DE3614649A1 - Verfahren zur gewinnung von kohlenwasserstoffen aus kohlenstoffhaltigen materialien - Google Patents
Verfahren zur gewinnung von kohlenwasserstoffen aus kohlenstoffhaltigen materialienInfo
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Description
EXXON RESEARCH AND ENGINEERING COMPANY, FLORHAM PARK,
N.J. / USA
Verfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus
koh lenstoffha It igen Materialien
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zum Pyrolysieren bzw. zur Retortenbehandlung von festen
kohlenstoffhaltigen Materialien. Sie betrifft insbesondere
ein verbessertes Verfahren zur Gewinnung von flüssigen
Kohlenwasserstoffen aus solchen festen kohlenstoffhaltigen Materialien.
Es ist bekannt, dass Schieferoi kein natürlich
vorkommendes Produkt ist, sondern vielmehr durch Pyrolyse, Retortenbehandlung oder Destillation eines organischen Matertals,
erhalten wird, das auch aLs Kerogen bezeichnet wird, und in
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gewissen Schiefergesteinen vorkommt. Es ist auch
bekannt, dass Kerogen in übLichen Lösungsmitte Ln eine
begrenzte Löslichkeit hat und deshalb nicht durch Extraktion gewonnen werden kann. Beim starken Erhitzen
zersetzt sich das Kerogen jedoch in gasförmige und
flüssige Produkte, die dann von dem Rest des schieferartigen Gesteins abgetrennt werden können. Im
allgemeinen enthält der Rest des schieferartigen
Gesteins restliches kohlenstoffhaltiges Material, welches man für die Gewinnung von Wärme für die Pyrolysestufe
verbrennen kann, sowie verschiedene anorganische Bestandteile, die in unterschiedlichem Masse bei der
Pyrolyse beim Zurückführen in die Pyrolysestufe verbacken.
Es sind bereits eine Reihe von Verfahren bekannt, bei
denen die für die Durchführung der Pyrolyse, der
Retortenbehandlung oder der Destillation erforderliche
Wärme durch Einführen von ausserhalb erhitzten
Feststoffen in die Retortenvorrichtung zur Verfugung
gestellt wird. Ein besonders bevorzugtes festes Material
ist verbrauchter Schiefer, d.h. der Rest des schieferähnlichen Gesteins, nachdem das Kerogen
umgewandelt und abgetrennt worden ist und der soweit
verbrannt wurde, dass er feste Teilchen bildete, mit einer Temperatur im Bereich von etwa 10 bis etwa 204 C
(50-400 F) oberhalb der gewünschten Py ro Iy sierungs-,
Retortisierungs- oder Destillationstemperatur. Diese
Feststoffe werden dann mit dem schieferähnlichen Gestein der Pyrolysevorrichtung, der Retorte oder der
Destillationsvorrichtung in einem Verhältnis im Bereich
von etwa 0,5:1 bis etwa 20:1 zugeführt.
Aus US-PS 4 459 201 ist bekannt, dass Verfahren, bei
denen verbrauchter Schiefer verbrannt und zu der Retorte als HeizquelLe zurückgeführt wird, den Nachteil
aufweisen, dass die Ausbeute an FLüssigprodukt aufgrund
der von dem zurückgeführten Feststoff adsorbierten Flüssigkeitsmengen verringert wird. Bei dieser Art
Verfahren erhält man auch grosse Mengen an Feinstoffen in dem Flüssigprodukt, was offensichtlich auf den
schlechten Teilchenzusammenhalt in den im Kreislauf
geführten Feststoffen zurückzuführen ist. Weiterhin
wurde festgeste111,dass man bei diesen Verfahren eine
verminderte Ausbeute an Flüssigprodukt auch aufgrund
der Umwandlung von Flüssigkeit in Gase erzielt. Diese
Verminderung der Ausbeute an Flüssigprodukt scheint sogar noch kostspieliger zu sein als die, die durch
die Adsorption des Flüssigproduktes verursacht wird. Es besteht deshalb nach wie vor ein Bedürfnis nach
einem verbesserten Verfahren, bei dem man verbranntes, verbrauchtes kohlenstoffhaltiges Material als Heizquelle
verwenden kann, ohne dass eine Verringerung der Ausbeute an Flüssigprodukt und eine Erhöhung des Feinstoffgehaltes
in dem Flüssigprodukt eintritt.
