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DE938612C - Verfahren zur Gewinnung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Duengemitteln

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Publication number
DE938612C
DE938612C DEV7378A DEV0007378A DE938612C DE 938612 C DE938612 C DE 938612C DE V7378 A DEV7378 A DE V7378A DE V0007378 A DEV0007378 A DE V0007378A DE 938612 C DE938612 C DE 938612C
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DE
Germany
Prior art keywords
salt
magnesia
production
potash
potash magnesia
Prior art date
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Expired
Application number
DEV7378A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr-Ing Autenrieth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VERKAUFSGEMEINSCHAFT DEUTSCHER
Original Assignee
VERKAUFSGEMEINSCHAFT DEUTSCHER
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Publication date
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Priority to DEV7378A priority Critical patent/DE938612C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE938612C publication Critical patent/DE938612C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/12Preparation of double sulfates of magnesium with sodium or potassium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/02Manufacture from potassium chloride or sulfate or double or mixed salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln Die Herstellung magnesiumsulfathaltiger Kalidüngemittel hat in jüngster Zeit sehr an Bedeutung gewonnen, da sich immer mehr zeigt, daß viele Böden ausgesprochenen Magnesiummangel aufweisen. Die Gewinnung derartiger Düngemittel aus aus Kalirohsalzen hergestellten Produkten bringt jedoch für den gesamten Verarbeitungsprozeß eine Reihe von grundsätzlichen Schwierigkeiten mit sich, die bislang einer Steigerung der Erzeugung derartiger Dünger hindernd im Wege stehen und die Wirtschaftlichkeit der gesamten Rohsalzverarbeitung auch schon bei niedriger Kalimagnesiaproduktion stark beeinträchtigen. Bei der Herstellung von Kalimagnesia nach den bisher üblichen Verfahren fällt eine Mutterlauge an, die infolge ihres relativ hohen Chlorkaliumgehaltes zur Vermeidung untragbarer Kaliverluste in den Laugenkreislauf des Chlorkaliumbetriebes zurückgegeben werden muß. Dadurch wird der Chlorkaliumbetrieb chlormagnesiumseitig erheblich belastet. Die mit der Kalimagnesialauge in den Chlorkaliümbetrieb eingeführte Chlormagnesiummenge muß von diesem in Form hochchlormagnesiumhaltiger Mutterlaugen abgestoßen werden. Da jedoch der Chlorkalium-Löseprozeß aus einer ganzen Reihe bekannter Gründe anstreben muß, den Chlormagnesiumgehalt seiner Umlauflaugen niedrig zu halten, ist die Möglichkeit der Unterbringung von Kalimagnesialaugen in denselben stark begrenzt. Bei Betrieben, die Mischsalz verarbeiten (Hartsalz und Carnallit), und die infolge eines relativ niedrigen Carnallitgehaltes eine Vorzersetzung des Carnallits wirtschaftlich nicht betreiben können, tritt durch die Zufuhr des carnallitischen Chlörmagnesiums aus dem Rohsalznoch eine zusätzliche chlormagnesiummäßige Belastung des Löseprozesses ein. Aus diesem Grunde sind gerade hier die Schwierigkeiten der Erzeugung von Kalimagnesia besonders groß.
  • Es wäre also anzustreben, im Kalimagnesiaprozeß hochchlormagnesiumhaltige, an Steinsalz gesättigte chlorkaliumarme und daher direkt abstoßbare Kalimagnesialaugen zu erzeugen. Es wäre weiterhin erwünscht, wenn der Chlorkaliumbetrieb nicht wie bisher durch den Kalimagnesiaprozeß chlormagnesiumseitig belastet, sondern möglichst noch entlastet würde. Dadurch würden insbesondere auch bei Mischsalzbetrieben erhebliche wirtschaftliche Vorteile resultieren.
  • Untersuchungen haben nun ergeben, daß tatsächlich die Möglichkeit besteht, auf einfache Art und Weise die soeben angedeuteten Voraussetzungen für eine wirtschaftlichere Produktionsgestaltung zu verwirklichen. Der entscheidende Gedanke hierbei ist der, daß für die Kalimagnesiaherstellung nicht wie bisher Sulfatlauge, die Mutterlauge aus dem Kaliumsulfatbetrieb, sondern chlormagnesiumhaltige Hartsalz, laugen, insbesondere Hartsalzmutterlaugen, aus dem Chlorkaliumprozeß verwendet werden. Man arbeitet unter diesen Umständen von vornherein im steinsalzgesättigten System, ist also auch in der Lage, den Kalimagnesiaprozeß mit Hilfe niedrigprozentigen steinsalzreichen Chlorkaliums zur Durchführung zu bringen. Die Bedingungen zur Erzielung hochchlormagnesiumhaltiger Kalimagnesia-Umsetzungslaugen sind von dem Erfinder für die gegebenen Verhältnisse sehr eingehend studiert worden und werden weiter unten mitgeteilt.
