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Verstellvorrichtung für Regelklappen in Heizkörperverkleidungen Die
Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung für in Heizkörperverkleidungen angeordnete,
durch Handhebel zu bedienende Klappen zum Regeln des Warmluftdurchtritts, insbesondere
bei Fahrzeugen.
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Die Verstellvorrichtung ist in erster Linie für Heizungsanlagen bestimmt,
die ständigen Erschütterungen-ausgesetzt sind, wie beispielsweise in Eisenbahnwagen
undÜberlandomnibussen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die einen LufteinlaB
in der Verkleidungswand nach dem zu beheizenden Raum hin freigebende oder überdeckende
Regelklappe in einem einen Luftumlauf auch bei geschlossener Klappe zulassenden
Abstand von der Vorderwand innerhalb der Verkleidung verschwenkbar angeordnet ist.
Dabei ist die Einrichtung so.getroffen, daB auf der Rückseite der Klappe ein im
Querschnitt U-förmiges Blech derart angebracht ist, daß in dem zwischen der Klappe
und dem U-förmigen Blech eingeschlossenen, schlitzartigen Raum ein Teil des
Bedienungshebels
gleitet und durch eine an ihren beiden Enden festgelegte und von der Rückseite der
Kläppe weggebogene Blattfeder in diesem Raum sowohl in der Offen- wie in der Schließstellung
an das U-förmige Blech gedrückt und dadurch lösbar festgeklemmt wird.
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Dadurch, daß die Regelklappe auch in der Geschlossen-Stellung nicht
an der Verkleidung anliegt, wird das sonst .durch Erschütterungen des Fahrzeuges
hervorgerufene Klirren und Klappern vermieden. Wegen des Abstandes zwischen Klappe
und Verkleidungswand ist ferner ein gewisser Luftumlauf durch die Verkleidung hindurch
auch in der Geschlossen-Stellung sichergestellt. Dabei ist die Klappe in der jeweils
eingestellten Stellung so festgehalten, daß sie weder durch den Luftstrom verstellt
werden kann, noch sich beim Schwanken des Fahrzeuges selbsttätig verstellt.
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Trotzdem ist die so gesicherte -Klappe jederzeit leicht von Hand verstellbar.
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Durch Hebel verstellbare Regelklappen für Heizungsverkleidungen sind
in vielen Bauarten bekannt. Sie erfüllen aber nicht die erwähnten besonderen Anforderungen,
die beim Auftreten von Erschütterungen und durch das Schwanken von Fahrzeugen entstehen.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel erläutert.
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Fig. i ist ein senkrechter Querschnitt eines in der Fußbodenkehle
eines Raumes angordneten Heizkörpers üblicher Bauart mit einer- Verkleidung und
der Regelklappe in Schließstellung; Fig. 2 ist eine Rückansicht des Heizkörpers
nach Fig. i, und zwar in Richtung der Pfeile 2-2 in Fig. i gesehen; Fig. 3 zeigt
einen senkrechten Querschnitt durch den oberen Teil eines Heizkörpers nach"Fig.
i mit der Regelklappe in geöffneter Stellung.
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Der'Heizkörper io nach der Zeichnung ist üblicher Bauart zur Anordnung
in Fußbodenkehlen und in einer niedrigen, flachen Verkleidung untergebracht, die
einen Ersatz für die übliche Scheuerleiste darstellt.
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In dem Heizkörper sind Rohre i i und 12 für den Wärmeträger, Dampf
oder warmes Wasser, miteinander durch in bestimmten Abständen angeordnete Rippen
13 verbunden. Der Heizkörper kann in der gewünschten Stellung durch beliebige Unterstützungsmittel
festgehalten werden. Hierfür können in einfacher Art bestimmte Rippen
13,
länger als die übrigen Rippen ausgeführt sein, so daß diese verlängerten
Füße zum Aufstellen auf dem Fußboden dienen.
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Die Verkleidung 14 des Heizkörpers besteht vorzugsweise aus einem
zusammenhängenden Blech, das der Länge der Wand eines Zimmers oder eines anderen
umschlossenen Raumes entsprechen kann. Die Länge der Verkleidung hängt im übrigen
von der Länge des zu verkleidenden Heizkörpers ab. Die Verkleidung 14 umfaßt eine
Vorderwand 15 und eine schräg nach oben verlaufende Deckplatte 16, deren innerer
Rand nach unten gebogen ist, um einen Befestigungsflansch 17 nach der Aufstellungswand
18 hin zu schaffen. Der Flansch 17 kann z. B. durch Halterungen i9 festgehalten
sein. Die Vorderwand 15 der Verkleidung besitzt längs ihrer Unterkante Eintrittsöffnungen
2o für die kühlere Luft in der Nähe des Bodens. Diese Luft wird an den Heizrohren
i i, 12 und den Rippen 13 erwärmt, steigt nach oben und tritt durch mehrere Austrittsöffnungen
21 im oberen Teil der Vorderwand 15 aus der Verkleidung aus.
