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DE97118C - - Google Patents

Info

Publication number
DE97118C
DE97118C DENDAT97118D DE97118DA DE97118C DE 97118 C DE97118 C DE 97118C DE NDAT97118 D DENDAT97118 D DE NDAT97118D DE 97118D A DE97118D A DE 97118DA DE 97118 C DE97118 C DE 97118C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
reaction
blue
isorosindulin
aniline
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT97118D
Other languages
English (en)
Publication of DE97118C publication Critical patent/DE97118C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in BERLIN.
C. Fischer und E. Hepp haben in den Berl. Berichten 1896, Bd. 29, S. 361 und 2752 eine Reaction beschrieben, mittelst deren in Aposafranin und in Isorosinduline durch Erhitzen mit Anilin bei Gegenwart von HCl
N=( ^=NH
eine Anilidogruppe in Orthostellung zur Imidogruppe eingeführt wird. Sie geben die dabei sich vollziehende Umsetzung durch folgendes Formelbild wieder:
NHC. IL
Isorosindulin.
Anilidoisorosindulin.
Wendet man an Stelle des Isorosindulins Verbindungen an, die sich von einem teritären Amin ableiten, z. B. Neutralblau etc., so findet eine Reaction nicht statt. Selbst beim Kochen des Neutralblaus mit Anilin und salzsaurem Anilin bleibt der Farbstoff unverändert.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, dafs diese letztgenannten Verbindungen unter
geeigneten Bedingungen mit Ammoniak oder primären Aminen in Reaction treten. Dann entstehen indessen nicht der oben genannten Anilidoverbindung ähnliche Körper, sondern es findet eine Substitution im Naphtalinkern statt, es entstehen Safranine (oder symmetrische substituirte Rosinduline). Die Umsetzung verläuft in folgendem Sinne:
+ XN H2 +0 =
NX
wobei R R1 bezw. R2 gleiche oder verschiedene fette bezw. aromatische Radicale bedeuten. In der Amidogruppe NX bezeichnet X entweder Wasserstoff oder ein Radical der fetten oder aromatischen Reihe.
Hauptbedingung für die Reaction ist die Abwesenheit von starken Säuren, wie Salzsäure etc. Mischt man die freien Basen, wie sie durch Versetzen der wässerigen Lösung der salzsauren Salze der oben bezeichneten Verbindungen mit Natronlauge erhalten werden können, mit Anilin etc. bei Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels, so erfolgt schon bei gewöhnlicher Temperatur unter Luftzutritt die Reaction. Schneller verläuft dieselbe, wenn man ein Oxydationsmittel, wie Wasserstoffsuperoxyd, hinzusetzt, oder wenn man erwärmt.
Bringt man statt der freien Base das kohlensaure oder essigsaure Salz zur Anwendung, so mufs man die Lösung höher erhitzen, ehe eine Reaction stattfindet.
In allen Fällen entstehen die gleichen Producte. Diese neuen Rosindulinverbindungen sind gegenüber den Ausgangsfarbstoffen durch ihren bedeutend schöneren und klareren Farbton ausgezeichnet. Die Nuancen erstrecken sich je nach den Substituenten und Ausgangsfarbstoffen vom Roth bis zum klaren Grünblau. In concentrirter Schwefelsäure lösen sich diese sämmtlichen Farbstoffe mit der für die Rosinduline charakteristischen grünen Farbe, während die von O. Fischer und E. Hepp a. a. O. beschriebenen Anilidoisorosinduline sich in ihren Eigenschaften fast nicht von den Ausgangsverbindungen unterscheiden. Die angegebene Constitution der neuen Verbindungen wird des Weiteren auch dadurch bewiesen, dafs sie mit den entsprechenden, durch Erhitzen der Rosindone des Patentes Nr. 972 11 mit Aminen erhältlichen Farbstoffen identisch sind.
Beispiele: Beispiel I.
20 Theile des kohlensauren Salzes des Isorosinduiins, welches entsteht aus Nitrosodimethylanilin und Aethyl-ß-naphtylamin, werden in 100 Theilen Alkohol und 50 Theilen ioproc. Ammoniak 6 Stunden auf 150 bis i6o° unter Druck erhitzt. Nach beendigter Reaction ist eine schöne blaurothe Lösung entstanden, aus der sich nach dem Abdestilliren des Alkohols der neue Farbstoff als Chlorhydrat oder Chlorzinkdoppelsalz in bekannter Weise isoliren läfst. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle in klaren blaurofhen Tönen an und löst sich in concentrirter Schwefelsäure mit der den Rosindulinen eigenthümlichen blaugrünen Farbe.
