DE960016C - Abstimmbarer Leitungskreis fuer eine Gegentaktanordnung - Google Patents
Abstimmbarer Leitungskreis fuer eine GegentaktanordnungInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P7/00—Resonators of the waveguide type
- H01P7/02—Lecher resonators
Landscapes
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
Description
Bei Hochfrequenzverstärkern ist die richtige Dimensionierung der selektiven Kreise von besonderer
Bedeutung. Aus der Kreisdämpfungsformel d — l/R ω C kann man erkennen, daß mit der Änderung
der Kapazität auch eine Änderung der Bandbreite auftritt, da durch die weitere Beziehung
d = Af/fr ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Bandbreite und Kreisdämpfung besteht. Man
kann nun bei kapazitiv abgestimmten Kreisen die Bandbreite konstant halten, wenn man den Nenner
der Form&ld = l/RcoC durch gleichzeitige Änderung
des Widerstandes R konstant hält. Diese Maßnahme führt jedoch zu stark frequenz abhängigen
Verstärkungsfaktoren, da der Widerstand R den in den Kreis eingekoppelten Widerstand des
Verbrauchers darstellt. Aus diesem Grunde haben sich insbesondere bei Verstärkern großer Bandbreite
bekanntlich Abstimmethoden durchgesetzt, die auf Veränderung der Induktivität beruhen. Mit
derartigen Anordnungen kann man konstante, frequenzunabhängige Verstärkungen und Bandbreiten
erzielen. Die mechanische Ausführung dieser Anordnungen wird jedoch schwierig, insbesondere im
Frequenzgebiet bis zu ioo MHz, da man in diesem Gebiet noch nicht mit Leitungen arbeiten
kann. Bei der Frequenz f = io'o MHz wird ein Abstimmelemenit
von der Länge A/4 bereits 75 cm
lang; bei f *= 60 MHz bereits 125 cm. Man benutzt
•daher die üblichen Abstimmspulen als konzentrierte Induktivität.
Hierfür sind verschiedene Bauformen bekanntgeworden. Die Fig. ι zeigt eine frei tragende Zylinderspule
mit zwei Kontakten zum Abgriff einer bestimmten Induktivität. Die Zuführung der Anodenspannung erfolgt ebenfalls über einen Kontakt
am Fuß der Spule. Bei anderen Anordnungen wird die Änderung der Induktivität durch Kurzschluß
einer Teilinduktivität erzielt. Eine solche Anordnung ist beispielsweise in der Fig. 2 dargestellt.
Die Zuführung der Anodengleichspannung und die außerdem erforderliche stete Veränderbarkeit
der Auskopplung führt somit zwangläufig zur Verwendung von zwei weiteren beweglichen Kontakten.
Diese bewegten Kontakte bestehen meistensaus Rollen, die sowohl radial als auch axial
um die Spule bewegt werden müssen. Die hierbei auftretenden Übergangswiderstände sind besonders
dann starke Störquellen, wenn es sich um die Übertragung größerer Leistungen handelt. Einen Grad
höchster Kompliziertheit erreichen derartige Anordnungen, wenn sie als symmetrische Gegentaktanordnungen
aufgebaut sind, wie dies beispielsweise Fig. 3 zeigt.
Die Verwendung von Leitungen zur Abstimmung bei Frequenzen bis zu 100 MHz war bisher
kaum üblich, da nur ein geringer Teil der Leitungslänge zur Abstimmung gebraucht wird, während
der Rest als Ballast mitgeschleppt werden muß. Außerdem wären die erforderlichen Baulängen
unwirtschaftlich. Die Fig. 4 zeigt, beispielsweise eine Gegentaktröhrenanordnung mit einer
abstimmbaren Lecherleitung 1. Die Abstimmung erfolgt mit Hilfe eines Abstimmbügels A in einem
bestimmten Variationsbereich. Die Zuführung der Anodenspannung UA erfolgt an dem der Röhrenanordnung
entgegengesetzten Ende ' der Lecherleitung.
