DE956851C - Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aromatischen AminomethylverbindungenInfo
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- DE956851C DE956851C DEF15581A DEF0015581A DE956851C DE 956851 C DE956851 C DE 956851C DE F15581 A DEF15581 A DE F15581A DE F0015581 A DEF0015581 A DE F0015581A DE 956851 C DE956851 C DE 956851C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D295/00—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
- C07D295/04—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
- C07D295/12—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms
- C07D295/135—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms with the ring nitrogen atoms and the substituent nitrogen atoms separated by carbocyclic rings or by carbon chains interrupted by carbocyclic rings
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C209/00—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
- C07C209/68—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton
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Description
- Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Aminomerhylverhindungen der allgemeinen Formel worin R1 und R2 Alkylreste, die durch Phenylreste substituiert sein können oder auch mit > zusammen den Rest eines hydrierten heteroacyclischen Ringsystems bilden, und R3 den, Rest einer aromatischen, Oxy- oder Aminogruppen und gegebenenfalls noch andere Substituenten enthaltenden Verbindung bedeutet und bei denen die Aminomethylgruppe an den aromatischen Kohlenstoffring gebunden ist, erhält, wenn man aromatische Oxy- oder Aminoverbindungen, d.:C eine krupp lungsfähige freie Stelle im MoLekül enthalten, in Form ihrer Salze mit tertiären Halogenmethylaminen umsetzt.
- Als aromatische, eine kupplungsfähige freie Stelle im Molekül enthaltende Oxyverbindungen seien beispielsweise genannt: Phenol, Resorcin und Sal.icylsäuremethylester bzw. andere Salicylsäurealkylester, die in Form ihrer Alkaliverbindungen, beispielsweise der Natriumsalze, für die Reaktion verwendet werden.
- Als aromatische, eine kupplungsfähige freie Stelle im Molekül enthaltende Aminoverbindungen können beispielsweise aromatische Amine, wie Dimethylanilin und Diäthylanilin, in Form ihrer Salze, vorzugsweise in Form der entsprechenden Hydrochloride, eingesetzt werden.
- Selbstverständlich kommen auch Verbindungen für die Umsetzung in Betracht, die Substituenten, vorzugsweise Halogenatome, im Molekül enthalten.
- Als tertiäre Halogenmethylamine kommen z. B. dile Verbindungen in Betracht, wie sie gemäß dem Verfahren nach Patent 951 269 durch Einwirkung von Chlor auf N, N, N', N'-tetra-alkylierte Methylendiamine gewonnen werden.
- Ferner eignen sich als tertiäre Halogenmethylamine die durch Einwirkung von Bromcyan auf N, N, N', N'-tetra-alkylierte Methylendiamine gewonnenen -Verbindungen.
- Die Reaktion wird zweckmäßig in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt. Als geeignete Lösungsmittel seien genannt: Acetonitril, offene und cyclische Äther, wie Diäthyläther, Dioxan und Tetrahydrofuran.
- Die Umsetzung kann sowohl bei Zimmertemperatur als auch bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden. In vielen Fällen reagieren die Verbindungen bereits bei Zimmertemperatur mit ausreichender Geschwindigkeit, so daß sich ein Erhitzen erübrigt.
- Es ist außerordentlich überraschend, daß die den Gegenstand des Patents bildende Reaktion so glatt verläuft, da die Einführung einer Dialkylaminoäthylgruppe an ein Kohlenstoffatom eines aromatischen Ringes durch Einwirkung beispielsweise von Dialkylaminoäthylchlorid auf aromatische Oxy- oder Aminoverbindungen nicht möglich ist.
- Die gemäß dem Verfahren der Erfindung erhaltenden Verbindungen stellen wertvolle Zwischenprodukte, beispielsweise für die Gewinnung von Textilhilfsmifteln, Farbstoffen und-Heilmitteln, dar.
- Aus der deutschen Patentschrift 889 I57 ist es bereits bekannt, mit Hilfe von Carbonsäureamiden oder -urethanen, die am Säureamid-Stickstoff-Atom durch eine Halogenmethylgruppe substituiert sind, Aminomethylgruppen in den aromatischen Ring von Phenol!en einzuführen. Die verwendeten acylierten Chlormethylamine wie auch acylierte Methyl-chlormethylamine sind mit den erfindungsgemäß verwendeten tertiären Halogenmethylaminen nicht zu vergleichen, da die Chlormethylgruppe am Säureamid. Stickstoff-Atom gebunden ist. In Anbetracht dier Säureamidgruppierung beeinflussen die den Stickstoffatomen benachbarten Carbonylgruppen die Reaktionsfähigkeit der Verbindungen erheblich. Bei den vorliegenden tertiären Halogenmethylaminen ist ein induzierender Einfluß hinsichtlich der Reaktionsfähigkeit der Halogenatome nicht vorhandien, so daß mit dem Gelingen einer Kupplung mit aromatischen Verbindungen nicht gerechnet werden konnte. Weiterhin ist nach dem bekannten Verfahren nur die Einführung einer Acylamino-methylgruppe möglich, während nach dem Verfahren gemäß der Erfindung Dialkylaminomethylgruppen eingeführt werden können.
