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DE964167C - Verfahren und Anordnung zur Pruefung von spannungsabhaengigen Widerstaenden - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur Pruefung von spannungsabhaengigen Widerstaenden

Info

Publication number
DE964167C
DE964167C DEL18101A DEL0018101A DE964167C DE 964167 C DE964167 C DE 964167C DE L18101 A DEL18101 A DE L18101A DE L0018101 A DEL0018101 A DE L0018101A DE 964167 C DE964167 C DE 964167C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
surge
test
arrangement according
term
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL18101A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Willy Rabus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEL18101A priority Critical patent/DE964167C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE964167C publication Critical patent/DE964167C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Description

  • Verfahren und Anordnung zur Prüfung von spannungsabhängigen Widerständen Zur Prüfung von Uberspannungsableitern mit spannungsabhängigem Widerstand und Löschfunkenstrecke wird in den verschiedenen Prüfvorschriften eine sogenannte Arbeitsprüfung vorgeschrieben. Bei dieser wird der Uberspannungsableiter an die I,05- bis I,ISfache höchste zulässige Betriebsspannung von 50 Hz angelegt. Zusätzlich zu dieser Betriebswechselspannung wird dann noch eine Stoß spannung gegeben, dadurch die zuerst ein Hochstromstoß auf den Ableiter erfolgt mit einem anschließenden Dauerstrom, bis die Halbwelle, in der der Stoß erfolgte, ihren Nulldurchgang hat und dadurch eine Löschung des Lichtbogens innerhalb des Überspannungsableiters eintritt.
  • Ein Hochstromstoß besitzt beispielsweise eine Rückenhalbwertszeit von 20 /sec, während der zweite Stromstoß entsprechend der restlichen Halbwelle eine Dauer von I000 bis zu einigen tausend Mikrosekunden aufweist und daher auch als Langzeitstoß bezeichnet wird. Der während dieser Zeit auftretende Strom kann zwischen 50 und einigen hundert Ampere betragen. Wie aus den Vorschriften hervorgeht, muß aber bei diesen verhältnismäßig hohen Strömen die Spannung während des Langzeitstoßes konstant zwischen dem I,05-bis I,Isfachen der höchsten zulässigen Betriebsspannung liegen. Aus dieser Forderung ist leicht zu ersehen, daß als erste Bedingung ein leistungs- fähiges Netz oder ein leistungsfähiger Generator mit entsprechenden Abmessungen zur Verfügung stehen muß. Aus den geforderten Spannungen und Strömen läßt sich auch leicht die Leistung des hierzu erforderlichen Netzanschlußtr,ansformators errechnen. Auf Grund der hierbei auftretenden Ströme müssen entsprechende Hochstromsicherungen vorgesehen sein. Dies sind Sicherheitsmaßnahmen in elektrischer Hinsicht. Weiter ist es aber aus Sicherheitsgründen für das Personal erforderlich, daß die Prüfung nur stattfindet, wenn sich keine Personen innerhalb des Prüfraumes befinden Es sind aus diesem Grunde mehrere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, so unter anderem auch die Durchführung der Prüfung von einem Vorraum aus.
  • Bei diesem Aufwand handelt es sich lediglich um die gleichzeitige Prüfung von etwa drei Widerstandsscheiben, wobei die einzelne Prüfung etwa 1/2 Stunde in Anspruch nimmt.
  • Eine auf diese Weise durchgeführte Arbeitsprüfung gibt einen sehr guten Aufschluß über das Verhalten der Ableiter im Betrieb und damit auch über das Verhalten der spannungsabhängigen Widerstände im Betrieb. Außerordentlich erwünscht wäre nun, alle für solche Überspannungsableiter bestimmten Widerstände entsprechend der eben geschilderten Arbeitsprüfung zu untersuchen.
  • Wollte man dies in einer Weise durchführen, wie oben bei der Arbeitsprüfung beschrieben, würde ein außerordentlich großer Aufwand für die Prüfung jeder einzelnen Widerstandsscheibe notwendig sein; außerdem würde auch der Zeitaufwand sehr groß werden, da - wie angegeben -die Wechselspannungsquelle sehr ergiebig sein muß und daher umfangreiche, den hohen Leistungen angepaßte Sicherheitseinrichtungen erforderlich sind.
