[go: up one dir, main page]

DE931091C - Rudereinrichtungen - Google Patents

Rudereinrichtungen

Info

Publication number
DE931091C
DE931091C DEH7596A DEH0007596A DE931091C DE 931091 C DE931091 C DE 931091C DE H7596 A DEH7596 A DE H7596A DE H0007596 A DEH0007596 A DE H0007596A DE 931091 C DE931091 C DE 931091C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rowing
rudder
rowing device
rails
boat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH7596A
Other languages
English (en)
Inventor
Hugo Heidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH7596A priority Critical patent/DE931091C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE931091C publication Critical patent/DE931091C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/08Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort
    • B63H16/10Other apparatus for converting muscle power into propulsive effort for bow-facing rowing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
  • Rehabilitation Tools (AREA)

Description

  • Rudereinrichtungen Das Rudern in der Gesichtsrichtung ist ein alter Wunsch der Ruderer. Die Fahrbahn immer im Auge zu haben, ist vor allem wichtig für Ruderer, die ohne Steuermann fahren, und für Rettungsboote. Aber auch für Mannschaften in Sportbooten erhöht der dauernde Blick in die Fahrtrichtung den Genuß des Ruderns.
  • Bei den bisherigen Vorschlägen zum Rudern in der Gesichtsrichtung ist das Ruder als Knickruder gestaltet, oder beide Ruder haben in der Bootsmitte einen gemeinsamen Lagerpunkt, oder das Ruder ist auf einem zusätzlichen Hebelgestänge gelagert, das um einen festen Punkt am Boot schwenkbar ist, und wirkt als einarmiger oder zweiarmiger Hebel. Dabei kann die Greifweite des Ruderblattes nicht vergrößert werden, wenn die Hebelverhältnisse am Ruder so gestaltet sind wie bei dem altbekannten Rudern mit dem Rücken in der Fahrtrichtung, und es ist nicht immer die Möglichkeit gegeben, das Ruder um seine Längsachse zu drehen. Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden.
  • Gegenstand der Erfindung sind Rudereinrichtungen zum Rudern in der Gesichtsrichtung, wobei die Ruder oder nur Ruderblätter auf Fahrgestellen oder Ruderwagen angebracht sind, die auf geraden oder gebogenen Führungseinrichtungen, z. B. Schienen oder gespannten Seilen, bewegt werden.
  • Durch den Erfindungsgegenstand wird das Rudern in der Gesichtsrichtung ermöglicht, und die Greifweite der Ruderblätter kann wesentlich vergrößert werden.
  • Die rationellste Übertragung der Muskelkraft auf ein Boot würde man erzielen, wenn man ohne Ruder und ohne Paddel das Boot zwischen zwei langen Reihen Pfosten, die fest im Wasser stehen, dadurch bewegt, daß man mit den Händen die Pfosten ergreift und sich daran vorwärts zieht, wobei mit und ohne Rollsitz die Kraft, die an den Händen auftritt, mit den Füßen auf das Stemmbrett übertragen wird. Wenn man von den Reibungsverlusten und den Kraftverlusten bei dem physiologischen Vorgang im Körper des Ruderers absieht, so ist eine Kraftübertragung im Verhältnis i : i gegeben.
  • Die erfindungsgemäße Art der Kraftübertragung ist in der Fig. I dargestellt. Die Führungseinrichtungen in Form von Schienen, auf denen die Ruderwagen laufen, liegen parallel zum Boot. Beim Leergang der Ruderbewegung, dem Vorrollen, ist die Greifweite der Ruderblätter so groß wie der Weg der Hände des Ruderers. Der Weg, auf dem das Boot beim Ruderarbeitsgang beschleunigt wird, ist noch um den. Schlupf der Ruderblätter im Wasser kleiner.
  • Bei Anwendung der Rudereinrichtung nach Fig. I müssen die Körperbewegungen schon bei einer Bootsgeschwindigkeit von mehr als etwa i m je Sekunde so schnell ausgeführt werden, daß sie bald unerträglich mühsam sind.
  • Die Greifweite der Ruderblätter ist deshalb zweckmäßig zu vergrößern. Bei einer Rudereinrichtung nach Fig. 5 ist es möglich, die Greifweite normaler Skulls bei einem Bewegungswinkel von 9o° von 3 m auf 4,80 m zu bringen, wobei die praktische Ausführung der Rudereinrichtung nicht breiter ist als die bekannten Ausleger mit Drehdollen und der Weg der Hände des Ruderers nicht größer ist als beim heutigen altbekannten Rudern mit dem Rücken in Fahrtrichtung. Bei einer solchen Rudereinrichtung ist es in einfacher Weise möglich, die Ruder um ihre Längsachse zu drehen.
  • Bei der Rudereinrichtung nach Fig. 5 werden die Ruderwagen auf kreisförmig gebogenen Führungen, also auf schiefen Ebenen bewegt, und die Arbeitsverluste sind dabei größer als bei der Rudereinrichtung nach Fig. I.
  • Die große Greifweite der Ruderblätter nach Fig. 5 gestattet nicht eine so große Schlagzahl wie bei dem altbekannten Rudern mit dem Rücken in Fahrtrichtung. Es kann aber die Bogenhöhe an den Führungseinrichtungen für den Ruderwagen kleiner gehalten werden, so daß man zu derselben Schlagzahl bei derselben Greifweite der Ruderblätter und bei demselben Weg der Hände wie beim heutigen altbekannten Rudern mit dem Rücken in Fahrtrichtung kommt. Das- bringt weiterhin den Vorteil, daß die Stellung der Ruderblätter im Wasser günstiger wird, denn der Bewegungswinkel normaler Skulls wird von 9o° auf etwa 45' gebracht, und die Verhältnisse der Kraftübertragung nähern sich wieder mehr den günstigen Verhältnissen der Rudereinrichtung nach Fig. I.
