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DE955452C - Verfahren zur Herstellung neuer metallhaltiger Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer metallhaltiger Azofarbstoffe

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Publication number
DE955452C
DE955452C DEC9087A DEC0009087A DE955452C DE 955452 C DE955452 C DE 955452C DE C9087 A DEC9087 A DE C9087A DE C0009087 A DEC0009087 A DE C0009087A DE 955452 C DE955452 C DE 955452C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
sulfonic acid
acid
parts
compounds
Prior art date
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Expired
Application number
DEC9087A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Henri Riat
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Priority to DEC9087A priority Critical patent/DE955452C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE955452C publication Critical patent/DE955452C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24Disazo or polyazo compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/025Disazo dyes containing acid groups, e.g. -COOH, -SO3H, -PO3H2, -OSO3H, -OPO2H2; Salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung neuer metallhaltiger Azofarbstoffe Es wurde gefunden, daB man zu wertvollen, neuen, metallhaltigen Azofarbstoffen gelangt, wenn man auf Farbstoffe der allgemeinen Formel worin R1 einen Benzol- oder Naphthalinrest, in welchem die beiden Azogruppen in p-Stellung zueinander stehen und dessen O-Alkylgruppe in o-Stellung zum Rest - N = N - R2 - OH steht, R2 einen in o-Stellung zur Oxygruppe an -die Azogruppe gebundenen Naphthalinrest, der als weitere Substituenten höchstens eine bis zwei Sulfonsäuregruppen enthält, R3 einen in der angegebenen Weise mit dem Thiazolririg kondensierten und gegebenenfalls substituierten Benzolrest, R4 einen in p-Stellung zur Bindung an den Thiazolring an die Azogruppe gebundenen Benzolrest und n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 bedeutet, wobei die Gesamtzahl der Sulfonsäuregruppen im Farbstoffmolekül mindestens zwei beträgt, unter solchen Bedingungen nickel- oder kupferabgebende Mittel einwirken läßt, daß unter Abspaltung der Alkylgruppe aus dem 0-Alkylrest o, o'-Dioxyazometallkomplexverbindungen entstehen.
  • Die Farbstoffe der Formel (_) können hergestellt werden durch Kupplung einer Diazoverbindung eines Amins der Formel worin R3 und n die angegebene Bedeutung haben und R4 einen Benzolrest darstellt, dessen Aminogruppe in p-Stellung zur Bindung an den Thiazolrest steht, mit einer Mittelkomponente der Formel worin Ri einen Benzol- oder Naphthalinrest bedeutet, der in p-Stellung zur Aminogruppe zu kuppeln vermag und dessen 0-Alkylgruppe in o-Stellung zur Aminogruppe steht, Diazotieren des so erhaltenen Aminoazofarbstoffes der Formel und Kuppeln der Diazoverbindung mit einem höchstens zwei Sulfonsäuregruppen und keine weiteren Substituenten enthaltenden, in o-Stellung zur Oxygruppe kuppelbaren Oxynaphthalin als Endkomponente. Von den als Anfangskomponenten zu verwendenden Thiazolverbindungen kommen in erster Linie wegen ihrer leichten Zugänglichkeit die Mono- und Disulfonsäuren des 2-(4'-Aminophenyl@-6-methylbenzthiazols (Dehydrothiotoluidin) in Betracht; diese entsprechen der allgemeinen Formel Unter diesen sei besonders die Verbindung der Formel erwähnt, die erhalten wird durch Sulfonieren des 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazols mit konzentrierter Schwefelsäure. Auch die durch thermische Umlagerung des sauren Sulfates des 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazols erhältliche 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol-3'-sulfonsäure kann verwendet werden. Unter den Disulfonsäuren sei z. B. diejenige genannt, die durch thermische Umlagerung des sauren Sulfates der Monosulfonsäure der Formel (6) erhalten wird.
  • Ebenfalls geeignete Anfangskomponenten stellen die im folgenden noch genannten Thiazolverbindungen dar,die ebenfalls durchSulfonierung der entsprechenden sulfonsäuregruppenfreien Verbindungen hergestellt werden können: 2-(4'-Aminophenyl)-benzthiazol-X-sulfonsäure, 2-(4'-Aminophenyl)-6-methoxybenzthiazol-X-sulfonsäure, 2-(4'-Aminophenyl)-5-methylbenzthiazol-X-sulfonsäure und die 2-(4' -Aminophenyl)-5-chlorbenzthiazol-X-sulfonsäure.
