DE3033916C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Torsteuerschaltung
für einen Thyristorumrichter nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1. Eine Schaltung dieser Art ist bekannt
durch die US-PS 41 00 424.
In Gleichstromübertragungssystemen werden im allgemeinen
Thyristorumrichter zur Umformung einer Wechselspannung
in eine Gleichspannung und umgekehrt verwendet. Für ein
Dreiphasen-Wechselspannungssystem wird der Thyristorumrichter
durch eine Dreiphasen-Brückenschaltung realisiert,
deren einzelne Zweige durch Thyristorventile aus einer
Anzahl von in Reihe und parallel geschalteten Thyristoren
gebildet werden. An jedem Thyristorventil wird eine über
nur einige Thyristoren bestehende Durchlaßspannung abgegriffen,
und das Zünden bzw. Triggern des Thyristorventils
wird so gesteuert, daß ein Steuersignal an die Steuerelektroden
aller Thyristoren im Thyristorventil entsprechend
einem Ausgangssignal von einem Steuersatz nur dann
angekoppelt wird, wenn die Durchlaßspannung am Thyristorventil
anliegt. Beim Einschalten eines Gleichstromübertragungssystems
wird eine Überspannung an die Thyristorventile
angelegt, oder ein Gleichstrom wird infolge von
Schwingungen zwischen der Kapazität einer Gleichstrom-
Übertragungsleitung bezüglich Masse und einer Gleichspannungsreaktanz
unterbrochen. Infolgedessen wird beim Einschalten
ein sog. Bypass- bzw. Nebenwegbetrieb eingeleitet,
in welchem zwei bestimmte Nebenwegzweige
im Thyristorumrichter
durchgeschaltet werden. Während dieser Betriebsart ist
der Thyristorumrichter kurzgeschlossen. Anschließend erfolgt
ein sog. Normal-
bzw. Sechsphasenbetrieb, in welchem die einzelnen Zweige
unter Auslassung eines der
Nebenwegzweige aufeinanderfolgend getriggert werden.
In jedem Thyristorventil ist ein Schalt-Kondensator
mit den Thyristoren parallel geschaltet,
so daß zum Zeitpunkt des Umschaltens von
Nebenwegbetrieb auf Normalbetrieb die
Schalt-Kondensatoren entladen werden, um den Strom in
Gegenrichtung durch die Nebenwegzweige fließen
zu lassen. Mithin wird der Strom in dem Thyristor, der
zum Zeitpunkt des Umschaltens zwischen diesen Betriebsarten
durchgeschaltet gehalten werden soll, durch die Erzeugung
einer Sperrspannung unterbrochen. Wenn die Zeitspanne,
während welcher die Sperrspannung vorhanden ist, kurz ist,
werden nicht alle Thyristoren des Thyristorventils gesperrt,
sondern im Durchschaltzustand gehalten, sobald eine
Durchlaßspannung an sie angelegt wird, so daß der Thyristorumrichter
normalerweise auf Normalbetrieb übergehen
kann.
Die über die Thyristoren im Thyristorventil angelegte
Sperrspannung variiert jedoch bei den einzelnen Thyristoren
je nach der Größe des Stroms vor der Unterbrechung oder
der Differentialgröße dieses Stroms oder aufgrund von
Schwankungen der Eigenschaften bzw. Kennlinien der
Thyristoren. Aus diesem Grund werden einige Thyristoren
im Thyristorventil zu diesem Zeitpunkt abgeschaltet,
während die anderen im Durchschaltzustand verbleiben. Die
Durchlaßspannung des Thyristorventils wird aus Wirtschaftlichkeits-
und Fertigungsgründen nicht durch Abgreifen
der Spannung an allen Thyristoren im Thyristorventil, sondern
durch Abgreifen der Spannung über einigen Thyristoren
festgestellt, wobei diese Meßspannung als
die an allen Thyristoren anliegende Spannung betrachtet
wird. Wenn daher die Thyristoren, deren anliegende Spannung
abgegriffen wird, durchgeschaltet sind und keine
Durchlaßspannung anliegt, wird auch dann, wenn der Steuersatz
das Ausgangssignal liefert, kein
Steuersignal an das Thyristorventil angelegt,
so daß dieses nicht getriggert wird. Wenn eine Durchlaßspannung
an das Thyristorventil angelegt wird, wird diese nur auf
die im Sperrzustand befindlichen Thyristoren aufgeteilt.
