DE936580C - Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schaelholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl. - Google Patents
Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schaelholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl.Info
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- B27L5/08—Severing sheets or segments from veneer strips; Shearing devices therefor; Making veneer blanks, e.g. trimming to size
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuerung für elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe
von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden
von Schälholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl.
Bekanntlich verarbeiten z. B. die Furnierscheren das ihnen auf einer Transportbahn mit gleichbleibender
Geschwindigkeit in Bandform zugeführte Furnier mit ungleichmäßiger, unterschiedlicher Geschwindigkeit.
Dies macht es notwendig, die der Förderung des Bandes dienenden Antriebsorgane durch Endkontakte od. dgl. in Verbindung mit
Schaltschützen automatisch ein- und auszuschalten. In der Regel erfordern hierbei solche mechanisch
betätigten Endkontakte od. dgl. vom Werkstoff selbst eine mechanische Schaltleistung, der er vermöge
seiner Struktur nicht gewachsen ist. Dazu kommt, daß die Kontaktaus lösung nur verzögert,
d. h. nur unter erheblichem Zeitverlust an den gesteuerten Antriebsorganen zur Wirkung gelangt. '
Für schnelle Arbeitsvorgänge sind daher diese Steuerverfahren nicht anwendbar.
Man kennt auch schon Steuerverfahren, bei denen der Werkstoff durch den Lichtstrahl einer Fotozelle
abgetastet wird. Im rauhen Betriebe sind aber solche Verfahren nicht anwendbar, da die Kontaktmittel
gegen Verstauben und Verschmutzen sowie gegen Erschütterungen hochempfindlich sind und
dadurch ihre Betriebssicherheit in den meisten Anwendungsfällen der hier in Frage kommenden Art
in Frage gestellt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuerverfahren zu schaffen, bei dem vom Werkstoff
keinerlei mechanische Arbeit für die Kontaktauslösung zu leisten ist und die Kontaktgabe möglichst
zeit- und leistungsverlustlos an dem zu steuernden Antriebsorgan zur Wirkung gelangt,
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß da'durch gelöst, daß dem Werkstoff unter Ausnutzung seines geringen
Feuchtigkeitsgehaltes ein elektrisches Potential zugeführt, dieses von einem oder mehreren in
bestimmten Stellungen mit dem Werkstoff in Berührung kommenden Kontaktfühlern abgenommen
und zur Steuerung des Gitterpotentials von elektronischen Schaltrelais ausgenutzt wird.
Zwei als Beispiele anzusehende Ausführungen des Verfahrens sind an Hand der Zeichnung beschrieben.
Diese zeigt schematisch eine Furnierschere in Seitenansicht.
Ein Transportband 1 bewegt das von einem Wikkel
6 ablaufende Schälholzfurnierband B durch eine Furnierschere 2 mit anschließendem Sortierband 3·
Das Transportband 1 wird durch den Motor 4 angetrieben, dessen Geschwindigkeit durch ein Regelglied
mit handbetätigtem Steuerhebels z.B. stufenlos regelbar ist. Das Furnierband B wird der
Schere 2 mit einer Geschwindigkeit zugeführt, wie es der Bedienungsmann mit Hilfe der Schere zerteilen
kann, und zwar ist die Geschwindigkeit dauernd schwankend, da mehr oder weniger oft
Fehlstellen ausgeschnitten werden müssen und der Rest in sehr oft nach Art und Güte' des Holzes
dauernd wechselnde Stückgrößen zerteilt wird. Auch kann es im Interesse einer optimalen Holzausnutzung
vorteilhaft sein, hin und wieder im Stillstand zu söhneiden. Dieser Anlage muß also das
Furnierband B in dem Maße zugeführt werden, wie es von der Schere 2 verarbeitet werden kann. Das
zuzuführende FurnierbandB ist zu einem feisten
Wickel 6 aufgewickelt und zweckmäßig über dem Transportband 1 in einem Abwickelgerüst 7 gelagert.
