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DE96106C - - Google Patents

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Publication number
DE96106C
DE96106C DENDAT96106D DE96106DA DE96106C DE 96106 C DE96106 C DE 96106C DE NDAT96106 D DENDAT96106 D DE NDAT96106D DE 96106D A DE96106D A DE 96106DA DE 96106 C DE96106 C DE 96106C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
copper
acids
solution
benzoic acid
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT96106D
Other languages
English (en)
Publication of DE96106C publication Critical patent/DE96106C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D275/00Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings
    • C07D275/04Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D275/06Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems with hetero atoms directly attached to the ring sulfur atom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

ISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Oxydation von o- Und p-Toluolsulfamid mittelst Kaliumpermanganat erhält man ein Gemisch von o-.Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoesäuresulfmid) und ρ-SuIfaminbenzoesäure.
Die vollständige Abscheidung der werthlosen p-Verbindung vor der Oxydation bietet grofse Schwierigkeiten, und man ist daher genöthigt, zwecks Herstellung von reiner o-Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoesäuresulfinid) die fertigen Oxydationsproducte von einander zu trennen.
o-Anhydrosulfaminbenzoesäure und p-Sulfaminbenzoesäure bilden mit fast allen Metallen Salze, welche leicht löslich sind und sich daher zu einer Trennung der beiden Säuren nicht eignen. Schwer löslich sind nur die basischen Kupfersalze der beiden Säuren; sie fallen als krystallinischer Niederschlag zu Boden, wenn man eine neutrale Lösung von o-Anhydrosulfaminbenzoesäure bezw. ρ - Sulfaminbenzoesäure mit der Lösung eines Kupferoxydsalzes, z. B. Kupfervitriol, versetzt.
Obwohl das Kupfersalz der ρ-Säure etwas schwerer löslich ist als das der o-Säure, gelingt es nicht, aus einem Gemisch bejder Salze die o-Verbindung, sei es durch Umkrystallisiren oder durch Waschen mit Wasser, zu isoliren. Jedoch bewirkt der geringe Löslichkeitsunterschied beider Salze, dafs beim Versetzen einer neutralen Lösung der beiden Säuren mit Kupfervitriollösung zuerst die ρ-Säure ausfällt.
Wenn man daher zu einer neutralen Lösung von o-Anhydrosulfaminbenzoesäure und p-Sulfaminbenzoesäure nur diejenige Menge Kupfervitriollösung zusetzt, welche der vorhandenen p-Säure entspricht, so fällt nur die letztere aus, während reine o-Anhydrosulfaminbenzoe4-säure in der Lösung bleibt und daraus durch Zusatz von Mineralsäure abgeschieden werden kann.
Bei einem Versuch wurde ein ρ-Kupfersalz erhalten mit: 27,1 pCt. Cu O (auf trocknes Salz berechnet) gemäfs der Formel:
C6 Hi
O0NH0
+ CuO.
Diesem Kupferoxydgehalt entsprechend wurde der Zusatz von Kupfervitriol für vorhandene p-Sulfaminbenzoesä'ure normirt und ein geringer Ueberschufs an. Kupfersalz vorgesehen.
Das Gemisch der abgeschiedenen Kupfersalze, welches bei Anwendung eines geringen Ueberschusses an Kupfervitriol stets etwas o-Anhydrosulfaminbenzoesäure enthält, wird einige Zeit mit warmem Wasser digerirt, wodurch die o-Verbindung neben wenig ρ-Kupfersalz in Lösung geht, während reines p-sulfaminbenzoesauresKupferoxyd zurückbleibt und abfiltrirt werden kann. Aus dem Filtrat krystallisirt beim Erkalten ein Kupfersalz aus, welches im wesentlichen o-Anhydrosulfaminbenzoesäure neben wenig p-Sulfaminbenzoesäure enthält. Durch Kochen
mit Sodalösung wird daraus das Kupferoxyd abgeschieden und die Lösung der gebildeten Natronsalze in die Fabrikation zurückgegeben. Die in den Endlaugen bezw. Waschwässern enthaltene o-Anhydrosulfaminbenzoesäure wird daraus mit Aether extrahirt und danach ebenfalls in die Fabrikation zurückgeführt.
