DE99128C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE99128C DE99128C DENDAT99128D DE99128DA DE99128C DE 99128 C DE99128 C DE 99128C DE NDAT99128 D DENDAT99128 D DE NDAT99128D DE 99128D A DE99128D A DE 99128DA DE 99128 C DE99128 C DE 99128C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- phosphorus
- phosphoric acid
- alloy
- metal
- metal electrode
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 14
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 14
- NBIIXXVUZAFLBC-UHFFFAOYSA-N Phosphoric acid Chemical compound OP(O)(O)=O NBIIXXVUZAFLBC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N Phosphorus Chemical group [P] OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 9
- 229910052698 phosphorus Inorganic materials 0.000 claims description 8
- 239000011574 phosphorus Substances 0.000 claims description 8
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims description 6
- 229910000147 aluminium phosphate Inorganic materials 0.000 claims description 6
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 150000003016 phosphoric acids Chemical class 0.000 claims description 2
- -1 phosphorus metals Chemical class 0.000 claims description 2
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 claims 1
- 229910002065 alloy metal Inorganic materials 0.000 claims 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 claims 1
- 235000011007 phosphoric acid Nutrition 0.000 description 6
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 6
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 4
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 3
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 3
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 3
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N Tin Chemical compound [Sn] ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 2
- 238000005868 electrolysis reaction Methods 0.000 description 2
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 229910001096 P alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910019142 PO4 Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 230000004992 fission Effects 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005272 metallurgy Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000001590 oxidative effect Effects 0.000 description 1
- 235000021317 phosphate Nutrition 0.000 description 1
- 150000003013 phosphoric acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C1/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
- C25C1/24—Alloys obtained by cathodic reduction of all their ions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1897 ab.
Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Gewinnung von Phosphormetallen unter Zuhülfenahme des elektrischen
Stromes.
Wie bekannt, läfst sich durch Elektrolyse von Phosphaten Phosphor abscheiden (man
vergleiche Comptes rend. 1861, Bd. 53, S. 728, auch das französische Patent Nr. 14173 von
Joudrain & Co., Paris).
Als Ausgangsproducte werden bei der vorliegenden Erfindung Phosphorsäure enthaltende
concentrirte wässerige Lösungen — sei es nun, dafs sie die Phosphorsäure in freier Form oder
als saure Salze enthalten — und die den gewünschten Legirungen entsprechenden Metalle,
wie Kupfer, Zinn, Blei etc., benutzt.
Diese oben erwähnten Lösungen werden mit Kohlenpulver gemischt, um Oxydationen der
glühenden Metallelektroden zu verhindern, und in geeigneten Elektrolysirgefäfsen, beispielsweise
Retorten, Gefäfsen aus Eisen oder anderen Metallen, Thon u. s. w., welche nicht unbedingt
luftdicht abgeschlossen zu sein brauchen, der Elektrolyse unterworfen; denn gemachte
Erfahrungen haben ja bewiesen, dafs concentrirte Phosphorsäuren besonders im erwärmten
Zustande den elektrischen Strom relativ gut leiten, man mufs hier allerdings eine andere Jonenspaltung annehmen, wie in
verdünnter, wässeriger Lösung.
Zu diesem Zwecke tauchen zwei Elektroden, welche verschieden . grofs sein können und
durch entsprechende Leitungen mit einer elektrischen Stromquelle verbunden sind, in die
Lösung ein. Von diesen beiden Elektroden besteht die Anode aus Kohle, während die
Kathode aus dem der gewünschten Phosphorlegirung entsprechenden Metall hergestellt ist,
beispielsweise aus Kupfer, Zinn u. s. w.
Beide Elektroden können aber auch aus Metall gemacht werden, doch ist darauf zu
sehen, dafs die Elektrode, welche sich mit dem Phosphor legiren soll, gegen die andere
relativ sehr klein gewählt wird.
Die bei dem vor sich gehenden Procefs an den Polen sich abscheidenden Gase rufen eine
locale . Erhitzung hervor, so dafs der in die Phosphorsäure etc. eintauchende Theil der
Kathode, wie dies Versuche zeigten, sehr bald glühend und flüssig wird, da durch den
Phosphorzusatz der Schmelzpunkt des Metalles bedeutend erniedrigt ist.
Das abschmelzende Metall, welches mit dem Phosphor eine Verbindung eingegangen ist,
tropft als Phosphormetalllegirung auf den Boden des Zersetzungsgefäfses und kann von
dort auf geeignete Weise entfernt werden.
Durch Dazwischenschalten eines geeigneten Diaphragmas kann der Procefs noch besser
vor sich gehen, doch ist ein solches nicht absolut erforderlich.
Die auf diese Weise erhaltenen Legirungen sind stark phosphorhaltig, die Stärke und die
Spannung des zur Verwendung gelangenden elektrischen Stromes ist keine bestimmt feststehende,
sondern beide haben sich der Gröfse der Zersetzungsgefäfse, der Anordnung der Elektroden und der Zusammensetzung der
Legirung anzupassen.
Erforderlich für die rationelle Durchführung des Verfahrens ist es natürlich, dafs sowohl
die Stärke als auch die Spannung des elek-
irischen Stromes so geregelt wird, dafs das beschriebene Verfahren ohne störende Einflüsse
vor sich geht.
