[go: up one dir, main page]

DE955964C - Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern - Google Patents

Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern

Info

Publication number
DE955964C
DE955964C DET7683A DET0007683A DE955964C DE 955964 C DE955964 C DE 955964C DE T7683 A DET7683 A DE T7683A DE T0007683 A DET0007683 A DE T0007683A DE 955964 C DE955964 C DE 955964C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
oscillation
oscillator
receiver
transmitter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET7683A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Ernst Kettel
August Leib
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET7683A priority Critical patent/DE955964C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE955964C publication Critical patent/DE955964C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B14/00Transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B14/002Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of a carrier modulation
    • H04B14/004Amplitude modulation
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transceivers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von räumlich verteilten Sendern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Senden und Empfangen von Signalen und Nachrichten, die als Dauer- oder Tastzeichen von Sendern ausgestrahlt und von Empfängern, die sich innerhalb der Reichweite dieser Sender befinden, aufgenommen werden.
  • Die von Funknachrichten- und Funknavigationsdiensten zu benutzenden Frequenzbänder werden ihnen durch internationale Vereinbarungen zugeteilt. im Zuge der technischenEntwicklung kommen zu den bestehenden immer neue Funkdienste hinzu, welche in diesen Frequenzbändern untergebracht werden müssen. Daraus ergibt sich die Aufgabe, diese Frequenzbänder so zu unterteilen, daß auf ihnen eine möglichst große Zahl von Funkdiensten ohne gegenseitige $törung abgewickelt werden kann. Diesem Ziel dient die im folgenden beschriebene Erfindung.
  • Sie wird an Hand der Seefunkfeuerorganisation erläutert, läßt sich aber mit gleichem Nutzen auch für andere Funkdienste einsetzen, bei denen eine Nachrichtenübertragung im Ai - oder wd2-Betrieb in Betracht kommt. Der A I-Betrieb besteht in der Signal- oder Nachrichtenübermittlung mittels un- modulierter Wellen und wird vielfach auch als tonlose Telegraphie bezeichnet. Ihm steht gegenüber der auch tönendeTelegraphie genannteA 2-Betrieb, bei welchem die Signal- oder Nachrichtenübermittlung mittels tonmodulierter Wellen erfolgt.
  • Seefunkfeuer oder Funkbaken werden längs Küsten und Fahrstraßen aufgestellt und dienen Schiffen, die mit Bordfunkpeilern mit Drehrahmen oder Goniometer ausgerüstet sind, zur Ortsbestimmung mittels der sogenannten Funkeigenpeilung.
  • Dieses Ortungsverfahren, das Fahrzeit ersparen hilft und die Schiffe in Seenot sichert, hat sich seit seiner Einführung vor etwa 30 Jahren als unentbehrlich erwiesen und kann auch durch andere in der Zwischenzeit bekanntgewordene Funknavigationsverfahren nicht ersetzt werden. Daher wird von Seefahrtkreisen die Erweiterung des Funkfeuernetzes gefordert. Die Sender, von denen vom navigatorischen Standpunkt nur verlangt wird, daß die Wellenausbreitung nach allen Richtungen geradlinig erfolgt, arbeiten dauernd, zumindest aber in Zeiten schlechter Sicht. Ein besonderer Vorteil der Funkeigenpeilung ist der geringe technische Aufwand an Bord des Fahrzeuges.
  • Gemäß Vereinbarung zwischen den Seezeichenverwaltungen wurde für die Seefunkfeuer zunächst ein Frequenzband von 22,5 kHz Breite zwischen 285 und 307,5 kHz freigegeben, das in zwei Grenzkanäle von je 3,75 kHz und fünf Mittelkanäle von je 3 kHz Breite unterteilt wurde. Bis 1931 wurden im west- und nordeuropäischen Raum etwa 250 Funkfeuer eingesetzt. Dies waren tonmodulierte Sender der Betriebsart A2/70... 100, d. h., die Trägerschwingung wurde mit einem Modulationsgrad von 70 bis 100 O/o moduliert. Als Modulationsfrequenz wurden sechs Töne aus dem Bereich von 335 bis 600 Hz mit einem Frequenzabstand von ii O/a gewählt; nur einigen Funkfeuern wurden für eine Übergangszeit höhere Tonfrequenzen freigegeben. Zur Erhöhung der Einsatzdichte und Störungsfreiheit faßte man nach Möglichkeit je drei Funkfeuer, die mit gleicher Welle und gleichem Ton nacheinander senden, zu einer Gruppe zusammen und wählte diese Gruppen so, daß die Schiffe auf den Hauptfahrstraßen die Funkortung ohne Wellenwechsel durchführen konnten. Die Frequenzkonstanz sollte 0,I O/o für die Trägerwelle und I O/o für die Tonfrequenz nicht unterschreiten.
  • Im Jahre I937 empfand man erstmalig die Störungsfreiheit in der beschriebenen Funkfeuerorganisation als unzureichend und erweiterte das ihr zugewiesene Frequenzband auf 30 kHz zwischen 285 und 3I5 kHz, in dem jetzt statt 250 schon 400 Seefunkfeuer betrieben werden müssen. Um den Klagen über ungenügende Störungsfreiheit Rechnung zu tragen, unterteilte man im Jahre 1951 dieses Frequenzband in vierzehn Kanäle, erhöhte die Frequenzkonstanz der Trägerschwingung auf 2 - I0-4 und faßte in den Gruppen, die nacheinander mit gleicher Welle und gleichem Ton senden, je sechs Funkfeuer zusammen. Für 388 Funkfeuer wurde die tönend modulierte SendeartA 2170... 100 beibehalten. Ihnen stehen elf Hochfrequenzkanäle von je 2,3 kHz Breite zur Verfügung. In den einzelnen Kanälen arbeiten siebenundzwanzig bis zweiundvierzig Funkfeuer, davon zehn bis fünfundzwanzig gleichzeitig und bis zu fünf Funkfeuer mit den gleichen Tönen. Es werden elf Töne mit etwa I20/o: Frequenzunterschied aus dem Bereich von 354 bis Io52 Hz verwendet. Diese Funkfeuer haben Seereichweiten von 10 bis zoo sm (Seemeilen), vorwiegend 50 sm. In einem weiteren I,5 kHz breiten Hochfrequenzkanal sind vierzehn 2/70... I00-Funkfeuer sowie drei A 1 -Funkfeuer eingesetzt, weitere drei A I-Funkfeuer in einem I kHz breiten Hochfrequenzkanai, und schließlich ist ein vierzehnter Hochfrequenzkanal von I kHz Breite einem siebenten AI-Funkfeuer und Versuchsaufgaben vorbehalten.
