DE936203C - Ausbauglied, insbesondere Grubenstempel, mit gabelfoermigem Innenstempel - Google Patents
Ausbauglied, insbesondere Grubenstempel, mit gabelfoermigem InnenstempelInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D15/00—Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
- E21D15/14—Telescopic props
- E21D15/28—Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping
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Description
- Ausbauglied, insbesondere Grubenstempel, mit gabelförmigem Innenstempel Es sind Ausbauglieder, insbesondere Grubenstempel, bekannt, welche einen aus spiegelbildlich zueinander angeordneten und mit den Schenkeln gegeneinander gerichteten, vorzugsweise winkelförmigen Rinnenprofilen bestehenden gabelförmigen Innenstempel besitzen, in welchem mehrere, mindestens quer verschiebliche Druckbacken angeordnet und durch einen Horizontalkeil gegen die Innenflächen der Rinnenprofile anpreßbar sind. Der Horizontalkeil ist hierbei unmittelbar gegen ein, dem Rinnenprofil des Gabelschenkels des Innenstempels entsprechendes Druckstück bzw. eine Druckbacke abgestützt. Da die Druckbacken gegen den Horizontalkeil in einer genügend großen Fläche abgestützt sein müssen, haben die bekannten Stempel den Nachteil, daß schon geringe Unebenheften in den Stempelprofilen eine ungenügende Anlage der Druckbacken an den Reibflächen des Innenstempels herbeiführen, so daß die Horizontalspannung im Schl.oß und damit die Tragfähigkeit des Stempels großen Schwankungen, unterworfen ist.
- Erfindungsgemäß werden die Stempel der vorgenannten Bauart dadurch verbessert, daß zu beiden Seiten des Horizontalkeiles zwischen diesem und den an den Innenflächen der Gabelschenkel des Innenstempels anliegenden Druckbacken mit etwa walzenförmigen Außenflächen versehene StÜtzschalen angeordnet sind, gegen welche die Druckbacken etwa in ihrer mittleren Höhe mit einer entsprechenden Gegenfläche - gegebenenfalls mittelbar - abgestützt sind. Hierdurch wird in einfacher Weise unter Verwendung eines verhältnismäßig flachen Horizontalkeils den Druckbacken rückseitig eine große Stützfläche geboten unter gleichzeitiger Erzielung einer Einstellungsmöglichkeit zu der Reibfläche der Gabelschenkel des Innenstempels. Der zwischen den Gabelschenkeln zur Durchführung des Horizontalkeils erforderliche Abstand kann verhältnismäßig klein gehalten werden.
- Bei der Verwendung von aus Winkelprofilen gebildeten Gabelschenkeln für den Innenstempel wird erfindungsgemäß dadurch eine weitere Verbesserung erzielt, daß allen winkelig zueinander stehenden Innenreibflächen des Innenstempels je eine Druckbacke zugeordnet ist. Durch die Einschaltung der Stützschalen zwischen diesen einzelnen Druckbacken und dem Horizontalkeil erhält jede Druckbacke eine ausreichende Gegenfläche unter Wahrung ihrer Einstellmöglichkeit. Bei dieser Ausbildung des Stempels wird zweckmäßig den an einem Gabelschenkel des Innenstempels anliegenden Druckbacken eine für beide gemeinsame Stützschale zugeordnet.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Stützschalen nur im Mittelteil an den Außenseiten mit einer kugelartigen Wälzfläche versehen, gegen welche sich die im Querschnitt etwa dreieckig ausgebildeten Druckkörper mit dem der. Reibfläche gegenüberliegenden verjüngten Teil abstützen. Hierdurch wird in einfacher Weise ein gleichmäßiges Anpressen der verschiedenen Druckkörper erzielt. Eine andere zweckmäßigere Ausführungsform besteht darin, die Stützschalen nach der Stirnseite hin konisch auszubilden und weiterhin in ihrem mittleren Bereich mit einem Ringwulst zu versehen. Beiderseits des Ringwulstes werden Nuten angebracht, die zur Führung von Wälzkörpern, insbesondere Kugeln, dienen, gegen welche die Druckbacken ihrerseits sich abstützen. Zur guten Führung sind nur wenige, z. B. im Abstand übereinander angeordnete Kugeln erforderlich.
- Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Stützschalen um ein kleines Maß in Stempellängsachse verschieblich an keiligen Seitenflächen des Horizontalkeils geführt werden. Außerdem ist es zweckmäßig, sämtliche Druckbacken auf einem elastisch nachgebenden Federteller abzustützen, dessen Widerlager mit dem Unterstempel verbunden ist.
- An Stelle von winkelförmigen Profilen für die Gabelschenkel des Innenstempels können auch Halbrohrprofile oder andere verwendet werden. Besonders zweckmäßig ist aber die Verwendung solcher Profile, bei denen die Reib- bzw. Gleitflächen winkelförmig zueinander angeordnet sind, derart, daß stets mehrere sich unabhängig voneinander einstellende Druckbacken von einer Stützschale angepreßt werden.
- In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
- Fig. i zeigt einen Stempel in Seitenansicht; Fig. 2 zeigt einen Stempel in Höhe des Stempelschlosses in senkrechtem Schnitt; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie III-III der Fig. :2; Fig. 4 zeigt eine vereinfachte Schloßausbildung im Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 5; Fig. 5 ist ein Querschnitt zur Fig. ¢; Fig. 6 zeigt eine Besonderheit.
- Bei beiden Ausführungsformen besteht der Innenstempel aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten winkelförmigen Profilen i, die mit den Schenkeln einander zugekehrt und im geringen Abstand voneinander angeordnet sind. Der Unterstempel 2 kann in gleicher Weise aus mehreren Profilen zusammengesetzt sein. Es ist aber auch möglich, für diesen Unterstempel ein in sich geschlossenes, beispielsweise rohrartiges Profil zu verwenden. Am Kopfende des Unterstempels 2 ist das Stempelschloß 3 vorgesehen, welches durch einen Horizontalkeil 4 verspannt wird, der sich in Ausnehmungen des Schloßbandes 3 abstützt und in dem zwischen den Profilen i gebildeten Zwischenraum 5 führt.
- Wie aus Fig.2 ersichtlich, ist der Horizontalkeil 4. zwischen zwei Stützschalen 6 gelagert. Die Stützschalen besitzen an der Innenseite Ausnehmungen mit keiligen Flächen 7, die sich an entsprechend schräg verlaufenden Seitenflächen des Keiles 4 führen. Die Ausnehmungen in den Schalen 6 sind etwas höher bemessen als der Horizontalkeil, so daß eine geringe Verschiebung der Schalen 6 in Längsachse des Stempels unter der Last des Innenstempels stattfinden kann. Die Außenseite der Schalen 6 ist walzenförmig ausgebildet. Im mittleren Bereich besitzt jede Schale einen Ringwulst 8, von welchem aus die Schalen nach den Stirnseiten konisch verjüngt sind. Beiderseits des Ringwulstes sind Nuten 9 vorgesehen, in welchen sich zwei im Abstand übereinander angeordnete Wälzkörper, z. B. Kugeln io, führen. Gegen die Kugeln sind die Druckbacken i i abgestützt. In den Druckbacken sind kalottenförmige Ausnehmungen 12 vorgesehen zwecks guter Lagerung der Kugeln io sowie zur Sicherung des Abstandes der Kugeln. Die Druckbacken besitzen im Querschnitt eine etwa dreieckige Form, so daß sie jeweils nur eine der winkelig zueinander stehenden Reibflächen der Profile i erfassen. Die Kugeln werden zweckmäßig so angeordnet, daß sie möglichst in der Nähe des verjüngten-Endes 13 jeder Druckbacke angreifen.
