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DE949886C - Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-ungesaettigten Carbonsaeuren und deren Estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-ungesaettigten Carbonsaeuren und deren Estern

Info

Publication number
DE949886C
DE949886C DEH22293A DEH0022293A DE949886C DE 949886 C DE949886 C DE 949886C DE H22293 A DEH22293 A DE H22293A DE H0022293 A DEH0022293 A DE H0022293A DE 949886 C DE949886 C DE 949886C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ether
acid
ammonia
liquid ammonia
esters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH22293A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Isler
Rudolf Rueegg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Application granted granted Critical
Publication of DE949886C publication Critical patent/DE949886C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C403/00Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone
    • C07C403/20Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by carboxyl groups or halides, anhydrides, or (thio)esters thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/09Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from carboxylic acid esters or lactones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C57/00Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C57/26Unsaturated compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms containing rings other than six-membered aromatic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/16Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring the ring being unsaturated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von a, p-ungesättigten Carbonsäuren und deren Estern Th. L. Jacobs und Mitarbeiter stellten aus Halogenvinyläthern durch Erwärmen mit Kaliumhydroxyd Äthinyläther dar und kondensierten diese durch eine Grignard-Reaktion mit Ketonen (Journal of American Chemical Society, Bd. 62, 1940, S. I849, und Bd. 64, I942, S.223). Heilbron und Mitarbeiter verwendeten diese Reaktionsfolge für die Synthese von a"B-ungesättigten Carbonsäuren bzw. deren Ester, indem sie das bei der Gngnard-Reaktion gebildete Äthinylcarbinol mit verdünnter Schwefelsäure behandelten, wobei durch Umlagerung der Ester der a, B-ungesättigten Säure entsteht (Journal of the Chemical Society [London], Bd. I949, S.I823). Da der als Zwischenprodukt erhaltene Äthinyläther zersetzlich ist und bei höherer Temperatur augenblicklich zerfällt, hat dieses Verfahren keine technische Anwendung gefunden.
  • Es wurde nun gefunden,. daß die Nachteile der Arbeitsweise von Jacobs, Heilbron und Mitarbeiter vermieden. werden, wenn man den Äthinyläther in flüssigem Ammoniak entstehen läßt und ihn ohne Abtrennung unmittelbar mit der Carbonylverbindung kondensiert. Da die Alkalimetallverbindung des Äthinyläthers in der Ammoniaklösung beständig ist und deshalb gefahrlos in technischem Maßstab hergestellt und weiterverarbeitet werden kann, eignet sich die neue Arbeitsweise im Gegensatz zum vorbekannten Verfahren zur technischen Ausführung.
  • Das neue erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man in flüssigem Ammoniak einen Halogenvinyläther, z. B. B-Halogenvinyläther, mit einem Alkaliamid umsetzt, die gebildete ammoniakalische Lösung der Alkalimetallverbindung des Äthinyläthers mit einem Aldehyd oder Keton kondensiert, das erhaltene Kondensationsprodukt hydrolysiert, mit Säure umlagert und gewünschtenfalls verseift, wobei man das Ammoniak spätestens vor der Säurebehandlung entfernt.
  • Die Umsetzung des Halogenvinyläthers erfolgt mit 2 äquivalent Alkaliamid in flüssigem Ammoniak.
  • Dabei spaltet I Äquivalent Alkaliamid aus dem Halogenvinyläther Halogenwasserstoff ab unter Bildung der Dreifachbindung von Alkalihalogenid und Ammoniak. Mit dem zweiten Aquivalent Alkaliamid wird das aktive Wasserstoffatom an der Dreifachbindung durch Alkalimetall ersetzt, und zwar unter nochmaliger Bildung von Ammoniak. Man kann sowohl im offenen Gefäß bei der Siedetemperatur des Ammoniaks als auch im Druckgefäß bei Raumtemperatur arbeiten. Dabei läßt man den Chlorvinyläther zu einer Lösung des Alkaliamids in flüssigem Ammoniak fließen, die beispielsweise aus Alkalimetall in flüssigem Ammoniak hergestellt wird. Man kann den Halogenvinyläther vor der Zugabe durch ein inertes Lösungsmittel, beispielsweise Äthyläther, verdünnen.
