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DE967058C - Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen

Info

Publication number
DE967058C
DE967058C DEO4103A DEO0004103A DE967058C DE 967058 C DE967058 C DE 967058C DE O4103 A DEO4103 A DE O4103A DE O0004103 A DEO0004103 A DE O0004103A DE 967058 C DE967058 C DE 967058C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
foreign bodies
rubber parts
molded
molded rubber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO4103A
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Leiter
Hans Quitzdorff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Deutschland Holdings GmbH
Original Assignee
Adam Opel GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adam Opel GmbH filed Critical Adam Opel GmbH
Priority to DEO4103A priority Critical patent/DE967058C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE967058C publication Critical patent/DE967058C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C37/00Component parts, details, accessories or auxiliary operations, not covered by group B29C33/00 or B29C35/00

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 26, SEPTEMBER 1957
O 4103X/39a
Im Fahrzeugbau werden, zur Abdichtung von Türen und Fenstern Gummiprofile verwendet, welche die abzudichtenden Türen- oder Fensteröffnungen umgeben und entweder an. Teilen der Öffnungen oder an Teilen der Türen und Fenster in geeigneter Weise, häufig durch Ankleben, befestigt sind.
Bei der Herstellung dieser Gummiprofile werden
die Formen, mit festen oder flüssigen Formtrennmitteln (Talkum od. dgl.) bestreut, um nach dem Vulkanisieren die Profile leichter aus der Form lösen zu können.
Diese Trennmittel haften fest an der Außenseite der Gummiprofile. Wenn die mit Formtrennmittel behafteten Gummiprofile bei der Montage mit Kleber bestrichen, werden, so biJden die Formtrennmittel eine Isolationsschicht zwischen Kleber und Profil, so daß der Kleber nicht fest genug an dem Gummiprofil haftet. Schon nach kurzer Zeit löst sich das Profil wegen der mangelhaften Bindung zwischen Kleber und Gummi wieder ab. Die gleichen Schwierigkeiten entstehen, wenn Gummiteile durch Lagern mit einer Staubschicht überzogen, sind. Man hat daher schon vorgeschlagen, vor dem Aufbringen
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des Klebers auf das Guimmiprofll, die noch anhaftenden Formtrennmittel, den Staub od. dgl., abzuwaschen. Hierzu wurde unter anderem Benzin verwendet. Das Reinigen der Gummiprofile mit Benzin ist jedoch umständlich und zeitraubend. Bei großen Stückzahlen ist eirie besondere maschinelle Anlage erforderlich, die wegen der mit der Benutzung von Benzin verbundenen Feuersgefahr wieder besondere Sicherheitsbedingungen bedingt.
ίο Weiterhin hat man vorgeschlagen, die Oberfläche der Gummiprofile und der Flächen, an denen die Profile angeklebt werden sollen, aufzurauhen, um auf diese Weise eine bessere Bindung zwischen Kleber und den Gummiteilen zu erzielen. Diese Maßnahme brachte nur eine geringfügige Verbesserung, da die Formtrennmittel oder der Staub tief in den Poren des Gummis haften, sich nur schwer abreiben lassen und die Profile bei der Lagerung und beim Transport immer wieder eine
ao dünne Schicht von Formtrennmitteln durch gegenseitige Berührung annehmen.
Es ist ferner auch schon bekannt, die Typen von Büromaschinen, z. B. Schreibmaschinen, auf diejenige Weise zu reinigen, indem man Massen ver- wendet, die den Schmutz an den.Typen der Schreibmaschine binden bzw. in sich einbetten. Diese Massen sind auf Bahnen aus Stoff, Papier, Leder oder auch auf Rollen aufgebracht und werden auf die zu reinigenden, Körper aufgedrückt.
Die Erfindung macht sich die zuletzt genannten Eigenschaften gewisser Klebemittel zunutze und schlägt ein Verfahren zum Entfernen fester oder flüssiger Fremdkörper von Gummiformteilen vor, nach dem die Gummiformteile ganz oder teilweise mit einem Bindemittel für den Fremdkörper, z. B. einer Kautschuk- oder Kunstkautschuklösung überzogen werden, das nach dem Trocknen einen abziehbaren Film bildet, der unmittelbar vor der Verwendung der Gummiformteile mit den fest an ihm haftenden Fremdkörpern abgezogen wird.
Die Erfindung beruht ferner auf der Erkenntnis, daß Fremdkörper an einem Bindemittel, wie z. B. Kautschuk- oder Kunstkautschuklösungen oder Kunistharzemulsionen, besser haften als an dem Gummiprofil. Bestreicht man das mit Fremdkörpern überzogene Gummiprofil mit einem dieser Bindemittel, so dringt dieses ebenso in die Poren des Gummis ein, wie z. B. das feine Talkum und der Staub. Eine Kunstharzemulsion, beispielsweise ein Polyvinylester, vorzugsweise Polyvinylazetat mit einer entsprechenden Menge von Weichmachern (z. B. Trikresylphosphat oder Dibutalphthalat oder eine. Mischung der beiden), hat besonders reinigende Wirkung.
