DE978058C - Verfahren zur Stoerung und/oder Taeuschung fremder Funkverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Stoerung und/oder Taeuschung fremder FunkverbindungenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04K—SECRET COMMUNICATION; JAMMING OF COMMUNICATION
- H04K3/00—Jamming of communication; Counter-measures
- H04K3/40—Jamming having variable characteristics
- H04K3/42—Jamming having variable characteristics characterized by the control of the jamming frequency or wavelength
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04K3/45—Jamming having variable characteristics characterized by including monitoring of the target or target signal, e.g. in reactive jammers or follower jammers for example by means of an alternation of jamming phases and monitoring phases, called "look-through mode"
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Störung und/oder Täuschung fremder Funkverbindungen,
bei dem in einem Empfangsgerät die Frequenz der fremden Funksignale bestimmt und aus diesen unter
Zwischenspeicherung ein den fremden Funksignalen in der Frequenz gleiches Störsignal gebildet wird, das über
einen Sender geführt und von einer Antenne abgestrahlt wird.
Es ist bekannt, fremde Funkverbindungen selektiv dadurch zu stören, daß die Frequenz der fremden
Funkverbindung bestimmt und ein Störsignal auf dieser Frequenz ausgesandt wird. Es ist auch bekannt, zu
Täuschungszwecken dieses Störsignal zu modulieren. Um aber zu verhindern, daß die Störungs- bzw.
Täuschungssignale als solche erkannt werden können, ist es erforderlich, sie gegenüber der ursprünglichen,
ungestörten Nachricht zeitlich möglichst wenig zu verschieben.
Werden Speicher verwendet, in denen der Nachrichteninhalt der fremden Funksignale aufbewahrt wird, so
muß der Nachrichteninhalt dieser Speicher so groß sein, daß in ausreichendem Maße eine Störung des fremden
Funkverkehrs möglich ist. Dabei tritt aber dann die Schwierigkeit auf, daß es zu lange dauert, diesen
Speicher mit der Nachricht zu füllen, wodurch die Störungs- bzw. Täuschungsinformation gegenüber der
dem fremden Funksignal aufgeprägten Information zeitlich zu lange verschoben wird.
Die Erfindung, welche sich auf ein Verfahren der eingangs genannten Art bezieht, vermeidet diese
Schwierigkeiten dadurch, daß das Störsignal zwischen Empfänger und Sender über ein Speicherelement mit
geringem Speichervermögen geführt wird, daß zwischen dem senderseitigen Ausgang des Empfängers und
dem Empfängereingang eine Rückkopplung vorgenommen wird derart, daß das kurze ausgesandte Störsignal
mehrmals erneut eingespeichert, wieder ausgespeichert und ausgesandt wird. Durch die Verwendung eines
Speicherelementes mit geringem Speichervermögen wird die Einschreibe- bzw. Einspeicherzeit beim
Störsender sehr gering gehalten, während andererseits durch die Rückkopplung eine mehrmalige Aussendung
und damit eine nachhaltige Störung möglich ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert:
Die über eine Empfangsantenne 1 empfangenen fremden Funksignale werden einem Antennenverstärker
2 zugeführt, dessen Ausgang mit einer Verteilerleitung 3 verbunden ist. Von hier aus werden mehrere
Einrichtungen versorgt, welche der Bestimmung der Frequenz der fremden Funksignale dienen. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist nur eine derartige Einrichtung dargestellt.
Die Empfangssignale gelangen von der Leitung 3 aus über einen weiteren Verstärker 4 zu einem Mischer 5,
dessen durchstimmbarer Überlagerungsoszillator mit 6 bezeichnet ist. Dem Ausgang des Mischers 5 ist ein
Bandfilter 7 nachgeschaltet, dem ein weiterer Verstärker 8 und ein Mischer 9 folgen. Der zu Mischer 9
gehörende Überlagerungsoszillator 10 ist fest abgestimmt, und die Ausgangssignale des Mischers 9 werden
über ein schmales Bandfilter 11 einem Speicherelement
12 zugeleitet.
