DE875097C - Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines aehnlichen parallel einer Kante gleitenden oder rollenden Geraetes - Google Patents
Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines aehnlichen parallel einer Kante gleitenden oder rollenden GeraetesInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B69/00—Steering of agricultural machines or implements; Guiding agricultural machines or implements on a desired track
- A01B69/003—Steering or guiding of machines or implements pushed or pulled by or mounted on agricultural vehicles such as tractors, e.g. by lateral shifting of the towing connection
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Description
Eine von Hand bediente Seitenverstellung der an einen Schlepper- oder Gespannpflug angreifenden
Zugkraft während des Pflügens am Pflug selbst oder am Schlepper ist bekannt. Ebenso wurde
bereits vorgeschlagen, bei landwirtschaftlichen, insbesondere Pfluggeräten am hinteren Pflugrahmen
ein Rad mit messerartigem Spurkranz, ein scheibenartiges Steuerrad oder einen Schleppschuh mit
S pur rippe zur Lenkung des Gerätes zu verwenden
ίο be-i gleichzeitiger Tiefenregulierung eventuell in
Verbindung mit einem auf ungepflügtem Acker laufenden Stützrad. Des weiteren ist es bekannt,
bei Pflügen mit großem Seitendruck in Richtung zum ungepflügten Land diesen Druck durch ein sich
gegen die lotrechte Furchenseite der Hinterfurche abstützendes, entsprechend schräg gestelltes Stützrad
am hinteren Teil des Pfluges zu mindern. Insbesondere bei Anbaupflügen soll durch ein solches
Stützrad eine Entlastung der Anbaugelenke an der Zugmaschine bewirkt werden.
Alle bisher bekannten Lenk- und Spurhaltevorrichtungen üben auf den Pflug mehr oder weniger
ein Drehmoment um die senkrechte Achse durch den Widerstandsschwerpunkt des Gerätes aus,
welches von der Zugkraft besonders bei Schlepperpflügen ohne Einfluß auf den Schlepper selbst nur
schwer kompensiert werden kann. Da der allgemein übliche Vierradschlepper als rollende Zugkraft im
seitlich hängenden Gelände ebenfalls zum Abrutschen neigt und die Seitenkräfte durch beschränktes
Gegensteuern in der an sich schmalen Furchenbahn nicht aufgehoben werden können, ist
auch nur eine beschränkte Lenkung möglich, welche zudem mit erhöhtem Aufwand an Zugkraft wegen
Ansteuerns' gegen die senkrechte Furchenseite Verbunden
ist.
Die nachfolgende· (Beschreibung zeigt, wie mit an
sich bekannten Mitteini durch gleichzeitige Verwendung eines oder mehrerer Steuerseche als Steuerruder
und einer in Vor- und Hiniterfurche an der
senkrechten Furchenseite gleitenden oder rollenden Anschlagvorrichtung eine Parallelführung des
Pfluges oder eines ähnlichen Gerätes auch in seitlichhängendem Gelände erzielt werden kann. Außerdem
kann bei Verwendung mehrerer parallel gesteuerter Steuerseche eine größere Seitenkraft auf
den Pflug oder ein ähnliches Gerät einschließlich Schlepper und ein Vorschneiden und damit eine
bessere Krümelung des Bodens vor allem bei der Pflugarbeit erreicht werden, wenn ein oder mehrere
Seche vor Scharmitte oder entsprechend seitlich angebaut sind. Bei mechanischer Kopplung des
Steuersechs oder einer sonstigen Steuervorrichtung am Pfluge mit einem ebenfalls am Pfluggestell mit
einer senkrechten Achse drehbar gelagerten, unter Federkraft stehenden Anschlagschleppschuh wird
eine automatische Steuerung des Pfluges oder ähnlichen Gerätes erwirkt.
Die Einzelheiten der Erfindung sind aus den Zeichnungen zu erkennen und im folgenden hiernach
beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig. ι die handbediente Sechsteuerung,
Fig. 2 den Handsteuerhebel in Einzeldarstellung, ~ ,Fig. 3 die automatische Sechsteuerung.
Einfachhieitshalber wird in der folgenden Beschreibung
^anstatt vom Pflug oder ähnlichem furchen- oder rillenziehenden Gerät nur vom Pflug
und anstatt mit einer senkrechten oder annähernd senkrechten Achse am Pfluggestell oder ähnlichen
furchen- oder rillenziehenden Gerät drehbar gelagerten· Schleppschuh, Sech oder Spurrad nur vom
am Pfluggestell mit einer senkrechten Achse drehbar gelagerten Schleppschuh, Sech oder Spurrad
gesprochen. Außerdem wird nachfolgend unter senkrechter Furchenseite auch eine annähernd senkrechte
Furchenseite oder gleichen Zwecken dienende Rille verstanden.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, dienen als Seitenhaltevorrichtungen
auf der Seite liegende, kufenartig ausgebildete Schleppschuhe α bzw. a', welche
in der Vörfurche und Nachfurche an der senkrechten Fürchenseite η gleiten und somit dem Pflug
eine parallele Lage zur vorher gepflügten Furche geben und ein Hineingleiten des Pfluges ins ungepflügte
Land verhindern. Zu diesem Zwecke sind die Schleppschuhe fest oder mit einer senkrechten
Achse O1, a( drehbar am Pfluggestell u gelagert.