  • Für die Aufnahme der HI-Funkfeuer wurden Empfänger empfohlen, deren Frequenzdurchlaßkurven eine Bandbreite von 0,4 bis o,8kHz bei 6 db Dämpfung bzw. eine Bandbreite von weniger als 2 kHz bei 30 db Dämpfung aufweisen. Dies erfordert die Ausrüstung der Fahrzeuge mit neuen, hochwertigeren Empfängern in Superheterodyneschaltung mit teuren Kristallfiltern sowie sehr großer Ablesegenauigkeit und Frequenzkonstanz.
  • Fahrzeugen, die keinen Empfänger dieser Güte besitzen, wird die Verwendung eines Tonfilters für etwa I000 Hz mit einer Bandbreite von etwa iooHz bei' 6 db Dämpfung bzw. von weniger als 400 Hz Bandbreite bei 20 db Dämpfung empfohlen, weil die 24I-Funkfeuer keinen charakteristischen Ton haben und durch überlagerung sich beliebige Schwebungstöne einstellen lassen. Die Tonfilter haben den großen Nachteil, daß das Röhren- und das atmosphärische Rauschen sowie jede andere Störung den Eigenton des Filters erhält, der gleich dem Peilton ist. Um letzteren dennoch unterscheiden zu können; muß beim Hörempfang die Nutzspannung am Tonfilter etwa achtmal so groß sein wie die Störspannung, während ohne Tonfilter das Rauschen tonlos ist und man den Peilton selbst dann noch heraushören kann, wenn die tonfrequente Peilspannung nur ein Viertel der Rauschspannung beträgt. Ein schmales Tonfilter erschwert daher die Peiltätigkeit, vermindert die Peilgüte (durch Verbreiterung des Peilminimums) und kann daher nicht als befriedigende Lösung der gestellten Aufgabe angesehen werden.
  • Die schon im Jahre I939 erkannten Mängel der Betriebsart A 2/70 .100 und des vorhin gekennzeichneten A i-Betriebes führten zu dem Vorschlag, die Sendeart A 2/0, d. h. =42-Betrieb mit unterdrücktem Träger und symmetrischer Lage der Seitenbandfrequenzen zur Mitte des Hochfrequenzkanals, anzuwenden. Diese Empfehlung wurde jedoch von der internationalen Seezeichenkonferenz im Jahre I95I nicht angenommen, weil der Bau solcher Zweibandsender einen zu großen Aufwand erfordert.
  • Diese Darstellung zeigt, daß weder die Betriebsart A2/70... 100 noch die Betriebsart A 1 mit freier Wahl der Schwebungsfrequenz oder mit Tonfilter bei der gegebenen Einsatzdichte der Funk- feuer eine genügende Störungsfreiheit gewährleistet. Dabei ist zu beachten, daß außer den Funkfeuern des west- und nordeuropäischen Raumes weitere Funkfeuer in den südeuropäischen, nordafrikanischen und anderen Seegebieten in demselben Frequenzband von 30 kHz Breite arbeiten. Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, daß auch die Impulspeilung keinen Eingang gefunden hat, weil sie einen großen Geräteaufwand an Bord und viele sehr breite Hochfrequenzkanäle erfordert.
  • Die vorhin erwähnten Nachteile und Unzulänglichkeiten werden vermieden bei einem Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen räumlich verteilter Sender - insbesondere Navigations funkfeuer -, welche die Schwingungen in unterscheidbarer Weise innerhalb eines Frequenzbandes in möglichst vielen empfangsseitig noch einwandfrei zu trennenden Kanälen ausstrahlen, und von Empfängern, die sich innerhalb der Reichweite dieser Sender befinden, und zwar bestehen die Merkmale dieses Verfahrens gemäß der Erfindung darin, daß bei Verwendung nur solche Sender, die dauernd oder in einem Zeichenrhythmus unmodulierte Hochfrequenzschwingungen ausstrahlen, die Empfänger mit einem tlberlagerungsoszillator betrieben werden, dessen in der Frequenz stabilisierte - vorzugsweise in der Amplitude regelbare - Schwingung wahlweise auf eine den einzelnen Sendergruppen zugeordnete, sich von den betreffenden Senderfrequenzen um charakteristische Tonfrequenzen unterscheidende Kanalfrequenz einstellbar ist, und daß der Frequenzabstand und die Frequenzkonstanz der Sender sowie -die Stabilisierung der Empfangsüberlagererfrequenzen derart aufeinander abgestimmt werden, daß die einzelnen Sender empfangsseitig noch einwandfrei zu trennen sind. Für diese Betriebsart wird im folgenden die Kurzbezeichnung »optimaler A Betrieb« benutzt.
  • Dieses Verfahren gewährleistet einer Funknachr richten- oder Navigationsorganisation bei großer Einsatzdichte von Sendern in einem vorgeschriebenen Frequenzband die größtmögliche Störungsfreiheit dadurch, daß einerseits jeder Sender nur eine Schwingung mit einer einzigen Frequenz ausstrahlt, deren Feldstärke nicht größer zu sein braucht als die Feldstärke des Tonseitenbandes eines im 242-Betrieb arbeitenden Senders, wobei eine hohe Genauigkeit und Konstanz der Senderfrequenz die empfangsseitige. Trennung der einzelnen Senderschwingungen erleichtert und sicherstellt, und daß andererseits durch den jedem Empfänger, auch Peilempfänger, zugeordneten Oszillator hoher Treffgenauigkeit und Frequenzkonstanz, der eine Schwingung der jeweils gewählten Kanalfrequenz erzeugt, eine eindeutige Erkennbarkeit der einzelnen Sender durch den ihnen zugeordneten kennzeichnenden Ton gesichert wird.