Da aber auch event, die Zersetzungsproducte des Wassers mit auftreten können, so kann
man den Procefs in der Weise modificiren, dafs man der Phosphorsäure enthaltenden Lösung
organische Substanzen beimengt, die bei ihrer Zersetzung oder Verbrennung einen oxydirenden
Einflufs verhindern. Durch Zusatz dieser Substanzen wird auch die Leitfähigkeit
beträchtlich erhöht. In dem Mafse nun, in dem die Phosphorlegirung erzeugt wird, Iä'fst
man neue Lösung hinzulaufen bezw. die Metallelektrode tiefer in die Lösung eintauchen,
bis sie schliefslich durch eine neue ersetzt wird. Auf diese Weise erreicht man die continuirliche
Fortführung des Processes.
Die zur Verwendung kommenden concentrirten Lösungen werden vortheilhaft erwärmt,
doch ist dies nicht absolut nöthig. Der Vorgang ist der gleiche,'ob Gleichstrom
oder oscillirender Strom angewendet wird, und zwar bildet sich bei letzterem das Phosphid
immer an der kleineren Elektrode, die ja allein glühend wird.
An nachfolgendem, einem Versuch entnommenen Beispiel möge der Gang des Verfahrens
nochmals erläutert werden.
Es wird z. B. Phosphorsäure auf ca. 6o° B. concentrirt und nach dem Vermischen mit
Kohlenpulver noch warm in das Elektrolysirgefäfs gefüllt. Sodann behandelt man die
Säure mit einem elektrischen Strome von circa 60 Volt und 120 Ampere und taucht dabei die
an der Spitze abschmelzende Metallelektrode, die z.B. aus Kupfer bestehen kann, von circa
40 mm Stärke immer mehr in die Säure ein, bis sie zum gröfsten Theil abgeschmolzen ist;
alsdann ersetzt man sie durch eine neue Elektrode aus Metall und verfährt wie vorher.
Gleichzeitig mufs man darauf achten, dafs immer entsprechende Mengen Säuren etc. dem
Bade zugeführt werden.
Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dafs diese beispielsweisen Angaben nur
zur besseren Erklärung dienen und durchaus keine bindenden sein sollen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Phosphormetallen, dadurch gekennzeichnet, dafs man in ein Bad mit Phosphorsäure bezw. mit concentrirten Lösungen saurer phosphorsaurer Salze eine Kohlen- und eine der Legirung entsprechende Metallelektrode oder zwei Metallelektroden, von denen die Kathode die kleinere ist, eintauchen läfst, wobei sich Phosphor bildet, der sich" mit der sich erhitzenden Metallelektrode zu einer Phosphorlegirung verbindet, welche abschmilzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99128C true DE99128C (de) |
Family
ID=370028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99128D Active DE99128C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99128C (de) |
-
0
- DE DENDAT99128D patent/DE99128C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2145504C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von seltenen Erdmetallen aus ihren Oxyden durch Elektrolyse einer Salzschmelze, und elektrolytische Zelle zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE3837572A1 (de) | Verfahren zur elektroraffinierung und vorrichtung zur wiedergewinnung von uran sowie mischung von uran und plutonium aus verbrauchten brennstoffen | |
| DE1796220B2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Elektrode zur Verwendung bei elektrolytischen Verfahren | |
| DE3608855A1 (de) | Verfahren zur entkupferung von raffinerieelektrolyten | |
| DE2435206A1 (de) | Verfahren zur elektrolytischen gewinnung von kupfer aus kupferhaltigen feststoffen | |
| EP0607535A1 (de) | Elektrolytisches Verfahren zum Lösen von Platin, Platinmetallverunreinigungen und/oder Platinmetallegierungen | |
| DE99128C (de) | ||
| DE1421994A1 (de) | Verfahren,Einrichtung und Mittel zur Reinigung von Metalloberflaechen | |
| DE68904663T2 (de) | Verfahren zur elektrochemischen oxidation von cer 3+ nach cer 4+ in einer emulsion. | |
| DE334475C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Metallen und Legierungen durch schmelzfluessige Elektrolyse | |
| DE1944388B2 (de) | Verfahren zum elektrolytischen beizen und entzundern von zinnhaltigen titanlegierungen | |
| DE3722167C2 (de) | ||
| DE1958385A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff und Sauerstoff | |
| DE578318C (de) | Galvanisches Element bzw. Akkumulator mit einer Anode aus Blei oder Sauerstoffverbindungen des Bleis und einer Kathode aus metallischem Zinn | |
| DE325154C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bleisuperoxyd- oder Mangansuperoxydelektroden | |
| DE153619C (de) | Verfahren zur elektrolytshen darstellung van vanadin und dessen legierungen | |
| DE110228C (de) | ||
| DE365588C (de) | Verfahren zur elektrolytischen Oxydation von Acetaldehyd zu Essigsaeure | |
| DE381424C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion der Trioxyde des Wolframs und Molybdaens | |
| DE165492C (de) | ||
| DE118921C (de) | ||
| DE238608C (de) | ||
| DE1907523C3 (de) | Verfahren zur extraktiven Elektrolyse von Zink aus seinen schwefelsauren Lösungen | |
| DE635029C (de) | Verfahren zum Elektrolysieren von Bronzeabfaellen mit schwefelsaurem Elektrolyten unter Verwendung von Diaphragmen | |
| DE448681C (de) | Verfahren zur Herstellung von Metallegierungen |