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Maschinell angetriebener Schaber Die Erfindung betrifft einen maschinell
angetriebenen Schaber zum Entfernen von Haaren und zum Reinigen der Haut geschlachteter
Tiere, insbesondere von Schweinen. Zum Reinigen der Haut, welche zum Entfernen der
Haare gebrüht worden ist, müssen die abgeschnittenen Haare und andere auf der Haut
verbliebene Bestandteile entfernt werden, ohne daß die Haut beschädigt oder verunstaltet
wird.
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Es sind Schaber mit rotierendem, zylindrischem Messerkopf bekannt,
der auf das freie Ende der im Handgriff des Schabers gelagerten Antriebswelle aufgesetzt
ist, dessen Stirnseite zur Vermeidung von Hautbeschädigungen halbkugelartig abgerundet
ist und in dessen Mantelnuten bis zur halbkugeligen Stirnfläche reichende Messer
eingebettet sind. Die Befestigung der Messer ist jedoch wegen vorstehender Klemmen
usw. unzweckmäßig und angesichts der hohen Messerkopfdrehzahl unzuverlässig. Es
ist auch bekannt, Schneidkanten aus dem Messerkopfmaterial herauszuarbeiten, wodurch
aber die Herstellung verteuert wird und die
Messer nicht ausgewechselt
werden können. Die fliegende -Befestigung des Messerkopfes auf dem Antriebswellenzapfen
ist auf Grund der Lockerungsgefahr nachteilig. Manche Schaber, die trocken arbeiten,
tragen am Messerkopf zwei Satz Messer, ein Messer jeweils zum Scheren, das andere
zum Nachbehandeln bzw. Glätten und Säubern:. Wo anstatt der nacharbeitenden Messer
die praktischere Spülwasserzuführung zum Schaber verwendet wird, ist diese bisher
noch nicht für beste Wirksamkeit durchgebildet worden.
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Bei den bekannten Schabern können sich zwischen den Messern Hautfalten
bilden, die dann vom folgenden Messer angeschnitten werden, so daß die Haut beschädigt
wird.
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Durch die Erfindung werden diese Nachteile vermieden. Der Messerkopf
ist zwischen einem auf der Antriebswelle befestigten, besonders geformten Ringflansch
und einer am freien Wellenende angeordneten Schraubkappe festgespannt und weist
eine Mehrzahl von sich in gewissen Abständen um den Umfang des Messerkopfes erstreckenden
Rippen auf, die den Zwischenraum zwischen den in Längsnuten des Messerkopfes eingebetteten,
vorzugsweise hinterschliffenen Messerklingen überbrücken, um ein Falten der Tierhaut
zwischen den Messern zu verhindern. Weiter ist die Wasserzuführung zum Messerkopf
zur wirksamen Säuberung der Hautoberfläche gemäß derErfindung dadurch verbessert,
daß am Gehäuse des Schabers eine Einrichtung angeordnet ist, die eine Flüssigkeitseintrittsöffnung,
ein Ventil und mehrere ins Gehäuseinnere führende Austrittsdüsen aufweist. Diese
Düsen sind so .auf die Messerschneiden gerichtet, daß der Flüssigkeitsstrahl entgegengesetzt
der Messerkopfdrehrichtung auf die Messer auftrifft.
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Die Ausgestaltung und . Vorteile der Erfindung gehen im einzelnen
aus der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen hervor, die eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung darstellen. In ihnen zeigt Fig. i eine Seitenansicht
des Schabers, Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch den Schaber, Fig. 3 einen Querschnitt
nach der Linie 3-3 in Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 in Fig.
2, Fig. 5 einen Teilausschnitt nach der Linie 5-5 in Fig. i und Fig. 6 einen Teilausschnitt
nach der Linie 6-6 in Fig. 5.
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Der Schaber ist an einem Handgriff i befestigt, der Lager 2 und 3
für eine Antriebswelle 4 enthält und mit einem Gehäuse 5 aus einem Stück hergestellt
ist. Die Antriebsweile 4 erstreckt sich von dem Handgriff' i unter das Gehäuse 5
und weist eine mit Nuten versehene Nabe 6 auf, die an das Lager 3 angrenzt. Das
Ende der Antriebswelle 4 hat einen kleineren Durchmesser und trägt das Gewinde 7.
