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DE939773C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fensterrahmen oder aehnlichen rahmen- bzw. leistenfoermigen Gegenstaenden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fensterrahmen oder aehnlichen rahmen- bzw. leistenfoermigen Gegenstaenden

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Publication number
DE939773C
DE939773C DEP53467A DEP0053467A DE939773C DE 939773 C DE939773 C DE 939773C DE P53467 A DEP53467 A DE P53467A DE P0053467 A DEP0053467 A DE P0053467A DE 939773 C DE939773 C DE 939773C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shell
wood
frame
window
window frames
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP53467A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Moser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALTER OEHME
Original Assignee
WALTER OEHME
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WALTER OEHME filed Critical WALTER OEHME
Priority to DEP53467A priority Critical patent/DE939773C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE939773C publication Critical patent/DE939773C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N5/00Manufacture of non-flat articles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Wing Frames And Configurations (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fensterrahmen oder ähnlichen rahmen- bzw. leistenförmigen Gegenständen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von gebrauchsfertigen Fensterrahmen, Fensterstöcken oder ähnlichen rahmen- bzw. leistenförmigen Gegenständen, welche üblicherweise aus Naturholz bestehen. Wenn im folgenden allgemein von Fensterrahmen die Rede ist, so soll damit gesagt sein, daß Gegenstände wie Fensterrahmen, Fensterstöcke, Türrahmen und Türstöcke vorzugsweise von der Erfindung betroffen werden, weil die Anwendung der wesentlichen Erfindungsgedanken auf diesem Gebiet besondere technische und wirtschaftliche Vorteile bietet. Jedoch soll dadurch nicht ausgeschlossen sein, daß in weiterer Anwendung der Erfindung auch andere leistenförmige oder rahmenförmige Fertigfabrikate, wie z. B. Klosettsitze, in entsprechender Weise hergestellt werden.
  • Die Anfertigung von Fensterrahmen od. dgl. erfolgt bisher im allgemeinen aus Holz durch übliche Schreinerarbeit. Diese Fertigung ist teuer, denn sie erfordert außer dem kostspieligen Material gelernte Facharbeiter. Holz für diese Zwecke steht nur knapp zur Verfügung, so daß man oft gezwungen ist, minderwertiges Material zu verarbeiten. Auch lassen sich diese Rahmen durch Schreinerarbeit niemals ganz genau und gleichmäßig herstellen, und der fertige Naturholzrahmen kann sich durch Schwinden oder Quellen stets verziehen oder jedenfalls in seinen Maßen ändern. Die Folge davon ist, daß solche Fenster nicht exakt und vollständig schließen können, so daß die Bew'o'hner des mit solchen Fenstern ausgerüsteten Raumes besonders im Winter Abdichtungen, Fensterpolster usw. anwenden müssen. Ein Ersatz dieser Fenster aus Naturholz durch Metallfenster kommt mindestens für Wohnbauten im allgemeinen nicht in Frage.
  • Durch die Erfindung wird nun bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zur Herstellung von gebrauchsfertigen Fensterrahmen od. dgl. aus Kunstholz zu schaffen. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß eine an sich bekannte, aus Holzwolle oder ähnlichen gröberen Holzabfällen durch Aufsprühen, Benetzen oder sonstiges Verteilen von flüssigem, härtbarem Kunstharz bestehende Kunstholzmasse mit überwiegendem Holzanteil in Gestalt der gewünschten Fensterrahmen, Leisten oder ähnlichen Gegenstände vorgeformt wird, worauf diese Formlinge in einer Presse unter Anwendung eines der Masse eine holzartige Dichte verleihenden Preßdruckes in die endgültige Form gebracht und in üblicher Weise unter Anwendung von Hitze ausgehärtet werden.
  • Die Struktur, Dichte und Härte der fertigen Fensterrahmen wird hierbei so gewählt, daß die Masse etwa einem Holz von mittlerer Weiche entspricht.
  • Gemäß einem besonders vorteilhaften Ausführungsmerkmal der Erfindung werden die Rahmen oder sonstigen Gegenstände jedoch derart ausgebildet, daß sie eine äußere, verhältnismäßig harte und glatte Schale besitzen, während sie im inneren Teil weicher bzw. poröser sind. Die Struktur soll hierbei erfindungsgemäß etwa derjenigen eines Markknochens oder eines ähnlichen Knochengebildes entsprechen, welches eine harte und feste Außenschicht hat, wogegen die innere Zone markartig, jedenfalls weicher und weniger dicht ist.
