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DE950170C - Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf - Google Patents

Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf

Info

Publication number
DE950170C
DE950170C DEK25600A DEK0025600A DE950170C DE 950170 C DE950170 C DE 950170C DE K25600 A DEK25600 A DE K25600A DE K0025600 A DEK0025600 A DE K0025600A DE 950170 C DE950170 C DE 950170C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aircraft
rescue
fuselage
aircraft fuselage
bulkheads
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK25600A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Klug
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK25600A priority Critical patent/DE950170C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE950170C publication Critical patent/DE950170C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C1/00Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
    • B64C1/32Severable or jettisonable parts of fuselage facilitating emergency escape

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf Es ist immer wieder versucht worden, Sicherheitsvorrichtungen für Flugzeuge zu schaffen, die bei Unglücksfällen, besonders bei Abstürzen, über See, eine Rettung der Flugzeuginsassen und der Besatzung gewährleisten sollen. Trotz vieler darauf verwandter Mühe ist, wie der geringe Prozentsatz an Überlebenden bei Flugzeugunglücken beweist, die Konstruktion eines mit hoher Sicherheit arbeitenden einfachen Rettungsgerätes noch nicht gelungen. Die bisher benutzten Geräte, wie Schlauchboote, Flöße, Rettungsringe od. dgl., besitzen ein so hohes. Eigengewicht, daB sie für das Flugzeug eine zusätzliche Belastung bedeuten und dadurch seine Tragfähigkeit, Schnelligkeit und Aktionsradius wesentlich herabsetzen. Hierzu kommt noch, daß diese Geräte im Bedarfsfalle oft nicht mehr aus dem Flugzeug herausgebracht werden. können.
  • Neben diesen einfachen Rettungsgeräten hat man auch zur Rettung einzelner Personen sogenannte Sturzsitze entwickelt, welche mit Fallschirmen vermittels abfeuerbarer Patronen, aus dem Flugzeug befördert werden können.
  • Zur Rettung einzelner Piloten ist ferner eine Anordnung bei jagdflugzeugen, insbesondere bei Düsenflugzeugen oder anderen schnellen Flugzeugen, entwickelt worden, die im Falle einer Beschädigung des Flugzeuges eine Abtrennung der Flugzeugkanzel vom übrigen Flugzeugrumpf ermöglichen. Um den Schwerpunkt dieser abzutrennenden Kanzel gleichmäßig zu verteilen und das Gewicht der Kanzel herabzumindern, müssen die dort eingebauten Kanonen oder sonstigen Geräte zuvor abgeworfen werden. Durch zusätzlich vorgesehene Fallschirme, die sich nach dem Abtrennen der Flugzeugkanzel öffnen, kann die Gleichgewichtslage weiter verbessert werden.
  • Die vorbeschriebenen Geräte kommen jedoch zur Rettung von in Verkehrsflugzeugen befindlichen Passagieren nicht in Frage.
  • Man hat deshalb an Stelle dieser einfachen Rettungsräte sogenannte Rettungskabinen entwickcelt, die unabhängig von der Flugzeugkonstruktion im Flugzeugrumpf odsr im hinteren Flugzeugteil vorgesehen und auf Schienen oder sonstigen Aufhängevorrichtungen befestigt sind und im Bedarfsfalle aus dem Flugzeug hinausgeschoben werden.
  • Diese Rettungskabinen haben sich aber nicht bewährt. Abgesehen davon, daß solche Kabinen nur eine beschränkte Personenzahl aufnehmen können, so daß zur Rettung aller Passagiere von großen Verkehrsflugzeugen mehrere solcher Kabinen vorgesehen werden müßten, erhöhen diese Rettungskabinen das Eigengewicht der Flugzeuge in unerwünschtem Maße und beeinträchtigen dabei deren Stabilität. Wenn infolge einer Gefahr oder Bescbädigung des Flugzeuges die Passagiere in diese Kabine gehen, so wird durch die plötzliche Lastverschiebung die Manövriemfähigkeit der Flugzeuge sehr beeinträchtigt.
  • Der größte Nachteil solcher im Flugzeugrumpf, und zwar unabhängig von diesem angeordneten Rettungskabinen besteht aber darin, daß das Hinausgleiten dieser Rettungskabinen nur möglich ist, wenn das Flugzeug sich in Normallage befindet. Stürzt nun das Flugzeug nach vorn, über die Seite oder über Heck ab, dann lassen sich solche Kabinen nicht mehr aus dem Flugzeug hinausziehen.