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Ein Ringflansch 8 nimmt mit einem sich nach innen erhebenden Ansatz
g die mit Nuten versehene ,Nabe 6 auf und ist am Rande mit einem zylinderförmigen
Teil io ausgestattet. An den Ringflansch8 stößt ein hohler Messerkopf i i an, der
eine abgerundete Stirnfläche 12 aufweist und zwischen diesem und dem Ringflansch
8 zylindrisch ausgebildet ist. In den Messerkopf i i sind Längsnuten 13 eingearbeitet,
die sich von dem Ringflansch 8 bis zum anderen Ende erstrecken und um die abgerundete
Stirnfläche 12 bogenförmig verlaufen. Der Messerkopf ist mit mehreren sich über
den Umfang erstreckenden Rippen 14 ausgestattet. Die Rippen 14 und die abgerundete
Stirnfläche überragen die zylindrische Oberfläche um das gleiche Stück.
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Eine Mehrzahl unterschnittener Messerklingen 15 sind in die Längsnuten
13 eingesetzt und verlaufen bogenförmig bis in eine Ausnehmung 16 der abgerundeten
Stirnfläche 12. An den Enden der Messerklingen 15 sind Kerben 17 vorgesehen, die
von dem Flansch 18 einer Schraubkappe ig aufgenommen werden, welche auf das Gewinde
7 der Antriebswelle 4 aufgeschraubt ist. Die anderen Enden der Klingen 15 weisen
Ausnehmungen 15" auf, die unter den zylinderförmigen Teil io des Ringflansches 8
reichen. Die Klingen 15 werden auf dem Messerkopf i i durch den Ringflansch 8 und
die Schraubkappe ig festgehalten.
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An dem Gehäuse 5 ist ein Aufsatz 2o angeordnet, der eine mit Innengewinde
:2i versehene Bohrung zur Aufnahme eines Rohres hat, durch das eine Flüssigkeit,
beispielsweise warmes oder heißes Wasser, herangeführt wird. Ferner ist in dem Aufsatz
ein Ventil 22 mit einem Bedienungshebel 23
vorgesehen. Für den Flüssigkeitsaustritt
sind drei Düsen 24, 25 und 26 vorgesehen, welche gegen den Messerkopf i i auseinandergehend
gerichtet sind, um die Flüssigkeit in der Längsrichtung auf den Messerkopf zu sprühen.
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Die Düsen 24, 25 und 26 leiten die Flüssigkeit gegen die unterschnittenen,
vorstehenden Teile der Klingen 15, wodurch diese gereinigt werden, die Flüssigkeit
mitnehmen und auf die Haut übertragen. Auf diese Weise schabt und wäscht der Messerkopf
die Haut in einem Arbeitsgang. Die Schneiden der Klingen überragen die Rippen 14
und die abgerundete Stirnfläche 12 nur um ein geringes Stück, so daß die Haut nicht
zwischen die Klingen gezogen und zerrissen werden kann. Dieser geringe Überstand
erlaubt das Nachschärfen der Klingen. Die Räume zwischen den Klingen und den Rippen
sind vertieft, um die von der Haut entfernten Haare und sonstigen Bestandteile so
lange aufzunehmen, bis sie von der aus den Düsen 24, 25 und 26 kommenden Flüssigkeit
weggewaschen "werden. Die unterschnittenen vorstehenden Teile der Klingen zerteilen
die Flüssigkeit in einen feinen Sprühnebel.
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Der Aufsatz 2o trägt einen Haken 27, um den Schaber bei Nichtgebrauch
aufzuhängen. Wenn die Klingen bis auf Höhe der Rippen 14 und das abgerundete Ende
12 abgenutzt sind, können sie durch Wegnahme der Schraubkappe-ig entfernt und durch
neue Klingen ersetzt werden. Die Flüssigkeit, die von den Düsen 24, 25 und*-26 gegen
die vorstehenden, unterschnittenen Teile der Klingen
15 geleitet
wird, hält die Klingen und das Innere des Gehäuses 5 sauber.