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Innerhalb der Verkleidung 14 ist eine Regelklappe 22 beweglich unterstützt,
um die Warmluftaustrittsöffnungen zu öffnen oder zu schließen. Die Regelklappe besteht
aus einem Metallstreifen rechteckiger Form, der an seiner Oberkante durch ein Scharnier
2.3 mit der Unterkante eines gewinkelten Scharnierbandes 24 verbunden ist. Dieses
gewinkelte Scharnierband 24 kann jede beliebige geeignete Länge aufweisen und ist
an der Unterseite der Deckplatte 16 der Heizkörperverkleidung durch Punktschweißen
oder auf andere Weise befestigt. Der nach unten abgebogene Teil 25. des Scharnierbandes
ist von der Vorderwand 15 der Verkleidung nach hinten zurückgesetzt (Fig. i und
3), so daß die Regelklappe ein kleines Stück von der Kante der Austrittsöffnungen
21 entfernt ist, wenn sie in senkrechter Stellung an dem Scharnier hängt.
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Die Regelklappe 22, wird mittels eines in üblicher Weise betätigten
Hebels 27 in ihre geöffnete oder geschlossene Stellung bewegt; der Betätigungshebel
27 ist in den Lagerbügeln 28 an der Unterseite des gewinkelten Scharnierbandes 24
drehbar gelagert. Der Betätigungshebel 27 umfaßt eine Metallstange, die so gebogen
ist, daß ein. Doppelkurbelabschnitt 29 von U-förmiger Gestalt (Fig. 2) entsteht,
der an den unteren Enden der Kurbel durch eine Querstange 30 verbunden ist.
Die Arme der Kurbel sind in entgegengesetzten Richtungen gebogen, um in gegenseitigem
Abstand angeordnete Lagerzapfen 31
zu schaffen, die in den Lagerbügeln 28
drehbar angeordnet sind. Das bedienungsseitige Ende 32 des Hebels erstreckt sich
nach oben durch einen Schlitz 33 in der Deckplatte 16 der Verkleidung und ist an
seinem oberen Ende mit einem Knopf 34 versehen.
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An der Innenseite der Regelklappe 22 ist ein U-förmiges Blech 36 derart
angeordnet, daß zwischen beiden Teilen ein schlitzartiger Raum 37 eingeschlossen
ist, in dem ein Querbolzen 30 des Hebels 27 gleiten kann. In dem Schlitz
37 ist außerdem eine bügelförmige Blattfeder 38 angeordnet. Steht die Regelklappe
22 in Schließstellung (Fig. i), so wird die Klappe durch ihr Gewicht in dieser Stellung
gehalten. Die Blattfeder 3@8 übt einen nachgiebigen Druck auf den Querbolzen 3o
des Hebels aus, so daß der Hebel mit der Innenseite der Hebelführung in Berührung
gehalten und störendes Klappern vermieden wird. Beim Bewegen des Hebels 27 aus der
Schließ- in die Offenstellung schwingt die Regelklappe 22 um ihre Drehachse. Durch
die Bewegung des Querbolzens 3o in Richtung auf das untere Ende des Schlitzes 37
wird die Blattfeder 38 ausgebogen, bis die Regelklappe über ihre Mittelstellung
hinausgelangt ist. In dieser
Stellung -der Regelklappe bewegt sich
der ausgebogene 'Abschnitt der Blattfeder an der Mitte des Querbolzens 3o des Hebels
vorbei, worauf durch die Nachgiebigkeit der Feder die Regelklappe in die Offenstellung
bewegt wird (Fig. 3).
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Wenn sich die Regelklappe in dieser Stellung befindet, übt der ausgebogene
Abschnitt der Blattfeder einen nachgiebigen Druck auf den Querbolzen 3o aus und
hält so die Regelklappe in dieser Stellung fest. Ferner sorgt der nachgiebige Druck
der Feder dafür, daß die Regelklappe an dem Hebel anliegt und daß kein Klappern
erfolgen kann. Wird der Betätigungshebel in Richtung auf ein Schließen der Regelklappe
bewegt, gleitet der Querbolzen 30 des Hebels nach oben, an der Führung 36 entlang
und drückt den ausgebogenen Abschnitt der Blattfeder 38 nach unten, bis sich der
Mittelpunkt der Regelklappe über seine Mittelstellung hinwegbewegt. In diesem Augenblick
bewegt sich der Querbolzen 30 über den ausgebogenen Abschnitt der Feder 38
hinweg, woraufhin durch die Nachgiebigkeit der Feder die Regelklappe in die Schließstellung
gedrückt wird (Fig. i).
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Die Figuren zeigen zwar, daß der untere Abschnitt der Verkleidung
mit Lufteintrittsöffnungen 2o versehen ist, um zu ermöglichen, daß Luft aus dem
zu beheizenden Raum in die Heizkörpe)-7verkleidung eintreten kann; es ist -jedoch
ersichtlich, daß die Öffnungen 2o entlang der Unterkante der Vorderwand 15 fortgelassen
werden können, wenn die zu erwärmende Luft zwangläufig durch die Verkleidung 14
hindurchgeleitet wird.