Vortheilhaft kann man die vorstehend beschriebene Trennung der o- und p-Verbindung in eine Operation zusammenfassen. Man erwärmt zu diesem Zwecke die neutrale Lösung von o-Anhydrosulfaminbenzoesäure und p-Sulfaminbenzoesäure und versetzt sie mit der ebenfalls vorgewärmten Lösung von Kupfervitriol, welche etwas mehr Kupfervitriol enthält, als der vorhandenen p-Sulfaminbenzoesäure entspricht. Nach einigen Minuten filtrirt man die noch warme Lösung von dem ausgeschiedenen Kupfersalz ab und deckt letzteres einmal mit schwach angewärmtem Wasser. Es ist alsdann volkommen entsüfst.
Das Filtrat läfst man nach Umständen während 2 bis 4 Tagen erkalten, während welcher Zeit ein ,Gemisch der Kupfersalze von ο - Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoesäuresulfinid) und p-Sulfaminbenzoesäure auskrystallisirt.
In der Folge soll dieses Gemisch der Kürze halber als Mittelfraction bezeichnet werden.
Aus dem Filtrat von der Mittelfraction fällt auf Zusatz von Salzsäure reine o-Anhydrosulfaminbenzoesäure.
Die Mittelfraction wird, wie oben beschrieben, mit Sodalösung gekocht und in die Fabrikation zurückgegeben.
Selbstverständlich "kann an Stelle von Kupfervitriol jedes andere lösliche Kupferoxydsalz Verwendung finden.
Beispiel:
10 kg eines Gemisches von circa 62 bis 65 Theilen ο-anhydrosulfaminbenzoes'aurem Natron und 38 bis 35 Theilen p-sulfaminbenzoesaurem Natron (wasserfrei) werden in 100 1 Wasser gelöst und bei 6o° C. mit einer ebenfalls erwärmten Lösung von 2,8 kg krystallisirtem Kupfervitriol versetzt. Das abgeschiedene Kupfersalz wird bei 50 bis 550C. abfiltrirt und einmal gedeckt; es ist alsdann frei von ο - Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoesäuresulfinid). Bei einem Versuch betrug sein Gewicht 2,3 kg (trocken). Aus dem Filtrat krystallisirten nach mehrtägigem Stehen etwa 2,5 kg Mittelfraction. Aus dem Filtrat hiervon konnten durch Zusatz von Salzsäure 3,5 kg reine o-Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoe'säuresulfinid) gefällt werden.
Bei der Bildung der basischen Kupfersalze wird naturgemäfs eine geringe Menge Schwefelsäure aus dem Kupfervitriol frei. · Um dieses Freiwerden von Mineralsäure zu verhindern, kann man vor dem Zusatz der Kupfervitriollösung eine äquivalente Menge Aetznatron zusetzen ; bei obigem Beispiel etwa 0,2 kg Na O H. Die Trennung der o- und ρ-Verbindung erfolgt im Uebrigen wie beschrieben.
Endlich kann man auch in der Weise bei der Trennung der beiden Körper verfahren, dafs man zunächst die gesarnmte o- und p-Verbindung als Kupfersalze fällt und partiell durch längeres Digeriren mit einer der vorhandenen o-Verbindung äquivalenten Menge Soda- oder Aetznatronlösung in der Wärme zersetzt. Nach erfolgter Filtration von dem unzersetzten Kupfersalz bezw. dem abgeschiedenen Kupferoxyd gestaltet sich die weitere Verarbeitung der Lauge wie beschrieben.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Trennung von o-Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoe'säuresulfinid) und p-Sulfaminbenzoesäure, dadurch gekennzeichnet, dafs man eine neutrale Lösung beider Säuren mit einer der vorhandenen p-Säure äquivalenten Menge eines Kupferoxydsalzes versetzt, wodurch die ρ-Säure als basisches Kupfersalz zur Ausscheidung gelangt, während reine o-Anhydrosulfaminbenzoesäure (Benzoe'säuresulfinid) in Lösung bleibt.
2. Bei dem durch Anspruch 1 geschützten Verfahren der Zusatz einer entsprechenden Menge Aetznatron zur neutralen Lösung der beiden Säuren, um das Freiwerden von Mineralsäure bei der Bildung basischer Kupfersalze zu verhüten.
3. Die Abänderung des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens dahin, dafs man ein Gemisch der Kupfersalze beider Säuren mit einer der o-Verbindung äquivalenten Menge Aetzalkali- oder Alkalicarbonatlösung zersezt.
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