  • Beim Empfang tonloser Telegraphie (AI-Betrieb) ist die Stabilisierung der Frequenz des überlagerers, dessen Schwingungen zusammen mit den auf eine Zwischenfrequenz umgesetzten Empfangsschwingungen die tonfrequenten Signale liefern, mit Hilfe piezoelektrischer Kristalle bereits bekannt, und die Unterbringung möglichst vieler im A I-Betrieb arbeitender Sender innerhalb eines zur Verfügung stehenden Frequenzbandes ist ein verständlocher Wunsch der Fachwelt; seine bestmögliche Verwirklichung ist jedoch nur auf Grund besonderer Überlegungen möglich, auf denen die hier beschriebene Erfindung beruht.
  • Das gekennzeichnete Verfahren vereinigt in sich die Vorzüge des 1 - -und des 242-Betrilebes und ist beiden überlegen, was durch den im folgenden durchgeführten Vergleich verdeutlicht wird. -Um zu erkennen, welche Beftiebsaft J.ie beste ist, werden folgende Größen ermittelt tmd miteinander verglichen: der Leistungsaufwand der Sender bei gleicher Empfangs- bzw. Peilleistung, die Störungen mit gleicher Welle und gleicht Ton und die durch die Trennbarkeit der verschiedenen Töne und Frequenzkanäle bestimmte Vergleichszahl der in einem gegebenen Frequenzbereich unterzubringenden Sender. Die Bezeichnung »Vergleichszahl« wird deshalb gewählt, weil in einem außerhalb der Reichweite einer Sendergruppe liegenden geographischen Gebiet natürlich die gleiche Frequenzbelegung wiederholt werden kann.
  • Die Empfangs- undPeilleistung jeder Betriebsart ist durch die im Emr;.nger verstärkte Amplitude der tonbestimmenden Senderfrequenz gegeben; unter Peilleistung wird in diesem Zusammenhang die Breite des Empfangsminimums bei einem Drehrahmen- oder Goniometerpeiler verstanden, während die Empfangsleistung durch die Reichweite gekennzeichnet wird. Dabei wird aber vorausgesetzt, daß zur Demodulation eine hinreichend große Trägerfrequenzamplitude vorhanden ist, die entweder im A2-Betrieb vom Sender als Träger ausgestrahlt oder beim A Betrieb im Empfänger zugesetzt wird. Der Empfang wird im ungestörten Senderfeld auf das günstigste Verhältnis der Nutzspannung zur Rauschspannung eingestellt. Beim A 2-Empfang kann mit oder ohne Überlagerung gearbeitet werden. Da aber mit Überlagerung der Modulationston des Senders durch einen Überlagerungston beliebig wählbarer Frequenz übedeckt wird, befaßt sich der im folgenden durchgeführte Vergleich der Betriebsarten nur mit dem A 2-Empfang ohne Überlagerung.
  • Beim A2/70... Ioo-Betrieb, d. h. bei Verwendung eines zu 70 bis 100 0/o mit einer Tonfrequenz modulierten Senders, empfängt und verstärkt man zweckmäßig und üblicherweise nur den Träger und das eine Seitenband, während das andere Seitenband durch die Selektionsmittel (Schwingkreise und Bandfilter) des Empfängers abgeschnitten wird.
  • Die Feldstärke des Trägers verhält sich zu der der Seitenbänder bei 70°/oiger Modulation wie I :o,35 und bei Ioo°/oiger Modulation wie I :o,5; Für gleiche Nutzleistung im Empfänger kann man daher beim A2/Ioo-Betrieb die Trägerfeldstärke um etwa 30 °/o kleiner wählen als beim 242/70-Betrieb, was jedoch im praktischen Betrieb unberücksichtigt bleiben kann.
  • Beim A2/o-Betrieb, d. h. bei Unterdrückung des Trägers, werden nur die beiden Seitenbandfrequenzen empfangen und verstärkt. Bei gleicher Nutzleistung kann man die Feldstärke dieser beiden Frequenzen entweder so bemessen wie beim A 2/70-Betrieb, d. h. im Verhältnis I: :0,35, oder man kann sie gleich groß wählen, also etwa 0,74 :0,74.
  • Beim A -Betri"o vird nur eine einzige Frequenz ausgestrahlt und empfangen, und im Empfänger wird eine Hilfsfrequenz (Uberlagerungsschwingung) zugesetzt, wobei der Abstand zwischen der Senderfrequenz und der Hilfsfrequenz den Überlagerungston bestimmt. Die größte Lautstärke ergibt sich schon beimAmplitudenverhältnis von etwa 4: 1 zwischen der Hilfsfrequenzspannung und der empfangen Schwingung. Man kann die Hilfsfrequenz mit dem Träger und die Entpfangsschwingrrig mit dem einen Seitenwand einer Az/50-Sendung (Modulationsgrad 500/0;) vergleichen und braucht zur Erzielung der gleichen Nutzleistung der 24I-Sendefrequenz nur etwa ein Viertel derjenigen. Feldstärke zuzuordnen, welche der Träger beim A2/70... oo--Betrieb haben muß. Der Leistungsaufwand der Sender verhält sich somit für gleiche Empfangs- und Peilleistung bei den Betriebsarten A2 und A I etwa wie 16 : 1.
  • Wird eine der genannten Sendearten durch die gleiche Sendeart gestört, wobei im ungünstigsten Fall Nutz- und Störwelle sowie Nutz- und Störton die gleiche Frequenz haben, dann muß am Empfängerausgang die Störspannungsamplitude kleiner als I00/o der Nutzspannungsamplitude sein. Beim Funknachrichtendienst erfordert dies ein Verhältnis der Nutz- zur Störfeldstärke von wenigstens In: 1.
