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DE959687C - Geraet zur unmittelbaren Anzeige des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veraenderlichen Faktor - Google Patents

Geraet zur unmittelbaren Anzeige des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veraenderlichen Faktor

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Publication number
DE959687C
DE959687C DEV7865A DEV0007865A DE959687C DE 959687 C DE959687 C DE 959687C DE V7865 A DEV7865 A DE V7865A DE V0007865 A DEV0007865 A DE V0007865A DE 959687 C DE959687 C DE 959687C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
point
reference line
helix
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEV7865A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Du Verdier De Genouillac
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JEAN DU VERDIER DE GENOUILLAC
Original Assignee
JEAN DU VERDIER DE GENOUILLAC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JEAN DU VERDIER DE GENOUILLAC filed Critical JEAN DU VERDIER DE GENOUILLAC
Application granted granted Critical
Publication of DE959687C publication Critical patent/DE959687C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P1/00Details of instruments
    • G01P1/07Indicating devices, e.g. for remote indication
    • G01P1/08Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G3/00Devices in which the computing operation is performed mechanically

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 7. MÄRZ 1957
V /865IX142 ο
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur unmittelbaren Anzeige des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veränderlichen Faktor, bei dem sich der gesuchte Wert des Produktes durch Übereinstimmung zweier gleichgerichteter Geschwindigkeiten ergibt, von denen die erste die Wandergeschwindigkeit einer Marke eines beweglichen Markierungsnetzes und die andere eine Geschwindigkeit υ ist, mit der sich ein Meßpunkt längs einer Bezugslinie des Markierungsiietzes bewegt.
Derartige Geräte zur Ermittlung des Produktes einer Momentangeschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veränderlichen Faktor sind bereits als Geschwindigkeitsmesser für Luftfahrzeuge bekanntgeworden. Bei diesen bekannten Geräten wird die Geschwindigkeit eines in das Gerät hineinprojizierten Punktes der von dem Flugzeug überflogenen Landschaft mit der Wandergeschwindigkeit einer Reihe von Marken verglichen, die hintereinander mit einer sich stetig verändernden, von der jeweiligen Lage der einzelnen Marke abhängigen Geschwindigkeit längs einer Bezugslinie geführt werden. Der Bezugslinie ist eine Ableseskala zugeordnet, auf der der gesuchte Wert an derjenigen Stelle abgelesen wird, an welcher die Wandergeschwindigkeit der Marken mit der Geschwindigkeit des Abbildes des Landschaftspunktes übereinstimmt.
Die Wandergeschwindigkeit der Marken läßt sich in ihrer absoluten Größe durch eine Einstellvorrichtung regeln, um so die Flughöhe des Flugzeuges über der Landschaft zu berücksichtigen.
Ein solches bekanntes Gerät, das die Geschwindigkeit des Abbildes des Landschaftspunktes. längs der Bezugslinie mit dem durch die Flughöhe des Flugzeuges gegebenen Vervielfachungsfaktor multipliziert, kann auch zum Messen von beliebigen anderen Geschwindigkeiten bewegter Objekte, z. B. zur Messung von Wolkengeschwindigkeiten, verwendet werden.
Bei diesen Geräten wird jedoch die Geschwindigkeit als Skalar, d. h. als reiner Zahlenwert auf einer trigonometrischen oder empirisch geeichten Skala, ab-3-5 gelesen; das gefundene Ergebnis der Messung kann also nur als reiner Zahlenwert verwendet werden. Ist nicht die Geschwindigkeit selbst gesucht, sondern eine andere Größe, die eine Funktion der Geschwindigkeit ist, so muß eine besondere Rechenoperation an no die Messung angeschlossen werden.