Wenn mithin die Zahl der im Sperrzustand befindlichen
Thyristoren klein ist, ist es wahrscheinlich, daß eine
die Sperrspannung in Durchlaßrichtung
des Thyristors übersteigende Spannung angelegt
und dadurch ein Durchbruch des Thyristors herbeigeführt
wird.
In der US-PS 41 00 424 ist eine Torsteuerschaltung der
eingangs genannten Art für ein Thyristorventil mit mehreren
in Reihe geschalteten Thyristoren beschrieben, die durch
einen schmalen Steuerimpuls gesteuert sind. Die Torsteuerschaltung
umfaßt eine Detektoreinrichtung, die
beurteilt, ob das Thyristorventil im durchgeschalteten
Zustand ist oder nicht. Eine weitere Detektoreinrichtung
erfaßt die Durchlaßspannung über mindestens einem der
Thyristoren in diesem Thyristorventil. Ein UND-Gatter
erzeugt ein Ausgangssignal, wenn eine entsprechende Beziehung
zwischen den jeweiligen Ausgangssignalen der
beiden Detektoreinrichtungen erfüllt ist. Schließlich erfaßt
eine dritte Detektoreinrichtung die Zeitdauer der
Sperrspannung über wenigstens einem der Thyristoren im
Thyristorventil. Die Durchlaßspannung und die Sperrspannung
können jeweils erfaßt werden, indem die Durchlaßspannung
und die Sperrspannung bestimmter Thyristoren
ermittelt werden. Es wird aber nicht näher darauf eingegangen,
warum eine solche Sperrspannung auftritt: so ist
lediglich erwähnt, daß die Sperrspannung aus einem bestimmten
Grund während der Durchschaltperiode anliegen
kann.
Weiterhin ist in der DE-OS 24 41 962 eine Thyristor-Schutzanordnung
beschrieben, bei der ein Gattersignal für die
Thyristoren kontinuierlich während der Zeitdauer zwischen
einem Gattereinschalt-Signal zur Bestimmung des Beginns
des Gattersignals und einem Gatterausschalt-Signal zur
Bestimmung des Endes des Gattersignals vorliegt und bei
der das Gattersignal abgeschaltet ist, während eine Sperrspannung
an den Thyristoren liegt. Eine Detektoreinrichtung
erfaßt die Sperrspannung an den Thyristoren, und
eine weitere Einrichtung macht das Gatterausschalt-Signal
nur dann wirksam, wenn das Ausgangssignal der Detektoreinrichtung
länger als ein vorbestimmtes Zeitintervall
ist.
Als Detektoreinrichtung kann dabei ein lichtemittierendes
Element verwendet werden, das in einer Spannungsteilerschaltung
für die Thyristoren liegt und dem über eine
Lichtleiter beispielsweise ein Phototransistor nachgeschaltet
ist.
Schließlich beschreibt die CH-PS 55 76 614 einen Stromrichter
mit einem Nebenwegschaltorgan und mit einer dreiphasigen
Ventilbrücke, zu der das Nebenwegschaltorgan
parallel geschaltet ist. Zwei in Reihe geschaltete und
zu einer Phase gehörende Ventile der Brücke sind als
Nebenwegventile für den Stromrichter wirksam und für diesen
Zweck mit einem besonderen Steuerkreis versehen. Wenn
ein schnelleres Einschalten des Stromrichters mittels
schnellerer Schaltorgane gewünscht wird, muß gleichzeitig
das sichere Zünden der Nebenwegventile erleichtert werden,
indem beispielsweise die Spannung über den Ventilen
gesteigert wird, so daß die erforderliche Aufladung der
Zündkreise erhalten wird. Bei dem bekannten Stromrichter
wird dies dadurch erreicht, daß zum Erleichtern der Zündung
der beiden Nebenwegventile beim Öffnen des Nebenwegschaltorgans
in Verbindung mit der Wiedereinschaltung
des Stromrichters zumindest ein weiteres Ventil der
Brücke mit einem besonderen Zündorgan zum Zünden dieses
Ventils mit einem solchen Steuerwinkel versehen ist, daß
die innere Gleichspannung der Ventilbrücke in Durchlaßrichtung
der Ventile positiv ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Torsteuerschaltung
zu schaffen, mit welcher es möglich ist,
die Anlegung einer die in Durchlaßrichtung angelegte
Sperrspannung übersteigenden Durchlaßspannung an die nicht
durchgeschalteten Thyristoren im Thyristorventil zu verhindern,
das zum Zeitpunkt des Umschaltens von der Nebenwegbetriebsart
in die Normalbetriebsart ständig im Durchschaltzustand
gehalten werden soll, um damit seinen Durchbruch zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Torsteuerschaltung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch
die in dessen kennzeichnenden Teil enthaltenen Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Patentansprüchen 2 und 3.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Thyristorumrichters,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Torsteuerschaltung für
einen Thyristorumrichter gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung, und
Fig. 3A bis 3I ein Zeitsteuerdiagramm zur Veranschaulichung
der an den verschiedenen Teilen der Schaltung
nach Fig. 2 auftretenden Signalformen.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung des
Gesamtaufbaus eines Thyristorumrichters zur Umformung von
Dreiphasen-Wechselstrom oder -spannung in Gleichstrom bzw.
