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DE949356C - Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgroessen auftretenden Stoerungen - Google Patents

Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgroessen auftretenden Stoerungen

Info

Publication number
DE949356C
DE949356C DEA9284D DEA0009284D DE949356C DE 949356 C DE949356 C DE 949356C DE A9284 D DEA9284 D DE A9284D DE A0009284 D DEA0009284 D DE A0009284D DE 949356 C DE949356 C DE 949356C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electron beam
voltage
arrangement according
arrangement
recording
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA9284D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Dreyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA9284D priority Critical patent/DE949356C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE949356C publication Critical patent/DE949356C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R13/00Arrangements for displaying electric variables or waveforms
    • G01R13/20Cathode-ray oscilloscopes
    • G01R13/204Using means for generating permanent registrations, e.g. photographs

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description

  • Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgrößen auftretenden Störungen Gegenstand der nachstehend beschriebenen Erfindung ist eine Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgrößen auftretenden Störungen, bei der das Auftreten einer Störung unverzögert die Aufzeichnung des' zeitabhängigen Verlaufs der Betriebsgröße durch einen Elektronenstrahloszillographen auslöst, während die zu registrierende Betriebsgröße über einen Kettenleiter verzögert an die Ablenkplatten der Elektronenstrahloszillographenröhre gelangt.
  • Für die Aufzeichnung des Verlaufs von Störung gen in elektrischen Anlagen, z. B. Rückzündungen in Stromrichteranlagen, in der Weise, daß auch ein Teil des Verlaufs der aufzuzeichnenden Größe vor Eintritt der Störung noch mit erfaßt wird, sind schon verschiedene Verfahren angegeben worden.
  • So wurde z. B. vorgeschlagen, die Augenblickswerte einer Spannungskurve über eine synchron umlaufende Kontaktvorrichtung einer großen Anzahl von Kondensatoren zuzuführen und diese durch eine zweite Kontaktvorrichtung, die in einem bestimmten räumlichen und damit auch zeitlichen Abstand hinter der ersten herläuft, auf die Ablenkplatten eines Elektronenstrahloszillographen zu entladen, so daß man auf dem Leuchtschirm ein zeitlich verzögertes, punktweise zusammengesetztes Abbild der Kurve erhält. In einer anderen Anordnung wird durch Anwendung eines nachleuchtten,den Schirmes am Elektronenstrahloszillographen eine ähnliche Wirkung erzielt. In. beiden Fällen ist nur eine unvollkommene Lösung der gestellten Aufgabe möglich, da im ersten eine genügend feine Unterteilung der Periodendauer einen unerträglich hoben. Aufwand erfordert und dieses Verfahren teilweise auch an; grundsätzlichen Mängeln, wie z. B. dem Auftreten von störenden Schaltvorgängen bei der Ladung und Entladung der zahlreichen Kondensatoren, scheitert, während im zweiten Fall wegen der schnell abnehmenden Nachleuchthelligkeit des Schirmes nur eine mangelhafte Wiedergabe der meist sehr schnell verlaufenden Störvorgänge möglich ist. Es ist auch bekannt, wenn der Elektronenstrahl nicht ständig schreiben soll, ihn in den Zeiten, in denen er in Bereitschaft steht, in einer besonderen Sperrkammer totlaufen zu lassen.
  • Bei dem Einsetzen einer zu r.egistrierendein Störung muß er in diesem Fall zunächst aus der Sperrkammer herausgeführt werden. Die Zeit, die für das Herausführen benötigt wird, geht der Aufzeichnung verloren. Zur Vermeidung derartiger Veriustzeiten verwendet man bei einer anderen bekannten Anordnung zur Uberwachung und Aufzeichnung schnell veränderlicher Vorgänge, die mit Störungsschreibern arbeitet, zwischen Stromquelle und Meßwerk des Schreibers ein Zusatzgerät, das ständig den zu messenden Vorgang um einen Zeitbetrag verzögert, während unverzögert der Papiervorschub erhöht wird Diese Anordnung ist ausschließlich auf mechanische Schreier abgestellt und gibt zunächst noch keine Hinweise, wie die Aufgabe bei elektronischen Auf zeichnungen gelöst werden kann. Die Verzögerung des zu messenden Vorganges geschieht dabei durch geeignet bemessene Netzwerke, die aus einer Kette von Induktivitäten und Kapazitäten. bestehen.