Es sind andererseits bereits Meßvorrichtungen zur Bildung des Produktes oder des Quotienten zweier Meßgrößen bekanntgeworden, in denen auf mechanische Weise die Summe oder die Differenz der Logarithmen der Meßgrößen gebildet wird. Bei diesen bekannten Geräten werden logarithmische Führungskörper verwendet, die mit zu den Meßgrößen proportionalen Geschwindigkeiten angetrieben werden und die die Logarithmen der Meßgrößen-Zeitintegrale auf ein Differentialgetriebe übertragen, das die Addition oder Subtraktion dieser Logarithmen durchführt. Derartige Geräte bilden j edoch keine Momentanprodukte, sondern jeweils über längere Zeiträume sich erstreckende Mittelwerte. Die Anzeige des gesuchten Produktes oder des Quotienten erfolgt durch einen Zeiger auf einer festen Skala, nicht jedoch durch den Vergleich zweier gleichgerichteter Geschwindigkeiten, von denen die erste die Wandergeschwindigkeit einer Marke eines beweglichen Markierungsnetzes und die andere die den einen Faktor des gesuchten Produktes bildende Geschwindigkeit ν ist, mit der sich ein Meßpunkt längs einer ruhenden Bezugslinie des beweglichen Markierungsnetzes bewegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, das nicht nur eine Geschwindigkeit anzeigt, sondern unmittelbar das Produkt eines als Geschwindigkeit ν in das Gerät eingeführten Zeitdifferentials einer zeitlich veränderlichen Größe mit einem beliebigen anderen Faktor q liefert, der auch ein veränderlicher Faktor oder Parameter sein kann, wobei das Ergebnis nicht nur als reiner Zahlenwert, sondern als eine dem gesuchten Wert proportionale Strecke geliefert werden soll.
Ein diese Aufgabe lösendes Gerät läßt sich zu vielen ganz unterschiedlichen Zwecken verwenden, da das Problem der Bildung des Produktes eines Zeitdifferentials irgendeiner Größe mit einem beliebigen Faktor in vielen Bereichen der Technik auftritt. Der Faktor §- kann dabei jede beliebige Form haben; er kann z. B. den Wert 1 haben oder auch 4-sein. Im
letzteren Falle ist das gesuchte Produkt der Quotient des Zeitdifferentials und des Wertes p, der insbesondere eine Geschwindigkeit oder eine andere zeitabhängige Größe sein kann.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß ein auf dem bekannten Prinzip des Geschwindigkeitsvergleiches beruhendes, bisher nur für die zahlenmäßige Anzeige von Geschwindigkeiten benutztes Gerät zur Erfüllung vieler technischer Aufgaben herangezogen werden kann, wenn man die Wandergeschwindigkeit der in dem Gerät wandernden Marken nicht nach einer trigonometrischen Funktion ihres Weges längs der Bezugslinie, sondern nach einer Exponentialfunktion des Parameters t · q ändert. Dadurch ergibt sich für die Ablesung des gesuchten Wertes eine gleichmäßig geteilte Skala; der Wert wird nicht nur — wie bei den bekannten Geschwindigkeitsmeßgeräten — als Skalar, sondern als eine dem gesuchten Wert proportionale Strecke geliefert, die unmittelbar weiterbenutzt werden kann.
Die Erfindung besteht also darin, daß bei einem Gerät der eingangs beschriebenen Art zwecks Erweiterung des Anwendungsbereiches des -Gerätes auf ganz unterschiedliche technische Aufgaben für die Bewegung der in dem Gerät wandernden Marken eine Vorrichtung Verwendung findet, die diesen Marken eine sich nach einer Exponentialfunktion des Parameters t · q ändernde Geschwindigkeit erteilt, wobei t die Zeit und q den gegebenenfalls veränderliehen Faktor bedeutet.
Eine solche Vorrichtung kann z. B. aus einer in einer Ebene liegenden logarithmischen Spirale der polaren Gleichung ρ = βθ bestehen, die um ihren Mittelpunkt gedreht wird, wobei die Schnittpunkte dieser Spirale mit einer ruhenden, durch ihren Mittelpunkt gehenden geraden Bezugslinie die Marken bilden, die längs der Bezugslinie mit der sich nach einer Expotentialfunktion ändernden Geschwindigkeit wandern.'
