DE953537C - Einrichtung zum Umsetzen von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift - Google Patents
Einrichtung zum Umsetzen von Fernschreibstreifenschrift in BlattschriftInfo
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- DE953537C DE953537C DEL13872A DEL0013872A DE953537C DE 953537 C DE953537 C DE 953537C DE L13872 A DEL13872 A DE L13872A DE L0013872 A DEL0013872 A DE L0013872A DE 953537 C DE953537 C DE 953537C
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Description
Bei der Übermittlung von Nachrichten auf Fernschreibwegen unterscheidet man nach Art und Anordnung
der Schriftzeichen bei der Empfangsstelle i. Streifenschrift, 2. Speicherschrift, 3a) einfache Blattschrift,
3b) Blattschrift auf das Telegrammformblatt.
Bei Streifenschrift wird der Telegrammtext, bestehend aus Buchstaben, Ziffern und Zeichen, ohne
Rücksicht auf irgendein Zeilenende oder einen Absatz im Text von der sendenden Stelle an die empfangende
oder eine Durchgangsstelle gegeben. Dieses Verfahren ist im öffentlichen Telegrafendienst der meisten Länder
üblich. Die empfangende Stelle nimmt diesen Text auf einen Streifen auf und klebt den Streifen auf ein
Unterlageblatt (meist Telegrammformblatt). Hierbei werden die Wortgruppen, Zahlen- oder Buchstabengruppen,
die auf dem Streifen durch Wortabstandszeichen getrennt sind, am Ende der Zeile nicht
zerschnitten, sondern das Aufkleben, Trennen der Zeilen geschieht von Hand und erfordert ein Lesen des
Textes.
Bei Speicherschrift werden die Fernschreibzeichen an der Empfangsstelle nicht in Schriftzeichen umgeformt
und gedruckt, sondern auf einem Papierstreifen oder sonstigen Träger aufgespeichert. Dabei werden
die Zeichen zumeist durch Stanzen von Lochkombinationen in den Papierstreifen aufgezeichnet. Der
erzeugte Lochstreifen kann wiederholt durch einen Lochstreifensender laufen, der die gespeicherten
Zeichen abtastet und an einen anderen Ort tele-
. grafiert.
Bei Blattschrift in der telegrafischen Übermittlung von Buchstaben, Zahlen und Zeichen auf Draht oder
drahtlosem Wege sind Sender und Empfänger mit besonderen Vorrichtungen ausgestattet, die es gestatten,
besondere Zeichen zu senden und zu empfangen, die eine gleiche Schrift auf einem Blatt Papier
• bei der empfangenden Stelle wie bei einer Schreibmaschine ergibt. Am Ende oder einer beliebigen
Stelle einer Zeile wird hierzu auf Befehl der sendenden Stelle eine neue Zeile begonnen, die von der vorherigen
einen gegebenen Abstand hat.
Unter Blattschrift auf das Telegrammformblatt versteht
man eine besondere Einteilung der Schriftzeichen auf dem Telegrammformblatt. Die Wörter eines
Telegramms müssen in bestimmte Teile, z. B. a) Kopf (Aussage über Absendeamt und Absendezeit des
Telegramms), b) Anschrift, c) Text (zu übermittelnde Nachricht), d) Unterschrift mit Wiederholung der aus
Sicherheitsgründen zu vergleichenden Zahlen und schwierigen Wörter aus Anschrift, Text und Unterschrift
getrennt und in dafür vorgesehenen besonderen Feldern in Zeilen untereinander angeordnet sein. Dies
ist notwendig, damit das Telegramm mit einem Blick übersehen werden und bei der nachfolgenden Weiterleitung
keine Verzögerung durch Irrtümer eintreten kann, und damit das Telegramm ohne zusätzliche
Schreibarbeit und ohne Verletzung des Fernmeldegeheimnisses in einem Fensterumschlag dem Empfänger
zugestellt werden kann.
Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Blattfernschreiber
zur Umsetzung von auf einem Speicherstreifen in Streifenschrift, d. h. ohne besondere
Zeichen für Wagenrücklauf und Zeilenvorschub, gespeicherten und durch einen Streifensender ausgesandten
Fernschreibnachrichten in Blattschrift, bei dem der Wagenrücklauf und der Zeilenvorschub
selbsttätig von einer bestimmten Stelle der Zeile ab durch Empfang des als Wortabstandszeichen gesendeten
Zwischenraumzeichens ausgelöst werden, wobei der Blattschreiber Zusatzeinrichtungen aufweist,
durch die das Anhalten der Streifensendung für die Dauer des Wagenrücklaufs und Zeilenvorschubs
gesteuert wird.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, die die
Umsetzung von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift
direkt auf das Telegrammformblatt gestattet.