  • Grundsätzlich werden durch die angeführte Verfahrensweise folgende Vorteile erzielt: i. Der Hartsalz- bzw. Mischsalzlösebetrieb wird durch die Entnahme von Chlorkalium-Mutterlauge für die Erzeugung der Kalimagnesia chlormagnesiumseitig entlastet.
  • 2. Für die Kalimagnesia-Umsetzung kann stark NaCl-haltiges Chlorkalium Verwendung finden, das ohne besondere Reinigungs- oder Deckverfahren direkt aus dem Chlorkaliumbetrieb bezogen werden kann.
  • 3. Durch die Verwendung von Chlorkalium-Mutterlauge als Ausgangslauge für den Kalimagnesiaprozeß ist die Möglichkeit gegeben, Wasser bzw. Decklaugen aus dem Kaliumsulfatbetrieb (Sulfatlauge) in der Mutterlaugenentnahme entsprechender Menge in den Chlorkalium-Deckprozeß einzuführen. Dadurch werden die Möglichkeiten zur Herstellung großer Mengen hochprozentigen Chlorkaliums ohne Störung der Wasserbilanz des Lösebetriebes entscheidend verbessert.
  • 4. Durch die Verwendung chlormagnesiumhaltiger Mutterlaugen des Chlorkaliumbetriebes bei der Kalimagnesiaherstellung wird gleichzeitig , der Chlormagnesiumspiegel der Umlauflaugen des Chlorkaliumprozesses erniedrigt, was wiederum zu einem Anfall höherprozentigen Chlorkaliums führt und gleichzeitig eine Verringerung des Laugenumlaufs und damit eine Verbesserung des Energie- und Wärmehaushaltes des Chlorkaliumbetriebes bewirkt.
  • 5. Bei Mischsalzbetrieben,(Hartsalz und Carnallit), bei welchen infolge eines relativ niedrigen Carnallitgehaltes im Rohsalz die wirtschaftlichen Voraussetzungen zum Betrieb einer Carnallit-Vorzersetzung vor dem eigentlichen Löseprozeß nicht gegeben sind, besteht mit Hilfe des hier beschriebenen Verfahrens die Möglichkeit, unter Verwendung des in den deutschen Hartsalzen reichlich vorhandenen Kieserits unter Gewinnung von Kalimagnesia oder magnesiahaltigen Kalidüngemitteln zu hochchlormagnesiumhaltigen abstoßfähigen Laugen zu gelangen. Auf diese Weise kann also auf wirtschaftliche Art auch das.Chlormagnesium des Carnallits der #lischsalze zum Abstoß gebracht werden.
  • Die anfallende Kalimagnesia ist je nach dem NaCl-Gehalt des für die Umsetzung zur Verwendung kommenden Chlorkaliums mehr oder weniger steinsalzhaltig. Die steinsalzhaltige Kalimagnesia kann direkt verwendet werden zur Herstellung von Spezialdüngern (z. B. Mischen mit Chlorkalium) oder aber kann durch geeignete Methoden vom Steinsalz abgetrennt und als handelsübliche Kalimagnesia bzw. zur Herstellung von Kaliumsulfat Verwendung finden.
