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DE960188C - Verfahren zur Herstellung von langkettigen, unverzweigten aliphatischen Monocarbonsaeuren oder deren Methylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von langkettigen, unverzweigten aliphatischen Monocarbonsaeuren oder deren Methylestern

Info

Publication number
DE960188C
DE960188C DEB35794A DEB0035794A DE960188C DE 960188 C DE960188 C DE 960188C DE B35794 A DEB35794 A DE B35794A DE B0035794 A DEB0035794 A DE B0035794A DE 960188 C DE960188 C DE 960188C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
long
monocarboxylic acids
ester
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB35794A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Elfriede Baronetz Dipl-Chem
Dr Walter Fuchs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ELFRIEDE BARONETZKY GEB DICKER
WALTER FUCHS DR
Original Assignee
ELFRIEDE BARONETZKY GEB DICKER
WALTER FUCHS DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ELFRIEDE BARONETZKY GEB DICKER, WALTER FUCHS DR filed Critical ELFRIEDE BARONETZKY GEB DICKER
Priority to DEB35794A priority Critical patent/DE960188C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE960188C publication Critical patent/DE960188C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/20Processes
    • C25B3/29Coupling reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/01Products
    • C25B3/07Oxygen containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von langkettigen, unverzweigten aliphatischen Monocarbonsäuren oder deren Methylestern Langkettige aliphatische Monocarbonsäuren mit mehr als 2o Kohlenstoffatomen haben für die Technik in der letzten Zeit eine besondere Bedeutung erlangt. Zu ihrer Herstellung standen bisher in der Hauptsache die nachfolgenden Verfahren zur Verfügung: Oxydation von Paraffinkohlen-@%,asserstoffen, Malonestersynthese, Perkinsche Synthese mit anschließender Hydrierung der Kondensationsprodukte, Alkylierung von Cyclohexandion-i, 3 mit anschließender Säurespaltung und Reduktion der hierbei erhaltenen d-Ketocarbon- zu gesättigten Carbonsäuren, Grignardierung eines Alkohols, Umsetzung der Reaktionsprodukte mit dem Chlorid eines Monocarbonsäureesters und anschließende Reduktion der erhaltenen Ketocarbon- zur normalen Carbonsäure.
  • Diese Verfahren sind jedoch in ihrer Anwendbarkeit beschränkt, da sie entweder schon von langkettigen Ausgangsstoffen ausgehen oder zu Gemischen führen, die erst durch schwierige Isolierungsmet'hoden getrennt oder nur nach mehreren langwierigen Arbeitsstufen gewonnen werden können und dementsprechend in geringen Ausbeuten anfallen.
  • Dagegen hat man kurzkettige Monocarbonsäuren, z. B. solche mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, ' durch gleichzeitige Elektrolyse einer Monocarbonsäure und des Monoesters einer Dicarbonsäure hergestellt (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 28, S.:2427 bis 24q.5). Bei diesem Verfahren. sind die Elektroden durch ein Diaphragma voneinander getrennt. Man arbeitet in wäßriger Lösung unter Einleitung von CO2 an der Kathode. Zur Herstellung langkettiger Verbindungen mit mindestens 2o Kohlenstoffatomen ist diese Arbeitsweise jedoch nicht anwendbar, da die benötigten Ausgangsstoffe ebenso wie die Endprodukte feste wasserunlösliche Stoffe sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich die Herstellung von langkettigen aliphatischen Monocarbonsäuren bzw. deren Methylestern in eleganter und technisch einfacher Weise durchführen läßt, wenn man eine Monocarbonsäure von mittlerem Molekulargewicht und den Monomethylester einer niedermolekularen Dicarbonsäure in absoluter Natriummethylatlösung zusammen elektrolysiert, bis die. Alkalität nicht weiter abnimmt, das sich ausscheidende Paraffin in der Hitze abtrennt und dann durch Eingießen der beißen alkoholischen Lösung in Eiswasser den langkettigen Methylester ausfällt. Nach dem Trocknen und Reinigen kann der Methylester gegebenenfalls durch Verseifung in die entsprechende Säure umgewandelt werden.
  • Die beiden Komponenten werden in molaren Mengen zusammengegeben und in absolutem Methylalkohol, dem so viel metallisches Natrium zugesetzt wird, daß die Acidität der organischen Säuren zu einem Drittel kompensiert wird, gelöst. Die Elektrolyse wird zweckmäßig in einem mit Rückflußkühler versehenen Gefäß, das durch ein aufgesetztes Chlorcalciumrohr abgedichtet ist, durchgeführt. Das Elektrodenmaterial für die Anode ist Platin, für die Kathode kann V2A-Stahl verwendet werden. Die Stromstärke soll etwa 5 Ampere betragen; die Spannung wird so gewählt, daß der entsprechende Widerstand gerade ausreicht, um den Alkohol zum Sieden zu bringen. Die Dauer der Elektrolyse hängt von den Mengen ab.