Bei älteren Telegrafenanstalten werden durch den
Empfangsappaiat zunächst die Fernschreibzeichen in Streifenschrift umgesetzt. Die geordnete Unterteilung
des Streifens nach Telegrammen und die der einzelnen
Telegramme nach Anschrift, Text usw. ist Handarbeit des Empfangsbeamten. Dabei wird der den Apparat
verlassende, mit dem aufgedruckten Telegramminhalt versehene gummierte Papierstreifen zerschnitten und
in der oben beschriebenen Anordnung auf das TeIegrammformblatt aufgeklebt. Auch ein sogenanntes
Durchgangstelegramm, das also über eine andere Leitung wieder von Hand ausgesendet werden muß,
wird so behandelt.
Bei moderneren Telegrafenanstalten werden die Telegramme im Empfangsbetrieb in Speicherschrift
aufgenommen. Da bei großen Telegrafenanstalten etwa 8o°/0 des Gesamtverkehrs aus Durchgangstelegrammen bestehen, wird durch das maschinelle
Weitersenden der gespeicherten Telegramme eine erhebliche Telegrafierarbeit gespart. Allerdings müssen
die für den eigenen Ort bestimmten Telegramme nun nachträglich in eine zustellbare Form gebracht werden.
Dies wird bisher mit Hilfe eines im Kurzschluß geschalteten Lochstreifensenders und Streifenempfängers
und durch nachfolgendes Aufkleben des Streifens auf das Telegrammformblatt erledigt und
erfordert so viel Arbeitskraft, daß von der im Durchgangsverkehr gegenüber dem älteren Verfahren gesparten
Telegrafierarbeit etwa 30°/0 wieder hierzu
benötigt wird. Die Wirtschaftlichkeit des Speicherschriftverfahrens kann durch die Einführung
eines automatischen Umsetzers sehr viel verbessert werden.
Die Erfindung benutzt diese Erkenntnis und schafft einen automatischen Umsetzer, der nur mit etwa einem
Fünftel der Arbeitskraft auskommt, die für die vorher beschriebene Umsetzweise notwendig war.
Dies wird dadurch erreicht, daß in Abhängigkeit von der Übermittlung eines Trennungszeichens auslösbare
elektrische oder mechanische Steuermittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe das übermittelte Telegramm
zustellfertig auf einem Telegrammformblatt aufgezeichnet wird, also z. B. Kopf, Anschrift, Text und
Unterschrift getrennt zeilenmäßig untereinander geschrieben werden.
Dabei kann der Zeilenabstand zwischen den einzelnen Telegrammteilen größer als innerhalb des Textes sein
und gemäß weiterer Erfindung beliebig vor oder während der Abschrift geändert und so z. B. der Länge
des Telegramms angepaßt werden.
Von einer Folge aneinanderhängender, an ihrer Trennstelle etwa vorperforierter Telegrammblätter,
die von einer Rolle abgewickelt werden können, kann nach dem Ausfüllen jeweils ein solches Blatt von den
anderen abgetrennt und nach Prüfung auf Richtigkeit ohne zusätzliche Schreibarbeit in einen Fensterumschlag
geschoben und dem Empfänger zugestellt werden.
Zur automatischen Einfügung eines Signals für den Wagenrücklauf und den ein- oder zweimaligen Zeilenvorschub
jeweils zwischen Kopf, Anschrift, Text und Unterschrift kann das im öffentlichen Telegrafendienst
übliche Zeichen »=« verwendet werden.
Gemäß weiterer Erfindung sind Steuermittel vorgesehen,
mit deren Hilfe durch Rücksendung von Steuersignalen zwischen den einzelnen Telegrammen
automatisch so lange Zeilenvorschub gesendet wird, bis das nächste Telegrammformblatt in den Blattschreiber
eingelaufen ist und die gewünschte, z. B. durch Steuerlochungen markierte Anfangsstellung für
die Übermittlung des nächsten Telegramms erreicht hat. Der Zeilenvorschub wird dabei beispielsweise
0,5 Sek. nach der Sendung des letzten Zeichens des Telegramms ausgelöst.
