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DE943903C - Verfahren zur Waermebehandlung feingemahlener kohlenstoffhaltiger Stoffe, die innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches erweichen - Google Patents

Verfahren zur Waermebehandlung feingemahlener kohlenstoffhaltiger Stoffe, die innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches erweichen

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DE943903C
DE943903C DEST3479A DEST003479A DE943903C DE 943903 C DE943903 C DE 943903C DE ST3479 A DEST3479 A DE ST3479A DE ST003479 A DEST003479 A DE ST003479A DE 943903 C DE943903 C DE 943903C
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DE
Germany
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temperature
zone
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soften
treatment
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DEST3479A
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Standard Oil Development Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/46Gasification of granular or pulverulent flues in suspension
    • C10J3/48Apparatus; Plants
    • C10J3/482Gasifiers with stationary fluidised bed
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
    • C10B49/16Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form
    • C10B49/20Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form in dispersed form
    • C10B49/22Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with moving solid heat-carriers in divided form in dispersed form according to the "fluidised bed" technique
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2300/00Details of gasification processes
    • C10J2300/09Details of the feed, e.g. feeding of spent catalyst, inert gas or halogens
    • C10J2300/0913Carbonaceous raw material
    • C10J2300/093Coal
    • C10J2300/0933Coal fines for producing water gas

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Wärmebehandlung feingemahlener kohlenstoffhaltiger Stoffe, die innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches erweichen Die Erfindung bezieht sich auf die Wärmebehandlung kohlenstoffhaltiger Stoffe, die innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches erweichen., mittels nicht erweichender, über die Behandlungstemperatur erhitzter Feststoffe. Beispielsweise lassen sich bituminöse Steinkohle, Teersand und Asphalt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verarbeiten.
  • Früher wurden feste, kohlenstoffhaltige Stoffe hei höheren Temperaturen im Festbettzustand behandelt, um flüssige und gasförmige Heizstoffe, wie leichte Öle, Teere, Steinkohlengas, Generatorgas und Wassergas, zu bilden. Diese Verfahren. bedingen entweder ein diskontinuierliches Arbeiten oder stellen eine nicht wirtschaftliche Umwandlung des vorhaaidenen Kohlenstoffs in flüchtige Brennstoffe und Wärme dar. Der Neigung des Kohlenmaterials, bei der thermischen Behandlung zu verbacken, wurde bereits bei diesen Verfahren durch den Zusatz eines nicht erweichenden Materials, wie Koks, vor der Einführung in die Reaktionszone begegnet.
  • Durch Überführung der Feststoffe in den sogenannten flüssigkeitsähnlichen Zustand werden diese Verfahren kontinuierlich. gestaltet, wobei die feingemahlenen Feststoffe in Flie:ßbettform umgesetzt und durch Gase in dieseln Zustand gehalten werden. Diese Technik bringt erwünschte, zusätzliche Vor-' teile, unter anderen erheblich verbesserte Wärmeverteilung und bequeme Handhabung der Feststoffe.
  • Es ist bereits bekannt, bei der Wärmebehandlung kohlenstoffhaltiger, nicht bacleender Stoffe in derartigen Fließbettverfahren feinzerteilten Koks als Wärmeträger zu verwenden. Jedoch ergeben sich ernstliche Schwierigkeiten bei der thermischen Behandlung eines in bestimmten Temperaturbereichen erweichenden Ausgangsmaterials, wie bituminöser Steinkohle, Teersand., Asphalt und ähnlicher Stoffe. In diesem Bereich werden flüssige - Produkte in solcher Menge gebildet, daß die gesamte Kohlenmasse mehr oder weniger vollständig zusammenbacket. Der Grad des Erweichens oder »Schmelzens« schwankt für die verschiedenen Kohlen in weiten Grenzen von nur einem leichten. Zusammenbacken einzelner Bestandteile bis zu einem so vollständigen »Schmelzen«, daß sich die Kohle verflüssigt und deren einzelne Teilchen völlig verschwinden.
  • Die Verarbeitung von Kohlen und ähnlichen Stoffen, die: z. B. bei -der Verkokung, Vergasung, Generato:rgaserzeugung zum Schmelzen neigen, ist außerordentlich schwierig, weil Idas Schmelzen zu einem übermäßigen Verstopfender Anlagen: führt sowie zur Kanalbildung in der Masse der R#ealetionsteilnehmer und zu beträchtlichem Druckabfall in der Anlage beiträgt. Diese Übelstände sind für Fließbettverfahren besonders erheblich, derenWirksamkeit ein inniges und sehr rasches Vermischen der in flüssigkeitsähnlichem Zustand befindlichen Feststoffe voraussetzt. Wenn ein bestimmter Grad des Schmelzens in dem Fließbett auftritt, gehen dessen. flüssigkeitsähnliche Eigenschaften. verloren, wodurch das Verfahren unwirksam wird.