Die Seitensteuerung des Pfluges erfolgt durch am Pfluggestell mit einer senkrechten Achse drehbar
gelagerte Messer- oder Scheibeneeche e, e', welche an Stelle der sonst üblichen Secheinrichtung
verwendet werden können und somit wenig zusätzliche Zugkraft erfordern. Die Sech- oder Steuerlenkung
wird betätigt durch einen imLandmaschinenbau bekannten Hebel, Fig. 2, welcher um die mit
dem Pfluggestell feste 'horizontale Achse χ gelagert ist. Als mechanische Zwischenglieder dienen
■der mit der Sechachse fest verbundene Hebel d, das
Vollkardanische Gelenk t, die Übertragungsstange h
und das vollkardanische, mit Hebel w verbundene Gelenk i. Eine einfachere Anordnung der Sechsteuerung
ist ebenfalls als langer Hebel q in der Fig. ι gestrichelt angedeutet. Durch Einrasten je
nach Spurwinkelgröße α wird die erforderliche Steuerkraft gehalten. Ein Spannungszustand zwischen
der Steuerkraft der Seche oder Spurräder und dem Auf lagedruck der Schleppschuhe kann auf
diese Weise je nach Gelände und Einfluß des Schleppers auf den Pflug gewählt werden.
Nach gleichem Grundprinzip wie bei dem Pflug nach Fig. 1 ist die Arbeitsweise der automatischen
Seitensteuerung. Wie aus Fig. 3 zu erkennen; ist, ist der auf jeden Fall drehbar um die Achse a± gelagerte
Schleppschuh α über Hebel b und d mit dem
gleichermaßen drehbar gelagerten Sech e mittels einer in der Länge veränderlichen Spurstange c verbunden.
Außerdem ist am Schleppschuhhebel b eine Stange g drehbar angelenkt, welche in ihrer Längsrichtung
frei beweglich am vorderen Pfluggestell gelagert ist. Mittels einer mit dieser Stange g fest
verbundenen Scheibe 0 wird die auf die Feder f
ausgeübte Einschaltkraft P auf Hebel b und damit auf Schleppschuh α und Sech e als Drehbewegung
übertragen. Zweckmäßig wird die Einschaltkraft P entweder von einem in Arbeitsstellung
gehenden Pflugrad oder von außen durch ein nicht dargestelltes Hebelsystem erst dann in Tätigkeit
gesetzt, wenn der Schleppschuh α im Bereich der Furche liegt oder in diese hineingleiten wird.
Die mittels der Feder / abgefederte Einschaltkraft P ■
soll bewirken, daß sich der Schleppschuh α in der
Furche / so weit dreht, bis die Hinterkante m des
Schleppschuhes α an der senkrechten Furchenseite η
anliegt und das Sech e dadurch einen vergrößerten Spurwinkel α. und damit eine vergrößerte Steuerkraft
erhält. Hiernach aber führt der Schleppschuh a bis zur Anlage mit seiner ganzen Länge an der
Furchenseite η seinerseits eine Drehbewegung um
seine Achse H1 aus und steuert bzw. dreht das von
der Einschaltkraft P zu weit gedrehte Sech so weit zurück, bis ein Gleichgewicht entstanden ist zwischen
der Steuerkraft des Sechs e, dem seitlichen Auflagedruck des 'Schleppschuhes a, der seitlichen
Gewichtskomponente: des abrutschenden Pfluges und
der Seitenkomponente der Zugkraft.
Die Steuerkraft des Sechs e ist abhängig vom Spurwinkel α und wird zweckmäßig so groß gewählt,
daß auch für den ungünstigsten Fall des jeweilig zu pflügenden Geländes immer noch ein
genügender seitlicher Auflagedruck auftritt, der ausreicht, den .Schleppschuh α auf seiner ganzen
Länge zum Anliegen zu bringen. Demzufolge müssen Feder f, Drehpunktlage des Sechs e, Länge
und Drehpunktlage des Schleppschuhes α sowie das Verhältnis der Längen von Schleppschuhhebel b
und Sechhebel d aufeinander abgestimmt sein.