  • Will man: zur Vermeidung der Nachteile bei den bekannten elektronischen Störungsschreibern bei diesen einen ähnlichen Weg gehen wie bei dem bekannten mechanischen Störungsschreiber, so läßt sich dies mit einer Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgrößen auftretenden Störungen, bei der das Auftreten einer Störung unverzögert die Aufzeichnung des zeitabhängigen Verlaufs der Betriebsgröße durch einen Elektronenstrahloszillographen auslöst, während die zu registrierende Betriebsgröße über einen Kettenfleiter verzögert an die Ablenkplatten der Elektronenstrahloszillographenröhre gelangt, erreichen, deren erfin,dierisches Ken nzeichen darin besteht, daß ein sich im Störungsfall aus der Gegeneinanderschaltung der Eingangs. und Ausgangsspannung des Kettenleiters ergebender Impuls die Auslösung der Aufzeichnung bewirkt und den vor Beginn der Aufzeichnung durch eine Hilfsspannung auf eine Seite des Leuchtschirmes abgelenkten und durch eine weitere Hilfsspannung dunkeilgesteuerten Elektronenstrahl zur Aufzeichnung freigibt und hellsteuert. Eine störende Rückwirkung der Auslösevorrichtung auf den laufzuzeichnenden Vorgang läßt sich dabei vermeiden, wenn der Auslöseimpuls über einen lose angekoppelten Verstärker an. die Auslösevorrichtung gelangt. Die Auslösung selbst kann man durch gleichrichtende Elemente vom Vorzeichen des Auslöser impulses unabhängig machen. Als gleichrichtende Elemente können dabei Dampf- oder Gasentladnngsstrecken dienen, die durch. das Fortbestehen der Entladung zugleich das Vorzeichen. des Auslöseimpulses erkennen lassen. Zur Angleichung des Wellenwiderstandes des Kettenleiters an eine beliebige Eingangs- oder Ausgangsimpedanz ist es zweckmäßig, am Eingang und/oder am Ausgang des Kettenleiters eine gesteuerte Elektronenröhre vorzusehen.
  • Ist die Aufzeichnung beendet, d. h., hat der Elektronenstrahl den Leuchtschirm einmal, in Rich.-tung der Zeitachse mit wählbarer Geschwindigkeit überstrichen, so wirdl er wieder dunkelgesteuert.
  • Will man darüber hinaus auf dem Oszillogramm noch Zeitmarken anbringen, so kann man dies durch einen auf die Hellsteuereinrichtung des Elektronenstrahloszillographen einwirkenden, selbst--ei regten Schwingungskreis erreichen. Eine derartige Anordnung ist zur Erfassung von Störungen auch bei nicht elektrischen Anlagen anwendbar, wenn deren zu überwachende Betriebsgrößen in elektrische Größen umwandelbar sind.
  • Die Abb. I zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es soll z. B. eine Anode des dreiphasiegen Stromrichtgefäßes I überwacht werden. Zwischen Anode und Kathode dieses Gefäßes liegt ein Spannungsteiler 2, von dem eine Teilspannung abgegriffen und dem Gitter der Elektronenröhre; 3 zugeführt wird. Das Gitter erhält durch den Kathodenwiderstand 4, der auch mit einer Kapazität überbrückt sein kann, eine geeignete Vorspannung, während die Anodenspannung aus einer nur angedeuteten Gleichspannungsquelle 5 entnommen wird.
  • Im Anodenkreis der Elektronenröhre 3 liegt der Widerstand 6, der ebenso wie der Widerstand 7 gleich dem Wellenwiderstand des zwischen. beiden Widerständen einges.chalteten Ketten leiters ist.
