DE972562C - Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schuetthaufen, insbesondere - Google Patents
Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schuetthaufen, insbesondereInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
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Description
S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. AUGUST 1959
H9759^1/ioc
Gegenstand des Hauptpatents 933 686 ist ein Verfahren zur vollmechanischen Weiterbehandlung
von auf dem Felde vorgeschnittenen und vorgetrockneten Torfsoden zum Zwecke der Lufttrocknung,
bei welchem die Soden quer zur Ablege- und parallel zur Abbaurichtung mechanisch aufgenommen
und zu Schütthaufen vereinigt werden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß maschinell
wenigstens eine mittlere Sodenreihe eines gleichzeitig von der mechanischen Aufnahmevorrichtung
bearbeiteten Feldstreifens lediglich aufgenommen und rückwärts der Maschine in anderer Ordnung
abgelegt wird, während die beiderseits benachbarten Sodenreihen des Streifens gleichzeitig hiermit
aufgenommen, rückwärts der Maschine in Richtung auf die Mittellinie des gebildeten Haufens
gefördert und auf die abgeworfenen Soden der mittleren Sodenreihe aufgeworfen werden und der
gebildete Haufen der Lufttrocknung ausgesetzt wird, worauf nach nochmaligem maschinellem Um- so
schichten des Haufens auf diesen schichtweise die maschinell aufgenommenen Nackbarhaufen aufgeschüttet
werden und derart ein großer Schütthaufen gebildet wird.
Ferner sind Gegenstand des Hauptpatents Vorrichtungen zur Durchführung der verschiedenen
Phasen dieses Verfahrens.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche in gegenüber den im einzelnen im Hauptpatent
beschriebenen Vorrichtungen verbesserter
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Weise das Aufnehmen des Schütthaufens, welcher in der ersten Phase des Verfahrens gebildet wird
ermöglicht.
Das gemäß dem Hauptpatent hierfür vorgesehene Gerät in Gestalt eines an dem für die Durchführung
des Verfahrens verwendeten Fahrzeug angeordneten, in der Höhen- wie in der Seitenrichtung
verschwenkbaren Elevators, der von auf dem Ablegefeld laufenden, vorzugsweise unabhängig
ίο voneinander höhenverstellbaren Stützrollen -oder
Raupen getragen wird, ermöglicht, wie die prak tischen Erfahrungen gezeigt haben, nur eine unvollkommene
Erfassung der untersten Sodenschicht. Ferner entsteht bei dem Aufnehmen der Soden ein sehr hoher Anteil an Abrieb, weil die
mechanische Festigkeit insbesondere der inneren, noch nicht oder nur wenig getrockneten Soden des
Schütthaufens sehr gering ist, so daß ein großer Teil derselben bei ihrem mechanischen Aufnehmen
zerstört bzw. zerbrochen wird. Abgesehen von der Wertminderung, die hierdurch eintritt, ergibt sich
als Folge des Vorhandenseins eines erheblichen Anteils an feinerem und feinkörnigem Gut eine zu
dichte Beschaffenheit des wieder abgesetzten Haufens aus in dieser Weise aufgenommenen Soden,
durch welche der Luftaustausch, der Voraussetzung für den Trocknungsvorgang ist, weitgehend
behindert, wenn nicht überhaupt unmöglich gemacht wird.
Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß für das Aufnehmen
der Schütthaufen ein Schrägelevator verwendet wird, dem eine besondere Aufnehmevorrichtung
vorgeschaltet ist, die ihrerseits die Soden, und zwar einschließlich der untersten Schichten des
Haufens, in schonender Weise aufnimmt und unter gleichzeitiger Absiebung des Feingutes dem Elevator
zuführt.
Diese Vorrichtung besteht grundsätzlich aus einer Kombination von miteinander zusammenwirkenden
ansteigenden, in besonderer Weise angetriebenen Stabrosten, deren unterster das Anlüften
und Aufnehmen der Soden bewirkt und diese einer anschließenden Rostkombination übergibt,
die aus in an sich bekannter Weise relativ zueinander bewegten Abschnitten von teilweise ineinander
eingreifenden Roststäben besteht, durch welche das Gut unter gleichzeitiger Absiebung dem
Elevator zugefördert wird."
