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Tischlereimaschine mit elektrischem Antrieb Die Erfindung betrifft
eine Tischlereimaschine mit elektrischem Antrieb; die sich gegenüber den bisher
bekannten Maschinen ähnlicher Art, insbesondere Kreissägen und Fräsen, durch eine
besonders vielseitige Verwendbarkeit bei einfachem, geschlossenem Aufbau, geringem
Raumbedarf, bequemer Bedienung und großer Betriebssicherheit auszeichnet.
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Es sind bereits Kreissägen mit schwenkbarer Sägewelle bekannt. Bei
einer -bekannten Maschine dieser Bauart wird -durch die Schwenkbewegung die Lage
der Mittelachse .der Sägewelle verändert, so daß diese Bewegung nur in Abhängigkeit
von einer gleichzeitigen Höhenverstellung möglich ist. Dies hat zur Folge, daß die
Säge zur Ausführung eines bestimmten Schrägschnittes unter Einhaltung einer bestimmten
Schnitthöhe nur bedingt und nur mit erheblichem Zeitverlust eingestellt werden kann.
Auch muß hierbei in der Tischplatte eine wesentlich größere Aussparung als der normale
Sägeschlitz vorgesehen werden, wodurch die Gefahr von Unfällen erhöht wird.
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Ferner sind Kreissägen bekannt, bei welchen die Führungselemente für
die Höhenbewegung und die Schwenkbewegung derart außerhalb des Maschinenkörpers
angeordnet sind, daß sie bei einer Schrägstellung des Sägeblattes von beispielsweise
45° so weit in den Standplatz des Bedienungsmannes hineinragen, daß die Arbeit bei
.dieser Stellung erheblich behindert ist.
Bei einer anderen bekannten
Kreissägenmaschine ist eine Schrägstellung des Sägeblattes dadurch ermöglicht, daß
der Motor mit seiner Welle in die Schwenkvorrichtung einbezogen ist. Die Sägeblattwelle
ist hierbei mit ihren Lagern unmittelbar am Motor angeflanscht. Es ist deshalb nur
ein Riemenantrieb zwischen Motorwelle und Sägewelle möglich. Der Motor muß hierbei
mit seiner ganzen Befestigungsvorrichtung stets nach einer bogenförmigen Führung
mitgeschwenkt werden, wodurch ,die Bedienung erheblich erschwert ist. Die Verbindung
dieser Vorrichtung mit einer Fräse ist nicht möglich. _ Gegenstand der Erfindung
ist eine Tischlereimaschine, die aus einer an sich bekannten, in ihrer Höhenlage
und ihrer Schräglage .einstellbaren Kreissäge und einer senkrechten, ebenfalls der
Höhe nach verstellbaren Frässpindel besteht, wobei beide Werkzeuge über einen in
einem geradlinig verstellbaren und längs einer bogenförmigen Schlittenführung schwenkbaren
Getriebegehäuse waagerecht liegenden Winkeltrieb von der Hauptantriebswelle aus
angetrieben werden. Das Getriebegehäuse ist hierbei mit einer senkrechten Gleitführung
und zusätzlich mit einer um eine waagerechte Mittelachse schwenkbaren Gleitführung
verbunden, so 'daß die Höhenverstellung und die Schwenkbewegung unabhängig voneinander
durchgeführt werden können. Die Kreissägenwelle kann an dem dem Sägeblatt gegenüberliegenden
Ende mit einem Spannfutter zur Aufnahme von beliebigen anderen Werkzeugen, beispielsweise
Bohrern, Fräsern u. dgl., versehen sein, das die Schwenkbewegung der Kreissägenwelle
in der Arbeitsebene mitmacht und dadurch beispielsweise das Entfräsen schräger Schlitze
in. entsprechenden Werkstücken zuläßt.
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Die Frässpindel wird vorteilhaft in an sich bekannter Weise über ein
schaltbares Zwischengetriebe bzw. über axial verschiebbare Stufenräder angetrieben,
derart, daß sie auf mehrere Drehzahlen schaltbar ist: Gegenüber den bekannten Kreissägenmaschinen
entfallen alle zeitraubenden Umstellungen, die bisher durch Riemenwechsel oder Schwenken
des Antriebsmotors in eine andere Antriebslage bedingt waren; zugleich gestattet
die Verbindung mit einer Fräse eine außerordentlich vielseitige Anwendung.
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Ein Ausführungsbeispiel einer kombinierten Kreissägen- und Fräsmaschine
gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer Form dargestellt.