  • Bei der neuen Ruderart mit den Einrichtungen des Erfindungsgedankens werden die gleichen Körperbewegungen wie beim heutigen altbekannten Rudern mit dem Rücken in Fahrtrichtung ausgeführt. Die Möglichkeit, bei bisher üblichen Längenverhältnissen am Ruder die Greifweite der Ruderblätter mehr oder weniger zu vergrößern, bringt den Vorteil, die Ruderbewegungen langsam und zügiger ausführen zu können, wodurch Herz und Lunge weniger beansprucht werden. Nur die Hände werden anders geführt und sind @z. B. bei der Einrichtung nach Fig. 5, entsprechend der Form der Führungen für die Ruderwagen, in der Mitte der Ruderbewegung etwa 3o bis 6o cm voneinander entfernt, was muskelmechanisch günstiger ist. Die Bewegung der Hände beim Drehen der Ruder um ihre Längsachse entspricht Bewegungen, wie sie bei handwerklichen Arbeiten üblich sind.
  • Diese neue Ruderart soll für Wasser-, Land- und Luftfahrzeuge angewendet werden.
  • In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • In Fig. i sind die beiden Führungen an einem Boot als gerade Laufschienen i und 2 dargestellt, auf denen die beiden Fahrgestelle oder Ruderwagen 3 und q. mit den Rollen 5 und 6 laufen. Auf den Ruderwagen 3 und q. liegen die Ruder 7 und B. Diese sind entweder durch Verspannungen, z. B. Seile io, 1i, 12 und 13, oder durch Verstrebungen 1q. und 15 gehalten, die am Ruderwagen und am Ruder gelenkig gelagert sind, so daß die Ruder auf den Ruderwagen wippen können und die Ruderblätter in das Wasser eingesetzt und herausgehoben werden können. Auf den Rudern sitzen Buchsen i9, auf denen Ringe oder Hülsen 2o gelagert sind, so daß die Ruder um ihre Längsachse gedreht werden können.
  • Sollen'die Ruder längs zum Boot gelegt werden, so ist die Verspannung oder Verstrebung zu lösen, z. B. am Ruder. Es können auch die Ruder 7 bzw. 8 aus der Gabel 21 bzw. der Dolle 22 gehoben werden. Der Rollsitz ist mit 25 und das Stemmbrett mit 26 bezeichnet. Zieht der Ruderer an den Holmen 27 und 28, so betrachte man die Ruder als feststehende oder nur wenig bewegliche Punkte oder Pfosten im Wasser, an denen sich der Ruderer vorwärts zieht. Die Kraft, mit der der Ruderer an den Holmen zieht, wirkt auf das Stemmbrett und bewegt damit das Boot in der Gesichtsrichtung in Pfeilrichtung 3o. Die Energieverluste, die bei dieser Ruderarbeit auftreten, sind durch die Reibung an den Ruderwagen bedingt.
  • Die Verspannungen io, 1i, 12 und 13 bzw. die Verstrebungen i¢ und 15 werden durch Ösen und Haken mit den Rudern und Wagen verbunden. Das Ruder 7 trägt bei einer Ausführungsart einen oder zwei Dollenringe, an dem bzw. denen die Gabel 21 oder die Dolle 22 liegt. Das Ruder 7 und die Gabel 2,1 oder die Dolle 22 könnten nach Art eines Bajonettverschlusses miteinander verbunden sein. Außer den beiderseits der Führungen laufenden Rollen 5 und 6 der Ruderwagen 3 und q. können noch unterhalb und oberhalb der Führungen laufende Rollen verwendet werden. Die Holme 27 und 28 können nach einem weiteren Erfindungsgedanken miteinander durch ein Gelenk, z. B. ein Kardangelenk, verbunden sein. Die beiden Ruderwagen können durch Einbau der beiden Streben 3I und 32 einen geschlossenen Rahmen bilden.
  • In Fig. 2 liegen die Laufschienen 35 und 36 zum Teil parallel und zum Teil schräg zueinander und zur Bootslängsachse. Die Ruderholme 37 und 38 können sich kreuzen und so lang sein, wie es die gestrichelten Linien darstellen, um das Herausheben der Ruderblätter 39 und 4o aus dem Wasser zu erleichtern. Zieht der Ruderer an den Ruderholmen 37 und 38, so wird das Boot in Pfeilrichtung 41 verschoben, und die Ruderwagen 42 und 43 bewegen sich bis zum Ende der Ruderbewegung von Teil 35 und 36 der Laufschienen auf Teil 44 und 45, so daß die Ruder von Stellungen 46 und 47 in die Stellungen 48 und 49 gehen. Durch die Schrägstellung der Laufschienenteile 44 bzw. 45 und 5o bzw. 5I wird die Greifweite der Ruderblätter 39 und 4o gegenüber der Einrichtung nach Fig. I vergrößert.
  • Der Rollsitz ist hier mit 54 und das Stemmbrett mit 55, die Gabel oder Dolle für die Ruder 46 und 47 sind mit 56 und 57, die Rollen an den Ruderwagen mit 58 und 59 und die Verspannungen oder Verstrebungen mit 6o und 61 bezeichnet.
  • In Fig. 3 sind die Laufschienen 70 und 7I kreisbogenähnlich. Durch Vermeidung von eckigen Übergängen kann die Ruderbewegung gleichmäßig und zügig ausgeführt werden.
  • Fig. 4 zeigt zwei Laufschienen 75 und 76, die mit ihren Enden so übereinanderliegen, daß die Ruderwagen bis zu den Enden der Laufschienen gefahren werden können. Diese Anordnung der Laufschienen beansprucht in der Breite weniger Platz.