  • Durch die Elektronenröhre 3 wird eine beliebige Eingangsimpedanz dem Wellenwiderstand des Kettenleiters angepaßt. Gleichzeitig kann, falls erforderlich, eine Verstärkung der Eingangsspannung erreicht werden. Der Kettenleiter besteht aus in Reihe geschalteten, vorzugsweise gleich großen Induktivitäten 8 und ebenfalls vorzugsweise gleich großen Kapazitäten 9, die jeweils am Anfang und Ende der Induktivitäten 8 angeschlossen. sind. und paraLlel zu den Widerständen 6 und 7 liegen Ein in dieser Weise geschalteter Kettenleiter läßt alle Frequenzen von der Frequenz o, wie sie in. diesem Beispiel in der Brennspannung des Stromrichtergefäßes auftritt, bis zu einer durch Induktivität und Kapazität der Einzeiglieder gegebenen Grenzfrequenz unbehindert durch, wobei zwischen den Vorgängen am Beginn und Ende des Ketten leiters eine der Gliedzahl proportionale Verzögerung, die als Laufzeit bezeichnet wird, entsteht. Die Gliedzahl ist in vorstehendem Beispiel mit drei augekommen, sie kann aber je nach der erforderlichen Verzögerung größer oder kleiner vorgesehen wer- den. Bei Überwachungsaufgaben, bei denen in den aufzuzeichnenden Vorgängen keine Gleichstromglieder auftreten oder deren: Ausschaltung erforderlich ist, kann es zweckmäßig sein, die Lage von Induktivität und Kapazität zu vertauschen, wodurch ein Kettenleiter entsteht, der erst von einer bestimmten Frequenz an in Richtung auf höhere Frequenzen durchlässig wird.
  • Um beim Aufbau des Kettenleiters mit wenigen Gliedern und deswegen geringem Aufwand auszukommen, ist es wegen der auf diese Weise erzielten nur geringen Verzögerung des aufzuzeichnenden Vorganges erforderlich, die früher beschriebene Auslösung der Aufnahmeanordnung beim Eib tritt einer Störung mit geringstmöglicher Verzögerung vorzunehmen, damit der Gesamtablauf der Störung noch erfaßt wird. Man kann in; bekannter Weise den bei einer Störung z. B. infolge einer Rückzündung des Stromgefäßes auftretenden Überstrom zur Auslösung der Anordnung benutzen.
  • Der Stromanstieg wird jedoch wegen der stets vorhandenen Induktivitäten in vielen Fällen zu langsam erfolgen, um eine rechtzeitige Auslösung zu gewährleisten. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird daher eine plötzliche Spannungsänderung, im vorliegenden Beispiel der Zusammenbruch der Sperrspannung des Stromrichtgefäßes infolge Rückzündung, zur Auslösung benutzt. Zu diesem Zweck ist über eine Kapazität 10, die die Anodengleichspannung abriegelt, ein Widerstand 11 mit dem anderen Ende des Widerstandes 7 verhunden. An der gleichen Stelle ist der Widerstand I2 angeschlossen, der über die Kapazität 13, die ebenfalls die Anodenspannung abriegelt, mit der Anode der Elektronenröhre 3 und damit mit dem Eingang des Kettenleiters verbunden ist. Es entsteht so am Widerstand 11 das kurvengleiche, um die Laufzeit des Kettenleiters verzögerte Abbild der Eingangsspannung, am Widerstand 12 die Eingangsspannung selbst mit umgekehrten. Vorzeichen, an den einander abgwandten Enden der Widerstände ii und I2 demnach die Differenz beider Spannungen.
  • Die Vorgänge sind in Ahb. 2 unter Zugrundelegung der Sperrspannung eines etwa 200 gesperrten, dreiphas igen Gleichrichters dargestellt.