  • Das hierbei zur Anwendung kommende Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Formlinge durch Aufsprühen, Tauchen oder sonstiges Aufbringen von flüssigem, härtbarem Kunstharz mit einer äußeren Randschicht mit überwiegendem Kunstharzanteil versehen werden, worauf die so vorbereiteten Gegenstände in einer Schalenform unter Anwendung eines Preßdruckes, welcher nach erfolgtem Abbinden der inneren Kernschicht eine verhältnismäßig geringe, etwa Weichholz- oder markartige Dichte und Härte, der äußeren Randschicht aber eine größere, etwa hartholzartige Dichte und Härte verleiht, verpreßt und unter Anwendung von Hitze ausgehärtet werden., Verfahren zur Herstellung von Kunstholzformkörpern aus Holzabfällen unter Verwendung von Kunstharzbindemitteln sind an sich bekannt. Auch ist es bekannt, solche Kunstholzmassen unter Anwendung von erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur zu verpressen. Die Herstellung von gebrauchsfertigen Fensterrahmen oder ähnlichen rahmen- bzw. leistenförmigen Gegenständen, wie z. B. Klosettsitzen, unter Anwendung des vorstehend genannten Verfahrens bietet jedoch besondere Vorteile, welche einen wesentlichen technischen Fortschritt auf dem in Rede stehenden Gebiet darstellen.
  • Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltenen Fensterrahmen od. dgl. besitzen alle Vorteile des Naturholzes, auf die es in diesem Fall ankommt, ohne aber die obenerwähnten Nachteile aufzuweisen. Sie sind dank des abgebundenen Kunstharzes außen glatt und wasserabweisend, so daß sie, vor allem bei entsprechender Färbung, eines besonderen Anstriches nicht bedürfen. Infolge ihrer Struktur besitzen sie eine große Festigkeit, sie können sich nicht verziehen und behalten ihre Form stets genau bei. Das Gewicht der Fensterrahmen od. dgl. ist mäßig und vor allem bei der knochenartigen Struktur viel geringer als bei Teilen aus Kunstharz. Dazu sind die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Fensterrahmen nagelbar und nicht so spröde wie reines Kunstharz. Die Anfertigung der Fensterrahmen od. dgl. kann fabrikmäßig durch ungelernte Kräfte erfolgen. Die fertigen Fenster passen genau ineinander -und in die Fensterstöcke, welche entsprechend herstellbar sind, so daß ein Verklemmen nicht vorkommen kann und andererseits unerwünschte Fugen vermieden werden können. Vor allem ist mit der Erfindung eine große Holzersparnis verbunden, weil sich die Masse zum überwiegenden Teil aus einem Abfallprodukt wie vor allem Holzwolle zusammensetzt. Dadurch und durch die einfache Herstellung wird eine preiswerte Fertigung der Fensterrahmen usw.' ermöglicht.
  • Das Herstellungsverfahren gemäß der Erfindung ermöglicht ferner eine besonders vorteilhafte Profilierung der Fensterrahmen und -stocke, indem die Profile der Rahmen bzw. Leisten an ihren zusammenarbeitenden Flächen in Form von Bögen, Kurven oder S-Bögen bzw. Schlangenlinien geschweift sind, wobei die Radien dieser Kurven oder Bögen bei je zwei zusammenarbeitenden Flächen derart verschieden gewählt werden, daß sich die beiden Flächen nur auf einer Linie oder schmalen Tangentenzone berühren. Dadurch wird ein ganz dichtes Schließen der Fenster erzielt. Ferner ist es zweckmäßig, die Rahmenecken abgerundet auszubilden, um die Festigkeit zu erhöhen und die Gefahr eines Ausbrechens zu vermindern. Die abgerundeten Rahmenecken gestatten auch eine leichtere Säuberung, und es kann sich nicht so gut Feuchtigkeit in den Ecken festsetzen.. Die bei Holzfenstern allgemein üblichen Scheinecken oder Metallwinkel sind hierbei nicht mehr erforderlich. Schließlich kommt hinzu, daß die Rahmenbeschläge, wie z. B. Fischbänder, gleich in die Rahmen mit eingepreßt werden können, ebenso wie Hohlräume oder Aussparungen für Verschlußorgane usw. gleich bei der Herstellung mit vorgesehen werden. Der Preßdruck darf also nicht groß sein, damit die poröse Struktur der Kernschicht nicht verlorengeht, welche z. B. die Dichte und Härte eines schnell gewachsenen Weichholzes, wie Pappelholz, haben kann. Die äußere Randschicht wird bereits durch das in ihr überwiegend vorhandene Kunstharz nach dem Abbinden erheblich härter, z. B. etwa so hart wie Eichenholz.