Es wurde nun gefunden, dass man die vorerwähnten und weitere Nachteile des Standes der Technik vermeiden
oder zumindest erheblich verringern kann, wenn man das erfindungsgemäss verbesserte Verfahren zum
Py ro Iysieren, Retortisieren oder Destillieren von festem
kohlenstoffhaltigen Material anwendet. Deshalb ist es
eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Pyrolysieren, Retortisieren oder Destillieren von
festen kohlenstoffhaltigen Materialien zur Verfugung
zu stellen. Die vorgenannten und weitere Ziele der
vorliegenden Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen hervor.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die vorerwähnten
Ziele und Vorteile dadurch erreicht, dass mann zunächst ein festes kohlenstoffhaltiges Material pyrolysiert,
einer Retortenbehandlung unterwirft oder destilliert,
unter Ausbildung wenigstens eines Flüssigproduktes und
eines Festproduktes, welches restliches kohlenstoffhaltiges
und anorganisches Material enthält und worauf man dann
das feste Produkt auf eine Temperatur, bei der es weder sintert noch verschmilzt, vor dem Zurückführen
in die Pyrolyse-, Retorten- oder Destillationsstufe
erhitzt. Nachfolgend bedeuten die Begriffe "Pyrolysieren",
"Retortenbehandlung" und "Destillation" das gleiche, nämlich eine Verfahrensstufe, bei welcher flüssige
Kohlenwasserstoffe gebildet werden und zwar entweder
aufgrund einer physikaIisehen Trennung oder einer
chemischen Umwand lung,aus einem festen Material, welches sowohl kohlenstoffhaltige als auch anorganische Komponenten
enthält. Der Einfachheit halber wird diese Stufe
nachfolgend als Retortenstufe bezeichnet, soweit aber
ein technischer Unterschied zwischen Pyrolyse, Retortenbehandlung und Destillation vorliegt, soll der
Begriff "Retortenbehandlung" alle drei Begriffe einschliessen. Wie nachfolgend noch näher erläutert wird,
ist es wichtig, dass das Erhitzen des Festproduktes
oberhalb des Sinter- oder Schmelzpunktes derart vorgenommen
wird, dass eine Agglomerierung durch Sintern oder
Verschmelzen vermieden wird.
Fig. 1 istein schematisches
Fliessdiagramm, welches das
erfindungsgemässe Verfahren
darstellt, bei dem das Festprodukt aus der Retorte zunächst verbrannt und dann auf eine
Temperatur oberhalb seiner Sinter- oder Schmelztemperatur erhitzt wird, und
Fig.2 istein schematisches
F liessdi ag ramm eines erfindungsgemässen Verfahrens,
bei dem das Festprodukt auf eine Temperatur oberhalb seiner
Sinter- oder Schmelztemperatur
während der Verbrennungsstufe gebracht wird.
Wie schon oben angegeben, betrifft die vorliegende Erfindung ein verbessertes Verfahren zum Retortisieren
von festen kohlenstoffhaltigen Materialien unter
Freiwerden oder Ausbildung wenigstens eines flüssigen,
koh lenwasserstoffha Itigen Produktes, wobei das
Festprodukt aus restlicher Kohle und anorganischen
Stoffen erhitzt wird und wenigstens ein Teil davon in die Retorte als Heizquelle zurückgeführt wird. Gemäss
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dem verbesserten Verfahren der vorliegenden Erfindung
wird wenigstens ein Teil des festen Materials, welches
in die Retorte zurückgeführt wird, auf eine Temperatur
oberhalb der Sinter- oder Schmelztemperatur des
anorganischen, darin enthaltenen Materials erhitzt. Wie nachfolgend noch näher erläutert wird, wird dann,
wenn zumindest ein Teil der zurückgeführten Feststoffe
auf einen Punkt erhitzt wird, der oberhalb der
Sinter- oder Schmelztemperatur liegt, die Ausbeute an
gasförmigen Kohlenwasserstoffen vermindert und die Ausbeute an flüssigen Kohlenwasserstoffen erhöht.
Im allgemeinen kann man das erfindungsgemässe, verbesserte
Verfahren verwenden, um alle festen kohlenstoffhaltigen
Materialien, die beachtliche Mengen an katalytisch aktiven Mineralien, wie Montmorillonit, Kaolin, Dolomit,
IlLit, Pyrit, Carbonat, Calcit, Gips und dergleichen
enthalten, einer Retortenbehandlung zu unterwerfen.
Geeignete kohlenstoffhaltige Materialien sind
beispielsweise Schiefer, Kohle, Braunkohle, Anthrazit,
Holzabfälle, Teersand und dergleichen.
Ohne an eine bestimmte Theorie gebunden zu sein und weil die vorerwähnten anorganischen Materialien hier
als "katalytisch aktiv" bezeichnet werden, bleibt doch festzuhalten, dass diese Materialien eine starke
katalytische Crackaktivität aufweisen und dass die verminderte Flüssigausbeute das Ergebnis der Cracking
von Flüssigkeit zu Gas zu sein scheint. Es bleibt auch festzustellen, dass zwar von einigen dieser anorganischen
Materialien bekannt ist, dass sie zumindest eine gewisse
katalytische Crackaktivität aufweisen, dass jedoch
andere Materialien, insbesondere Carbonat, bisher nicht dafür bekannt waren, dass sie eine katalytische
Crackaktivität haben. Unabhängig davon hat man jedoch
erhöhte Gasausbeuten und verminderte Flüssigkeitsausbeuten
festgestellt, wenn man Materialien, welche diese
Komponenten enthalten, in eine* Retortenbehandlung
zurückgeführt hat. In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass die meisten verbrauchten festen,
kohlenstoffhaltigen Materialien, die aus der
Retortenbehandlung kommen, Oberflächen im Bereich von
etwa 1 bis etwa 50 m /g haben und wenn man diese Materialien auf eine Temperatur oberhalb der Sinteroder
Schmelztemperatur erhitzt, wird die Oberfläche
vermindert und Liegt dann in einem Bereich von etwa
0,0001 bis etwa 2 m /g. Die erhöhte Ausbeute an Flüssigprodukt und die Ausbeuteminderung an gasförmigem
Produkt scheint deshalb direkt mit dieser Verringerung
der Oberfläche bei den zurückgeführten festen Materialien
verbunden zu sein.