  • In Abb. 2 a ist mit I die am Eingang, mit II die am Ausgang des Kettenleiters vorhandene Spannungskurve bezeichnet. Beide Kurven haben denselben Verlauf, die Kurve II ist jedoch um die Zeit tv gegenüber der Kurve I verzögert und wurde mit entgegengesetzten Vorzeichen aufgezeichnet. Ihre Gegeneinanderschaltung ergibt den in Abb. 2b gezeigten Spannungsverlauf. Ereignet sich z. B. im Zeitpunkt t1 eine Rückzündung, so fällt die Spannung 1 plötzlich fort, und es entsteht infolge der im Kettenleiter noch enthaltenen Energie der in Abb. 2b dargestellte steile Impuls, der die Auslösung der Anordnung mit größtmöglicher Geschwindigkeit bewirkt.
  • Die von dem Elektronenstrahloszillographen aufzuzeichnende Spannung wird von den Klemmen I4 und I5 (Abbl. I), die Impulsspannung zur Auslösung des. Oszillographen an den Klemmen 14 und I6 abgenommen. Bei unmittelbarem Anschluß der übrigen, der Strahlsteuerung und Ablenkung dienenden Teile der Gesamtanordnung an die Klemmen 14 und I6 besteht die Gefahr, daß z. B. infolge Aufladung von Erdkapazitäten durch die Impulsspannung eine störende Rückwirkung auf die Vorgangsspannung an die Klemmen 14 und 15 erfolgt. Es ist deswegen zweckmäßig, den Impuls nicht unmittelbar, sondern über einen lose augekoppelten und deswegen rückwirkungsfreien Verstärker zu entnehmen. Zu diesem Zweck ist der kleine Koppelkondensator 17 in Reihe mit einem hochohmigen Widerstand 18 an die Klemmen 14 und 16 gelegt. Der Widerstand 18 ist mit Gitter und Kathode des Verstärkerrohrers 19 verbunden, wobei die Gittervorspannung wieder durch einen Kathodenwiderstand 20 erzeugt wird, der mit einem Kondensator 21 überbrückt sein kann. Die Anodenspannung wird aus der nicht dargestellten Spannungsquelle 22 entaummen. Die durch das Verstärkerrohr 19 hinreichend verstärkte Impulsspannung entsteht an den Klemmen 23 und 24 des Anodenwiderstandes 25.
  • In manchen Fällen muß in Stromrichteranlagen damit gerechnet werden, daß die Sperrspannung des. zu überwachenden Gefäßes wesentliche positive Anteile enthält, während deren Verlauf Störungen auftreten können und aufgezeichnet werden müssen.
  • Dies ist z. B. der Fall bei starker Sperrung eines Gleichrichtergefäßes und im Wechselrichterbetrieb.
  • Ebenso kann z. B. bei unsicherer Zündung statt eines Spannungszusammenbruches eine Spannungserhöhung auftreten. In diesen Fällen hat, wie aus Abb. gb ersichtlich ist, der Impuls das umgekehrte Vorzeichen wie dort angegeben. Darum ist es zweckmäßig, durch Anwendung gleichrichtender Elemente die Auslösung unabhängig vom Vorzeichen des Impulses zu machen.
  • Ein weiteres. Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Strtahlste.uerung und -ablenkung, bei dem die Auslösung von der Polarität des Auslöseimpulses unabhängig ist, zeigt die Abb. 3. Der Elektronenstrahloszillograph 26 ist mit den Klemmen 14a und 15a seiner Vorgangsplatten an die entsprechenden Klemmen 14 und 15 des Kettenleiters in Abb. 1 angeschlossen. Die Zeitplatten erhalten z. B. aus einer Spannnngsquelle 27 die zur Strahlvorablenkung erforderliche Hilfsspannung. Aus einer weiteren Spannungsquelle 28 wird dem Steuergitter des Oszillographen eine' solche Vorspannung erteilt, daß der Strahl im Ruhezustand gesperrt, auf dem Leuchtschirm also keinerlei Lichterscheinung sitchtbar ist. Die Klemmen 23a und 24a sind mit den entsprechenden Klemmen 23 und 24 des Impulsverstärkers (Abb'. 1) verbunden. Die Sperrkondensatoren 29 riegeln die hohe Anodenspannung des Elektronenstrahloszillographen nach außen ab. Von jedem der Kondensatoren führt eine Verbindens zu einem Gitter der vorzugsweise dampf- oder gasgefüllten Entladungsgefäße 30, das jeweils unter Zwischenschaltung des Widerstandes 31 und der Spannungsquelle 32 mit der gemeinsamen Ka- thodenleitung der Entl.adungsgefäße 30 verbunden ist. Vor dem Vereinigungspunkt der Kathodenleitungen liegen in diesen die Signallampen 33 und nach dem Vereinigungpunkt, jedoch vor dem Abschlußpunkt der Gitterleitung, der Widerstand 34.