Die Größe des Spurwinkels α ist durch Längenänderung
der Spurstange c einstellbar. Zu diesem Zweck ist c in Form einer Spindel ausgebildet,
welche am Hebelarm b drehbar um die eigene
Claims (6)
- Achse und mittels eines halbkardanischen Gliedes drehbar um eine zur Schleppschuhachse % parallele senkrechte Achse gelagert ist. Am Sechhebel d ist die Spurstange c ebenso halbkardanisch gelagert. Das halbkardanische Glied trägt hier ein zur Spindel passendes Muttergewinde. Über eine vollkardanisch angelenkte Kurbel kann die Länge der Spurstange c zwischen den Hebeln b und. d vom Schleppersitz oder überhaupt von außen her auchίο während der Pflugarbeit eingestellt und nachgeregelt werden.Gemäß der beschriebenen Erfindung ist vor allem der Anhängepflug ein vollkommen selbststeuerndes Gerät, welches auch im seitlich hängenden Gelände am Vorderteil nicht vom Schlepper gehalten zu werden braucht, sondern im Gegenteil bei entsprechend großer Steuerkraft der vorderen Steuereinrichtung den abrutschenden Schlepper zu halten sucht. Andererseits kann die beschriebene Erfindung auch auf den Schlepper und andere Geräte zu gleichen Zwecken angewendet werden.Ρλτεχτ α ν s ι ■ r C c η ε :ι. Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines ähnlichen furchen- oder rillenziehenden oder parallel einer Kante gleitenden oder rollenden Gerätes, dadurch gekennzeichnet, daß zur Seitenführung des Gerätes ein oder mehrere feste oder drehbare, mit einer senkrechten oder annähernd senkrechten Achse gelagerte Abstützvorrichtungen (a, a') vorgesehen sind, welche an der senkrechten oder annähernd senkrechten Seite der Vorfurche und Hinterfurche oder entsprechend an einer sonstigen Kante gleiten oder rollen, und daß gleichzeitig ein oder mehrere an dem gleichen Gerät mit einer senkrechten oder annähernd senkrechten Achse drehbar gelagerte und steuerbare Messer- oder Scheibenseche (e, e'), Spurräder oder eine sonstige Steuereinrichtung den Pflug oder ein ähnliches furchen- oder rillenziehendes oder parallel einer Kante gleitendes oder rollendes Gerät so steuern, daß die Anschlagführung der Abstützvorrichtungen wirksam wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des bei Pflügen fest angebauten Messer- oder Scheibensechs ein steuerbares Sech (e) gleicher Art verwendet wird.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlag- oder Abstützvorrichtung aus einer Gleitkufe oder aus einem Rollensystem oder einem Raupensystem bestehen kann.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sech (e) derartig an das Pfluggeriät angebaut ist, daß außer der Steuerwirkung durch Vorschneiden des Bodens vor Scharmitte oder entsprechende Scharbreiten seitlich vom Pflugkörper eine bessere Krümelung des Bodens erreicht wird.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersech (e) oder Spurrad mit der gleichermaßen am Gerät drehbar gelagerten Abstützvorrichtung (α) mechanisch mittels Hebels (b, d) und der in der Länge veränderbaren Spurstange (c) gekoppelt ist, wobei die Länge der Spurstange (c) zu Steuerzwecken vor und während des Arbeits-Vorganges verändert werden kann.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanisch gekoppelte Anschlagsteuervorrichtung unter der Kraft einer Feder (/) einen nach vorn (in Arbeitsrichtung) geöffneten Winkel (α) bildet, welcher von der Anschlag- oder Abstützvorrichtung entsprechend dem seitlichen Auflagedruck verkleinert wird.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 226 366, 282 174, 166, 305 457, 324 347.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5101 4.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG3192A DE875097C (de) | 1950-08-02 | 1950-08-02 | Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines aehnlichen parallel einer Kante gleitenden oder rollenden Geraetes |
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| DEG3192A DE875097C (de) | 1950-08-02 | 1950-08-02 | Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines aehnlichen parallel einer Kante gleitenden oder rollenden Geraetes |
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| DE875097C true DE875097C (de) | 1953-04-30 |
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ID=7117036
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| DEG3192A Expired DE875097C (de) | 1950-08-02 | 1950-08-02 | Vorrichtung zur Seitensteuerung und Spurhaltung eines Pfluges oder eines aehnlichen parallel einer Kante gleitenden oder rollenden Geraetes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE875097C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2341252A1 (fr) * | 1976-02-21 | 1977-09-16 | Rabewerk Clausing Heinrich | Charrue |
| FR2654572A1 (fr) * | 1989-11-20 | 1991-05-24 | Lely Nv C Van Der | Machine a cultiver le sol, destinee a etre portee par un tracteur. |
| NL1007133C2 (nl) * | 1997-09-26 | 1998-08-26 | Johannes Abraham De Smit | Automatische Mechanische Breedte-regeling bij ploegen. |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE285166C (de) * | ||||
| DE305457C (de) * | ||||
| DE282174C (de) * | ||||
| DE226366C (de) * | 1909-04-29 | 1910-10-01 | Robert Stock | Vorrichtung zur höheneinstellung des auf seinem umfange mit einem motorflansch versehenen, auf ungepflügtem boden laufenden steuerrades bei motorpflügen |
| DE324347C (de) * | 1918-03-14 | 1920-08-28 | Otto Ziebarth | Motorpflug |
-
1950
- 1950-08-02 DE DEG3192A patent/DE875097C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
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| EP0429138A1 (de) * | 1989-11-20 | 1991-05-29 | C. van der Lely N.V. | Bodenbearbeitungsmaschine |
| NL1007133C2 (nl) * | 1997-09-26 | 1998-08-26 | Johannes Abraham De Smit | Automatische Mechanische Breedte-regeling bij ploegen. |
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