  • Die Umsetzung der Hartsalz-Mutterlauge zu Kalimagnesia unter Verwendung steinsalzhaltigen (oder steinsalzfreien) Chlorkaliums kann sowohl mit Bittersalz - als auch mit Magnesiumsulfat (entwässertem Kieserit) erfolgen. Es kann auf Schönit (KZSO4 MgS04 - 6 H20) oder Leonit (K,S04 - M9S04 - 4H20) gearbeitet werden. An Hand des von uns durch eingehende Gleichgewichtsbestimmungen ermittelten und in der Abbildung dargestellten Diagramms lassen sich die Bedingungen zur Erzielung günstigster Umsetzungslaugen leicht ableiten. Das Diagramm stellt Isothermenscharen dar der stabilen und metastabilen Löslichkeiten des Schönit sowie des Leonit und des Bittersalzes bei Gegenwart von KCl und NaCl als Bodenkörper. Die Herstellung von Schönit im steinsalzgesättigten System erfolgt unter Erzielung günstigster Kalimagnesiaumsetzungslaugen, wenn man so arbeitet, daß Koexistenz von KCl + Na Cl -f- Schönit Bittersalz im Temperaturbereich zwischen 25 und 3o° erreicht wird. Die Koexistenzlinie für die vier genannten Bodenkörper ist in der Abbildung durch die Linie -M'25'-M'30' dargestellt. Schönit ist in diesem Bereich metastabiler Bodenkörper. Die Bildungsgeschwindigkeit des Schönit ist jedoch wesentlich größer als diejenige des stabilen Bodenkörpers Kainit sowie des ebenfalls metastabilen Bodenkörpers Leonit. Es läßt sich unter Einbaltung bestimmter Arbeitsbedingungen ohne weiteres die Gleichgewichtslinie M'25°-M'3o° unter ausschließlicher Abscheidung von Schönit als sulfatischem Doppelsalz erreichen. Der Punkt M'35°, bei dem die genannten Bodenkörper bei 35° koexistent sind, ist praktisch jedoch infolge der hier auftretenden großen Übersättigung an Leonit und Kainit nicht mehr ohne zusätzliche Abscheidung der beiden letztgenannten Doppelsulfate zu erhalten. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die Berechnung der Mengenverhältnisse der Komponenten für die Umsetzungen sowie die Endtemperatur für die Umsetzungen so vorzunehmen bzw. einzustellen, daß Umsetzungslaugen entstehen, die, wie gesagt, auf der Verbindungslinie von M'25°-M'3o° liegen. Die Zusammensetzung der Lauge M'25° ist beispielsweise: [49,5 M9C12 -i- 16,9 MgS04 + 8,3 K2C12 -f- 8,4 Na2C12 + iooo H20] oder in g/1 ausgedrückt 228 g/1 Mg C12, 99 g/1 Mg S04, 6o g/1 KCl, 48 g/1 Na Cl. Beispiele: Eine Hartsalzmutterlauge mit 16o g/1 MgC12 und 87 g/1 M9S04, die an KCl und NaCl bei 25° gesättigt ist, soll für die Kahmagnesiaumsetzung verwendet werden. Zur Berechnung der für die Umsetzung notwendigen Mengenverbältnisse dient dann folgender Ansatz: (Hartsalzmutterlauge) [11,45 K2C12 -I- 35 M9C12 -I- 15 M9S04 + 16,1 Na2C12 -j- iooo H20] -;- x K,C12 T y M9S04 - 7 H20 = z K,S04 - MgS04 - 6 H20 + u Na2Cl2 i- V[8,3 K2C12 -I- 49,5 MgC12 a- 16,9 M9S04 + 8,4 Na2Cl2 + iooo H20] Die Durchrechnung ergibt, daß i m3 'Hartsalzmutterlauge mit 733,4 kg Bittersalz und 191,5 kg KCl umgesetzt werden müssen. Es werden erhalten 536 kg SChönit, 31 kg NaCl und 1,26 m3 Kalimagnesialauge. Verwendet man an Stelle von Bittersalz Magnesiumsulfat, so ergeben sich folgende Mengenverhältnisse: i m3 Hartsalz-Mutterlauge wird umgesetzt mit 134,5 kg Magnesiumsulfat und 53,8 kg KCl. Es ergeben sich 2i7,5 kg Schönit, 46,7 kg NaCl und o,928 m3 Kalimagnesia-Umsetzungslauge.