  • Zweckmäßig verwendet man zur Umsetzung einen kleinen Überschuß an HaIogenvinyläther. Die gebildete Alkalimetallverbindung des Äthinyläthers ist in flüssigem Ammoniak beständig. Sie wird ohne Abtrennung zur Kondensation mit einem Aldehyd oder Keton verwendet. Die Darstellung birgt keine besonderen Gefahren und gibt vorzügliche Ausbeuten.
  • Erfindungsgemäß wird nun die gebildete Alkalimetallverbindung des Äthinyläthers in flüssigem Ammoniak mit einem Aldehyd oder Keton kondensiert. Man arbeitet zweckmäßig im gleichen Reaktionsgefäß. Nicht umgesetzter Halogenvinyläther und entstandenes Alkalihalogenid stören die Umsetzung nicht.
  • Zur Kondensation eignen sich besonders Aldehyde und Ketone, die in flüssigem Ammoniak beständig sind.
  • Man verwendet zweckmäßig eine äquivalente Menge der Carbonylverbindung und rührt die Mischung kräftig, wenn die Carbonylverbindungen in flüssigem Ammoniak wenig löslich sind. Überdies ist es in diesem Fall zweckmäßig, ein inertes Lösungsmittel, wie Äthyläther, zuzugeben. Als Ketone eignen sich z. B. gesättigte aliphatische Ketone wie Aceton, Methyläthylketon und Diäthylketon, ungesättigte aliphatische Ketone wie Mesityloxyd, Methylheptenon, Dimethylheptenon und Pseudoionon, gesättigte alicyclische Ketone wie Cyclohexanon und 2, 6, 6-TrimethylcycIohexanon-(I), ungesättigte alicyclische Ketone wie Cyclohexenon und 2, 6,6-Trimethylcyclohexen-(2.)-on- (1), alicyclisch-aliphatische Ketone wie Dihydrofl-ionon, BIonon und 8-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(I') -yl] 6-methyloktatrien-(3, 5, 7) -on- (2) sowie aromatisch-aliphatische Ketone wie Acetophenon. Als Aldehyde eignen sich z. B. gesättigte aliphatische Aldehyde wie Propionaldehyd und Butyraldehyd, ungesättigte aliphatische Aldehyde wie Methacrolein, ß-Methylcrotonaldehyd und Citral, alicyclischaliphatische Aldehyde wie 4-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(I')-yl]-2-methylbuten-(2)-al-(I) und aromatische Aldehyde wie Benzaldehyd. Zur Kondensation können auch Aldehyde und Ketone mit funktionellen Gruppen verwendet werden, beispielsweise Methoxyaceton, Lävulinsäure, p-Dimethylaminobenzaldehyd, p-Hydroxybenzaldehyd, Androsteron und Oestron.
  • Wenn es sich bei diesen funktionellen Gruppen um freie Hydroxyl- bzw. Carboxylgruppen handelt, wie im Falle der Lävulinsäure, des p-Hydroxybenzaldehyds, des Androsterons und des Oestrons, wird für jede dieser Gruppen in diesen Verbindungen ein zusätzliches Mol Alkaliamid gebraucht. Zur Kondensation kann man auch gesättigte und ungesättigte Diketone wie Acetonylaceton und Okten-(4)-dion-(2, 7) und gesättigte oder ungesättigte Dialdehyde wie Bernsteinsäuredialdehyd und 2, 7-Dimethyloktatrien-(2, 4, 6)-dial-(I, 8) oder 2, 7-Dimethyloktadien-(2, 6)-in-(4)-dial-(I, 8) verwenden. Diese Dicarbonylverbindungen werden zweckmäßig mit der zweifachen Menge der Alkalimetallverbindung von Äthinyläther behandelt, wodurch beide Carbonylgruppen gleichzeitig umgesetzt werden. Bei der Kondensation von alkaliempfindlichen Carbonylverbindungen, z. B. bei der Kondensation von a"B-ungesättigten Aldehyden, ist das Arbeiten mit der Lithiumverbindung des Äthinyläthers vorteilhafter. Die gebildeten Kondensationsprodukte, nämlich die I-Äther von Prnpin-(I)-diolen-(I,- 3), sind in flüssigem Ammoniak beständig. Sie brauchen vor der Weiterverarbeitung weder abgetrennt noch gereinigt zu werden.