Eine besonders große Leistung des Umsetzerautomaten wird gemäß weiterer Erfindung durch das
wechselweise Zusammenwirken von einem von zwei Sendern mit einem Empfangsblattschreiber erreicht.
Bei durchschnittlichen Lagerzeiten, die kleiner als ι Minute sind, und fortwährender Besetzung einer
Umsetzereinrichtung werden in einem größeren Telegrafenamt täglich etwa 1400 Telegramme umgesetzt.
Leistungen von 90 bis 100 Telegrammen pro Beamter und Stunde sind auf diese Weise möglich. Der Empfang
eines Telegramms in Blattschrift unmittelbar auf dem Telegrammformblatt vermeidet versehentliches
Überkleben und Nichtaufkleben von Telegrammwörtern. Auch die spätere Überprüfung eines Blattschrifttelegramms
ist einfacher.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden
beschrieben und in der Zeichnung dargestellt. Dabei zeigt
Fig. ι ein beschriebenes Telegrammformblatt, Fig. 2 die Art der Einfügung eines solchen Blattes
in einen Fensterumschlag.
ao Fig. 3 den Stromlauf in einer Umsetzereinrichtung, Fig. 4 ein Steuerschaltbild dieser Einrichtung, getrennt
nach den einzelnen Geräten.
Die Beschriftung des Telegrammformblattes erfolgt, wie bereits erwähnt und aus Fig. 1 ersichtlich, in
mehrere Abschnitte unterteilt.
Aus Fig. 2 ist zu erkennen, in welcher Weise das
Telegrammformblatt gefaltet werden muß, damit zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses nur die unter
dem Kopf stehende Anschrift nach dem Falten im Fensterumschlag sichtbar wird.
Die selbsttätige Umsetzereinrichtung nach Fig. 3 und 4 arbeitet im Lokälbetrieb und enthält einen
Empfangsblattschreiber E, zwei Lochstreifenweitersender Li und Li, einen Empfangslocher EL, ein
Bedienungsbrett Bb und ein Steuergerät St.
Jeweils einer der beiden Lochstreifensender L1 oder
L 2 arbeitet mit dem Blattschreiber E zusammen. Der andere Sender wird in der Zwischenzeit zur Sendung
vorbereitet und kann nach Beendigung der Abschrift des Nachrichteninhalts im ersten Sender sofort eingeschaltet
werden. Dieses Verfahren ermöglicht die größte Abschriftenfolge. Bei genauer Einteilung der
Arbeitsgänge entspricht die Prüfzeit der Telegramme der Schreibzeit des Umsetzers, und Leerzeiten, d. h.
ein Warten auf die Beendigung eines Ärbeitsganges, treten selten auf.
Das Einschalten des jeweils benötigten Senders erfolgt vom Bedienungsbrett aus. Auch der zugeordnete
Empfangslocher wird hier vor Beginn der Abschrift eingeschaltet. Der in diesem Apparat entstehende
Lochstreifen kann zur Weiterleitung des Nachrichteninhalts an einen etwa andasTeünehmerfernschreibnetz
angeschlossenen Teilnehmer benutzt werden.
Das Steuergerät St übernimmt in Zusammenwirkung mit den Steuerkontakten im Sender und im
Empfangsblattschreiber die Einfügung der notwendigen Zeichen für einmal Wagenrücklauf und Zeilenvorschub.
Die Aussendung dieser Zeichen erfolgt dabei von einer namengeberartigen Einrichtung im Blattschreiber
aus, die mit dem Programm, Wagenrücklauf und Zeilenvorschub fünfmal bestückt ist.
Die einzelnen Geräte enthalten folgende zusätzliche Bauteile:
Im Sender sind als Steuerkontakte Fühlkontakte Fki und Fk1Z vorgesehen. Diese sind Abtastkontaktsätze,
die auf den Abtasthebel des Senders liegen und von diesen betätigt werden. Der Fühlkontakt Fki ist
dabei mit Ausnahme während der Sendung des dem »Y« oder »=« zugeordneten Fernschreibzeichens geschlossen;
der Kontaktsatz Fk 2 öffnet lediglich beim Zwischenraumzeichen. Ein Schleppkontakt ScMk
tastet den Lochstreifen in der Weise ab, daß er bei in den Sender eingelegtem Lochstreifen geschlossen und
nach Durchlaufen des Streifens selbsttätig wieder geöffnet wird.
