DE9316125U1 - Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
ANR 17 17 332
2520-11-DE
Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile
einer Brennkraftmaschine
Die Neuerung betrifft eine Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung
zweier Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine, bestehend aus einer von einem Nocken einer Nockenwelle beaufschlagten Brücke, die in ihren
Endbereichen mit Ventilschaftenden der Gaswechsel ventile in Kontakt
steht, wobei in der Brücke ein drehbar gelagerter Nockengegenläufer angeordnet ist.
Eine derartige Einrichtung ist aus der WO 92/10 650 vorbekannt. Bei
dieser Einrichtung verläuft die Brücke in Nockenwellenrichtung, wobei
beidendig dieser, zwei in Ventilrichtung offene Bohrungen angeordnet
sind. In diesen Bohrungen ist je ein hydraulisches Spielausgleichselement
angeordnet, welches mit seiner einen Stirnseite einem Ventilschaf tende eines Gaswechselventil zugeordnet ist. In etwa mittig zu
einer gedachten Quermittelebene der Brücke ist in dieser eine Rolle angeordnet, die mit einem Nocken einer Nockenwelle zusammenwirkt. Bei
dieser Einrichtung ist durch die mittig angeordnete und ballig ausgeführte Rolle eine Verkippung der Brücke in ihren Führungen bzw. eine
Verkippung der Spielausgleichselemente in den Bohrungen nicht auszuschließen. Hervorgerufen wird dies durch toleranzbehaftete Federkräfte
der Ventilfedern, welche lediglich im Idealfall bei gleicher Länge eine gleiche Federkraft aufweisen. Des weiteren wirken sich auch
negativ die gegebenenfalls asymmetrisch zur gedachten Quermittelebene
angeordneten Ventilschaft- und Spielausgleichselementbohrungen aus.
Diese unterschiedlichen Federkräfte bewirken ein Moment um einen
RollenaufStandspunkt am jeweiligen Nocken. Die Verkippung kann die
tribologischen Bedingungen am Ventiltrieb verschlechtern. Dies kann sich wiederum negativ auf dessen dynamisches Verhalten auswirken.
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Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die konstruktiv bedingten Nachteile der Verkippung der Brücke auf ein Minimum reduziert sind,
wobei gleichzeitig auf vorhandenen Bauraum und bisher ausgeführte Ventiltriebsteile zurückgegriffen werden soll.
Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Nockengegenläufer
aus zwei in Nockenwellenrichtung gesehen zueinander beabstandeten Rollen besteht. Durch diese Lösung ist der durch die unterschiedliehen
Ventilfederkräfte hervorgerufene Kippmoment der Brücke in ihren
Führungen auf ein Minimum reduziert, da der Drehpunkt der Brücke in Längsrichtung dieser beabstandet zu der oben gedachten Längsmittelebene durch den Nocken verläuft. Somit ist der Hebelarm von der Ventilachse
zur betreffenden Rolle in der Brücke verkürzt. Eine Verkippung der Brücke kann nur durch extrem höhere Ventilfederkraftdifferenzen
als beim Stand der Technik beschrieben auftreten. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Neuerung ist es, daß bisher ausgeführte
Nockenwellen mit jeweils einem Nocken für jede Brücke verwendet werden
können und auf aufwendige, auch bauraumbeanspruchende Maßnahmen am
Zylinderkopf verzichtet werden kann. Zugleich kann die Toleranz der Brückenführung "entfeinert" werden. Die hier vorgeschlagene Lösung
setzt voraus, daß die betreffenden Nocken ohne Schrägschliff ausgeführt
werden (siehe Anspruch 3) und die jeweilige Rolle in jeder Brücke möglichst durch eine Auswahlpaarung mit kleinstmöglichster
Durchmesserdifferenz in der Brücke montiert sind. Auch sollte die Einbaulage der Rollenachse eng toleriert werden. Durch die obengenannte
erfindungsgemäße Lösung wird der Verschleiß an den Führungen und
die Ventiltriebsreibung beträchtlich reduziert. Denkbar und in den
Schutzumfang mit einbezogen ist auch eine Lösung, bei der anstatt der hier vorgeschlagenen Doppelrollen eine gegenüber bisherig ausgeführten
Rollen extrem breite Rolle in der Brücke appliziert wird.