  • Der Fortgang der elektrolytischen Umsetzung wird durch stündlich gezogene Stichproben und deren Titration mit n/io-Natronlauge gegen Phenolphthalein am Rückgang der sauren Reaktion verfolgt. Mit fortlaufender Umsetzung scheidet sich, insbesondere bei Verwendung einer höheren Monocarbonsäure als Ausgangsprodukt, ein unlösliehes. weißes Paraffin ab. Dieses wird nach Beendigung der Elektrolyse durch Heißfiltration und mehrmaliges Nachwaschen mit heißem absolutem Methanol abgetrennt und durch Umkristallisieren aus Äther gereinigt. Nunmehr wird das heiße alkoholische Gemisch in Eiswasser gegossen, wobei dien höhenmolekulare Methylester sowie ein niedermolekularer Dimethylester als Nebenprodukt ausfallen. Nach Abnutschen und mehrtägigem Trocknen über Calciumchlorid wird das Gemisch durch Vakuumfraktionierung getrennt.
  • Wählt man die Ausgangsstoffe so, daß der entsprechende Dicarbonsäuredimethylester und der als Hauptprodukt anfallende Monocarbonsäuremethylester deutlich unterschiedliche Siedepunkte haben, so bereitet die Trennung keinerlei Schwierigkeiten. Durch Feinfraktionierung und Umkristallisieren aus Äthanol lassen sich die Ester in bekannter Weise reinigen.
  • An Hand folgender Beispiele wird das Verfahren im einzelnen erläutert: Beispiel 1 45 g Adipinsäuremonomethylester und 75 g Palmitinsäure werden in absoluter etwa i/2 n-Natriummethylatlösung zusammen elektrolysiert. Bei einer Stromstärke von 5,6 Ampere ist die- Elektrolyse nach 3 Stunden beendet. Die Spannung stellt sich anfangs auf 12 Volt ein und steigt während der Elektrolyse auf 28 Volt an. (Diesen Spannungsanstieg kann man weitgehend vermindern, wenn man dafür sorgt, daß die Reaktionsprodukte sich nicht auf den Elektroden ansammeln.) Nach beendeter Umsetzung wird durch Heißfiltration das im Elektrblysiergefäß ausgeschiedene n-Triakontan abgetrennt. Es fällt in i6%iger Ausbeute an. Anschließend wird die heiße alkoholische Lösung in Eiswasser gegossen, wobei sich Arachinsäuremethylester und Sebacinsäuredimethylester ausscheiden, und zwar erhält man 410/a des Arachinsäuremethylesters neben 17% Sebacinsäuredimethylester.
  • Beispiele Zu 31g Adipinsäuremonomethylester in etwa i/2 n-Natriummethylatlösung werden stufenweise 55 g Stearinsäure hinzugefügt. Dann wird bei einer Stromstärke von 5,5 Ampere und einer von 18 auf 28 Volt ansteigenden Spannung elektrolysiert. Nach 2 Stunden ist die Elektrolyse beendet. Man erhält 13,2°/a n-Tetratriakontan, 20,4% Sebacinsäuredimethylester und als Hauptprodukt 3811/o Behensäuremethylester.
  • Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in seiner sehr einfachen und sehr schnellen Durchführharkeit. Zu dien gewünschten Kettenverlängerung, wird nur ein einziger Arbeitsgang benötigt. Außerdem können als Ausgangsprodukte leicht zugängliche Stoffe gewählt werden.
  • Das Verfahren führt insbesondere dann zu guten Ergebnissen, wenn man die Ausgangsstoffe so wählt, daß man zu Substanzen gelangt, die auf Grund ihrer unterschiedlichen physikalischen und bzw. oder chemischen Eigenschaften leicht zu trennen sind. Geht man beispielsweise von einer Monocarbonsäure mittlerer Kettenlänge (etwa C14 bis C30) und dem Monoester einer Dicarbonsäure niedriger Kettenlänge (etwa C, bis C12) aus, so erhält man außer einem in Alkahol. schwerlöslichen Paraffin - das leicht abgetrennt werden kann -zwei Ester mit so weit auseinanderliegenden Siedepunkten, daß ihre Fraktionierung keinerlei Schwierigkeiten macht. Der als Nebenprodukt anfallende Diester kann nach partieller Verseifung erneut verwendet werden.
  • Die Energieausbeute -dies Verfahr°ns läßt sich weiter verbessern, wenn man gegebenenfalls durch einen mechanisch arbeitenden Schaber die Elektroden frei hält und dadurch einen Anstieg der Spannung während der Elektrolyse weitgehend verhindert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von langkettigen, unverzweigten aliphatischen Monocarbonsäuren oder deren Methylestern, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Monocarbonsäure von mittlerem Molekulargewicht zusammen mit einem Monomethylester einer niedermolekularen Dicarbonsäure in absoluter Natriummethylatlösung elektrolysiert, bis die Alkalität der Lösung nicht weiter abnimmt, das abgeschiedene Paraffin in der Hitze entfernt, den langkettigen Methylester sowie den als Nebenprodukt anfallenden niederen Dimethylester in an sich bekannter Weise isoliert, diese Ester in an sich bekannter Weise voneinander trennt, trocknet und reinigt und gegebenenfalls zu den langkettigen Monocarbonsäuren verseift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Monocarbonsäure mit 1q. bis 30 Kohlenstoffatomen mit einem Dicarbonsäuremonomethylester mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomnen der gemeinsamen Elektrolyse unterwirft.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den als Nebenprodukt anfallenden Dimethylester einer niedermolekularen Dicarbonsäure nach partieller Verseifung als Ausgangsprodukt wieder verwendet. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Entfernen des während der Elektrolyse anfallenden Niederschlages von den Elektroden einen Spannungsanstieg verhindert.
DEB35794A 1955-05-18 1955-05-18 Verfahren zur Herstellung von langkettigen, unverzweigten aliphatischen Monocarbonsaeuren oder deren Methylestern Expired DE960188C (de)

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