DE9320067U1 - Trainingsgerät - Google Patents
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Classifications
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Description
G 38 G 1
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PATENTANWÄLTE
Beschreibung:
Die Erfindung bezieht sich auf ein Trainingsgerät, bei welchem wenigstens ein Betätigungeselement durch Ziehen, Drücken
5 oder Schwenken gegen eine z.B. durch ein Gegengewicht bedingte Gegenkraft zum Beüben bestimmter Muskelpartien bewegbar
ist.
Bei bekannten Trainingsgeräten dieser Art werden gezielt einzelne Muskelpartien unabhängig voneinander beübt, beispielsweise
einzelne Muskeln der Rückenmuskulatur oder der Brustmuskulatur oder der Schultermuskulatur oder der Armmuskulatur
oder der Bauchmuskulatur oder der Oberschenkelmuskulatur oder der Gesäßmuskulatur oder der Wadenmuskulatur. Dies
wird durch Absolvieren einer speziellen Übung an einem Trainingsgerät erreicht, oder auch zeitversetzt von z.B. zwei
unterschiedlichen Übungen.
Es gibt auch sogn. Kardiogeräte, wie Ergometer, Laufbänder,
Treppensteiggeräte{ Rudergeräte etc., bei welchen z.B. zwei
Übungen ausgeführt werden können. Hierbei werden jedoch nicht bestimmte Muskelgruppen beübt, es handelt sich also nicht um
sogn. Kraft- oder Bodybuilding-Geräte; vielmehr dienen die sogn. Kardiogeräte nur der Ertüchtigung von Herz und/oder Kreislauf.
Die auszuführenden Bewegungen sind auch nicht zwangskoordiniert. So kann beispielsweise bei einem
Fahrradergometer mit Armbetätigung neben dem eigentlichen Tretvorgang mit den Fußpedalen unabhängig davon ein Hin- und
Herbewegen von Hebeln mit den Armen ausgeführt werden. Bei sogn. SkilanglaufSimulatoren können die Füße vor- und zurückgleiten
und die Hände an seitlich befestigten Griffen gegen einen Widerstand vor- und zurückgeführt werden. Bei sogn.
Steiggeräten, bei welchen ein Klettervorgang simuliert wird,
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ziehen die Hände gegen einen Widerstand zwei Griffe herunter, die Füße kann man auf Bügeln hochbewegen und wieder absinken
lassen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Trainingsgerätes, bei welchem mindestens zwei unabhängige Trainingsübungen
(Bewegungen) miteinander derart koppelbar bzw. gekoppelt sind, daß von dem Übenden beide (oder mehr) Bewegungen
gleichzeitig ausgeführt werden können bzw. müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch
gelöst, daß das wenigstens eine Betätigungselement mit wenigstens einem Bewegungselement derart gekoppelt ist, daß bei
Krafteinleitung von der Trainingsperson in das Betätigungselement durch ein Körperteil oder eine Körperpartie und die
dadurch bedingte Lageveränderung des Betätigungselements gleichzeitig die Lage des Bewegungselements verändert und die
Lageveränderung des Bewegungselements in eine Bewegung eines anderen Körperteils oder einer anderen Körperpartie umgesetzt
wird.
Auf diese Weise können z.B. neben den Eigenschaften einer
Kraftmaschine mit einer Kräftigung einzelner Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenken oder dgl. auch die Eigenschaften eines Kardiogerätes
mit einer Kräftigung des Herzens und des Kreislaufes sowie eine Verbesserung der Lungenkapazität und dgl.
erreicht werden.
Dabei können das wenigstens eine Betätigungselement als auch das wenigstens eine Bewegungselement eine Linearbewegung oder
eine Schwenkbewegung oder Kombinationen solcher Bewegungen ausführen. Die zu überwindende Gegenkraft kann beispielsweise
durch Anheben eines Gegengewichts erzeugt werden, der Kraftwiderstand kann aber beispielsweise auch als Federkraft,
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Motorkraft, mittels einer Wirbelstrombremse, pneumatisch, hydraulisch oder dgl., elektrisch gesteuert oder ungesteuert,
aufgebracht werden. Unter Körperteil und Körperpartie können beispielsweise Arme oder Beine oder deren Teile, Rumpf, Bekken
und dgl. verstanden werden. Die Kopplung zwischen Betätigungselement und Bewegungselement ist vorzugsweise mechanisch,
sie kann jedoch beispielsweise auch elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch sein. Dabei sind drei Hauptgruppen
von erfindungsgemäßen Trainingsgeräten denkbar, je nachdem, welche Art von Bewegung das jeweilige Betätigungselement bzw.
