DE974329C - Anbaupflug - Google Patents
AnbaupflugInfo
- Publication number
- DE974329C DE974329C DEST7223A DEST007223A DE974329C DE 974329 C DE974329 C DE 974329C DE ST7223 A DEST7223 A DE ST7223A DE ST007223 A DEST007223 A DE ST007223A DE 974329 C DE974329 C DE 974329C
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- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plow
- support roller
- support
- pivotable
- threaded spindle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/46—Ploughs supported partly by tractor and partly by their own wheels
- A01B3/464—Alternating ploughs with frame rotating about a horizontal axis, e.g. turn-wrest ploughs
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
Anibaupflüge in der Ausführung als Beetpflug,
Winkelpflug, Drehpflug, Wechselpflug usw., die mit Hilfe eines der bekannten Lenkersysteme gelenkig
an eine Zugmaschine, vorzugsweise einen Traktor, anschließbar sind, werden bekanntlich mit einer
oder zwei festen oder auch mit vom Fahrersitz aus höhenverstellbaren Stützrollen mit horizontaler
Drehachse ausgerüstet. Diese Stützrollen haben die Aufgabe, die eingestellte Arbeitstiefe des Anbaupfluges
auch bei unebener Ackeroberfläche gleichmäßig einzuhalten. Nun ist das Pflügen mit Bergwärtswenden
des Erdbalkens auf hängigen Äckern wesentlich schwieriger als das Pflügen in der Ebene,
da die hangahwärts gerichtete Komponente des Pflugeigengewichtes den Pflug während des Pflügens
ungünstig, da abwärts strebend, beeinflußt.
Bei schwierigen Geländeverhältnissen reicht daher oft die an sich vorhandene Sellbstführung des Anbaupfluges,
z. B. durch Anstellen des Pfluggrindels in die Fahrtrichtung, nicht aus, so daß der Pflug
die normale Furchenbreite nicht einhalten kann.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Anbaupfluges, bei dem selbsttätig jene Gegenkräfte
während des Pflügens erzeugt werden, die dieser unerwünschten Komponente des Pflugeigengewichtes
entgegenwirken, so daß damit das Pflügen am Hang wesentlich erleichtert ist.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die einzige neben dem Pflugkörper angeordnete
Stützrolle um eine etwa senkrechte oder gegen die Senkrechte leicht geneigte Achse begrenzt schwenkbar
und in den einzelnen Schwenkstellungen fest-
009 644/4
stellbar gelagert ist. Um am Hang pflügen zu können, braucht die Stützrolle nur aus der Fahrtrichtung
etwas gegen den Hang zu verschwenkt zu werden. Die so eingestellte Stützrolle wird dann
beim Pflügen das Bestreben haben, schräg hangaufwärts
zu rollen. Sie entwickelt daher durch das Abrollen auf der Ackeroberfläche eine Führungskraft, die der hangabwärts gerichteten Komponente
des Eigengewichtes des Anbaupfluges entgegenwirkt und den schädlichen Einfluß dieser Komponente
ganz oder in einem ausreichend großen Ausmaß aufhebt. Die Größe dieser Führungskraft
der Stützrolle hängt im wesentlichen von der Weite des Winkels ab, unter dem die Stützrolle angestellt
wurde. Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Schwerikbarikeit der Stützrolle wird somit eine zusätzliche
Steuerung erreicht, welche die an sich vorhandene Selfostführung des Pfluges bedeutend
unterstützt.
ao In weiterer Ausbildung der Erfindung ist eine Verstellvorrichtung zum Verschwenken der Stützrolle
vorgesehen, die vorzugsweise aus einem mit dem schwenkbaren Stützrollentragkörper starr verbundenen
und am anderen Ende an einer Gewindemutter angreifenden Ausleger sowie einer Gewindespindel
mit Handkurbel zur Verstellung der Mutter besteht. Dies ergibt eine konstruktiv einfache und
zweckentsprechende Verstell- und Festhaltevorrichtung. Selbstverständlich könnte aber die Verstellung
auch durch andere Mittel, z. B. durch Klauen und Gegenklauen, durch einen einarmigen
Hebel mit Feststellung auf einem Kreissegment mit Lochreihe und Vorstecker usw., erfolgen, und es
wäre ebenso möglich, die Betätigung der Verstellvorrichtung und deren Feststellung vom Fahrersitz
aus, beispielsweise mit Hilfe einer Gelenkwelle oder eines Seilzuges, durchzuführen, was auf
Äckern mit sehr verschiedenen Neigungen sehr zweckmäßig sein kann.