  • In Fig. 5 ist eine altbekannte Rudereinrichtung zum Rudern mit dem Rücken in der Fahrtrichtung mit eingezeichnet und durch die Ruder in Stellung 83 und die Dollen 84 dargestellt. Soll mit dieser altbekannten Rudereinrichtung das Boot 85 in Pfeilrichtung 86 bewegt werden, so werden die Blätter der Ruder in Stellung 83 in das Wasser eingesetzt und erreichen am Ende der Ruderbewegung die Stellung 87.
  • Bei der erfindungsgemäßen Rudereinrichtung stehen die Dollen nicht mehr fest am Boot auf Auslegern, sondern die Dollen oder auch der Dollenpunkt befinden sich an den Ruderwagen 88, die auf den Laufschienen 89 bewegt werden. Um den Weg, den die Ruderwagen zurücklegen, vergrößert sich der Weg der Ruderblätter 9o an den Rudern 9I gegenüber der altbekannten Ruderart.
  • Die Punkte 92 sind die Mittelpunkte der Kreisbogen der Laufschienen und die theoretischen Drehpunkte der Ruder; sie sind hier durch punktiert gezeichnete Linien mit den Rudern 9I verbunden. Die Ruder, Gabeln und Dollen und ihre Befestigungen usw. sind hierbei wie bei der Einrichtung nach Fig. I ausgeführt zu denken.
  • Nach einem weiteren Erfindungsgedanken können sich nach Fig.6 in einem Boot auch zwei oder mehrere Rudereinrichtungen befinden, deren Laufschienen hier mit 96 und 97 bezeichnet sind. Die Laufschienen können auch geneigt angeordnet werden, so daß z. B. die hintere Rudereinrichtung zum Teil unter der vorderen Rudereinrichtung liegt. Die Enden der Laufschienen einer Rudereinrichtung treffen hier nicht zusammen wie in Fig. 5, sondern stehen so weit auseinander, daß der Ruderer auf dem Rollsitz 98 zwischen den Enden der Laufschienen 96 und 97 genügend Bewegungsraum hat. Das Stemmbrett ist mit 99 bezeichnet. Die Ruder sind durch die Linien Ioo dargestellt und haben am Ende der Ruderbewegung die Stellung IoI erreicht, wobei das Boot in Pfeilrichtung Io2 bewegt wird. Die Ruderwagen sind nicht eingezeichnet.
  • Fig.7 zeigt als weitere Anwendung der Erfindung die Anordnung der Rudereinrichtung in einem Riemenboot. Jeder Ruderer bedient hier nur ein Ruder, das am Ende der Ruderbewegung aus Stellung Io5 oder Io6 die Stellung 107 erreicht, wobei das Boot in Pfeilrichtung Io8 bewegt wird. Die Laufschienen I IO bis II3 sind so angeordnet, daß der Ruderer auf dem Rollsitz 114 an den Enden der Laufschienen genügend Bewegungsraum hat. Die Stemmbretter sind mit II5 bezeichnet.
  • Nach einem weiteren Erfindungsgedanken kann nach Fig. 8 in ein Mannschaftsboot, z. B. auch in ein Rettungsboot, eine einzige Rudereinrichtung von besonders stabiler Konstruktion eingebaut sein, die von einem kräftigen Ruderer bedient wird. Die anderen Bootsinsassen ziehen und schieben an den Stangen II8 und II9, die über Gelenke I2o und Stangen I2I mit den Ruderwagen oder über Stangen 123 mit den Rudern I24 verbunden sind. Die Laufschienen I25 können auch wie in Fig. 6 weiter auseinander stehen. Die Rollsitze sind hier mit 126 und die Stemmbretter mit 127 bezeichnet. Die Ruder und die Ruderblätter können hier besonders groß ausgeführt werden.
  • Fig.9 zeigt das Konstruktionsbeispiel eines Ruderwagens. Der Hauptteil 13o des Ruderwagens ist ein Rahmen oder ein Rohr. Auf den Buchsen 131 sind zwischen den Seitenringen 132 Ringe 133 drehbar gelagert, an denen die Streben 134 und 13,5 befestigt sind. Die Streben tragen Gabeln 136 oder Dollen 137, die aufklappbar und drehbar sind, um die Ruder längs zum Boot legen zu können. Wird die Gabel oder Dolle 138 angewendet, so können die Streben 134 oder 135 wegfallen. Der Ruderwagen hat ein oder zwei Stützrollen 139. Außer den seitlichen Laufrollen i4.o sind an den Enden des Ruderwagens noch senkrecht stehende Rollen angeordnet, die hier nicht eingezeichnet sind. Die Befestigung der Streben 134 und 135 an den drehbaren Ringen 133 ermöglicht die Wippbewegungen des Ruders 41.
  • Der Ruderwagen kann auch als weiteres Konstruktionsbeispiel, z. B. nach Fig. io, aus zwei übereinanderliegenden Rahmen 145 bestehen, zwischen denen die Laufrollen 146 gelagert sind. Die Rahmen können durch Streben 1,--7 verbunden sein. In Gabeln oder Dollen 148 ist das Ruder 1,49 gelagert. Der Ruderwagen ist um die Führungsschiene i5o durch die Laufrollen schwenkbar.
  • Im Konstruktionsbeispiel nach Fig. i i läuft auf der rohrförmigen Laufschiene 153 eine Rolle 15q., die auf der Buchse I55 des Ruders I56 drehbar und zwischen den Ringen 157 geführt ist. Der Ruderwagen ist ähnlich dem nach Fig. Io. Damit die Rolle I54 auf dem Ruder in axialer Richtung wandern kann, wenn das Ruder um die Führungsschiene I53 Wippbewegungen macht, können entweder die Ringe I57 entsprechend großen Abstand voneinander haben oder kann die Rolle 154 eine lange zylindrische Lauffläche haben.