das jeweilige Bewegungselement ausführt: Bei der ersten Gerätegruppe erfolgen Schwenkbewegungen um &eegr; Achsen, wobei &eegr;
> 2, bei der zweiten Gerätegruppe erfolgen Schwenkbewegungen um &eegr; Achsen zwangsgekoppelt kombiniert mit m Linearbewegungen,
wobei n, m > 1 , und bei der dritten Gerätegruppe werden m Linearbewegungen miteinander zwangsgekoppelt kombiniert,
wobei m > 2. Die Zwangskoppelung kann selbstverständlich lösbar sein, so daß mit demselben Gerät auch Einzelübungen ausgeführt
werden können. Es ist ferner möglich, die Betätigungselemente derart zu koppeln, daß die Krafteinleitung
wahlweise an dem einen oder anderen Element erfolgt, wodurch die beiden Elemente ihre Funktion tauschen.
Mit der Erfindung wird erstmals eine Kraftmaschine vorgeschlagen,
mit welcher nicht nur eine Übung, bei welcher gezielt eine bestimmte Muskelpartie beübt wird, ausgeführt
werden kann, sondern zeitgleich zwei oder mehrere Übungen für unterschiedliche Körperpartien zwangsläufig ausgeführt werden,
indem bei dem Trainingsgerät ein ausgeklügeltes System von zwangsgeführten oder einzeln geführten Seilzug-, Kettenzug-,
Hebel- oder Bügelorganen vorgesehen ist. Dabei werden mehrere Muskelgruppen gleichzeitig in sogn. Muskelschlingen
auftrainiert, wodurch eine wesentlich physiologischere Belastung des Organismus der Trainingsperson erreicht wird. Da-
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durch können vollständige physiologische Bewegungsmuster beübt werden, ohne dabei falsche Bewegungen durchführen zu
können, da solche die Maschine nicht zuläßt. Einzelne Muskelgruppen können über einen größeren Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus
auftrainiert werden, was bisher nicht der Fall war. Bei den bisherigen Kraftgeräten besteht die Gefahr, daß die einzelnen
Muskelgruppen nicht über den gesamten Dehnungs-Verkürzungszyklus trainiert werden, so daß im Alltag ein erhebliches
Verletzungspotential besteht. Mit dem erfindungsgemäßen Gerät können nun erstmals die gelenksichernden Muskelgruppen
in Kombination mit komplexen Bewegungen auftrainiert und gekräftigt werden. Insbesondere ist es möglich, daß beim
Training an einer erfindungsgemäßen Maschine die Grenze von 1/6 der Gesamtmuskelmasse der Trainingsperson überschritten
wird, wodurch zwangsläufig bei jeder Übung gleichzeitig die Muskelausdauer und vor allem das Herz/Kreislauf-System trainiert
werden. Aufgrund der intensiveren Übungsweise kann die Trainingszeit erheblich verkürzt werden im Vergleich zu gesondertem
Kraft- und Ausdauertraining. Durch die erheblich Zeiteinsparung wird ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, mit
dem Kraftsport zu beginnen. Aufgrund der Verkürzung der Durchlaufzeiten von Trainingspersonen in Sportanlagen können
diese ohne Wartezeiten von einer größeren Anzahl von Trainingspersonen pro Zeiteinheit genutzt werden. Trotz steigender
Mitglieder in Sportvereinen brauchen die Sportanlagen dadurch nicht so schnell erweitert zu werden.
Das wenigstens eine Betätigungselement kann von einem Körperteil bzw. von einer Körperpartie, wie beispielsweise von den
Armen und/oder den Beinen und/oder dem Rücken und/oder dem Becken betätigbar sein.
Das wenigstens eine Bewegungselement kann eine Rumpfbewegung,
vorzugsweise eine Rumpfbeugebewegung, und/oder eine Beckenbe-
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patentanwälte
wegung, vorzugsweise eine Beckenaufrichtbewegung, der Trainingsperson
erzwingen.
Insbesondere kann das wenigstens eine Betätigungselement ein mit den Armen über den Kopf der Trainingsperson schwenkbarer
Überzugbügel sein, dessen Schwenkachse vorzugsweise der Schultergelenkdrehachse der Trainingsperson zugeordnet ist.