  • Eine derartige Prüfung, welche aber die eben geschilderten Nachteile vermeidet, wird dadurch erzielt, daß erfindungsgemäß neben einem Hochstromprüfstoß relativ kurzer Dauer ein zweiter Prüfstromstoß relativ langer Dauer gleichzeitig auf den Prüfling gegeben wird, wobei beide Stromstöße durch Kondensatoren erzeugt werden.
  • Während der Hochstromstoß der Amplitude und der Rückenbalbwertszeit entsprechend so zu wählen ist, wie es dem Nennableitvermögen des spannungsabhängigen Widerstandes entspricht, wird man den zweiten Prüfstromstoß etwa dem aus dem Netz allenfalls nachfließenden Strom sowohl der Höhe als auch der Zeitdauer nach angleichen.
  • Zweckmäßig weist der zweite Prüfstromstoß, verglichen mit dem ersten Prüfstromstoß, eine relativ niedrige Amplitude auf.
  • Der Hochstrom- oder Kurzzeitstoß weist im allgemeinen etwa Sinusform auf, was durch eine in den Hochstromkreis eingeschaltete Induktivität erreicht wird, und wirkt so praktisch nur mit einer Halbwelle auf den Prüfling. Für den Langzeitstoß dagegen wird die Form einer Rechteckwelle konstanter Stromhöhe gewählt. Zur Erzeugung eines solchen Rechteckstoßes dient eine Laufzeitkette, gebildet aus Längsinduktivitäten und Querkapazitäten, die nach entsprechender Aufladung bei der Prüfung auf den spannungsabhängigen Widerstand entladen wird. Ganz allgemein kann also gesagt werden, daß in Serie mit den Kondensatoren Drosselspulen zur Erzielung eines bestimmten Verlaufes der Prüfstromstöße eingeschaltet werden.
  • Die Kondensatoren sind durch Funkenstrecken von dem zu prüfenden Widerstand und der Meßeinrichtung getrennt. Die Prüfschaltung selbst wird man so ausbilden, daß die Prüfung entweder durch einen Hochstromstoß relativ kurzer Dauer eingeleitet und der zweite Prüfstromstoß durch den ersten ausgelöst wird, oder umgekehrt.
  • Zur Bestimmung der Kenngrößen des spannungsabhängigen Widerstandes werden Meßgeräte verwendet, die die auftretenden Strom- und Spannungsspitzenwerte sowohl für den Hochstromstoß als auch den Langzeitstrom getrennt anzeigen.
  • Diese Maßnahme gestattet gegenüber der bisher allein üblichen Verwendung von Kathodenstrahloszillographen bzw; Schleifenoszillographen die unmittelbare sehr genaue Bestimmung der für den spannungsabhängigen Widerstand charakteristischen Daten und damit den Aufbau von überspannungsableitern sehr geringer elektrischer Toleranzen hinsichtlich der bei einem Ableitvorgang auftretenden Restspannung und hinsichtlich des aus dem Netz nachfolgenden Stromes.
  • Die eben angedeutete getrennte Messung der beim Kurzzeit- und beim Langzeitstoß auftretenden elektrischen Werte läßt sich dann besonders einfach durchführen, wenn der erste Hochstromstoß und der zweite Langzeitstoß entgegengesetzte Polung aufweisen und zur Messung der Spannung und Ströme des Prüflings direkt zeigende Meßgeräte dienen. Als direkt zeigende Meßgeräte können Spitzenspannungsmesser mit Diode und elektrostatischem Spannungsmesser verwendet werden, von denen ein Satz für die Erfassung des kurzzeitigen Hochstromstoßes und ein Satz für die Erfassung des Langzeitstoßes zur Bestimmung der jeweiligen Spannung und des jeweiligen Stromes am Prüfling dient. Die beiden Sätze Spitzenspannungsmesser sind dann beim Anschluß so gepolt, daß sie nur auf die für sie in Frage kommenden Stoßwerte ansprechen, andernfalls aber die Anzeige sperren. Zweckmäßig werden die Meßeinrichzungen so durchgebildet, daß die Spitzenwerte von Strom und Spannung stationär angezeigt werden.