Es sind aber in letzter Zeit Kompensationsschaltungen in Form von Stufenleitungen bekanntgeworden,
bei denen beispielsweise die Kompensationsleitungen aus koaxialen Rohrleitungen und
die Kompensationsmittel aus Stichleitungen bestehen, die parallel geschaltet einen einstellbaren
Kurzschlußschieber haben. Man hat diese Stufenleitungen durch geeignete Führung der Kompensationsleitung
auch zu sogenannten Transformationsschleifen weiter entwickelt. Die Grundidee einer solchen Transformationsschleife beruht darauf,
daß man in geeigneter Weise eine Zweifach-Koaxialleitung entweder mit den Innenleitern
parallel oder in Serie schaltet, so daß auf der einen Seite der halbe, auf der anderen Seite der doppelte
Wert des Wellenwiderstandes entsteht. Auch bei diesen Transformationsschleifen bzw. Transformationsleitungen
werden Kompensationsleitungen, wie vorstehend beschrieben, verwendet.
Schließlich sind auch einstellbare Resonatoren aus konzentrischen Leitungen bekanntgeworden,
bei denen die elektrische Länge durch Ineinanderschachteln mehrerer koaxialer Leitungsstücke, die
leitend miteinander verbunden sind, vergrößert und die mechanischen Abmessungen, insbesondere die
Länge, beibehalten wurde. Die Abstimmung erfolgt dabei durch eine in Längsrichtung verschiebbare·
Platte, mit deren Hilfe der Abstand der Endplatten zweier ineinandergeschachtelter Leitungsstücke geändert wird. Eine solche Anordnung, bei
der die Abstimmung innerhalb derselben vorgenommen wird, bedingt für die Betätigung einen
hohen, mechanischen Aufwand.
Zur Vermeidung dieser Nachteile besteht ein abstimmbarer Leitungskreis für eine Gegentaktanordnung,
bei dem der für die Abstimmung erforderliche Teil der Leitung aus einer Lecherleitung
und der übrige Teil aus einem symmetrischen Koaxialsystem besteht, erfindungsgemäß aus Rohren,
die die Lecherleitung bilden und in denen das symmetrische Koaxialsystem angeordnet ist.
Auf diese Weise wird eine sehr kurze Baulänge erreicht, da diese praktisch durch die jeweils benötigte
Länge der Lecherleitung gegeben ist. Außerdem ergibt sich eine denkbar einfache Abstimmung
der ganzen Leitung durch den außen angeordneten, die beiden Rohre verbindenden Kurzschlußschieber.
Ein Leitungskreis nach der Erfindung ist beispielsweise in Fig. 5 wiedergegeben. In der aus
Rohren aufgebauten Lecherleitung I1, die in ihrer
ganzen Länge abgestimmt werden kann, ist das Koaxialsystem I2 untergebracht. Hierbei dienen die
Rohre der Lecherleitung gleichzeitig als Außenleiter der Koaxialleitung. Der erforderliche Innenleiter
ist in der üblichen Weise in die Rohre eingesetzt. Die Einspeisung von der Koaxial- auf die
Lecherleitung erfolgt derart, daß die Mittelleiter der Koaxialleitung jeweils mit dem anderen Leiter
der Lecherleitung mit Hilfe einer Bandleitung I3
verbunden sind, die in die elektrische Länge des ganzen Leitungssystems eingeht (/ = I1 + I2 + I3).
Eine solche Bandleitung hat den Vorteil, daß sich der Wellenwiderstand gut beherrschen läßt. Bei
Einhaltung gleicher Wellenwiderstände auch an den Übergangsstellen wird der Leitungscharakter
eines solchen Abstimmorgans nicht geändert, die mechanische Länge wird aber um mindestens die
Hälfte verringert. Besondere Abstimmverhältnisse, wie Bereichsdehnung und Einengung, können durch
Änderung der Wellenwiderstände des Lechersystems und des Koaxialsystems erfolgen. Da sich
eine Leitung durch eine vorgeschaltete Kapazität sowohl elektrisch wie auch mechanisch verkürzt,
der Verkürzungsfaktor jedoch vom Wellenwiderstand der Leitung abhängt, kann man durch Änderung
der Wellenwiderstände beider Systeme ireischiedene
Abstimmverhältnisse erzielen. Ist beispielsweise das Koaxialsystem niederohmig und
das Lechersystem hochohmig, so hat man auf den Lechersystem einen größeren Abstimmbereich als
der natürlichen Länge der Leitung entspricht. Umgekehrt erhält man bei hochohmigen Koaxial- und
niederohmigen "Lechersystem einen geringeren Abstimmbereich auf dem Lechesrsystem.