  • Bei der in der Seefahrt auch heute noch allgemein iiblichen Minimumpeilung rechnet man an der Grenze der Nennreichweite der Funkfeuer mit einer Minimumbreite von 40. Ordnet man der Nutzfeldstärke am Peilort den Wert I zu und geht man von einem doppeikreisförmigen Peildiagramm aus, so hat die Peilspa;nnung an der Grenze des Minimumbereiches den Vergleichwert sih 20 =0,035. Bei gleicher Störwelle und gleichem Störton muß daher das Verhältnis zwischen Nutz- und Störfeldstärke gleich oder besser sein als I: :0,0035. Mit zunehmendem Frequenzunterschied zwischen Nutz- und Störton, bzw. zwischen Nutz- und Störwelle läßt das Trenuvermögen des Ohres und des Empfängers schnell ansteigende Störfeldstärken zu, so daß vor allem das Stören mit gleicher Welle und gleichem Ton tunlichst zu vermeiden ist. Die besten Voraussetzungen hierfür bietet der optimale A Betrieb.
  • Als Seefunkfeuer werden aber seit I95I sowohl A2/70... ioo-Sender als auch A I-Sender in der Weise eingesetzt, daß die Trägerschwingungen der A2-Sender ebenso wie die Schwingungen der A I-Sender in der Mitte des betreffenden Hochfrequenzkanals liegen und zur Erzielung gleicher Störfestigkeit gleich große Amplituden haben, so daß den Betriebsarten AI und A2 die gleiche Senderleistung zugeordnet werden mußte. Setzt man hingegen wie beim optimalen >4I-Betrieb die A 1-Schwingung seitlich zur Kanalmitte ein, so darf man ihr, wie schon bei der Betrachtung des Nutzleistungsbedarfs ausgeführt wurde, eine Feldstärke zuordnen, die nur der eines Seitenbandes beim A i5o-Beftieb entspricht. Damit verringert sich selbst bei Störung durch einen A 2-Sender der Feldstärkebedarf auf ein Viertel und der Leistungsbedarf auf ein Sechzehntel im Vergleich mit dem 22Betrieb bei gleicher Störfestigkeit.
  • Es soll nun für verschiedene Sendebetriebsarten betrachtet werden, wie benachbarte Kenntonfrequenzen und Hochfrequenzkanäle einander stören und sich voneinander trennen lassen. Daraus ergeben sich dann Anhaltspunkte, wieviel Tonfrequenzen sich einem Hochfrequenzkanal zuordnen lassen.
  • Dabei spielt die Trennkraft des menschlichen Ohres eine wichtige Rolle, d. h. das Vermögen des menschlichen Hörorgans, Töne verschiedener Frequenz voneinander zu unterscheiden. Sie ist am größten für Halboktaven und am kleinsten für Schwebungen des Kenntones sowie für ganze Oktaven, welche das Ohr praktisch nicht zu unterscheiden vermag. Es ist daher ratsam, die Kenntöne einem Frequenzbereich zu entnehmen, der weniger als eine volle Oktave umfaßt. Es sei in diesem Zusammenhang bemerkt, daß auch ein frequenzanzeigender Kathodenstrahloszillograph keine größere Trennkraft als das menschliche Ohr aufweist, dafür aber die Auswertung schwer zu deutender Schirmbilder voraussetzt.
  • Die Sendet A2/70... 100 ergibt das in Abb. 1 dargesfellte Frequenzspektrum. Längs derAbszissenachse sind die Frequenzen f und längs der Ordinatenachse die Amplituden der betreffenden Schwingungen aufgetragen. Der in der Mitte des Hochfrequenzkanals HFK eingesetzte Träger ist mit I und seine Seitenbandfrequenzen, die von ihm einen Frequenzabstand von 600 Hz haben mögen, sind mit 2 und 3 bezeichnet. Es wird vorausgesetzt, daß Seitenbänder höherer Ordnung nicht auftreten, also der Sender verzerrungsfrei mit einem Sinuston von 600 Hz moduliert wird. Es sei nun angenommen, daß ein Störsender dieselbe Trägerfrequenz 4 hat und mit einem Sinuston von 540 Hz moduliert wird, so daß er die Seitenbandfrequenzen 5, 6 ausstrahlt.
  • Ferner sei unterstellt, daß die Konstanz der Trägerfrequenz nach den geltenden Bestimmungen 2 IO-4 betrage. Dies gibt für eine Trägerfrequenz von 300 kHz eine zugelassene Frequenz schwankung von + 60 Hz. Im ungünstigsten Fall könnten somit die beiden als gleich angenommenen Trägerfrequenzen um 120 Hz auseinanderlaufen, und dasselbe gilt auch bezüglich der nicht von demselben. Sender herrührenden Seitenbandfrequenzen. Im Empfänger entstehen demnach außer dem gewünschten Kennton von 6oo Hz (zwischen dem Träger I undden Seitenbandfrequenzen 2 bzw. 3) Störtöne, die sich je nach Einstellung der Frequenzdurchlaßkurve des Empfängers auf Durchgang der Trägerfrequenz und der auf einer Seite derselben vorhandenen Seitenbandfrequenzen oder beider Seitenbandfrequenzen auf ein mehr oder weniger breites Frequenzspektrum verteilen. Bei Interferenzen in der Gegend um OHz treten .die sehr stark störenden Phasen- und Frequenzschwebungen auf.
  • Für die Betriebsart A2/70... I00 wählte man nach der geltenden Norm elf Töne mit einem Frequenzunterschied von etwa I2 O/o, die im Bereich von 354 bis Io52 Hz liegen. Berücksichtigt man die Trennkraft des menschlichen Ohres, so findet man, daß hiervon nur sieben Töne, beispielsweise 395 bis 752 Hz, als wirksam zu betrachten sind, während andere infolge gleichzeitig auftretender Störtöne nicht mehr klar unterschieden werden können. Berücksichtigt man aber außerdem noch, daß die dem gewünschten Kennton von beispielsweise 600 Hz frequenzbenachbarten Nebentöne von etwa 540 und 660 dz durch die zugelassenen Frequenzschwankungen des Trägers um + 60 Hz wenigstens zeitweilig überdeckt werden, so erscheinen sogar nur vier von den elf Tönen brauchbar. Selbst wenn man die Frequenzkonstanz auf den Wert I io-5 erhöht, so daß eine Hochfrequenz von 300 kHz nur noch um + 3 Hz schwankt, kann man in einer um 5'ovo verkleinerten Oktave nur sieben Kenntöne mit einem Frequenzabstand von rund I0°/o und einer Trennkraft vpn etwa 7 db gegenüber dem Nebenton unterbringen.
