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Elektrisches, automatisch reguliertes Anheizgerät für metallene oder
keramische Wärme- (Warmhalte-) Platten Es gibt verschiedene, seit langem bekannte
Methoden, Speisen und Getränke etwa bei Tisch warm zu halten, z. B. sogenannte Rechauds
mit kleinen Kerzen oder Spiritusbrennern, elektrisch beheizte Wärmeplatten od. dgl.
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Solche Geräte sind meistens unhandlich, umständlich zu bedienen, brauchen
viel Platz oder haben andere Nachteile, wie z. B. Brandgefahr oder bei elektrischen
Wärmeplatten die Störung durch die Zuleitungsschnur sowie das Gebundensein an eine
naheliegende Steckdose. Die Erfindung bringt in jeder Hinsicht eine einfache und
die genannten Nachteile beseitigende Lösung.
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Sie verwendet zur Erwärmung von Warmhalteplatten eine elektrische
Anheizvorrichtung nach Art widerstandsdrahtbeheizter, mit selbsttätigem Temperaturregler
versehener Kochplatten, die erfindungsgemäß einen die Heizfläche abschließenden,
mit ihr einen Raum zur Aufnahme der Warmhalteplatten bildenden Rand und einen auf
diesen Rand passenden Deckel aufweist, in den der Bimetallregler eingebaut ist.
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Die Benutzung des die Erfindung bildenden Anheizgerätes geschieht
folgendermaßen: Es werden die metallenen oder auch keramischen Platten geeigneter
Form und Größe in das Anheizgerät eingelegt und dort auf entsprechende Temperatur
gebracht. Nach Erreichen dieser Temperatur werden die Platten mit einem Heber, der
an einem Ende in eine Nut in der Platte eingesteckt werden kann und am anderen Ende
mit einem beispielsweise hölzernen Handgriff versehen ist, aus dem Anheizofen
herausgenommen
und in eine Art Teller gelegt, der aus einem möglichst stark wärmeisolierenden Material
besteht. Dieser flache -Teller kann dann auf den Tisch gestellt und die eingelegte
angeheizte Platte dann zum Warmhalten von Platten, Schüsseln, Töpfen und Saucieren,
Kaffee-, Teekannen u. dgl. verwendet werden.
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Das Heizgerät nach der- Erfindung gewährleistet durch die begrenzte
Anheizzeit den geringstmöglichen Stromverbrauch im Gegensatz z. B. zu den sonst
gebräuchlichen elektrischen Wärmeplatten, die meist während der ganzen Tischzeit
unter Strom stehen, wobei der größte Teil der erzeugten Wärme verlorengeht.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung wird das Gerät mit einer Signallampe
ausgestattet, die in an sich bekannter Weise durch den Temperaturregler dann eingeschaltet
wird, wenn dieser den Heizstrom abschaltet.
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Die Abb. i, :2a und :2b sowie 3 stellen mögliche Ausführungsformen
der Erfindung dar. An Hand dieser Abbildungen werden im folgenden konstruktive Eigenschaften
dieser Ausbildungsformen dargelegt.
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In einem flachen, tellerartigen, mit kleinen Füßen versehenen Unterteil
ist in üblicher Weise, wie bei den bekannten Heiz- oder Kochplatten, elektrischer
Widerstandsdraht2 an der Oberseite verlegt. Dieses vorzugsweise keramische Unterteil
hat oben einen erhöhten Rand 3. In die hierdurch gebildete kantige Vertiefung paßt
die anzuheizende Wärmeplatte q., die beispielsweise aus etwa 8 bis io mm starkem
Gußmessing, Bronze od. dgl. besteht. Dieses Heizgerät wird zur Vermeidung von Wärmeverlusten
durch Abstrahlung mit einem Deckel verschlossen. In der Unterseite dieses Deckels
oder an einer anderen geeigneten Stelle ist ein Bimetallregler 8 angeordnet, wie
solche in bekannten Ausführungen zur Temperaturbegrenzung elektrischer Heiz- und
Kochgeräte üblich sind. In anderer Ausführungsform kann die Anordnung speziell auch
so gebaut werden, daß die Heizwicklung oben im Deckel liegt, oder daß die zu erhitzenden
Einlegeplatten von unten und oben geheizt werden.
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Der Bimetallregler wird als Wechselschalter 8 (Abb. 2,a und
:2b) ausgebildet, welcher wechselweise die Heizwicklung 2 unter Strom setzt
oder die Heizwicklung abschaltet und statt dessen eine außen an demUnterteil i angeordneteSignallampe6
einschaltet, sobald die Warmhalteplatte eine bestimmte Temperatur erreicht hat.
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Das Gerät wird durch einen Netzstecker über eine Steckerschnur an
die Steckdose angeschlossen. Im Gerät kann-ein Schalter 7 vorgesehen sein, durch
den es eingeschaltet wird.
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Die Schaltung der oben beschriebenen Anordnung ist aus Abb. 2 ersichtlich.
Im Fall 2 a ist Schalter 7 eingeschaltet, die Heizwicklung steht unter Strom, weil
der Bimetallschalter 8 die Verbindung zum Netz so lange herstellt, bis die Platte
q. eine vorbestimmte Temperatur erreicht, wodurch der B2-metallstreifen 8 in an
sich bekannter Weise die Heizwicklung :2 abschaltet und dafür die im Nebenschluß
liegende Signallampe 6 einschaltet. Diese zweite Schaltstellung ist in Abb. 2b dargestellt.
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Die beschriebene Schaltung bezweckt einmal die Begrenzung der Temperatur
der Platte q. auf ein zweckbedingtes Ausmaß und zweitens die Anzeige des Erreichens
der geforderten Temperatur der Warmhalteplatte und der Beendigung des Aufheizvorganges
durch Aufleuchten der Signallampe. Solange die Signallampe brennt, steht also die
Heizwicklung nicht unter Strom.
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Werden die Einlegeplatten nicht entnommen, so sinkt deren Temperatur
nach einiger Zeit naturgemäß wüeder so weit ab, daß der Bimetallschalter wieder
auf die Heizwicklung umschaltet. Dann erlischt die Signallampe. Diese Wechselwirkung
ist besonders nützlich für den Gebrauch des Gerätes in Gaststätten.
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Abb. 3 zeigt den für die Benutzung am Eßtisch usw. vorgesehenen Keramikteller
i mit eingelegter aufgeheizter Wärmeplatte q..
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Das Heizgerät kann so gebaut werden, daß es auch mehrere Einlegeplatten
gleichzeitig aufnehmen kann.