Im Empfangsblattschreiber sind folgende Steuerkontakte vorgesehen: Ein Wagenkontakt Wk ist als
Umschaltkontakt ausgebildet, der vom Blattschreiber etwa beim fünfundzwanzigsten Zeichen vom Zeilenende
entfernt betätigt wird. Hat der Wagenkontakt umgeschaltet, dann beendet das nächste Zwischenraumzeichen
die Zeile. Ein Ziffernkontakt Zik ist in der Buchstabenstellung geschlossen und in der Ziffern-Stellung
geöffnet. Ein Namengeberkontakt Nak ist nur bei ausgelöstem und laufendem Namengeber geöffnet.
Ein Auflaufkontakt Alk ist von untergeordneter Bedeutung; er ist bei den ersten drei Zeichen am
Anfang jeder Zeile geöffnet. Ein Papierkontakt Pk wird bei Benutzung von in Rollen gewickelten Telegrammformblättern
verwendet, dabei hat jedes Form- go blatt ein eingestanztes Kontaktloch.ZZ, in der Nähe
des Randes. Der Papierkontakt tastet diesen Rand ab und schließt kurzzeitig, wenn das Kontaktloch überlaufen
wird. Im Empfangsblattschreiber jst ferner ein Zeilenauslösemagnet ZM vorgesehen. Da die namengeberartige
Einrichtung in ihrer Nullstellung stets nur Zeilenvorschub abtasten kann, genügt es zur Sendung
von Dauerzeilenvorschub, den Dauerlauf des Blattschreibers durch diesen Magneten auszulösen. Erfolgt
dies nur kurzzeitig, so kann sich die Senderwelle nur einmal umdrehen, und es wird nur ein Zeilenvorschub
veranlaßt. Ein Namengeberauslösemagnet Na drückt die Namengeberauslösetaste. Dies hat jedesmal die
Sendung des eingestellten Programms Wagenrücklauf und Zeilenvorschub zur Folge.
Auf dem Bedienungsbrett Bb sind vier Tasten, zwei Schalter und eine Signallampe angebracht. Mit der
ersten Drucktaste SxT wird der Sender Li eingeschaltet.
Die Taste 52 T dient zur Einschaltung des Senders Lz. Mit Hilfe der Drucktaste Zl wird der
Zeilenvorschub ausgelöst, falls ein Formblatt übersprungen werden soll oder falls die Sendung unterbrochen
wurde und auf dem nächsten Formblatt fortgesetzt werden soll. Eine Taste »Stop« wird zürn
sofortigen Anhalten des Senders benutzt.. Es ist dabei Vorsorge getroffen, daß Verstümmelungen des Textes
nicht auftreten. Mit Hilfe eines Zeilenumschalters ZU kann der Abstand zwischen den Telegrammteilen wahlweise
vor oder während der Sendung auf eine oder zwei Zeilen eingestellt werden. Mit Hilfe eines Ausschalters iao
TW können der Empfangslocher EL und die Signallampe Sg eingeschaltet werden. Für die Dauer der
nachfolgenden Sendung wird- der Empfangslocher EL in diesem-Falle selbsttätig eingeschleift.
Als Steuergerät ist eine Relaisschiene vorgesehen; hier werden die von den Steuerkontakten im Sender
und Empfangsblattschreiber eingeleiteten Kommandos
in Impulse für die Auslösemagneteri und Halte- und Startbefehle für den Sender umgeformt. Das Steuergerät
enthält zwölf Flachrelais, ein Telegrafenrelais, einige Kondensatoren und Widerstände.
Im Empfangslocher wird zur Vermeidung des Ineinanderschreibens
zweier Telegramme der Namengeber zweimal ausgelöst.
Im folgenden werden an Hand von Fig. 3 die Stromlaufe
für den Lochstreifensender L1 beschrieben. In
entsprechender Weise gelten diese Stromläufe auch für
den Sender Lz.
Sobald der Lochstreifen in den Sender eingelegt ist, wird der Schleppkontakt SMk geschlossen. Folgt nun
ein Druck auf die Taste Si T, so zieht ein Relais P an
über
1. -1-, ScUk, SxT, P, Stop, —.
' Danach wird ein Relais Sx erregt über
ao
2. +, SMk, SxT, Sx, p\ Stop, —.
