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DE958560C - Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Salzen

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Publication number
DE958560C
DE958560C DEM12208A DEM0012208A DE958560C DE 958560 C DE958560 C DE 958560C DE M12208 A DEM12208 A DE M12208A DE M0012208 A DEM0012208 A DE M0012208A DE 958560 C DE958560 C DE 958560C
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DE
Germany
Prior art keywords
salts
acid
methyl
biquaternary
bis
Prior art date
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Expired
Application number
DEM12208A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
May and Baker Ltd
Original Assignee
May and Baker Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by May and Baker Ltd filed Critical May and Baker Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE958560C publication Critical patent/DE958560C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/02Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring hetero elements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von biquaternären Salzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Reihe von biquaternären Salzen, welche wertvolle pharmakologische Eigenschaften aufweisen und z. B. als ganglienblockierende ,Mittel Verwendung finden.
  • Die neuen biquaternärenSalzeenthalten,das Kation In obiger Formel bedeutet Z ein Sauerstoffatom oder eine Einfachbindung, R eine j.Vlethyl- oder Äthylgruppe und n die Zahl 5 oder (.
  • Die Eigenschaften der neuen a, w-,Alkylen-bis-N-(N-alkylpyrrolidinium)-salz,e machen diese V.er@
    bindungen besonders geeignet als ganglienblockie-
    rende@ Mittel für die sympathischen Ganglien, wo-
    bei folgende Pyrrolidiniumverbindungen von be-
    sonäerem Interesse sind: a; uo-I-1,exantethylen-bis-
    N-(N-methyIpyrrolidinium)-salze, z, B. das -Dibro-
    mid, a, co-Pentamethylen-bis-N-(N-methylpyrrolidinium)-salze, z. B. das Dijodid.
  • Die entsprechenden Morpholiniumverbindungen weisen den besonderen Vorteil auf, daß sie verhältnismäßig wenig toxisch sind. Von den Morpholiniumverbindungen sind die folgenden von besonderem Interesse: a, co-Hexamethylen-bis-N-(N-methylmorpho-Iinium)-salze, z. B. das Dijodid, a, co - Pentamethylen - bis - N - (N - methylmorpholinium)-salze, z. B. das Dijodid. Es sei bemerkt, daß die Natur des Anions der erfindungsgemäßen Salze vom therapeutischen Standpunkt aus nicht von entscheidender Bedeutung ist. Es sollten jedoch Anionen, die pharmakologisch unerwünscht sind, vermieden werden. Beispiele für geeignete Salze sind das Bromid, Chlorid, Jodid, Bitartrat, Citrat und neutrale Sulfat.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel worin Z ein Sauerstoffatom oder eine Einfachbindung, R eine Methyl- oder Äthylgruppe, n die Zahl 5 oder 6 und An ein Anion bedeutet, werden hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel in der Z und n die obige Bedeutung haben, mit einem Alkylierungsmittel RY umsetzt, in welchem R die obige Bedeutung hat und Y einen Säurerest, besonders ein Halogenatom oder den Schwefelsäurerest oder p-Toluolsulfonsäurerest, bedeutet, oder indem man eine Verbindung Y- (C H2) "-Y in der Y und -n die obige Bedeutung haben, mit N-Methyl- oder N-Äthyl-morpholin oder N-Methyl-oder N-Äthyl-pyrrolidin umsetzt.
  • Die erhaltenen biquaternären Salze können dann gegebenenfalls mit Salzen, die andere Säurereste enthalten, als sie mit dem Rest Y angewandt worden sind, zur Reaktion gebracht werden oder in an sich üblicher Weise über die Ammoniumhydroxyde oder, sofern Verbindungen mit einer Hexamethylenkette erhalten worden sind, über die Salze der Methylen-di-ß-oxynaphthoesäure in Salze anderer Säuren, besonders der Weinsäure, Citronensäure oder Phosphorsäure, übergeführt werden.
  • Im Falle von solchen biquarternäreriAmmoniumsalzen, deren Anion dem Säureradikal eines reaktionsfähigen Esters entspricht (z. B. die Halogenide oder p-Toluolsulfonate), ist es vorteilhaft, beider praktischen Durchführung nach einem der folgenden Verfahren zu arbeiten: a) Bildung der entsprechenden Polymethylenbis-pyrrolidine oder -morpholine, z. B. durch Kondensation eines reaktionsfähigen Polymethylendiesters, wie Dihalogenid, mit Pyrrolidin oder Morpholin, Isolierung desselben und Behandeln der isolierten Base. mit einem reaktionsfähigen Athyl-oder Methylester, wie z. B. Äthyl- oder Methylchlorid, -bromid, -jodid oder -sulfat. b) Kondensieren eines entsprechenden reaktionsfähigen Polymethylendiesters, z. B. Dihalogenids, mit N-Methyl- (oder -Äthyl) -pyrrolidin oder -morpholin.