-spannung. Dabei sind Eingangsklemmen 10, 12 und 14 an
Dreiphasen-Sammelschienen angeschlossen. Die Eingangsklemme
10 ist mit der einen Klemme von U- und X-Phasen-
Thyristorventilen 16 bzw. 18 verbunden, die Eingangsklemme
12 ist mit der einen Klemme von V- und Y-Phasen-
Thyristorventilen 20 bzw. 22 verbunden, und die Eingangsklemme
14 ist an die eine Klemme von W- und Z-Phasen-
Thyristorventilen 24 bzw. 26 angeschlossen. Die
Thyristorventile 16, 18, 20, 22, 24 und 26 umfassen jeweils
eine Anzahl von in Reihe geschalteten Thyristoren.
Eine Reihenschaltung aus einem Schalt-Widerstand und
einem Schalt-Kondensator ist zu jedem dieser Thyristoren
parallelgeschaltet. Die anderen Klemmen der U-, V- und
W-Phasen-Thyristorventile 16, 20 und 24 sind an eine
Ausgangsklemme 28 angeschlossen, und die anderen Klemmen
der X-, Y- und Z-Phasen-Thyristorventile 18, 22 und 26
sind mit einer Ausgangsklemme 30 verbunden. Die Ausgangsklemmen
28 und 30 sind z. B. mit nicht dargestellten
Gleichstrom-Übertragungsleitungen verbunden. In jedem
der Thyristorventile 16, 18, 20, 22, 24 und 26 sind die
beiden Enden eines Abschnitts (bei der dargestellten Ausführungsform
eines durch zwei benachbarte Reihenthyristoren
gebildeten Strompfads) jeweils an eine Torsteuerschaltung
32, 34, 36, 38, 40 und 42 angeschlossen. Ein
Steuersatz 44 zur Lieferung von EIN/AUS-
Signalen für die Bestimmung der Zünd- oder Durchschaltperiode
jedes Thyristorventils ist an die einzelnen
Torsteuerschaltungen 32-42 angeschlossen, deren Ausgangsklemmen
einzeln mit den Steueranschlüssen aller
Thyristoren in den betreffenden Thyristorventilen 16-22
verbunden sind.
Im folgenden ist der Aufbau dieser Torsteuerschaltungen
beschrieben. Da diese Schaltungen jeweils gleich aufgebaut
sind, ist im folgenden anhand von Fig. 2 lediglich der Aufbau
der Torsteuerschaltung 32 erläutert, welche das Zünden
des U-Phasen-Thyristorventils 16
steuert, während auf eine nähere Erläuterung der anderen
Torsteuerschaltungen verzichtet wird. Das Thyristorventil
16 umfaßt N in Reihe geschaltete Thyristoren 16-1,
16-2, ..., 16 -N, einen Schalt-Widerstand 17-1 und einen
Schalt-Kondensator 17-2. Ein lichtemittierendes Element
46, etwa eine Leuchtdiode, ist zwischen die Anode des
ersten Thyristors 16-1 und die Kathode des zweiten
Thyristors 16-2 geschaltet, doch ist die dargestellte
Anschlußstelle des lichtemittierenden Elements 46 nicht
als einschränkend aufzufassen. Das vom lichtemittierenden
Element 46 abgegebene Licht wird über einen Lichtleiter,
etwa einen nicht dargestellten optischen Faserstrang,
an einen photoelektrischen Wandler 48, z. B. einen
Phototransistor angekoppelt, dessen Ausgangsklemme mit
der einen Eingangsklemme eines UND-Glieds 50 verbunden
ist.