Nun kann die Taste Si Γ losgelassen werden.
Praktisch genügt ein kräftiger kurzer Druck auf diese
as Taste. Die Relais P und Si halten sich weiter über
3. +, SMk, si«, P, Stop, — und
4. +, siTi, Si, p\ Stop, —.
Weiter werden erregt das Relais A über
5. +, Fkx, si12, Nak, Ι™2, IIm2, IIP2, IV111,
A (1—2), si«, p\ Stop, —
und, falls der Blattschreiber in der der Buchstabengruppe zugeordneten Lage steht, auch über
6. +, Zik, A (4—5), sin pt,.Stop, —,
Relais B über
7. +, FAi, si12, Wk, B, ««*, sin, p\ Stop, —
und Relais K über
8. +, δ1, K, Stop, —,
sowie die Senderkupplung Ku über
ο + Fkl Ui1 2I Fk2's^2 gnx. SIITi
9· +>
Zik, «l2>
' '' Wk, δ1*1 ' ' '
Ku, αΠΙ, sin, p1, Stop, —;
die Abschrift beginnt.
In ganz bestimmten Fällen kann dieser Stromkreis und damit gegebenenfalls die Sendung unterbrochen
werden. Diese Fälle sind:
i. Ein » =« wird geschrieben: Der Fühlkontakt Fki
und der Ziffernkontakt Zik sind gleichzeitig geöffnet.
2. Das Ende einer Zeile ist erreicht: Die Kontakte Fk 2 und Wk sind gleichzeitig geöffnet. 3. Die Sendung wird gewollt unterbrochen: Die Taste »Stop« wird gedruckt.
2. Das Ende einer Zeile ist erreicht: Die Kontakte Fk 2 und Wk sind gleichzeitig geöffnet. 3. Die Sendung wird gewollt unterbrochen: Die Taste »Stop« wird gedruckt.
4. Die Sendung ist beendet: Die Relais Si und P fallen ab.
5. In einem später näher erläuterten Sonderfall tritt betriebsmäßig eine kurzzeitige Unterbrechung ein;
diese führt aber nicht zur Unterbrechung der Sendung.
Dazu ist im einzelnen folgendes zu bemerken: Zu i.: Durch die Unterbrechung der Stromkreise
für die Relais A und B durch die Kontakte Fkx und Zik werden die Relais A und B und die Senderkupplung
sofort entregt. Der Sender bleibt stehen. Das Relais K hält sich über
10. +, A", in", IIP2, K, Stop, —;
ist der Schalter ZU auf zwei Zeilen eingestellt, so wird
das .Relais I erregt über
11. +, kP, b\ ZU, a*, I (1—3), I (3—5), Stop, —;
das Relais I unterbricht den Haltestromkreis für das Relais K, bringt damit das Relais K zum Abfall und
veranlaßt die Erregung des Relais II über
12. +, iv, II (1—3), II (3—5), Stop, —.
Inzwischen wurde durch das abfallende Relais K der Stromkreis für das Relais I unterbrochen; damit
fällt das Relais I verzögert ab. Da das Relais II, dessen Stromkreis durch Öffnen des Relaiskontaktes IT
unterbrochen wird, ebenfalls verzögert abfällt, ist das Relais II noch kurzzeitig angezogen, während das
Relais I schon abgefallen ist. Dadurch bekommt das Relais II Strom zugeführt über
13. +, iv, IP, III (1-3), III (3-5), Stop, -. g5
Außerdem wird der Magnet ZM kurzzeitig erregt über
14. +, F, IF, β11, Alk, ZM, Stop, —.
Das Blatt des Blattschreibers rückt eine Zeile vor. Wird das Zeichen'» =« schon in den ersten drei Zeichenstellungen
der Zeile empfangen, so ist der Auflaufkontakt Alk geöffnet, und der zuletzt erwähnte Stromkreis
kann nicht geschlossen werden.
Die Erregung des Relais III hat das Ansprechen des Relais IV zur Folge über
15. +, F. III«, IV (1-3), IV (3-5), Stop, -.