  • Für die Betriebsart A 2/0 verwendet man entweder tönend modulierte Sender mit unterdrücktem Träger, die mit der halben Frequenz des zugewiesenen Kenntones moduliert werden, oder zwei AI-Sender, deren Frequenzabstand gleich dem Kennton ist. Setzt man diese beiden Senderfrequenzen unsymmetrisch zur Mitte des zugewiesenen Hochfrequenzkanals ein, d. h. legt man die eine Frequenz genau in die Kanalmitte und die andere Sendefrequenz um einen Frequenzbetrag, der gleich dem Kennton ist, daneben, so hat man dieselben Verhältnisse wie beim Empfang des Trägers und nur eines Seitenbandes beim A2/70... 100-Betrieb, die im vorhergehenden Absatz erläutert wurden Setzt man hingegen die beiden Sendefrequenzen symmetrisch in den Hochfrequenzkanal, wie Abb. 2 es verdeutlicht, und nimmt man eine Konstanz der Hochfrequenzschwingung von I I05 entsprechend + 3 Hz sowie eine Tonfrequenzkonstanz von o,I O/o entsprechend etwa + o,6 Hz an, so ergeben sich günstigere Verhältnisse. Die beiden Sollfrequenzen 7, 8 mögen einen Frequenzabstand von 600 Hz haben, während die beiden Sendefrequenzen 9, 10 des Störsenders 540 Hz voneinander entfernt sind.
  • Durch Interferenz zwischen den Schwingungen 7, 8 entsteht der gewünschte Kennton von 600 l 3,6 Hz.
  • Außerdem bilden sich Störtöne. Dabei treten keine langsamen Frequenz-- und Phasenschwankungen in der Gegend um OHz auf. Da aber die Störtöne, welche durch Interfeienz zwischen den Schwingungen 7 und 10 einerseits und den Schwingungen 8 und g andererseits gebildet werden, sich von dem Kennton von 600 Hz nur um 5 0/o unterscheiden, muß man den Frequenzabstand zwischen den einzelnen Kenntönen mit wenigstens 10 01o bemessen, so daß man in einer um 501o verminderten Oktave praktisch wieder nur sieben Kenntöne unterbringen kann. Daran würde sich auch dann nichts ändern, wenn man die Konstanz der Hochfrequenzschwingung von I I05 auf I I066 erhöhte.
  • Nun soll der Gegenstand der Erfindung betrachtet werden. Die Lage der Schwingungen im Hochfrequenzkanal HFK ist aus Abb. 3 ersichtlich.
  • Dort ist II die vom Sender ausgestrahlte einzige Schwingung, I2 die Schwingung des im Empfänger vorhandenen Überlagerers und I3 die Schwingung eines Störsenders. Der Frequenzabstand zwischen ii und I2 beträgt 600 Hz (gewünschter Kennton), und der Frequenzabstand zwischen 12 und I3 sei 540 Hz. Die Frequenzkonstanz der Sendeschwingungen II, I3 wird mit I 10-6 + 0,3 Hz angenommen, was sich unschwer verwirklichen läßt.
  • Dagegen wird vom Überlagerer (Schwingung 12) nur eine Frequenzkonstanz von I 6o-5 = + 3 Hz (bezogen auf eine Hochfrequenzschwingung von 300 kHz) verlangt, die sich ebenso leicht darstellen läßt. Man erhält durch Interferenz zwischen den Schwingungen II und I2 den Kennton von 600 + 3,3 Hz und außerdem die Störtöne.
  • Man kann leicht ausrechnen, daß auch in diesem Falle keine langsamen Frequenzschwankungen in der Gegend von 0 Hz auftreten. Ferner kann man feststellen, daß kein Störton zustande kommt, der sich von dem Kennton nur um 5 Ole unterscheidet.
  • Man ist somit in der Lage, innerhalb einer um 5 °/o verminderten Oktave dreizehn Kenntöne mit einem Frequenzabstand von 5 O/o bei einer Trennkraft von 7 db gegenüber dem Nebenton unterzubringen.
  • Man sieht, daß der Gegenstand der Erfindung allen übrigen Betriebsarten auch in dieser Hinsicht überlegen ist. Eine weitere Erhöhung der Frequenzkonstanz hingegen, die an sich möglich wäre, aber einen größeren technischen Aufwand erforderte, brächte keinen Vorteil mehr, da man mit der Trennkraft des menschlichen Ohres als gegebene Naturgröße zu rechnen hat und aus diesem Grund auch dann nicht mehr Kenntöne innerhalb einer Oktave vorsehen könnte.
  • Störtöne, die unterhalb oder oberhalb der gewählten Kenntonreihe liegen und von denen erstere von Senderschwingungen desselben Hochfrequenzkanals, letztere durch Senderschwingungen des frequenzbenachbarten Hochfrequenzkanals erzeugt werden, können durch einen Niederfrequenzband paß abgeschnitten werden. Hierdurch wird das Ohr entlastet, ohne daß die Peiltätigkeit erschwert oder die Peilgüte verringert wird, da ein Niederfrequenzbandpaß das Röhren- und Atmosphärenrauschen nicht verändert.
  • Für Schreibempfänger, Sichtpeiler und direkt anzeigende Peiler aller Art, bei denen die Trennkraft des menschlichen Ohres nicht wirksam ist, kann eine der festgelegten Tonreihe entsprechende Anzahl von Tonfiltern vorgesehen werden, die auf je eine kennzeichnende Tonfrequenz abgestimmt oder abstimmbar sind.
  • Wie eingangs erwähnt, steht für den gesamten Funkfeuerdienst ein Frequenzband von 30 kHz zur Verfügung. Dieses Frequenzband gilt es in möglichst viele Hochfrequenzkanäle zu unterteilen, in- innerhalb welcher, wie in den vorangehenden Darlegungen ausgeführt, eine möglichst große Zahl von Funkfeuern mit verschiedenen Kennfrequenzen untergebracht werden soll. Für die empfangsseitige Trennung der einzelnen Hochfrequenzkanäle sind neben der Frequenzkonstanz der Sender die Trenneigenschaften der Empfänger maßgebend.