Die Welle 8 des Furnierwickels 6 wird durch 4S einen Abwickelmotor 9 mit gleichbleibender Geschwindigkeit
angetrieben.
Als Tastorgan ist im Bereich der Bahn des Transportbandes ι ein feststehender Fühler 10 vom übrigen
Maschinengerüst isoliert an diesem angebracht, der mit dem Gitter 12 der Elektronenröhre eines
elektronischen Relais 11 verbunden ist. Das Furnierband
B ist mit einem entgegengerichteten Potential 13 über das MaisahLnengesteli 7 verbunden.
Das elektronische Relais 11 steuert den Äbwickel-'
motor 9 entweder auf »Abwickeln« oder »Bremsen«. In der in ausgezogener Linie dargestellten durchhängenden
Lage (Ruhezustand) berührt das Furnierband B den Fühler 10, und die dadurch bewirkte
Potentialveränderung schaltet über das Elektronenrelais 11 den Abwickelmotor 9 auf »Bremsen«. Wird
nun durch das Transportband 1 der Schere 2 das Furnierband B in Bewegung gesetzt, d. h. der
Schere 2 zugefördert, dann hebt es sich etwa in die strichpunktiert gezeichnete Lage von dem Kontaktfühler
10 ab. Hierdurch wird das Gitterpotential der Röhre des Elektronenrelais 11 wieder geändert
und der Abwickelmotor 9 auf »Abwickeln« geschaltet. Infolgedessen wird durch vollautomatisches
Schalten immer iso viel Furnierband vom Wickel 6 abgewickelt, wie im Scherenbetrieb verarbeitet wird.
In gleicher Weise kann z. B. durch Berührungskontakte 10' der Antrieb der Schere 2 von der Seite
des Sortierbandes 3 her gesteuert werden, indem ein isoliert am Maschinengestell angebrachter, vom
Werkstoff leicht kippbarer Kontaktfühler 10' mit dem Gitterpotential 12' eines den Antrieb 9' der
Schere 2 steuernden elektronischen Schaltrelais 11' verbunden ist, während der Werkstoff B' über die
Scherensäule 7' und das Scherenmesser 2 an das Potential 13' dieses Schaltrelais angeschlossen ist.
Es ergeben sich aus dieser Steuerung für die Scherenarbeit folgende vorteilhafte Möglichkeiten:
Wenn das Sortierband 3 aus isolierendem Material (z. B. Gummiriemen) besteht, so wird von dem
durch die Furnierschere 2 kommenden Furnierband B' bei Berührung des Kippkontakts 10' über
das elektronische Relais 11' ein Schnittimpuls zum Auslösen des Scherenschnittes eingeleitet. Ist das
Furnier B' getrennt (die Trennfuge kann dadurch etwas vergrößert werden, daß das Band 3 eine etwas
höhere Gesdhwiindigkait aufweist als das Band 1), so
hat auch das nun noch auf dem Kippkontakt ruhende Furnierband B' nicht mehr das durch den Scherenständer
7' auferlegte Potential 13', und das Relais 11' sperrt wieder. Der Kippkontakt 10' spricht auf
diese Weise also nur dann an, wenn durch die Schere 2 ein zusammenhängendes Furnierstück B'
vom Scherenmesser 2 bis zum Kippkontakt 10' kommt. Dies ist besonders dann wichtig, wenn
neben automatischen Ablängen des Furnierbandes B' auch noch Fehlstellen in der Furnierbahn B' durch
Auslösen des Schnittantriebes 9' vermittels parallel zum elektronischen Relais 11' angeordneten Handkontakts
ausgeschnitten werden müssen, da sonst die Kanten dieser Ausschnitte bei jeder anderen
bekannten Kontaktanordnung, wie z. B. den erwähnten Fotozellenanordnungen, Impulse geben
würden und ein automatisches Ablängen unmöglich machten. Es ist hierbei auch möglich, beliebig viele,
in unterschiedlichem Abstande vom Scherenmesser 2 angeordnete Kontakte io' über einen Wahlschalter
mit dem elektronischen Relais ii' abwechselnd zu
verbinden. Man kann dadurch je nach Anfall und Güte des Holzes sehr schnell von einer Abscherlänge
auf eine andere überwechseln, ohne den Scherenbetrieb
zu unterbrechen oder still zusetzen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Steuerung, für elektromotorische bzw. elektrisch betätigte Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schälholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß dem Werkstoff ein elektrisches Potential zugeführt, dieses von einem oder mehreren in bestimmten Stellungen mit demWerkstoff in Berührung kommenden Kontaktfühlern abgenommen und zur Steuerung des Gitterpotentials von elektronischen Schaltrelais ausgenutzt wird.