Um die Arbeitstiefe den jeweiligen Erfordernissen entsprechend verändern zu können, ist die
Stützrolle schließlich auswechselbar (d. h. durch größere oder kleinere Rollen ersetzbar) oder zusätzlich
in an sich bekannter Weise höhenverstellbar gelagert.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
in zwei Ausführungsbeispielen als Drehpflug dargestellt, und zwar zeigen
Fig. i, 2 und 3 einen Anibaudrehpflug mit auswechselbarer
Stützrolle in Ansicht, Draufsicht und im Schnitt längs der Stützrollenachse und
Fig. 4 und· 5 einen Anbaudrehpflug mit höhenverstellbarer
Stützrolle in Draufsicht und Ansicht. Die Zugmaschine 1 (ein Traktor) ist durch zwei
untere Lenker 2 und einen oberen Lenker 3 in drei Punkten gelenkig und allseits beweglich mit dem
Anfoaudrehpflug verbunden. Selbstverständlich wäre auch jede andere Anlenkungsausführung möglich,
sofern sie die Bewegung des Pfluges quer zur Fahrtrichtung zuläßt. In einem Anbaubock 4 ist
die Drehpflugachse 5 gelagert, die ihrerseits ein Lager 6 trägt, das den Pfluggrindel 7 auf nimmt.
Am Pfluggrindel 7 sind die beiden gegeneinander um etwa i8o° versetzten Pflugschare 8, 8' befestigt.
Der Grindel 7 mit den beiden Pflugscharen 8, 8' ist zur Einstellung der Arbeitsbreite um die durch das
Lager 6 gehende senkrechte Acihse nach beiden Seiten schwenkbar, wobei das Schwenken des
Grindels durch eine Gewindespindel 9 mit Handkurbel erfolgt.
Für die beiden Pflugschare 8, 8' ist eine einzige Stützrolle 10 vorgesehen, deren horizontale Achse
ι oa an einem hülsenartigen Tragkörper 11 angreift,
der um eine am Pfluggrindel 7 senkrecht befestigte Achse 12 schwenkbar ist. Mit diesem schwenkbaren
Tragkörper 11 ist ein Ausleger 13 starr verbunden, der am anderen Ende an einer Gewindemutter I4a
angreift, welche' auf einer Gewindespindel 14 mit Handkurbel verstellbar ist.
Beim Pflügen wird die Arbeitsbreite durch Verschwenken des Pfluggrindels 7 um die durch das
Lager 6 gehende senkrechte Achse mit Hilfe der Gewindespindel 9 eingestellt. Die mit Hilfe der
Gewindespindel 14 und des Auslegers 13 schräg angestellte
Stützrolle 10 (ihre Mittelebene schließt einen spitzen Winkel mit der Fahrtrichtung bzw.
der Furchenkante ein) rollt beim Pflügen auf der Ackeroberfläche b schräg hangaufwärts und entwickelt
dadurch eine Führungskraft, die dem schädlichen Einfluß der hangabwärts gerichteten
Komponente des Pflugeigengewichtes entgegenwirkt.
Die Stützrolle 10 ist etwa in der Mitte zwischen der Pflugscharspitze 8a, 8/ und der Pflugsohle 86, 8b'
angeordnet, so daß der Einfluß der durch das Befahren der welligen Ackeroberfläche b verursachten
Nickbewegungen der Zugmaschine / auf die Arbeitstiefe t weitgehend ausgeschaltet ist.
Um die Verhältnisse beim Kehrpflügen darzustellen, sind in Fig. 1 und 5 die die Furchensohle
und die Ackeroberfläche andeutenden Linien α und b auch für das obere Pflugschar 8', das naturgemäß
erst 'beim Drehen des Pfluges zum Eingriff kommt, als Linien a!', b' eingetragen.
Gemäß Fig. 1 bis 3 ist die Stützrolle 10 auswechselbar.