In den Zeichnungen ist eine vorzugsweise Ausführungsform der neuen Aufnehme- und Zuführungsvorrichtung
in Verbindung mit der Maschine nach dem Hauptpatent dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die Gesamtanordnung in Seitenansicht in der einen Endstellung der Roste, . ;
Abb. 2 in gleicher Darstellung die andere Endstellung der Roste und
Abb. 3 eine Aufsicht auf die miteinander zusammenwirkenden Roste.
In Abb. ι ist mit A lediglich schematisch die
auf dem Felde verfahrbare Maschine nach dem Hauptpatent bezeichnet, der gemäß der Erfindung
der Elevator B in Kombination mit der ihm vorgeschalteten rostartigen Aufnehmevorrichtung C
die Soden zuführt. Die rostartige Aufnehmevorrichtung C besteht aus dem angetriebenen eigentlichen
Aufnehmerost a, der nachstehend als Kammrost bezeichnet werden soll, und den sich an diesen
in aufwärtiger Richtung anschließenden, mit ihm und mit einander zusammenwirkenden, ebenfalls
angetriebenen Rosten b und c in solcher Anordnung, daß die Stäbe des jeweils folgenden Rostes zwischen
die des vorhergehenden unter teilweiser Überlappung eingreifen. Die rostartige Aufnehmevorrichtung
wird von den auf dem Feld laufenden Rädern d getragen. Sie ist mit dem Elevator B
verbunden und kann mit ihm zusammen mittels des Hebels e als Ganzes unter Verschwenkung um den
Drehpunkt der oberen Umlenkrolle mittels einer nicht dargestellten Winde angehoben und damit
während des Wendens und Transportieren der Maschine außer Wirkung gesetzt werden.
Der untere Teil des Elevators B ist, wie bei / angedeutet, unter Zwischenschaltung von Federn
nachgiebig auf dem Rahmen der Maschine ./4 gelagert,
um Stöße, die sich bei der Vorwärtsbewegung im Zuge des Arbeitens der rostartigen Aufnehmevorrichtung
ergeben, abzufangen. Die drei Roste a, b und c werden von dem Antrieb des Elevators
bzw. dem Elevator selbst über Riemenscheiben g, h und i mittels der Kurbeltriebe h' und i'
in an sich bekannter Weise so angetrieben, daß die Roststäbe wenigstens eines der Roste b und c
in eine gegenläufige, gleichzeitig hin- und her- und auf- und abgehende Bewegung versetzt werden.
Die Stäbe des verhältnismäßig kurzen Kammrostes a, der vorzugsweise sowohl eine hin- und
hergehende wie eine Heb- und Senkbewegung ausführt, liegen so, daß ihre Spitzen in ihrer vorwärtigen
Stellung, wie sie in Abb. 2 dargestellt ist, knapp in die Bodenfläche eindringen. Im Zuge
ihrer vor- und rücklaufenden Bewegung lüften sie bei der Vorwärtsbewegung der Maschine den angefahrenen
Torfhaufen unter gleichzeitiger Durchkämmung der Bodenfläche,, durch welche diese in i°5
erwünschter Weise eingeebnet wird, an und heben die Soden dem folgenden Rost b zu, der jeweils in
seiner tiefsten Stellung (Abb. 2) die Soden beim Anheben der Roststäbe aus der Rostebene übernimmt
und sie seinerseits im Zuge seiner Bewe- no
gung aufwärts transportiert. Der Rost b wirkt mit dem sich aufwärts anschließenden Rost c in solcher
Weise zusammen, daß,: wenn der Rost b seinen höchsten Punkt erreicht hat, sich der Rost c in
seinem Tiefstpunkt befindet, um dann 1 bis 2 cm über die Schrägebene des Rostes b angehoben zu :
werden und derart seinerseits die Soden von dem Rost b zu übernehmen und weiter aufwärts zu bewegen,
während sich gleichzeitig der Rost b unter der Oberflächenebene des Rostes c bis zu einem
Tiefstpunkt zurückbewegt. In diesem Zeitpunkt be- „ ,.<
findet sich der Rost c in seinem Höchstpunkt und wird nunmehr abgesenkt usw., mit dem Ergebnis,
daß das Gut unter gleichzeitigem Absieben durch die Roste aufwärts transportiert und schließlich von
dem Rost c auf den Elevator B übergeben wird.