An Stelle einer solchen Spirale kann man auch eine zylindrische Schraubenlinie verwenden, deren Steigung sich nach einem Exponentialgesetz ändert und bei der die Schnitt- oder Berührungspunkte der um ihre Achse gedrehten Schraubenlinie mit einer ruhenden, die Bezugslinie bildenden Erzeugenden des Schraubenzylinders die wandernden Marken sind.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung in der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei die durch d6n Aufbau der Geräte gegebenen Gerätekonstanten, die bei der Ermittlung der Resultate beteiligt sind, unberücksichtigt bleiben.
Abb. χ ist eine schematische Darstellung eines Gerätes für die Bildung einer Strecke ν · T, die ein bewegliches Objekt, das die Geschwindigkeit ν hat, während der Zeitdauer T durchläuft;
Abb. 2 zeigt — ebenfalls nur schematisch — eine abweichende Ausführungsform des in Abb. 1 dargestellten Gerätes, die in anderer Weise als das in der Abb. 1 dargestellte Gerät angewendet werden kann;
Abb. 3 ist eine schematische Darstellung eines Gerätes zur Anzeige des spezifischen Kraftstoffverbrauches eines mit flüssigem Brennstoff gespeisten Motors;
Abb. 4 ist die schematische Darstellung eines Gerätes zur Ermittlung der Momentangeschwindigkeit υ eines Fahrzeuges, wobei diese Geschwindigkeit auf einer gleichmäßig unterteilten Skala abgelesen werden kann.
Das in der Abb. ι ganz schematisch dargestellte Gerät, das — wie bereits erwähnt — zur Bildung der Strecke ν · T dient, die ein mit der unbekannten Geschwindigkeit a · υ sich bewegender Gegenstand während der Zeit T durchläuft, besteht im wesentlichen aus einer ebenenen Scheibe, auf der eine logarithmische Spirale ι mit der Polargleichung ρ = e& aufgezeichnet ist. Diese Scheibe wird im Sinne des Pfeiles 2 um den Mittelpunkt O der Spirale in Drehung versetzt.
Das Gerät enthält weiterhin optische Vorrichtungen, z. B. ein Visierfernrohr, das auf die Scheibe, auf der die Spirale 1 aufgetragen ist, das Bild M des sich mit der Geschwindigkeit α · ν bewegenden Gegenstandes projiziert, so daß der Bildpunkt M mit der Geschwindigkeit υ über die Scheibe zieht. Man kann ferner durch bekannte Mittel, z. B. unter Zuhilfenahme des optischen Visiergerätes, auf die die Spirale tragende Scheibe das Bild einer geraden Bezugslinie R-R' projizieren, die durch 'den Mittelpunkt O der Spirale und durch den Punkt M hindurchgeht. Wie die Darstellung zeigt, wird das Gerät so ausgerichtet, daß sich das Bild M auf der Bezugslinie R-R' zum Punkt O hinbewegt.
Da gemäß der Erfindung die Spirale im Sinne des Pfeiles 2 mit einer Winkelgeschwindigkeit ω = -~-ge-
dreht wird, bewegen sich die Schnittpunkte der Spirale mit der Linie R-R' auf dieser Linie derart, daß ihre Bewegungsgleichung, bezogen auf die Abszisse x = eß — tm)
—t
oder vereinfacht β T ist. Dann wird die scheinbare Radialgeschwindigkeit eines Schnittpunktes der Spirale mit der Bezugslinie (die als #-Achse gewählt wird) in einem Abszissenpunkt χ durch die Gleichung
dx
It
= β
gegeben. Die Geschwindigkeit ν des Punktes M wird nicht gesucht, sie wird nur zur Bildung des Produktes ν · T benutzt, da man die Strecke 0-M sucht, die gleich dem Wert des Produktes ν · T ist, in dem T bereits vorher gegeben ist.
Diese Aufgabe tritt z. B. bei Ermittlung der Vorhaltestrecke beim Schießen auf ein bewegliches Ziel auf, wobei man den Wert T, der die Flugzeit des Geschosses bis zum Treffpunkt bedeutet, aus dem Abstand des Zieles ermittelt hat. In diesem Falle ist υ die Geschwindigkeit, mit der das Bild des Zieles — dessen- Weg als senkrecht zur Schußrichtung angenommen werden soll — über die Meßfläche zieht, und die Strecke Ö-M, die man sucht, ist = ν · T.