  • Zur Weiterverarbeitung wird das Reaktionsprodukt zweckmäßig durch Zugabe von rAmmoniumsalzen, z. B.-Ammoniumchlorid, hydrolysiert, das Ammoniak abgedampft und das gebildete Acetylencarbinol hierauf mit Säure behandelt. - Dazu wird das Produkt in einem inerten Lösungsmittel, z. B. Äthyläther, gelöst und mit verdünnter Säure, z. B. Io°/Oiger Schwefelsäure, bei Zimmertemperatur geschüttelt. Hierbei bildet sich unter Umlagerung der Ester der a"B-ungesättigten Carbonsäure, welcher als solcher abgetrennt oder unmittelbar zur Säure verseift werden kann. Die erhaltenen ungesättigten Carbonsäuren und Ester werden in üblicher Weise, z. B. durch Destillation oder Kristallisation, gereinigt. Sie besitzen charakteristische Absorptionsbanden in Ultraviolett- und Infrarotspektren.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen a"B-ungesättigten Carbonsäuren sind als Zwischenprodukte verwendbar; so können aus 6-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(I')-ylj-4-methyl-hexadien-(2, 4)-säure-(I) Verbindungen mit Carotinaufbau hergestellt werden.
  • Beispiel I 3, 7-Dimethyloktadien-(2, 6) -säure-(I) In 500 ccm trockenes flüssiges Ammoniak werden 100 mg Femnitrat und nach einigen Minuten unter Rühren 300 mg Natrium gegeben. Durch die blaue Lösung wird I Minute trockene Luft geblasen. Sodann werden in die Lösung 13,8 g Natrium in kleinen Stücken eingetragen und nach jeder Zugabe gewartet, bis die blaue Farbe der Lösung verschwunden ist.
  • Hierauf werden unter gutem Rühren 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther und nach weiteren 10 Minuten 31 g 6-Methylhepten-(5)-on-(2) langsam zugetropft. Die Mischung wird nun 40 Stunden gerührt, dann langsam mit 45 g Ammoniumchlorid versetzt und schließlich das Ammoniak abgedampft. Man gibt sodann noch 800 ccm Petroläther zu und filtriert. Die Petrolätherlösung wird nach dem Trocknen über Natriumsulfat abgedampft und der Rückstand destilliert; Kp.,,, etwa 80°; man erhält 26 g I-Äthoxy-3-hydroxy-3, 7-dimethylokten-(6)-in.-(I) neben 10 g unverändertem Methylheptenon. Das Produkt wird in 300 ccm Äther gelöst und mit 100 ccm Io°/Oiger Schwefelsäure bei Zimmertemperatur I6 Stunden geschüttelt. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt, die Ätherlösung abgetrennt und einmal mit Wasser ge'-waschen. Nach dem Trocknen der Ätherlösung über Natriumsulfat und Abdampfen erhält man 21 g Äthylester der 3, 7-Dimethyloktadien-(2, 6)-säure(I), welcher mit 350 ccm Methanol, 35 ccm Wasser und I2,5 g Natriumhydroxyd 2 Stunden gekocht wird. Anschließend verdünnt man die Lösung mit 1 1 Wasser, wäscht mit Äther aus, säuert die wäßrige Lösung mit verdünnter Schwefelsäure an und zieht sie mit Äther aus. Man erhält I6 g 3, 7-Dimethylokt«dien-(2, 6)-säure(I); Kp.003 = 90°; rd = 1,4769. Ausbeute 570/0 der Theorie unter Berücksichtigung des zurückgewonnenen Methylheptenons.