  • Bei der oben beschriebenen Schaltanordnung läßt es sich nicht vermeiden, daß beim Beginn des Langzeitstromstoßes sich auch noch der Hochstromkurzzeitstoß an dem Prüfling abklingend auswirkt. Die hierbei auftretenden elektrischen Werte sind uninteressant für das Verhalten des Prüflings bei Langzeitstoß, bei dem nur die quasistationären Werte von Interesse sind. Durch einen Kunstgriff läßt es sich erreichen, daß die t2bergangswerte nicht gemessen werden, und zwar dadurch, daß die Spitzenspannungsmesser zur Messung des Langzeitstromes so eingerichtet sind, daß sie gegenüber dem Kurzzeitstoßstrom eine sehr große, gegenüber dem Langzeitstoßstrom eine kleine Zeitkonstante aufweisen. Da die Halbwertszeit des Hochstromstoßes im allgemeinen 20 1sec betragen wird, der Langzeitstoß aber meist mehr als I000 ,sec, ist diese Maßnahme ohne Schwierigkeit zu realisieren. Außerdem wird zur Messung des Stromes des Kurzzeitstoßes ein kleiner, zur Messung des Stromes des Langzeitstoßes ein mit dem ersteren in Serie geschalteter großer Meßwiderstand verwendet. Diese Maßnahme läßt sich ohne Schwierigkeit, wie aus der weiter unten beschriebenen Schaltung ersichtlich ist, ebenfalls verwirklichen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Mit I ist der Prüfling, ein spannungsabhängiger Widerstand, bezeichnet, mit 2 der Kondensator, der als Energiequelle für den Hochstromstoß dient. 3 ist eine Drossel spule zur Einstellung der Höhe und des Verlaufs des Hochstromstoßes, 4 eine Vorfunkenstrecke mit geerdeter Mittenelektrode, über die der aufgeladene Kondensator 2 auf den Prüfling I geschaltet wird, 5 eine zweite Vorfunkenstrecke und 6 der Meßwiderstand zur Bestimmung der Höhe des Hochstromstoßes. Der Hochstromkondensator 2 wird mittels des Hochspannungstransformators 7 über das Gleichrichterventil 8 und die beiden Schutzwiderstände 9 aufgeladen. Die Messung der beim Hochstromstoß an dem Prüfling I auftretenden -Spannungsspitzen erfolgt über einen Spitzenspannungsmesser, bestehend aus der sehr gut isolierenden Hochvakuumdiode I0, einem Meßkondensator 11 und dem elektrostatischen Spannungsmesser 12.
  • Die Amplitude des Stromstoßes wird, wie schon erwähnt, als Spannungsabfall am Meßwiderstand 6 mit Hilfe eines weiteren Spitzenspannungsmessers ermittelt, der aus der sehr gut isolierenden Hochvakuumdiode I3, dem Meßkondensator 14 und dem elektrostatischen Spannungsmesser I5 besteht. Die Verbindungsleitung zwischen dem Prüfling I und dem Meßwiderstand 6 ist an der Stelle I6 geerdet.
  • Zur Erzeugung des Langzeitstromstoßes dient eine Laufzeitkette, bestehend aus den Längsinduktivitäten 25, 26 usw. und aus den Querkapazitäten 27, 28 usw. Diese Laufzeitkette bzw. deren Kondensatoren werden mittels des Hochspannungstransformators 30 über das Ventil 3I und die beiden Dämpfungswiderstände 32 aufgeladen.
  • Zweckmäßig erfolgt der Anschluß der Laufzeitkette an die Prüfschaltung über eine Längsinduktivität. Hier ist zu diesem Zweck eine Drosselspule 25 vorgesehen. Zweckmäßigerweise macht man außerdem den Wanderwellenwiderstand der Laufzeitkette groß gegen die Höhe des zu prüfenden Widerstandes beim Langzeitstoß, damit auch bei kleinen Unterschieden des Prüflingswiderstandes der Prüfstrom etwa konstant bleibt. Die beim Langzeitstoß am Prüfling quasistationär auftretende Spannung wird mittels eines Spitzenspannungsmessers bestimmt, der aus dem sehr gut isolierenden Hochvakuumventil I7, dem Meßkondensator I8 und dem elektrostatischen Spannungsmesser 19 besteht. Zur Verlängerung der Eigenzeitkonstante des Spitzenspannungsmessers ist der Widerstand 20 vorgesehen. Die Messung des quasistationären Langzeitstromes erfolgt als Spannungsabfall über den beiden in Serie geschalteten Meßwiderständen 6 und 24, wobei der Widerstand 24 etwa zehnmal so groß ist wie der Widerstand 6.