Ein U-Phasen-Signal und ein U-Phasen-AUS-Signal zum
Durchschalten bzw. Sperren des U-
Phasen-Thyristorventils 16 werden vom Steuersatz
44 an Setz- bzw. Rückstellklemme eines Flip-
Flops 52 angelegt, dessen Q-Ausgangsklemme mit der anderen
Eingangsklemme des UND-Glieds 50 und außerdem mit einer
Eingangsklemme eines UND-Glieds 54 verbunden ist. Die
Zünd- bzw. Durchschaltperiode jedes Thyristorventils,
d. h. wenn das hohe Ausgangssignal von der Q-Ausgangsklemme
des Flip-Flops 52 abgegeben wird, entspricht einem
elektrischen Winkel von 120°. Im
Normalbetrieb werden die einzelnen Thyristorventile
in der Reihenfolge der U-, Z-, V-, X-, W- und Y-
Phasen mit einem Verzögerungswinkel von 60° zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Phasen getriggert. Ein Y-Phasen-
EIN-Signal zum Durchschalten des
Y-Phasen-Thyristorventils 22, das mit dem durch die
Torsteuerschaltung 32 gesteuerten U-Phasen-Thyristorventil
16 in Normalbetrieb übergeht, wird vom
Steuersatz 44 zu einer anderen Eingangsklemme des UND-
Glieds 54 in der Torsteuerschaltung 32 geliefert. Die UND-
Glieder 50 und 54 sind mit ihren Ausgangsklemmen an die
jeweiligen Eingangsklemmen eines ODER-Glieds 58 angeschlossen,
dessen Ausgangsklemme mit einem monostabilen
Multivibrator 60 verbunden ist, dessen Ausgangssignal
wiederum über einen Verstärker 62 an ein lichtemittierendes
Element 64, z. B. in Form einer Leuchtdiode od. dgl.,
angekoppelt wird. Das Licht vom lichtemittierenden Element
64 wird über einen nicht dargestellten Lichtleiter
an einen photoelektrischen Wandler 66, etwa einen Phototransistor,
angekoppelt, dessen Ausgangsklemme mit den Steuerelektroden
der Thyristoren 16-1, 16-2, ..., 16 -N im U-Phasen-
Thyristorventil 16 verbunden ist.
Nachstehend ist die Arbeitsweise dieser Ausführungsform
anhand von Fig. 3 erläutert, die ein Zeitsteuerdiagramm
zur Veranschaulichung der an verschiedenen Teilen der
Schaltung nach Fig. 2 auftretenden Signalformen darstellt.
Die Arbeitsweise dieses Thyristorumrichters wird
in Verbindung mit dem Fall beschrieben, in welchem ein
Nebenwegbetrieb, bei dem
nur die U- und X-Phasen-Thyristorventile durchgeschaltet
sind, zur Zeit des Einschaltens eingeleitet
wird, während anschließend das Y-Phasen-Thyristorventil
22 getriggert wird, um den Strom vom X-Phasen-Thyristorventil
18 auf das Y-Phasen-Thyristorventil 22 übergehen und dadurch
das Y-Phasen-Thyristorventil 22 mit dem U-Phasen-Thyristorventil 16
in Normalbetrieb übergehen zu lassen. Wie erwähnt, werden die einzelnen
Phasen-Thyristorventile in der Reihenfolge U-, Z-, V-, X-, W., Y-
und sodann wieder U-Phase getriggert. Dies bedeutet, daß
im Nebenweg zwei das U-Phasen-Thyristorventil 16 zur
Zeit des Umschaltens von Nebenwegbetrieb
auf Normalbetrieb ständig im Durchschaltzustand
gehalten wird.
Wenn die Dreiphasen-Wechselspannungseingangssignale an die Eingangsklemmen
10, 12 und 14 angelegt werden, wird eine in
Fig. 3A in ausgezogener Linie veranschaulichte Spannung
üper den ersten und den zweiten Thyristor 16-1 bzw. 16-2 im U-
Phasen-Thyristorventil 16 angekoppelt. Infolgedessen fließt ein
Nebenwegstrom über die Ausgangsklemme 30, das
X-Phasen-Thyristorventil 18, das U-Phasen-Thyristorventil
16 die Ausgangsklemme 28. Das lichtemittierende
Element 46 emittiert Licht, wenn die an die Thyristoren
16-1 und 16-2 angelegte Durchlaßspannung über einem
Durchlaßspannung-Meßpegel (gestrichelte
Linie in Fig. 3A) liegt, und der photoelektrische Wandler
48 liefert ein entsprechendes, in Fig. 3B dargestelltes
Ausgangssignal, das auf einen Pegel H (hoch) übergeht,
wenn der Durchlaßspannung-Meßpegel überschritten wird.