Da sich auch das Relais IV noch hält, nachdem das Relais III wieder abgefallen ist, bekommt der Namengeberauslösemagnet
Na Strom. Das Programm des Namengebers läuft ab, und der Wagen des Blattschreibers
rückt an den Zeilenanfang und das Blatt um eine Zeile vor durch Schließen des Stromkreises
16. +,
&v IV1, Na, Stop,
Sobald der Namengeber ausgelaufen ist, wird der eingangs genannte, über den Namengeberkontakt
laufende Stromkreis 5 für das Relais A wieder geschlossen. Obwohl der Fühlkontakt Fkx nach der
Abtastung des Zeichens »=« sofort wieder geschlossen
wurde, kann das Relais A erst jetzt wieder ansprechen, da während des Laufes der Relaiskette und des Ablaufes
des Namengebers stets für die Unterbrechung des Stromkreises 5 für das Relais A gesorgt wurde.
Nun werden auch die obenerwähnten Stromkreise 7,
8,9 für die Relais B und K und die Senderkupplung Ku
wieder geschlossen, und die Sendung nimmt in der nächsten Zeile ihren Fortgang.
Ist der Schalter ZU auf eine Zeile eingestellt, so erfolgt die Erregung des Relais III über
I7. +, *n, o\ ZU,
Stop, —.
, III (1-3), III (3-5),
Der Abfall des Relais A ist hierbei ohne Bedeutung.
ίο Durch das Ansprechen des Relais II werden zunächst
die Stromkreise 14, 15, 16 und schließlich auch die
Stromkreise 7, 8 und 9 wieder geschlossen. Der Wagen des Blattschreibers rückt nur um eine Zeile vor.
Zu 2.: Folgt nach dem fünfundzwanzigsten Zeichen vor Zeilenende selbsttätig durchgeführten Öffnen des
Wagenkontaktes Wk ein Zwischenraumzeichen innerhalb des Textes, so öffnet auch der Kontakt Fkz;
dadurch fällt der Anker des· Relais B ab, und die Senderkupplung wird gelöst. Die Sendung wird unter-
ao brochen. Das Relais A bleibt unter Strom.
Nun spricht das Relais III an, a) falls der Zeilenumschalter ZU auf zwei Zeilen eingestellt ist über
18. +, m, b\ ZU, a\ III (1—3), III (3—5), Stop, —
b) falls der Zeilenumschalter ZU auf eine Zeile eingestellt
ist, über Stromkreis 17.
Die Einsteuerung des Wagenrücklaufs und des Zeilenvorschubs erfolgt in der gleichen Weise, wie es
als Folge des Empfangs des Zeichens »=« angegeben ist. Nach dem Ablauf des Namengebers werden also
das Relais B über Stromkreis 7, das Relais K über Stromkreis 8 und die Senderkupplung über Stromkreis
9 wieder erregt; der Sender läuft wieder an.
Zu 3.: Wird die Taste »Stop« gedrückt, so fallen alle Relais und die Senderkupplung ab. Die Sendung
wird unterbrochen. Der Blattschreiber druckt noch das zuletzt abgetastete Zeichen und bleibt dann stehen.
Die Abschrift kann ohne Verstümmelung durch Drücken auf die entsprechende Sendertaste fortgesetzt
werden. Durch Drücken der Zeilenvorschubtaste Zl kann auch der Einlauf eines neuen Formblattes in den
Blattschreiber veranlaßt werden.
Zu 4.: Ist der Lochstreifen durch den Sender gelaufen
und die Abschrift beendet, so öffnet sich selbsttätig der Schleppkontakt Schlk; dadurch wird der
Stromkreis 3 geöffnet, und das Relais P fällt ab. Dieses Relais unterbricht mit seinem Kontakt p1 den
Stromkreis 4; das Relais Si fällt ab.
Außerdem werden durch den Kontakt ^i die Stromkreise
5, 6, 7 und 9 aufgetrennt; die Relais A und B und die Senderkupplung fallen ab. Der Sender bleibt
stehen. Das abgefallene Relais B bringt nun das Relais I zum Anzug, und zwar a) in der Stellung des
Zeilenumschalters auf zwei Zeilen über dem Stromkreis 10, b) in der Stellung des Zeilenumschalters auf
eine Zeile über
19. +, ¥\ b\ ZU, p™, ti>, I (1—3), I (3—5),
StOpt ·
:
Das Relais I unterbricht den Stromkreis ri, und das Relais K fällt ab ;· außerdem wird über den Stromkreis
12 das Relais II erregt. Das abfallende Relais K unterbricht die Stromkreise 10 oder 19, und das
Relais I fällt wieder ab. Ist dies geschehen und das Relais II noch angezogen, da es verzögert abfällt, so
kommen die Stromkreise 13 und 14 zustande. Das Relais III und der Magnet ZM bleiben nach dem
Abfall des Relais weiter erregt über
außerdem wurde über den Stromkreis 15 das Relais IV erregt. Auf diese Weise rückt das Blatt des Blatt-Schreibers
Zeile um Zeile vor, bis das nächste Formblatt die Ausgangsstellung erreicht hat. Kurz vor
diesem Zeitpunkt streift der Papierkontakt Pk über ein Kontaktloch KL im Formblatt und bringt das
Relais P wieder zum Ansprechen über
31. +, Pk, siT2, S2T2, P, Stop, —.