  • Beispiel 2 6-[z', 6', 6'-Trimethylcyclohexen- (1') -yl] -4-methylhexadien- (2, 4)-säure-(I) Zu 500 ccm trockenem flüssigem Ammoniak werden 100 mg Ferrinitrat und nach einigen Minuten unter Rühren 100 mg Lithium gegeben. In die blaue Lösung wird I Minute trockene Luft geblasen. Sodann werden nach und nach 4,1 g Lithium eingetragen, und nach jeder Zugabe wird gewartet, bis die blaue Farbe der Lösung verschwunden ist. Hierauf werden unter gutem Rühren 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther und nach weiteren 10 Minuten 51 g 4-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(I') -yl]-2-methylbuten- (2)-al- (I) in 100 ccm absolutem Äther langsam zugetropft. Die Mischung wird nun 20 Stunden gerührt, dann langsam mit 45 g Ammoniumchlorid versetzt und schließlich das Ammoniak abgedampft. Man setzt sodann noch 800 ccm absoluten Äther dem Gemisch zu und filtriert. Die Ätherlösung wird nach dem Trocknen über Natriumsulfat auf 500 ccm eingedampft und mit 200 ccm Io°/Oiger Schwefelsäure I6 Stunden bei Zimmertemperatur geschüttelt. Man trennt die Ätherlösung ab, wäscht sie einmal mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft den Äther ab. Man erhält 65 g rohen Äthylester der 6-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(I') -yl]-4-methylhexadien-(2,4)-säure-(I) Dieser wird mit 700 ccm Methanol, 70 ccm Wasser und 25 g Natronlauge 2 Stunden gekocht. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit 2 1 Wasser verdünnt und mit Äther ausgewaschen. Die wässerige Lösung wird mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert und mit Äther ausgezogen. Man erhält 4I,7 g 6-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen- (1') -yl -4-methylhexadien- (2, 4)-säure- (1), welche beim Stehen kristallin erstarrt. Ultraviolettabsorptionsmaximum: 255 my, El 96m = 6I7 (in reinem Alkohol). Ausbeute 670/, der Theorie. Methylester, Kp.007 = II6; %2D = I,5242; Ultraviolettabsorptionsmaximum: 268 m, E11 El9bm = 608 (in reinem Alkohol).
  • Beispiel 3 Zimtsäure 500 ccm trockenes flüssiges Ammoniak versetzt man mit 300 mg Ferrinitrat und unter Rühren anteilweise mit 4,2 g Lithium, wobei man nach jeder Zugabe wartet, bis die blaue Farbe der Lösung verschwunden ist. Hierauf läßt man unter weiterem Rühren 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther und nach weiteren 10 Minuten 26,2 g Benzaldehyd in 80 ccm absolutem Äther zutropfen. Die Mischung wird nun 20 Stunden bei der Siedetemperatur desAmmoniaks gerührt, dann langsam mit 45 g Ammoniumchlorid versetzt und schließlich das Ammoniak verdunstet. Man setzt sodann dem Gemisch noch 800 ccm absoluten Äther zu und filtriert.
  • Die Ätherlösung wird nach dem Trocknen über Natriumsulfat auf 500 ccm eingedampft und mit 200 ccm Io°/Oiger Schwefelsäure I6 Stunden bei Zimmertemperatur geschüttelt. Man trennt die Ätherlösung ab, wäscht sie einmal mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und dainpft den Äther ab. Man erhält 36 g rohen Zimtsäureäthylester, welcher mit 350 ccm Methanol, 200 ccm Wasser und 20 g Natronlauge Il Stunden unter Rückfluß gekocht wird.
  • Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit 1 1 Wasser verdünnt und mit Äther ausgezogen. Die wässerige Lösung wird mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert und mit Äther ausgezogen. Man erhält nach dem Trocknen und Abdampfen des Äthers 20,5 g rohe Zimtsäure, die aus Petroläther umkristallisiert werden kann; F. = I25 bis I260.
  • Beispiel 4 2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen- (2') -yliden] -essigsäure 34 g 2, 6, 6-Trimethyl-cyclohexen-(2)-on-(I) werden, wie im Beispiel 3 beschrieben, in 500 ccm flüssigem Ammoniak mit 4,2 g Lithium und 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther behandelt. Die Mischung wird 48 Stunden bei der Siedetemperatur des Ammoniaks gerührt und hierauf wie oben beschrieben aufgearbeitet.