  • Die Erfindung betrifft eine von den bisher bekannten Rettungsgeräten vollkommen abweichende Rettungseinrichtung, die bei großer Sicherheit nicht mit den Nachteilen der bisher bekannten Rettungsgeräte behaftet ist. Sie erfordert darüber hinaus kennen komplizierten Mechanismus und bedeutet vor allem kein zusätzliches Gewichst für das Flugzeug. Bei Notlandung auf dem Wasser gewährt sie eine hundertprozentige Sicherheit und gestattet die Rettung von Flugzeugbesatzung und Passagieren, auch wenn, zwischen dem Absturz des Flugzeuges und dem Auffinden der Passagiere ein längerer Zeitraum vergehen sollte.
  • Zur Ausbildung des Rettungsgerätes werden die im Flugzeug vorhandenen Trennwände in wasserdichte Schotten mit entsprechenden Türen umgebaut und der zwischen diesen Schotten befindliche Teil bzw. bei mehreren die zwischen diesen Schotten befindlichen Teile vom übrigen Flugzeugrumpf abgesprengt.
  • Man erhält auf diese Weise in sich geschlossene Rettungskabinen, welche als solche schwimmfähig sind und deren Absturz beim Niedergehen auf Wasser durch zusätzlich sich öffnende Fallschirme in ihrem Aufprallen auf das Wassar gemindert wird.
  • Die Absprengung des oder der Flugzeugrumpfteile vom übrigen Flugzeug kann an verschiedenen Stellen erfolgen; so z. B. an mindestens zwei Stellen des Rumpfkörpers, deren Abstand der Länge der Rettungskabine entsprechen soll.
  • Um die Schwimmfähigkeit dieser aus dem Flugzeugrumpf herausgesprengten Rettungskabinen zu erhöhen, können noch zusätzlich die an den Rumpf angrenzenden Tragflächenteile gleichzeitig mit abgesprengt werden.
  • Um die Absprengung bestimmter als Rettungskabinen gedachter Teile des Flugzeuges ohne Beschädigung der Rettungskabinen vorzunehmen, sind außerhalb der Schotten und in einem gewissen Abstand von z. B. etwa o,5 m von diesen je eine oder mehrere um den ganzen Flugzeugrumpf und über jeden Spanten gehende Aussparungen, Rillen, Kanäle, Rohrleitungen oder flexible Schläuche vorgesehen, welche mit einem vorzugsweise gegen Schlag und Stoß u. dgl. unempfindlichen Sprengstoff in solcher Menge beschickt sind, daß bei einer aus dem zwischen den Schotten liegenden Rumpfteil vorgenommenen Auslösung der Sprengladung dier zwischen den Schotten liegende Teil des Flugzeugrumpfes rasch und vollständig von den übrigen Teilen des Flugzeuges abgetrennt werden kann.
  • Die Auslösung der in den, Rillen, Schläuchen, Rohrleitungen od. dgl. befindlichen Sprengladungen erfolgt zweckmäßigerweise vermittels Zündkapseln, elektrischen Zündungen, Zündschnüren, Zündleitungen usw. Die Betätigung dieser Auslösevorrichtung erfolgt zweckmäßigerweise vermittels eines Hebels, der im oberen Teil des durch die Schotten abgegrenztenFlugzeugraumes angebracht ist, derart, daß durch einen Hebelgriff gleichzeitig die zu beiden Seiten der Schotten vorgesehenen Sprengladungen zur Detonation gelangen. Um eine mißbräuchliche Benutzung dieser Sprengladungen auszuschließen, ist normalerweise dieser Hebel verdeckt oder überdeckt nur an einer der Flugzeugbesatzung bekannten Stelle vorgesehen.
  • Durch einfaches Ziehen oder Umlegen dieses Hebels wird durch die erfolgte Zündung der Sprengladung der zwischen den Schotten liegende Teil des Flugzeugrumpfes von dem vorderen, die Tragflächen und die Motoren tragenden Flugzeugteil einerseits und dem das Leitwerk tragende Rumpfende andererseits abgetrennt.
  • Um eine Beschädigung des als Rettungsarm dienenden, zwischen den. Schotten. liegenden Rumpfteiles. oder eine Beschädigung der Schatten selbst bei der Detonation des Sprengstoffes auszuschließen oder nach Tunlichkeit zu verhiindern, sind erfindungsgemäß die den Sprengstoff enthaltenden Schläuche, Rohrleitungen usw. in einem gewissen Abstand von den Schrotteen. .entfernt angeordnet und die Sprengstoff enthaltenden Schläuche, Rohrleitungen gegen die Schotten zu, z. B. durch Laschen, Winkeleisen od. dgl., entsprechend abgeschirmt. Erfolgt die Absprengung des als Rettungsraum dienenden Rumpfteiles bei einem auf dem Wasser auffallen en Flugzeug, so werden das Leitwerk mit dem Rumpfende und die Tragflächen oder ein Teil dieser mit den Motoren versinken, während der wasserdicht abgeschlossene Rettungsraum mit den im Innern. befindlichen Insassen auf dem Wasser unbegrenzt schwimmfähig ist.
  • Um ein Kentern dieses als Art Rettungsboot wirkenden Flugzeugteiles zu vermeiden, ist es zweckmäßig, im Baden des Rumpfes eine Unterteilung vorzusehen und in dem so geschaffenen abgegrenzten Raum die Batterien des Funkgerätes, Lebensmittel, Wasser, Gepäck usw. als Ballast unterzubringen. In diesem Raum können auch ein Hilfsmotor und als. Steuer vorgesehene Aggregate untergebracht werden, wodurch dieser Rettungsraum zu mindest teilweise manövrierfähig wird. Ferner können. in diesem Raum Hilfssegel, Orientierungsgeräte:, Signalgeräte usw. untergebrächt werden.