  • Mit den Klemmen 35 und 36 ist die Anordnung an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen. Wird den im Ruhezustand gesperrten En,tladungsgefäßen 30 ein Impuls beliebigen Vorzeichens zugeführt, so wird je nach dessen Polarität eines der beiden Gefäße gezündet und das Vorzeichen des Impulses durch das Aufleuchten der rechten oder linken Signallampe 33 angezeigt. Eine Zündung auch des zweiten Gefäßes wird durch des Spannungsabfall des Anodenstromes am Widerstand 34 verhindert, der sich als hohe negative Gitterspannung für das noch nicht gezündete Gefäß auswirkt. Mit der Zündung eines der beiden Gefäße 30 erhält der Spannungsteiler 37 Spannung, von der ein bestimmter Anteil an das Gitter des Elektronenstrahloszillographen 26 gelangt und den Strahl hellsteuert. Ein anderer Anteil gelangt über den regelbaren Widerstand 38 und die Spannungsquelle 39 an das Gitter des Entladungsgefäßes 40, das unter dem Einfluß der Vorspannung aus der Spannungsquelle 39 gesperrt ist. Die nach Zündung eines Gefäßes 30 auftretende positive Spannung kann jedoch wegen der Zeitkonstante, die sich aus dem Widerstand 38 und dem Kondensator 4I ergibt, das Gefäß 40 nur mit einer einstellbaren Verzögerung zünden. Erfolgt dies, so wird der Spannungsteiler 37 nahezu kurzgeschlossen und der Elektronenstrahl unter dem Einfluß der Spannungsquelle 28 wieder gesperrt. Durch Betätigung des Unterbrecherkontaktes 42 mit dem Druckknopf 43 wird die Entladung in den Gefäßen 30 und 40 gelöscht und die Anordnung wieder betriebsbereit gemacht.
  • Gleichzeitig mit der Zündung eines Gefäßes 30 gelangt über die Sperrkondensatoren 44, die wieder zur Abriegellung der Anodenspannung des Elektronenstrahloszillographen dienen, und den Widerstand 45 ein steiler, positiver Impuls an das Gitter des im Ruhezustand durch die Spannungsquelle 46 gesperrten Gas- oder Dampfentladungsgefäßes 47 und bewirkt dessen Zündung. Hierdurch wird die an den Klemmen48 und 49 liegende Gleichspannung an den Spannungsteiler 50 gelegt, und es wird auch der Kondensator 51 über die Schirmgitterröhre 52 und den Kathodenwiderstand 53 in bekannter Weise mit konstantem Strom, also zeitproportional, aufgeladen. Infolgedessen erfolgt auch eine zeitproportionale Ablenkung des Elektronenstrahles wegen der zwischen dem Kondensator 51 und den Zeitplsatten des. Elektronenstrahloszillographen 26 bestehenden Verb,i,ndung. Der Widerstand 54 parallel zum Kondensator 5I dient zur Festlegung des Ruhepotentials der Zeitplatten.
  • Die Änderung des Ladestromes und diamit der Ablenkgeschwindigkeit erfolgt mit dem Abgriff 55.
  • Zweckmäßig wird die Betätigung des Regelwiderstandes 38 mechanisch mit dem Regler 55 vereint.