  • Einen wesentlichen Gegenstand der Erfindung bildet schließlich auch die Einrichtung, welche zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dient. Von besonderem Vorteil ist hier die Anwendung einer verhältnismäßig kräftigen Mutterform zusammen mit einer Anzahl von dünnwandigen Schalenformen, welche die eigentlichen Formen bilden und auswechselbar in die Mutterform einsetzbar sind. Dadurch ist man in der Lage, mit einer einzigen Mutterform kontinuierlich zu arbeiten, was eine besonders wirtschaftliche Fabrikation ermöglicht, weil die schwächeren Schalenformen naturgemäß viel billiger sind als die kräftige Hauptpreßform. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Einrichtung sind in der nachfolgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigt -Fig. i im Querschnitt die Leistenprofile eines Verbundfensterrahmens zusammen mit dem Profil des angrenzenden Fensterstockes, Fig.2 in perspektivischer Darstellung eine-herausgeschnittene Rahmenecke des Fensterrahmens, Fig.3 im Querschnitt die in Fenstermitte zusammenstoßenden Leistenprofile der Fensterflügelrahmen eines Verbundfensters, Fig. q. in Aufsicht, im Querschnitt und im Längsschnitt einen vollständigen Fensterrahmen, Fig. 5 perspektivisch und schematisch die auseinandergezogenen Teile einer aus Mutterform und Schalenform bestehenden Preßform, welche etwa in der Mitte abgebrochen ist, Fig. 6 die Preßform nach Fig. 5 im Querschnitt mit auseinandergezogenen Einzelteilen, Fig. 7 im Querschnitt die Preßform nach F ig. 5 oder 6 in zusammengefügter Arbeitsstellung, und Fig. 8 im Schnitt - für sich herausgezeichnet -die Funktion der Verschlußteile der Schalenform. Als Beispiel für die Erfindung ist in Fig. q. der Zeichnung ein einzelner Fensterrahmen i in fertigem Zustand dargestellt. Die Rahmenecken :2 dieses Fensterrahmens sind abgerundet; in Fig. 2 ist eine solche Rahmenecke 2 in vergrößertem Maßstab gezeigt. Die Leistenprofile des Fensterrahmens sind je nach Lage und Zweck verschieden. Bei einem Verbundfenster, wie es in Fig. i und 3 angedeutet ist, arbeiten mit dem Fensterstock 3 die Rahmenleisten q. und 5 zusammen, welche um die Drehachse eines angedeuteten Fischbandes 6 schwenkbar sind. In der Fenstermitte (Fig. 3) stoßen die Rahmenleisten 7 und 8 mit den Rahmenleisten 9 und io des gegenüberliegenden Fensterflügels zusammen.
  • Alle diese Fensterrahmen sowie auch der Fensterstock bestehen nun erfindungsgemäß aus abgebundenem Kunstholz aus Holzwolle od. dgl. und Kunstharz. Die Art des verwendeten Kunstharzes ist nicht Gegenstand der Erfindung, es kann hierfür ein beliebiges, härtbares Kunstharz, gegebenenfalls Mit Füllstoffen, Farbstoffen usw. versehen, verwendet werden, welches im Zusammenhang mit de,-Holzwolle die gewünschten und für die Ausführung der Erfindung erforderlichen Eigenschaften besitzt.
  • Wie die dargestellten Profilquerschnitte zeigen, haben die Rahmen bzw. Leisten eine innere, weichere oder porösere Kernschicht i i, welche einen überwiegenden Anteil von Holzwolle enthält, und eine äußere, härtere Randschicht oder Schalenschicht 12, welche einen nach außen hin immer stärker überwiegenden Anteil von Kunstharz aufweist. Der Überzug der Rahmen usw. soll also gewissermaßen wie die harte und feste äußere Schale eines Knochens das innere, weniger dichte oder markartige Gefüge der Kernschicht umschließen. Wenn beispielsweise das Kunstharz in dieser Xernschicht nur etwa io bis 15"/o der Holzwolle ausmacht, so kann der Prozentsatz an Kunstharz in der Randschicht etwa 401/o bis - nach außen -ansteigend auf fast ioo'o/o ausmachen.