  • Nach dem Verseifen des rohen Esters erhält man [2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen- (2') -yliden] -essigsäure, welche nach dem Umkristallisieren aus Petroläther bei 53 bis 55° schmilzt und im Ultraviolettabsorptionsspektrum ein Maximum bei 252,5 m,cz (El,", = 575) in reinem Alkohol aufweist.
  • Beispiel 5 Penten-(2)-säure I4,5 g Propionaldehyd werden, wie im Beispiel 3 beschrieben, in 500 ccm flüssigem Ammoniak mit 4,2 g Lithium und 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther behandelt. Nach dem Verseifen des rohen Esters erhält man die Penten- (2) -säure, welche zwecks Reinigung im Wasserstrahlvakuum destilliert wird; Kp.10 = 94°; n;' = I,4382; F. = - 20; Ultraviolett- absorptionsmaximum 2I2,5 m (E11", = 750) in reinem Alkohol.
  • Beispiel 6 3-Methylpenten- (2)-säure I8g Methyläthylketon werden, wie im Beispiel 4 beschrieben, in 500 ccm flüssigem Ammoniak mit 4,2 g Lithium und 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther behandelt. Nach dem Verseifen des rohen Esters erhält man die 3-Methylpenten-(2)-säure, welche zur Reinigung im Wasserstrahlvakuum destilliert wird; Kp.10 = 99 bis 102°; nD = I,4556; Ultraviolettabsorptionsmaximum 2I8 my (E1 cm1 % = 860) in reinem Alkohol.
  • Beispiel 7 ß-Methylzimtsäure I8 g Acetophenon - werden, wie im Beispiel 4 beschrieben, in 500 ccm flüssigem Ammoniak mit 4,2 g Lithium und 37,5 g ß-Chlorvinyläthyläther behandelt.
  • Nach dem Verseifen des rohen Esters erhält man ß-Methylzimtsäure, welche zur Reinigung im Hochvakuum destilliert wird (Kp.0,05 = 105 bis 108°), wobei sie kristallin erstarrt. Ultraviolettabsorptionsmaximum 25I,5 ms4 (Ele9ó= = 503) in reinem Alkohol.
  • Beispiel 8 3 ß-Oxy-5, I7 (2o)-preguadien-2I-säure 4,2 g Dehydroisoandrosteronacetat werden in 50 ccm flüssigem Ammoniak und 8 ccm Äther, wieimBeispiel4 beschrieben, 48 Stunden mit 0,22 g Lithium und I,92 g ß-Chlorvinyläthyläther behandelt. Nach dem Verseifen des rohen Esters wird die gut kristallisierende 3ß-Oxy-5,17(20)-pregnadien-21-säure, F. = 244°, erhalten; Ultraviolettabsorptionsmaximum 221 (E11",= 330) in reinem Alkohol.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜcHE: I. Verfahren zur Herstellung von a, ß-ungesättigten Carbonsäuren und deren Estern, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Halogenvinyläther mit einem Alkaliamid in flüssigem Ammoniak umsetzt, die gebildete Alkalimetallverbindung des Äthinyläthers ohne Abtrennung in flüssigem Ammoniak mit einem Aldehyd oder Keton kondensiert, das gebildete Kondensationsprodukt hydrolysiert, mit Säure umlagert und gewünschtenfalls verseift, wobei man das Ammoniak spätestens vor der Säurebehandlung entfernt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse mittels Ammoniumacetat durchführt und das Ammoniak unmittelbar nach erfolgter Hydrolyse entfernt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Halogenvinyläther ß-Halogenvinyläther, vorzugsweise ß-Chlorvinyläther, als Alkaliamid Lithiumamid und als ungesättigten Aldehyd 4-t2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(1')-yl]-2-methylbuten-(2)-al-(I) verwendet.
DEH22293A 1954-02-12 1954-12-02 Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-ungesaettigten Carbonsaeuren und deren Estern Expired DE949886C (de)

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