  • Die Laufschienen 89 in Fig. 5 z. B. können nach vorn geneigt verlegt sein, um das Vorrollen der Ruderwagen zu erleichtern. Auch die Rollbahn für den Rollsitz kann nach vorn geneigt sein, oder der hintere Teil der Rollbahn kann nach oben ansteigend verlaufen. Das Vorrollen des Rollsitzes kann auch durch Federkraft erleichtert werden. Die Stemmbretter können kippbar sein, so daß die Laufbahn des Rollsitzes nach vorn verlängert werden kann, wodurch eine größere Körperbewegung und damit ein größerer Weg der Hände gegeben ist. In den Laufschienen können Kugeln oder Rollen sitzen, so daß die Ruderwagen als Schlitten, also ohne Laufrollen, ausgebildet sind. An die Stelle der Laufschienen, z. B. der Laufschienen I und 2 in Fig. I, können auch Zahnstangen treten.
  • Nach einem anderen Erfindungsgedanken kann die Rudereinrichtung zum Rudern in der Gesichtsrichtung auch ein Landfahrzeug fortbewegen. Zum Beispiel kann ein Wintersportfahrzeug auf Kufen durch Ruderblätter, die zweckmäßig aus einem Geflecht (z. B. aus Rohr der Rotanpalme) hergestellt werden und sich so für die Bewegung im Schnee besser eignen als die bekannten Ruderblätter, fortbewegt werden.
  • Mit dieser erfindungsgemäßen Rudereinrichtung kann außerdem auch ein Landfahrzeug auf Rädern ausgestattet sein. An der Stelle der Ruderblätter werden Spitzen aus Stahl angewendet, die in das Erdreich eingesetzt werden. Die Ruder werden durch die Verspannungen oder Verstrebungen entsprechend abgestützt. Die Ruderblätter können auch aus einem Rahmen oder einem geschlossenen Bügel bestehen, der z. B. mit Segeltuch bespannt ist. Die Laufschienen könnten wie zwei Brückenbogen parallel zueinander so angeordnet sein, daß die Ruder senkrecht stehen bzw. bei dem Rudervorgang nach vorn und hinten geneigt werden.
  • Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung z. B. für ein Müskelkraftflugzeug ist in Fig. I2 und I3 dargestellt. Die Laufschiene I67 ist auf der rechten Seite eines Flugzeugrumpfes befestigt. Daneben ist eine zweite Schiene I68, die nur als Abstützschiene zu dienen braucht, angebracht. Auf dem Ruderwagen 169 mit den Verstrebungen 170 und I7I ist das Ruder mit dem Schaft I72 drehbar um seine Längsachse gelagert und wird an der Schiene I68 abgestützt durch die Laufrolle I73, die drehbar auf dem Ruderschaft I72 sitzt. Das Ruderblatt besteht aus dem Bügel 174, der sich zum Ende zu verjüngt und zuletzt aus einem Seil I75 bestehen kann. Der Bügel ist mit einem Segeltuch I76 bespannt. Der Bügel liegt einseitig zur Mittellinie I77 des Ruderschaftes 172. Der Pfeil 178 zeigt die Bewegungsrichtung des Ruderers und damit des Ruderwagens mit dem Ruder bei der Arbeitsbewegung. An dem Ruderschaft I72 ist auf einem Bolzen I8I der mit einer Gabel 182 ausgestattete Handhebel 183 gelagert.
  • Der Handhebel 183 liegt in einem Rahmen 18,4, der an dem Ruderwagen I69 befestigt ist, was aber in Fig. I2 nicht dargestellt ist. Wird der Handhebel I83 durch Schwenken auf dem Bolzen I8I und durch das Ziehen in Pfeilrichtung I78 an die zum Teil schräge Fläche 185, die auch stufenförmig ausgebildet sein kann, in die verschiedenen Stellungen I86 oder I87 gelegt, so wird der Ruderschaft I72 und damit das Ruderblatt I74 bis I76 so gedreht, daß es die Luft unter das Segeltuch I76 nimmt und dieses nach oben aufgebläht wird.
  • Bei der Bewegung der Rudereinrichtung entgegengesetzt der Pfeilrichtung I78, die hier nicht eine reine Leerlaufbewegung zu sein braucht, wird der Handhebel I83 gegen die Fläche I88 des Rahmens I84 gedrückt, die ähnlich wie die Fläche I85 ausgebildet sein kann. Bei dieser Bewegung wird im allgemeinen das Ruderblatt eine mehr waagerechte Stellung einnehmen. Der starke Bügelteil am Bügel I74 und auf der anderen Seite der schwache Bügelteil mit dem Seil 175 werden bei dieser Bewegung ein Aufblähen des Segeltuches nicht ermöglichen, aber einen Höhensteuereffekt erzielen. Ist das Ruderblatt I74 bis I76 genügend groß gehalten, so kann es auch als Tragfläche oder Flügel dienen.
  • Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens zeigen die Fig. I4, I5 und I6.
  • Um die Gesamtbreite eines Bootes einschließlich der seitlich ausgelegten Rudereinrichtung auf ein möglichst geringes Maß zu bringen, wird eine Einrichtung vorgeschlagen, von der der rechtsseitige (steuerbordseitige) Teil in Fig. I4 und ein Ausschnitt daraus in Fig. 15 in Ansicht und -eine Ansicht von hinten in Fig. 16 dargestellt ist. Fig. 15 und 16 sind in einem größeren Maßstab gezeichnet.
  • An einer am Boot befestigten Führung (Stange, Rohr oder Seil) igo laufen die Rollenpaare 1g1 und 1g2 und bilden mit ihren Lagerböcken 193 mit der Schiehe 194 ein Fahrgestell, an dem die Ruderblätter 1g5 gelagert sind. Der Ruderer umfaßt mit der Hand den Griff 196 und zieht die Einrichtung auf der Stange igo in Pfeilrichtung 197. Befinden sich die Ruderblätter unter der Wasseroberfläche 198, so bewegt sich das Boot in Pfeilrich#ung igg. Ist diese Ruderbewegung beendet, so wird der Griff 196 durch eine Dreh- oder besser Kippbewegung der Hand in die Stellung Zoo gebracht, und die Stange toi drückt über Hebel 2o2 und über die Stange 2o3 über den Hebel 2o4 die Ruderblätter in die Stellung, die in Fig. 15 dargestellt ist. Dadurch sind die Ruderblätter über die Wasseroberfläche 198 gehoben und bieten den geringsten Widerstand wenn die Rudereinrichtung in Pfeilrichtung igg nach vorn bewegt wird.