Sie bestimmt den Augenblick, an dem der Abschuß erfolgen muß, damit das Ziel von dem Geschoß erreicht wird, wenn der Bildpunkt M den Punkt O eneicht, der die Schußachse darstellt.
Gemäß der Erfindung ergibt sich der Punkt M, an dem der Abschuß erfolgt, als derjenige Punkt, in welchem die Geschwindigkeit υ des Bildpunktes M
gleich der Geschwindigkeit -^- des Schnittpunktes der
Spirale mit der Bezugslinie R-R' ist, der mit dem Bildpunkt M zusammenfällt. Es wurde bereits vor-
her angegeben, daß
——
Ct t
= e
ist. Wenn man diesen
Wert außerdem gleich der negativen Geschwindigkeit — υ des Bildpunktes M setzt, ergibt sich, daß
ν = -|r, d. h. χ— υ · T ist. Infolgedessen ist die
Strecke O-M vom Mittelpunkt der Spirale bis zu dem augenblicklichen Bildpunkt M gleich dem Produkt von ν ■ T, wenn sich der Bildpunkt M an einer Stelle der Spiralenebene befindet, an der die radialen Geschwindigkeiten des beweglichen Bildpunktes M und der Spirale gleich erscheinen. In diesem Augenblick also muß der Schuß, abgefeuert werden, damit das Geschoß nach Ablauf der Zeit T das Ziel in einem Punkt erreicht, dessen Abbild dann in dem Punkt O Hegt.
Das Gerät hat in dem obigen Beispiel die Geschwindigkeit ν mit einem Faktor q = T multipliziert.
Die Winkelgeschwindigkeit der Spirale, die umgekehrt verhältnisgleich zu T ist, kann durch ein beliebiges Antriebsorgan erzeugt werden, das mit einem Drehzahlregler versehen ist. Dieser Drehzahlregler kann z. B. aus einer rotierenden Scheibe mit an diese Scheibe angepreßter Rolle bestehen, wobei man je nach der verlangten Geschwindigkeit die Rolle der Scheibenmitte nähert oder von ihr entfernt.
Die Abb. 2 veranschaulicht eine abweichende Anwendungsform des in der Abb. 1 dargestellten Gerätes. Bei dieser Anwendungsform ist die Spirale nicht mehr auf den Punkt O zentriert, der die Schußachse darstellt, sondern auf den Bildpunkt M des beweglichen Objektes, der sich im Sinne des Pfeiles 3 bewegt. In diesem Falle wird die Spirale 1 im Sinne des Pfeiles 4 in der Weise gedreht, daß die Schnittpunkte der Spirale mit der durch den Punkt 0 gehenden Bezugslinie R-R', die in die Richtung der Bewegung ν eingestellt ist, sich auf den Mittelpunkt der Spirale, d. h. auf den Punkt M, bewegen.
Wenn der Punkt O gegenüber der sich drehenden Spirale unbeweglich erscheint, befindet sich der Bildpunkt M in einem Abstand ν ■ T von dem Punkt O, vorausgesetzt jedoch, daß, wie im Falle der Abb. x,
die Winkelgeschwindigkeit der Spirale = — ist.
Das durch Abb. 1 schematisch dargestellte Gerät kann auch zu anderen Zwecken dienen, beispielsweise zur Festlegung des Zeitpunktes, in dem ein Flugzeug, das sich einer Landebahn nähert, von deren Anfang noch über eine Zeit T entfernt ist. In diesem Fall wird die Spirale auf der Fläche des Radarspiegels in Drehung versetzt, wobei der Mittelpunkt der Spirale auf den Anfang der Landebahn zentriert, die Bezugslinie R-R' auf die Landeflugbahn des Flugzeuges ausgerichtet und die Winkelgeschwindigkeit der Spirale in Abhängigkeit von der Zeit eingestellt wird, die man
dem Flugzeug anzugeben wünscht. Wenn man den Zeitpunkt angeben will, in dem sich das Flugzeug z. B. noch 30 Sekunden von der Landebahn entfernt befindet, so sind diese 30 Sekunden die Zeit T, die
die Winkelgeschwindigkeit ω = -|r der Spirale festlegen. Nach Einstellen dieser Geschwindigkeit verfolgt man auf dem Radarspiegel das elektronische Bild M des Flugzeuges. Wenn das Bild M im Verhältnis zu den Schnittpunkten der Spirale mit der Bezugslinie R-R' unbeweglich erscheint und.beide zusammenfallen, dann ist das Flugzeug noch genau 30 Sekunden vor dem Anfang der Landebahn.