  • Es wurde nun beim Behandeln von, zum Erweichen neigenden kohlenstoffhaltigen. festen Stoffen im flüssigkeitsähnlichen Zustand festgestellt, daß das Verfahren wirksam bleibt, wenn jedes Teilchen frischer Kohle vollkommen umgeben von und .innig mit bei der Wärmebehandlung nicht erweichenden und inerben Feststoffen, z. B. Koks, vermischt wird.
  • Erfindungsgemäß wird die Verfahrensführung folgendermaßen gestaltet: . Zum Erweichen neigende kohlenstoffhaltige Feststoffe, z. B. bituminöse Steinkohle, von in flüssigkeitsähnlichen - Zustand überführbarer Teilchen: größe -,verden einer Misch- und Vorerhitzungszone zugeführt, in die höhererhitzte inerte Feststoffe in fluidisiertem Zustand eingeleitet -werden und in der sich diese Feststoffe mit dem Frischgut mischen. Die für die Behandlung (z. B. Schwelung oder Verkokung) der Beschickung erforderlichen Gase werden dabei nach oben durch die Misch- und Vorerhitzungszone in .der Weise geleitet, daß sie den erhitzten fluidisierten Feststoff in die Mischzone durch ihre untere Öffnung hineinzwingen. In der inneren Mischzone herrschen verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten, so daß die Verweilzeit der vom oberen zum unteren Ende dieser Zone gehenden Feststoffe nur ausreicht, um die Te:inperatu.r der frischen. Beschickung auf die Reaktionstemperatur zu erhöhen, welche normalerweise merklich oberhalb der Erweichungstemperatur liegt. Dieses Erhitzen findet unter solchen Bedingungen statt, daß jedes Teilchen. .der frischen Beschickung vollkommen von s>trockenem«, nicht erweichiendem Gut umgeben wird.
  • Die für die Behandlung erforderliche Wärme kann als fühlbare Wärme des vorerhitzten Behandlungsgutes oder durch eine teilweise Verbrennung verbrennbaren Behandlungsgutes innerhalb der Mischzone oder durch Verbrennung festen Schwelrückstandes - in einem besonderen Erhitzer und Rückführung des heißen Erhitzerrückstandes zur Mischzone geliefert werden. Die Erfindung stellt eine weitere.Entwicklüng dieser früheren Erfindung dar, welche mit größtem Vorteil in Verbindung mit der letzterwähnten Art der Wärmelieferung angewendet wird.
  • Gemäß der Erfindung ist die Mischzone außerhalb der weiträumigen Behandlungszone (z. B. Schwel- oder Verkoküngszone) angeordnet und besitzt die Form einer injektorartigen Überführungsleitung, welche in den unteren Teil der Behandlungszone mündet. Der heiße, bei der Wärmebehandlung nicht erweichende Feststoff, dessen Temperatur vorzugsweise nicht unterhalb der Behandlungstemperatur liegt, und frische, plastisch werdende kohlenstoffhaltige Feststoffe werden getrennt der Übertragungsleitung zugeführt und in diese derart eingeblasen, daß der heiße, bei der Wärmebehandlung nicht erweichende Feststoff das Frischgut völlig einhüllt. Diese Vermischung der beiden Feststoffe kann durch einen Injektor erzielt werden. Die der Übertragungsleitung zugeführten Mengen an heißem, bei der Wärmebehandlung nicht erweichendem Feststoff und Frischgut sollen derart sein, daß das Verhältnis der ersteren zu den letzteien nicht geringer als ¢ : z ist.
  • Das Frischgut wird augenblicklich in der Übertragungsleitung durch den heißen, bei der Wärmebehandlung nicht erweichenden Feststoff erhitzt und dann in flüssigkeitsähnlichem Zustand, völlig vermischt mit und eingehüllt von dem bei der Wärmebehandlung nicht erweichenden Feststoff, zur Behandlungszone (z: B. Schwel- oder Verkokungszone) geführt. Gewöhnlich reichen die durch das Erhitzen in der Übertragungsleitung entwickelten Gase und Dämpfe aus, um das Gemisch fester Stoffe darin und innerhalb der Behandlungszone in den flüssigkeitsähnlichen Zustand überzuführen. Gewünschtenfalls kann zusätzlich Gas, z. B. Wasserdampf oder Rückstandsgas, zugefügt werden, um das Fließen der festen Stoffe zu erleichtern und das Überführen zu verbessern.