  • Legt man Wert auf absolute Zeitproportionalität der Ablenkspannung, die mit einer Schirmgitte.rröhre allein nicht vollkommen erreicht wird, so kann eine vorzugsweise m.it gesteuerten Elektronenröhren arbeitende, nicht in Einzelheiten gezeichnete Kompensationseinrichtung 56 zum Ausgleich der Fehler der Schirmgitterröhre vorgesehen werden.
  • Die Löschung der Entladung des Gefäßes 47 und damit die Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft erfolgt durch Öffnung des Kontaktes 57, der zweckmäßig ebenfalls mit dem Druckknopf 43 betätigt wird. Zur Vereinfachung der Gesamtanordnung ist es möglich, unter Hinweglassung der Bauteile 44 bis 49 und 57 den Spannungsteiler 50 parallel zu dem Spannungsteiler 37 zu legen. Die zu den Zeitpiatten des Elektronens trahloszil'lographen 26 führenden Verbindungen werden in diesem Fall vorteilhaft durch Sperrkondensatoren ähnlich den Kondensatoren 29 gegen den Übertritt der Anodenspannung des Osz iilographen geschützt.
  • Vielfach besteht die Notwendigkeit, das Oszillogramm einer Störung mit einem Zeitmaßstab zu versehen. Hierzu dient in der vorbeschrie;benen Anordnung eine Zusatzeinrichtung, die aus. einem selbsterregten Schwingungskreis besteht, mit dem eine oder mehrere genzu bekannte Frequenzen erzeugt werden und der zur Anbringung von Zeitmarken auf die Hellsteuerung des Elektronenstrahloszillographen einwirkt. Im einzelnen enthält der Schwingungskreis eine Elektronenröhre 58, in deren Anodenkreis der Kondensator 59 parallel zu der Spule 6o liegt, die mit der Gitterkreisspule 61 gekoppelt ist. Diese ist über den Widerstand 62 mit dem Gitter der Elektronenröhre 58 und unter Zwischenschaltung des Widerstandes 63 mit deren Kathode verbunden. Mit dem Schließen. des Schalters 64 wird die Zusatzeinrichtung an Spannung gelegt und gerät ins Schwingen. Betätigt man: nun den Druckknopf 65, der im übrigen noch zur Überprüfung der Betriebsbereitschaft der Anordnung dient, so wird ein Entladungsgefäß 30 gezündet, und es laufen alle früher beschriebenen. Vorgänge der Strahlsteuerung und -ablenkung ab. Bei unbeeinflußten Vorgangsplatten des Elektronenstrahloszillographen wird dann eine Nullinie geschrieben, die durch Zeitmarken, entsprechen,d der je,veils' gewählten Frequenz des Schwingungskreises., unterbrochen ist. Immer in der positiven Halbwelle der Gitterspannung in Abb. 4 wird die Elektronenröhre 58 durchlässig, es tritt am Spannungsteiler 37 eine periodische Absenkung der zur Hellsteuerung erforderlichen Spannung uh verbunden mit Dunkelsteuerung des Elektronenstrahles ein, und so entstehen infolge des steil einsetzenden Anodenstromes scharf begrenzte Zeitmarken z.
  • Die Abb. 5 zeigt ein mit der Gesamtanordnung gewonnenes Oszillogramm. Es ist wieder die schon früher beschriebene Rückzündung eines dreiphasigen Gleichrichters bei etwa 200 Sperrung als Beispiel gewählt Aus dem Oszillogramm der Sperrspannung usp, dessen Nullinie mit Zeitmarken z versehen ist, geht hervor, daß im Zeitpunkt t2 eine Rückzündung erfolgte, die im Zeitpunkt t3 verloschen ist, so daß von hier an der normale Sperr- spanungsverlauf vorhanden ist. Infolge der vom Kettenieiter bewirkten Verzögerung tv und der sehr schnellen Auslösung der Anordnung ist vom Zeitpunkt t1 bis t2 noch ein kleines Stuck der normalen Spannungskurve vor Eintritt der Störung, deren weiterer Verlauf zur Verdeutlichung punktiert eingezeichnet ist, sichtbar und damit der Gesamtablauf der Störung erfaßt. Wählt man den Zeitmaßstab, wie in Abb. 5 angenommen, so, daß die nächste ungestörte Halbwelle mit aufgezeichnet wird, so kann auf einfachste Art der Zeitpunkt der Rüekzündung bestimmt werden.