  • Die Zugstange 21o, die an der Schiene 194 des Fahrgestells angelenkt ist, wird mit der Laufrolle 211 auf der Stange igo geführt. Sie besteht zweckmäßig aus zwei parallelen gleichen Teilen, zwischen denen die Rolle 2II und der Griff I96 gelagert ist und die an der gabelförmigen Ausbildung durch die Stege 2I2, 2I3 und 2I4 zusammengehalten wird.
  • In Erweiterung des Erfindungsgedankens werden vielleicht zweckmäßig mehrere Ruderblätter 195 verwendet, die mit Stangen oder Seilen 215 miteinander verbunden und durch eine Stange oder zweckmäßiger durch ein Seil 216 vom Fahrgestell oder von der Zugstange 2Io aus abgestützt werden. Beim Hochklappen der Blätter nach Fig. I5 könnte z. B. durch eine federnde Schnur, die an der Stange 2oI befestigt ist oder durch eine Federtrommel, in die das schlaffe Seil hineinlaufen kann, das jetzt lose werdende Seil 216 über dem Wasser gehalten werden. Wenn die Ruderblätter so dicht aneinandersitzen, wird ein Ausschnitt 217 an ihnen, außer an dem rechten Ruderblatt in Fig. I14, erforderlich, in den der Teil 2I8 der Ruderblätter zu liegen kommt. An den Stellen 2I9 werden die Seile 2I5 bzw. 216 befestigt. Die Ruderblätter können gewölbt sein und verschiedene Längen und Breiten haben, ihre Rippe ist mit 22o bezeichnet.
  • Da es nicht immer möglich sein wird, eine auf größere Länge als Führung frei tragende Stange wie 190 in Fig. I4 oder II8 und II9 in Fig.8 anzuwenden, ist es unter Umständen dann zweckmäßiger, ein Rohr 225 auf den Stützen 226 am Bootskörper 227 zu befestigen. Durch die in Fig. I7 dargestellte Anordnung der Rollen 228 und 229, die den Ruderdruck der Blätter auf das Rohr 225 übertragen, und durch die Rolle 23o, die das Gewicht der Rudereinrichtung trägt, ist es möglich, das Fahrgestell 23I auch in Pfeilrichtung 232 zu bewegen. Dieses liegt zwischen zwei Rollen 230 mit ihren Lagerböcken 233; auf ihm können z. B. Gabeln oder Ösen angebracht werden, durch die die Ruder mit ihrem Holm gesteckt werden.
  • Einen weiteren Erfindungsgedanken zeigen die Fig. I8 bis 22. Bei den meisten bisher beschriebenen Einrichtungen ist es notwendig, um dem Boot eine bestimmte Geschwindigkeit zu geben, durch schnellkräftige Muskelbewegung dem Boot eine große Beschleunigung zu erteilen und eine möglichst große Anzahl von Ruderbewegungen in einer Zeiteinheit auszuführen.
  • Je größer der Weg der Ruderblätter im Wasser und je größer der von ihnen erzeugte Widerstand ist, um so langsamer und zügiger kann die Ruderbewegung selbst sein und um so weniger Ruderbewegungen müssen in der Zeiteinheit ausgeführt werden. Auf Grund dieser Erkenntnis wurde die in Fig. I8 bis 22 dargestellte Rudereinrichtung entwickelt. Diese soll auch die Möglichkeit geben, mit einer Hand zu rudern, was z. B. auch für Hand-oder Armverletzte in Frage kommt.
  • Fig. I8 zeigt die Einrichtung im Seitenriß, Fig. 2o im Grundriß, Fig. I9 zeigt Fig. 2o im Schnitt, Fig. 2I und 22 zeigen die Lage des Ruderblattes. Die beiden Schwimmer 28o und 28I, die den Bootskörper bilden, werden durch Streben 282 und Stützen 283 zusammengehalten und sind so weit auseinandergestellt, daß der Bootskörper eine möglichst stabile Lage erhält. Auf den Streben 282 liegen Schienen 284, auf denen die Rollen 285 des Rollsitzes 286 laufen und an denen auf der Achse 287 schwenkbar die Fußbretter 288 gelagert sind. Die Laufschienen 284 tragen ferner eine Achse 289, auf der ein Kettenrad 29o und eine Laufrolle 291 gelagert sind.
  • Die Stange 297 ist am unteren Ende an der Kette 298 befestigt und enthält an ihrem gabelförmig erweiterten oberen Ende den Griff 296. Durch Zug an diesem wird die Kette 298 in Pfeilrichtung 299 gezogen und die Seilscheibe 300 in Pfeilrichtung 301 gedreht. Fest an der verhältnismäßig großen Seilscheibe 300 sitzt das Kettenrad 33 I mit Übersetzungsverhältnis ungefähr I : 4, so daß die Bewegung des Seiles etwa viermal so groß als die Bewegung des Handgriffes 296 und damit der Kette wird. Das Seil 3o2, das zum Zweck der besseren Mitnahme durch erhöhte Haftung an der Seilscheibe 300 um diese Seilscheibe herumgeschlungen wird, was durch den gezeichneten Seilteil 303 erkenntlich ist, wird in den Pfeilrichtungen 3o4 bzw. 305 gezogen und nimmt den Wagen 3o6 mit, auf dessen Achse 307 das Ruderblatt 3o8 um 9o° in Pfeilrichtung 309 schwenkbar gelagert ist und durch eine Strebe oder ein Seil 3Io abgestützt wird. Das Ruderblatt macht infolge der übersetzung einen viermal so großen Weg wie der Griff 296. Nimmt man an, daß das Ruderblatt 3o8 durch seinen großen Widerstand im Wasser kaum bewegt werden kann, so muß sich der Bootskörper in Pfeilrichtung 3I5 bewegen. Der Wagen 3o6 mit dem Ruderblatt 3o8 rollt mit seinen Rädern 3I6 auf den Schienen 3I7 bis zur Stellung 3I8 am Heck der Schwimmer 28o und 281. Das Ruderblatt 308 hat bei dieser Bewegung die in Fig. 21 dargestellte Stellung.