Während der Zeitspanne, in welcher die Durchlaßspannung
am U-Phasen-Thyristorventil 16 anliegt, wird zum Durchschalten des
letzteren ein U-Phasen-EIN-Signal in Form eines Signalimpulses
gemäß Fig. 30 vom Steuersatz 44
an die Setzklemme des Flip-Flops 52 in der Torsteuerschaltung
32 für das U-Phasen-Thyristorventil 16 geliefert, worauf
das Q-Ausgangssignal des Flip-Flops 52 gemäß Fig. 3D auf
den Pegel H (hoch) gebracht wird. Dieser Zustand dauert
an, bis ein U-Phasen-AUS-Signal gemäß Fig. 3E vom
Steuersatz 44 an die Rückstellklemme des Flip-
Flops 52 geliefert wird. Mit der Umkehrung des Q-Ausgangssignals
des Flip-Flops auf den Pegel H (hoch) wird das
Ausgangssignal des UND-Glieds 50 gemäß Fig. 3F auf einen
(hohen) Pegel H geführt. Der monostabile Muiltivibrator
60 erzeugt während einer bestimmten Zeitspanne vom Anstieg
des Ausgangssignals des UND-Glieds 50 gemäß Fig. 3G
ein Ausgangssignal des (hohen) Pegels H. Durch das Ausgangssignal
des Multivibrators 60 wird das lichtemittierende
Element 64 zur Emission von Licht angeregt, das
durch den photoelektrischen Wandler 66 in ein elektrisches
Signal umgesetzt wird, welches an die Steuerelektroden
aller Thyristoren 16-1 bis 16- N im U-Phasen-Thyristorventil
16 angekoppelt wird, wodurch letzteres getriggert
wird. Nach diesem Triggern wird die an den Thyristoren
16-1 und 16-2 anliegende Spannung gemäß Fig. 3A auf den
Null-Pegel gebracht, und das Ausgangssignal des photoelektrischen
Wandlers 48 wird gemäß Fig. 3B auf einen Pegel
L (niedrig) invertiert.
Sodann wird ein EIN-Signal für das X-Phasen-Thyristorventil 16 vom
Steuersatz 44 zur Torsteuerschaltung 34
für das X-Phasen-Thyristorventil 18 geliefert, um letzteres auf
ähnliche Weise zu triggern, wodurch der Nebenwegbetrieb
des Thyristorumrichters eingeleitet wird.
Beim Umschalten vom Nebenwegbetrieb auf den
Normalbetrieb werden beim Triggern des Y-Phasen-Thyristorventils
22 die Schalt-Kondensatoren im V-Phasen-Thyristorventil 20
über die U-, X- und Y-Phasen-Thyristorventile 16, 18 bzw. 22 in
dieser Reihenfolge entladen. Der Entladungsstrom fließt
durch die U- und X-Phasen-Thyristorventile 16 bzw. 18 in Gegenrichtung,
so daß der in der Nebenwegbetriebsart
geflossene Nebenwegstrom unterbrochen wird und
einige der Thyristoren in diesen Thyristorventilen gesperrt
werden. Wenn die Thyristoren 16-1 und 16-2 in dem an die
Torsteuerschaltung 32 angeschlossenen U-Phasen-Thyristorventil 16
durchgeschaltet bleiben, kann das lichtemittierende Element
46 keine Durchlaßspannung feststellen.
In diesem Fall wird das Ausgangssignal des UND-
Glieds 50 nicht auf den Pegel H (hoch) invertiert. Das
U-Phasen-Thyristorventil 16 wird daher nicht durchgeschaltet, so
daß das Umschalten von Nebenwegbetrieb auf
Normalbetrieb nicht stattfinden kann.