  • Die vorstehend beschriebene Anordnung ist hauptsächlich für die Aufzeichnung von Störungen ilr elektrischen Anlagen geeignet, sie kann jedoch überall da eingesetzt werden, wo es möglich ist, chemische oder physikalische Vorgänge in elektrische umzubilden. Ein Beispiel hierfür ist die Indizierung von Verbrennungsmotoren unter BeW nutzung von Piezokristallen.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Anordnung zur photographischen Aufnahme einels, Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgrößen auftretenden Störungen, bei der dasl Au,ftreten einer Störung unverzögert die Aufzeichnung des zeitabhängigen Verlaufs der Betriebsgröße durch einen Elektronenstrahloszillographen auslöst, während die zu registrierende Betriebsgröße über einen Kettenleiter verzögert an die Ablenkplatten der Elektronenstrahloszillographenröhre gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich im Störungsfall aus der Gegeneinanderschaltung der Eingangs- und Ausgangsspannung des. Kettenleiters ergebender Impuls die Auslösung der Aufzeichnung bewirkt und den vor Beginn der Aufzeichnung durch eine Hilfsspannung auf eine Seite des Leuchtschirmes abgelenkten und durch eine weitere Hi;lfsspannung dunkelgesteuerten Elektronenstrahl zur Aufzeichnung freigibt und hellsteuert.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer störenden Rückwirkung (Energieentzug) der Auslösevorrichtung auf den aufzuzeichnenden Vorgang der Auslöseimpuls über einen lose angekoppelten Verstärker an die Auslösevorrichtung gelangt.
  3. 3. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diole Auslösung durch gieichrichtende Elemente vom Vorzeichen des Auslöseimpulses unabhängig gemacht ist.
  4. 4. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als gleichrichtende Elemente Dampf- oder Gasentladungsstreelcen dienen., die durch das Fortbestehen der Entladung zugleich das Vorzeichen des Auslöseimpulses erkennen lassen.
  5. 5. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Eingang und/oder am. Ausgang des Kettenleiters eine gesteuerte Elektronenröhre zur Angleichung des Wellenwiderstandes des Kettenleiters an eine beliebige Eingangs-oder Ausgangsimpedanz vorgesehen ist.
  6. 6. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Eiektronenstrahl den Leuchtschirm einmal in Richtung der Zeitachse mit wählbarer Geschwindigkeit überstreicht und dann wieder dunkelgesteuert ist.
  7. 7. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangelienden Ansprüche, dadurch geke.nnzeichnet, daß ein auf die Hellsteuereinrichtung des Elektronenstrahloszillographen einwirkender, selbsterregter Schwingungskreis zur Anbringung von Zeitmarken auf dem Osziilo gramm vorgesehen ist.
  8. 8. Anordnung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ihre Anwendung zur Erfassung von Störungen bei nicht elektrischen Anlagen, deren zu überwachende Betriebsgrößen in elektrische Größen umwandelbar sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Siemens - Zeitschrift, Bd. I8, August I938, Heft 8, S. 393 ff.; deutsche Patentschrift Nr. 497 ggo.
DEA9284D 1942-04-12 1942-04-12 Anordnung zur photographischen Aufnahme eines Elektronenstrahloszillogramms von in elektrisch darstellbaren Betriebsgroessen auftretenden Stoerungen Expired DE949356C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE497990C (de) * 1928-11-10 1930-05-16 Walter Rogowski Dr Ing Anordnung zur fortlaufenden Aufnahme unwillkuerlicher Vorgaenge mit dem Kathodenoszillographen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE497990C (de) * 1928-11-10 1930-05-16 Walter Rogowski Dr Ing Anordnung zur fortlaufenden Aufnahme unwillkuerlicher Vorgaenge mit dem Kathodenoszillographen

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