Dadurch wird eine Einkopplung von unerwünschten Drehmomenten in das Glenoidalgelenk vermieden.
Das eine Bewegungselement ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein Schwenksitz, wobei die Sitzschwenkachse
vorzugsweise der Beckenflexionsachse der Trainingsperson zugeordnet ist und bei Krafteinleitung in das
Betätigungselement dadurch eine Beckenaufrichtung der Trainingsperson
erzwungen wird.
Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal schwenkt bei Krafteinleitung
in das Betätigungselement als weiteres Bewegungselement die Rückenlehne des Schwenksitzes um eine Rückenlehnenachse.
Diese ist vorteilhafterweise der Rumpfflexionsachse
der Trainingsperson zugeordnet, wodurch bei Krafteinleitung von der Trainingsperson in das Betätigungselement eine Rumpfbeugung
der Trainingsperson erzwungen wird.
Dem Betätigungselement ist vorzugsweise eine, z.B. auf der Betätigungselement-Schwenkachse angeordnete Exzenterscheibe
zugeordnet, über welche ein Zugorgan für das Gegengewicht geführt ist. Hierdurch wird erreicht, daß über den gesamten
Auslenkweg des Betätigungselements die Gegenkraft an den Bewegungsablauf anpaßbar ist, z.B. am Anfang der Schwenkbewegung
niedriger, und zum Ende hin höher.
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Um dem Bewegungselement bei Krafteinleitung in das Betätigungselement
die erforderliche Schwenk- oder Linearbewegung zu übermitteln, kann z.B. ein Kurbelgetriebe eingesetzt sein,
vorzugsweise mit veränderbaren Übersetzungsverhältnissen in Anpassung an die Trainingswünsche der Trainingsperson. Es
können z.B. auch Kettengetriebe eingesetzt werden.
Bei einem besonderen Trainingsgerät nach der Erfindung sollen beim Verschwenken des Überzugbügels mit den Armen nach vorne
in einem Kreisbogen gleichzeitig der Schwenksitz nach vorne/ oben zur Anhebung des Beckenbereichesund die Rückenlehne nach
vorne zur Rumpfbeugung geschwenkt werden. Hierdurch ergibt sich eine harmonische Bewegungskombination im Schulter-,
Rücken- und Beckenbereich, wodurch ein physiologischeres und wirksameres Training erreicht wird.
Zur Berücksichtigung unterschiedlicher Körpergröße der Trainingsperson
kann der Schwenksitz höhenverstellbar sein.
Weitere Ziele, Merkmale und Anwendungsmoglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Dabei bilden
alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand
der Erfindung, auch unanhängig von deren Zusammenfassung in Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 ein die Erfindung aufweisendes Trainingsgerät
mit drei parallelen Bewegungsachsen schematisch in Seitenansicht,
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Fig. 2 das Trainingsgerät von Fig. 1 schematisch in Vorderansicht, und
Fig. 3a
u. 3b vergrößerte Einzeldarstellungen der Kurbeltriebe zwischen je zwei Bewegungsachsen.
Bei dem speziell als Ausführungsbeispiel dargestellten Trainingsgerät
ist eine harmonische Kopplung zwischen einer Überzugübung mit den Armen, einer Rumpfbeugung und einer Beckenaufrichtung
verwirklicht, so daß der Rückenbereich, der Brustbereich und der Abdominalbereich gleichzeitig zwangsgekoppelt
auftrainiert werden. Hierzu ist ein Kopplungssystem zwischen einem Betätigungselement 1 und zwei Bewegungselementen
3, 4 vorgesehen, nämlich zwischen einem um eine Bügelschwenkachse 5' schwenkbarer Überzugbügel 1' als Betätigungselement
1 , einem um eine Sitzschwenkachse 6 schwenkbaren Schwenksitz 3' als einem Bewegungselement 3 sowie einer um
eine Rückenlehnenschwenkachse 7 schwenkbaren Rückenlehne 4' als Bewegungselement 4. Aufgrund der Zwangskopplung wird
erreicht, daß die Bügelschwenkachse 5 nicht stationär ist, sondern während der Übung und somit Beugung des Oberkörpers
nach vorn der Schultergelenkdrehachse der Trainingsperson folgt, um eine Übereinstimmung von Körper- und Maschinendrehachse
beizubehalten, und zwar aufgrund des Umstandes, daß der Schwenksitz 3' bei Betätigung des Überzugbügels 1' nach vorne
systemgeführt nach oben und gleichzeitig nach vorne schwingt. Die Lage der einzelnen in einem gemeinsamen Gerätegestell 37
aufgenommenen Bewegungsachsen 5', 6, 7 ist dabei so ausgewählt, daß drei Maschinendrehachsen (für den Überzugbügel,
für die Rückenlehne und für den Schwenksitz) entsprechenden Körperachsen der Trainingsperon zugerechnet sind. Der
Schwenksitz 3' ist mittels einer Verstelleinrichtung 10 höhenverstellbar in Anpassung an die Körpergröße der jeweiligen
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Keil&Schaafhausen
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Trainingsperson. Zu diesem Zweck ist der Schwenksitz 3' auf einem verstellbaren Aufnehmer 11 gelagert. Der Aufnehmer 11
kann durch Drehen eines Handrades 12 in Anpassung an die Körpergröße der Trainingsperson höhenverstellt werden.
