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DE931499C - Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk - Google Patents

Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk

Info

Publication number
DE931499C
DE931499C DEF8062A DEF0008062A DE931499C DE 931499 C DE931499 C DE 931499C DE F8062 A DEF8062 A DE F8062A DE F0008062 A DEF0008062 A DE F0008062A DE 931499 C DE931499 C DE 931499C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydroquinone
synthetic rubber
mastication
plasticizing
hardening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF8062A
Other languages
English (en)
Inventor
Guido Dr Fromandi
Paul Dr Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF8062A priority Critical patent/DE931499C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE931499C publication Critical patent/DE931499C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/13Phenols; Phenolates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/13Phenols; Phenolates
    • C08K5/136Phenols containing halogens

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk Die Mastikation von Kautschuk kann bekanntlich durch geringe Mengen von Plastiziermitteln, zu denen aromatische Thiophenole sowie deren Zinksalze und Disulfide gehören, katalytisch ibeschleunigt werden. Diese Beschleunigung wird mit steigender Temperatur wesentlich erhöht. Daher erhitzt man den Kautschuk bei der technischen Anwendung dieser Mittel meistens auf Temperaturen oberhalb 1200.
  • Synthetische Kautschuke, zu denen Schwermetallsalze, wie z. B. Eisensalze, entweder während der Herstellung oder nach der Polymerisation gegeben wurden, verhalten sich bei der Mastikation mit Plastiziermitteln anders als Naturkautschuk oder Polymerisate, die frei von diesen Schwermetallsalzen sind. Die Mastikation in der Wärme führt bei den schwermetallhaltigen synthetischen Kautschuken vorübergehend zu der gewünschten Verkleinerung der Moleküle, jedoch im weiteren Verlauf wird die Depolymerisation von einer Verhärtung überlagert, die von der Art des Plastiziermittels abhängt und für die Praxis unerwünscht ist, weil sie zu schwierig verarbeftbaren Produkten mit geringer Plastizität führt.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese unerwünschte Verhärtung durch Zugabe von aromatischen Polyoxyverbindnngen vermeiden läßt.
  • Dieser Befund bildet die Grundlage für das vorliegende Verfahren, nach dem dem betreffenden synthetischen Kautschuk zu Beginn der Mastikation gleichzeitig mit dem Plastiziermittel aromatische Polyoxyverbindungen zugesetzt werden.
  • Verbindungen dieser Art sind z. B. Brenzkatechin, Resorcin, Hydrochinon und seine Substitutionsprodukte, Dioxynaphthaline und ihre Substitutionsprodukte, Pyrogallol, Oxyhydrochinon und Dioxyanthrachinone. Als besonders wirksam für den genannten Zweck erweisen sich Hydrochinon und I, 3-Dioxynaphthalin.
  • Die Dosierung dieser Mittel ist abhängig von der Menge des angewandten Plastiziermittels. Für die meisten Anwendungsbereiche liegt die Grenze bei der zweifachen Menge des Plastiziermittels.
  • Vorzugsweise werden 5 bis 60%, bezogen auf das angewandte Plastiziermittel, eingesetzt.
  • Die Anwendung der genannten aromatischen Polyoxyverbindungen bietet infolge ihrer die Alterung hemmenden Wirkung einen weiteren Vorteil sowohl für den mastizierten synthetischen Kautschuk als auch für dessen Vulkanisate.
  • Es ist bekannt, aromatische Polyoxyverbindungen bei der Vulkanisation von synthetischem Kautschuk zuzugeben, um die Kerbfestigkeit und Strukturfestigkeit zu verbessern. Es ist aber nichts darüber bekannt, daß aromatische Polyoxyverbindungen die vor der Vulkanisation vorzunehmende Plastizierung von synthetischem Kautschuk beschleunigen und deshalb mit deren Zusatz bei der Plastizierung in Gegenwart von Plastiziermitteln eine erleichterte Plastizierung möglich ist.
  • Beispiel I In einem auf 1500 erhitzten Innenkneter mit einem Fassungsvermögen von 51 wurden 2000 g eines Copolymerisates aus 70 Teilen Butadien und 30 Teilen Styrol, das eine Plastizität von 2900 Defograden zeigt und Idem nach der Herstellung 0,10 Teile Eisenlinoleat (auf Festsubstanz bezogen) zur wäßrigen Dispersion hinzugefügt wurden, mit 30 g Pentachlorthiophenol vermischt.