Der Magnet ZM wird abgeschaltet, und das Relais P hält sich so lange, bis Relais III abfällt über
22. +, III«, pv, P, Stop, —.
Nach dem Abfallen von Relais III fällt auch das
Relais P wieder ab, und da das Relais IV durch seine Verzögerung noch einen Augenblick langer angezogen
bleibt, wird der Stromkreis 16 gebildet, und der Wagen des Blattschreibers kommt an den Anfang der ersten
Zeile des nächsten Formblattes zu stehen. Da alle Relais abgefallen sind, kann durch Druck auf eine
Sendertaste die nächste Sendung ausgelöst werden.
Zu 5.: Die Steuerung der Umsetzung mit Hilfe des Fühlkontaktes Fkx am Sender und des Ziffernkontaktes
Zik am Blattschreiber arbeitet trotz der zeitlichen Verschiebung im allgemeinen einwandfrei.
Lediglich bei der Zeichenfolge »Ziffernumschaltung, Buchstabenumschaltung und V<? läßt sich nicht vermeiden,
daß diese beiden Kontakte kurzzeitig geöffnet sind. Dies führt jedoch nicht zur Unterbrechung der
Sendung, da der zuletzt wieder schließende Ziffernkontakt Zik die Erregung des Relais A über Stromkreis
6 und dieses die Erregung des Relais B schon vor Beendigung des abgetasteten Zeichens V veranlaßt
über
23. +, Zik, a12, Wk, B, α«ΐ, si11, p, Stop, —.
Die auslaufende Relaiskette kann nun die Magneten ZM und Na nicht betätigen, da die zugeordneten
Stromkreise durch die Kontakte axl und &T bereits
wieder aufgetrennt sind. Auch der Sender arbeitet ohne Unterbrechung weiter, da die Kupplung beim
Auslauf des -Zeichens wieder eingeschaltet ist.
Falls auch der Wagenkontakt Wk in diesem Fall gerade geöffnet wird, d. h. wenn das Schriftzeichen V
gerade auf den Anfang des Zeilenauslaufs kommt, dann
wird das Relais A, wie oben beschrieben, und das Relais B nach etwa 0,25 Sekunden von dem Kontakt
II1 des Kettenrelais II wieder angeworfen und die Sendung, wie oben erwähnt, fortgesetzt.
Ist der Zeilenumschalter ZU auf eine Zeile geschaltet, so wird an der ersten Stelle des Zeilenauslaufs
überhaupt verhütet, daß die Relais A, B und die Senderkupplung abfallen können. Der Kontakt Wk
überbrückt dann den Fühlkontakt Fk i. Wird zufällig an dieser Stelle ein »=« geschrieben, so folgt die
selbsttätige Einfügung des Signals für den Wagenrücklauf und Zeilenvorschub erst beim nächstfolgenden
Zwischenraum. Um sicherzustellen, daß auch nach erfolgter Aufzeichnung des Nachrichteninhalts auf das
letzte Formblatt der Sender selbsttätig abgeschaltet wird, obwohl der Papierkontakt dauernd geschlossen
ist, wird der Papierkontakt Pk erst nach Abfall des zugeordneten Senderelais Si bzw. S2 über die
Schalter siT2 und S2v2 angeschlossen. In diesem Fall
findet kein Papiertransport statt.
Soll nach gestoppter Sendung oder etwa wegen Verschmutzung des gerade zu beschriftenden Formblattes
das nächste Formblatt nachgeschoben werden, so ist die Taste Zl zu drücken. Dadurch erhalten der
Magnet ZM und das Relais III Strom über
24. +, Zi1
ZM
III (1-3), ΠΙ (3-5)
Stop,
Nach Loslassen der Taste Zl kommt der Stromkreis 2Q, zustande und der Papiervorschub wickelt
sich, wie an dieser Stelle beschrieben, ab.