Im allgemeinen werden die festen kohlenstoffhaltigen
Materialien, die nach dem erfindungsgemässen,
verbesserten Verfahren einer Retortenbehandlung unterworfen werden, auf eine Teilchengrösse im Bereich
von etwa 0,7 bis etwa 0,002 cm zerkleinert. Im allgemeinen kann man die Retortenbehandlung in einer
Transferlinienretorte, in einem Fliessbett, in einer
Schneckenretorte oder in irgendeiner Kombination davon durchführen. Im allgemeinen ist die tatsächlich angewendete
Teilchengrösse nicht kritisch, jedoch werden kürzere
Verweilzeiten benötigt, wenn man kleinere Teilchen
anwendet, darüber hinaus ist bei einem F I iessbettbetMeb
eine sorgfältige Kontrolle der Tei lchengrösse
erforderlich, um die Verweilzeit im Fliessbett und
einen glatten Betrieb in der Fliessretorte sicherzustellen.
Im allgemeinen wird die Retortenbehandlung in einem
Temperaturbereich von etwa 148 bis etwa 316°C (300-6000F)
durchgeführt und der Druck liegt im Bereich von etwa 0 bis etwa 21 bar überdruck (0-300 psig).
Unter den in der Retortenzone vorherrschenden Bedingungen
wird das kohlenstoffhaltige Material im allgemeinen
in ein gasförmiges Produkt, ein flüssiges Produkt und
ein Festprodukt überführt. Das Produkt umfasst anorganische Gase und niedrigmolekulargewichtige Kohlenwasserstoffe,
wie Wasserstoff, Methan, Propylen, Pentadien und dergleichen, und stellt eine Destillationsfraktion dar
mit einem Anfangssiedepunkt von Umgebungstemperatur
oder weniger und einem Endsiedepunkt im Bereich von etwa 10 bis etwa 100 C, je nach der Temperatur und dem Druck,
der in der Retortenstufe angewendet wird. Das Flüssigprodukt umfasst einen Bereich von Kohlenwasserstoffen
und kann auch anorganische Materialien, wie Wasser, Metallarsenide, Ammoniak und dergleichen, enthalten.
Das Festprodukt umfasst restliche Kohlenwasserstoffe,
die gleich oder verschieden in ihrer Zusammensetzung
von denen sind, die ursprünglich in den festen
kohlenstoffhaltigen Materialien enthalten waren, sowie
eine Reihe von anorganischen Komponenten, wie Ton,
Carbonate und dergleichen, die in der ursprünglichen
Zufuhr enthalten waren, sowie in allen Materialien, die
in die Retortenstufe zurückgeführt wurden. Im allgemeinen
werden die anorganischen Materialien in dem Festprodukt
während der Retortenstufe chemisch nicht verändert,
obwohl hydratisierte Verbindungen wenigstens zum Teil
unter den in der Retorte vorherrschenden Bedingungen
dehydratisiert werden.
Die verschiedenen Produkte können in die jeweiligen
Phasen unter Anwendung üblicher, aus dem Stand der
Technik bekannter Verfahrensweisen und Vorrichtungen
aufgetrennt werden. Geeignete Verfahrensmassnahmen sind z.B. Abschrecken, Abstreife η , Destillieren, Filtrieren
und Zentrifugieren. Nachdem man die gewünschte
Abtrennung vorgenommen hat, wird in Übereinstimmung
mit dem verbesserten erfindungsgemässen Verfahren
wenigstens ein Teil des Festproduktes auf eine
Temperatur oberhalb der Retortentemperatur erhitzt und wenigstens ein Teil des so erhitzten Feststoffes
wird in die Retorte zurückgeführt, um wenigstens einen
Teil der dort benötigten Wärme zur Verfugung zu stellen. Ebenfalls in Übereinstimmung mit dem verbesserten
erfindungsgemässen Verfahren, wird wenigstens ein Teil
des Festproduktes auf eine Temperatur oberhalb der Sinter- oder Schmelztemperatur des Festproduktes
erhitzt, um dadurch die Oberfläche zu verringern und
entsprechend die katalytische Crackaktivität zu reduzieren
und den Zusammenhalt der Teilchen in dem zurückgeführten
Material zu erhöhen, wodurch die Menge an Feinstoffen,
die während des Retortenverfahrens gebildet werden, verringert wird. Im allgemeinen werden beachtliche
Verbesserungen dadurch erzielt, dass man wenigstens
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einen TeiL des Festproduktes auf eine Temperatur
oberhalb der Sintertemperatur erhitzt aber ein maximaler
Vorteil wird dann erzielt, wenn wenigstens ein Teil
des Festproduktes auf eine Temperatur oberhalb der
Verschlackungs- oder Schmelztemperatur erhitzt wird.