  • Nach den in der Tabelle angegebenen Zeiten wurden Proben aus dem Kneter entnommen, deren -Plastizität in Defograden gemessen wurde. Bereits nach einer kurzen Mastikationszeit macht sich ein starkes Ansteigen des De-fogrades bemerkbar (Kontrollversuch). Werden jedoch dem Pentachlorthiophenol vor Beginn der Mastikation 7,5 g Hydrochinon (I) oder 7,5 g Resorcin (2) oder 7,5 g Brenzkatechin (3) usw. hinzugefügt, so wird die Verhärtung weitgehend verhindert und die Mastikation außerdem noch erheblich beschleunigt.
    Be- Defograde nach
    zeichnung 5 Min. 15Min. 25Min.
    Kontroll-
    versuch - I650 I850 2100
    1 7,5 g Hydrochinon 650 200 240
    2 7,5 g Resorcin IIOO 650 750
    3 7,5 g Brenzkatechin I300 IIOO 875
    4 7,5 g Tetrachlor-
    hydrochinon 700 400 325
    5 7,5 g 2, 5-Dialkyl-
    hydrochinon 825 250 340
    6 7,5 g I, 3-Dioxy-
    naphthalin 725 220 I50
    7 7,5 g 2, 3-Dichlor-
    I, 4-dioxy-
    naphthalin I400 825 400
    Beispiel 2 Werden an Stelle des im Beispiel 1 genannten Pentachlorthiophenols 40 g 2,4,5-Trichlorthiophenol verwendet, so tritt unter den Versuchsbedingungen des Beispiels 1 eine Verhärtung ein, die aber durch die Zugabe von 12 g Hydrochinon vermieden werden kann.
    2,4,5-Trichlor- Defograde nach
    Hydrochinon
    thiophenol
    5min. 15Min. 25Min.
    40 g - 1900 1350 1650
    40 g 15g 1750 1200 925
    Beispiel 3 Verwendet man an Stelle des im Beispiel 1 genannten Pentachlorthiophenols 40 g einer 36,50loigen Lösung von Xylylmercaptan in Paraffinöl, so erhält man unter den gleichen Bedingungen die folgenden Plastizitäten. Durch den Zusatz von Hydrochinon wir,d nicht nur die Verhärtung zurückgedrängt. sondern auch eine wesentliche Beschleunigung der Mastikation erzielt.
    36,5%ige Lösung
    Defograde nach
    des Hydrochinon
    Xylymercaptans 5 Min. 15Min. 25Min.
    40 g - 975 775 1050
    40 g 12 g 750 525 425
    Beispiel 4 Werden in der im Beispiel 1 genannten Apparatur 2000 g eines Copolymerisates aus Butadien und Styrol, das bei Temperaturen wenig oberhalb des Gefrierpunktes in Gegenwart von Eisensalzen gewonnen wurde, mit 30 g 0,0'-Benzamidodiphenyldisulfid mastiziert, so tritt nach 25 Minuten langer Mastikation bei 150° eine Verhärtung ein. Durch die Zugabe von Hydrochinon wird die Geschwindigkeit der Mastikation gesteigert und die Verhärtung vollständig eliminiert.
    o,o'-Benzamido- Defograde
    Hydrochinon
    diphenyldisulfid
    5 Min. 15Min. 25Min.
    30g g 700 375 525
    30g 6g 625 300 225
    Beispiel 5 Verwendet man an Stelle, des im Beispiel 4 genannten synthetischen Kautschuks ein Copolymerisat aus Butadien und Acrylsäurenitril, dem 0,3 Gewichtsteile Eisenoleat hinzugefügt wurde, so tritt bei der Mastikation mit 40 g Pentachlorthiophenol eine Verhärtung ein, ldie -mit dem eisenfreien Polymerisat aber nicht beobachtet wird Durch die Zugabe von 15 g Hydrochinon zum Pentachlorthiophenol erhält man durch die Mastikation fast die gleichen Plastizitäten wie bei dem schwermetallfreien Polymerisat.
    Pentachlor- Defograde nach
    Eisenoleat Hydrochinon
    thiophenol 5Min. 15Min. 25Min.
    40 g - - 1600 1000 825
    40 g 0,3 g - 1850 1900 2250
    40 g 0,3 g I5 g I700 1150 900

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Plastizieren von synthetisches Kautschuk in Gegenwart von Plastiziermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kautschuk zu Beginn der Mastikation gleichzeitig mit dem Plastiziermittel aromatische Polyoxyverbindungen zugesetzt werden.
    Angezogene Druckschriften: Schwedische Patenschrift Nr. 124 557.
DEF8062A 1952-01-04 1952-01-04 Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk Expired DE931499C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF8062A DE931499C (de) 1952-01-04 1952-01-04 Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk

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DEF8062A DE931499C (de) 1952-01-04 1952-01-04 Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk

Publications (1)

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DE931499C true DE931499C (de) 1955-08-11

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DEF8062A Expired DE931499C (de) 1952-01-04 1952-01-04 Verfahren zum Plastizieren von synthetischem Kautschuk

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