5
5
Das Trainieren geschieht wie folgt:
Zum Einstieg in das Trainingsgerät betätigt die Trainingsperson bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Ein-
stiegshilfe 13, mit Hilfe welcher über ein Hebelgestänge 14
der Überzugbügel 1' so weit nach oben vorn geschwenkt wird, daß die Trainingsperson nach dem Platznehmen auf dem Schwenksitz
3' und Anlehnen mit ihrem Rücken an die Rückenlehne 4' den Überzugbügel 1' bequem ergreifen kann. Dabei ist die
Ausgangslage des Überzugbügels 1' mittels Stellscheiben 38, 39 vorwählbar. Durch Drücken der Einstiegshilfe 13 schwenkt
der Überzugbügel 1' zum Zwecke des Ergreifens nach vorne. Während der Übung finden die Füße der Trainingsperson auf
einer Fußplatte 15 als Abstützung Platz.
Mit ihren Armen schwenkt dann die Trainingsperson den Überzugbügel
1' in einem Kreisbogen nach vorne. Aufgrund der noch näher zu beschreibenden Kopplung mit dem Schwenksitz 3' und
der Rückenlehne 4' schwenkt ersterer mit der Sitzfläche nach vorne oben, und zwar um eine Sitzschwenkachse 6, und die Rükkenlehne
4' nach vorne, und zwar um eine Rückenlehnenachse 7. Der Überzugbügel 1' sitzt drehfest auf der Bügelschwenkachse
5', auf welcher gleichzeitig eine Exzenterscheibe 8 festgelegt ist. Beim Verschwenken des Überzugbügels 1' nach vorne
(in Fig. 1 nach links) wickelt sich ein an dem Exzenter 8 festgelegtes ketten- oder seilförmiges Zugorgan 9 auf dem
Umfang der Exzenterscheibe 8 auf. Das Zugorgan 9 ist über mehrere Rollen 36 zu einem Gegengewicht 2 geführt, welches,
in auswählbare Teilgewichte unterteilt, in einem Gewichtsturm
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16 senkrecht an Stangen 17 geführt ist und sich in Ruhelage auf Federpaketen 18 abstützt. Bei der Schwenkbewegung des
Überzugbügels 1' nach vorne muß also gegen das Gegengewicht 2 gearbeitet werden.