  • Der zur Strommessung vorgesehene Spitzenspannungsmesser besteht aus dem Verzögerungswiderstand 33, dem sehr gut isolierenden Hochvakuumventil 2I, dem Meßkondensator 22 und dem elektrostatischen Spannungsmesser 23.
  • Aus diesem Schaltungsaufban ergibt sich dann folgende Wirkungsweise: Die Prüfung wird so durchgeführt, daß sowohl der Kondensator 2 als auch die Kondensatoren der Laufzeitkette 27, 28 usw. auf einen entsprechenden Wert aufgeladen werden, wobei die Funkenstrecke 5 so eingestellt ist, daß sie unter der Ladespannung der Kondensatoren der Laufzeitkette nicht anspricht, während die Funkenstrecke 4 so eingestellt wird, daß sie anspricht, sobald der Kondensator 2 die vorgesehene Spannung erreioht hat. Spricht 4 an, wird auch die Funkenstrecket 5 durchschlagen, und damit läuft einmal der Hochstromstoß ab, und gleichzeitig läuft der Langzeitstoß an. Bei zweckentsprechender Durchbildung der Funkenstrecke 4 erlöscht diese Funkenstrecke - unter Umständen empfiehlt sich ihre künstliche Beblasung-, sobald der eigentliche Hochstromstoß abgeklungen ist, während der Langzeitstrom über die Funkenstrecke 5 weiterfließt. Die beim Stromstoß am Prüfling aufgetretene relativ hohe Spannung und der sehr hohe Strom werden durch die elektrostatischen Spannungsmesser 12 und 15 gemessen, während die Spannungsmesser 19 und 23 und die Meßkondensatoren I8 und 22 während des Fließens des Hochstromstoß es nicht aufgeladen werden, da die Ventile 17 und 21 für die hierbei auftretenden Polungen der elektrischen Werte sperren. Ist der Hochstromstoß abgeklungen, fließt voraussetzungsgemäß der Langzeitstrom in entgegengesetzter Richtung nach. Nun polen sich die Spannungen am Prüfling I und an den Meßwiderständen 6 und 24 um, so daß jetzt an den elektrostatischen Voltmetern 19 und 23 die Spitzenwerte des Langzeitstoßes abgelesen werden können.
  • Wie schon erwähnt, sind die Spitzenspannungsmesser so ausgeführt, daß sie auch nach Abklingen der an dem Prüfling auftretenden Ströme und Spannungen die Meßwerte mit genügender Genauigkeit über längere Zeit anzeigen. Vor der Untersuchung eines neuen Prüflings müssen diese Instrumente dann durch Kurzschließen der Meßkondensatoren gelöscht werden.
  • Bei der Erfindung handelt es sich also praktisch um zwei Stoßkreise, von denen der eine den Hochstromstoß und der andere den Langzeitstoß liefert.
  • Aus diesem Grund ist es auch möglich, die hierzu erforderliche Energie in Kondensatoren zu speichern, also die Kondensatoren während längerer Zeit mit einfachsten Mitteln aufzuladen. Gleichzeitig wird dabei eine Unabhängigkeit vom Netz erreicht, so daß die Forderungen nach einem leistungsfähigen Netz oder einem leistungsfähigen Generator in Wegfall kommen.