Eine erste Ausführungsform der Neuerung beschreibt, daß die Rollen auf
einem gemeinsamen Bolzen über eine Nadel lagerung in etwa mittig in der Brücke eingebaut sind, wobei sie die Brücke nicht oder nur geringfügig
überragen. Durch die Nadel lagerung ist eine schmalbauende Ausführung der Brücke garantiert, wobei auf bisher ausgeführte Bolzen zurückge-
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griffen werden kann. Gegebenenfalls ist es möglich, auch eine Gleitlagerung
der Rolle in der Brücke vorzusehen, wobei entweder die Rolle mit ihrer Mantelfläche in einer Kalotte der Brücke drehbar angeordnet
ist oder auf die Nadeln zur Lagerung auf dem Bolzen verzichtet wird.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Mantelfläche des Nockens
parallel zur Axial linie der Nockenwelle ausgerichtet, das heißt es wird auf den bisher üblichen Schrägschliff des Nockens verzichtet. Die
jeweilig zugeordneten Rollen können jedoch weiterhin ballig ausgeführt
werden.
Schließlich können die Rollen und/oder die Brücke auch aus einem Leichtbauwerkstoff, beispielsweise Aluminium oder (faserverstärktem)
Kunststoff hergestellt werden, wobei auch Maschinenbaukeramik denkbar wäre. Durch diese Lösung ist ein weiterer Beitrag zur Minimierung der
Ventiltriebsreibung geleistet.
Bei der hier vorgeschlagenen Lösung ist es vorgesehen, hydraulische
Spielausgleichselemente in der Brücke anzuordnen, jedoch ist auch eine "mechanische" Variante, d. h. ohne diese Elemente, denkbar.
Die Neuerung bezieht sich nicht nur auf die hier beschriebene Brükkenanordnung.
Denkbar ist diese Rolle auch für jegliche Verbindungsglieder zwischen Nockenwelle und Ventil, beispielsweise Gabelschlepp-
oder Kipphebel.
Die Neuerung ist nicht nur auf die Merkmale ihrer Ansprüche beschränkt.
Denkbar und vorgesehen sind auch Kombinationen einzelner Anspruchsmerkmale und Kombinationen einzelner Anspruchsmerkmale mit
dem in den Vorteilsangaben und zum Ausgestaltungsbeispiel Offenbarten.
Die Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
und
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Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie H-II der Figur 1.
In Figur 1 ist eine Einrichtung im Längsschnitt dargestellt, bei der
in einem Zylinderkopf 1 zwei nebeneinander angeordnete Gaswechselventile
2, die in herkömmlicher Weise in Ventilführungen 3 gleitend
gelagert sind, durch Ventilfedern 4 in geschlossener Position gehalten werden. Diese beiden Gaswechselventile 2 werden dadurch gleichzeitig
betätigt, daß gegen ihre Ventilschaftenden beispielsweise hydraulische Spielausgleichselemente 5 anliegen, die in entgegengesetzten Enden
einer balkenförmigen Brücke 6 längsverschieblich angeordnet sind.
In Figur 1 ist das rechte Spielausgleichselement im Schnitt dargestellt.
Da es für die Neuerung nicht auf den inneren Aufbau dieser an sich bekannten Spielausgleichselemente ankommt, erübrigt sich eine
Beschreibung im Detail. In der Mitte der Brücke 6 sind auf einem Bolzen 7 zwei Rollen 8 unter Zwischenschaltung von zylindrischen Wälzkörpern
9 drehbar gelagert, gegen die ein Steuernocken 10 einer Nokkenwelle 11 anläuft, die ihrerseits in bekannter Weise im Zylinderkopf
1 gelagert ist. Durch diese in Richtung der Ventilachse verschobenen Rollen 8 ist die eingangs beschriebene Verkippung der Brücke 6 an sie
führenden Säulen 11a und 16 (siehe Figur 2) minimiert.
Während der Phase, in welcher die Gaswechselventile 2 geschlossen sind
und der Steuernocken 10 mit seinem Grundkreis gegen die Rollen 8 anläuft, werden die hydraulischen Spielausgleichselemente 5 eventuell
vorhandenes Spiel ausgleichen. Wenn der Steuernocken 10 auf die Rollen 8 aufläuft, wird die Brücke 6 gleichmäßig nach unten bewegt werden und
gleichzeitig die beiden Gaswechsel ventile 2 um jeweils denselben
Betrag öffnen.