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Fig. 3a veranschaulicht die mechanische Bewegungskopplung zwischen Bügelschwenkachse 5', auf welcher der Überzugbügel
1' festgemacht ist, und Rückenlehne 4' mit zugeordneter Rükkenlehnenachse
7. Da die Exzenterscheibe 8 auf der Bügelschwenkachse 5' fest sitzt, dreht sich der Exzenter 8 mit der
Schwenkbewegung des Überzugbügels 1 ' um die Bügelschwenkachse 5' nach vorne. An dem Exzenter 8 ist exzentrisch ein seitlich
wegragender Bolzen 19 angebracht, auf dem ein Hebel 20 drehbar gelagert ist. Mit dem Hebel 20 ist ein weiterer Hebel 21
gelenkig verbunden. Der Hebel 21 dreht sich entsprechend dem Längenverhältnis der Hebel 20, 21 und der Exzentrizität des
Bolzens 19 und zieht einen Hebel 22 mit, da die Hebel 21 und 22 mit einer gemeinsamen Buchse 23 fest verbunden sind, welche
auf einer Zwischenwelle 24 drehbar gelagert ist. An dem Hebel 22 ist seinerseits ein Hebel 25 angelenkt, welcher mit
einem Hebel 26 einen weiteren Kurbeltrieb bildet. Die Hebel 25 und 26 sind beide mit einer drehbar auf der Bügelschwenkachse
5' gelagerten Buchse 27 fest verbunden. Auf diese Weise wird die Drehbewegung des Hebels 25 verhältnismäßig (durch
Festlegung des Hebellängen-Verhältnisses) in eine Drehbewegung des Hebels 26 umgesetzt. Die Rückenlehne 4' ist mit dem
Hebel 26 fest verbunden und dadurch relativ zu der Rückenlehnenachse 7 schwenkbar gelagert. Die Schwenkbewegung des Überzugbügels
1 ' wird über die Kurbeltriebe somit verhältnismäßig in eine Vorwärtsbewegung der Rückenlehne 4' umgesetzt, wodurch
eine Rumpfbeugung der Trainingsperson erzwungen wird. Aufgrund der dargestellten Konstruktion schwenkt die Bügelschwenkachse
5' mit nach vorne; somit bleibt die Bügel-
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schwenkachse 5' zu der Schultergelenkdrehachse während der Übung ausgerichtet.
Die Kurbeltrieb-Anordnung nach Fig. 3b veranschaulicht die
Umsetzung der Schwenkbewegung des Überzugbügels 1' in eine Schwenkbewegung des Schwenksitzes 3' nach vorne oben. Exzentrisch
zu der Bügelschwenkachse 5' ist ein seitlich wegragender Bolzen 28 mit der Exzenterscheibe 8 verbunden. An dem
Bolzen 28 ist ein Hebel 29 angelenkt, der seinerseits gelenkig mit einem weiteren Hebel 30 verbunden ist. Der Hebel 30
und ein weiterer Hebel 32 sind fest mit einer Buchse 31 verbunden, welche drehbar auf einer Zwischenwelle 33 gelagert
ist. Das freie Ende des Hebels 32 ist seinerseits gelenkig mit einem Hebel 34 verbunden, welcher über ein weiteres Gelenk
mit einem Hebel 35 in Verbindung steht. Der Hebel 35 ist andererseits drehfest mit der Sitzschwenkachse 6 verbunden.
Entsprechend den Hebelverhältnissen wird somit die Schwenkbewegung des Überzugbügels 1' in eine Drehbewegung der Sitzschwenkachse
6 überführt, wodurch beim Schwenken des Überzugbügeis 1' nach vorne der Schwenksitz 3' mit seiner Sitzfläche
nach vorne oben geschwenkt wird, um den Beckenbereich der Trainingsperson anzuheben.
Die Hebelverhältnisse können an die jeweiligen Trainingsverhältnisse
angepaßt werden.
Bei dem darstgestellten speziellen erfindungsgemäßen Trainingsgerät
wird also die klassische Überzugbewegung mit einer Rumpfvorbeugebewegung und einer Beckenaufrichtbewegung so
kombiniert, daß alle drei Bewegungen gleichzeitig erfolgen., Hierzu weist das Trainingsgerät Bewegungsachsen auf, welche
der Schultergelenkdrehachse, der Rumpfflexionsachse und der Beckenflexionsachse zugeordnet sind. Da sich bei der Übung
die Schultergelenkdrehachse um die Rumpfflexionsachse bewegt,
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wird auch die Bügelschwenkachse 5' entsprechend um die Rükkenlehnenachse
7 bewegt. Hierdurch wird eine Einkupplung von unerwünschten Drehmomenten in das Glenoidalgelenk vermieden.
Bei Benutzung des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes wird ein
vollständiges Auftrainieren der schulterblattstellenden Muskelgruppen
gewährleistet. Dabei können alle Anteile des m.serratus anterior aus der völlig gestreckten Position bis
zur maximalen Verkürzung beübt werden. Weiterhin werden die Zwischenrippenmuskeln sowie sämtliche Atemhilfsmuskeln physiologisch
trainiert und gekräftigt. Die Brustkorbdehnung und -kontraktion ist in einer vollständigen Art und Weise durchführbar.
Dadurch werden auch die sternalen und vertebralen Rippengelenke durch alternierende Druckwechsel-Belastungen
physiologisch beansprucht und somit funktionsfähig gehalten.