Nimmt man an, daß die Eingangsfrequenz, d. h. die Frequenz der fremden Funksignale, f\ = 30 MHz ist,
und ferner, daß das Bandfilter 7 auf eine Frequenz von etwa 100 MHz abgestimmt ist, so tritt dann, wenn der
Überlagerungsoszillator 6 auf eine Frequenz /ä = 130 MHz eingewobbelt wird, am Ausgang des
Bandfilters 7 ein Signal auf, welches über die gestrichelt eingezeichnete Steuerleitung 14, die Steuereinrichtung
13 und die Steuerleitung 14a den Wobbeivorgang beim Überlagerungsoszillator 6 beendet und in eine langsame
Durchstimmung überleitet (Feinabstimmung). Diese Feinabstimmung wird dann beendet, wenn in analoger
Weise am Ausgang des Bandfilters 11 (über einen hier nicht dargestellten Diskriminator) die genaue Abstimmung
auf eine bestimmte Frequenz festgestellt wird. Wenn der Oszillator 10 z. B. auf die Frequenz 89,3 MHz
eingestellt wird, so ist dies dann der Fall, wenn die Feinabstimmung des Oszillators 6 so weit gediehen ist,
daß /5, d. h. die zweite Zwischenfrequenz, z. B. 10,7 MHz beträgt. Wenn diese Scharfabstimmung erreicht ist, wird
über die Steuerleitung 15 bzw. 15a mittels der
Steuereinrichtung 13 die Durchstimmung des Überlagerungsoszillators
6 beendet und dessen Frequenz unverändert beibehalten. Das im Zwischenfrequenzbereich
liegende, in dem Speicher 12 eingespeicherte fremde Funksignal wird bei der Ausspeicherung einem
Mischer 16 zugeführt, der über den Schalter 17 mit der Überlagerungsfrequenz U des Oszillators 10 versorgt
wird. Dieser Schalter 17 wird von der Steuereinrichtung 13 eingeschaltet, sobald der Abstimmungsvorgang des
Oszillators 6 beendet ist. Die Ausgangsfrequenz des Mischers 16 ist wieder h und beträgt somit für das
gewählte Zahlenbeispiel 100 MHz. Sie wird in einem weiteren Mischer 18 mit der Frequenz f3 des Oszillators
6 durch Betätigen des Schalters 19 durch die Steuereinrichtung 13 auf die Frequenz f\ = 30 MHz
gemischt, so daß dem Antennenverstärker 20 eine Frequenz zugeführt wird, welche genauso groß ist wie
die Eingangsfrequenz beim Eingangsverstärker 2. Dieses, die fremde Nachricht enthaltende und um die
Speicherzeit im Speicher 12 verzögerte Störsignal wird über die Sendeantenne 21 abgestrahlt und stört dadurch
die fremde Funkverbindung, mit der sie frequenzgleich und im Nachrichteninhalt nur um die Zeitverzögerung τ
des Speichers 12 verschoben ist. Da eine kurzzeitige,
einmalige Störung der fremden Funkverbindung nicht ausreicht, ist eine Rückkopplungsschleife 22 zwischen
dem Ausgang der Störeinrichtung und dem Eingang des zur Frequenzbestimmung notwendigen Empfängers
vorgesehen, die im einfachsten Fall dadurch hergestellt werden kann, daß die Antennen 1 und 21 so angeordnet
werden, daß sie miteinander verkoppelt sind. Das bedeutet, daß die Antenne 1 das Stör-Ausgangssignal,
d.h. den zeitverzögerten kurzen, im Speicher 12 eingespeicherten Ausschnitt der fremden Funksignale,
wieder aufnimmt, wo es erneut dem Speicher 12 zugeführt, ausgespeichert und wieder abgestrahlt wird,
und zwar so lange, als die Rückkopplungsschleife 22 besteht bzw. solange der Übertragungsweg zwischen
den Elementen 2 und 20 nicht unterbrochen wird. Dies kann in einfacher Weise durch einen Taktgeber od. dgl.
gesteuert werden. Es ist auch möglich, die Rückkopplung über ein Leitungs-Netzwerk herzustellen.
Es ist zweckmäßig, anstelle einer mehrmaligen Aussendung ein und desselben Signals zur Verbesserung
der Täuschung über einen Informationsspeicher 23 während der Zwischenspeicherung oder von einer
Zwischenspeicherung zur anderen bei den in den Speicher 12 eingespeicherten Nachrichteninformationen
Veränderungen vorzunehmen, die auf die Modulationsart der fremden Funkverbindung abgestimmt sind.
Wird z. B. bei der fremden Funkverbindung eine Pulsamplitudenmodulation oder eine Pulsphasenmodulation
vorgenommen, so beeinflußt der Speicher 23 den im Speicher 12 zur Verfügung stehenden kurzen
Ausschnitt aus der fremden Nachricht ebenfalls im Sinne einer Pulsamplitudenmodulation oder einer
Pulsphasenmodulation nach einem bestimmten, von der Art der zu störenden fremden Funkverbindung
abhängigen Programm.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Störung und/oder Täuschung fremder Funkverbindungen, bei dem in einem
Empfangsgerät die Frequenz der fremden Funksignale bestimmt und aus diesen unter Zwischenspeicherung
ein den fremden Funksignalen in der Frequenz gleiches Störsignal gebildet wird, das über
einen Sender geführt und von einer Antenne abgestrahlt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Störsignal zwischen Empfänger und Sender über ein Speicherelement mit geringem Speichervermögen
geführt wird, daß zwischen dem senderseitigen Ausgang des Empfängers und dem Empfängereingang
eine Rückkopplung vorgenommen wird, derart, daß das kurze ausgesandte Störsignal
mehrmals erneut eingespeichert, wieder ausgespeichert und ausgesandt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Zwischenspeicherung
oder von einer Zwischenspeicherung zur anderen das Störsignal in seinem Nachrichteninhalt geändert
wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE978058T | 1966-09-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE978058C true DE978058C (de) | 1977-10-06 |
Family
ID=6918603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966978058D Expired DE978058C (de) | 1966-09-26 | 1966-09-26 | Verfahren zur Stoerung und/oder Taeuschung fremder Funkverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE978058C (de) |
-
1966
- 1966-09-26 DE DE1966978058D patent/DE978058C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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