  • Das Verfahren der Erfindung eignet sich besonders- gut für das Verkoken von kohlenstoffhaltigen Feststoffen, z. B. bituminöser Steinkohle, ist aber auch auf das Vergasen und andere Wärmebehandlungen dieser Stoffe mit Gasen anwendbar, wie aus nachstehender Beschreibung und an Hand der Zeichnung ersichtlich ist. Diese stellt eine schen iatische, zur Ausführung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung geeignete Anlage dar.
  • Die Anlage besitzt eine Überführungsleitung io mit einer Injektoreinrichtung 15, einem Behandlungsgefäß 2o und einem getrennten Erhitzer 4o. Die Arbeitsweise und das Zusammenwirken dieser Teile werden an der Verschwelung einer bituminösen Steinkohle als Beispiel erläutert.
  • Wenn eine Kohle mit einem plastischen Temperaturbereich von etwa 37o bis 455° C verkokt werden soll, wird die feingemahlene Rohkohle in für Überführung in den flüssigkeitsähnlichen Zustand geeigneter Teilchengröße aus Kohlebehälter i durch Leitung 3 mit Kontrollventil 5 zur Überführungsleitung io an einer Stelle innerhalb der Düse i6 der Injektoreinrichtung 15 zugeführt. Leitung 3 kann ein durch ein oder mehrere Ventile t gelüftetes Standrohr oder ein beliebiges anderes Mittel zur Förderung feinverteilter Feststoffe sein. Die Kohle kann eine Teilchengröße von etwa 236o ,cr, haben; auch Teilchengrößen unter 37 i( und bis zu 12,7 mm 1)urcliniesser können zugegen sein.
  • Die der Düse 16 zugeführte Kohle wird durch Einblasen von heißem Koks mit diesem innig gemischt. Der Koks wird im Erhitzer 4o auf eine oberhalb der Schweltemperatur liegende Temperatur erhitzt und durch das gelüftete Standrohr 42 an einer Stelle vor Injektor 15 in die Überführungsleitung io eingeführt. Gleichzeitig wird eine kleinere \lenge von.einem die Feststoffe in den flüssigkeitsähnlichen Zustand überführenden Gas, z. B. Wasserdampf oder Rückstandsgas, durch Leitung 17 vor der Einmündung von Leitung 42 in Übertragungsleitung io eingeführt, um das Fließen des heißen Erhitzerrückstandes zu Injektor 15 zu erleichtern. Ein gleiches Gas kann durch Leitung i9 unmittelbar in Düse 16 eingeführt werden, um die gewünschte Injektorwirkung zu unterstützen. Die vereinigte Wirkung des pseudohydrostatischen Drucks der flüssigkeitsähnlichen Säule aus Feststoff in Leitung d.2 und der Injektorwirkung der die Düse 16 mit einer verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit verlassenden Suspension fester Stoffe im Gas veranlaßt den durch Leitung 42 zugeführten Koks, Düse 16 zu passieren und darauf vollständig die die Düse 16 verlassende frische Kohle einzuhüllen, so daß sich eine innige Mischung von frischer Kohle und Koks bildet und das Zusammenbacken der erweichenden Kohle verhindert wird. Die Injektorwirkung wird vorzugsweise so abgestimmt, daß die Hauptvermischung unverzüglich nach dem Austritt der Frischkohle mit hoher Geschwindigkeit aus Düse 16 stattfindet, so daß sich mindestens das gewünschte Mindestmischverhältnis von 4 Teilen Koks auf i Teil Kohle unverzüglich einstellt und kein Gut mit einem höheren Gehalt an erweichenden Stoffen heiße Teile der Anlage erreichen kann. Hierfür ist es wichtig, zu verhindern. daß Düse 16 selbst und der Auslaß der Kolilespeiseleitung 3 Temperaturen in der Nähe des plastischen Bereiches erreichen. Zu diesem Zweck sind Düse 16 und der Auslaß von Leitung 3 vorzugsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, ummantelt, um ein Abkühlen mittels geeigneter Kühlmittel, wie Wasser, Dampf usw., zu ermöglichen. Die in der Zeichnung dargestellte Injektoreinrichtung ist bloß eines der zahlreichen geeigneten Mittel, um den angestrebten Zweck zu erreichen. Eine Vielfachdüseneinrichtung kann z. B. auch gebraucht werden. Mechanisches Rühren kann die beschriebene Injektorwirkung ergänzen.