Aufgrund der Kopplung der drei Teilbewegungen kann außerdem die gesamte Umgurtung des Bauchraumes physiologisch trainiert
werden. Im einzelnen können dadurch der m.obliqus externus et internus, der m.transversus sowie alle Ansätze des m.rectus
abdominis gekräftigt werden. Die kombinierte Bewegung trainiert neben den oben aufgeführten Muskelgruppen auch die
Rücken- bzw. Schultergürtelmuskeln, die an der Schulterextension beteiligt sind. Unter anderem ist dies der m.latissimus
dorsi, der über die fascia thoracolurnbalis einen wesentlichen Zugmechanismus auf die Wirbelsäule ausübt. Da die Muskeln für
die Bauchumgurtung gleichzeitig mit dem m. latissimus dorsi
gekräftigt werden, ist durch ein Training an dem erfindungsgemäßen Gerät eine außergewöhnlich hohe Entlastung der Wirbelsäule
im Alltag zu erreichen. Die seitlichen Bauchmuskeln und der m.latissimus dorsi sind die zwei wichtigsten Muskelgruppen,
welche die Last bei jedwedem Hebevorgang gleichmäßig auf Wirbelsäule und Becken verteilen und dadurch die Wirbelsäule
vor zu hohen Spitzenbelastungen schützen. Insofern wird durch ein Training an dem erfindungsgemäßen Gerät eine akti-
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ve, schonende und anhaltende Prävention in Bezug auf Rückenbeschwerden
vollzogen.
Durch ein Training mit dem erfindungsgemäßen Gerät können
drei Einzelbewegungen, welche bisher nur getrennt an drei verschiedenen Maschinen geübt werden konnten, in einer einzigen
Übung durchgeführt werden. Hieraus resultiert zum einen ein erheblicher Zeitgewinn für den Trainierenden. Er kann in
kürzerer Zeit und mit einer geringerern Anzahl von Geräten diesselben Muskelgruppen effektiv trainieren. Zum zweiten
können durch das Training mit dem erfindungsgemäßen Gerät
größere Muskelschlingen in Einsatz gebracht werden. Dadurch ergibt sich für den Trainierenden ein hoher Trainingsreiz für
koordinative und motorische Fähigkeiten. Außerdem werden faszilierende Techniken (PNF) günstig ausgenutzt. Zum dritten
hat das Training an dem erfindungsgemäßen Gerät einen höheren kreislauffördernden Effekt als an den entsprechenden Einzelgeräten.
Es wird mehr Muskulatur gleichzeitig belastet und dadurch das Herz/Kreislauf-System überhaupt erst überschwellig
beansprucht. Das erfindungsgemäße Gerät kann dadurch neben dem typischen Einsatz als Krafttrainingsgerät auch als
reines Kraftausdauertrainingsgerät sowie auch als ein Kardio-Ausdauertrainingsgerät
eingesetzt werden. Somit ergibt sich eine Vielfalt von unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten in
Sportanlagen, Rehabilitationszentren und Kliniken.
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PATENTANWÄLTE
Bezugszeichenliste:
1 Betätigungselement; 1' Überzugbügel
2 Gegengewicht
3 Bewegungselement; 3' Schwenksitz
4 Bewegungselement; 4' Rückenlehne
5 Betätigungselement-Schwenkachse; 5' Bügelschwenkachse
6 Sitzschwenkachse
7 Rückenlehnenschwenkachse 8 Exzenterscheibe
9 Zugorgan
10 Verstelleinrichtung
11 Aufnehmer
12 Handrad
13 Einstiegshilfe
14 Hebelgestänge
15 Fußplatte
16 Gewichtsturm
17 Stangen
18 Federpakete
19 Bolzen
20 Hebel
21 Hebel
22 Hebel 23 Buchse
24 Zwischenwelle
25 Hebel
26 Hebel
27 Buchse 28 Bolzen
29 Hebel
30 Hebel
31 Buchse
32 Hebel
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| 33 | Zwischenwelle |
| 34 | Hebel |
| 35 | Hebel |
| 36 | Rollen |
| 37 | Gerätegestell |
| 38 | Stellscheibe |
| 39 | Stellscheibe |
Claims (14)
1. Trainingsgerät, bei welchem wenigstens ein Betätigungselement
(1) durch Ziehen, Drücken oder Schwenken gegen eine z.B. durch ein Gegengewicht (2) bedingte Gegenkraft zum Beüben
bestimmter Muskelpartien bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Betätigungselement (1) mit
wenigstens einem Bewegungselement (3, 4) derart gekoppelt ist, daß bei Krafteinleitung von der Trainingsperson in das
Betätigungselement (1) durch ein oder mehrere Körperteile und/oder eine oder mehrere Körperpartien und die dadurch
bedingte Lageveränderung des Betätigungselements (3, 4) gleichzeitig die Lage des Bewegungselements (3, 4) verändert
und die Lageveränderung des Bewegungselements (3, 4) in eine 5 Bewegung wenigstens eines anderen Körperteils oder wenigstens
eine andere Körperpartie umgesetzt wird.