Bei einer Ausführungsform, in der wenigstens ein Teil
des Festproduktes auf eine Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des in dem Festprodukt enthaltenen
anorganischen Materials erhitzt wird, muss man darauf
achten, dass eine Agglomerierung minimiert wird oder
vorzugsweise gar nicht eintritt. Dies kann man am besten dadurch erreichen, dass man das Erhitzen in
einer verdünnten Phase vornimmt, z.B. in einem
Transferlinienerhitzer mit einer verdünnten Phase. Es
sollte hier jedoch festgehalten werden, dass in solchen Fällen, bei denen eine Agglomerierung nicht eintritt,
das erhitzte Material vor dem Zurückführen in die
Retorte zerkleinert werden kann.
Im allgemeinen und wenn eine Temperatur oberhalb 871 C
(1600 F) benötigt wird, ist es häufig erforderlich,
äusseren Brennstoff wenigstens zu dem Teil des Festproduktes, welches erhitzt werden soll, zuzuführen.
Die in der Retorte angewendeten Bedingungen können jedoch in einem gewissen Masse so eingestellt werden,
dass die Menge des Restproduktes maxima Iisiert wird;
Kohlenstoff in dem Festprodukt würde dadurch die Menge an äusserem Brennstoff, den man zufügen muss, verringern.
Im allgemeinen wird ein äusseres Brennmaterial zu dem
Festprodukt zugegeben, um das Erhitzen auf die gewünschte Temperatur zu erleichtern. Alternativ kann
wenigstens ein Teil des Festproduktes durch einen
Erhitzer geleitet werden, in welchem ein äusserer
Brennstoff verbrannt wird. Geeignete Brennstoffe sind
Kohle, Braunkohle, Anthrazit, Heizöl und Naturgas. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird ein
Teil des Gasproduktes aus der Retortenstufe in einem
Transfer I inienerhitzer verbrannt.
Nachdem das Festprodukt auf die gewünschte Temperatur erhitzt wurde, kann man es direkt in die Retorte
zurückführen oder man kann es mit einem Festprodukt mit einer anderen Temperatur vor dem Zurückführen kombinieren.
In solchen Fällen, bei denen eine Agglomerierung
stattgefunden hat, kann man das zurückzuführende Festprodukt mit dem festen kohlenstoffhaltigen Material,
bevor man dieses klassiert bzw. gesichtet hat, kombinieren. Alles überschüssige Festprodukt kann abgezogen und
verworfen werden, während die restlichen Produktströme
direkt als Produkt abgezogen werden oder einer weiteren Verbesserung zur Erhöhung ihrer jeweiligen Werte
unterworfen werden.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert. In Fig. 1 wird eine Ausführungsform
der Erfindung gezeigt, bei der wenigstens ein Teil des verbrauchten festen, kohlenstoffhaltigen Materials
zunächst in einem Verbrenner erhitzt wird, und dann
wird die gesamte Menge oder ein Teil davon auf eine Temperatur oberhalb der Sinter- oder Schmelztemperatur
erhitzt. Wie in der Figur gezeigt wird, wird ein in geeigneter Weise zerkleinertes kohlenstoffhaltiges Material
der Retorte (101) durch die Leitung (102) zugeführt.
Wie schon vorher angegeben, .kann die Retorte eine
Transferlinienretorte, ein Fliessbett, eine Schneckenretorte oder irgendeine Kombination von solchen
Retorten sein. Im allgemeinen wird die Retorte bei einer Temperatur im Bereich von etwa 315 bis etwa
593°C (600-11000F) und bei Drücken im Bereich von etwa 0 bis 21 bar (überdruck)(0-300 psig) betrieben. In
der Figur wird gezeigt, dass Wärme zu der Retorte mit heissen Feststoffen, die durch die Leitungen (103)
eintreten, zugeführt wird. Bei der beschriebenen
Ausführungsform wird die Abtrennung der gasförmigen von den flüssigen Produkten einfach dadurch bewirkt,
dass man diese Produkte über Kopf aus der Retorte abzieht. Die so über Kopf abgezogenen Produkte umfassen alle
Materialien mit einem Siedepunkt, der gleich oder niedriger als die Temperatur, die tatsächlich in der
Retorte unter dem angegebenen Druck herrscht, sind. Nicht dargestellt ist eine Ausführungsform, bei welcher
die Retorte ein Fliessbett hat, wobei das Fluidisierungsgas auch als Stripgas dient und über Kopf
durch die Leitung (104) abgezogen wird. Ist die Retorte tatsächlich ein Fliessbett, dann enthält das
Überkopf-Produkt aufgrund der Abstreifwirkung des
Fluidisierungsgases im allgemeinen Produkte, die
oberhalb derin der Retorte angewendeten Temperatur sieden. Diese Produkte können einer weiteren Trennung
in einer dahinter geschalteten Verarbeitungsanlage unterworfen werden, wobei man die aus dem Stand der
Technik bekannten Technologien anwendet. Ist die Retorte
(101) ein Fliessbett, dann kann man das Fluidisierungsgas
dann kann man das FLuidisierungsgas von dem Produkt,
das über Kopf abgezogen wird,, abtrennen und in die
Retortezurückführen.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird das
Festprodukt aus der Retortenstufe, welche die heissen
Feststoffe, die durch die Leitung (103) eingeführt wurden, enthält, durch die Leitung (105) abgezogen.