Dieser hebt seinerseits die Soden einem Schütteltrichter zu, über den sie in dem Raum zwischen
den Führungsblechen der Maschine A eingeführt werden, um von dieser dann gemäß dem Verfahren
nach dem Hauptpatent weitertransportiert und zu Haufen wieder aufgesetzt bzw. zwecks endgültiger
Abförderung einem Seitenförderer übergeben zu werden.
Zweckmäßig werden Regelvorrichtungen für die
ίο Vorschubgeschwindigkeit der Maschine vorgesehen,
um diese bei zweckmäßig gleichbleibender Arbeitsgeschwindigkeit der Roste den jeweiligen Eigenschaften
des Torfes ebenso wie auch der Bodenbeschaffenheit entsprechend einstellen zu können.
Bei dem Aufnehmen der Soden mittels des Kammrostes α wird, um die untersten Schichten
des Haufens zuverlässig erfassen zu können, bewußt eine gewisse Menge an Bodenmull mit aufgenommen,
die aber in keiner Weise stört, da sie mit dem Abrieb bei der Aufwärtsförderung mittels
der rostartigen Aufnehmevorrichtung C wieder abgesiebt wird.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend im einzelnen beschriebene und in
as den Abbildungen dargestellte Ausführungsform
der Aufnehmevorrichtung beschränkt, ebenso auch nicht auf deren Anwendung auf die Vorrichtung
nach dem Hauptpatent, sondern die neue Aufnehmevorrichtung kann auch zusammen mit anderen
geeigneten Maschinen für das Aufnehmen und die Abförderung von Schütthaufen angewendet
werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schütthaufen, insbesondere nach Patent 933 686, gekennzeichnet durch einen die Soden der Weitertransport- und Ablegemaschine (A) zuhebenden Elevator (B) in Kombination mit einer diesem vorgeschalteten, unter die untersten Schichten des Schütthaufens greifenden und ihm die Soden unter gleichzeitiger Absiebung des Feingutes zufördernden rostartigen Aufnehmevorrichtung (C).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnehmevorrichtung aus einer Kombination von miteinander zusammenwirkenden angetriebenen Stabrosten (a, b, c) besteht, deren Stäbe sich überlappend ineinander eingreifen, wobei die Stäbe wenigstens eines der Roste eine transportierende Bewegung sowohl in der Rostebene wie senkrecht zur Rostebene ausführen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorderste, den eigentlichen Aufnahmerost bildende Rost (α) kurz ausgebildet und so angeordnet ist, daß die Spitzen seiner Stäbe in seiner tiefsten Stellung unter den Schütthaufen greifen.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste (a, b, c) von dem Elevator aus angetrieben werden.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichbleibender Arbeitsgeschwindigkeit der Roste die Vorschubgeschwindigkeit der Maschine regelbar ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Elevator (B) auf dem Maschinenrahmen federnd abgestützt ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Elevator und den vorgeschalteten Rosten bestehende Vorrichtung als Ganzes anhebbar und dadurch ausschaltbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 169 561, 249446, 050, 446 318, 566 009, 764 425; dänische Patentschrift Nr. 27 438.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 909 575/17 8.59
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH9759A DE972562C (de) | 1951-09-18 | 1951-09-18 | Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schuetthaufen, insbesondere |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH9759A DE972562C (de) | 1951-09-18 | 1951-09-18 | Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schuetthaufen, insbesondere |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE972562C true DE972562C (de) | 1959-08-13 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH9759A Expired DE972562C (de) | 1951-09-18 | 1951-09-18 | Vorrichtung zum Aufnehmen der Torfsoden von einem Schuetthaufen, insbesondere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE972562C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1275506B (de) * | 1965-03-22 | 1968-08-22 | Heseper Torfwerk G M B H | Verfahren zum Umordnen der Torfsoden eines Stapels von solchen zwecks Weitertrocknung |
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-
1951
- 1951-09-18 DE DEH9759A patent/DE972562C/de not_active Expired
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