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Spielfahrzeug, insbesondere Spielzeugauto Die Erfindung bezieht sich
auf Spielfahrzeuge, insbesondere Spielzeugautos, welche mit einer Verstelleinrichtung
für Geschwindigkeitswechsel versehen sind.
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Spielfahrzeuge dieser Art sind mit einem Federlaufwerk versehen, deren
Reglerwelle ein Sperrad trägt, in das ein schwenkbar gelagerter Anker eingreift,
durch den je nach seiner Lage zum Sperrad der Werkablauf mehr oder weniger gehemmt
wird. Auf diese Weise ist es möglich, das Spielfahrzeug rascher oder langsamer fahren
zu lassen, wobei die Geschwindigkeit des Fahrzeuges von einem kleinsten bis zu einem
größten Wert geregelt werden kann. Dieser Geschwindigkeitswechsel erfordert bei
der geringen Eingriffstiefe des Ankers in das Sperrad nur sehr kleine Vers.tellwege,
die deshalb nur sehr schwierig von Hand einzustellen sind. Oft lassen sich bei der
geringen Größe der Spielzeugautos Betätigungsglieder nicht in den gewünschten Abmessungen
ausführen, um die erforderliche Feineinstellung für die verschiedenen Geschwindigkeiten
vornehmen zu können. Bei derartigen Bauweisen wird daher der Spielvorgang erheblich
beeinträchtigt, besonders wenn die Betätigungsglieder entsprechend dem Vorbild der
Großtechnik in der Nähe des Führersitzes angeordnet werden, wo sie infolge der Raumbeengung
nur schwer unterzubringen
sind und daher schwer zu erfassen sind-Der
nur wenige Millimeter betragende Verstellbereich bei der Verwendung eines Verstellhebels
läßt es nicht zu, mindestens drei verschiedene Fahrgeschwvndigkei.ten einzustellen,
ganz abgesehen davon, daß .eine einmal eingestellte Hebelstellung infolge des sehr
kleinen Verstellweges nach einer inzwischen erfolgten Umstellung auf eine andere
Fahrgeschwindigkeit nicht genau wiedergefunden werden kann.
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Es sind zwar Spielfahrzeuge bekannt, bei denen am Armaturenbrett ein
Schalthebel angebracht ist, dessen Schaltstellungen für den Rückwärtsgang und die
verschiedenen Vorwärtsgänge durch entsprechende Markierungen am Armaturenbrett gekennzeichnet
sind. Hier handelt es sich aber um die Schaltung der einzelnen Gänge mittels eines
Schaltgetriebes und nicht um 'einen stufenlosen Geschwindigkeitswechsel wie bei
den hier in Frage kommenden Spielfahrzeugen. Diese bekannten Schalteinrichtungen
sind Stufenschaltungen und ergeben entsprechend ihrer Bauweise keine Feineinstellung.
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Andererseits sind Fliehkraftregler für Spielfahrzeuge bekannt, bei
denen die Fliehkörper mittelbar die Reglerwelle bis zu einem von außen von Hand
verstellbaren Anschlag verschieben und erst hierauf ihre Bremswirkung ausüben. Wenn
auch dort ein von Hand zu betätigender Hebel mit einem Zeiger verwendet wird, der
in Rastenmulden eingreift, so ist doch nur die Einstellung auf bestimmte Geschwindigkeitsstufen
möglich und außerdem keine direkte mechanische Kupplung mit dem Fliehkraftregler
vorhanden, so daß eine Feinregulierung nicht möglich ist. Eine Ablesung der jeweiligen
Geschwindigkeit ist auch nicht gegeben und nicht beabsichtigt.
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Schließlich hat man auch schon den Vorschlag gemacht, den Schalthebel
eines Spielfahrzeuges über eine Zahnstange oder einen ähnlichen Mechanismus mit
einerAnzeigevorrichtung in Verbindung zu bringen.
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Für Spielfahrzeuge oder Spielzeugautos, die mit einer Vers.telleinrichtung
für Geschwindigkeitswechsel durch ein den Werkablauf hemmendes Verstellglied versehen
sind, ist erfindungsgemäß zum Betätigen der Verstelleinrichtung ein über einem tachometerartigen
Zifferblatt angeordneter Drehknopf mit Zeiger vorgesehen. Durch diese Bauart wird.erreicht,
daß unmittelbar am Zifferblatt ablesbar lediglich durch Drehen des über ihm befindlichen
Knopfes die gewünschte Fahrgeschwindigkeit fein einstellbar ist, der Drehknopf als
raumsparendes Bauteil am Armaturenbrett leicht untergebracht werden kann und somit
das spielende Kind in der Lage ist, je nach der Größe des vorhandenen Spielplatzes
die noch zulässige Höchstgeschwindigkeit genau einzustellen. Trotzdem hat es die
Möglichkeit, noch mehrere kleinere Geschwindigkeiten zu wählen, während bei einem
Spielfahrzeug mit Schaltgetriebe der schnellste Gang überhaupt nicht ausgenutzt
werden kann. Zudem kann sich das Kind die ermittelten kleineren Geschwindigkeiten
auf dem Zifferblatt besonders markieren.