Beispiel II.
ι Theil des kohlensauren Salzes des Isorosindulins aus Nitrosodiäthylanilin und Phenylß-naphtylamin werden mit 3 Theilen Anilin während 5 Stunden bei i6o° digerirt. Das Anilin wird abgeblasen und der Rückstand in üblicher Weise auf das essigsaure oder salzsaure Salz verarbeitet. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle blauviolett und löst sich in concentrirter Schwefelsäure mit grasgrüner Farbe (Phenylrosindulin).
Wird an Stelle des Carbonats das essigsaure Salz der Base in der Schmelze angewendet, so verläuft die Reaction in demselben Sinne, aber wesentlich langsamer. '
Beispiel III.
2 Theile des Isorosindulins des Beispiels II. werden mit 1 Theil ρ - Phenylendiamin in 20 Theilen Alkohol gelöst, mit 1 Theil Natronlauge versetzt und bei gewöhnlicher Temperatur so lange digerirt, bis eine Probe sich mit grasgrüner Farbe in concentrirter Schwefelsäure löst. Alsdann wird mit Salzsäure angesäuert, der Alkohol abdestillirt und der Farbstoff als leicht lösliches Chlorhydrat in Form kupferfarbiger Blättchen gewonnen. Er färbt tannirte Baumwolle grünblau.
Beispiel IV.
3 Theile Isorosindulin aus Aethyl-ß-naphtylamin und Nitrosodimethylanilin werden mit ι Theil salzsaurem Aethylamin in 30 Theilen Alkohol gelöst und in der Kälte mit 2 Theilen Natronlauge versetzt. Beim Stehen an der Luft beginnt nach mehreren Stunden das neue Safranin in glänzenden Blättchen auszukrystallisiren. Es färbt tannirte Baumwolle roth.
Beispiel V.
2 Theile Isorosindulin aus p-Tolyl-ß-naphtylamin und Nitrosodiäthylanilin werden in 10 Theilen Anilin gelöst und in der Kälte mit ι Theil Natronlauge und 10 Theilen einer 4 proc. Wasserstoffsuperoxydlösung mehrere Minuten kräftig durchgeschüttelt. Die Umsetzung ist in kurzer Zeit beendigt.
Dies Safranin ist in Mineralsäure schwer löslich, leicht in verdünnter Essigsäure, färbt tannirte Baumwolle blauviolett.
Beispiel VI.
2 Theile Isorosindulin aus Phenyl-ß-naphtylamin undNitrosomethyldiphenylamin werden mit ι Theil m-Toluylendiamin in 20 Theilen Alkohol gelöst und in der Kälte mit 1 Theil Natronlauge versetzt. Beim Luftdurchleiten scheidet sich schnell das Safranin aus. Die Reaction ist beendet, wenn ein Tropfen der alkoholischen
Lösung in concentrirter Schwefelsäure sich grün löst. Dieses Safranin ist in verdünnter Mineralsäure und Essigsäure schwer löslich, färbt tannirte Baumwolle blau.
in der Form der freien Basen oder ihrer Carbonate oder anderer leicht dissociirender Salze bei Gegenwart von Sauerstoff oder Sauer-

Claims (1)

  1. Patent-Ansprdch:
    Verfahren zur Darstellung von Safraninen aus Isorosindulinen, darin bestehend, dafs Isorosinduline folgender typischer Constitution
    = NRR'OH
    stoff abgebenden Mitteln mit Ammoniak oder primären Aminen oder Diaminen behandelt werden
DENDAT97118D Active DE97118C (de)

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Publication Number Publication Date
DE97118C true DE97118C (de)

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DE (1) DE97118C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10681816B2 (en) 2016-09-30 2020-06-09 Safran Electronics & Defense Electronic device comprising a module connected to a PCB and electronic unit comprising such a device

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US10681816B2 (en) 2016-09-30 2020-06-09 Safran Electronics & Defense Electronic device comprising a module connected to a PCB and electronic unit comprising such a device

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