  • Der aus Leitung 42 abziehende Erhitzerrückstand wird vorzugsweise mit einer etwa 25 bis ioo° C höheren als, der erforderlichen Schweltemperatur von etwa 48o bis 65o° C zugeführt. Die zugeleitete Menge an Koks soll ein Vielfaches, z. B. mindestens das 4fache (in Abhängigkeit vom Temperaturunterschied), vorzugsweise etwa das 8- bis 25fache, der zugeführten kohkohlenm.enge betragen, um in dieser Weise sicherzustellen, daß ein angemessenes Gewichtsverhältnis zwischen Koks und Frischgut in der Übertragungsleitung io vorhanden ist. In dieser Weise wird die Frischkohle augenblicklich in der Übertragungsleitung io auf die Schweltemperatur erhitzt und- völlig von heißem Koks umhüllt, während sie durch den plastischen Bereich hindurchgeht, so daß Verstopfen und Zusammenbacken vermieden werden. Das Verhältnis von Koks zur Frischkohle kann willkürlich in Abhängigkeit von dem Temperaturunterschied zwischen Erhitzer 40 und Gefäß 2o geändert werden. Die Anwendung sehr hoher Verdünnungsverhältnisse wird bevorzugt, so daß örtliche Anreicherungen von Rohkohle vermieden werden.
  • Die zugeführten Gase und die während der Behandlung entwickelten Dämpfe fördern die festen Stoffe durch die io in stark wirbelndem Zustand mit einer scheinbaren Dichte von etwa 0,23 bis 4,5 kg pro 28,3 1. Die so gebildete Suspension tritt durch eine geeignete Verteilungseinrichtung, z. B. einen umgekehrten Konus 22, in den unteren Teil eines geräumigen Schwelgefäßes 20 ein. Die Feststoffe bilden dort eine wirbelnde flüssigkeitsähnliche ;Masse mit einem oberen Niveau L" und einer scheinbaren Dichte von etwa 6,75 bis A kg pro 28,3 1. Das Gefäß 20 ist so ausgebildet, daß die nach oben strömenden Gase und Dämpfe eine lineare Oberflächengeschwindigkeit von etwa 0,03 bis 1,2 m pro Sekunde besitzen; geeignet für richtiges Überführen in den flüssigkeitsähnlichen Zustand und dafür, daß eine angemessene Verweilzeit der festen Stoffe vorgesehen ist, um die Verschwelung bei Temeraturen von etwa 425 bis 54o° C zu vollenden. In vielen Fällen kann die Zuführung von Gas durch Leitungen 17 und/oder i9 im wesentlichen unterbrochen werden, wenn einmal die Entwicklung von Gasen und Dämpfen in der Überführungsleitung io begonnen hat, weil diese für die richtige Förderung und Überführung der Feststoffe in den flüssigkeitsähnlichen Zustand genügen; in den meisten Fällen ist keine Zufuhr von Gas aus einer äußeren Ouelle unmittelbar zum Gefäß 20 erforderlich.
  • Die flüchtigen Produkte werden oberhalb des N iv eaus Lzo abgezogen und gehen durch Leitung 25 zu einer üblichen, nicht gezeigten Aufarbeitungsanlage. Von den flüchtigen Produkten mitgerissene Feststoffe werden in einem Abscheider 27 abgetrennt und durch Leitung 29 in das Gefäß 2o zurückgeführt. Der erzeugte Schwelkoks kann durch Leitung 31 in angemessenen Mengen abgezogen werden, um den Kreislauf fester Stoffe in dem System im Gleichgewicht zu halten. Etwa ö,6 bis o,8 kg Koks pro kg Frischkohle können in dieser Weise gewonnen werden.
