DE966014C - In einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstaeubungsanlage angeordneter Traeger fuer die zu beschichtenden Gegenstaende - Google Patents
In einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstaeubungsanlage angeordneter Traeger fuer die zu beschichtenden GegenstaendeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
Der Gegenstand des Hauptpatents 962 488 ist ein in einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstäubungsanlage
angeordneter Träger für die Gegenstände, die durch Verdampfung oder Kathodenzerstäubung
mit dünnen Schichten überzogen werden sollen. Er ist gekennzeichnet dadurch, daß
er sowohl um seine polare Achse, d. h. in seiner eigenen, in normalem Betriebszustand waagerechten
Ebene stetig gedreht, als auch um eine seiner äquatorialen Achsen geschwenkt werden kann, so daß
eine im Zeitmittel gleichmäßige*Beschicktmg der zu
vergütenden Gegenstände und eine Ausnutzung beider Trägerflächen möglich ist.
Die zusätzlich vorzuschlagende Verbesserung beruht auf dem Gedanken, den Antrieb für die
Drehung des Trägertellers um seine polare Achse ganz aus der Vakuumkammer herauszunehmen. An
Hand der schematischen Abbildung, die eine solche Vakuumanlage im Querschnitt zeigt, sei der Erfindungsgedanke
beschrieben.
Nach der Lehre des Hauptpatents besteht das Vakuumgehäuse einer erfindungsgemäßen Verdampfungsanlage
aus einer Grundplatte A, auf welcher vakuumdicht die zylindrische Zarge B mit dem
Deckel C steht. Ein Flansch JS ist am Deckel angeschweißt, an dem außen die Hebevorrichtung /;
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für den Deckel und innen die beiden Tragebänder H
für den Trägerring P des darin um seine polare Achse rotierbar gelagerten Trägertellers U befestigt
sind. In Verlängerung einer äquatorialen Achse ruht dieser Ring mittels zweier Zapfen Q in den
Tragebändern. Einer der Lagerzapfen hat einen kleinen, beispielsweise vierkantig ausgebildeten
Ansatz, so daß er von den Backen einer an der Zargenwand angebrachten, von außen mittels eines
ίο Hebels V und vakuumdichten Drehdurchführung M
drehbaren Mitnehmerscheibe mitgenommen werden kann, um den Trägerteller um diese äquatoriale
Achse zu schwenken.
Der Antrieb für die Rotation des Trägertellers U wurde nach dem Hauptpatent von einer vakuumdichten
Drehdurchführung und einem Ritzel, das in den als Zahnkranz ausgebildeten Rand des Trägertellers
eingreift, geliefert.
Nach dem weiteren, zusätzlichen Erfmdungsgeso
danken ruht nun der Trägerteller U nicht mehr beweglich, sondern starr im Trägerring P. Dafür
sind jetzt die Tragebänder if an einer vertikalen Mittelachse G befestigt, die drehbar, jedoch
vakuumdicht durch den Flansch E nach außen geführt und auf welche von außen der Antrieb für
die Rotation übertragen wird. Die Mittelachse wird vorteilhaft als- Hohlachse ausgebildet, um photometrische
Messungen zu ermöglichen. Es dreht sich also jetzt gemeinsam die gesamte, durch die Mittelachse
G, die Tragebänder H und den Trägerring gebildete Anordnung um die senkrechte, polare Achse.
Während der Rotation wird jetzt erfindungsgemäß der Trägerring und der Trägerteller durch
eine kräftige Einrastvorrichtung N an einem der beiden Tragebänder in der waagerechten Rotatioinsebene
gehalten, während der verlängerte, vierkantige Lagerzapfen Q nun nicht durch die Backen
einer Mitnehmerscheibe festgehalten wird, sondern bei der Drehung ungehemmt bleibt, sofern eine
Schwenkung des Tellers nicht ausgeführt werden soll. An der Zargenwand ist jedoch noch an einer
vakuumdichten, einschiebbaren Drehdurchführung M in Höhe des Trägertellers eine Fangvorrichtung
R angebracht, die durch einen außenliegenden Hebel V betätigt werden kann. Wenn der
Trägerteller um seine äquatorale Achse geschwenkt werden soll, drückt man die Fangvorrichtung mittels
des Hebels hinein, so daß der vierkantig ausgebildete Lagerzapfen aufgehalten und die normalerweise
nur langsame Rotation des Trägertellers unterbrochen wird. Mit dem Hebel führt
man dann die Schwenkung um i8o° aus und zieht die Fangvorrichtung wieder zurück, so daß die
Rotation wieder einsetzen kann. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß der Antrieb für die Rotation
durch eine Reibungskupplung auf die Mittelachse übertragen, die eine rasche Bremsung erlaubt, ohne
daß der Antriebsmotor ausgeschaltet werden muß. Dadurch ist eine. Schwenkung des Trägers in einfächer
Weise während des Betriebes möglich.
Die zweckmäßigste Ausführung des Antriebs und der Reibungskupplung kann in beliebiger, bekannter
Weise erfolgen. Es hat sich beispielsweise folgende Bauart bewährt: Die Mittelachse G und
die daran befestigten, oben aufgezählten Teile hängen an einem Messingflansch T, welcher als
Reibungskupplung unter dem Druck des eigenen Gewichtes und der daran hängenden Last auf dem
von einem kleinen Motor X über einem konischen Zahnrad angetriebenen Tellerrad 0 aufliegt. Bei
Hemmung der Trägerrotation gleitet jedoch der Messingflansch· über das weiterlaufende Tellerrad,
und die beschriebene Schwenkung kann ohne weiteres am stillstehenden Trägerteller ausgeführt
werden.
