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DE957544C - Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide - Google Patents

Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide

Info

Publication number
DE957544C
DE957544C DEO2491A DEO0002491A DE957544C DE 957544 C DE957544 C DE 957544C DE O2491 A DEO2491 A DE O2491A DE O0002491 A DEO0002491 A DE O0002491A DE 957544 C DE957544 C DE 957544C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spring water
grain
ammonia
debittering
wet processing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO2491A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johann Klinga
Dipl-Landw Gerhard Langner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ORGANCHEMIE GmbH
Original Assignee
ORGANCHEMIE GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ORGANCHEMIE GmbH filed Critical ORGANCHEMIE GmbH
Priority to DEO2491A priority Critical patent/DE957544C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE957544C publication Critical patent/DE957544C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L5/00Preparation or treatment of foods or foodstuffs, in general; Food or foodstuffs obtained thereby; Materials therefor
    • A23L5/20Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification
    • A23L5/27Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification by chemical treatment, by adsorption or by absorption
    • A23L5/276Treatment with inorganic compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L5/00Preparation or treatment of foods or foodstuffs, in general; Food or foodstuffs obtained thereby; Materials therefor
    • A23L5/20Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification
    • A23L5/27Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification by chemical treatment, by adsorption or by absorption

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Naßverarbeitung von Getreide Bei der Stärkefabrikation. durch Naßaufschluß von Getreide fallen Quellwasser ,und Schalenrückstände sowie Eiweißkörper (sogernannte Kleber) und Keimschrot an, die in verschiedenen Anteilen zusammengemischt zu Futtermitteln verschiedener Typen; führen.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß besonders ben der Aufarbeitung von, Getreide, das einem Quellprozeß unterworfen wird, wie z. B. Mais und. Milocorn, alle Futtermittel stark bitter schmecken, die nuellwasseranteile enthalten, und außerdem einen brennenden Geschmack zeigen.
  • Diese Futtermittel werden. vom Vieh, wie festgestellt wurde, trotz ihrer physiologisch wertvollen Eigenschaften weniger gern gefressen als diejenigen ohne Quellwasserzusatz. Bei eingehender Untersuchung dieser Erscheinungen stellte sich heraus, daß das Futter umso weniger angenommen wird, je höher der Quellwasseranteil ist. Geschmacksproben zeigen,, daß diese Futter einen. bitteren, brennenden, Geschmack haben, der nach Art und Menge des Quellwasserzusatzes mehr oder weniger ausgeprägt ist.
  • Zunächst wurde vermutet, daß die Magnesiumsalze im Quellwasser diese Bitterkeit verursachen könnten, da die Aschenbestandteile neben, Kalium und Calcium stets große Mengen Magne@siumsalze enthalten. Durch die, Verwendung von schwefliger Säure entsteht im Quellwasser wahrscheinlich Schwefelsäure, die als. Sulfat gebunden wird oder in freier Form vorliegt. Ein Vergleich mit Magier siumsalzen ergab eine ähnliche Bitterkeit wie Magnesnumsulfat.
  • Man mußte daher annehmen, daß durch Abstumpfen der Säure, z. B. durch Zusatz von Kalk, Schlämmkreide oder Natronlauge bis zu einem ausreichend hohen p$, die Säure neutralisiert, die Erdalkalisalize als Sulfate bzw. Hydroxyde oder als Phosphate ausfallen und damit geschmacklich unwirksam würden. Merkwürdigerweise trat diese Wirkung nicht ein, so daß die in der Praxis übliche Kalkzugabe die erwünschte Wirkung nicht erzielte, was sich im Endfutter deutlich zeigt.
  • Überraschenderweise entsteht aber bei der Zugabe von Ammoniak eine starke Fällung- im Quellwasser, die bei Verwendung anderer Chemikalien nicht uuftritt, und es zeigt sich, daß die Bitterstofe und ätzenden Verbindungen, tatsächlich entfernt bzw. zum großen Teil als unlöslicher Körper ausgeschieden. werden.
  • Die Menge des zur Anwendung kommenden Ammoniaks kann, in weiten Grenzen schwanken. Auch schon bei geringen Zugaben., wenn der pH-Wert noch unter 7 liegt, ist die Bitterkeit verschwunden und man erhält einen für das Vieh an, genehmen Salzgeschmack. Ein zu hoher Überschuß aüAmmoniak, der das Futter stark nachAmmoniak riechen, läßt, wird praktisch wegern einer möglichem Verätzung nicht verwendet, auch; wenn. der Überschuß sich beim Trocknen in der-Hauptsache verflüchtigt.
  • An Stelle von Ammoniakwasser können. gasförmiges- Ammoniak odbrAmmoniumsalze wie z. B. Ammonnumchlorid., -sulfat oder -carbonat verwendet werden, wobei man zur Abstumpfung der Säure zweckmäßigerwense Kalk oder Schlämmkreide bzw. Laugen zusetzt. An Stelle von Ammoniak oder in Verbindung damit können auch Amine, wie z. B. Methylamin oder Trimethylamin oder deren Salze oder Aminasäuren, wie z. B. Glykokoll, Methionin, Glutaminsäure, verwendet werden.
  • Die Zugabe das Ammoniaks bzw. der anderem, N H2 Gruppen enthaltendem. Verbindungen. kann in der Fabrikation an verschiedenen Stellen bzw. in verschiedener Reihenfolge vorgenommen werden.
  • So kann z. B. das eingedickte Quellwasser mit Ammoniakwasser od. dgl. versetzt und dann aufgetrocknet werden.. Die einzelnen Komponenten können aber auch gleichzeitig auf das Futter aufgebracht und dann getrocknet werden. Eine andere Verfahrensweise ist dieVorbehandlung des Futters mit Ammoniak od. dgl. und die nachfolgende Zumischung des Quellwassers. Man kann auch die umgekehrte Arbeitsweise wählen. Das Quellwasser kann auch vor dem Eindampfen mit Ammoniak usw. behandelt werden.
  • Das entbitberte Quellwasser kann für sich oder in Verbindung mit Schalem- oder Kleberfutter oder anderen Trägermaterialien aufgetrocknet bzw. verarbeitet werden. B ei s.p i.el 1 rooo 1 Maisquellwasser von 5'B8 werden mit ro 1 Ammoniakwasser (spezifisches Gewicht 0,9i) vermischt und in einer Vakuumverdampfapparatur eingedampft, bis die Flüssigkeit 50° Briix aufweist. Das. Konzentrat wird dann, mit getrockneten Maisschalen aus der Aufarbeitung des Maises vermischt, und zwar in einem Verhältnis von Zoo. Teilen Schalenfutter und Zoo Teilen Quellwasserkonzentrat. Das Gemisch wird auf 11,5 % Feuchtigkeit abgetrocknet und ergibt ein Trockenfutter, das nicht mehr bitter ist und einen Proteingehalt von 2q.0/0 aufweist.
  • Beispiel 2 roo 1 eines auf 50% Trockenstoffgehalt eingedickten Maisquellwassers werden mit 401 Ammoniakwasser vom- spezifischen Gewicht o,91 gemischt. Als Träger wird; eine Mischung von Miloschalenanteilen und, Kleber aus der Naßaufarbeitung des Stärkeprozesses im Verhältnis von, eineue Teil Kleber und einem Teil Schalenanteile verwendet. Das Quellwasserkonzentrat wird während des Trockenprozeßdurch einen Umlauftrockner zugefühi t, so daß zum Schluß im Fertigfutter 25 0% lösliche Bestandteile enthalten sind. Das so erhaltene Mischfutter ist nicht bitter und weist einen. Gehalt von 36% Protein auf: Beispiel 3 Das anfallende Miloquellwasser wird ohne Chemikalienzusätze in einer Verdampfungsanlage laufend auf 3o° B8 eingedickt und abgezogen,. Das Quellwasser wird dann unmittelbar in einem Mischrührwerk kontinuierlich mit 5 Volumprozent konzentriertem Ammoniakwasser (spezifisches. Gewicht c>,9 i) vermischt und denn Faserfuttertrockner, der mit mechanisch entwässerten Schalenrückständen der Stärkeaufarbeitung und dem aus der Vorreinigung entstammenden. Bruchkorn beschickt ist, im Verhältnis des laufenden Anfalles zurückgegeben. Das anfallende Trockenfutter wird dann in Mischsilos in der Zusammensetzung ausgeglichen und gemahlen.
  • Selbstverständlich können alle handelsüblichem. Mischungen undTypen mit dem entbitterten Quellwasser hergestellt werden, je - nachdem, welche Feststoffgrundlage verwendet wird. Ebenso kann das entbitterte Quellwasser auch z. B. durch 7erstäuben getrocknet werden und für die verschiedensten Zwecke verwendet werden.