Wie der Figur 1 ebenfalls zu entnehmen ist, ist die Brücke 6 in ihrer
die Rollen 8 umgebenden und dem Steuernocken 10 zugewandten Außenfläche 12 wannenförmig ausgebildet. Diese Ausbildung ist als Ölreservoir
zur besseren Schmierung der Rollen 8 mit dem Bolzen 7 sowie den Wälzkörpern 9 vorgesehen. Der Bolzen 7 ist dabei mit seinen beiden
axialen Endbereichen 13 in einer Aufnahme 14 der Brücke 6 befestigt.
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Diese Aufnahme 14 kann auch aus separat eingestemmten und nicht näher
bezeichneten Haltesegmenten bestehen.
Die Führung der Brücke 6 ist aus der Figur 2 ersichtlich. Sie erfolgt
mittels zweier Säulen. Die Säule Ha1 die als einseitig geschlossene
Hohlsäule ausgebildet ist, ist mit ihrem unteren Ende im Zylinderkopf 1 befestigt. Sie greift in eine durchgehende Längsbohrung 14a der
Brücke 6 ein. Auf der gegenüberliegenden Seite weist diese einen Längsschlitz 15 auf, in den eine zweite Säule 16 eingreift, die an
ihrem unteren Ende ebenfalls mit dem Zylinderkopf 1 verbunden ist. Durch diese beiden Säulen 11a und 16 ist eine einwandfreie parallele
Führung der Brücke 6 gewährleistet. Als vorteilhaft zur Befestigung der Säulen 11a und 16 an einem benachbarten Teil erweist es sich,
diese durch Einpressen oder mittels eines Einschraubgewindes dort zu befestigen.
Eine andere Variante sieht vor, die Säulen 11a und 16 in der Brücke 6
zu befestigen und in Bohrungen 17 des Zylinderkopfes 1 zu führen.
Denkbar sind auch Kombinationen der in diesem Absatz genannten Befestigungsarten
zur Führung der Brücke 6.
Die hohl ausgebildete Säule 11a dient gleichzeitig zur Zuführung von
Öl aus dem Motorölkreislauf zu den hydraulischen Spielausgleichselementen
5. Zu diesem Zweck mündet in ihr unteres Ende ein Ölkanal 18, durch den Motoröl zugeführt wird. Das Öl steigt in einer Bohrung 19
der Säule 11a nach oben und gelangt über Querbohrungen 20 und Verteilerbohrungen
in der Brücke 6 zu den beiden hydraulischen Spielausgleichselementen
5.
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| 1 | Zylinderkopf | 12 | Außenfläche |
| 2 | Gaswechselventil | 13 | Endbereich |
| 3 | Ventilführung | 14 | Aufnahme |
| 4 | Ventilfeder | 14a | Längsbohrung |
| 5 | Spielausgleichselement | 15 | Längsschlitz |
| CTl | Brücke | 16 | Säule |
| 7 | Bolzen | 17 | Bohrung |
| 8 | Rolle | 18 | Ölkanal |
| 9 | Wälzkörper | 19 | Bohrung |
| 10 | Steuernocken | 20 | Bohrung |
| 11 | Nockenwelle | 21 | Mantelfläche |
| 11a | Säule | 22 | Außenfläche |
Claims (4)
1. Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechsel ventile
(2) einer Brennkraftmaschine, bestehend aus einer von einem Nocken (10) einer Nockenwelle (11) beaufschlagten Brücke (6), die in ihren
Endbereichen mit Ventilschaftenden der Gaswechsel ventile (2) in Kontakt
steht, wobei in der Brücke (6) ein drehbar gelagerter Nockengegenläufer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockengegenläufer
aus zwei, in Nockenwellenrichtung gesehen, zueinander beabstandeten
Rollen (8) besteht.
2. Einrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen
(8) auf einem gemeinsamen Bolzen (7) über eine Nadel lagerung (9) in etwa mittig in der Brücke (6) eingebaut sind, wobei sie die Brücke (6)
in Richtung des Nockens (10) nicht oder nur geringfügig überragen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mantelfläche
(21) des Nockens (10) parallel zur Axiallinie der Nockenwelle (11) ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen
(8) und/oder die Brücke (6) aus einem Leichtbauwerkstoff hergestellt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9316125U DE9316125U1 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9316125U DE9316125U1 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9316125U1 true DE9316125U1 (de) | 1993-12-16 |
Family
ID=6899742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9316125U Expired - Lifetime DE9316125U1 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Einrichtung zur gleichzeitigen Betätigung zweier Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9316125U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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- 1993-10-22 DE DE9316125U patent/DE9316125U1/de not_active Expired - Lifetime
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