Es ist ersichtlich, daß der Stützrollendurchmesser der um die doppelte Arbeitstiefe t verminderten
Pfluggesamthöhe h entspricht. Um die Kehrfurche pflügen zu können, ist es lediglich notwendig,
den Pflug um die Pflugdrehadhse 5 um etwa i8o°, z. B. von Hand aus, zu drehen, wonach
das Pflugschar 8' durch Abrollen der Stützrolle 10 auf der (oben dargestellten) Ackeroberfläche V
mit der Arbeitstiefe t pflügt und die Führungsrolle die gleiche Führungskraft entwickelt. Auf Grund
dieser Anordnung und Durchmessergröße der Stützrolle 10 sind die beiden Arbeitstiefen t untereinander
gleich. Die Stützrolle 10 kann durch zwei kleinere Stützrollen ersetzt werden, wodurch sich
größere Arbeitstiefen tv t2 ergeben. "o
Gemäß Fig. 4 und 5 wird die Achse ioa der
Stützrolle 10 von einem am schwenkbaren Tragkörper 11 befestigten und um eine etwa horizontale
Achse schwenkbaren Kurbelarm 15 getragen, der nach oben und unten gleich weit verschwenkbar
und in beliebiger Schwenkstellung durch eine
Kette ιό festhaltbar ist. Die Kette i6 ist mit einer
in einem Lager ij am Pfluggrindel.7 geführten
Gewindespindel 18 verbunden, die durch ein Handrad 19 leicht verstellt werden kann. Die kleinste
Arbeitstiefe wird dadurch erreicht, daß die Gewindespindel 18 in ihre hinterste Lage verschraubt
wird, so daß der Kurbelarm 15 keinen oder nur einen geringen Ausschlag vom Grindel aus
nach oben durchführen kann. Die Stützrollenachse ioa befindet sich dann in der Höhenmitte des Pfluggrindels,
und die kleinste Arbeitstiefe ergibt sich als halbe Differenz zwischen der Gesamtpflughöhe
und dem Stützrollendurchmesser. ■ Die größte Arbeitstiefe wird durch Zurückschrauben der
Gewindespindel 18 bei als zulässig erachtetem größtem Ausschlagwinkel des Kurbelarmes 15 erzielt.
Die Kette 16 hat gegenüber einem Lenker od. dgl. den Vorteil, daß sie das Durchschwenken
des Kurbelarmes 15 beim Drehen des Pfluges am Furchenende schwierigkeitslos gestattet bzw. mitmachen
kann, wobei die für das Pflügen einmal vorgenommene Einstellung der Gewindespindel 18
nicht geändert werden muß.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Anbaupflug, der an eine Zugmaschine mit Hilfe eines Lenkersystems gelenkig anschließbar ist und ausschließlich eine auf dem ungepfiügten Land laufende Stützrolle zur Einhaltung der Arbeitstiefe besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die neben dem Pflugkörper (8,8') angeordnete Stützrolle (10) um eine senkrechte oder gegen die Senkrechte leicht geneigte Achse (12) begrenzt schwenkbar und in den einzelnen Schwenkstellungen feststellbar gelagert ist.
- 2. Anbaupflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verstellvorrichtung zum willkürlichen Verschwenken der Stützrolle (10) vorgesehen ist, die aus einem mit dem schwenkbaren Stützrollentragkörper (11) starr verbundenen und am anderen Ende an einer Gewindemutter (i4a) angreifenden Ausleger (13) sowie einer Gewindespindel (14) mit Handkurbel zur Verstellung der Mutter (i4a) besteht.
- 3. Anbaupflug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrolle (10) auswechselbar oder zusätzlich in an sich bekannter Weise höhenverstellbar gelagert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 333 682, 260419; britische Patentschrift Nr. 565 789;
französische Patentschrift Nr. 513 344;USA.-Patentschrift Nr. 2 512 962.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenθ 609507/26 4.56 (009 644/4 11.60)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT974329X | 1952-11-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE974329C true DE974329C (de) | 1960-11-24 |
Family
ID=3683738
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST7223A Expired DE974329C (de) | 1952-11-20 | 1953-10-30 | Anbaupflug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE974329C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE260419C (de) * | ||||
| FR513344A (fr) * | 1916-12-27 | 1921-02-12 | Stock Motorpflug Ag | Dispositif de guidage pour charrues à moteurs ou autres machines analogues |
| DE333682C (de) * | 1918-06-16 | 1921-03-02 | Mannesmann Mulag Motoren Und L | Stell- und Aushebvorrichtung fuer Motortragpfluege |
| GB565789A (en) * | 1943-04-05 | 1944-11-28 | Bomford & Evershed Ltd | Improvements in or relating to machines for excavating trenches, clearing ditches and like operations |
| US2512962A (en) * | 1944-11-01 | 1950-06-27 | Deere & Co | Disk plow |
-
1953
- 1953-10-30 DE DEST7223A patent/DE974329C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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