Claims (5)

  1. PATEN TANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Naßverarbeitung von Getreide, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Quellwasser Ammoniak, Ammoniumsalze oder Amine zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das unmittelbar aus dem Prozeß kommende oder nur schwach vorkonzentrierte Quellwasser behandelt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzenchn,et, daß man eingedickte Quellwasserkonzentrate behandelt. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die entbitterten Quellwasserkonzentrate auf Getreiderückstände oder andere Futterträger auftrocknet.
  5. 5. Verfahren, nach Anspruch: i bis 3, daduxch gekennzeichnet, daß man, das entbntterta Quellwasser in einem Zerstäubungstrockner zurr Trockne bringt. In Betracht gezogene Druckschmfben: Deutsche Patentschriften Nr. 63o 139, 36 39'4 4o6286-.
DEO2491A 1952-08-10 1952-08-10 Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide Expired DE957544C (de)

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DEO2491A DE957544C (de) 1952-08-10 1952-08-10 Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide

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DE957544C true DE957544C (de) 1957-02-07

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DEO2491A Expired DE957544C (de) 1952-08-10 1952-08-10 Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide

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DE (1) DE957544C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062058B (de) * 1958-04-05 1959-07-23 Merck Ag E Insektenabwehrmittel

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE36391C (de) * 1900-01-01 P. SOLTSIEN in Halle a. S Verfahren zur Entbitterung von Lupinen und anderen Früchten
DE406286C (de) * 1923-01-04 1924-11-17 Lupinen Ind M B H Ges Verfahren zur Entgiftung oder Entbitterung von Lupinen und aehnlichen Samen
DE630139C (de) * 1934-10-12 1936-08-08 Alois Kroulik Dr Ing Verfahren zur Entbitterung von Brauereihefe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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