  • Vorzugsweise sind die Rahmenleisten nun an ihren zusammenarbeitenden Flächen 13 bzw. 14 in Form von Bögen, Kurven oder S-förmigen Linien geschweift, wobei jeweils der eine, z. B. der Bogen 13, einen etwas kleineren Radius hat als der gegenüberliegende Bogen, 1q.. Die Flächen 13 und 14 stoßen tangentiral zuisammen und bilden eine theoretisch linienförmige, praktisch etwas breitere, aber immer noch ziemlich schmale Berührungszone, welche infolgedessen einen sehr dichten Abschluß des Fensters ergibt. Beim Schließen des Fensters werden diese Bogenflächen 13 und 14 fest aufeinandiergepreßt. Eine derartige Profilierung der Fensterrahmen ist praktisch nur bei Gegenständen gemäß der Erfindung möglich, weil diese im Gegensatz zu Naturholzrahmen nicht schwinden oder quellen, sondern: die Kurvenprofile stets genau beibehalten.
  • Die Preßform, welche zur Herstellung der Fensterrahmen od. dgl. dient, besteht im wesentlichen aus einer zweiteiligen Mutterform und einer oder mehreren Schadenformen. Die Mutterform setzt sich aus einem im Querschnitt U-förmigen Unterteil 15 und einem im Querschnitt I-förmigen Stempelteil 16 zusammen. Beide Teile 15 und 16 sind aus Metall in kräftiger Konstruktion ausgeführt, um dem Preßdruck einer hydraulischen oder sonstigen Presse standhalten zu können. Am oberen Rande des Stempelteiles 16 sind zweckmäßig noch seitliche Bügel 17 angebracht, die sich an die Außenseite des Unterteiles 15 legen. In Fig. 5 der Zeichnung ist das Unterteil 15 in der Mitte durchgeschnitten, und die beiden Hälften sind der Ansdh.auilidhkeit halber auiseinan@dergezogen dargestellt. Bei den übrigen Teilen der Fig. 5 sind diese zweiten Hälften. fortgelassen worden.
  • Die Schalenform besteht aus einem Schalenunterteil 18 und einem Schalendeckel i9, welcher zusammen mit dem Unterteil den eigentlichen Hohlraum der Rahmenform umschließt. Die beiden Schalenform.teüle 18 und i9 sind somit innen entsprechend der Gestalt und dem Querschnitt des herzustellenden Fensterrahmens od. dgl. profiliert, während ihre äußeren Abmessungen derart gehalten sind; daß sich die Schalenform gut passend in den Unterteil 15 der Mutterform einsetzen läßt.
  • Der Schalendeckel ig soll beim Niedergehen des Mutterformstempels 16 in den Schalenunterteil 18 hineingedrückt und in seiner Endstellung darin arretiert werden. Zu diesem Zweck sind die Seitenwandungen des Schalenunterteiles 18 an einigen Stellen mit elastisch nach außen federnden Wandstreifen 2o versehen, welche oben. nach innen abfallende Nasen 2i trag-en. Wie in Fig. 8 veranschaulicht ist, drücken die spitzen Unterkanten 22 des Schalendeckels ig beim Herabgehen auf die Schrägflächen der Nasen 21 und drücken dabei die federnden Wandstücke 2o nach außen. In dem Mutterformunterteil 15 sind hierfür besondere Aussparungen 23 vorgesehen, wie in Fig. 7 dargestellt, in welche sich die federnden Wandstücke 2o einlegen können, bis der Schalendeckel ig seine untere Endstellung erreicht hat, worauf die Wandstücke 2o zurückfedern und sich mit ihren Nasen 21 über den Schalendeckel ig legen. Dadurch wird erreicht, daß sich die Schalenform 18, ig nach erfolgtem Abpressen nicht infolge eines vor dem Abbinden noch vorhandenen inneren Überdruckes des abgeformten Rahmens i od. dgl. wieder öffnen kann. Man kann vielmehr den Stempel der Mutterform sogleich nach dem Preßvorgang wieder hochgehen lassen und die Schalenform herausnehmen, um sie abbinden zu lassen, während eine frisch gefüllte Schalenform in die Mutterform eingesetzt wird. Die gestrichelten Linien in Fig. 8 zeigen die Anfangsstellung der spitzen Kante 22 des Schalendeckels ig sowie die federnd nach außen gedrückte Stellung der Wandstücke 2o.
  • Das Herstellungsverfahren gemäß der Erfindung ist nach dem Vorangegangenen ohne weiteres verständlich, -so d,aß sich eine weitere Beschreibung erübrigt.