  • Zwischen den Hochfrequenzkanälen ist außerdem noch die Trennkraft des menschlichen Ohres .wirksam. Sie wird nach dem niedrigsten Störton bemessen, der sich aus den Interferenzen der Sendefrequenzen benachbarter Hochfrequenzkanäle ergibt.
  • Vergleicht man den Gegenstand der Erfindung mit den anderen Betriebsarten in bezug auf die Einsatzmögiichkeiten von Funkfeuern in einem Frequenzband von 30 kHz Breite, so findet man auf Grund einfacher Rechnungen je nach der Trennschärfe der Peilempfänger und der Frequenzkonstanz der Funkfeuer für die Betriebsart A .......
  • 100 die Vergleichszahlen 52 bis 9I, für den A 2/0-Betrieb die Vergleichszahl I40, für den bekannten A Betrieb die Vergleichszahlen 30 bis 50 und für den optimalen A I-Betrieb gemäß der Erfindung die Vergleichszahlen 260 bis 390. Daraus ergibt sich überzeugend die Überlegenheit des Gegenstandes der Erfindung auch hinsichtlich der Zahl der unterzubringenden Sender bei bestmöglicher Störungsfreiheit in einer Funknachrichten- oder Navigationsorganisation, . nachdem bereits nachgewiesen worden. ist, daß der Gegenstand der Erfindung auch den geringsten Feldstärkebedarf aufweist.
  • Die senderseitige Frequenzgenauigkeit von 1 10-6 läßt sich bei Funkfeuern durch Quarzsteuerung leicht einhalten. Sender, die nicht auf eine besfimmte Welle und einen bestimmten Ton festgelegt werden, z. B. im Nachrichtendienst der See- und Luftfahrt, kann man auch mit einer in der Frequenz regelbaren Steuerstufe hoher Frequenzgenauigkeit ausrüsten, die ähnlich oder gleich aufgebaut sein kann wie der weiter unten behandelte Überlagerungsschwingungserzeuger des Empfängers.
  • Wie sich aus einer einfachen Überlegung ergibt, vermindert sich die Breite der Hochfrequenzkanäle und erhöht sich die Anzahl der in einem bestimmten Frequenzbereich unterzubringenden Hochfrequenzkanäle und Einsatzmöglichkeiten für Sender mit abnehmender Frequenz der Kenntonreihe. Damit kann man allerdings nicht beliebig weit heruntergehen, da tiefe Töne vom Ohr schlechter aufgenommer und getrennt werden können als höhere Töne. Die Tonreihe von 305 bis 580 Hz erscheint als ein annehmbarer Mittelweg zwischen guter Hörbarkeit und möglichst kleinerKanalbreite. Man kann jedoch den durch Wahl einer Tonreihe niedriger Frequenz eröffneten Weg zur Vergrößerung der Einsatzmöglichkeiten von Sendern vor allem dann beschreiten, wenn die Empfänger mit einer Einrichtung zur Verdopplung oder Vervielfachung der Tonfrequenz ausgestattet werden. Für die Funkeigenpeilüng ist die Möglichkeit hierzu gegeben, wenn man an Stelle der Minimumpeilung die an sich bekannte Flimmerpeilung benutzt, bei der innerhalb der Nenureichweite der Funkfeuer die miteinander zu vergleichenden Spannungen weit oberhalb des Röhren- und Atmosphärenrauschens liegen.
  • Für den in Verbindung mit dem Gegenstand der Erfindung zu benutzendenEmpfänger wurde weiter oben die Forderung aufgestellt, daß die Frequenz des Überlagerers wahlweise auf die jedem Hochfrequenzkanal zugeteilte Frequenz mit einer Treffgenauigkeit und Konstanz von etwa I05 eingestellt werden kann. Es wird vorgeschlagen, zu diesem Zweck in dem Überlagerer eine Schwingung veränderbarer Frequenz zu erzeugen und eine mit dem Abstimmittel verbundene Skala mit Eichstrichen oder Rasten für verschiedene Hochfrequenzkanalfrequenzen zu versehen.
  • Der einfachste Fall der Erzeugung der Überlagerungsschwingung besteht in der Verwendung eines Röhrenoszillators, dessen frequenzbestimmender abstlmmbarer Schwingungskreis in einem Behälter mit konstant gehaltener Innentemperatur unterzubringen ist, falls die Außentemperatur um mehr als etwa + 100 C schwankt. Für den der bestehenden Funkfeuerorganisation zugewiesenen Frequenzbereich muß die Frequenz des Uberlagerers zwischen 285 und 315 kHz veränderbar sein.
  • Die Überprüfung der Skaleneichung kann in an sich bekannter Weise dadurch ermöglicht werden, daß außerdem noch ein quarzgesteuerter Oszillator für eine feste Frequenz von beispielsweise 300 kHz vorgesehen wird, mit dessen Schwingung, die eine Frequenzgenauigkeit von etwa Io-5 aufweist, die von dem stetig abstimmbaren Schwingungserzeuger gelieferte Schwingung bei dem betreffenden Skaleneichpunkt, im Beispielsfalle 300 kHz, verglichen bzw. in Frequenzübereinstimmung gebracht wird. Eine solche Anordnung gewährleistet eine ausreichende Genauigkeit der Ausgangsfrequenz auf etwa 3 Hz und genügt für einfache Ansprüche. Die Kanalfrequenz ist dabei ~frei wählbar und wird nach einer Skala eingestellt.