Es genügt, die Drehgeschwindigkeit der Spirale zu ändern, um dem Flugzeug nach und nach mehrere Annäherungszeiten anzugeben, je nach seiner Annäherung an die Landebahn.
Abb. 3 ist die schematische Darstellung eines Gerätes zur Festlegung des spezifischen Kraftstoffao Verbrauches eines Motors.
Dieser Kraftstoffverbrauch c ergibt sich durch die Formel
_ dE_ ι dt Ca
wobei E = Kraftstoffmenge, C = Drehmoment des Motors, α = Motordrehzahl ist.
In diesem Fall bedeutet in dem mit dem erfindungsgemäßen Gerät zu messenden Produkt ν · q, ν -jr-
den Kraftstoffverbrauch je Stunde, und q = -^—
(p = Ca).
Das Gerät nach der vorliegenden Erfindung enthält einen Umlaufzylinder 5, der über einen mit dem Motor 7 verbundenen Drehzahlwandler 6 in Drehung versetzt wird, der die Drehgeschwindigkeit α mit dem Drehmoment C multipliziert.
Auf dem Zylinder 5 ist eine Exponentialschraubenlinie 8 der Formel ζ = ee eingezeichnet. Die Koordinate ζ bezieht sich auf die Achse des Zylinders. Die Drehgeschwindigkeit des Zylinders ist, wie bereits
ä.® festgestellt, gleich C · a, d. h. —— = C ■ a.
77
Cb Ϊ
Man hat also -r- = ζ · C
dt
a.
Das Gerät enthält außerdem einen zweiten Umlaufzylinder 9, dessen Achse parallel zu der des ersten liegt und der durch den Kraftstoffzähler angetrieben wird. Auf diesem Zylinder ist eine durch die Gleichung ζ = χΘ bestimmte Schraubenlinie 10 aufgezeichnet.
Es ergibt sich also:
dz
dE
Der Kraftstoffzähler ist schematisch dargestellt und mit 11 bezeichnet.
Längs einer gemeinsamen, die Bezugslinie bildenden Erzeugenden R-R' scheinen sich die beiden Kurven 8 und 10 im Verhältnis zueinander zu bewegen, außer in einer schmalen Zone, in der sie die gleiche Geschwindigkeit zu haben scheinen.
In dem Punkt, in dem die Geschwindigkeiten gleich erscheinen, gilt
dE
z> C ■ a —
dt
und. demzufolge
ζ =
dE m _i_ dt Ca
Die Länge der Koordinate ζ ist dann gleich c, dem gesuchten spezifischen Verbrauch des Motors, den man auf einer Skala in der Bezugslinie R-R' ablesen kann.
Selbst wenn man keine zur Ablesung geeignete Skala in dem Gerät vorsieht, so kann man nach den Angaben des Gerätes dennoch den Motor stets so einregeln, daß sein spezifischer Brennstoffverbrauch ein Kleinstwert ist. Diese Möglichkeit ist besonders vorteilhaft für den wirtschaftlichen Betrieb von Flugzeugmotoren. ,
Es soll noch darauf hingewiesen werden, daß ein Gerät der gleichen Bauart, wie sie in Abb. 3 dargestellt ist, auch zur Bestimmung des jeweiligen Brennstoffverbrauchs je Kilometer Strecke verwendet werden kann, d. h. zur Bestimmung des Produktes
, in dem der Faktor -^- der Brennstoffverbrauch
J- γ~ I -4A4- V4WA1A 1**kWJ. JL1. Uj&k^\/.L —
je Zeiteinheit ist und V =.ft die Geschwindigkeit des Fahrzeuges bedeutet.