  • Rein abmessungsmäßig îst es einschließlich der Sicherheitseinrichtungen möglich, die vorgeschlagene Anordnung auf einem Raum von 2 X 3 m unterzubringen. Im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen sind weiter keine so umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, da nach erfolgter Entladung der Kondensatoren keine weiteren Energien mehr nachströmen können. Da also der Prüfende im selben Raum verbleiben kann und der ganze Aufbau wesentlich einfacher ist, ist es möglich, eine einzelne Scheibe innerhalb von Sekunden zu prüfen. Aus dieser kurzen Prüfzeit ergibt sich aber, daß trotz der Prüfung jeder ein, zelnen Scheibe eine wesentliche Zeitersparnis gegenüber der bekannten Anordnung eintritt.
  • Außerdem werden bei diesem Verfahren sämtliche Scheiben in genau gleicher Weise beansprucht.
  • Während es beispielsweise bei den bekannten Anordnungen möglich ist, daß der Hochstromstoß einmal an einem beliebigen Punkt der positiven Halbwelle, ein andermal an einem beliebigen Punkt der negativen Halbwelle erfolgen kann, wodurch sich, wie die Erfahrung gezeigt hat, verschiedene Beanspruchungen ergeben, gewährleistet die Anordnung gemäß der Erfindung immer eine gleiche Beanspruchung der einzelnen Scheiben.

Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Prüfung von spannungsabhängigen Widerständen, insbesondere für Überspannungsableiter, dadurch gekennzeichnet, daß neben einem Hochstromprüfstoß relativ kurzer Dauer ein zweiter Prüfstromstoß relativ langer Dauer gleichzeitig auf den Prüfling gegeben wird, wobei beide Stromstöße durch Kondensatoren erzeugt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung durch einen Hochstromstoß relativ kurzer Dauer eingeleitet und der zweite Prüfstromstoß durch. den ersten ausgelöst wird.
  3. 3. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Serie mit den Kondensatoren Drosselspulen zur Erzielung eines bestimmten Verlaufes der Prüfstromstöße eingeschaltet sind.
  4. 4. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Prüfstromstoß, verglichen mit dem ersten Prüfstromstoß, eine relativ niedrige Amplitude aufweist.
  5. 5. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hochstromstoß etwa Sinusform aufweist und praktisch nur eine Halbwelle auf den Prüfling wirkt.
  6. 6. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Prüfstromstoß als Rechteckstoß auf den Prüfling wirkt.
  7. 7. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Rechteckstoßes eine Laufzeitkette, gebildet aus Längsinduktivitäten und Querkapazitäten, dient.
  8. 8. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß der Laufzeitkette an die Prüfschaltung über eine Längsinduktivität erfolgt.
  9. 9. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren durch Funkenstrecken von dem zu prüfenden Widerstand und der Meßeinrichtung getrennt sind.
  10. IO. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hochstromstoß und der zweite Langzeitstoß entgegengesetzte Polung aufweisen.
  11. 11. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wanderwellenwiderstand der Laufzeitkette groß gegen die Höhe des zu prüfenden Widerstandes beim Langzeitstoß ist.
  12. I2. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung der Spannung und Ströme des Prüflings direkt zeigende Meßgeräte dienen.
  13. 13. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als direkt zeigende Meßgeräte Spitzenspannungsmesser mit Diode und elektrostatischem Voltmeter dienen.
  14. 14. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzenspannungsmesser so ausgeführt sind, daß sie auch nach Abklingen der an dem Prüfling auftretenden Ströme und Spannungen die Meßwerte anzeigen.
  15. 15. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Satz Spitzenspannungsmesser für den kurzzeitigen Hochstromstoß und ein Satz Spitzenspannungsmesser für den Langzeitstoß zur Bestimmung der jeweiligen Spannung und des jeweiligen Stromes am Prüfling dienen.
  16. I6. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Sätze Spitzenspannungsmesser beim Anschluß so gepolt sind, daß sie nur auf die für sie in Frage kommenden Stoß wert ansprechen.
  17. 17. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzenspannungsmesser zur Messung des Langzeitstromes so eingerichtet sind, daß sie gegenüber dem Kurzzeitstoßstrom eine sehr große, gegenüber dem Langzeitstoßstrom eine kleine Zeitkonstante aufweisen.
    I8. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung des Stromes des Kurzzeitstoßes ein kleiner, zur Messung des Stromes des Langzeitstoßes ein mit dem ersteren in Serie geschalteter großer Meßwiderstand dient.
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