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Elektrischer Schalter Im Hauptpatent ist ein elektrischer Schalter
als Zeitschalter beschrieben, der insbesondere für Treppenhausbeleuchtungen, Bestrahlungs-
oder Belichtungsgeräte od. dgl. bestimmt ist und bei dem die Schalteinrichtungen
mit dem Zeitwerk zu einer baulichen Einheit an der Schaltstelle zusammengefaßt und
Mittel zur Erzielung einerDauerschaltung vorgesehen sind.
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Gemäß dem Hauptpatent ist zur Betätigung des Schalters ein einziger
Druckknopf vorgesehen, der beim Eindrücken das Zeitwerk und die Kontaktvorrichtung
betätigt und im eingedrückten Zustand derart verdreht werden kann, daß dadurch das
Zeitwerk gesperrt bzw. wirkungslos gemacht wird.
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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des im Hauptpatent
niedergelegten Erfindungsgedankens und eine besonders zweckmäßige Ausführungsform.
Der Schalter gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt einen einen Kontakt tragenden
Schaft, der beim Eindrücken des Knopfes ein mit Feder und Hemmung versehenes mechanisches
Zeitwerk spannt und eine unter Wirkung einer Feder stehende Kulisse, die in eine
Nut des Schaftes eingreift, sowie eine vom Zeitwerk während dessen Ablauf betätigte
Kurvenscheibe, die die Kulisse nach dem Ablauf des Zeitwerks - entgegen ihrer Belastungsfeder
- verschiebt und damit den Schaft zur Öffnung des Schaltkontaktes freigibt.
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Gemäß einer weiteren Einzelheit ist die Kulisse3 mit einem einstellbaren
Glied, beispielsweise einer Schraube, versehen, auf der die Kurvenscheibe
derart
gleitet, daß dne Einschaltdauer durch Veränderung der Stellung der Schraube 2@2
einstellbar ist.
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Dabei ist vorzugsweise die Kurvenscheibe 21 zusammen mit einem Aufzugarm
auf der Hauptaufzugswelle 2o des Zeitwerks 23 gelagert und ein mit. entsprechenden
Führungskanten versehener Stift 17 vorgesehen, der beim Niederdrücken des Knopfes
9 von dessen Unterkante nach unten gedrückt wird und damit über den Aufzugarm 1g
das Zeitwerk spannt.
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Zweckmäßiger-weise stützt der Schaft 5 sich gegen den Sockel i mit
einer Schraubenfeder 8 und gegen den Knopf 9 mit einer weiteren Schraubenfeder 7.
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Weiterhin besitzt der erfindungsgemäße Schalter eine am Knopf 9 befestigte
Verriegelungslasche 14, 15, die einen Endanschlag für die Bewegung des Knopfes nach
außen und einen seitlichen Anschlag besitzt, der beim ' Verdrehen des Knopfes 9
unter eine Montagebrücke 2 greifen kann und damit den Knopf 9 in der eingedrückten
Stellung festhält und somit die Dauerschaltung bewirkt und das Zeitwerk stillsetzt.
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Um eine gute und sichere Kontakthebung zu erreichen und trotzdem die
Kräfte, die zur Ausschaltung erforderlich sind, möglichst klein zu halten, ist es
gemäß der weiteren Erfindung zweckmäßig, die elektrische Kontaktanordnung für den
erfindungsgemäßen Schalter mit einem am Schaft mittels eines Stiftes befestigten
Rollenkontakt auszurüsten, der beim Niederdrücken des Knopfes zwischen ,zwei Bandfederkorntakte
eingedrückt wird.
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Dabei ist es zweckmäßig, den Rollenkontakt i i gegenüber dem Stift
1o, dem Schaft 5 und damit gegenüber dem gesamten Schalter elektrisch isoliert anzuordnen.
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Um die Betriebssicherheit des Zeitschalters bei kleinsten Abmessungen
sicherzustellen, ist es zweckmäßig, außerhalb des Zeitwerkgebäuses auf der Hauptaufzugswelle
einen Lenker anzuordnen, der beim Aufziehen des Zeitwerkes 23 durch den Aufzugarm
1g eine einfache Schraubenfeder 24 spannt, die den Antrieb für das Zeitwerk 23 darstellt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens
in mehreren Ansichten und einem Schnitt dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine
Ansicht der wesentlichen Teile des Zeitschalters von der Kontaktseite her; Abb.
2 ist eine Ansicht von einer Seite her; Abb.3 zeigt das Zeitwerk auf der Grundplatte
von der dem Kontakt gegenüberliegenden Seite; Abb.4 ist eine Draufsicht auf den
Schalter bei abgenommenem Knopf; Abb. 5 zeigt eine Einzelheit der Montagebrücke
von unten gesehen; Abb. 6 ist ein Schnitt entsprechend der Ansicht von Abb. i.
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Mit i ist eine Grundplatte bezeichnet, die lediglich die Größe wie.
bei normalen Aufbau- oder Einbauschaltern besitzt. Auf dieser ist eine Montagebrücke
2 befestigt, an deren Unterseite eine Kulisse 3 schwenkbar gelagext- ist, die unter
Wirkung einer einfachen Drahtfeder 4 steht (Abb. 5).