  • Die 1VIittelkomponenten der Formel (3) gehören der Naphthalin- oder der. Benzolreihe an. Sie enthalten eine vorzugsweise niedrigmolekulare Alkoxygruppe, zweckmäßig eine Methoxygruppe, die sich in o-Stellung zur NHZ-Gruppe befindet. Als Beispiele geeigneter Mittelkomponenten seien folgende Verbindungen genannt: i-Aminö-2-methoxybenzol, i-Amino-2-methoxy-5-methylbenzol, i-Amino-2-methoxynaphthahn, i-Amino-2-methoxynaphthalin-6- oder -7-sulfonsäure, i-Amino-2-äthoxynaphthalin, i-Ämino-2-äthoxynaphthahn-6-oder -7-salfonsäure.
  • Die als Endkomponenten zu verwendenden Oxynaphthaline weisen mit Vorteil eine oder zwei Sulfonsäuregruppen auf. Die Oxygruppe kann sowohl die a- als auch die ß-Stellung des Naphthalinkerns einnehmen. Als Vertreter der erstgenannten Reihe seien erwähnt i-Oxynaphthalin-3-sulfonsäure, z-Oxynaphthalin-4- oder -5-sulfonsäure, i-Oxynaphthalin=3, 6-disulfonsäure, i-Oxynaphthalin-3, 8-disulfonsäure.
  • Aus dereReihe der ß-Naphthole kommen in Frage 2-Oxynaphthalin, 2-Oxynaphthalin q.-, -5- oder -6-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-7-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure.
  • Die Ausgangsstoffe müssen so gewählt werden, daß die entstehenden Disazofarbstoffe mindestens zwei Sulfonsäuregruppen enthalten.
  • Bei der Herstellung der Disazofarbstoffe der Formel (i) erfolgt die Kupplung der diazotierten Anfangskomponenten mit den Mittelkomponenten im allgemeinenzweckmäßig inschwachsaurembisschwach alkalischem, z. B: in essigsaurem bis alkalibicarbonatalkalischem Mittel. Besitzen die Mittelkomponenten ein nur igeringes Kupplungsvermögen, so werden sie im allgemeinen vorteilhaft in Form ihrer ao-Methansulfonsäuren gekuppelt, und die o-Methansulfonsäuregruppe wird nachher wieder abgespalten. Dies trifft beispielsweise beim i-Amino-2-methoxybenzol zu. Die Diazotierung der Aminomonoazofarbstoffe der Formel (4) kann nach üblichen, an sich bekannten Methoden vorgenommen werden, z. B. mit Hilfe von Salzsäure und Natriumnitrit. Die so erhältlichen Diazomonoazoverbindungen werden dann in alkalischem, beispielsweise alkalicarbonatalkalischem Mittel mit den Endkomponenten gekuppelt, gegebenenfalls unter Zusatz von kupplungsfördernden Mitteln, wie Pyridin oder Picolin.