  • Um die theoretisch günstigste Umsetzungslauge M'25° zu erhalten, ohne daß ein überSChuß an Bittersalz bzw. Magnesiumsulfat im Reaktionsprodukt verbleibt und ohne daß andere Doppelsulfate außer Schönit entstehen, ist, wie durch eingehende Versuche festgestellt wurde, folgendes zu beachten: Bei der Umsetzung wird die Mutterlauge zunächst mit einem Drittel des insgesamt erforderlichen Chlorkaliums und Bittersalzes bei einer Temperatur von etwa 35° versetzt, sodann wird mit etwa 2o % der insgesamt anfallenden Schönitmenge geimpft und dann der Rest von Chlorkalium und Bittersalz zugegeben und bei dieser Temperatur etwa 1/2 Stunde lang gerührt. Hernach wird auf etwa 25° abgekühlt und nach Verweilen von etwa einer weiteren 1/2 Stunde bei dieser Temperatur filtriert. Sinn des Arbeitens bei zunächst 35° ist es, den relativ großen Löslichkeits-Temperaturkoeffizienten des Bittersalzes dazu auszunutzen, daß sämtliches Bittersalz innerhalb für die Praxis tragbaren Zeiten in Lösung gebracht werden kann. Wie aus der Abbildung zu entnehmen, besitzt das Bittersalz bei 35° eine wesentlich höhere Löslichkeit als bei 25°. Wir liegen also, wenn zunächst bei 35° umgesetzt wird, im bittersalzuntersättigten Gebiet, in welchem die Lösegeschwindigkeit desselben verhältnismäßig groß ist. Bei anschließender Abkühlung auf Bittersalzsättigungstemperatur (25°), auf die die Umsetzung berechnet ist, erreicht man also sozusagen von der bittersalzungesättigten Seite her Bittersalzsättigung.
  • Wird zu den Umsetzungen Magnesiumsulfat verwendet, was gegenüber der Verwendung von Bittersalz eine Reihe von Vorteilen bietet, so wird zweckmäßigerweise wie folgt gearbeitet Die Mutterlauge wird auf eine Temperatur von 35 bis 40° erwärmt und hierauf mit sämtlichem für die Umsetzung notwendigen Magnesiumsulfat versetzt. Durch die Hydratationswäxme des Magnesiumsulfats erhöht sich die Temperatur der Lauge auf etwa 6o°. Das Magnesiumsulfat löst sich unter Abscheidung von Steinsalz aus der Mutterlauge in etwa 15 Minuten vollkommen. Dieses Steinsalz kann aus der heißen Lauge sofort abgetrennt werden, wenn man Wert darauf legt, eine möglichst steinsalzarme Kalimagnesia zu bekommen. Die Lauge wird nach dem Lösen des Magnesiumsulfats zunächst auf 35° abgekühlt und bei dieser Temperatur unterZugabe von etwa 2o °/o des insgesamt anfallenden Schönits mit der berechneten Menge Chlorkalium versetzt, etwa 1/2 Stunde bis zum Verschwinden des sich bei der Abkühlung ausscheidenden Bittersalzes verrührt und dann auf Endtemperatur von 25° abgekühlt.
  • Wird Wert darauf gelegt, besonders hohe Chlormagnesiumgehalte in den Umsetzungslaugen zu bekommen, so arbeitet man zweckmäßigerweise nicht auf Schönit, sondern auf Leonit. Wie aus der Abbildung. hervorgeht, liegen die Koexistenzpunkte Leonit + Bittersalz + KCl + NaCl viel weiter rechts, also auf der MgC12 reichen Seite des Diagramms, als die Punkte AI', bei welchen Schönit als Bodenkörper existent ist. Bei 25° erreicht man eine Umsetzungslauge, die dem Punkt L'25° im Diagramm entspricht und 57,2 Mol MgC12/iooo H20 enthält. Bei 3o° erhält man eine Umsetzungslauge; die dem Punkt L' 3o° entspricht und einen Chlormagnesiumgehalt von 6o,5 Mol/iooc H20 besitzt. Nach eingehenden Versuchen lassen sich praktisch Umsetzungslaugen erzielen, die bei etwa 27,5° mit KCl, Na Cl, Bittersalz und Leonit im Gleichgewicht stehen und, wie aus dem Diagramm zu entnehmen ist, einen 19C12 Gehalt von 58 bis 59 Mol/ iooo H20 besitzen. Arbeitet man auf Laugen mit höheren MgC12-Gehalten, läuft man Gefahr, Kainitausscheidungen zu bekommen.
  • Praktisch arbeitet man so, daß man die Hartsalzmutterlauge bei etwa 4o bis 45° zunächst mit einem Drittel der erforderlichen Menge Bittersalz versetzt, dann etwa 2o0/, Leonit als Impfgut zugibt und anschließend das für die Umsetzung erforderliche Chlorkalium und den Rest des Bittersalzes zusetzt: lach 15 bis 2o Minuten hat sich bei 4o bis 45° sämtliches Bittersalz umgesetzt. Die Ansätze werden dann auf Endtemperatur (25 bis 27°), auf die sie berechnet sind, abgekühlt und nach './,Stunde Rührzeit filtriert. Die erhaltenen Umsetzungslaugen besitzen einen MgCl2 Gehalt von etwa 26o g/1.