- Die Druckbacken ii sowie die Schalen 6 sind so bemessen, daß sie vollständig in dem von den Profilen i umschlossenen Raum untergebracht werden können, so daß der Abstand der Profile i voneinander nicht wesentlich mehr zu betragen braucht als die Breite des Horizontalkeiles 4. Sämtliche Druckbacken i i sind auf einem Federteller 14 abgestützt, welcher durch die. Schraube 15 geführt und durch die Druckfeder 16 angehoben wird, sobald das Schloß entspannt ist. Der Federteller stützt sich auf der Platte 17 ab, welche in der Form etwa dem lichten Querschnitt des Innenstempels entspricht und nur Durchtrittsschlitze 18 für die Gabelschenkel des Innenstempels besitzt. Da die Platte 17 im wesentlichen nur im Bereich zwischen den Schenkeln der Profile i mit dem Außenstempel verbunden ist, wirkt die Platte wie eine Feder, so daß bei plötzlichen Gebirgsstößen eine geringe Nachgiebigkeit erzielt wird.
- Nach dem Eintreiben des Horizontalkeiles stellen sich die Druckbacken unabhängig voneinander zur Lage der Reibflächen des gabelförmigen Innenstempels durch Abwälzung auf den Außenflächen der Schalen 6 ein. Bei der Belastung des Stempels erfolgt eine in gewissen Grenzen gehaltene zusätzliche Verspannung durch Verschiebung der Schalen an den Außenseiten des Keiles 4. Hierbei wird gleichzeitig der Federteller 14 etwas niedergedrückt. Das Rauben des Stempels erfolgt durch Zurückschlagen des Keiles 4. Die zum Lösen des Keiles erforderliche Kraft ist infolge der Abstützung der Backen i i auf dem Federteller bzw. der Platte 17 nicht besonders groß.
- Bei dem Stempel nach den Fig. 4 und 5 handelt es sich um eine vereinfachte Ausführungsform. Hierbei sind die Druckbacken i i unmittelbar gegen eine kugelförmige Fläche ig der Schalen 6 abgestützt. Dieser kugelige Teil ist nur im mittleren Bereich der Schalen 6 vorgesehen, so daß die Druckkörper nur an dem verjüngten Ende 13 mit einer entsprechenden Ausnehmung versehen werden. Die Schalen besitzen an der Unterseite Ansätze 2o, auf welchen die Druckbacken i i sich abstützen.
- Es wird noch erwähnt, daß bei beiden Ausführungsformen die Schalen an ihrem oberen und unteren Ende den Keil 4 übergreifen, so daß sämtliche Teile zueinander ohne Beeinträchtigung der Verstellbarkeit und Einstellmöglichkeit einen gewissen Zusammenhalt haben.
- Der Stempel kann aus Stahl oder einem geeigneten anderen Werkstoff, beispielsweise Leichtmetall, hergestellt sein. Die Reibflächen der Druckbacken sowie der Stempelteile können einzeln oder gemeinsam mit Überzügen bzw. Auflagen zur Erhöhung der Reibung versehen sein. In manchen Fällen kann man die benachbarten Druckbacken an den einander zugekehrten Stirnflächen - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern - gegeneinander abstützen. Zweckmäßig wird aber zwischen diesen benachbarten Körpern ein geringer Abstand vorgesehen.
- Bei unmittelbarer Abstützung der benachbarten Druckbacken können die gegeneinander gerichteten Flächen zur Erzielung einer Gelenkbewegung ballig ausgebildet sein.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Ausbauglied, insbesondere Grubenstempel, mit einem aus spiegelbildlich zueinander angeordneten und mit den Schenkeln gegeneinander gerichteten, vorzugsweise rinnenförmigen Winkelprofilen bestehenden gabelförmigen Innenstempel, in welchem mehrere, mindestens quer verschiebliche Druckbacken angeordnet und durch einen Horizontalkeil gegen die Innenflächen des Rinnenprofils anpreßbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Horizontalkeils (4) zwischen diesem und den an den Innenflächen der Gabelschenkel des Innenstempels anliegenden Druckbacken mit etwa walzenförmigen Außenflächen versehene StÜtzschalen (6) angeordnet sind, gegen welche die Druckbacken etwa in ihrer mittleren Höhe mit entsprechenden Gegenflächen - gegebenenfalls mittelbar - abgestützt sind.