  • Auch die Behandlung der Farbitoffe der Formel (i) mit nickel- oder kupferabgebenden Mitteln. kann nach an sich gebräuchlichen Methoden erfolgen. Die entalkylierende Metallisierung läßt sich in manchen Fällen z. B. mit Salzen des zweiwertigen Nickels oder Kupfers in schwach saurem, wäßrigem.Mittel durchführen. Mann kann die Farbstoffe aber auch nach dem an sich bekannten Verfahren metallisieren, gemäß welchem unter Verwendung von Nickel- oder Kupfertetramminkomplexen in Gegenwart oder in Abwesenheit von überschüssigem Amin bzw. Ammoniak die Metallisierung während mehrerer Stunden in der Nähe von ioo° in wäßrigem Mittel erfolgt. Von besonderem Vorteil ist in manchen derartigen Fällen das Verfahren der französischen Patentschrift 954 282, wonach in Gegenwart von Oxyalkylaminen, insbesondere Äthanol amin bzw. den sich davon ableitenden Kupferkomplexverbindungen gearbeitet wird.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen neuen, metallhaltigen Farbstoffe entsprechen der allgemeinen Formel worin Me eines der Metalle Nickel oder Kupfer, Ri einen Benzol- oder Naphthalinrest, in dem die beiden Azogruppen in p-Stellung zueinanderstehenund dessen -O-Me-Gruppe in o-Stellung zum Rest -N = N-RZ-O-steht, - R2 einen in o-Stellung zur -Me-O-Gruppe an die Azogruppe gebundenen Naphthalinrest, der als weitere Substituenten höchstens eine bis zwei Sulfonsäuregruppen enthält, R3 einen in der angegebenen Weise mit dem Thiazolring kondensierten und gegebenenfalls substituierten Benzolrest, R4.- einen in p7Stellung zur Bindung an den Thiazolrest an die Azogruppe gebundenen Benzolrest und n eine ganze Zahl-im Wert von höchstens 2 bedeutet, wobei die Gesamtzahl der Sulfonsäuregruppen im Farbstoffmolekül mindestens zwei beträgt.
  • Bezüglich der Formulierung der- metallhaltigen Farbstoffe ist zu bemerken, daß die Formeln [siehe z. B. Formel (7)] zweifellos die richtigen stöchiometrischen Mengen Metall und die richtige Stellung des Nickel oder Kupferatoms im Komplex wiedergeben, daß dagegen .die Verteilung von Haupt- und Nebenvalenzen in der komplexen Bindung des Metalls heute noch nicht eindeutig feststeht.
  • Die neuen, nach dem eingangs. erwähnten Verfahren erhältlichen und der allgemeinen Formel (7) entsprechenden metallhaltigen Farbstoffe können zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, wie Wolle, Seide, Leder, insbesondere aber cellulosehaltiger Fasern, wie Baumwolle, Leinen sowie Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose, verwendet werden. Man erhält damit Färbungen, die sich durch, technisch bedeutungsvolle Farbtöne und im allgemeinen durch überraschend gute Echtheitseigenschaften auszeichnen.
  • In der- französischen Patentschrift i oz2 618 ist ein Disazofarbstoff beschrieben; der durch Kupplung von diazotierter 7-Aminoindazol-4, 6-disulfonsäure mit i-Amino-2, 5-dimethoxybenzol, Weiterdiazotierendes so erhaltenen Aminomonoazofarbstoffes und Kuppeln der Diazoazoverbindung mit 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure erhalten wird. Dieser Farbstoff. und in verstärktem Ausmaß die daraus durch entmethyherende Kupferung erhältliche komplexe Kupferverbindung besitzen ein geringes. Ziehvermögen für cellulosehaltige Fasern. Demgegenüber zeichnen sich die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen komplexen Kupferverbindungen nicht nur durch ein wesentlich verbessertes Ziehvermögen auf cellulosehaltige Fasern, sondern auch dadurch aus, daß die Färbungen eine erheblich bessere Lichtechtheit besitzen als-die mit der komplexen Kupferverbindung des bekannten Farbstoffes erhaltenen Färbungen oder die mit dem bekannten Farbstoff hergestellten, auf der Faser gekupferten Färbungen.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, wo nichts anderes erwähnt wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Beispiel i 32 Teile ' 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol X-sulfonsäure [erhältlich durch Sulfonieren von 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol mit schwefeltrioxydhaltiger Schwefelsäure] werden unter Zusatz von 5,3 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in Zoo Teilen Wasser gelöst und mit 6,9 Teilen Natriumnitrit versetzt. Diese Lösung läßt man langsam in ein. Gemisch von 3o Teilen 3o°/oiger Salzsäure, ioo Teilen Wasser und ioo Teilen Eis fließen. Man rührt hierauf i Stunde und trägt dann die mit Natriumbicarbonat weitgehend neutralisierte Suspension der Diazoverbindung in eine einen Überschuß an Natriumacetat enthaltende Lösung von 21,7 Teilen i-Amino-2-methoxybenzol-co-methansulfonsäure ein und rührt bei io° bis zur Beendigung der Kupplung. Dann wird der Monoazofarbstoff abgetrennt und durch zweistündiges Erwärmen auf go° mit 4°/oiger Natriumhydroxydlösung verseift. Nach dem Abkühlen auf 40° wird der abgeschiedene Arninomonoazofarbstoff abfiltriert, in Wasser gelöst bzw. suspendiert, mit 8 Teilen Natriumnitrit versetzt und durch Eingießen von 3o Teilen 30%iger Salzsäure weiterdiazotiert. Man rührt 2 Stunden bei etwa 40° nach und kuppelt die Diazoverbindung bei 5 bis =o° in natriumcarbonatalkalischer Lösung mit 23 Teilen 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure. Nach beendeter Kupplung -wird der Disazofarbstoff ausgesalzen und abfiltriert.