Das Y-Phasen-EIN-Signal zum Triggern
des Y-Phasen-Thyristorventils 22 für den Normalbetrieb wird
auch an das UND-Glied 54 in der Torsteuerschaltung 32 angekoppelt,
so daß das Ausgangssignal des UND-Glieds 54 gemäß
Fig. 3I auf den Pegel H (hoch) übergeht. Das Ausgangssignal
des monostabilen Multivibrators 60 wird daher
während einer vorbestimmten Zeitspanne gemäß Fig. 3G
unabhängig vom Ausgangssignal des UND-Glieds 50 auf den
Pegel H (hoch) gebracht. Auf diese Weise wird das U-Phasen-
Thyristorventil 16 ständig im Durchschaltzustand gehalten, so daß
der Normalbetrieb mit dem Durchschalten sowohl
des U- als auch des Y-Phasen-Thyristorventils 16 bzw. 22 einsetzt.
Das U-Phasen-Thyristorventil 16 wird durch das Y-Phasen-EIN-Signal
durchgeschaltet; selbst wenn einige der Thyristoren 16-1
bis 16- N dieses Thyristorventils 16 zu dem Zeitpunkt zum Sperren
gebracht werden, zu welchem der Nebenwegbetrieb
mit den U- und X-Phasen-Thyristorventilen 16 bzw. 18 auf den
Normalbetrieb mit den U- und Y-Phasen-Thyristorventilen 16
bzw. 22 umgeschaltet wird, werden diese sogleich wieder
getriggert.
Während bei der beschriebenen Ausführungsform Licht zum
Triggern des Thyristorventils verwendet wird, um eine
Potentialtrennung zwischen dem Thyristorventil und
der Torsteuerschaltung zu erreichen, kann für diesen Zweck
auch ein Impulsübertragher od. dgl. verwendet werden.
Claims (4)
1. Torsteuerschaltung für einen Thyristorumrichter,
mit
- - einer Brückenschaltung mit Thyristorventilen (16, 18, 20, 22, 24, 26), die jeweils mehrere in Reihe geschaltete Thyristoren (16-1, 16-2, ... 16 -N) aufweisen,
- - einem Steuersatz (44, 52), der Zündsignale für die Thyristorventile liefert,
- - einer Detektoreinrichtung (46, 48) über der Anoden- Kathoden-Strecke mindestens eines der Thyristoren (16-1, 16-2) in einem (16) der Thyristorventile (1, 18, 20, 22, 24, 26) zur Lieferung eines Meßsignales entsprechend der Anoden-Kathoden-Spannung über diesem einen Thyristorventil (16),
- - einer an dem Steuersatz (44, 52) und die Detektoreinrichtung (46, 48) angeschlossenen ersten Einrichtung (50) zur Erzeugung eines ersten Torsteuersignals abhängig vom Meßsignal und einem ersten Zündsignal für das an die Detektoreinrichtung (46, 48) angeschlossene Thyristorventil (16), und
- - einer Ansteuereinrichtung (60, 62, 64, 66), die die einzelnen Thyristorventile (16, 18, 20, 22, 24, 26) abhängig vom ersten Torsteuersignal durchschaltet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Thyristorumrichter zum Zeitpunkt des Einschaltens in einer Nebenwegbetriebsart arbeitet, bevor er auf Normalbetriebsart umschaltet, und
- - daß eine an den Steuersatz (44, 52) angeschlossene zweite Einrichtung (54) ein zweites Torsteuersignal erzeugt, abhängig vom ersten Zündsignal und einem zweiten Zündsignal für dasjenige Thyristorventil (22), welches für den Übergang in die Normalbetriebsart mit dem an die Detektoreinrichtung (46, 48) angeschlossenen Thyristorventil (16) zu betreiben ist.
2. Torsteuerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektoreinrichtung (46, 48) aufweist:
- - ein lichtemittierendes Element (46), welches ab einer vorbestimmten Größe der Thyristor-Durchlaßspannung Licht emittiert,
- - einen photoelektrischen Wandler (48) zur Erzeugung eines Ausgangssignals entsprechend dem vom lichtemittierenden Element (46) empfangenen Licht.
3. Torsteuerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuereinrichtung (60, 62, 64, 66)
aufweist:
- - ein an die erste und die zweite Einrichtung (50, 54) angeschlossenes lichtemittierendes Element (64), welches vom ersten oder zweiten Torsteuersignal angesteuert wird,
- - einen an die Steuerelektroden aller Thyristoren (16-1 bis 16 -N) in dem mit der Detektoreinrichtung (46, 48) verbundenen Thyristorventil (16) angeschlossenen photoelektrischen Wandler (66) zur Lieferung eines Signals zu den Steuerelektroden entsprechend dem vom lichtemittierenden Element (64) empfangenen Lichts.
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