- Beispiel I Das durch Einwirkung von 2,3 g Bromcyan auf 4 g Bis-piperidino-methan in absolutem Äther erhaltene N-Brommethyl-piperidin wird zu einer Lösung von 4 g Diäthylanilin-hydrochlorid in 50 ml wasserfreiem Acetonitril gegeben. Die sich ausscheidenden Kristalle werden abgesaugt und stellen das Piperidinomethyl-N, N-diäthylanilinhydrochlorid-hydrobromid dar, das die Piperifidinomethylgruppe wahrscheinlich in 4-Stellung enthält.
- Schmelzpunkt I86 bis I870, Ausbeute 5,9 g (740/o der Theorie). Aus dem Salz läßt sich mit Lauge das entsprechende Piperidinomethyl-N, N diäthylanilin (kr.12 I850) in Freiheit setzen.
- Beispiel 2 Das durch Einwirkung von 3,' g Chlor auf 7 g Tetraäthylmethyln- diamin erhaltene Chlormethyl-diäthylamin wird mit dem aus 20 g Salicylsäure-methylester und 3 g Natrium erhaltenen Salz in 100 mol wasserfreiem Dioxan 1/2 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Erkalten wird vom ausgeschiedenen Natriumchlorid abgesaugt und die Lösung im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird mit verdünnter Salzsäure behandelt, die wäßrige Phase abgetrennt, neutralisiert und ausgeäthert. Nach dem Abdunsten des Athers hinterbleiben derDiäthylaminomethyl-salicylsäure-methylester in Form eines gelben oeles, das sich aus einem Luftbad von 80 bis I00° bei 0,OI Torr destillieren läßt und 'durch eine intensivere dunkelrote Eisenchloridreaktion charakterisiert ist. Die Diäthylaminomethylgruppe befindet sich wahrscheinlich in 5-Stellung. Beispiel 3 Das durch Einwirkung von 12,2 g Chlor auf I7,5 g Tetramethyl-methylen-diamin erhaltene Chlormethyl-dimethyl-amin wird mit einer Lösung von 25 g Dimethylanilin-hydrochlorid in Dimethylformamid umgesetzt. Man erhält farblose Kristalle, welche nach Zugabe überschüssiger Natronlauge und Ausschütteln in Äther 25 g (82 o/o der Theorie) p-Dimethylaminobenzyl-dimethylamin vom Kr.11 I30 bis I340 ergeben.
- Das entsprechende Monobrommethylat weist nach Umkristallisieren aus einem Äffianol-ÄtherGemisch den Schmelzpunkt 1130 auf; das entsprechende Dipikrat schmilzt nach Umkristallisieren aus Methanol bei 1540.
- Das erhaltene Produkt ist mit der durch Reduktion von p-Dimethylamino-benzoesäure-dimethylamid mit Lithiumaluminiumhydrid hergestellten Verbindung identisch, was für die Konstitution beweisend ist.
- Beispiel 4 g g Phenol werden in Dioxan gelöst, die Lösung mit 2 g Natrium versetzt und anschließend gg Chlormethyl-dimethylamin zugesetzt. Nach fünfstündigem Erhitzen des Reaktionsgemisches unter Rückfluß wird abfiltriert und nach Abdampfen des Lösungsmittels fraktioniert. Die zwischen Kp.12 95 bis I00° übergehende Fraktion liefert nach erneuter Destillation 5,1 g o-Oxybenzyl-dimethylamin (35 O/o der Theorie).
- Das entsprechende Jodmethyl:t-weist nach Umkristallisieren aus einem iithanol-Äther=Gemisch den Schmelzpunkt I700 auf; das entsprechende Pikrat schmilzt nach Urnkristallisieren aus einem Äthanol-AtherÇemisch bei 1530.
- Die erhaltene Substanz ist mit der auf anderem Wege dargestellten (Compt. rend. hebd. Seances Acad. Sci. 196 [I933], S- 866) identisch, was für die Konstitution beweisen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen der allgemeinen Formel worin Ri und R2 Alkylreste, die durch Phenylreste substituiert sein können oder auch mit > N- zusammen den Rest eines hydrierten heterocyclischen Ringsystems bilden, und. R5 den Rest einer aromatischen, Oxy- oder Aminogruppen und gegebenenfalls noch andere Substituenten enthaltenden Verbindung bedeutet und bei denen die Aminomethylgruppe an den aromatischen Kohlenstoffring gebunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß man aromatische Oxy- oder Aminoverbindungen, die eine kupplungsfähige freie Stelle im Molekül enthalten, in Form ihner Salze mit tertiären Halogenmethylaminen umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 889 157.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF15581A DE956851C (de) | 1954-08-28 | 1954-08-28 | Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF15581A DE956851C (de) | 1954-08-28 | 1954-08-28 | Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE956851C true DE956851C (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=7087943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF15581A Expired DE956851C (de) | 1954-08-28 | 1954-08-28 | Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminomethylverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE956851C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2993894A (en) * | 1958-12-24 | 1961-07-25 | Union Carbide Corp | Pyrenes and process for their preparation |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE889157C (de) * | 1940-03-20 | 1953-09-07 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von amidartigen Kondensationsverbindungen |
-
1954
- 1954-08-28 DE DEF15581A patent/DE956851C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE889157C (de) * | 1940-03-20 | 1953-09-07 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von amidartigen Kondensationsverbindungen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2993894A (en) * | 1958-12-24 | 1961-07-25 | Union Carbide Corp | Pyrenes and process for their preparation |
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