  • Wie bereits erwähnt, können Salze, die man durch eines der beiden genannten Verfahren nicht direkt erhalten kann, wie z. B. die Sulfate, Tartrate, Citrate oder Phosphate, aus solchen nach obigem Verfahren erhältlichen Salzen entweder direkt durch doppelte Umsetzung oder über das Hydroxyd hergestellt werden. Eine besonders zweckmäßige Methode zur Herstellung von wasserlöslichen Salzen dieser Art, welche den Hexamethylenrest enthalten (die auch als Isolierungsmethode von wasserlöslichen, durch direkte-Quaternisierung hergestellten Hexamethylensalzen angewandt werden kann), besteht darin, daß man eine wäßrige Lösung, die derartige Kationen enthält (und die durch eines der vorgenannten Verfahren erhalten wurde), mit einem wasserlöslichen Salz der Methylen-di-ß-oxynaphthoesäure behandelt (die genannte Säure ist - selbst in der Siedehitze - in Wasser praktisch unlöslich), wobei die methylen-di-ß-oxynaphthoesäuren Salze dieser biquaternären Basen ausfallen. Diese Salze werden bei erhöhter Temperatur in Wasser gelöst und mit einer Säure, die dem gewünschten Salz entspricht. behandelt; dadurch wird die Methylen-di-ß oxynaphthoesäure ausgefällt, und das gewünschte Salz bleibt in fast reinem Zustand gelöst.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
  • Beispiel z r g r, 6-Dimorpholinohexan in 5 ccm Alkohol wird mit 5 g Methyljodid behandelt und die Mischung kurze Zeit gelinde erwärmt. Das entstandene Produkt wird aus Methanol umkristallisiert und ergibt a, co-Hexamethylen-bis-N-(N-methylmorpholinium)-dijodid, F. = 2i2 bis 215o.
  • Beispiel e i g i, 6-Dimorpholinohexan wird in 5 ccm Äthyljodid gelöst und die Lösung auf dem Dampfbad 1I/2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die entstehende feste Substanz wird aus Methanol umkristallisiert und ergibt a, co-Hexarnethylen-bis-N-(N-äthylmorpholinium)-dijodid, F. = 249' (Zers.).
  • Das in den Beispielen i und 2 als Ausgangsmaterial verwendete i, 6-Dimorpholinohexan wird auf folgende Weise erhalten: 24 g 1, 6 Dibrom-n-hexan werden zu einer Lösung von 1o2 g Morpholin in trockenem Benzol gegeben, und die Mischung wird 16 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nachdem man in verdünnte Salzsäure gegossen hat, wird die wäßrige Schicht abgetrennt, mit Benzol geschüttelt (die Benzolextrakte werden verworfen) und mit starker Natronlaugelösung alkalisch gemacht. Das Rohprodukt wird mit Äther extrahiert, mit Wasser gewaschen und die Lösung getrocknet und verdampft. Durch Destillation des Rückstandes erhält man reines i, 6-Dimorpholino-n-hexan, Kp." = 19o°, F. = 410-Beispiel 3 2,5g N-Methylpyrrolidin in 1o ccm -absolutem Alkohol werden 4 Stunden mit 2,6g i,6-Dibromhexan auf iooo erhitzt. Die sich beim Kühlen abscheidende feste Substanz wird abfiltriert, aus n-Butanol umkristallisiert und ergibt a, co; Hexamethylen-bis-N-(N-methylpyrrolidinium) -idibromid, F. = 227 bis 23O°. Beispiel 4 2,5 g N-Methylpyrrolidin werden mit 2,3 g i, 5-Dibrompentan und 3 g Natriumjodid in 1o ccm Aceton im geschlossenen Rohr 16 Stunden bei iooo erhitzt. Die entstehende Substanz wird mit heißem, trockenem Alkohol extrahiert. Beim Abkühlen scheidet sich aus dem Filtrat das a, a)-Pentamethylen-bis-N-(N-methylpyrrolidinium)-dijodid ab, F. = 292o. Beispiel s 37 g N-Methylpyrrolidin, 23,7 ccm i, 6-Dibromhexan und 459 Natriumjodid werden in 15o ccm Aceton im Autoklav 16 Stunden atif iooo erhitzt. Das Produkt wird abfiltriert und mit heißem, trockenem Äthylalkohol extrahiert. Aus dem Extrakt kristallisiert das a, co-Hexamethylen-bis-N-(N-methylpyrrolidinium)-dijodid beim Abkühlen aus. Nach dem Umkristallisieren aus Alkohol beträgt der Schmelzpunkt 178 bis 179o.
  • Beispiel 6 26o g i, 4-Dibrombutan werden tropfenweise im Verlauf von i Stunde zu einer unter Rückfluß siedenden Mischung von 70 g i, 6-Diaminohexan, 15o g Kaliumcarbonat und 6oo ccm Alkohol gegeben. Die Mischung wird weitere 6 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Der Alkohol wird verdampft, Wasser zugegeben und die Mischung mit Äther gründlich extrahiert. Die ätherischen Extrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet. Der Äther wird eingedampft, und der Rückstand im Vakuum destilliert und ergibt i, 6-Bis-(N-pyrrolidino)-hexan, Kp.4o = 176 bis 1900.
