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Schützsteuerung für den elektrischen .Antrieb von Kinoprojektoren
Die Erfindung besteht in einer besonderen und vorteilhaften Ausbildung einer Schützsteuerung
für den elektrischen Antrieb von Kinoprojektoren, vorzugsweise von sogenannten Theatermaschinen.
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Mit der Einführung direkt gekuppelter Elektromotoren für den Antrieb
solcher Projektoren erlangte das getriebeschonende Anfahren bekanntlich eine ganz
besondere Bedeutung. Nachteilig und verteuernd trat dabei bisher nur in Erscheinung,
daß dazu besonders ausgebildete komplizierte Anlaßschalter Verwendung finden mußten,
die für ihre Unterbringung - nicht nur erheblichen Raum beanspruchen, sondern insbesondere
die Übersichtlichkeit erschweren und die Bedienung umständlich gestalten. Als besonders
nachteilig trat dabei noch weiter in Erscheinung, daß die bis dahin übliche Handkurbelbetätigung
beim Einlegen des Films nach wie vor weiterbeibehalten werden mußte. Demzufolge
wurde damit der Aufbau noch weiträumiger und teuerer, und die Bedienung wurde nicht
vereinfacht, sondern .nur noch umständlicher gestaltet.
Bei der
Erfindung wird angestrebt, die Bedienung dadurch wesentlich zu vereinfachen und
zu verbilligen, daß eine Stromzuführung zum Motor in Anwendung kommt, die in Abhängigkeit
von der Einschaltung der Spannung für die Bogenlampe gebracht ist.
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Bei einer bekannten Einrichtung wird zwar schon in ähnlicher Weise
vorgegangen, und zwar bei zwei abwechselnd zu benutzenden Kinoprojektoren. Dabei
wird die Lampe des jeweils nicht benutzten Projektors zum Zweck des Einbrennens
mit dem Motor-Wechselstrom gespeist und' erst bei Inbetriebnahme des Projektors
mittels eines Schnellumschalters auf Gleichstrom umgeschaltet. Aber auch bei dieser
bekannten Einrichtung konnte von der Handkurbelbetätigung beim Einlegen des Films
nicht abgesehen werden.
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Die Aufgabe der Erfindung geht weiter. Es besteht vor allen Dingen
die Aufgabe, die bisher übliche Handkurbelbetätigung dadurch entbehrlich zu machen,
daß der Motor für den@elektrischen Antrieb des Projektors den Film nach erfolgtem
Einlegen bis auf ein gewünschtes Maß mit gedrosselter. Geschwindigkeit durchdreht,
nach erfolgtem Zünden der Lampe den Film aber mit voller Drehzahl weiterschaltet.
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Um das in einfacher Weise bewerkstelligen zu können, kommt eine besondere
vorteilhaft ausgebildete Schutzsteuerung für den elektrischen Antrieb in Anwendung.
Sie ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das den Motorstromkreis steuernde
Schütz mit einem Haltekontakt versehen ist, der in Reihe mit dem Haltekontakt des
Projektionslampenschützes in einem Steuerstromkreis liegt, und daß ferner eine Motortaste
vorgesehen ist, die in der Ruhestellung den Anlaßwiderstand des Motors kurzschließt
und in der Arbeitsstellung die Betätigungsspule des Motorschaltschützes unter Strom
setit derart, daß der Motor nur nach' Einschalten der Projektionslampe mit Normaldrehzahl,
dagegen in der Arbeitsstellung der Motortaste mit gedrosselter Geschwindigkeit läuft.
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Vorteilhaft ist dabei der von der Motortaste beeinflußte Anlaßwiderstand
bei Drehstrombetrieb in ein oder zwei Phasen derart angeordnet, daß er in der Arbeitsstellung
der Taste voll wirksam, dagegen in der Ruhestellung kurzgeschlossen ist.
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Auf diese Weise ist in vorteilhafter Auswertung solcher Schutzsteuerung
folgendes möglich: i. Der Motor kann mit dem Niederdrücken der Motortaste für sich,
wenn es erforderlich ist, mit gedrosselter Drehzahl in Umlauf gesetzt werden. Der
Motor steht aber wieder still, wenn die Motortaste losgelassen wird. Das ist von
Vorteil, wenn man die Maschine aus irgendwelcher Veranlassung einmal durchdrehen
muß.
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a. Nach dem. Einschalten der Bogenlampentaste und dem darauf erfolgenden
Niederdrücken der Motortaste läuft der Motor, wie oben unter i. angedeutet, mit
gedrosselter Drehzahl. Wird aber nunmehr die Motortaste losgelassen, dann wird der
oder,die Widerstände in der Motor-Betriebsstromzuführung überbrückt, und der Motor
läuft mit !, voller Drehzahl um und kommt erst .dann zum Stillstand, wenn der Hauptstromschalter
die Stromzuführung unterbricht.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an der Hand eines Schaltbildes
veranschaulicht.
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!VIP einerseits und T andererseits ist die Steuerstromzuführung;
die durch den Schalter i unterbrochen oder geschlossen wird. RST sind die Stromzuführungen
zu dem Motor z. Nach dem gezeigten Beispiel ist in die Zuleitung T ein Widerstand
3 eingelegt, der durch die Leitung ¢ überbrückt wird, wenn die Motortaste 5 in die
in dem Schaltbild gezeigte Ruhestellung gelangt. Die Betriebsstromzuführung für
den Motor :2 ist durch das Schaltschütz 6 mit dem Haltekontakt 6' unterbrochen.
Der Haltekontakt 6' ist in dein besonderen Haltekontaktstromkreis 7 gelegt.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Wird, wenn die Steuerstromzuführung
durch die Taste i geschlossen ist, die Bogenlampentaste 8 niedergedrückt, so wird
die Spule 9 des Lampenschützes erregt und das Lampenschaltschütz io und damit auch
dessen Haltekontakt io' angezogen. Wird nunmehr die Motortaste 5 niedergedrückt,
so erhält auch die Spule ii des Motorschützes 6 Strom und zieht das Schütz und damit
auch dessen Haltekontakt 6' an, dadurch wird nun der gestrichelt gezeichnete Haltestromkreis
7 geschlossen. Nach dem Niederdrücken der Motortaste 5 läuft der Motor a, weil ein
oder zwei Phasen den Widerstand 3 passieren müssen, so lange mit gedrosselter Drehzahl,
als die Taste 5 niedergedrückt bleibt. Wird die Taste 5 nunmehr losgelassen, gelangt
also in die Stellung, die im Schaltbild gezeigt ist, so wird der Widerstand 3 überbrückt,
und der Motor läuft, weil der Haltestromkreis 7 geschlossen bleibt, mit voller Dreh-3zahl
weiter.
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Das Lampenschütz wird immer erst eingeschaltet, wenn der Film -fertig
eingelegt und die Maschine startklar ist. Nach dem Einlegen des Films wird lediglich
die Motortaste 5 betätigt, um zu erreichen, daß der Film, solange auf die Motortaste
gedrückt wird, mit gedrosselter Geschwindigkeit transportiert wird. Damit wird die
Funktion ausgeübt, die bisher der Handkurbelbetätigung zukam. Wird die Motortaste
5 losgelassen, dann steht der Motor still.