Die Abb. 4 zeigt ein schematisch dargestelltes Gerät, das die Feststellung der jeweiligen Momentangeschwindigkeit ν eines Fahrzeuges von Bord dieses Fahrzeuges aus gestattet.. Die in diesem Falle zu lösende Aufgabe liegt darin, die Geschwindigkeit des Fahrzeuges auf einer Skala mit gleichbleibender Teilung anzuzeigen. Auf dieser Skala muß ζ = ν sein.
Diese Skala ist in der Abb. 4 längs der Bezugslinie R-R' aufgetragen. Das Gerät enthält einen drehbaren Zylinder 12, der durch einen beweglichen Antrieb 13 gedreht wird, der an die treibende Welle 14 angeschlossen ist. Dieser Zylinder 12 dreht eine Schraubenlinie 15, deren Gleichung ζ = Θ ist. Die Koordinate ζ ist auf die Achse des Zylinders bezogen.
Der Zylinder 12 wird mit einer der Fahrzeuggeschwindigkeit proportionalen Drehzahl angetrieben; dann ist
dz ~dt
dt
= v.
Ein weiterer, den Zylinder 12 umgebender, durchsichtiger UmlaufzyUnder 16 wird durch ein Uhrwerk 17 angetrieben. Dieser Zylinder 16 ist mit einer Schraubenlinie 18 versehen, deren Gleichung ζ = e9 ist. Die Koordinate ζ ist gleichfalls auf die Zylinderachse bezogen. Es ergibt sich dann:
& = t und
dt
= z. ■
Im Punkt der Linie R-R', in dem die Geschwindigkeiten der Kurven 15 und 18 gleich erscheinen, ist ζ — v.' Demzufolge genügt es, diesen Punkt auf R-R' zu beobachten, um sofort die Geschwindigkeit υ abzulesen.
Ein derartiges Gerät, wie es in Verbindung mit Abb. 4 beschrieben wurde, kann allgemein für die Messung der Geschwindigkeit von' umlaufenden Bewegungen und insbesondere für die Messung der Drehgeschwindigkeiten von Motoren und des stündlichen Kraftstoffverbrauches verwendet werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen und durch die Zeichnungen näher erläuterten Ausführungsformen des Gerätes begrenzt, ίο vielmehr kann das Gerät im Rahmen der Erfindung zahlreiche Abänderungen erfahren.

Claims (6)

Patentansprüche: 15
1. Gerät zur Ermittlung des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veränderlichen Faktor, bei dem sich der gesuchte
ao Wert des Produktes durch Übereinstimmung zweier gleichgerichteter Geschwindigkeiten ergibt, von denen die erste die Wandergeschwindigkeit einer Marke eines beweglichen Markierungsnetzes und die andere die den einen Faktor des gesuchten
as Produktes bildende Geschwindigkeit ν ist, mit der sich ein Meßpunkt längs einer ruhenden Bezugslinie des beweglichen Markierungsnetzes bewegt, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die den einzelnen Marken des beweglichen Markierungsnetzes sich nach einer Exponentialfunktion des Parameters t · q ändernde Geschwindigkeiten erteilt, wobei t die Zeit und q den gegebenenfalls veränderlichen Faktor bedeutet.
2. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gesuchte, das Produkt eines als Geschwindigkeit ν in das Gerät eingeführten Zeitdifferentials beliebiger Art mit einem gegebenenfalls veränderlichen Faktor darstellende Wert durch die diesem Wert verhältnisgleiche Länge eines Abschnittes der Bezugslinie gegeben ist, der sich von einem Nullpunkt der Bezugslinie bis zu demjenigen Punkt erstreckt, an welchem die Geschwindigkeit des Meßpunktes mit der Momentangeschwindigkeit der Marken übereinstimmt.