Alle überschüssigen Festprodukte können durch die Leitung (106) oder die Leitung (113) abgezogen werden
und der Rest wird durch die Leitung (108) dem Erhitzer
(107) zugeführt. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist der Erhitzer als ein F Iiessbetterhitzer ausgeführt
und obwohl man andere Erhitzer anwenden kann, wird doch eine maximale Betriebseffizienz dann erreicht,
wenn der Erhitzer als Fliessbett betrieben wird. In dem Erhitzer (107) kann man das Festprodukt auf eine
Temperatur im Bereich von etwa 10 bis etwa 204 C (50-400 F) oberhalb der Temperatur der Retorte erhitzen.
Das Erhitzen kann man erzielen, indem man den restlichen in dem Festprodukt enthaltenen Kohlenstoff mit
Sauerstoff, der mit irgendeinem geeigneten Fluidisierungsgas durch die Leitung (109) eingeführt
wird, verbrennt. Geeignete Fluidisierungsgase sind
aus dem Stand der Technik bekannt und alle diese bekannten Gase können zum Fluidisieren des festen
Materials in dem Erhitzer (107) verwendet werden. Ein besonders wirksames Fluidisierungsgas ist eine Mischung
aus Luft und Wasserdampf, wobei die Menge an Luft ausreichen muss, damit genügend Sauerstoff für die
vollständige Verbrennung des restlichen Kohlenstoffs,
der indem Festprodukt enthalten ist, vorliegt, sowie
-für den · von aussen zugeführten Brennstoff, der dem
Erhitzer durch die Leitung (109) gegebenenfalls
zugegeben wurde.
Im allgemeinen wird der Erhitzer bei einer Temperatur
im Bereich von etwa 343 bis 871°C (650-16000F) betrieben.
Im allgemeinen kann man Temperaturen in diesem Bereich ohrve Zuführung von Brennstoff von aussen erzielen,
wenn jedoch die Zufuhr eines äusseren Brennstoffs erforderlich ist, dann würde man hier vorzugsweise
gasförmigen Brennstoff mit dem Fliessgas durch die Leitung (109) einführen.
Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird wenigstens ein Teil des
Festproduktes auf eine Temperatur im Bereich von etwa
871 bis etwa 13160C (1600-24000F) erhitzt und um eine
Calcinierung zu minimieren, wird diese Temperatur entweder innerhalb einer kurzen Verweilzeit oder in
Gegenwart einer beachtlichen CO^-Konzentration erreicht.
Bezugnehmend .wiederum auf die Fig. 1, kann man in diesem
Fall etwa 1 bis etwa 40 Gew.% der in dem FI iessbette rhitzer
(107) enthaltenen Feststoffe durch die Leitungen (111-111) zu einem getrennten Erhitzer (112) leiten.
Im allgemeinen kann jeder geeignete Erhitzer zum weiteren
Erhitzen des Festproduktes auf eine Temperatur oberhalb 871 C verwendet werden. Wegen des Sinterns oder Schmelzens
wird dieses Erhitzen aber vorzugsweise in einer
verdünnten Phase in einer Transfer I ine, wie dies in der
Figur gezeigt wird, durchgeführt. In der gezeigten
Ausführungsform wird dann ein Gas, welches Sauerstoff
enthält, in die Leitung (111) und dann in den Erhitzer
(112) durch die Leitung (113) eingeführt. Das Gas,
welches durch die Leitung (113) eingeführt wird, kann irgendwelche inerten,gasförmigen Bestandteile enthalten,
i- und kann auch noch einen äusseren Brennstoff, vorzugsweise t
einen gasförmigen Brennstoff, enthalten. Im Erhitzer |
(112) wird das Festprodukt auf eine Temperatur zwischen *- " - |
etwa 871 und etwa 1316 C durch Verbrennung des durch f
die Leitung (113) zugeführten äusseren Brennstoffs erhitzt.
Wie schon oben angegeben, werden die festen Teilchen i;
entweder schnell auf die gewünschte Temperatur erhitzt oder sie werden in Gegenwart einer beachtlichen Menge
an COp erhitzt. Ist kein CO-, vorhanden, dann sollte die Temperatur
innerhalb einer Verweilzeit von 0,1 bis etwa 10 Sekunden erreicht werden, während man längere
Verweilzeiten bei Verwendung von G0_-PartiaIdrücken
von wenigstens 0,05 Atm im Erhitzer anwenden kann. Auf jeden Fall werden die Teilchen auf eine Temperatur
unterhalb etwa 8710C gekühlt, bevor sie den Erhitzer verlassen- Dieses Abkühlen kann in dem Kühler (114),
der an oder in der Nähe des Ausgangs des Transferline angebracht ist, erfolgen. Das Fluidisierungsgas, die
gasförmigen Verbrennungsproduktes und der erhitzte
[ Feststoff werden dann von dem Transferlineerhitzer
durch die Leitung (115) abgezogen. Das gasförmige Material
kann durch die Leitung (116) abgezogen werden und.die i
erhitzten Feststoffe werden in den Fliessbett erhitzer .]
(107) durch die Leitung (117-117) zurückgeführt. Arbeitet |
man gemäss dieser Ausführungsform, dann kann die , 5
Temperatur im Erhitzer (107) im Bereich von etwa 343 !