  • Die Farbstoffpaste wird in i5oo Teilen Wasser unter Zusatz.von 15 Teilen Monoäthanolamin gelöst und die Lösung mit einer ammoniakalischen Lösung von Kupfersulfat (entsprechend 27,5 Teilen Cu S 04 - 5 H2 0) versetzt. Man behandelt unter Rückflußkühlung 6 bis 8 Stunden bei g5°. Die entstandene Kupferkomplexverbindung wird ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Man erhält ein graues Pulver, das sich in Wasser mit violetter Farbe löst und die Cellulosefaser in violettstichigen Grautönen färbt, die sich vor allem durch sehr gute Lichtechtheit auszeichnen. Beispiel 2 Man vereinigt die nach den Angaben des Beispiels i hergestellteDiazoverbindungaus32Teilen 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol-X-sulfonsäure (Dehydrothiotoluidinsulfonsäure) mit einer neutralen Lösung von 25,3 Teilen i-Amino-2-methoxynaphthalin-6-sulfonsäure und stumpft die durch die Kupplung frei werdende Mineralsäure durch allmähliche Zugabe von Natriumacetat ab. Nach mehrstündigem Rühren bei =o bis i5° ist die Kupplung beendet. Durch Zugabe vonAmmoniumhydroxydlösungwird schwachalkalisch gestellt, wobei der Monoazofarbstoff zum Teil in Lösung geht, und mit 8 Teilen Natriumnitrit versetzt. In die Suspension werden bei 40° 5o Teile 3oo/oige Salzsäure auf einmal zugegeben. Man rührt i bis 2 Stunden bei 4o bis 45° und saugt die Diazoverbindung ab. Diese wird in Wasser angeschlämmt und die Suspension in eine auf =o° gekühlte Lösung aus 23 Teilen i-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, 4o Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat, Zoo Teilen Pyridin oder Picolin und Zoo Teilen Wasser eingetragen. Nach beendeter Kupplung wird der Disazofarbstoff durch Zugabe von Natriumchlorid abgeschieden und nach den Angaben des vorstehenden Beispiels in die komplexe Kupferverbindung übergeführt. Diese bildet nach dem Aufarbeiten und Trocknen ein grauschwarzes Pulver, welches sich mit graugrüner Farbe in Wasser löst und die Cellulosefaser in grüngrauen Tönen färbt, die sehr gut lichtecht sind. Beispiel 3 Die Diazoverbindung aus 32 Teilen 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol-X-sulfonsäure wird essigsauer mit. 13,7 Teilen i-Amino-2-methOxy-5-methylbenzol gekuppelt. Der entstandene Monoazofarbstoff wird abgetrennt, in 80o Teilen Wasser verrührt und mit Natriumhydroxydlösung neutralisiert. Hierauf versetzt man mit 8 Teilen Natriumnitrit und gibt 4o Teile konzentrierte Salzsäure auf einmal zu. Man erwärmt langsam auf 50° und rührt 2 Stunden, worauf die vollständig abgeschiedene braunorange Diazoverbindung abfiltriert und dann in 50o Teilen Wasser wieder verrührt wird. Man kuppelt mit 22 Teilen i-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure in natriumcarbonatalkalischer Lösung. Die Kupplung wird durch Zusatz von Pyridin stark beschleunigt. Der Farbstoff wird isoliert und nach der Methode des Beispiels i in die Kupferkomplexverbindung übergeführt. Nach der Aufarbeitung und Trocknung stellt sie- ein schwarzgraues Pulver dar und färbt Baumwolle in grauen, lichtechten Tönen.