- 2. Steuerung nach Anspruch ι mit mehreren Kontaktfühlern, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfühler nach Bedarf durch einen Wahlschalter eingeschaltet werden.
- 3. Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Werkstoff durch die Arbeitsmaschine befördernden Mittel (Förderbänder 3 od. dgl.) aus Isolierstoff bestehen und zwischen dem Werkzeug und Kontaktfühlern eine Meßstrecke gebildet ist, so daß die Kontaktfühler nur auf solche Werkstücke ansprechen, die der Meßstrecke entsprechen.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenI 509601 12.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM20131A DE936580C (de) | 1953-09-21 | 1953-09-22 | Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schaelholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl. |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE322730X | 1953-09-21 | ||
| DEM20131A DE936580C (de) | 1953-09-21 | 1953-09-22 | Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schaelholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl. |
| DEM26503A DE1040113B (de) | 1953-09-21 | 1955-03-18 | Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere Furnierscheren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE936580C true DE936580C (de) | 1955-12-15 |
Family
ID=27190257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM20131A Expired DE936580C (de) | 1953-09-21 | 1953-09-22 | Steuerung fuer elektromotorische bzw. elektrisch geschaltete Antriebe von Arbeitsmaschinen zur Verarbeitung von schlecht leitenden Werkstoffen, insbesondere zum Schneiden von Schaelholzfurnieren, Hartfaserplatten od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE936580C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1034250B (de) * | 1956-04-18 | 1958-07-17 | Wohlenberg Kommanditgesellscha | Vorrichtung zur elektronischen Steuerung des Antriebes und des Vorschubsattels von Schneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. |
| DE1069756B (de) * | 1957-03-27 | 1959-11-26 | ||
| DE1160394B (de) * | 1956-02-04 | 1964-01-02 | Schloemann Ag | Einrichtung zur Steuerung von Bewegungsvorgaengen an einem Kuehlbett mit einer vorgeordneten Schere |
| DE1292371B (de) * | 1964-06-19 | 1969-04-10 | Bosse Carl Bernd | Anlage zur Herstellung von massgerecht zugeschnittenen Anschaelfurnieren in einer Furnierschaelmaschine |
-
1953
- 1953-09-22 DE DEM20131A patent/DE936580C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1160394B (de) * | 1956-02-04 | 1964-01-02 | Schloemann Ag | Einrichtung zur Steuerung von Bewegungsvorgaengen an einem Kuehlbett mit einer vorgeordneten Schere |
| DE1034250B (de) * | 1956-04-18 | 1958-07-17 | Wohlenberg Kommanditgesellscha | Vorrichtung zur elektronischen Steuerung des Antriebes und des Vorschubsattels von Schneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. |
| DE1069756B (de) * | 1957-03-27 | 1959-11-26 | ||
| DE1292371B (de) * | 1964-06-19 | 1969-04-10 | Bosse Carl Bernd | Anlage zur Herstellung von massgerecht zugeschnittenen Anschaelfurnieren in einer Furnierschaelmaschine |
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