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Durch eine Öffnung in der Montagebrücke ragt ein Schaft 5 mit einer
Nut 6, in die die Kulisse 3 einrasten kann, wenn der Schaft genügend tief eingedrückt
wird.
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Auf dem Oberteil des Schaftes 5 ist unter Zwischenschaltung einer
Feder 7 ein Betätigungsknopf g aufgesetzt. Die Unterseite des Schaftes 5 stützt
sieh über eine Schraubenfeder 8 in einer entsprechenden Bohrung der Grundplatte
i ab. Der Schaft 5 trägt nahe seinem unteren Ende einen Stift r o, an dem ein Rollenkontakt
1i auf einem Isolierkörper befestigt ist.
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Beim Niederdrücken des Schaftes 5 überbrückt der Rollenkontakt i i
die beiden Bandfederkontakte 12. Die Anschlußklemmen für die anzuschaltende Leitung
sind mit 13 bezeichnet. Am Knopf 9 ist außerdem eine Verriegelungslasche 14 befestigt,
die durch eine entsprechende Öffnung 16 in der Montagebrücke hindurchgreift und
mittels des umgebogenen Endes 15 den Knopf gegen Abspringen sichert. Mit 17 ist
ein in einer weiteren Öffnung der Montagebrücke 2 und in der Sockelplatte i geführter
Stift bezeichnet, der mit seinem eingezogenen Teil 18 den Aufzugarm 19 an
der HaizptaUfzugswelle 2o des Zeitwerks 23 betätigt.
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Außerdem sitzt auf der Hauptaufzugswelle eine Kurvenscheibe 21, die
über eine einstellbare Schraube 22 mit der Kulisse 3 zusammenarbeitet. Mit 24 ist
die Antriebsfeder für das Zeitwerk 23 bezeichnet, die einerseits an einer Platine
des Zeitwerks 23 und andererseits an einen Lenker 25 befestigt ist, der auf der
Rückseite des Zeitwerkes auf der Hauptaufzugswelle 2o sitzt.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Beim Niederdrücken
des Knopfes 9 wird durch den Stift 17 der Aufzugarm 1g des Zeitwerkes nach unten
gedrückt und damit die Feder 24 gespannt. Gleichzeitig rastet die Kulisse 3 mit
einer entsprechend geformten Fläche in die Nut 6 des Schaftes 5 ein, so daß der
Schaft und damit der Rollenkontakt in der am weitesten eingedrückten Stellung festgehalten
werden. Der Knopf 9 kann jedoch unter Wirkung der Schraubenfeder 7 wieder nach oben
gehen, so daß der Stift 17 von der Unterseite des Knopfes 9 freikommt., Nunmehr
läuft das Zeitwerk 23, das mit einer beliebigen Anker- oder Zylinderhemmung ausgerüstet
ist, ab, wobei die Hauptantriebswelle 2o allmählich wieder in ihre ursprüngliche
Stellung zurückläuft und dabei die Kurvenscheibe 21 verdreht, die über die Schraube
22 die Kulisse 3 entgegen der Wirkung der Feder 4 verschiebt, bis diese aus der
Nut 6 austritt und somit den Schaft 5 freigibt. Dieser geht dann unter Wirkung der
Schraubenfeder 8 schlagartig nach oben und öffnet den Kontakt i i, 12.
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Gleichzeitig mit demAblauf des Zeitwerkes wird durch den Aufzugarm
1g der Stift 17 allmählich nach oben geschoben, so daß er für einen neuen Aufzug
des Zeitwerkes bereitsteht.
Der Anschlag 15 an der Verriegelungslasche
14 dient dabei zur Begrenzung der Bewegung des Knopfes 9 und damit des Schaftes
5; außerdem besitzt die Verriegelungslasche 14 eine seitliche Ausnehmung, die in
einen entsprechend geformten Teil des Ausschnittes 1<6. eingreift. Dieser Anschlag
hat den Zweck, die Verriegelungslasche 14 beim Verdrehen des Knopfes 9 in eingedrückter
Stellung an der Montagtbrücke festzuhalten, so daß der Knopf nicht durch seine Feder
7 nach oben gedrückt werden kann. Dadurch bleibt auch der Stift 17 in seiner untersten
Stellung festgehalten, so daß er auf den Aufzugarm i9 drückt und ein Anlaufen des
gespannten Zeitwerks 23 verhindert. -Durch eine geringe Verdrehung des Knopfes 9
in der entgegengesetzten Richtung kann der Anschlag an der Verriegelungslasche 14
wieder von der Montagebrücke 2 gelöst werden, so daß das Zeitwerk nunmehr abläuft
und die Dauerschaltung nun aufgehoben ist.
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An Stelle des Anschlags an der Verriegelungslasche 14, der mit der
Montagebrücke zusammenarbeitet, kann selbstverständlich auch eine ähnliche Verriegelung
mit Hilfe des Ansatzes-15 durchgeführt werden.