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Weiterhin kann der Drehknopf erfindungsgemäß als außerhalb der Isarösserie
angeordnetes Betätigungsglied, z. B. als Türgriff, Kofferverschluß, Ersatzrad, ausgebildet
sein. Auch läßt sich der Drehknopf als Griffrädchen ausbilden, das mit einem Teil
seines Umfanges über eine Ausnehmung der Fahrzeugwand, z. B. das Armaturenbrett
oder das Gehäuse, hinausragt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer
Darstellung veranschaulicht. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht eines Spielzeugautos,
Fig. 2 eine Draufsicht dazu, Fig. 3 eine Ansicht. in Richtung des Pfeiles A, Fig.
4. eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B. Auf dem Fahrzeugboden i sitzt das Federlaufwerk
a, von welchem die Achse 3 angetrieben wird, welche die hinteren Laufräder aufnimmt.
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Zur Regelung des Werkablaufes, mithin der Fahrgeschwindigkeit, ist
der Eingriff des Reglerankers .l in das Reglerrad 5 in an sich bekannter Weise veränderlich.
Je mehr der Anker-. in das Rad 5 eingreift, um so stärker ist die Hemmung dies Werkablaufes.
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Der Anker sitzt schwingbar auf dem in 6 angelenkten Verstellhebel
7, der in Richtung der Pfeile X1- und X2 auf- und abschwenkbar ist. Zu diesem Zweck
greift an seinem vorderen Ende der Arm 8 eines in 9 schwenkbar gelagerten Doppelhebels
an, dessen anderer Arm io verzahnt, also als Zahnsegment ausgebildet ist.
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Mit dem Zahnsegment io steht das Ritzel ii im Eingriff, das auf der
Achse 12 des Drehknopfes 13 sitzt, der beim gezeichneten Ausführungsbeispiel vor
dem Armaturenbrett 14 angeordnet ist. Auf diesem ist die Attrappe eines Tachometers
15 angebracht, z. B. indem eine Tachometerabbildung aufgedruckt ist. Die Anordnung
des Drehknopfes ist dabei so gewählt, daß die Drehknopfachse 12 durch die Mitte
des Tachometers hindurchgeht. Ein am Drehknopf befindlicher, radial abstehender
Zeiger 16 zeigt dann die eingestellte Geschwindigkeit an. ` Der Drehknopf braucht
nicht wie beim gezeichneten Ausführungsbeispiel kugelig zu sein. Er kann als Griffrädchen
od. dgl. ausgebildet sein.
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Namentlich wenn es sich um ein Griffrädchen handelt, kann der Drehknopf
an einem Gehäuseteil angeordnet werden derart, daß es nur mit einem Teil seines
Umfanges durch eine schlitzartige Ausnehmung hindurchragt. Es braucht dann über
dieses überstehende Randteil nur in der einen oder anderen Richtung hinweggestrichen
zu werden, um die gewünschte Einstellung zu erreichen. Eine solche Ausführung ist
in Fig. 5 angedeutet. Dabei mag die Wand 17 das Armaturenbrett oder ein anderes
Fahrzeugteil, z. B. das Fahrzeuggehäuse sein. Wenn mit dem Finger in Richtung der
Pfeile yi oder v_ an der Wand 17 entlang gestrichen wird, so erfolgt die Verdrehung
des Griffrades bz«-. Drehknopfes 13, auf dessen Achse 12 auch in
diesem
Fall das die Drehbewegung übertragende Ritzel ri sitzt.
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Es ist z. B. möglich, die Achse 12 am Armaturenbrett anzubringen und
sie nach hinten so zu verlängern, daß - sie beim Kofferverschluß aus dem Gehäuse
herausragt und den den Kofferverschluß nachahmenden Drehknopf 13 aufnimmt.
Es ist dann auch bei einem geschlossenen Fahrzeug in denkbar einfacher Weise die
Betätigung der Geschwindigkeitsanzeigevorrichtung am Armaturenbrett möglich.