  • Wird mit Magnesiumsulfat gearbeitet, so empfiehlt es sich, wie eingehende Untersuchungen gezeigt haben, wie folgt zu verfahren: Die Hartsalzmutterlauge wird zunächst auf 35 bis 40° angewärmt, mit der für die Umsetzung erforderlichen Menge Magnesiumsulfat versetzt, wobei sich unter Abscheidung von Steinsalz die Temperatur auf etwa 6o° erhöht. Nach Inlösunggehen sämtlichen Magnesiumsulfats (etwa 15 Minuten) wird sofort- auf 45° abgekühlt, mit 2o°/, Leonit geimpft und die für die Umsetzung berechnete Menge Chlorkalium zugesetzt. Nach spätestens 1/2 Stunde hat sich sämtliches Bittersalz zu Leonit umgesetzt. Die Ansätze werden dann auf Endtemperatur (25 bis z7,5°) abgekühlt und nach 1/2 Stunde Rührzeit filtriert.
  • Die Bestimmungsgleichung für die Berechnung der Mengenverhältnisse ergibt sich bei Verwendung derselben Hartsalzmutterlauge, die auch bei der Herstellung von Schönit im obigen Beispiel benutzt wurde, unter Zugrundelegung einer Kalimagnesialauge, die bei 25° mit den vier Bodenkörpern KCl, Na Cl, Bittersalz und Leonit im Gleichgewicht steht (L'25°), wie folgt 11,145 K2C12 -f- 35 IY'I9Clz -I- 15 MgS04 + 16,1 Na"C1z + zooo H20] -T- x K,C12 + y M9S04 = z K2S04 ' Mg S04 - 4 H20 + u Na2C12 -f- v C7 K2C12 -I- 57,3 M9C12 -I- 15 M9S04 -1- 6,2 Na2C12 + zooo H20]1-Zu z m3 Hartsalzmutterlauge sind zuzusetzen 49,5 kg M9S04 und 97 kg KCl. Es werden erhalten 325 kg Leonit, 58 kg NaC1 und o,926 m3 Kalimagnesialauge mit einem Gehalt von 26o bis z65 g/1 MgCl, bei Sättigung an Na Cl und KCl. Der KCl-Gehalt dieser Lauge beträgt etwa 51 g/1.
  • Wie bereits einleitend betont, kann das für die Umsetzung verwendete Chlorkalium erhebliche Mengen Steinsalz enthalten, da wir ja von vornherein im steinsalzgesättigten System arbeiten. Dieses Steinsalz verbleibt dann selbstverständlich in der Kalimagnesia und kann aus dieser durch besondere Trennverfahren abgetrennt oder auch bei Herstellung von Sondermarken in dieser belassen werden. Verwendet man hochprozentiges Chlorkalium für die Umsetzungen, so ist es zweckmäßig, das bei der Auflösung des Magnesiumsulfats aus der Hartsalzmutterlauge sich abscheidende Steinsalz nach Inlösunggehen des Mg S04 bei erhöhter Temperatur von der Lauge abzutrennen, also bevor man die eigentliche Kalimagnesiaumsetzung durchführt. Es gelingt auf diese- Art und Weise, eine Kalimagnesia zu gewinnen, die von vornherein nur sehr geringe Mengen Steinsalz enthält.
  • Die Verwendung von Magnesiumsulfat für die Umsetzungen hat gegenüber der Verwendung von Bittersalz den Vorteil, daß für die Erzeugung einer bestimmten Menge Kalimagnesia eine wesentlich größere Menge an Hartsalzmutterlauge über den hier beschriebenen Prozeß zum Abstoß gebracht werden kann. Das bedeutet mit anderen Worten, daß die Entlastung des Hartsalzbetriebes von Chlormagnesium dann wesentlich größer ist. Auch K,0-ausbeutemäßig liegt das Verfahren mit Magnesiumsulfat günstiger a1§ mit Bittersalz.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia. bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kalimagnesiaherstellung in Kombination mit der Verarbeitung von Hartsalzen bzw. carnallitischen Mischsalzen derart vornimmt, daß chlormagnesiumhaltige Mutterlaugen des Chlorkaliumbetriebes für die Um-Setzung zu Kalimagnesia verwendet werden und daß man dabei im NaCl-gesättigten Gebiet arbeitet.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Erzeugung von Schönit bzw. Schönit-Steinsalz-Gemischen Mutterlauge aus dem Hartsalz- bzw. Mischsalzbetrieb mit Bittersalz oder Magnesiumsulfat und Chlorkalium bzw. Chlorkalium-NaCl-Gemischen derart umsetzt, daß Kalimagnesia-Umsetzungslaugen mit höchstmöglichem Chlormagnesiumgehalt entstehen, die einem metastabilen Koexistenzpunkt KCl + NaCl -f-. Bittersalz + Schönit zwischen 25 und 30° entsprechen.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach den Ansprüchen z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung zunächst bei Temperaturen zwischen 30 und 35° im bittersalzungesättigten Gebiet unter Rückführung eines Teiles der Kalimagnesia als Impfgut vornimmt und dann auf eine Temperatur zwischen etwa 25 und 28° abkühlt, bei welcher die Umsetzungslauge soeben Bittersalzsättigung neben KC1-, NaCl- und Schönitsättigung erreicht.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach-Anspruch z; dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung so leitet, daß Leonit bzw. Leonit-Steinsalz-Gemische entstehen und die Umsetzungslauge einem metastabilen Koexistenzpunkt, bei welchem KCl, NaCl, Bittersalz und Leonit zwischen 25 und 28° nebeneinander beständig sind, entspricht.