  • Eine Teilmenge an festem Schwelrückstand, entsprechend der Menge der dem,Gefäß 2o zugeführten Feststoffmischung, abzüglich der erzeugten Schwelkoksmenge wird aus Gefäß 2o unten durch das mit Gaszuführungsstutzen versehene Standrohr 33 oder ein entsprechendes anderes Fördermittel abgezogen. Im Bedarfsfall wird der Schwelkoks von den restlichen flüchtigen Bestandteilen durch kleine Mengen eines Spülgases, wie Dampf, Luft, Verbrennungsgas oder erzeugtes Gas, das durch Leitung 35 am Boden des durch Konus 22 und Gefäßwände 2o gebildeten Ringraumes eingeführt wird, befreit. Der Schwelkoks geht dann in Leitung 37, in welcher er in Luft suspendiert wird, die gegebenenfalls auf etwa 4o bis 485° C vorerhitzt ist. Man führt so viel Luft zu, wie zur Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 485 bis 65o° C im Erhitzer 4o durch Verbrennung erforderlich ist. Etwa 0,3 bis 1,5 kg Luft pro kg Frischkohle sind hierfür gewöhnlich ausreichend.
  • Die Suspension aus festen Stoffen und Luft gelangt unter dem vereinigten Luftdruck und pseudohydrostatischen Druck 4n Standrohr 33 zum Boden des Erhitzers 40, in den sie durch Verteilungsmittel, etwa einen umgekehrten Konus 42, eintritt. Der Erhitzer ist so ausgebildet, daß sich eine lineare Oberflächengeschwindigkeit des Gases von etwa 0,03 bis 1,2 m pro Sekunde einstellt, eine flüssigkeitsähnliche Masse aus Koks mit Niveau L40 von der in bezug auf Gefäß 2o beschriebenen Art sich bildet und eine angemessene Berührung von Luft mit dem Koks gewährleistet ist, um die gewünschte Temperatur durch Verbrennung aufrechtzuerhalten. Verbrennungsgase werden oben über den Abscheider 45 für Koks und Leitung 47 abgezogen und können entfernt oder für einen geeigneten Zweck in der Anlage benutzt werden, gegebenenfalls nach Wärmegewinnung in einem Abwärmekessel 49. Im Abscheider, z. B. Zyklon 45, abgetrennte Feststoffe kehren in das Gefäß 4o durch Leitung 46 zurück oder werden, wenn von unerwünschter Teilchengröße, durch Leitung 48 entfernt.
  • Heißer fester Erhitzerrückstand wird unten aus Erhitzer 4o durch Leitung 42 abgezogen und der Überführungsleitung 1o, wie oben beschrieben, zugeführt, gewünschtenfalls nach Behandeln mittels durch Leitung 53 zu dem Ringraum am Boden des Erhitzers 4o zugeführten: Dampfes., erzeugten Gases USW.
  • Die an Hand der Zeichnung erläuterte Ausführungsform der Erfindung soll durch ein Ausführungsbeispiel für die Verschwelung einer bituminösen Kohle aus dem Pittsburgher Revier ergänzt werden.
    Beispiel
    Oualität der Kohle
    °/a Feuchtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,o
    Heizwert, kcal/lcg . . . . . . . . . . . . . . . . 7500,0
    Zuführung an festen Stoffen
    in Tonnen pro Stunde
    Rohkohle zu Mischer 1o . . . . . . . . . . . 1oo,o
    Koks von Erhitzer 40 zu Über-
    führungsleitung 1o . . . . . . . . . . . . . 1,200
    Feststoffe von Übertragungs-
    leitung 1o zü Gefäß 20 . . . . . . . z,295
    Temperatur ° C
    Erhitzer ..............,......... 540
    Schweler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 480
    Übertragungsleitung 1o . . . .. . . . .. . 480
    Ausbeuten
    Teer, l/Stunde ..........:......,. 10,450
    Gas, Million kcal/Stunde . . . . . . . . . . 55,4
    Flüssige Stoffe, 1/Stunde . . . . . . . . . . 3,470
    Koks, t/Stunde . .. .. ...........:. 70,0
    Die dargestellte und beschriebene Anlage erlaubt mannigfaltige Abänderungen. Die Ausbildung der Gefäße 2o und 40 und Übertragungsleitung 1o kann von der gezeigten abweichen. Die Kreislaufführung der festen Stoffe kann durch die üblichen, in der Technik hierfür bekannten Mittel bewerkstelligt werden. Schnecken, Schleusentrichter oder andere Fördermittel können an Stelle der gezeigten Förderleitungen, z. B. der mit Gaszuführungsstutzen versehenen Standrohre, treten. Heißer Schwelrückstand an Stelle von oder zusammen mit dem heißen Erhitzerrückstand kann der Übertragungsleitung 1o zugeführt werden. Die für die Verschwelung erforderliche Wärme kann durch eine partielle innere Verbrennung im Gefäß 2o in bekannter Weise geliefert werden. In diesem Fall erübrigt sich der Erhitzer 40 und wird heißer Koks aus Gefäß 2o zum Verdünnen und Vorerhitzen der Rohkohle in Überführungsleitung ro verwendet und Luft und -bzw. oder Sauerstoff einem unteren Teil des Gefäßes 2o und bzw. oder der Überführungsleitung 1o zugeführt. Zahlreiche andere Konstruktionen von Injektordüsen können an Stelle des gezeigten Injektors 15 gebraucht werden, vorausgesetzt, daß das entscheidende Merkmal der Umhüllung der Kohle an der Einführungsstelle mit heißem Koks erreicht wird.