2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Betätigungselement (1) Bewegungselement und/oder das
Bewegungselement (3, 4) Betätigungselement ist.
3. Trainigsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Betätigungselemente (1) mit
einem oder mehreren Bewegungselementen (3, 4) zwangsgekoppelt sind.
4. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (1) einem Körperteil
und/oder einer Körperpartie, wie beispielsweise von von den Armen und/oder den Beinen und/oder dem Rücken und/oder
dem Becken betätigbar ist.
5. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Bewegungselement (3,
G 38 G 1
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PATENTANWÄLTE
4) eine Rumpfbewegung, vorzugsweise eine Rumpfvorbeugebewegung,
und/oder eine Beckenbewegung, vorzugsweise eine Beckenaufrichtbewegung, der Trainingsperson erzwingt.
6. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Betätigungselement
(1) ein mit den Armen über den Kopf der Trainingsperson schwenkbarer Überzugbügel (1') ist, dessen Bügelschwenkachse
(5') der Schultergelenkachse der Trainingsperson zugeordnet ist.
7. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das eine Bewegungselement (3) ein Schwenksitz (3') ist.
8. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzschwenkachse (6) der Beckenflexionsachse
der Trainingsperson zugeordnet ist und dadurch bei Krafteinleitung in das Betätigungselement (1) eine Beckenaufrichtung
erzwungen wird.
9. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Krafteinleitung in das Betätigungselement
(1) als weiteres Bewegungselement (4) die Rückenlehne (4') des Schwenksitzes (3') um eine Rückenlehnenschwenkachse
(7) schwenkt.
10. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückenlehnenschwenkachse (7) der Rumpfflexionsachse der Trainingsperson zugeordnet ist und
dadurch bei Krafteinleitung eine Rumpfvorbeugung erzwungen wird.
G 38 G 1
- 17 - KEIL&SCHAAFHAUSEN
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11. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Betätigungselement (1) eine z.B. auf der Betatigungselementschwenkachse (5) angeordnete
Exzenterscheibe (8) zugeordnet ist, über welche ein Zugorgan
(9) für das Gegengewicht (2) geführt ist.
12. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Betätigungselement
(1) und das wenigstens ein Bewegungselement (3, 4) über wenigstens einen Kurbelbetrieb miteinander gekoppelt
, sind.
13. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Schwenken des Überzugbügels (1') mit den Armen nach vorne in einem Kreisbogen der
Schwenksitz (3') nach vorne/oben und die Rückenlehne (4') nach vorne geschwenkt werden.
14. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenksitz (3') höhenverstellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9320067U DE9320067U1 (de) | 1993-12-29 | 1993-12-29 | Trainingsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9320067U DE9320067U1 (de) | 1993-12-29 | 1993-12-29 | Trainingsgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9320067U1 true DE9320067U1 (de) | 1994-04-21 |
Family
ID=6902629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9320067U Expired - Lifetime DE9320067U1 (de) | 1993-12-29 | 1993-12-29 | Trainingsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9320067U1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2131306A (en) * | 1982-12-06 | 1984-06-20 | Marcy Gymnasium Equip | Exercising apparatus |
| DE9213188U1 (de) * | 1992-09-30 | 1992-11-26 | Keller Fitness- und Bodybuilding-Gerätevertrieb, 7959 Balzheim | Muskeltrainingsgerät |
-
1993
- 1993-12-29 DE DE9320067U patent/DE9320067U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2131306A (en) * | 1982-12-06 | 1984-06-20 | Marcy Gymnasium Equip | Exercising apparatus |
| DE9213188U1 (de) * | 1992-09-30 | 1992-11-26 | Keller Fitness- und Bodybuilding-Gerätevertrieb, 7959 Balzheim | Muskeltrainingsgerät |
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