  • Geht der Ruderer mit dem Griff 296 in die gezeichnete Ausgangsstellung zurück, so wird das Seil 3o2 entgegengesetzt der Pfeilrichtung 305 gezogen, kippt zuerst das Ruderblatt 308 in die in Fig. 22 gezeichnete Stellung über der Wasserlinie 330 und zieht dann den Wagen 3o6 mit dem Ruderblatt 308 zum Bug der Schwimmer. Dazu ist das Seil 302 mit einem Bolzen 327 verbunden, der im Raum 328 mit Hebelarm 329 das Ruderblatt 3o8 bewegt (Fig. 2i und 22).
  • An Stelle des Seiles 302 kann eine Kette und an Stelle der Seilscheibe 3oo ein Kettenrad Verwendung finden. Die Führungsrolle 325 kann gleichzeitig als Spannrolle dienen und wird auf einer verschiebbaren Achse 326 gelagert. Die Teile 332, 333 und 334 dienen zur Lagerung und Abstützung der Seilscheibe 300. Führungsrollen 335 und 336 (Fig. 18) führen das Seil 302. Die Seilscheibe 300 kann auch kleiner gewählt werden, und zwischen ihr und dem Kettenrad 331 kann eventuell auch durch andere bekannte Einrichtungen das gewünschte Übersetzungsverhältnis geschaffen werden. Wird die Zugstange 297 nicht am untenliegenden, sondern am obenliegenden Teil der Kette 298 angebracht, und wird der Wagen 3o6 und 307 in Fig.2o um i8o° gedreht, so kann bei gleicher Ruderbewegung der Bootskörper entgegengesetzt der Pfeilrichtung 315 verschoben werden.
  • Eine Einrichtung nach demselben Prinzip wie in Fig. 18 bis 22 ist in Fig. 23 bis 26 dargestellt. Hier kommt aber ein normaler Bootskörper in Anwendung, der auf beiden Seiten eine Rudereinrichtung trägt. Es zeigen Fig.23 das Ruderboot von oben, Fig. 24 den Bootskörper im Schnitt, Fig. 25 und Fig. 26 Teile der Einrichtung von der Seite und von oben.
  • Der Bootskörper 345 trägt am Heck zwei übereinanderliegende Seilscheiben 346 und am Bug zwei Seilscheiben 347 und 348, die lose auf senkrechten Achsen 353 sitzen. Über die zwei oben- und die zwei untenliegenden Scheiben läuft je ein Seil 349 und 350. Um die Scheiben 347 und 348 sind die Seile einmal herumgeschlungen, um eine bessere Haftung an den Seilscheiben zu erzielen. An diesen Seilscheiben sitzt mit einem bestimmten größeren Übersetzungsverhältnis außerdem fest ein Zahn-oder Kettenrad 351 und 352, und in diese greifen Zahnstangen 367 oder Ketten mit Zugstangen 368 ein. Der Bootskörper trägt links und rechts Laufschienen 354 und 355, die am Heck und Bug durch Stützen 356 abgestützt sind. Auf diesen Laufschienen laufen die Fahrgestelle 357 und 358 mit den Rollen 359 und 36o. Bewegt der Ruderer von den Fußbrettern 365 den Rollsitz 366 in die gezeichnete Stellung, streckt er den Körper und zieht er mit den Händen die Zahnstangen 367 in Fig. 24 oder die Zugstangen 368 bei Anwendung von Ketten in Fig. 23 an sich heran, so dreht er damit die Seilscheiben, und durch das große übersetzungsverhältnis werden von den Seilen die Fahrgestelle 357 mit den Ruderblättern 369 von der Stellung 370 in die Stellung 371 gezogen.
  • Die Fahrgestelle werden durch Stützen 372, die mit ihren Rollen 373 auf Laufschienen 374 laufen, abgestützt. Auf den an ihnen seitlich angebrachten Achsen 375 sind die Ruderblätter 369 gelagert und durch Stellringe 376 geführt. Die Achsen 375 werden durch Streben 377 abgestützt, und die Ruderblätter 369 werden durch Seile oder Ketten 378 beim Rudervorgang in der gezeichneten Stellung gehalten. Werden die Ruderblätter 369 um 9o° in Pfeilrichtung 379 bewegt, so daß sie über der Wasseroberfläche 380 liegen, so werden die Seile oder Ketten 378 von federnden Schnüren 381 an die Ruderblätter 369 gezogen. Der Rollsitz 366 läuft mit zwei Rollen 382 auf der Kielleiste 383 und wird links und rechts von je einer Rolle 384, die auf Schienen 385 laufen, abgestützt. Führungsrollen 386 dienen zur Führung der Seile 349 und 35o. Auch zusätzliche Seilspanner können angebracht werden.
  • Die Bewegung der Seile 349 und 350 in den Pfeilrichtungen 39o bzw. 391 wird von einem Bolzen 392, der in dem Langloch 393 des fest mit den Ruderblättern 369 verbundenen Hebelarmes 394 sitzt, auf die Ruderblätter übertragen. Während auf der rechten Seite des Bootes das Seil 350 direkt mit dem Bolzen 392 verbunden ist, ist auf der linken Seite des Bootes das Seil 349, das an den oberen Seilscheiben läuft, durch ein Gestell 395 mit dem Bolzen 392 verbunden.