Die Anschaltung des Empf angslöchers EL kann mit Hilfe des Schalters TW eingeleitet werden. Wie aus
dem Schaltbild ersichtlich ist, erhält das Relais T über diesen Schalter Strom zugeführt, sobald die Abschrift
beginnt. Der vom Relais T gesteuerte Kontakt <m hebt die aus der Zeichnung ersichtliche Überbrückung
des Sendekontaktes sr auf; die Zeichen werden auf diese Weise mit Hilfe des zugeordneten
Senderelais SR auf den Stromkreis des Empfangslochers EL übertragen. Dieser Stromkreis kann im
Bedarfsfalle an ein Teilnehmerfernschreibnetz angeschlossen sein; es kann auf einem hier eingeschleiften
Fernschreiber geschrieben werden, ohne daß diese Zeichen auf den Blattschreiber gelangen können.
Nach erfolgter Abschrift wird der Sendekontakt sr von dem abfallenden Relais Γ vor Auslösung des Zeilenvorschubs
wieder überbrückt; die Zeilenzeichen können auf diese Weise nicht in das Teilnehmerfernschreibnetz
gelangen. Bei Verwendung des Gerätes EL lediglich als Empfangslocher wird mit Hilfe eines
Relais Q der Namengeber zweimal zur Herstellung des gewünschten Abstandes zwischen den einzelnen Nachrichten
ausgelöst. Das Relais Q ist in der Weise anzugsverzögert, daß es nur bei Dauerzeilenvorschub
anspricht. Im Gerät EL ist ebenfalls ein Namengeberauslösemagnet angebracht, der seinen Strom über den
Schalter TW und einen vom Relais Q gesteuerten Kontakt qux erhält.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zur Umsetzung von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift, wobei im Empfangsblattschreiber der Wagenrücklauf und der Zeilen-Vorschub selbsttätig von einer bestimmten Stelle der Zeile ab durch Empfang des als Wortabstandszeichen gesendeten Zwischenraumzeichens ausgelöst werden und Zusatzeinrichtungen vorgesehen sind, durch die das Anhalten der Streifensendung für die Dauer des Wagenrücklaufs und Zeilenvorschubs gesteuert wird, nach Patent 950 10S, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der Übermittlung eines Trennungszeichens auslösbare elektrische oder mechanische Steuermittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe das übermittelte Telegramm zustellfertig auf einem Telegrammformblatt aufgezeichnet wird, also z, B. Kopf, Anschrift, Text und Unterschrift getrennt zeilenmäßig untereinander angeordnet sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einzelnen Telegrammteilen zur besseren Ausnutzung des Formblattes vor oder während der Übermittlung verändert werden kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Steuermittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe durch Rücksendung von Steuersignalen zwischen den einzelnen Telegrammen automatisch so lange Zeilenvorschub gesendet wird, bis das nächste Telegrammformblatt in den Blattschreiber eingelaufen ist und die gewünschte, z. B. durch Steuerlochungen markierte Anfangsstellung für die Übermittlung des nächsten Telegramms erreicht hat.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Steuermittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe wechselweise einer von zwei oder mehreren Streifensendern mit einem Empfangsblattschreiber zusammenarbeitet.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine namengeberartige Zusatzeinrichtung im Blattschreiber ein- oder mehrmals Wagenrücklauf und Zeilenvorschub einzuleiten gestattet.Hierzu 2 Blatt ZeichnungenO 509 697/308 3.56 (609 701 11.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL13872A DE953537C (de) | 1951-09-28 | 1952-11-13 | Einrichtung zum Umsetzen von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL10199A DE950198C (de) | 1951-09-28 | 1951-09-28 | Blattfernschreiber zur Umsetzung von Streifenschrift in Blattschrift |
| DEL13872A DE953537C (de) | 1951-09-28 | 1952-11-13 | Einrichtung zum Umsetzen von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE953537C true DE953537C (de) | 1956-12-06 |
Family
ID=25985000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL13872A Expired DE953537C (de) | 1951-09-28 | 1952-11-13 | Einrichtung zum Umsetzen von Fernschreibstreifenschrift in Blattschrift |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE953537C (de) |
-
1952
- 1952-11-13 DE DEL13872A patent/DE953537C/de not_active Expired
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