OBlGITiAL INSPECTED
bis etwa 871 C Liegen und sie Liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 10 bis etwa 204 C oberhaLb der in
der Retorte angewendeten Temperatur. Die Wärme für die Retorte wird zugeführt, indem man die heissen
Feststoffe aus demFLiessbetterhitzer (107) in die
Retorte durch die Leitungen (112, 103) einLeitet. Die Menge an im KreisLauf geführten Feststoffen Liegt in
einem Bereich von etwa 0,5 bis etwa 20 kg/kg festem kohLenstoffhaLtigen MateriaL, weLches in die Retorte
eingeführt wird.Beim Arbeiten gemäss der vorliegenden
Ausführungsform haben die in die Retorte zurückgeführten
Feststoffe eine OberfLäche im Bereich von etwa 0,0001 bis etwa 50 m /g,vorzugsweise 0,0001 bis 2 m /g und
die Menge an Feinstoffen in dem durch die Leitung (104) abgezogenen Produkt Liegt im Bereich von etwa 0,1 bis
30 Gew.%, vorzugsweise 0,1 bis 2,0 Gew.%.
Bei der hier beschriebenen Ausführungsform wird die
Temperatur der Feststoffe in dem FLiessbetterhitzer
dadurch überwacht, dass man die Rate und die Zusammensetzung
des FLuidisierungsgases und die Feststoff -ZirkuLationsrate
zwischen der Retorte und dem Erhitzer variiert. Die Rate der Wärmezufuhr zu der Retorte wird durch die tatsächLiche
Temperatur der Feststoffe in dem Erhitzer und der
Feststoff-ZirkuLations rate zwischen dem Erhitzer und
der Retorte eingesteLLt.
In der Fig. 2 wird eine andere Ausführungsform des
erfindungsgemässen, verbesserten Verfahrens gezeigt,
bei der das Festprodukt aus der Retorte oder wenigstens ein TeiL davon direkt einem TransferLineerhitzer zugeführt
wird, wo es auf eine Temperatur im Bereich von etwa
871 bis etwa 1316°C erhitzt wird und vor dem Zurückführen
in die Retorte durch ein Vorratsgefäss geleitet wird.
Wie in der Figur gezeigt wird/ wird ein festes
kohlenstoffhaltiges Material durch die Leitung (202)
zu der Retorte (201) geführt. Genauso wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1, kann hier jede geeignete
Retorte verwendet werden. Beispielsweise kann die
Retorte eine einfache Transfer Iine-Retorte, eine F Iiessbettretorte, eine Schneckenretorte oder irgendeine
Kombination davon sein. Wie gleichfalls bereits bei der Beschreibung der Ausführungsform gemass Fig. 1 ·:
angegeben wurde, wird dann, wenn die Retorte ein Fliessbett ist, die Abstreifwirkung des Fluidisierungsgases^
die Menge an Kohlenwasserstoffen, die über Kopf als :
Produkt abgezogen werden können, erhöhen. Auf jeden Fall wird die Abtrennung der gasförmigen und flüssigen " |
Produkte von dem Festprodukt nach bekannten Verfahrensweisen, !
die hier nicht gezeigt werden, durchgeführt. Bei der . : - f
in Fig. 2 gezeigtenAusführungsform werden die gasförmigen !
und die flüssigen Produkte über Kopf durch die Leitung
(204) abgezogen. Im allgemeinen enthalten diese Produkte
auch noch Verunreinigungen, wie von aussen zugeführte
Gase, die während der Retortenstufe verwendet wurden,
z.B. als F luidisierungsgas. Die überkopf-Produkte können
von unerwünschten Bestandteilen befreit werden, unter
bekannten Technologien, wobei diese Technologien keinen
Teil der vorliegenden Erfindung darstellen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform wird das Festprodukt aus der Retorte (201) durch die Leitung (205)
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abgezogen und dann durch die Leitungen (211-211) einem TransferLineerhitzer (212) zugeführt. Bei dieser
Ausführungsform wird nur ein Teil des Festproduktes
dem TransferLineerhitzer (212) zugeführt und wenigstens
ein TeiL des Festproduktes wird direkt zu einem Mischer
(207) geleitet, wobei die dem Mischer zugeführte Menge durch die Leitungen (205'-205!) fliesst und dort
kontroLLiert wird. Die Menge des aus (205) durch (211)
abgezogenen Feststoffs kann zwischen 0 und 100 % des Stroms (205) ausmachen. Jedes überschüssige Festprodukt
kann durch die Leitung (206) oder durch die Leitung (219) abgezogen werden. Jeder Überschuss an Festprodukt,
der so abgezogen wurde, kann getrennt verbrannt werden,
um dadurch einen Heizwert zu erzielen, oder er wird verworfen.
Wie bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform, kann
der TransferLineerhitzer (212) irgendein geeigneter
Erhitzer sein, in weLchem das Festprodukt auf eine Temperatur im Bereich von etwa 871 bis 1316 C erhitzt
wird. Da bei diesen Temperaturen eine gewisse Sinterung
und/oder Verschmelzung eintritt, ist es bevorzugt, dass man das Erhitzen in einem Verdünntphasen-Transfer Lineerhitzer
durchführt, d.h. einem Erhitzer, in weLchem das feste Material etwa 0,000001 bis etwa 1 % des Gesamtvolumens
des Erhitzers ausfüllt. Arbeitet man in dieser Weise, dann wird eine Agglomerierung verhindert und man vermeidet
die Notwendigkeit, das im Kreislauf geführte feste
Material zu mahlen. Das Mahlen des agglomerierten
Materials Liegt jedoch auch im Umfang der vorliegenden
Erfi ndung.