Die erfindungsgemäße neue Bauart der Vakuumverdampfungsanlage bringt somit den Vorteil, daß
einerseits eine im Zeitmittel gleiche Beschichtung von unten der auf dem Trägerteller befestigten
Gegenstände und eine Ausnutzung beider Seiten möglich wird und daß andererseits alle einer Reibungsbeanspruchung
ausgesetzten- Teile, von welchen kleine Stäubchen auf die Gegenstände fallen
und die Güte der aufgedampften Schichten beeinträchtigen könnten, aus der Vakuumkammer herausgenommen
sind, so daß nun die erhaltenen aufgedampften Schichten vollkommen fehlerfrei ausfallen.
Die nun außerhalb der Vakuumkammer liegenden, gleitenden Teile können auch geschmiert
werden, ohne daß dadurch die Güte des Vakuums leidet. Der durch die zusätzlich verbesserte Bauart
erzielte Fortschritt ist von erheblicher praktischer Bedeutung.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. In einer Vakuumbedampf ungs- oder Kathodenzerstäubungsanlage angeordneter Träger für die zu beschichtenden Gegenstände nach dem Patent 962 488, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerteller an einer zentrisch durch den Deckel der Vakuumglocke vakuumdicht hindurchgeführten Achse hängt, auf die von außen durch an sich bekannte Mittel und eine Reibungskupplung der Antrieb für die Rotation des Trägers um seine polare Achse übertragen wird, und daß durch eine einschiebbare, vakuumdicht durch die Zargenwand hindurchgeführte Auffangvorrichtung die Rotation des Tellers unterbrochen und eine Schwenkung des Tellers um eine äquatoriale Achse um i8o° ausgeführt werden kann.
- 2. In einer Vakuumbedampf ungs- oder Kathodenzerstäubungsanlage angeordneter Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er in einem Trägerring ruht, der mittels zweier Zapfen in zwei Tragebändern drehbar gelagert ist, wobei im normalen Betriebszustand der Trägerring durch eine kräftige Einrastvorrichtung an den Bändern in der waagerechten Ebene gehalten wird, und daß die besagten Bänder mit einer durch den zentrischen Flansch des Deckels drehbar hindurchgeführten und von außen mittels Reibungskupplung in Rotation versetzbaren,beispielsweise hohlen Mittelachse starr verbunden sind, so daß dieser durch Trägerteller, Trägerring, Tragebänder und Mittelachse gebildete Teil gemeinsam um die polare Achse gedreht werden kann, während zur Schwenkung des Trägerringes nebst Teller um die äquatoriale Achse ein Lagerzapfen etwas verlängert und beispielsweise vierkantig ausgebildet ist, so daß er von einer einschiebbaren Auffangvorrichtung festgehalten und dann um i8o° geschwenkt werden kann, die mittels eines Hebels und einer vakuumdichten an der Zargenwand angebrachten Drehdurchführung von außen bedient wird.
- 3. In einer Vakuumbedampf ungs- oder Kathodenzerstäubungsanlage angeordneter Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Rotation des mit der Mittelachse verbundenen Trägers von einem außerhalb der Vakuumkammer liegenden Motor geliefert und mittels beispielsweise eines Kegelzahnrades und eines zentrisch zur Mittelachse befestigten Tellerrades auskuppelbar auf einen Messingflansch übertragen wird, an dem die Mittelachse starr aufgehängt ist, so daß er unter der Last der zur Rotation vorgesehenen Teile auf dem Tellerrad aufliegt und die Rotation durch Reibung auf ihn übertragen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 572/107 6.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH8540A DE966014C (de) | 1951-05-19 | 1951-05-19 | In einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstaeubungsanlage angeordneter Traeger fuer die zu beschichtenden Gegenstaende |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH8540A DE966014C (de) | 1951-05-19 | 1951-05-19 | In einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstaeubungsanlage angeordneter Traeger fuer die zu beschichtenden Gegenstaende |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966014C true DE966014C (de) | 1957-07-04 |
Family
ID=7145569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH8540A Expired DE966014C (de) | 1951-05-19 | 1951-05-19 | In einer Vakuumbedampfungs- oder Kathodenzerstaeubungsanlage angeordneter Traeger fuer die zu beschichtenden Gegenstaende |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966014C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3131917A (en) * | 1958-09-09 | 1964-05-05 | Gessner Siegfried | Device for adjusting the spatial position of articles to be treated in a treatment chamber |
| DE1269858B (de) * | 1963-09-23 | 1968-06-06 | Fritz Grasenick Dipl Ing Dr Te | Vorrichtung zur Einstellung der Raumlage eines Praeparatetellers in einer Vakuumkammer, z. B. einer Bedampfungsanlage |
-
1951
- 1951-05-19 DE DEH8540A patent/DE966014C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3131917A (en) * | 1958-09-09 | 1964-05-05 | Gessner Siegfried | Device for adjusting the spatial position of articles to be treated in a treatment chamber |
| DE1269858B (de) * | 1963-09-23 | 1968-06-06 | Fritz Grasenick Dipl Ing Dr Te | Vorrichtung zur Einstellung der Raumlage eines Praeparatetellers in einer Vakuumkammer, z. B. einer Bedampfungsanlage |
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