  • 30 g des i, 6-Bis-(N-pyrrolidino) -hexans in Zoo ccm Aceton werden tropfenweise und unter Eiskühlung und Schütteln zu einer Lösung von 5o ccm Methyljodid in 400 ccm Aceton gegeben. Nach dem Abflauen der exothermen Reaktion wird die Mischung einige Minuten auf dem Dampfbad erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das ausgefallene a, cu-Hexamethylen-bis-N=(N-methylpyrrolidinium)-dijodid abfiltriert und aus Alkohol umkristallisiert, F. = 178 bis 1790. Beispiel ? 1o,1 g N-Methylmorpholin und 2,5g i, 5-Dibrompentan in 1o ccm Alkohol werden im geschlossenen Rohr 16 Stunden bei iooo erhitzt. Es scheidet sich a, co-Pentamethylen-bis-N-(N-methylmorpholinium)-dibromid ab, das aus Alkohol umkristallisiert wird, F. =:239 bis 2400. Beispiel 8 9 g N-Methylmorpholin, 7,3 g i, 6-Dibromhexan und 9 g Natriumjodid werden in 20 ccm Aceton 16 Stunden im geschlossenen Rohr bei iooo erhitzt. Die Mischung wird abgekühlt, filtriert und die feste Substanz mit heißem, trockenem Alkohol extrahiert. Beim Abkühlen scheidet sich aus dem Extrakt a, o)-Hexamethylen-bis-N-(N-methylmorpholinium)-dijodid ab, das aus Methanol umkristallisiert wird, F. = 216 bis 217o. Beispiel 9 3 g N-Athylpyrrolidin und 2,4g i, 6-Dibromhexan in 1o ccm Alkohol werden 16 Stunden im geschlossenen Rohr auf iooo erhitzt. Das a, co-Hexamethylen-bis-N-(N-äthylpyrrolidinium)-dibromid wird mit Äther ausgefällt und aus sek. Butanol umkristallisiert, F. = 287o. Beispiel 1o a, co-Hexamethylen-bis-N- (N-methylpyrrolidinium)-dibromid wird wie im Beispiel 3 hergestellt. 2,5 g dieses Erzeugnisses werden in heißem Wasser gelöst, und die Lösung wird langsam zu einer siedenden Lösung des Natriumsalzes der Methylendi-,B oxynaphthoesäure gegeben (hergestellt aus 4,62 g freier Säure). Das ausgefällte schwer lösliche Salz wird gesammelt, in üblicher Weise gewaschen, aus Methanol-Äther umkristallisiert und ergibt gelbe Nadeln, F. = 215 bis 2180. 2,6 g dieses Salzes werden in Zoo ccm siedendem Wasser gelöst, und eine heiße wäßrige Lösung von o,76 g Weinsäure wird dann langsam zugegeben. Nach langsamem Abkühlen wird die ausgefällte freie Methylen-di-ß-oxynaphthoesäure entfernt und das Filtrat im Vakuum zur Trockne gebracht. Der Rückstand wird dann aus Methanol-Äther umkristallisiert und ergibt reines a, ai-Hexamethylenbis-N-(N-methylpyrrolidiniuul)-bitartrat, F.= 195 bis r96°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von neuen biquaternären Ammoniumsalzen der allgemeinen Formel worin Z ein Sauerstoffatom oder eine Einfachbindung, R eine Methyl- -oder Athylgruppe, n die Zahl 5 oder 6 und An ein Anion bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder a) eine Verbindung der Formel in der Z und n die obige Bedeutung haben, mit einem Alkylierungsmittel RY umsetzt, in welchem R die obige Bedeutung hat und Y einen Säurerest, besonders ein Halogenatom oder den Schwefelsäurerest oder p-Toluolsulfonsäurerest, bedeutet, oder b) eine Verbindung Y- (C H2)n-Y in der'Y und n die obige Bedeutung haben, mit N-Methyl- oder N-Äthyl-morpholin oder N-Methyl- oder N-Äthylpyrrolidin umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen biquaternären Salze mit Salzen, die andere Säurereste enthalten, als sie mit dem Rest Y angewendet worden sind, zur - Reaktion bringt oder in an sich üblicher Weise über die Ammoniumhydroxyde oder, sofern Verbindungen mit einer Hexamethylenkette erhalten worden sind, über die Salze der Methylen-di-ß-oxynaphthoesäure in Salze anderer. Säuren, besonders der Weinsäure, Citronensäure oder Phosphorsäure, überführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 489 726.
DEM12208A 1950-12-15 1951-12-15 Verfahren zur Herstellung von biquaternaeren Salzen Expired DE958560C (de)

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DE489726C (de) * 1927-08-17 1930-01-28 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung schwer loeslicher Salze von organischen Basen und von Alkaloiden

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