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Fig. I ist eine Seitenansicht des Getriebegehäuses mit Schnitt durch
die Führungs- und Verstellorgane für die Höhen- und Schwenkbewegung, Fig. 2 eine
Vorderansicht des Getriebegehäuses, wobei die verschiedenen Höhen- und Schräglagen
der Sägewelle bzw. Fräswelle und des Antriebsmotors zum Teil mit gestrichelten Linien
angedeutet sind; Fig. 3 ist eine Draufsicht auf- die Führungsorgane bei abgenommener
Tischplatte mit Schnitt durch das Getriebegehäuse nach der gebrochenen Linie III-III
in Fig. I, Fig.4 eine Ansicht .der bogenförmigen Gleitführungselemente entsprechend
der Linie IV-IV in Fig. i bei abgenommenem Getriebegehäuse, Fig.5 eine gleichartige
Darstellung wie Fig.4 bei der entgegengesetzten Endlage der Kreissägenwelle.
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In dem Getriebegehäuse I sind drei Hauptwellen 2, 3; 4 gelagert. Die
Kreissägenwelle 2 trägt an ihrem einen Ende das Sägeblatt 30; das andere Ende kann
wahlweise mit einem Spannfutter 3I zur Aufnahme eines Bohrers, Fräsers od. dgl.
versehen sein. Die senkrecht zur waagerechten Ebene verlaufende Welle 3 dient als
Fräswelle und ist zur Aufnahme von Scheiben-, Schlitz- und Nutfräsern mit einem
Innenkonus und den erforderlichen Befestigungsgewinden versehen. Beide Wellen werden
durch die im rechten Winkel zur Welle 2 angeordnete Hauptantriebswelle 4 mit Keilriemenscheibe
5 angetrieben, die ihrerseits ihren Antrieb über den Keilriemen 32 und die Riemenscheibe
33 von dem schwingend aufgehängten Motor 6 erhält und über das Kegelradpaar 7 und
8 die Welle 2 antreibt.
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Auf der Welle :2 sitzen beispielsweise zwei Zahnräder 9 und Io von
verschiedenem Durchmesser; die mit axial verschiebbaren Gegenrädern I r bzw. 12
in Eingriff gebracht werden können, welche ihrerseits auf der Welle I3 sitzen, von
der aus die senkrechte Fräswelle 3 über einen Winkeltrieb mit verschiedenen Drehzahlen
angetrieben werden kann. In der mittleren Lage( Null-Lage) der beiden verschiebbaren
Zahnräder II und I2 ist die Fräswelle abgeschaltet.
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Auf seiner Rückseite ist das Getriebegehäuse I als geradlinige Gleitführungsbahn
ausgebildet und mit Hilfe von Deckleisten I4 mit einem Führungskörper I5 verschiebbar
verbunden. Es kann auf diesem Führungskörper mit Hilfe des Handrades I6 über die
Spindel I7, das Kegelräderpaar I8 und die Gewindespindel I9 geradlinig der Höhe
nach verschoben werden.
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Der Führungskörper I5 seinerseits ist mit Schrauben 2o mit einer Segmentplatte
2I fest verbunden, die an ihrer Rückseite eine bogenförmige Gleitführungsbahn 22
besitzt, welche in eine entsprechend ausgebildete Gegenbahn 23 des Maschinenkörpers
24 eingreift und zusätzlich durch das übergreifende Haltesegment 25 geführt ist.
An der Innenseite des Maschinenkörpers 24 ist ferner ein Zahnbogen 26 befestigt,
in welchen ein mit einer Hohlwelle 27 fest v_ erbundenes Zahnrad 28 eingreift, derart,
daß durch Betätigung des Sterngriffes 29 die Segmentplatte 2I und das mit ihr verbundene
Getriebegehäuse I in der Pfeilrichtung verschwenkt werden können. Die Drehmittelpunkte
der bogenförmigen Gleitführungsbahn 22 und des Haltesegmentes 25 liegen zweckmäßig
im Schnittpunkt C der senkrechten Mittelebene des Sägeblattes und der waagerechten
Oberkante des Arbeitstisches 34.
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Die gemeinsame Lagenbüchse 35 der Kegelradwelle 17 und der Hohlwelle
27 ist als Flanschbüchse fest mit der Segmentplatte gz verschraubt
und
besitzt an ihrem äußeren Ende ein Gewinde, mit welchem eine mit einem Handgriff
37 versehene Mutter 36 in Verbindung steht. Mit Hilfe dieser Mutter kann die Segmentplatte
2I in jeder beliebigen Schräglage fest mit dem Maschinenkörper 24 verklemmt werden.