In den Fig. 1 und 2 können die Erhitzer (112) und (212) von oben nach unten, von unten nach oben oder horizontal,
betrieben werden. In dem Erhitzer (212) wird das Festprodukt mit einem Gas kombiniert, welches die
Verbrennung unterstützt und irgendein äusserer Brennstoff,
der erforder Lichenfa LLs nötig ist, um die gewünschte
Temperatur in dem Erhitzer zu erzielen, wird durch die Leitung (211) und dann in den Erhitzer (212) durch die -= ""
Leitung (213) eingeführt. Um wiederum eine Calcinierung der verschiedenen, in dem Festprodukt enthaltenen
Komponenten zu vermeiden, sollte die gewünschte Temperatur bei einer Verweilzeit von etwa 0,1 bis etwa 10 Sekunden
erreicht werden, wobei man längere Verweilzeiten
anwenden kann, wenn das durch die Leitung (213) eingeführte Gas noch erhebliche Mengen an COp enthält, und dann wird
das erhitzte feste Material schnell gekühlt, um während des nachfolgenden Übergangs des erhitzten Feststoffs
zu der Retorte eine Agglomerierung zu vermeiden. Das
Abkühlen kann am Auslass des Transferlineerhitzers mit
einem Kühler (214) erfolgen. Der erhitzte Feststoff und das Abgas können durch die Leitung (215) abgezogen
werden, wobei das Abgas durch die Leitung (216) abgezogen wird und die Feststoffe zu einem Mischer (207) durch
die Leitung (217-217) geführt werden.
Im Mischer (207) werden die heissen Feststoffe mit allen Festprodukten, die dem Mischer (207) direkt durch
die Leitungen (2O5'-2O5') zugeführt wurden, vermischt
und die Feststoffe in dem Mischer werden bei einer Temperatur im Bereich von etwa 10 bis etwa 204 C
(50-400 F) oberhalb der Temperatur, die in der Retortenzone
WSPECTED
angewendet wurde, gehalten. Im allgemeinen kann man jede Mischerart för das gewünschte Mischen verwenden,
wobei jedoch ein Ftiessmiseher, wie er gezeigt wird,
bevorzugt wird, weil dadurch das Vermischen der
heissen Teilchen und der nachfolgende Übergang in die
Retorte erleichtert werden. Bei Verwendung eines Fliessmischers wird ein Fluidisierungsgas durch die
Leitung (209) eingeführt. Gewünschtenfa I Is können
verschiedene Mengen an 0-, oder an Brenngas durch (209)
zugegeben werden, wodurch in (207) zusätzliche Hitze erzeugt wird. In diesem Fall dient das Gefäss (207)
als Erhitzer. Heisse Feststoffe werden aus dem Mischer
durch (218) abgezogen. Besonders heisse Feststoffe können durch die Leitung (219) abgezogen werden und
der Rest wird zu der Retorte durch (203) geleitet. Im
allgemeinen werden die heissen Feststoffe in die Retorte
in einem Verhältnis im Bereich von etwa 0,5 bis etwa
20 kg heisser Feststoff pro kg des festen kohlenstoffhaltigen
Materials, welches der Retorte zugeführt wird, eingeführt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird Schiefergestein unter Ausbildung einer Flüssigkeit
einer Retortenbehandlung unterworfen, wobei das Schieferöl einen Anfangssiedepunkt im Bereich von etwa
10 bis etwa 30 C und einen Endsiedepunkt im Bereich von etwa 500 bis etwa 7000C hat. Gemäss einer bevorzugten
Ausführungsform werden etwa 25 bis etwa 75 Gew.% des
Stroms (205) aus dem Festprodukt auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes der darin enthaltenen
anorganischen Komponenten erhitzt und dann zu der Retorte
als Wärmequelle zurückgeführt. Das Erhitzen wird in einem
Verdünntphasen-Transfer Lineerhitzer durchgeführt, in
welchem der Feststoff etwa 0,00001 bis etwa 0,1 % des Gesamtvolumens ausfüllt. Nachdem die Teilchen auf
eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des festen Materials erhitzt worden sind, werden die Teilchen
auf eine Temperatur im Bereich von etwa 10 bis etwa
204 C oberhalb der in der Retorte verwendeten Temperatur
abgekühlt und in die Retorte in einem Verhältnis im
Bereich von etwa 1 bis etwa 5 kg heissen, im Kreislauf geführten Feststoffen pro kg Schiefergestein, welches
der Retorte zugeführt wurde, im Kreislauf geführt.
Nachdem die Erfindung und bevorzugte Ausführungsformen
ausführlich beschrieben wurden, wird sie nunmehr in
den nachfolgenden Beispielen_ er läutert.
In diesem Beispiel wird eine Reihe von Fischer-Assays
mit australischem Schiefer aus der Rundle-Zone verwendet.
