemisch in ä%n ¥erdampfer
durch das Rohr 1 hinauf, das ein Stück In den Behälter hineinragt, in den auch das Einlassrohr 3 £·£? öas flüssig©
Ammoniak mündet. Das Gas und die Flüssigkeit werden dann durch eine obere (J-fSrraig gebogene Schlange ^, ein lotrechtes Hohrstüclc
5 ttnd durch eine untere U-förmig gebogene Schlange 6 geleitet.
Die vier geraden Teile der ¥erdampferschlaage sind auf ihren Oberselten la wesentlichen waagerecht. Das EiskHstehenfach
gesalss Fig. 2 besteht aus einem B-föraig gebogenen Blechmantel
21 $ 22j 23ϊ der mit waagerechten inneren Rillen 2k- s 25j 26, 27
imrsehen ist, welche das Iiskistchenfach über die in Flg. 1 gezeigten
Rohrschlangen führen. Das Eiskästchenfach ist ferner mit einem inneren festgeschwelssten Bodenblech 28 versehen, auf das
ein Eiskästchen gestellt werden kann und das so angeordnet ist,
dass es sit der σ-fSrraigen Schlange 6 In Flg. 1 In Berührung
koiamt. Das lltkEstchenfach 1st an der Aussenseite mit festge«
sehwelsstea wellenfdrraigen Blechen 29 versehen» die aur Aufgabe
haben, die äussere, zur Kühlung des Schrankeε dienende Oberfliehe
zu vergrössern.
In Fig. 3 siad die beiden Unförmigen Rohr© h und
im Schaltt dargestellt« Sie sind an den unteren Selten abgeplattet,
und zwar derart, dass die Bodönfliehe 35 des Einlassschenkels
des oberen Rohres etwas höher liegt als die Bodenfläche 37 des äuslassschenkels. In thnlleher Weise 1st das
untere U-förmlge Rohr bei 38 stärker abgeplattet als bei 39*
Beim AusHlhrtmgsbeispiel gemlss Flg. h tritt das
arme das durch das Bohr k-1 und das flüssige Ammoniak durch das
Eohr h$ ein, worauf sie susaraiaen durch den BeMlter *+2 und darm
durch die waagerecht und kontinuierlich verlaufende Verdampferrohrschlange Mf, 1*5» *f61 h? fHessen· Aus den In Pig. *t angedeuteten,
durch die Gchnittebene B-B erzeugten Schnittlinien
geht hervor, dass die Bodenflgehe der Rohrschlange gegenüber der Oberseite geneigt 1st, was auch aus Flg. 5 ersichtlich 1st. In
Fig. 5 l«t mit 5S das waagerechte Blech bezeichnet, auf dem die
Elsklstehen ruhen. Es let auf der unteren Seit® mit der Kohrsehlange
und oben mit einer Hülle 59 metallisch verbunden, welche
die Eiskästchen umschliesst und auf sie einen Teil der Kälte über
die seitlichen Kanten des Bleches 58 übertrügt. Die Rohrschlange
ist hier ebenfalls auf der Oberseite abgeplattet, sodass eine bessere Anliegefläche und ein besserer Wärmeübergang geschaffen
wird.
DIe Ausbildung und Wirkungsweise der Vorrichtung
gemäss der Erfindung dürfte hiermit in der Hauptsache klargelegt sein« Es sei noch bemerkt, dass es natürlich nicht notwendig
1st, die Bodenflächen der Verdampferschlange kontinuierlich neigen zu lassen. Die Neigung kann ebenso gut stufenförmig erfolgen,
wobei nur darauf zu achten ist, dass die waagerechte Länge der Stufen Verhältnissessig klein ist· IUs ist auch nicht
notwendigι den Keigungswinkel der Bodenflächen der Rohrschlange
tibertrieben gross zu machen. Br braucht in amt Kegel nur so
gross su sein, dass unbeabsichtigt« Abweichungen von der Vertikallage
des K.ühlschrankes unschädlich gemacht werden. Für diesen
Zweck genügt es in der Regel, den Höhenunterschied zwischen
beispielsweise den Bodenflachen 35 und 37 In Flg. 3 etwa 2 mm
und zwischen den Bodenfischen der Hohr® kh und h7 (Fig. 5) etwa
3-if mm gross zu machen.
Claims (5)
1. Verdampfer für kontinuierlich arbeitende Absorptionskälteapparate, welche mit einer 1» wesentlichen waagerecht
angeordneten Verdampferrohrsehlange oder mit einer Im wesentlichen
waagerechte Rohrteile enthaltenden Verdampferrohrschlange versehen sind, die ein ebenfalls waagerechtes EiskSstchenfach
aufnimmt und damit metallisch verbunden 1st, dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Rohrschlange sich derart längs äer Rohrschlange ändert, dass die innere BodenflSche des
Rohres in der Strömungsrichtung des Kältemittels nach unten geneigt ist.
2. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Boöenflache kontinuierlich in der StrSisungsrlchtung
des Kältemittels geneigt ist.
3. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfliehe stufenweise in der StrSsrungsrichtung
des Kältemittels geneigt ist·
k. Verdampfer nach einem der Voransprilehe, dadurch
gekennzeichnet, dass die obere Fläche des Rohres abgeplattet ist, sodass eine bessere Anliegefliehe und ein besserer WKrraeUbergang
vom Fiskistchenfaeh erzielt wird.
5. Verdampfer naeh einem der Voranspriiehe, dadurch
gels® nnzeIchnet, dass die Bodenfllche der !Rohrschlange mit Erhöhungen
versehen 1st, die dem Kältemittel einen sickaaekföroigen
feg und eine grössere OberflSche geben, Λ. n * .. -u
Die Patentanwälte
DipL-lng. W. Meissner
Dipl.-!ng. H. Tischer
Family
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