3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer sich nach einem Exponentialgesetz ändernden Geschwindigkeit längs der Bezugslinie wandernden Marken durch Schnittpunkte eines in einer rotierenden Fläche liegenden Linienzuges mit der Bezugslinie gegeben sind, wobei die einzelnen Punkte des Linienzuges von einem Nullpunkt (oder einer Nuninie) einen stetig zunehmenden Abstand aufweisen, dessen Größe exponentiell mit dem Rotationswinkel der Fläche zunimmt.
4. Gerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, das zur Bestimmung der Wegstrecke υ · T bestimmt ist, die ein mit der Geschwindigkeit ν sich bewegendes Objekt in der Zeit T zurücklegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät eine in einer Ebene liegende logarithmische Spirale der bekannten polaren Gleichung ρ = e® enthält, die um ihren Mittelpunkt gedreht wird, wobei die Schnittpunkte dieser Spirale mit einer ruhenden, durch den Mittelpunkt der Spirale gehenden geraden Bezugslinie die Maxken bilden, die längs der Bezugslinie mit der sich nach einer Exponentialfunktion ändernden Geschwindigkeit wandern.
5. Gerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, das vorzugsweise zur Bestimmung des spezifischen Kraftstoff- 70 Verbrauches einer Brennkraftmaschine verwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät eine in einer Zyhndernäche liegende logarithmische Schraubenlinie enthält, die um die Achse der Zylinderfläche gedreht wird und bei der die in Richtung der Achse des Zylinders gemessene Koordinate ζ der Schraubenlinie durch eine Gleichung ζ — e° gegeben ist, in der Θ den Drehwinkel bedeutet und die Schraubenlinie mit einer Winkelgeschwindigkeit gedreht wird, die dem Drehmoment des Motors multipliziert mit seiner Drehzahl verhältnisgleich ist, während ein zweiter Zylinder, dessen Achse parallel zu der des ersten Zylinders ist und auf dem eine Schraubenlinie der Formel ζ = Θ aufgezeichnet ist, von einem Kraftstoffmengenmesser angetrieben ist.
6. Gerät nach Anspruch 1, vorzugsweise zur Bestimmung der Momentangeschwindigkeit eines Fahrzeuges innerhalb des Fahrzeuges selbst, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät einen proportional der Fahrgeschwindigkeit, z. B. von dem Fahrzeugantrieb aus gedrehten und mit einer Schraubenlinie nach der Gleichung ζ = Θ (worin ζ den axialen Abstand eines Punktes der Schraubenlinie vom Anfangspunkt derselben und Θ den Drehwinkel dieses Punktes gegenüber dem Anfangspunkt bedeutet) versehenen Zylinder und außerdem einen durchsichtigen, den ersten axial umgebenden Zylinder aufweist, der mit konstanter Geschwindigkeit gedreht wird und auf welchem eine Schrauben-Linie nach der Exponentialfunktion ζ — βθ aufgezeichnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 665950, 369133, 823.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 618/56 9.56 (609 833 2.57)
DEV7865A 1953-10-02 1954-10-01 Geraet zur unmittelbaren Anzeige des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veraenderlichen Faktor Expired DE959687C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR959687X 1953-10-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE959687C true DE959687C (de) 1957-03-07

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ID=9487842

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DEV7865A Expired DE959687C (de) 1953-10-02 1954-10-01 Geraet zur unmittelbaren Anzeige des Produktes einer Geschwindigkeit mit einem gegebenenfalls veraenderlichen Faktor

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FR (1) FR1100997A (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE369133C (de) * 1920-07-16 1923-02-15 Bohdan Cervinka Geschwindigkeitsmesser fuer Luftfahrzeuge
DE526823C (de) * 1928-01-24 1931-06-11 Eric Pellerin Rueckstellvorrichtung fuer die Iogarithmischen Fuehrungskoerper von Messvorrichtungen zur Bildung des Produktes oder des Quotienten zweier Messgroessen
DE665950C (de) * 1935-08-27 1938-10-06 Plath Fa C Vorrichtung zur Ermittlung des Abtriftwinkels und zur unmittelbaren Feststellung der Fluggeschwindigkeit ueber Grund

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FR1100997A (fr) 1955-09-27

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