  • Weitere wertvolle, kupferhaltige Farbstoffe werden erhalten, wenn man die gemäß nachstehender Tabelle aus den Anfangskomponenten der Kolonne I, den Mittelkomponenten der Kolonne II und den Endkomponenten der Kolonne III erhältlichen Disazofarbstoffe gemäß den Angaben des Beispiels i in die komplexe Kupferverbindung überführt.
    - Iv
    I II III Farbton der
    Anfangskomponente Mittelkomponente Endkomponente Kupferkomplexverbindung
    auf Baumwolle
    I 2-(4'-Aminophenyl)- i-Amino-2-methoxy- i-Oxynaphthalin-4-sul- Blaustichiggrau
    6-methylbenztbiazol- Benzol fonsäure
    X-sulfonsäure (Dehy-
    drothiotoluidinsulfon-
    säure) '
    2 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin-5-sul- Grünstichiggrau
    fonsäure
    3 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin-3-sul- Blaugrau
    fonsäure
    4 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin- Blaustichiggrau
    3, 6-disulfonsäure
    5 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin- Grünstichigblaugrau
    3, 8-disulfonsäure
    6 2-(4'-Aminophenyl)- desgl. i-Oxynaphthalin-4-sul- Blaustichiggrau
    6-methylbenzthiazol- fonsäure
    3'-sulfonsäure
    IV
    I II III Farbton der
    Anfangskomponente Mittelkomponente Endkomponente Kupferkomplexverbindung
    auf Baumwolle
    7 2-(4'-Aminophenyl)- i-Amino-2-methoxy- i-Oxynaphthalin-5-sul- Grünstichiggrau
    6-methylbenzthiazol- benzol fonsäure
    3'-sulfonsäure
    8 2-(4'-Aminophenyl)- desgl. i-Oxynaphthalin-4-sul- Blaustichiggrau
    benzthiazol-X-sulfon- fonsäure
    säure
    g 2-(4'-Aminophenyl)- desgl. 2-Oxynaphthalin-4-sul- Blaustichiggrau
    5-chlorbenzthiazol- fonsäure
    X-sulfonsäure
    zo 2-(4'-Aminophenyl)- desgl. i-Oxynaphthalin-4-sul- Blaugrau
    5-methylbenzthiazol- fonsäure
    X, 3'-disulfonsäure
    il desgl. desgl. i-Oxynaphthalin-5-sul- Grünstichiggrau
    fonsäure
    12 2-(4'-Äminophenyl)- i-Amino-2-methoxy- i-Oxynaphthalin-3-sul- Blaustichiggrün
    6-methylbenzthiazol- naphthalin-6-sulfon- fonsäure .
    X-sulfonsäure säure
    13 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin-5-sul- Blaustichiggrün
    fonsäure
    14 desgl. desgl. 2-Oxynaphthalin-4-sul- Grün
    fonsäure
    15 desgl. desgl. 2-Oxynaphthahn-6-sul- Blaustichiggrau
    fonsäure
    16 desgl. desgl. 2-Oxynaphthalin-7-sul- Blaustichiggrau
    fonsäure
    17 desgl. desgl. i-Oxynaphthalin- Grün
    3, 6-disulfonsäure
    18 desgl. desgl. i--Oxynaphthalin- Grün
    3; 8-disulfonsäure -
    ig desgl. i-Amino-2-methoxy- i-Oxynaphthalin- Grüngrau
    . 5-methylbenzol 3; 6-disulfonsäure
    20 desgl. i-Amino-2-methoxy- desgl. ürun -
    naphthalin-7-sulfon-
    säure
    21 desgl. desgl. i-Oxynaphthahn- Grün
    3, 8-disulfonsäure
    Beispiel 4 Die Diazoverbindung aus 32 Teilen 2-(4''-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol-4-sulfonsäure wird in essigsaurer Lösung mit 15,3 Teilen i-Amino-2, 5-dimethoxybenzol gekuppelt. Der abfiltrierte Aminoazofarbstoff wird in 80o Teilen Wasser verrührt und mit io Teilen Natriumnitrit versetzt. In diese Mischung werden 2o Teile 300%ige Salzsäure und 5o Teile' Naphthalin-i-sulfonsäure rasch zugegeben. Man rührt bei erhöhter Temperatur, z. B. bei 5o bis 70°, i bis 2 Stunden und filtriert die schwerlösliche Diazoverbindung ab. Diese wird in Wasser verrührt und mit einer natriumcarbonatalkalischen Lösung von 22 Teilen