  • Während in der vorangehenden Beschreibung in erster Linie auf die Verschwelung der Kohle Bezug genommen ist, kann die dargestellte Anlage auch für andere Kohlebehandlungen verwendet werden, z. B. Vergasung mit Dampf, Kohlendioxyd und bzw. öder Sauerstoff, um an Kohlenmonoxyd reiche Gasgemische zu erzeugen. Diese Vergasungsmittel können in den unteren Teilen der Übertragungsleitung 1o und von dort in den unteren Teil des Gefäßes 2o eingeführt werden, welches dann mit höheren Temperaturen im Bereich von 925 bis i 100' C arbeitet. Weiterhin ist die Erfindung ohne wesentliche Abänderung auf bekannte Anlagen anwendbar, welche drei getrennte Gefäße, einen Schweler, einen Gaserzeuger und einen Erhitzer, verwenden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Wärmebehandlung von solchen feinpulverigen kohlenstoffhaltigen Ausgangsstoffen, wie bituminösen Kohlen, die oberhalb bestimmter Temperaturen erweichen oder plastisch werden, bei Temperaturen oberhalb dieses Erweichungsbereiches zur Erzeugung gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe durch Zusammenbringen der Ausgangsstoffe mit einer Wirbelschicht aus heißen feinverteilten Feststoffteilchen in einer Behandlungszone in solchen i1iengenverhältnissen und bei solchen Temperaturen, daß die für die Wärmebehandlung der Ausgangsstoffe erforderliche Wärme den letzteren zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das feinverteilte Ausgangsgut in eine Injektorvorrichtung eingeführt wird, die sich in einer Mischzone außerhalb der Wärmebehandlungszone befindet und von einer dichten, in einem Gas aufgewirbelten Suspension eines festen Stoffes umgeben ist, der beim Erwärmen nicht weich wird und wärmer als die gewünschte Behandlungstemperatur des Ausgangsbrennstoffes ist, und daß ein zweiter Gasstrom in die Injektorvorrichtung mit solcher Geschwindigkeit eingeleitet wird, daß er mit dem feinverteilten Behandlungsgut darin eine Suspension bildet, die man mit hoher Geschwindigkeit in die Wirbelschichtsuspension der vorgewärmten, nicht erweichenden Feststoffteilchen einleitet, die die Injektionsvorrichtung umgibt, so daß die Teilchen des zum Weichwerden neigenden Ausgangsstoffes von den heißen, nicht Teilchen allse.itsg umgeben werden und von diesen Teilchen von der gewünschten Reaktionstemperatur oberhalb der Erweichungstemperatur, ohne zusammenzubacken, erwärmt werden, so daß das Gemisch fließfähig bleibt und in diesem Zustand nach der Reaktionszone gefördert wird, wo es als Wirbelschicht bei der gewünschten Reaktionstemperatur so lange behandelt wird, bis die gewünschte Umwandlung eingetreten ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstemperatur in der Misch- und in der Behandlungszone durch Regelung von Temperatur und Menge der der Mischzone zugeführten, bei der Wärmebehandlung nicht erweichenden Feststoffe aufrechterhalfen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelrückstände durch Verbrennung in einer besonderen Erhitzungszone auf eine Temperatur im wesentlichen oberhalb der Behandlungstemperatur erhitzt werden, bevor sie der Mischzone im wesentlichen mit der Temperatur der Erhitzungszone zugeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an bei der Wärmebehandlung nicht erweichenden Feststoffen mindestens das Vierfache der Menge an kohlenstoffhaltigen Feststoffen beträgt. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1 899 887, 1 983 943.
DEST3479A 1951-06-09 1951-06-09 Verfahren zur Waermebehandlung feingemahlener kohlenstoffhaltiger Stoffe, die innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches erweichen Expired DE943903C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1899887A (en) * 1928-05-14 1933-02-28 Ernest w
US1983943A (en) * 1929-12-17 1934-12-11 William W Odell Process for carbonizing carbonaceous materials

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