- 2. Ausbauglied nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von aus winkelförmigen Profilen gebildeten Gabelschenkeln des Innenstempels allen winkelförmig zueinander stehenden Innenreibflächen je eine Druckbacke (ii) zugeordnet ist.
- 3. Ausbauglied nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Reibflächen eines Gabelschenkels des Innenstempels anliegenden Druckbacken (i i) an einer gemeinsamen Stützschale (6) geführt sind.
- 4. Ausbauglied nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil jeder Stützschale an der Außenseite mit einer kugelartigen Wälzfläche (ig) versehen ist und daß die entsprechenden Gegenflächen der im Querschnitt etwa dreieckig ausgebildeten Druckkörper (i i) im Bereich des den Reibflächen gegenüberliegenden verjüngten Teiles vorgesehen sind.
- 5. Ausbauglied nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschalen (6) an den Außenseiten nach den Stirnseiten hin konisch verjüngt sind.
- 6. Ausbauglied nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschalen (6) in ihrem mittleren Bereich mit einem in der Ebene der Stempellängsachse verlaufenden Ringwulst (8) versehen sind, zu dessen beiden Seiten Nuten (g) zur Führung von Wälzkörpern (io), insbesondere Kugeln, vorgesehen sind, gegen welche andererseits die Druckbacken (i i) abgestützt sind.
- 7. Ausbauglied nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Druckbacke durch zwei oder wenige in Stempellängsachse im Abstand übereinander angeordnete Kugeln (io) gegen die Schalen (6) abgestützt ist. B. Ausbauglied nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (io) in kalottenartigen Ausnehmungen (12) der Druckbacken gelagert sind. g. Ausbauglied nach den Ansprüchen 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln nahe der der Reibfläche gegenüberliegenden Kante der im Querschnitt dreieckförmigen Druckbacken an diesen abgestützt sind. io. Ausbauglied nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschalen (6) um ein kleines Maß an den in Stempellängsachse keiligen Seitenflächen des Horizontalkeils (4) verschieblich geführt sind. i i. Ausbauglied nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Druckbacken (r r) auf einem vorzugsweise gemeinsamen, in Stempellängsachse um ein kleines Maß elastisch nachgebenden Federteller (r4) abgestützt sind, dessen Widerlager mit dem Unterstempel verbunden ist. 12. Ausbauglied nach Anspruch r z, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager für den Federteller (r4) als Stützplatte (r7) ausgebildet ist, welche etwa der Querschnittsform des vom Unterstempel umschlossenen Querschnittes angepaßt ist und Durchtrittsspalten für die Gabelschenkel des Innenstempels besitzt. 13. Ausbauglied nach Anspruch r oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschalen den Horizontalkeil an der Ober-und Unterseite mit Ansätzen übergreifen. 14. Ausbauglied nach Anspruch-z oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Stützschalen nach außen gerichtete Ansätze vorgesehen sind, auf denen die Druckbacken (r r) abgestützt sind. 15. Ausbauglied nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die einem Winkelprofil zugeordneten Druckbacken mit den einander zugekehrten Flächen gelenkig gegeneinander abgestützt sind. 16. Ausbauglied nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugekehrten Flächen der Druckbacken ballig ausgebildet sind. 17. Ausbauglied nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einander zugekehrten Flächen der Druckbacken Wälzkörper eingeschaltet sind. 18. Ausbauglied nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einem Winkelprofil zugeordneten Druckbacken im geringen Abstand voneinander angeordnet sind.
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