  • Es sei nur noch erwähnt, daß' die vierteilige Preßform nach Fig. 5 bis 8 auch zur Herstellung von einheitlich dichten Rahmenkörpern od. dg'l. verwendet werden kann:. Ferner ist .es klar, daß an Stelle der als Beispiel dargestellten Verbundfensterrahmen gemäß der Erfindung auch Rahmen für Kastenfenster, Einfachfenster, Fensterstöcke, Türrahmen usw. hergestellt werden können. In Einzelheiten kann die Preßform auch von dem dargestellten Ausführungsbeispiel abweichen, so kann beispielsweise die Arretierung des S.chailen:deckels im Unterteil der Schalenform mit abweichenden, aber an sich üblichen Mitteln herbeigeführt werden. Eine Beheizung der Schalenform in der Mutterform ist nicht notwendig, da die Schalenformen nach dem Herausnehmen aus der Mutterform für sich beheizt oder in Heizräumen aufgestellt werden können, bis das Kunstholz abgebunden ist.

Claims (7)

  1. l@ATENTANSPRLCIIE: i. Verfahren zur Herstellung von gebrauchsfertigen Fensterrahmen oder ähnlichen rahmen-bzw. leistenförmigen Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte aus Holzwolle oder ähnlichen gröberen Holzabfällen durch Aufsprühen, Benetzen oder sonstiges Verteilen von flüssigem, härtbarem Kunstsharz bestehende Kunstholzmasse mit überwiegendem Holzanteil in die gewünschte Gestalt vorgeformt wind, worauf diese Formlinge in einer Presse unter Anwendung eines der Masse eine holzairtsge Dichte verleihenden Preßdruckes in die endgültige Form gebracht und in üblicher Weise unter Anwendung von Hitze ausgehärtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die Formlinge durch Aufsprühen, Tauchen oder sonstiges Aufbringen von flüssigem, härtbarem Kunst'h.arz mit einer äußeren Randschicht mit überwiegendem Kunstharzanteil versehen werden, worauf die so vorbereiteten Gegenstände in einer Schalenform unter Anwendung eines Preßdruck es, welcher nach exfolgtem Abbinden der inneren Kernschi.cht eine verhältnismäßig geringe, etwa weichholz- oder markartige Dichte und Härte, der äußeren Randschicht aber eine größere, etwa hartholzartige Dichte und Härte verleiht, verpreßt und unter Anwendung von Hitze ausgehärtet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Fensterrahmen od. dgl. vorgesehenen Beschläge, wie Fischbänder, oder Aussparungen für Verschlußteile usw. beim Formen an Ort und Stelle eingehr.adhrt und sodann in die Gegenstände mit eingepreßt werden. q..
  4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßform aus einer verhältnismäßig kräftigen Mutterform (i5, 16) und in diese auswechselbar einsetzbaren, schwächeren Schalenformen (i8, ig) besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Mutterform aus einem die Schalenformen aufnehmenden, im Querschnitt U-förmigen Unterteil (i5) und einem Formstempel (i6) besteht, während die auswechselbare Schalenform aus einem außen der Mutterformhdhlung angepaßten und innen entsprechend denn Rahmen- oder Leistenprofil .ausgesparten Schalenunterteil (i8) und einem in letzteren einsetzbaren Schalendeckel (ig) zusammengesetzt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalendeckel (ig) beim Niedergehen des Formstempels (i6) in den. Sdhal.enunterteil (i8) !hineindrückbar und von letzterem in seiner Abschlußstellung arretierbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandungen des Schalenunterteiles (i8) mit nach außen federnden Wandstreifen (2o) mit nach innen abgeschrägten Nasen (2i) versehen sind, welche von den Unterkanten des - niedergehenden Schalendeckels (ig) beiseite gedrückt werden und nach Erzeichen der Abschlußstedlung über dem Schalendeckel (ig) einschnappen. B. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5 zur Herstellung von Fensterrahmen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenform (18, ig) mit abgerundeten Rahmenecken versehen ist. g. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Rande des Formstempels (16) seitliche Bügel (17) angebracht sind, welche sich gegen die Außenseiten des Unterteiles (15) legen. i o. Fensterrahmen oder äihnlidhe Gegenstände, hergestellt nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen- bz.w. Leistenprofile an ihren zusammenarbeitenden Flächen (13 und 14) in Form von Kurven, Bögen, S-Linien oder Schlangenbögen geschweift sind, wobei die Radien von je zwei zusammenstoßenden Flächen derart verschieden groß sind, daß sich die beiden tangierenden Flächen nur auf einer Linie oder schmalen Zone berühren,. Angezogene Druckschriften: Zeitschrift »Holz als Roh- und Werkstoff«, J'g. 1943, S. 277 bis 283, Aufsatz »Die Holzspanplatte« von Fred Fahrni.
DEP53467A 1949-08-31 1949-08-31 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fensterrahmen oder aehnlichen rahmen- bzw. leistenfoermigen Gegenstaenden Expired DE939773C (de)

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