  • Im oberen Rumpfteil ist ferner erfindungsgemäß eine auch von innen leicht zu öffnende kastenförmige Luke od. dgl. vorgesehen, die nicht nur zum Aussteigen. der Insassen aus dem Rettungsraum dient, sondern die zusätzlich auch einen oder mehrere Fallschirme enthält, welche ebenfalls durch einen einfachen Hebelgriff aus dem Inneren des Rettungsraumes geöffnet werden können. Durch diese Anordnung kann der Rettungsraum auch bei Flugzeugunglücken über Land von den übrigen Flugzeugteilen abgesprengt werden.
  • In den Abb. I und 2 ist eine einfache Vorrichtung gemäß der Erfindung, nur zur Erläuterung des Prinzips, .schematisch wiedergegeben, und zwar zeigt die Abb. I einen Längs- und die Abb. 2 einen Querschnitt. Mit I ist der als Rettungsraum vorgesehene Teil des Flugzeugrumpfes angedeutet. Wie in den konvex ausgebildeten Trennwänden 2 und 3 sind die ebenfalls konvex ausgebildeten Türen .4 und 5 wasserdicht abschließbar eingebaut. Außerhalb der als Schotten dienenden Wände 2 und 3 bzw. Türen 4 und 5 sind in der inneren Rumpfumhüllung die Sprengstoff enthaltenden Leitungen 6 und 7 vorgesehen, welche durch Laschen 8 und 9 die Schotten gegen Splitter od. dgl. bei der Absprengung des Rettungsraumes sichern. Die Auslösung der Detonation erfolgt vermittels des im oberen Teil des Rettungsraumes vorgesehenen Hebels Io, der über die Zündleitungen II und I2 mit der Sprengladung verbunden ist. Mit 13 ist der untere Raum angedeutet, in dem die Ballaststoffe, Nahrungsmittel, Wasser usw. untergebracht sind. In dem Mit 14 angedeuteten Raum ist der bzw. sind die Fallschirme untergebracht.
  • Im Falle einer Notlandung oder eines beginnenden Absturzes begeben sich die Insassen in den Rettungsraum, der nasch dem Verschließen der Türen von der Besatzung, falls keine andere Rettungsmöglichkeit besteht, durch Betätigung des die Detonation des Sprengstoffes auslösenden Hebels. von den übrigen Flugzeugteilen abgesprengt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf, dadurch gekennzeichnet, daß im Flugzeugrumpf mindestens zwei luft- und wasserdicht schließende, mit eingebauten Türen (4, 5) in entsprechender Entfernung voneinan, der angeordnete Schotten (2, 3) und in einem gewissen Abstand von den Schotten, und zwar außerhalb des durch diese begrenzten Raumes, um den ganzen Flugzeugrumpf und über jeden Spanten gehende Aussparungen, Rillen, Kanäle, Rohrleitungen, Schläuche od. dgl. (6, 7) vorgesehen sind, die mit einem vorzugsweise gegen Schlag und Stoß =empfindlichen Sprengstoff in solcher Menge beschickt sind, daß bei Auslösung der Sprengladung durch Betätigung eines. innerhalb des Schottenraumes. vorgesehenen Hebels (Io) o.d. dgl., der die beiden Sprengladungen über entsprechende Leitungen., Zündschnüre od. dgl. (II, 12) verbindet, eine Abtrennung des Schottenraumes von dem übrigen Flugzeugrumpf erfolgt.
  2. 2. Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß neben den im Flugzeugrumpf vor und hinter den Tragflächen vorgesehenen Schotten und Sprengleitungen noch Schotten und Absprengrillen ad. dgl. in den am Flugzeugrumpf angrenzenden Tragflächenteilen vorgesehen sind, deren Zündleitungen an dem im Schottenraum befindlichen Hebel (Io) od. dgl. angeschlossen sind, so daß die Absprengung der Tragflächen mit den anderen Rumpfteilen des Flugzeuges gleichzeitig erfolgt.
  3. 3. Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des zwischen den Schotten liegenden Raumes beliebig von dem übrigen Raum abgetrennt ist und als Ballastraum od. dgl. dient.
  4. 4. Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem oberen Teil des Rettungsraumes. innerhalb oder außerhalb desselben ein oder mehrere aufklappbare Räume, die auch als Aussteigeöffnung dienen können, für die Aufnahme von mit der Rettungsvorrichtung verbundenen Fallschirmen, deren Betätigung von .den Rettungsraum aus erfolgt, vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche P.artentschrift Nr. 574 044; britische Patentschrift Nr. 58o 446; schweizerische Patentschrift Nr. 241 815; framzösischePatentschmi@ftenNr.954636, io2o845.
DEK25600A 1955-04-23 1955-04-23 Als Rettungsvorrichtung ausgebildeter Flugzeugrumpf Expired DE950170C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3107641A (en) * 1961-03-03 1963-10-22 Jet Res Ct Inc Submarine vessel

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FR954636A (de) * 1950-01-04
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