Es ist auch möglich, in die Rohre der Lecherleitung nicht nur ein Koaxialsystem, sondern
mehrere derartige Systeme einzubauen. In diesem Fall wird der Innenleiter des ersten Koaxial-
systems ebenfalls als Rohr ausgebildet und dient gleichzeitig als Außenleiter des nächsten Koaxialsystems
usw. Die Fig. 6 zeigt beispielsweise eine abstimmbare Hochfrequenzleitung, bei der in dem
Rohr der Lecherleitung zwei symmetrische Koaxialsysteme ineinander angeordnet sind. Die Außenleiter
des Koaxialsystems K1 bilden wiederum die
Lecherleitung auf der der Abstimmbügel A gleitet. Der Innenleiter des Koaxiälsystems K1 ist gleichzeitig
der Außenleiter des Koaxialsystems K2. Die
beiden Anoden des anfachenden Gegentaktröhrensystems liegen an den beiden Innenleitern der
Koaxialleitung K2. Die Innenleiter des Systems K2
sind ausgangssei tig mit den jeweils gegenüberliegenden Außenleitern des Systems K1 verbunden.
Die Verbindung des Koaxialsystems K1 mit
dem Lechersystem erfolgt in der bereits beschriebenen Weise (vgl. Fig. 5). Die mechanische Länge
dieses Systems liegt ungefähr bei einem Drittel der elektrischen Länge.
Es soll noch erwähnt werden, daß die neuen Leitungskreise keinerlei störende Gleichstromkontakte
und trotz ihrer Kleinheit die den Hochfrequenzleitungen eigenen Vorteile besitzen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Abstimmbarer Leitungskreis für eine Gegentaktanordnung, bei dem der für die Abstimmung erforderliche Teil der Leitung aus einer Lecherleitung und der übrige Teil aus einem symmetrischen Koaxialsystem besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Lecherleitung aus Rohren besteht und das symmetrische Koaxialsystem in diesen Rohren angeordnet ist.
- 2. Abstimmbarer Leitungskreis nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils der Mittelleiter einer Koaxialleitung mit dem Leiter der Lecherleitung durch eine Bandleitung verbunden ist, der die Koaxialleitung nicht enthält.
- 3. Abstimmbarer Leitungskreis nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Rohr der Lecherleitung mehrere symmetrische Koaxial'systeme angeordnet sind,-bei denen jeweils der Innenleiter eines Systems gleichzeitig der Außenleiter des nächsten Systems ist.
- 4. Abstimmbarer Leitungskreis nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen dem Wellenwiderstand des Lechersystems und dem des Koaxialsystems so gewählt ist, daß der Abstimmbereich die gewünschte Größe erhält.In Betracht gezogene Druckschriften:.
USA.-Patentschrift Nr. 2 183 215;
»Telefunken-Zeitung«, September 1954, S. 164.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5OJ 620Ö1S 9.56 (609 835 3. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41537A DE960016C (de) | 1954-11-13 | 1954-11-13 | Abstimmbarer Leitungskreis fuer eine Gegentaktanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41537A DE960016C (de) | 1954-11-13 | 1954-11-13 | Abstimmbarer Leitungskreis fuer eine Gegentaktanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE960016C true DE960016C (de) | 1957-03-14 |
Family
ID=7484030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES41537A Expired DE960016C (de) | 1954-11-13 | 1954-11-13 | Abstimmbarer Leitungskreis fuer eine Gegentaktanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE960016C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2183215A (en) * | 1937-03-29 | 1939-12-12 | Rca Corp | Line resonator and electron discharge device circuit therefor |
-
1954
- 1954-11-13 DE DES41537A patent/DE960016C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2183215A (en) * | 1937-03-29 | 1939-12-12 | Rca Corp | Line resonator and electron discharge device circuit therefor |
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