Nach der Erfindung können die Bindemittel in wäßriger Lösung aufgetragen und dann getrocknet werden. Je nach Zusammensetzung bildet sich auf dem Gummiprofil eine härtere oder weichere, filmartige Haut, in der die Fremdkörper eingebettet sind. Je härter die Schicht nach dem Trocknen; ist, um so besser haften die Fremdkörper an ihr. Eine zu harte Schicht jedoch reißt leicht beim Ablösen. Man kann daher zweckmäßig zwei oder mehrere Lagen verwenden. Zunächst wird eine härtere Lage aufgetragen, die die Fremdkörper möglichst vollständig aufnimmt. Ist diese Lage getrocknet, so wird sie mit einer zweiten etwas weicheren, Lage überzogen, die nach dem Trocknen genügend Festigkeit besitzt. Sie kann durch Papier oder eine Gewebeeinlage zusätzlich verstärkt sein, so daß sie sich mit gesteigerter Sicherheit, ohne zu zerreißen, noch schneller abziehen läßt.
Infolge der aus den Formtrennmitteln und sonstigen Fremdkörpern gebildeten Zwischenschicht, die sich zwischen dem Bindemittel und dem Gummi befindet, löst sich das erhärtete Bindemittel von dem Gummi leicht ab, d. h. die vorher am Gummi sehr fest haftenden Fremdkörper sind nunmehr in dem erhärteten Bindemittel eingebettet.
Trägt man auf die so gereinigte Gummioberfläche einen üblichen Kleber, Gummizement od. dgl., auf, so wird die Verbindung zwischen der Gummifläche und dem Kleber sehr innig. Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht einwandfreie Klebeverbindungen der Gummiformteile an hochglänzenden lackierten Blechen. Die Bindung zwischen Blech und Gummi kann dabei sogar die Zerreißfestigkeit des· Gummis übertreffen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen an Gummiformteilen haftender, fester oder flüssiger Fremdkörper, dadurch gekennzeichnet, daß die g-Gummiformteile ganz oder teilweise mit einem Bindemittel für die Fremdkörper, z. B. einer Kautschuk- oder Kunstkautschuklösung, überzogen werden, das nach dem Trocknen einen abziehbaren Film bildet, der unmittelbar vor der Verwendung der Gummiformteile mit den fest an ihm haftenden Fremdkörpern abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch" 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummiformteile mit mehreren Lagen eines Bindemittels bestrichen werden, die nach dem Trocknen einen zusammenhängenden, abziehbaren Film bilden und unmittelbar vor der Verklebung der Formteile an andere Materialien abgezogen, werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen· 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Gummiformteil zuerst eine Lage eines solchen, Bindemittels aufgetragen wird, welches beim Trocknen stärker aushärtet, anschließend eine oder tlg mehrere Lagen-eines Bindemittels aufgetragen werden, welche nach dem Trocknen weichere Lagen ergeben.
4. Ausführung des Verfahrens nach, den Ansprüchen ι bis 3 unter Verwendung von Kautschufc- oder Kunstkautschuklösungen mit Weichmachern als Einbettmasse.
In Betracht gezogene Druckschriften: lag
Deutsche Patentschriften Nr. 517502, 867997.
© 609 580/444 8.56 (709 691/28 9.57)
DEO4103A 1955-02-06 1955-02-06 Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen Expired DE967058C (de)

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DEO4103A DE967058C (de) 1955-02-06 1955-02-06 Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen

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DEO4103A DE967058C (de) 1955-02-06 1955-02-06 Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen

Publications (1)

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DE967058C true DE967058C (de) 1957-09-26

Family

ID=7350267

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DEO4103A Expired DE967058C (de) 1955-02-06 1955-02-06 Verfahren zur Entfernung fester oder zaehfluessiger Fremdkoerper von der Oberflaeche von Gummiformteilen

Country Status (1)

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DE (1) DE967058C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4458891A (en) * 1981-03-04 1984-07-10 Komori Printing Machinery Co., Ltd. Paper feeder

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE517502C (de) * 1928-10-30 1931-05-20 Karl W O Heise Reinigungsmittel fuer Drucktypen, insbesondere an Schreibmaschinen u. dgl.
DE867997C (de) * 1950-09-02 1953-02-23 August Zehnder Typenreiniger fuer Bueromaschinen

Patent Citations (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE517502C (de) * 1928-10-30 1931-05-20 Karl W O Heise Reinigungsmittel fuer Drucktypen, insbesondere an Schreibmaschinen u. dgl.
DE867997C (de) * 1950-09-02 1953-02-23 August Zehnder Typenreiniger fuer Bueromaschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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