  5. 5. Verfahren.zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach den Ansprüchen x bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzungen zunächst bei Temperaturen zwischen etwa 40 und 45° unter Rückführung eines Teiles des Leonits als Impfgut im bittersalzungesättigten Gebiet vornimmt und nach vollkommener Umsetzung des Bittersalzes auf eine Temperatur zwischen 25 und 28° abkühlt, bei welcher gerade Bittersalzsättigung neben KCl-, NaCl-.und Leonitsättigung vorliegt.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach den Ansprüchen i, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Umsetzung Magnesiumsulfat verwendet, das Magnesiumsulfat in die Mutterlauge bei Temperaturen von etwa 35 bis 40° einbringt, das durch die Hydratationswärme auf etwa 6o° sich erwärmende Magnesiumsulfat-Laugengemisch nach vollkommener Auflösung des Magnesiumsulfats auf 4o bis 45° abkühlt und anschließend unter Rückführung eines Teiles des Leonits als Impfgut aus früheren Ansätzen durch Zugabe der für die Umsetzung erforderlichen K Cl-Menge im metastabilen Gebiet zu Leonit umsetzt und alsdann dasReaktionsgemisch auf eineTemperaturzwischen 25 und 28° abkühlt, bei welcher gerade Bittersalzsättigung neben KCl-, NaCl- und Leonitsättigung vorliegt.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln unter Herstellung von Schönit bzw. Schönit-Steinsalz-Gemischen unter Verwendung von Magnesiumsulfat nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Umsetzung zu verwendende Hartsalz- bzw. Mischsalzmutterlauge bei Temperaturen von etwa 35 bis 40° mit der erforderlichen Menge Magnesiumsulfat verrührt, die sich durch die Hydratation des Magnesiumsulfats auf etwa 6o° erwärmende Suspension nach vollkommener Auflösung des Magnesiumsulfats auf 3o bis 35° abgekühlt wird, bei dieser Temperatur dann mit etwa 2o °/o des insgesamt anfallenden Schönits als Impfgut sowie mit der für die Umsetzung erforderlichen Menge Chlorkalium versetzt wird und nach vollkommener Umsetzung des zunächst ausgeschiedenen Bittersalzes das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur zwischen 25 und 30° nachgekühlt wird, bei der gerade Bittersalzsättigung neben KC1-, NaCl- und Schönitsättigung vorliegt. B. Verfahren zur Herstellung von Kalimagnesia bzw. kalimagnesiahaltigen Düngemitteln nach den Ansprüchen i, 2, 6 und 7 unter Verwendung von Magnesiumsulfat für die Umsetzung, dadurch gekennzeichnet, daß man das nach dem Inlösunggehen des Magnesiumsulfats in der Hartsalz- bzw. Mischsalzmutterlauge bei etwa 6o° ausgeschiedene Steinsalz vor der Abkühlung und Umsetzung der Lauge von derselben abtrennt und für die anschließende Umsetzung zwecks Erzielung steinsalzarmer Kalimagnesia hochprozentiges Chlorkalium verwendet. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 857 345, 9i8 86i.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047218B (de) * 1956-12-14 1958-12-24 Kaliwerk Stassfurt Veb Verfahren zur Herstellung eines granulierten und frei fliessenden, Magnesiumsulfat, Kaliumchlorid und Bor enthaltenden Kalimischduengemittels

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