i-Oxynaphthahn-3-sulfonsäure, die noch 3o Teile Pyridin enthält, vereinigt. Der Disazofarbstoff wird ausgesalzen, abfiltriert und nach den Angaben des Beispiels i in die Kupferkomplexverbindung übergeführt. Der Farbstoff löst sich in Wasser-mit grüner Farbe und färbt Baumwolle in echten, graugrünen Tönen. Beispiel 5 56 Teile des aus diazotierter 2-(4'-Aminophenyl)-6-methylbenzthiazol-x, 3'-disulfonsäure und i-Arriino-2, 5-dmethoxybenzol in schwach saurer Lösung hergestellten Farbstoffes werden zur Diazotierung in 300 Teilen Nitrosylschwefelsäure (entsprechend 7,2 Teilen Natriumnitrit) eingetragen. Man rührt bei etwa 6o° i bis 2 Stunden, trägt das Gemisch auf Eis aus und filtriert die ausgefallene Diazoverbindung ab. Nach den Angaben des Beispiels 4 wird diese mit 22 Teilen i-Oxynaphthalin-3-sulfonsäure gekuppelt und der entstandene Disazofarbstoff in die Kupferkomplexverbindung übergeführt. Diese färbt Baumwolle in graugrünen Tönen. Einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man zum Aufbau des Disazofarbstoffes von 54,5 Teilen des aus diazotierter 2-(4'-Aminophenylbenzthiazol)-x, 3'-disulfonsäure und i-Amino-2, 5-dimethoxybenzol hergestelltenAminomonoazofarbstoffes ausgeht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurHerstellung neuer metallhaltiger Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Farbstoffe der Formel worin R1 einen Benzol- oder Naphthahnrest, in welchem die beiden Azogruppen in p-Stellung zueinander stehen und dessen O-Alkylgruppe in o-Stellung zum Rest - N = N - R2 - O H steht, R2 einen in o-Stellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen Naphthalinrest, der als weitere Substituenten höchstens eine bis zwei Sulfonsäuregruppen enthält, R3 einen in der angegebenen Weise mit dem Thiazolring kondensierten und gegebenenfalls substituierten Benzolrest, R4 einen in p-Stellung zur Bindung an den Thiazolring an die Azogruppe gebundenen Benzolrest und n eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 bedeutet, wobei die Gesamtzahl der Sulfonsäuregruppen im Farbstoffmolekül mindestens zwei beträgt, unter solchen Bedingungen nickel- oder kupferabgebende Mittel einwirken läßt, daß unter Abspaltung der Alkylgruppe aus dem O-Alkylrest o, o'-Dioxyazometallkomplexverbindungen entstehen.
  2. 2. Verfahren gemäBAnspzuch i, dadurchgekennzeichnet, däß man als Ausgangsstoffe Verbindungen der Formel verwendet, worin R1, R2 und n die angegebene Bedeutung haben.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoffe Verbindungen der Formel verwendet, worin R1 und R2 die angegebene Bedeutung haben.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoffe Verbindungen der angegebenen Formeln verwendet, worin R1 - O - Alkyl den Rest bedeutet.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als metallabgebende Mittel kupferabgebende Mittel verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. i o=2 6i8.
DEC9087A 1954-03-24 1954-03-24 Verfahren zur Herstellung neuer metallhaltiger Azofarbstoffe Expired DE955452C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1012618A (fr) * 1949-12-29 1952-07-15 Francolor Sa Nouveaux colorants métallifères et leurs procédés de préparation

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FR1012618A (fr) * 1949-12-29 1952-07-15 Francolor Sa Nouveaux colorants métallifères et leurs procédés de préparation

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