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DE98201C - - Google Patents

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Publication number
DE98201C
DE98201C DENDAT98201D DE98201DA DE98201C DE 98201 C DE98201 C DE 98201C DE NDAT98201 D DENDAT98201 D DE NDAT98201D DE 98201D A DE98201D A DE 98201DA DE 98201 C DE98201 C DE 98201C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
mass
cellulose
horn
fibrous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT98201D
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English (en)
Publication of DE98201C publication Critical patent/DE98201C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H8/00Macromolecular compounds derived from lignocellulosic materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/02Cellulose; Modified cellulose
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren, aus Cellulose (sowohl natürlicher als auch auf mechanischem oder chemischem Wege vorbehandelter), z. B. aus Baumwollfaser, Holzfaser oder dergl., ohne Anwendung von Druck, Klebstoffen, Lösemitteln oder chemischen Agentien durch Verdichtung eine harte, zähe, steinnufsartige Masse darzustellen.
Zu diesem Zweck wird gewöhnliche, faserige Cellulose, vorzugsweise solche, die nach bekannten Methoden von inkrustirenden Substanzen gereinigt ist, unter Zusatz von Wasser im Mahl- oder Schneid-Holländer so lange gemahlen oder geschnitten, bis die faserige Structur der Cellulose vollständig zerstört ist.
Hierdurch wird dem Wasser der Zugang zu einer grofsen Anzahl Zellen, die bei der bisher üblichen Zerkleinerung geschlossen bleiben, geöffnet und das Mahlgut in einen leichtflüssigen Brei übergeführt. Diesen Brei bringt man auf sehr dichte Filtertücher, um einen Theil des Wassers abtropfen zu lassen. Die erhaltene feuchte Paste kann durch Pressen, Walzen oder durch Ausschleudern in der Centrifuge von einem weiteren Theile ihres Wassergehaltes befreit werden. Die Paste wird in beliebige Form gebracht, in welcher man sie entweder an freier Luft oder unter gelinder Erwärmung — bei etwa 400C. ■— völlig trocknen läfst. Die Cellulose verdichtet sich hierbei, stark schrumpfend, zu einer harten, steinnufsartigen Masse, deren specifisches Gewicht zwischen 1,4 und 1,5 liegt, und die wie Holz, Steinnufs, Horn oder dergl. bearbeitet und polirt werden kann.
Ist der oben vorgeschriebene Mahlproceis nicht genügend, d. h. nicht bis zur vollständigen Zerstörung der faserigen Structur durchgeführt worden, so tritt das für die vorliegende Erfindung charakteristische Schrumpfen der Paste (bis zu 80 pCt. linear) beim Trocknen nicht ein, und die Folge davon ist, dafs das Endproduct weder die gewollte Dichte, noch das hornartige Aussehen besitzt.
Der aus dem Holländer kommende Brei kann auch — vorzugsweise mit Dampf — gekocht werden, zu dem Zweck, alle in dem Brei enthaltene Luft auszutreiben.
Wenn das Endproduct durchaus rein und gleichmäfsig sein soll, empfiehlt es sich ferner, den Brei nach dem Auskochen durch ein möglichst engmaschiges Sieb zu giefsen, wodurch ungenügend gemahlene Theile und Unreinigkeiten ausgeschieden werden.
Das fertige Product quillt, in Wasser gelegt, unter Aufsaugung von Wasser ein wenig auf, ohne indefs zu zerfallen. Bei späterem1 Trocknen schrumpft es dann wieder zusammen.
Die Härte und Dichte kann innerhalb gewisser Grenzen nach Belieben geregelt werden, indem man vor der Trocknung die knetbare Paste oder schon den leichtflüssigen Brei mit fein vertheilten oder in Wasser löslichen Zusatzstoffen, z. B. Schwerspath, Rufs, Salzen oder dergleichen, vermengt, von denen die letzteren je nach dem angestrebten Zweck in der Masse
belassen oder später wieder theilweise ausgelaugt werden können.
Durch Zusatz von Farbstoffen zu dem Brei oder der Paste kann der Masse auch jede beliebige Färbung gegeben werden.
Wenngleich der Zusatz eines Klebstoffes oder Lösungsmittels nicht erforderlich ist, so kann sich ein derartiger Zusatz, z. B. von Schellack- oder Kautschuklösung, doch als vortheilhaft erweisen, besonders dann, wenn es sich darum handelt, die Masse gegen Feuchtigkeit unempfindlich zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Cellulose von hornartigem Aussehen, dadurch gekennzeichnet, dafs man faserige Cellulose unter Zusatz von Wasser im Schneid- oder Mahl-Hollä'nder bis zur vollständigen Zerstörung der faserigen Structur verarbeitet, das Wasser dann theilweise abzieht, abschleudert oder abprefst und die Masse an freier Luft oder unter gelinder Erwärmung trocknen läfst, wobei sie zu einer harten, zähen Masse zusammenschrumpft.
    Bei dem unter ι. beschriebenen Verfahren die,Regelung der Dichte und Härte des Endproductes dadurch, dafs man der breiigen oder plastischen Masse fein vertheilte oder in Wasser lösliche Zusatzstoffe zumengt und nach erfolgter Trocknung eventuell theilweise wieder auslaugt.
DENDAT98201D Active DE98201C (de)

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DE (1) DE98201C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740316C (de) * 1933-11-08 1943-10-18 Ig Farbenindustrie Ag Verstreichbare Belagmasse fuer Fussboeden und Waende
DE898964C (de) * 1943-06-26 1953-12-07 Dynamit Nobel Ag Verfahren zur Herstellung von Leichtbaustoffen aus Holzabfaellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740316C (de) * 1933-11-08 1943-10-18 Ig Farbenindustrie Ag Verstreichbare Belagmasse fuer Fussboeden und Waende
DE898964C (de) * 1943-06-26 1953-12-07 Dynamit Nobel Ag Verfahren zur Herstellung von Leichtbaustoffen aus Holzabfaellen

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