  • Abb. 4 zeigt in einem Blockschaltbild einen Röhrenoszillator G mit abstimmbarem, vorzugsweise thermisch stabilisiertem Schwingungskreis, dessen Frequenz durch Mitnahmesteuerung von einer Oberschwingung eines Stimmgabelgenerators St bestimmt wird. Die Stimmgabelschwingung hat eine Frequenzgenauigkeit von etwa I I0-. Diese Schwingung wird in einem nachgeschalteten nichtlinearen Verzerrungsglied Z so verzerrt, daß sie ganzzahlige Oberschwingungen enthält, und ebenso wie die Ausgangsschwingung des Röhrenoszillators G in an sich bekannter Weise einer Phasenbrücke Ph zugeführt, die eine Gleichspannung liefert, welche der Phasenabweichung der Oszillatorschwingung gegenüber der in den Mitziehbereich fallenden Stimmgabeloberschwingung nach Größe und Vorzeichen entspricht. Diese Gleichspannung wird einer Blindwiderstandsröhre Bl zugeführt und ändert deren Blindwiderstand, welcher dem frequenzbestimmenden Schwingungskreis des Röhren aszillators G parallel geschaltet ist, in solcher Weise, daß eine etwa auftretende Phasen- oder Frequenzabweichung zu Null gemacht wird. Die Skala der Abstimmeinrichtung eines solchen Röhrenoszillators G kann klein und raumsparend sein, weil es hierbei nicht auf eine große Ablesegenauigkeit ankommt. Im übrigen wird eine Feinabstimmung durch Ablesung des Spannungsmessers V ermöglicht, der die von der Phasenbrücke Ph abgegebene Gleichspannung anzeigt. Letztere erreicht denWert Null, sobald der Röhrenoszillator G genau auf eine Oberschwingung der Stimmgabelfrequenz abgestimmt ist. Die Verwendung der beschriebenen Schaltung setzt voraus, daß die Hochfrequenzkanäle gleich große Frequenz abstände voneinander haben und die Überlagerungsfrequenzen mit einer Oberwelle der Stimmgabelschwingung übereinstimmen. Falls andere Hochfrequenzkanalabstände genormt werden sollten, braucht nur die Stimmgabel gegen eine andere ausgetauscht zu werden.
  • Die in Abb. 5 dargestellte Schaltung hat etwa dieselbe Frequenzgenauigkeit wie die der Abb. 4, erlaubt jedoch die freie Wahl der Ausgangsfrequenz mit der Einschränkung, daß auch hier die Hochfrequenzkanäle gleiche Frequenz abstände haben müssen. Der Mitnahmebereich umfaßt in diesem Falle etwa 200 Hz. Dies wird dadurch erreicht, daß das Anbinden der Frequenz der Röhrenoszillatorschwingung an eine Oberschwingung des Stimmgabelgenerators St nicht durch eine Phasenbrücke, sondern durch einen Diskriminator D erfolgt. In dieser Schaltung, in welcher die Bedeutung der Bezugszeichen im übrigen dieselbe ist wie in Abb. 4, gibt das Verzerrungsglied Z die oberwellenhaltige Stimmgabelschwingung an einen im Gleichlauf mit dem Röhrenoszillator G abgestimmten Schwingungskreis K ab, der eine in seinen Frequenzdurchlaßbereich fallende Oberschwingung durchläßt und einer Mischstufe M zuführt, in der die Differenzfrequenz zwischen ihr und der Schwingung des Röhrenoszillators G gebildet wird. Diese Differenzfrequenz gelangt über ein Bandfilter F zum Frequenzdiskriminator D, der ähnlich wie die Phasenbrücke Ph von Abb. 4 eine Regelgleichspannung abgibt, welche einer Blindröhre Bl zugeführt wird und die Oszillatorschwingung so beeinflußt, daß sie einen festen Frequenzunterschied gegenüber der vom Schwingungskreis K ausgesiebten Stimmgabeloberschwingung einhält.

Claims (7)

  1. Eine verhältnismäßig einfache und doch auch für höhere Ansprüche brauchbare Schaltung gibt Abb. 6 wieder. In einer Mischstufe M wird die Summenfrequenz aus der Schwingung eines kristallgesteuerten Oszillators Q mit einer festen Frequenz von beispielsweise 265 kHz und der zwischen etwa 20 und 50 kHz veränderbaren Schwingung eines Röhrenoszillators G gebildet. Die Frequenz der Ausgangsschwingung der Mischstufe ist somit von 285 bis 315 kHz veränderbar und wird über einen im Gleichlauf mit dem Abstimmkreis des Röhrenoszillators G abgestimmten Resonanzkreis K dem Verbraucher zugeführt. Sieht man zur Nachprüfung der Skaleneichung noch einen zusätzlichen quarzgesteuerten Oszillator für eine feste Frequenz vor, die innerhalb des Ausgangsfrequenzbereiches von 285 bis 315 kHz liegt, so kann man die Frequenzgenauigkeit der Ausgangsschwingung sogar < I Hz machen. Die Kanalabstände sind bei dieser Schaltung ebenso wie die Kanalfrequenzen frei wählbar.
    Schließlich zeigt Abb. 7 eine weitere Schaltung, die als Vereinigung der Schaltungen nach Abb. 4 und 6 anzusehen und infolgedessen ohne weiteres verständlich ist. Sie erreicht etwa die gleiche Frequenzgenauigkeit wie die in Abb. 5 dargestellte Schaltung. Die Kanalabstände sind in diesem Falle durch die Stimmgabelfrequenz gegeben. Ein Vorteil dieser Schaltung besteht darin, daß. durch Auswechslung des. frequenzbestimmenden Quarzkristalls in dem Oszillator Q gegen einen solchen anderer Eigenfrequenz oder durch Ziehen der Frequenz dieses Oszillators Q die Reihe der Kanalfrequenzen ohne Änderung ihrer Frequenzabstände um einen bestimmten Frequenabetrag verschoben werden kann, falls beispielsweise ein anderer Frequenzbereich für die betreffende Funkorganisation genormt werden sollte oder das Fahrzeug in den Bereich einer anderen Funkorganisation mit gleich großen Hochfrequenzkanalabständen gelangt. Sollte auch letztere geändert werden müssen, so bedarf es einer Auswechslung der Stimmgabeln.
    Um eine unerwünschte Ausstrahlung der Überlagerungsschwingung über die Empfangsantenne zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor der Misch- oder Demodulationsstufe, in welcher die tSberlagerungsschwingung eingeführt wird; eine Hochfrequenzvorverstärkerstufe vorzusehen. Falls die tSberlagerungsschwingung wie in den Schaltungen nach Abb. 6 und 7 durch Mischung einer Schwingung regelbarer und einer Schwingung fester Frequenz gebildet wird, kann dieser Mischvorgang auch im Empfänger selbst stattfinden, indem in einer Misch-oder Demodulatorstufe sowohl diese beiden Schwingungen als auch die Empfangsschwingung zusammengeführt werden. Auf diese Weise ist es möglich, eine besondere Mischstufe im Überlagerer einzusparen. Es geht aber auch an, die beiden Teilschwingungen verschiedenen Stufen des Empfängers zuzuführen und beispielsweise die Empfangsschwingungen in einer ersten Mischstufe mit der Schwingung des Röhrenoszillators G (Abb. 6) zu überlagern und die dadurch entstehende Differenzfrequenz in einer weiteren Demodulationsstufe mit der Schwingung des kristallgesteuerten Oszillators Q (Abb. 6) zur Interferenz zu bringen, wodurch der den aufgenommenen Sendern zugeordnete Kennton gewonnen wird.
    PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von räumlich verteilten Sendern - insbesonde,re Navigationsfunkfeuern -, welche die Schwingungen in unterscheidbarer Weise innerhalb eines Frequenzbandes in möglichst vielen, empfangsseitig noch einwandfrei zu trennenden Kanälen aus- strahlen, und von Empfängern, die sich innerhalb der Reichweite dieser Sender befinden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung nur solcher Sender, die dauernd oder in einem Zeichenrhythmus unmodulierte Hochfrequenzschwingungen ausstrahlen, die Empfänger mit einem Überlagerungsoszillator betrieben werden, dessen in der Frequenz stabilisierte - vorzugsweise in der Amplitude regelbare -Schwingung wahlweise auf eine den einzelnen Sendergruppen zugeordnete, sich von den betreffenden Senderfrequenzen um charakteristische Tonfrequenzen unterscheidende Kanalfrequenz einstellbar ist, und daß der Frequenzabstand und die Frequenzkonstanz der Sender sowie die Stabilisierung der Empfangsüberlagererfrequenzen derart aufeinander abgestimmt werden, daß die einzelnen Sender empfangsseitig noch einwandfrei zu trennen sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzkonstanz und Treffgenauigkeit der Sender, die mit einer Betriebsfrequenz in der Größenordnung von 300 kHz arbeiten, etwa IIo-6 und die des Oszillators im Empfänger etwa IIo-5 betragen.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die charakteristische Tonfrequenz im Bereich von etwa 300 bis 600 Hz liegt.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfänger mit niederfrequenten Bandpässen ausgerüstet sind, die unterhalb und oberhalb der festgelegten Kenntonreihe auftretende Störtöne abschneiden.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch - gekennzeichnet, daß Schreibempfänger, Sichtpeiler und direkt zeigende Peiler mit Eintonfiltern versehen sind, welche auf eine charakteristische Tonfrequenz abgestimmt oder abstimmbar sind.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Empfängerausgang eine Verdopplung oder Vervielfachung des empfangenen Kenntons vorgenommen wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die im Empfänger überlagerte Schwingung durch Mischung von zwei Telischwingungen niedrigerer Frequenz gewonnen wird, von denen wenigstens eine durch einen piezoelektrischen Kristall oder eine Stimmgabel in der Frequenz stabilisiert ist, und daß die beiden Teilschwingungen verschiedenen Stufen des Empfängers zugeführt werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 676 055.
DET7683A 1953-04-11 1953-04-11 Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern Expired DE955964C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET7683A DE955964C (de) 1953-04-11 1953-04-11 Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET7683A DE955964C (de) 1953-04-11 1953-04-11 Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE955964C true DE955964C (de) 1957-01-10

Family

ID=7545662

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET7683A Expired DE955964C (de) 1953-04-11 1953-04-11 Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE955964C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE676055C (de) * 1937-06-25 1939-05-25 Telefunken Gmbh UEberlagerungsempfaenger fuer wahlweisen Telephonie- und Telegraphieempfang

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE676055C (de) * 1937-06-25 1939-05-25 Telefunken Gmbh UEberlagerungsempfaenger fuer wahlweisen Telephonie- und Telegraphieempfang

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE970147C (de) Fernsehempfaenger
DE2748746A1 (de) Ultraschmalbandiges nachrichtensystem
DE562641C (de) Funkpeilanlage
DE925053C (de) Frequenzstabilisierungsschaltung
DE955964C (de) Verfahren zum Senden und Empfangen nachrichtengebender Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung von Gruppen von raeumlich verteilten Sendern
DE601051C (de) Verfahren zur Ortsbestimmung usw. in Schiffen, Flugzeugen u. dgl.
DE714156C (de) Empfangsanordnung fuer Drehfunkfeuer
DE1103818B (de) Rufanlage
DE1257897B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Nahflugsicherung durch Drehfunkfeuer
DE648402C (de) Anordnung zur Modulation der Traegerwelle eines Fernsehsenders mit Bildinhaltsspannungen und den in Bildpausen gegebenen Synchronisierzeichen
DE724217C (de) UEberlagerungsempfaenger mit besonderem UEberlagerer, dessen Mischroehre als Gleichrichter wirkt
DE694787C (de) UEberlagerungsempfaenger fuer nichttoenende Telegraphie mit mehrfacher UEberlagerung
DE675286C (de) Signalanlage zur UEbertragung eines Seitenbandes
DET0007683MA (de)
DE3127670C2 (de) Hörhilfe
DE1282748B (de) Verfahren zur Phasenkorrektur des Bezugssignals bei einem Doppler-VOR-Funknavigationssystem
DE3147815C1 (de) Funkempfangseinrichtung mit einem Filterbankempfaenger
DE906944C (de) Einrichtung zur Scharfabstimmung bei Peilern
DE658908C (de) Verfahren zur Verminderung von Schwunderscheinungen bei der drahtlosen Nachrichtenuebermittlung
DE1255139B (de) Schaltungsanordnung zum Abtrennen der Pilotsignalkomponente aus einem normvertraeglichen Stereosignalgemisch
DE366461C (de) Hochfrequenz-Duplexsignalsystem
DE903707C (de) Verfahren und Einrichtung zum ungestoerten Empfang von Schwingungen
AT145345B (de) Schaltanordnung zum gleichzeitigen Empfang zweier verschiedener Trägerschwingunen, zwischen denen ein konstanter Frequenzunterschied besteht.
DE639720C (de) Verfahren zur Aufrechterhaltung des Mitnahmezustandes zweier Schwingungen
DE712502C (de) Frequenzanalysator