  • Die Ruderblätter 369 sind in Fig. 25 und 26 (in Aufsicht) als schwimmfähige Körper dargestellt, die beim Eintauchen ins Wasser zur Stabilisierung des Bootes beitragen. Der halbballonförmige Körper 396, der zur Verminderung der Wirbelbildung die mit 397 bezeichnete Form erhalten kann, ist durch das eigentliche Ruderblatt 369 abgedeckt, das zweckmäßig konkav geformt wird. Diese konkave Form ist durch die Linien 398 und 399 dargestellt. Bei Ausbildung der Ruder-Blätter 369 als Schwimmer ist es notwendig, daß die Rollen 373 mit Gegenrollen, ähnlich wie die Rollen 359 und 36o, auf einer Schiene ähnlich der Schiene 354 laufen, um die Achse 375 immer in waagerechter Lage zu halten.
  • An Stelle der großen Seilscheiben, besonders der Seilscheiben 346, können auch kleinere Scheiben Anwendung finden, und die Seilscheiben 347 und 348 können über ein Getriebe von den Zahn- oder Kettenrädern 351 und 352 angetrieben werden. Auch ist es nicht notwendig, daß die ganze Bootslänge zur Bewegung der Ruderblätter ausgenutzt wird. Es könnte z. B. nur die Bewegung vom Bug bis zu den Fußbrettern ausgenutzt werden. Dann könnten sich auch beide Ruderblätter an einem Fahrgestell befinden und auf einer Schiene laufen, die in der Mitte des Bootskörpers liegt, so daß nur ein Seilantrieb notwendig ist.
  • Bei Rudereinrichtungen, bei denen das Drehen der Ruder um ihre Längsachse Schwierigkeiten macht oder ungünstig ist, werden die Blätter am Ruder umklappbar eingerichtet. Die Ruderblätter werden sich dann beim Ruderarbeitsgang durch die auf sie einwirkende Strömungskraft so einstellen, daß sie den größtmöglichsten Widerstand bilden. Beim Leergang der Ruderbewegung schwenken sie um 9o° in eine Stellung, in der sie einen möglichst geringen Widerstand in der Luft oder im Wasser hervorrufen. Die Ruderblätter können auch aus mehreren umklappbaren Teilen bestehen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Rudereinrichtungen zum Rudern in der Gesichtsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruder oder nur Ruderblätter an Fahrgestellen bzw. Ruderwagen oder Schlitten angebracht sind, die auf geraden oder gebogenen Führungen, z. B. Laufschienen oder gespannten Seilen, bewegt werden.
  2. 2. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruder (z. B. 7 und 8) durch Verspannungen (Io bis 13) oder Verstrebungen (I4 und IS) an den Ruderwagen (3 und 4) abgestützt sind (Fig. I).
  3. 3. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruder (7 und 8) in Buchsen (2o) um ihre Längsachse drehbar sind (Fig. i).
  4. 4. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruder (z. B. 7) in Gabeln (21) oder Dollen (22) durch Lösung der Verstrebungen (I4 und I5) oder bei einer anderen Ausführung wie nach (8) durch Lösung der Verspannungen (II und 12) auf dem Ruderwagen geschwenkt werden können (Fig. I).
  5. 5. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der linke und der rechte Ruderwagen (3 und 4) durch Streben (31 und 32) zu einem Fahrgestell verbunden werden können (Fig.I).
  6. 6. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruderholme (27 und 28) durch ein Gelenk, z. B. ein Kardangelenk, verbunden sein können (Fig. I).
  7. 7. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen zum Teil (35 und 36) parallel und zum Teil (44 und 45 und 5o und 51) schräg zur Fahrzeugmitte liegen (Fig.2). B. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß sich am Anfang und Ende der Ruderbewegung die Holme (37 und 38) kreuzen können (Fig. 2). 9. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen (70 und 71) kreisbogenähnlich gebogen sind (Fig. 3). Io. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die gebogenen Laufschienen (75 und 76) so angeordnet sind, daß sich die Enden der beiden Laufschienen überschneiden (Fig. 4). II. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen (96 und 97) so am Boot befestigt sind, daß der Ruderer auf dem Rollsitz zwischen den Enden der Laufschienen durchfahren kann (Fig.6). 12. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen geneigt liegen, so daß die vorderen Enden der Laufschienen (97) unter den hinteren Enden der Laufschienen (96) liegen können (Fig. 6). 13. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ruderer nur an- einer Laufschiene (IIo oder III oder 112 oder 113) sitzt und nur ein Rüder (I05 oder Io6) betätigt (Fig. 7). I4. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mannschaftsboot nur mit einem Paar Laufschienen (125) und einem Paar Ruderwagen (122) ausgerüstet ist, deren Ruder von einem Ruderer bedient werden, während die Ruderwagen über Stangen (118, II9 und 121 oder 123) auch-von der Mannschaft bewegt werden (Fig. 8). 15. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruder (I4I) über die Buchsen (131) als Drehpunkt des Ruderwagens Wippbewegungen ausführen kann (Fig. 9). 16. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruder (I4I) in der Gabel oder Dolle (I38) mit den Verstrebungen (I34 und I36) oder mit den Verstrebungen (I35 und I37) am Ruderwagen gelagert ist (Fig. 9). I7. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Ruderwagen als geschlossener Rahmen (I45, I47 und I48) um die Laufstelle der Laufrollen (I46) auf der Laufschiene (I5o) schwenkbar ist (Fig. Io). I8. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Ruder (156) eine Rolle (I54) drehbar ist, die auf der Laufschiene (153) läuft (Fig. II). I9. Rudereinrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch Anwendung bei einem Landfahrzeug, z. B. einem Wintersportfahrzeug auf Kufen, wobei die Ruderblätter aus einem Rohrgeflecht, z. B. aus dem Rohr der Rotanpalme, bestehen können. 