Bei dem ersten Ansatz der Reihe wurden 80 g Rohschiefer
verwendet. Bei dem zweiten Ansatz wurden annähernd 67 g verbrannter und verbrauchter Schiefer mit 13 g Roh schiefer
vermischt. Der verbrannte Schiefer bei diesem Ansatz
war bei einer Temperatur von annähernd 871 C verbrannt worden und hatte eine Oberfläche von ungefähr 30 m /g.
Bei dem dritten Ansatz wurden ungefähr 67 g verbrannter
Schiefer, der zur Verringerung seiner Oberfläche behandelt
worden war, mit ungefähr 13 g Rohschiefer vermischt. Der
behandelte, verbrannte Schiefer hatte eine Oberfläche
von 2 m /g. Bei dem ersten Ansatz wurde die ö lausbeute,
bezogen auf den Rohschiefer, mit 100 % des in einer
Fischer-Assay erhältlichen bestimmt, und dies wurde als
Basis für einen Vergleich verwendet. Bei dem zweiten
Ansatz betrug die U lausbeute nur 70 % der theoretischen
Fischer-Assay, bezogen auf Rohschiefer. Bei dem dritten
Ansatz betrug die ölausbeute 100 % der theoretischen
Fischer-Assay, bezogen auf Rohschiefer. Daraus wird
ersichtlich, dass man die ölausbeute erhöhen kann, indem man die Oberfläche des verbrannten Schiefers, der
als Wärmequelle zurückgeführt wird, verringert.
Bei diesem Beispiel wurde australischer Schiefer aus
der Rundle-Zone mit einer Anfangsoberfläche von
30 m /g durch einen Transferlineerhitzer geschickt und mit Luft kontaktiert.Die nominale Teilchenverweilzeit
in der Transferline lag im Bereich von etwa 1 bis
etwa 3 Sekunden. Bei dem ersten Ansatz betrug die Temperatur in dem TransferIineerhitzer etwa 1149 C
(2100 F). Bei dem zweiten Ansatz betrug die Temperatur in dem Transfer I ineerhitzer etwa 1260 C (2300 F). Die
Schmelztemperatur des verbrannten Schiefers wurde bestimmt und lag im Bereich von etwa 1065 bis etwa
11210C (1950-2050°F). Bei dem ersten Ansatz wurde die Oberfläche auf einen Wert im Bereich von etwa 5 bis
etwa 10 m /g verringert und bei dem zweiten Ansatz wurde
die Oberfläche auf einen Wert von weniger als 1 m /g
verringert. Daraus geht hervor, dass die Oberfläche
des verbrannten Schiefers erheblich verringert werden
kann, wenn man ihn gemäss der erfindungsgemassen ' !
Methode erhitzt. Dadurch wiederum ergeben sich die ■
erhöhten ölausbeuten, wie dies in Beispiel 1 gezeigt ;
- Leerseite -
Claims (7)
- 36U64943 781 o/waEXXON RESEARCH AND ENGINEERING COMPANY, FLORHAM PARK,N. J . / USAVerfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus kohlenstoffhaltigen MaterialienPATENTANSPRÜCHEVerfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus kohlenstoffhaltigen Materialien, bei dem man ein festes kohlenstoffhaltiges Material bei erhöhter Temperatur unter Ausbildung eines FlüssigProduktes und eines Festproduktes in der Retorte erhitzt und wenigstens einen Teil des Festproduktes dann in einer Heizvorrichtung auf eine Temperatur oberhalb der Retortentemperatur erhitzt und in die Retortenzone als Heizquelle zurückführt, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 1 bis etwa 40 % des Festproduktes aus dem Heizer auf eine Temperatur im Bereich von etwa 871 bis etwa 13160C (1600-2400°F) in einem getrennten Erhitzervor dem Zurückführen in die Retortenzone erhitzt wird.
- 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurchg e k e nnz e ic h η e t , dass der getrennte Erhitzer ein Transferlinienerhitzer ist.
- 3. Verfahren gemäss Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzei c h η e t , dass etwa 25 bis etwa 75 Gew.% des Festproduktes dem TransferLinienerhitzer zugeführt werden und auf eine Temperatur im Bereich von etwa 871 bis 1316 C erhitzt werden und wenigstens ein TeiL des Festproduktes direkt zu einem Mischer geführt wird, wo es mit den erhitzten Feststoffen aus dem Transferlinienerhitzer vor dem Zurückführen in die Retorte vereint wird.
- 4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des restlichen Kohlenwasserstoffs, welcher in dem Festprodukt ent ha Iten ist, in einem Verbrenner verbrannt wird, bevor der Feststoff auf eine Temperatur im Bereich von etwa 871 bis etwawird.etwa 1316 C erhitzt und in die Retortenzone zurückgeführt
- 5. Verfahren gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzei chnet, dass das Festprodukt auf eine Temperatur im Bereich von etwa 871 bis 1316 C innerhalb eines Zeitraumsvon etwa 0,1 bis etwa 10 Sekunden erhitzt wird.
- 6. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzei chnet, dass das Festprodukt auf die Temperatur von 871 bis etwa 13160C in Gegenwart von zugegebenem KohLendioxid erhitzt wird.
- 7. Verfahren gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Teildruck des KohLendioxids im Bereich von etwa 0,05 bis etwa 5 Atm liegt.
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