2o. Rudereinrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch Anwendung bei einem Landfahrzeug auf Rädern, wobei an der Stelle der Ruderblätter die Ruderschäfte mit Spitzen aus Metall ausgestattet sind. 21. Rudereinrichtung nach Anspruch 2o, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruderblätter als Rahmen oder Bügel, die z. B. mit Segeltuch bespannt sind, ausgebildet sind. 22. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollbahn für den Rollsitz nach vorn geneigt ist oder daß der hintere Teil der Rollbahn nach hinten ansteigt. 23. , Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Federkraft das Vorrollen des Rollsitzes erleichtert wird. 2q.. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stemmbretter kippbar sind. 25. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen mit Kugeln oder Rollen ausgestattet sind, so daß die Ruderwagen als Schlitten, d. h. ohne Laufrollen, ausgebildet werden können. 26. Rudereinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anwendung bei einem Muskelkraftflugzeug, wobei das Ruderblatt (17q. bis 176) als Tragfläche oder Flügel dienen kann (Fig. 12). 27. Rudereinrichtung nach Anspruch i und 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruderblatt (172 bis 176) durch eine zweite Laufschiene (168) abgestützt wird (Fig. 12). 28. Rudereinrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der verjüngte Teil des Bügels (17q.) mit dem Seil (175) federnd gestaltet ist (Fig. 12). 29. Rudereinrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Drehung des Ruderschaftes (172) um seine Längsachse (177) durch die Führung eines Handhebels (183) an schrägen oder stufenförmigen Flächen (185 und 188) bestimmt wird (Fig. 13). 3o. Rudereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruderwagen nur Ruderblätter (I95) tragen, die beim Ruderarbeitsgang senkrecht im Wasser stehen und beim Ruderleerlauf durch Bewegung eines Griffes (I96) über die Glieder (2oI, 202, 2o3 und 2o4) waagerecht über die Wasseroberfläche geführt werden (Fig. I4 bis I7). 31. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch Bewegung einer Kette (298) durch einen Hebel (297) eine Seilscheibe (300) gedreht und durch ein Seil (3o2) der Ruderwagen (3o6) mit dem Ruderblatt (3o8) zwischen zwei bootsähnlichen Schwimmern (28o und 28T) bewegt wird, wobei die Bewegung des handbedienten Hebels auf die des Ruders übersetzt wird (Fig. I8 bis 22). 32. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten eines Bootskörpers (345) je ein Fahrgestell bzw. Ruderwagen (357 und 358) mit Ruderblättern (369) durch Zug an Zahnstangen (367) oder Zugstangen (368) über Seil- oder Kettenantrieb (346, 347, 348, 349 und 35o) bewegt wird (Fig. 23 bis 2,6). 33. Rudereinrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruderblatt (369) ein selbstschwimmender Körper (396) sein kann, der halbballonförmig ausgebildet werden kann (Fig. 25 und 26). 34. Rudereinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruderblätter in ihrer Längsachsenrichtung umklappbar sind und sich beim Ruderarbeitsgang selbsttätig auf größtmöglichen Strömungswiderstand einstellen. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 782 300.
DEH7596A 1951-02-15 1951-02-15 Rudereinrichtungen Expired DE931091C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH7596A DE931091C (de) 1951-02-15 1951-02-15 Rudereinrichtungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH7596A DE931091C (de) 1951-02-15 1951-02-15 Rudereinrichtungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE931091C true DE931091C (de) 1955-08-01

Family

ID=7145147

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH7596A Expired DE931091C (de) 1951-02-15 1951-02-15 Rudereinrichtungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE931091C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR782300A (fr) * 1934-12-04 1935-06-01 Système de propulsion pour embarcations à rames

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR782300A (fr) * 1934-12-04 1935-06-01 Système de propulsion pour embarcations à rames

Similar Documents

Publication Publication Date Title
WO2019072976A1 (de) Antriebsmodul für einen bootartigen auftriebskörper und damit ausgerüsteter solcher auftriebskörper
DE3013411A1 (de) Katamaran
DE931091C (de) Rudereinrichtungen
DE3217250C2 (de)
DE2607764A1 (de) Antriebseinheit fuer boote und schwimmkoerper
DE3490101C2 (de)
DE3403938A1 (de) Geraet zur fortbewegung auf dem wasser mittels koerperkraft
DE3421583A1 (de) Wassersegelgleiter
DE3016857A1 (de) Beweglicher ruderausleger fuer ruderboote
DE4213467A1 (de) Rigg fuer segelfahrzeuge
DE899013C (de) Rudervorrichtung
DE2923707A1 (de) Land- oder wasserfahrzeug mit nichtkraengender segeleinrichtung
DE358856C (de) Rudereinrichtung fuer Boote
DE10027937B4 (de) Parallelschub-Ruder
DE802793C (de) Geraet zum Fortbewegen auf dem Wasser
DE3121796A1 (de) Rigg mit drachensegel
DE323395C (de) Als Reitgeraet dienendes Wasserfahrzeug
DE1816794A1 (de) Wasserfahrzeug
DE2424175A1 (de) Katamaran mit flossenantrieb
DE2542440A1 (de) Vorrichtung zur fortbewegung von booten durch menschliche muskelkraft
DE2416183A1 (de) Mehrrumpf-wasserfahrzeug
DE3428778C2 (de)
DE2249316A1 (de) Schwimmhilfe
DE102014003860B4 (de) Wasserfahrzeug, das mit Muskelkraft angetrieben wird, und zugehöriges Antriebsverfahren
DE1949858A1 (de) Wasserschlitten